Wirkstoff(e) Hydrochlorothiazid (HCT)
Zulassungsland Deutschland
Hersteller betapharm Arzneimittel GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 19.03.1999
ATC Code C03AA03
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Low-Ceiling-Diuretika, Thiazide

Zulassungsinhaber

betapharm Arzneimittel GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Hinweis

Insbesondere bei schwerer Herzleistungsschwäche (Herzinsuffizienz) sollte auch die Anwendung von Digitalis erwogen werden.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Hydrochlorothiazid sowie andere Thiazide oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • wenn Sie allergisch gegen Sulfonamide (manche Arzneimittel zur Behandlung von bakteriellen Infektionen, z. B. Cotrimoxazol [Kreuzreaktionen]) sind.
  • bei schweren Nierenfunktionsst√∂rungen (schwere Niereninsuffizienz mit stark verminderter Harnproduktion oder fehlender Harnproduktion; Kreatinin- Clearance kleiner als 30 ml/min und/oder Serum-Kreatinin √ľber 1,8 mg/100 ml).
  • bei akuter Nierenentz√ľndung.
  • bei Leberversagen mit Bewusstseinsst√∂rungen.
  • bei erniedrigtem Kaliumspiegel im Blut.
  • bei erniedrigtem Natriumspiegel im Blut.
  • bei verminderter zirkulierender Blutmenge oder Fl√ľssigkeitsmangel.
  • bei erh√∂htem Calciumspiegel im Blut.
  • bei Gicht.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie HCT-beta 25 einnehmen, insbesondere

  • wenn Sie einen stark erniedrigten Blutdruck haben.
  • wenn Sie Durchblutungsst√∂rungen der Hirngef√§√üe haben.
  • wenn Sie Durchblutungsst√∂rungen der Herzkranzgef√§√üe haben.
  • bei bereits bestehender oder bisher nicht in Erscheinung getretener Zuckerkrankheit ; eine regelm√§√üige Kontrolle des Blutzuckers ist erforderlich.
  • wenn Sie unter einer eingeschr√§nkter Nierenfunktion leiden (bei einem Serum- Kreatinin von 1,1 ‚Äď 1,8 mg/100 ml bzw. leichter Einschr√§nkung der Kreatinin- Clearance [30 ‚Äď 60 ml/min]).
  • wenn bei Ihnen eine eingeschr√§nkter Leberfunktion besteht.
  • wenn Sie Hautkrebs haben oder hatten oder w√§hrend der Behandlung eine unerwartete Hautl√§sion entwickeln. Die Behandlung mit Hydrochlorothiazid, insbesondere eine hochdosierte Langzeitanwendung, kann das Risiko einiger Arten von Haut- und Lippenkrebs (wei√üer Hautkrebs) erh√∂hen. Sch√ľtzen Sie Ihre Haut vor Sonneneinstrahlung und UV-Strahlen, solange Sie HCT beta einnehmen
  • Wenn Sie eine Abnahme des Sehverm√∂gens oder Augenschmerzen feststellen. Dies k√∂nnen Symptome einer Fl√ľssigkeitsansammlung in der Gef√§√üschicht des Auges (Aderhauterguss) oder ein Druckanstieg in Ihrem Auge sein und innerhalb von Stunden bis Wochen nach Einnahme von HCT-beta 25 auftreten. Ohne Behandlung kann dies zum dauerhaften Sehverlust f√ľhren. Die Gefahr hierf√ľr ist erh√∂ht, wenn Sie in der Vergangenheit eine Penicillin- oder Sulfonamid-Allergie hatten.

Bei einer eingeschr√§nkten Nierenfunktion (Glomerulumfiltrat unter 30 ml/min und/oder Serum- Kreatinin √ľber 1,8 mg/100 ml) ist HCT-beta 25 nicht nur unwirksam, sondern sogar sch√§dlich.

Bei chronischem Missbrauch von harntreibenden Mitteln kann es zu Wasseransammlungen im Körpergewebe kommen (Pseudo-Bartter-Syndrom).

W√§hrend einer Langzeitbehandlung mit HCT-beta 25 m√ľssen in regelm√§√üigen Abst√§nden bestimmte Blutwerte, insbesondere Kalium, Natrium, Calcium, Magnesium, Kreatinin und Harnstoff, ferner die Blutfette (Cholesterin und Triglyzeride) sowie Harns√§ure und Blutzucker kontrolliert werden.

W√§hrend der Behandlung mit HCT-beta 25 sollten die Patienten auf eine ausreichende Fl√ľssigkeitsaufnahme achten und wegen erh√∂hter Kaliumverluste, kaliumreiche Nahrungsmittel zu sich nehmen (z. B. Bananen, Gem√ľse, N√ľsse).

Unter der Behandlung mit HCT-beta 25 besteht bei zus√§tzlicher Einnahme von ACE-Hemmern (z. B. Captopril, Enalapril) zu Behandlungsbeginn das Risiko eines massiven Blutdruckabfalls bis zum Schock sowie das Risiko einer Verschlechterung der Nierenfunktion, die selten zu einem akuten Nierenversagen f√ľhren kann. Eine Behandlung mit einem harntreibenden Mittel sollte daher 2 ‚Äď 3 Tage vor Beginn einer Behandlung mit einem ACE-Hemmer abgesetzt werden, um die M√∂glichkeit eines Blutdruckabfalls zu Behandlungsbeginn zu vermindern.

Bei Patienten mit bereits bestehender oder bisher nicht in Erscheinung getretener Zuckerkrankheit sollten regelmäßige Kontrollen des Blutzuckers erfolgen.

Der durch verst√§rkte Urinausscheidung hervorgerufene Gewichtsverlust sollte unabh√§ngig vom Ausma√ü der Urinausscheidung 1 kg/Tag nicht √ľberschreiten.

HCT-beta 25 ist f√ľr die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen nicht geeignet, da keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.

Die Anwendung von HCT-beta 25 kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen f√ľhren. Die Anwendung von HCT-beta 25 als Dopingmittel kann zu einer Gef√§hrdung der Gesundheit f√ľhren.

Hinweise

Die Behandlung mit HCT-beta 25 sollte abgebrochen werden, sobald eine der oben genannten Gegenanzeigen (siehe Abschnitt ‚ÄěHCT-beta 25 darf nicht eingenommen werden‚Äú) bzw. eine der folgenden Nebenwirkungen auftritt:

  • bei einer Stoffwechselentgleisung, die auf eine Behandlung nicht mehr anspricht,
  • wenn Sie ein Schwindelgef√ľhl und einen stark beschleunigten Herzschlag bei Lagewechsel vom Liegen zum Stehen versp√ľren,
  • beim Auftreten von √úberempfindlichkeitsreaktionen,
  • wenn bei Ihnen ausgepr√§gte Magen-Darm-Beschwerden auftreten,
  • bei St√∂rungen des zentralen Nervensystems,
  • bei einer Bauchspeicheldr√ľsenentz√ľndung,
  • wenn bei Ihnen Blutbildver√§nderungen auftreten,
  • bei einer akuten Gallenblasenentz√ľndung,
  • beim Auftreten einer Gef√§√üentz√ľndung,
  • wenn sich bei Ihnen eine bestehende Kurzsichtigkeit verschlimmert,
  • bei schweren Nierenfunktionsst√∂rungen (Serum-Kreatinin-Konzentration √ľber 1,8 mg/100 ml bzw. Kreatinin-Clearance kleiner als 30 ml/min).

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

In der Regel wird Ihr Arzt Ihnen dann zu einem anderen Medikament als HCT-beta 25 raten, da HCT-beta 25 nicht zur Anwendung in der Schwangerschaft empfohlen wird. Das liegt daran, dass HCT-beta 25 in die Plazenta gelangt und dass es bei Anwendung nach dem dritten Schwangerschaftsmonat zu gesundheitssch√§digenden Wirkungen f√ľr den F√∂tus und das Neugeborene kommen kann.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen wollen. HCT-beta 25 wird nicht zur Anwendung bei stillenden M√ľttern empfohlen.

Kinder und Jugendliche

HCT-beta 25 ist f√ľr die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen nicht geeignet, da keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.

√Ąltere Menschen

Bei der Behandlung √§lterer Menschen ist auf eine m√∂gliche Einschr√§nkung der Nierenfunktion zu achten (siehe Abschnitt 3. ‚ÄěWie ist HCT-beta 25 einzunehmen?‚Äú).

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen:

Die Behandlung mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle. Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme

Bei Leber- oder Nierenfunktionsst√∂rungen sollte HCT-beta 25 der Einschr√§nkung entsprechend dosiert werden (siehe Abschnitt 2. ‚ÄěWas sollten Sie vor der Einnahme von HCT-beta 25 beachten?).

Patienten mit ausgepr√§gter Wassereinlagerung im Gewebe (√Ėdemen) infolge einer Herzmuskelschw√§che (schwerer Herzinsuffizienz)

Bei Patienten mit ausgeprägter Wassereinlagerung im Gewebe infolge einer Herzmuskelschwäche kann die Resorption von HCT-beta 25 aus dem Magen- Darm-Trakt deutlich eingeschränkt sein.

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Wie wird es angewendet?

WIE IST HCT-beta 25 EINZUNEHMEN?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die Dosierung sollte individuell ‚Äď vor allem nach dem Behandlungserfolg ‚Äď festgelegt werden.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die empfohlene Dosis:

Erwachsene:

Bluthochdruck (arterielle Hypertonie)

Zu Behandlungsbeginn 1-mal t√§glich 1/2 ‚Äď 1 Tablette (entsprechend 12,5 ‚Äď 25 mg Hydrochlorothiazid pro Tag).

Die Erhaltungsdosis beträgt in der Regel 1-mal täglich 1/2 Tablette (entsprechend 12,5 mg Hydrochlorothiazid pro Tag).

Art der Anwendung

Die Tabletten sind unzerkaut zum Fr√ľhst√ľck mit ausreichend Fl√ľssigkeit einzunehmen (z.B. 1 Glas Wasser).

Dauer der Anwendung

√úber die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt. Sie richtet sich nach Art und Schwere der Erkrankung.

Nach Langzeitbehandlung sollte HCT-beta 25 ausschleichend abgesetzt werden.

vergessen haben

Auch wenn Sie einmal zu wenig von HCT-beta 25 eingenommen haben oder eine Einnahme vergessen haben, nehmen Sie beim n√§chsten Mal nicht etwa die doppelte Menge ein, sondern f√ľhren Sie die Einnahme wie in der Dosierungsanleitung beschrieben bzw. wie vom Arzt verordnet fort.

Wenn Sie die Einnahme von HCT-beta 25 abbrechen

Unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung mit HCT-beta 25 nicht ohne R√ľcksprache mit Ihrem behandelnden Arzt!

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Fl√ľssigkeitsansammlungen im Gewebe infolge Erkrankungen des Herzens, der Leber und der Nieren

(kardiale, hepatische und renale √Ėdeme)

Zu Behandlungsbeginn 1-mal t√§glich 1 ‚Äď 2 Tabletten (entsprechend 25 ‚Äď 50 mg Hydrochlorothiazid pro Tag).

Die Erhaltungsdosis betr√§gt 1 ‚Äď 2 (‚Äď 4) Tabletten t√§glich (entsprechend 25 ‚Äď 50 (‚Äď 100) mg Hydrochlorothiazid pro Tag).

Unterst√ľtzende (adjuvante) symptomatische Therapie der chronischen Herzleistungsschw√§che(H erzinsuffizienz) zus√§tzlich zu ACE-Hemmern:

1-mal t√§glich 1 ‚Äď 11/2 Tabletten (entsprechend 25 ‚Äď 37,5 mg Hydrochlorothiazid pro Tag).

Leber- und Nierenfunktionsstörungen

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die

aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zu Grunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten

Häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten

Gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1.000 Behandelten

Selten: weniger als 1 von 1.000, aber mehr als 1 von 10.000

Sehr selten: weniger als 1 von 10.000 Behandelten

Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

Wenn Sie von einer der nachfolgend genannten Nebenwirkungen betroffen sind, nehmen Sie HCT-beta 25 nicht weiter ein und suchen Sie möglichst umgehend Ihren Arzt auf.

Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)

Nicht bekannt: Haut- und Lippenkrebs (weißer Hautkrebs)

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Häufig: Verringerung der Anzahl der Blutplättchen. Gelegentlich: Verminderung der weißen Blutkörperchen.

Sehr selten: Blutarmut durch vermehrten Zerfall roter Blutkörperchen, Anämie durch Blutbildungsstörungen im Knochenmark,

hochgradige Verminderung bestimmter wei√üer Blutk√∂rperchen mit Infektneigung und schweren Allgemeinsymptomen. Hinweise auf eine Agranulozytose k√∂nnen Fieber mit Sch√ľttelfrost, Schleimhautver√§nderungen und Halsschmerzen sein.

Infolge der Bildung von Antikörpern gegen Hydrochlorothiazid bei gleichzeitiger Einnahme von Methyldopa (Arzneimittel zur Senkung des Blutdrucks) sind in Einzelfällen Auflösungen der roten Blutkörperchen beobachtet worden.

Erkrankungen des Immunsystems

Gelegentlich: Allergische Reaktionen; diese k√∂nnen als Haut- und Schleimhautreaktionen (siehe Nebenwirkungen bei ‚ÄěHaut und Unterhautzellgewebe‚Äú) auftreten, selten als Nierenentz√ľndung, Gelbsucht, Entz√ľndungen der Blutgef√§√üe, Blutbildver√§nderungen (siehe Nebenwirkungen bei ‚ÄěBlut und Lymphsystem‚Äú) oder Fieber.

Selten: Schwere √úberempfindlichkeitsreaktionen wie ein Kreislaufkollaps (anaphylaktischer Schock). Erste Anzeichen f√ľr einen Schock sind u. a. Hautreaktionen wie heftige Hautr√∂tung oder Nesselsucht, Unruhe, Kopfschmerz, Schwei√üausbruch, √úbelkeit, bl√§uliche Verf√§rbung der Haut, allergische Reaktionen.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Sehr h√§ufig kommt es bei der Behandlung mit HCT-beta 25 ‚Äď insbesondere bei eingeschr√§nkter Nierenfunktion ‚Äď als Folge der vermehrten Fl√ľssigkeits- und Elektrolytausscheidung zu St√∂rungen im Fl√ľssigkeits- und Elektrolythaushalt, insbesondere zu einem Mangel an Kalium und Natrium, ferner zu einem Mangel an Magnesium und Chlorid im Blut sowie zu einem erh√∂hten Calciumgehalt im Blut.

Bei hoher Dosierung kann es infolge √ľberm√§√üiger Harnausscheidung zu Fl√ľssigkeits- und Natriumverlusten kommen. Dies kann sich in Appetitlosigkeit, Mundtrockenheit und Durst, Erbrechen, Kopfschmerzen bzw. Kopfdruck, Schw√§che- und Schwindelgef√ľhl, Schl√§frigkeit, Sehst√∂rungen, Teilnahmslosigkeit, Verwirrtheitszust√§nden, Nervosit√§t, Muskelschmerzen oder Muskelkr√§mpfen (z. B. Wadenkr√§mpfen), Herzklopfen, Blutdruckabfall, vermindertem Blutdruck beim Wechsel vom Liegen zum Stehen und Kreislaufkollaps √§u√üern. Daher ist es wichtig, unerw√ľnschte Fl√ľssigkeitsverluste (z. B. bei Erbrechen, Durchfall, starkem Schwitzen) auszugleichen.

Bei sehr starker Harnausscheidung kann es infolge einer verminderten zirkulierenden Blutmenge und einem Mangel an K√∂rperwasser zur Bluteindickung und in seltenen F√§llen zu Kr√§mpfen, Benommenheit, Verwirrtheitszust√§nden, Bewusstseinsst√∂rungen bis zum Koma, Kreislaufkollaps und zu einem akuten Nierenversagen kommen. Als Folge der Bluteindickung kann es ‚Äď insbesondere bei Vorliegen von Venenerkrankungen oder bei √§lteren Patienten ‚Äď zu Thrombosen und Embolien kommen.

Insbesondere bei gleichzeitig verminderter Kaliumzufuhr und/oder erh√∂hten Kaliumverlusten (z. B. bei Erbrechen oder chronischem Durchfall) kann als Folge einer erh√∂hten Kaliumausscheidung √ľber die Niere ein Kaliummangelzustand auftreten, der sich in folgenden Symptomen √§u√üern kann:

M√ľdigkeit, Schl√§frigkeit, Teilnahmslosigkeit, Muskelschw√§che, Missempfindungen in den Gliedma√üen, L√§hmungen, √úbelkeit, Erbrechen, Verstopfung, √ľberm√§√üige

Gasansammlung im Magen-Darm-Trakt, √ľberm√§√üige Harnausscheidung, krankhaft gesteigertes Durstgef√ľhl mit √ľberm√§√üiger Fl√ľssigkeitsaufnahme sowie Herzrhythmusst√∂rungen und Pulsunregelm√§√üigkeiten.

Schwere Kaliumverluste k√∂nnen zu einer Darml√§hmung oder zu Bewusstseinsst√∂rungen bis zum Koma f√ľhren.

EKG-Veränderungen und eine gesteigerte Empfindlichkeit gegen bestimmte herzstärkende Arzneimittel (herzwirksame Glykoside: Digitalispräparate) können auftreten.

Verstärkte Magnesiumausscheidungen im Harn sind häufig und äußern sich nur gelegentlich als Magnesiummangel im Blut, weil Magnesium aus dem Knochen freigesetzt wird.

Daher sind regelmäßige Kontrollen der Serumelektrolyte (insbesondere Kalium, Natrium, Calcium, Magnesium) angezeigt.

Bei Behandlungsbeginn und bei längerer Anwendung von HCT-beta 25 muss insbesondere der Kaliumgehalt im Blut regelmäßig kontrolliert werden, um das Auftreten zu niedriger Kaliumspiegel im Blut zu verhindern.

Als Folge der Elektrolyt- und Fl√ľssigkeitsverluste kann sich eine metabolische Alkalose entwickeln bzw. eine bereits bestehende Alkalose verschlechtern.

H√§ufig kommt es unter der Behandlung mit HCT-beta 25 zu erh√∂hten Harns√§urespiegeln im Blut. Dies kann bei entsprechend veranlagten Patienten zu Gichtanf√§llen f√ľhren.

Häufig treten unter der Behandlung mit HCT-beta 25 eine Erhöhung des Blutzuckers und Zucker im Urin sowohl bei Stoffwechselgesunden als auch bei Patienten im Vorstadium einer Zuckerkrankheit oder bei zuckerkranken Patienten bzw. bei Patienten mit einem Kaliummangel auf.

Bei Patienten mit bereits bestehender Zuckerkrankheit kann es zu einer Verschlechterung der Stoffwechsellage kommen. Eine bisher nicht in Erscheinung getretene Zuckerkrankheit kann in Erscheinung treten.

Gelegentlich kann es zu einem wieder zur√ľckgehenden Anstieg der harnpflichtigen Substanzen (Kreatinin, Harnstoff) kommen.

Häufig kommt es unter HCT-beta 25 zu einem Anstieg der Blutfette (Cholesterin, Triglyceride). Daher sollten während der Behandlung mit HCT- beta 25 neben den Serumelektrolyten (Kalium, Natrium, Calcium, Chlorid, Magnesium) auch die Konzentrationen der harnpflichtigen Stoffe (Harnstoff, Kreatinin), die Blutfette (Cholesterin und Triglyceride) sowie der Blutzucker und die Harnsäure im Blut regelmäßig kontrolliert werden.

Psychiatrische Erkrankungen

Selten: Depressionen, Schlaflosigkeit.

Erkrankungen des Nervensystems

Selten: Kopfschmerzen, Schwindel, Missempfindungen (z. B. Kribbeln) in den Gliedmaßen.

Augenerkrankungen

Gelegentlich: Sehst√∂rungen (z. B. verschwommenes Sehen, Gelbsehen), Einschr√§nkung der Bildung von Tr√§nenfl√ľssigkeit (Vorsicht beim

Tragen von Kontaktlinsen); eine bestehende Kurzsichtigkeit kann sich verschlechtern.

Verminderung des Sehverm√∂gens oder Schmerzen in Ihren Augen aufgrund von hohem Druck (m√∂gliche Anzeichen einer Fl√ľssigkeitsansammlung in der Gef√§√üschicht des Auges (Aderhauterguss) oder akutes Winkelverschlussglaukom

Herzerkrankungen

 

Häufig:

Herzklopfen.

Gelegentlich:

Verminderter Blutdruck beim Wechsel vom Liegen zum Stehen

 

oder Blutdruckabfall, insbesondere bei Patienten mit einer

 

verminderten zirkulierenden Blutmenge oder einem Mangel an

 

Körperwasser (z. B. Patienten mit schwerer

 

Herzmuskelschwäche oder unter einer Behandlung mit hohen

 

Dosen von harntreibenden Arzneimitteln).

Selten:

Herzrhythmusstörungen.

Gefäßerkrankungen

Gelegentlich:

Entz√ľndungen der Blutgef√§√üe.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums

Gelegentlich:

Atemnot/Atembeschwerden, eine bestimmte akute Form der

 

Lungenentz√ľndung.

Sehr selten:

Plötzlich auftretendes Lungenödem mit Schocksymptomatik.

 

Eine allergische Reaktion gegen√ľber Hydrochlorothiazid wird

 

angenommen.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig:

Appetitlosigkeit, Magen-Darm-Beschwerden (z. B. √úbelkeit,

 

Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, Schmerzen und Krämpfe im

 

Bauchraum).

Endokrine Erkrankungen

Gelegentlich:

Anstieg eines bestimmten Enzyms (Amylase) im Blut, akute

 

Bauchspeicheldr√ľsenentz√ľndung.

Leber -und Gallenerkrankungen

Selten:

Gelbsucht.

H√§ufigkeit nicht bekannt: Akute Entz√ľndung der Gallenblase bei vorbestehendem

 

Gallensteinleiden.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich:

Allergische Haut- und Schleimhautreaktionen, z. B. Juckreiz,

 

Hautrötung, Hautausschläge durch Lichteinwirkung,

 

kleinfleckige Einblutungen in Haut und Schleimhaut und stark

 

juckende Quaddeln.

Sehr selten:

Bestimmte schwerwiegende Hauterkrankung mit Blasenbildung

 

(toxische epidermale Nekrolyse).

In Einzelfällen können ein kutaner Lupus erythematodes, kutane Lupus-

erythematodes-artige Reaktionen oder die Reaktivierung eines Lupus

erythematodes (eine bestimmte Autoimmunerkrankung mit Hautbeteiligung)

auftreten.

 

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Sehr häufig:

Zucker im Urin.

Häufig:

Wieder zur√ľckgehender Anstieg der harnpflichtigen Stoffe

 

(Harnstoff und Kreatinin) im Blut.

Gelegentlich: Nierenentz√ľndung.

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdr√ľse

Gelegentlich: Potenzstörungen.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Gelegentlich: Fieberhafte Zustände.

Welche Gegenmaßnahmen sind bei Nebenwirkungen zu ergreifen?

Sollten Sie die oben genannten Nebenwirkungen bei sich beobachten, benachrichtigen Sie Ihren Arzt, damit er √ľber den Schweregrad und gegebenenfalls erforderliche weitere Ma√ünahmen entscheiden kann.

Falls eine Nebenwirkung pl√∂tzlich auftritt oder sich stark entwickelt, informieren Sie umgehend einen Arzt, da bestimmte Arzneimittelnebenwirkungen (z. B. ein erniedrigter Kaliumgehalt im Blut, Blutbildver√§nderungen wie h√§molytische An√§mie oder Agranulozytose) unter Umst√§nden lebensbedrohlich werden k√∂nnen. Der Arzt entscheidet, welche Ma√ünahmen zu ergreifen sind und ob die Behandlung weitergef√ľhrt wird. Nehmen Sie in solchen F√§llen das Arzneimittel nicht ohne √§rztliche Anweisung weiter.

Bei den ersten Anzeichen einer √úberempfindlichkeitsreaktion darf HCT-beta 25 nicht nochmals eingenommen werden.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger- Allee 3, 53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton/der Blisterpackung nach ‚ÄěVerwendbar bis‚Äú angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Aufbewahrungsbedingungen:

Nicht √ľber 25 ¬įC lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu sch√ľtzen.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr ben√∂tigen. Diese Ma√ünahme hilft die Umwelt zu sch√ľtzen.

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Weitere Informationen

am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird.

Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

HCT-beta 25 enthält Lactose

Bitte nehmen Sie HCT-beta 25 erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunvertr√§glichkeit leiden.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller betapharm Arzneimittel GmbH

Kobelweg 95, 86156 Augsburg

Tel.: 08 21/74 88 10, Fax: 08 21/74 88 14 20

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt √ľberarbeitet Februar 2021.

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Zuletzt aktualisiert: 18.08.2022

Quelle: HCT-beta 25 - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Hydrochlorothiazid (HCT)
Zulassungsland Deutschland
Hersteller betapharm Arzneimittel GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 19.03.1999
ATC Code C03AA03
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden