Autor: mibe GmbH Arzneimittel


Langinformationen

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Dociton Injektionslösung wird angewendet bei
Akut bedrohliche Herzrhythmusstörungen mit erhöhter Schlagzahl:
supraventrikuläre Arrhythmien
zusätzliche therapeutische Maßnahme bei Sinustachykardie aufgrund von Thyreotoxikose
anfallsweise supraventrikuläre Tachykardie
Vorhofflimmern und Vorhofflattern (bei ungenügendem Ansprechen auf hoch dosierte Therapie mit herzwirksamen Glykosiden)
ventrikuläre Arrhythmien wie
ventrikuläre Extrasystolen, sofern die Extrasystolen durch erhöhte Sympathikusaktivität hervorgerufen werden (körperliche Belastung, Induktionsphase der Anästhesie, Halothananästhesie und Verabreichung exogener Sympathomimetika)
ventrikuläre Tachykardien und Kammerflimmern (nur vorbeugend, besonders wenn die ventrikulären Arrhythmien durch erhöhte Sympathikusaktivität hervorgerufen werden).
Dociton Injektionslösung darf nur mit Vorsicht angewendet werden bei
geringgradigen Erregungsleitungsstörungen von den Vorhöfen auf die Kammern (AV-Block I. Grades),
Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) mit stark schwankenden Blutzuckerwerten (Zustände mit stark erniedrigtem Blutzucker möglich),
längerem strengen Fasten und schwerer körperlicher Belastung (Zustände mit stark erniedrigtem Blutzucker möglich),
einem hormonproduzierenden Tumor des Nebennierenmarks (Phäochromozytom, vorherige Therapie mit Alpharezeptorenblockern erforderlich),
eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion (siehe auch Abschnitt 4 ?Welche Nebenwirkungen sind möglich??).
Wenn bei Ihnen oder in Ihrer Familie schon einmal eine Schuppenflechte (Psoriasis) aufgetreten ist, sollte die Anwendung von Betarezeptorenblockern (z. B. Dociton Injektionslösung) nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen.
Betarezeptorenblocker können die Empfindlichkeit gegenüber Allergenen und die Schwere anaphylaktischer Reaktionen (akute allergische Allgemeinreaktionen), erhöhen. Deshalb ist eine strenge Indikationsstellung geboten, wenn Sie schon einmal eine schwere Überempfindlichkeitsreaktion in der Vorgeschichte hatten oder wenn Sie sich einer Therapie zur Schwächung bzw. Aufhebung der allergischen Reaktionsbereitschaft (Desensibilisierungstherapie; Vorsicht: überschießende anaphylaktische Reaktionen) unterziehen.

Inhaltsverzeichnis
Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
Wie wird es angewendet?
Was sind mögliche Nebenwirkungen?
Wie soll es aufbewahrt werden?
Weitere Informationen

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Dociton Injektionslösung darf nicht angewendet werden
bei Überempfindlichkeit gegenüber Propranololhydrochlorid oder anderen Betarezeptorenblockern oder einem der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels
bei einer Herzmuskelschwäche (manifeste Herzinsuffizienz)
bei Schock
bei Erregungsleitungsstörungen von den Vorhöfen auf die Kammern (AV-Block II. oder III. Grades)
bei einem Sinusknoten-Syndrom (sick sinus syndrome)
bei Erregungsleitungsstörungen zwischen Sinusknoten und Vorhof (sinuatrialer Block)
wenn Sie einen Ruhepuls von unter 50 Schlägen pro Minute vor Behandlungsbeginn (Bradykardie) haben
wenn Sie unter stark erniedrigtem Blutdruck (Hypotonie) leiden
bei Übersäuerung des Blutes (Azidose)
bei gleichzeitiger Gabe von MAO-Hemmstoffen (ausgenommen MAO-B-Hemmstoffe)
bei Spätstadien peripherer Durchblutungsstörungen
wenn Sie zu Bronchialverkrampfung (bronchiale Hyperreagibilität, z. B. bei Asthma bronchiale) neigen.
Besonderer Hinweis
Bronchospasmen können in der Regel durch Beta-2-Sympathomimetika wie Salbutamol zum Inhalieren (bei ungenügender Wirkung auch intravenös) behoben werden. Zur Aufhebung der durch Propranololhydrochlorid herbeigeführten Betablockade können hohe Dosen erforderlich sein, die entsprechend ihrer Wirkung titriert werden sollten. Auch Aminophyllin i.v., Ipratropiumbromid als Inhalationsnebel oder Glucagon (1-2 mg i.v.) können gegeben werden. In schweren Fällen können Sauerstoffbehandlung oder künstliche Beatmung erforderlich sein.
Die intravenöse Applikation von Dociton Injektionslösung bei Patienten unter Therapie mit Calciumantagonisten vom Verapamil- und Diltiazemtyp oder anderen Antiarrhythmika (wie Disopyramid) sowie deren i.v. Gabe unter Therapie mit Dociton Injektionslösung sind kontraindiziert (Ausnahme: Intensivmedizin). Verapamil i.v. erst 48 Stunden nach dem Absetzen von Dociton Injektionslösung verabreichen.
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Dociton Injektionslösung ist erforderlich
Im Folgenden wird beschrieben, wann Sie Dociton Injektionslösung nur unter bestimmten Bedingungen (d. h. in größeren Abständen oder in verminderter Dosis und unter ärztlicher Kontrolle) mit besonderer Vorsicht anwenden dürfen. Befragen Sie hierzu bitte Ihren Arzt. Dies gilt auch, wenn diese Angaben bei Ihnen früher einmal zutrafen.
Welche Vorsichtsmaßnahmen müssen beachtet werden?
Während der Therapie mit anderen Betarezeptorenblockern wurden schwere Leberschäden beobachtet; daher sollten Ihre Leberwerte regelmäßig durch Ihren Arzt überprüft werden (siehe auch Abschnitt 4 ?Welche Nebenwirkungen sind möglich??).
Da die Warnzeichen des erniedrigten Blutzuckers verschleiert werden können, sind regelmäßige Blutzuckerkontrollen erforderlich.
Beim Tragen von Kontaktlinsen ist auf eine mögliche Einschränkung des Tränenflusses zu achten.
Kinder
Dociton Injektionslösung kann bei Kindern für die Behandlung von bestimmten Formen von Herzrhythmusstörungen eingesetzt werden. Die Dosierung wird individuell vom Arzt in Abhängigkeit vom Körpergewicht bzw. Alter des Kindes festgelegt.
Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken
Die Anwendung von Dociton Injektionslösung kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen. Die gesundheitlichen Folgen der Anwendung von Dociton als Dopingmittel können nicht abgesehen werden, scherwiegende Gesundheitsgefährdungen sind nicht auszuschließen.
Bei Anwendung von Dociton Injektionslösung mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Insulin oder orale Antidiabetika
Deren Wirkung kann verstärkt oder verlängert werden. Warnzeichen des erniedrigten Blutzuckers (Hypoglykämie), insbesondere erhöhte Herzfrequenz (Tachykardie) und Zittern der Finger (Tremor), sind verschleiert oder abgemildert. Daher sind regelmäßige Blutzuckerkontrollen erforderlich.
Andere blutdrucksenkende Arzneimittel, Nitroglycerin, Diuretika, Vasodilatatoren sowie trizyklische Antidepressiva, Phenothiazine und Barbituraten
Es kann zu verstärktem Blutdruckabfall kommen.
Calciumantagonisten vom Nifedipintyp
Die Blutdrucksenkung kann verstärkt werden. Gelegentlich kommt es zu einer Herzmuskelschwäche.
Calciumantagonisten vom Verapamil- oder Diltiazemtyp oder anderen Antiarrhythmika (z. B. Disopyramid)
Es kann zu verstärktem Blutdruckabfall (Hypotonie), stark verminderter Herzfrequenz (Bradykardie) oder anderen Herzrhythmusstörungen kommen. Ihr Arzt wird Sie daher sorgfältig überwachen.
Antiarrhythmika
Die die Herzkraft schwächenden Wirkungen (kardiodepressive Wirkungen) von Dociton Injektionslösung und Antiarrhythmika können sich addieren.
Herzglykoside, Reserpin, Alphamethyldopa, Guanfacin oder Clonidin
Es kann zu einem stärkeren Absinken der Herzfrequenz bzw. einer Verzögerung der Erregungsleitung am Herzen kommen. Beim abrupten Absetzen von Clonidin kann der Blutdruck überschießend ansteigen. Deshalb darf Clonidin erst abgesetzt werden, wenn bei Ihnen einige Tage zuvor die Anwendung von Dociton Injektionslösung beendet wurde. Anschließend kann Clonidin stufenweise abgesetzt werden. Die Behandlung mit Dociton Injektionslösung darf erst mehrere Tage nach dem Absetzen von Clonidin begonnen werden.
Adrenalin oder Noradrenalin
Ein beträchtlicher Blutdruckanstieg ist möglich.
Monoaminooxidase (MAO)-Hemmstoffe
Ein überschießender Blutdruckanstieg ist möglich. Während der Anwendung von Dociton Injektionslösung sollten Sie keine MAO-Hemmstoffe einnehmen.
Indometacin
Die blutdrucksenkende Wirkung von Dociton Injektionslösung kann abgeschwächt werden.
Narkotika
Eine verstärkte Blutdrucksenkung kann eintreten. Die die Herzkraft schwächenden Wirkungen (negativ inotrope Wirkungen) beider Arzneimittel können sich addieren. Für den Fall, dass Dociton Injektionslösung vor Eingriffen in Allgemeinnarkose oder vor der Anwendung peripherer Muskelrelaxanzien nicht abgesetzt werden kann, müssen Sie Ihren Narkosearzt über die Behandlung mit Dociton Injektionslösung informieren lassen.
Periphere Muskelrelaxanzien (z. B. Suxamethonium, Tubocurarin)
Die neuromuskuläre Blockade kann durch die Betarezeptorenhemmung von Dociton Injektionslösung verstärkt werden.
Cimetidin
Die Wirkung von Dociton Injektionslösung wird verstärkt.
Chinidin bzw. Propafenon (Mittel gegen Herzrhythmusstörungen), Rifampicin (Mittel gegen Tuberkulose), Theophyllin (Mittel gegen Asthma), Warfarin (Mittel, das die Blutgerinnung hemmt), Thioridazin (Mittel gegen psychische Erkrankungen) sowie Calciumantagonisten wie Nifedipin, Nisoldipin, Nicardipin, Isradipin und Lacidipin (Mittel gegen Bluthochdruck und Erkrankungen der Herzkranzgefäße)
Aus entsprechenden Studien geht hervor, dass es zu Wechselwirkungen mit Propranololhydrochlorid kommen kann, da der Abbau dieser Wirkstoffe und der des Propranololhydrochlorids in der Leber beeinflusst werden kann. Die Konzentrationen von Propranololhydrochlorid und diesen Wirkstoffen im Blut können verändert werden, so dass gegebenenfalls eine Dosisanpassung erforderlich ist (siehe auch ?Calciumantagonisten vom Nifedipintyp?).
Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch für vor kurzem angewendete Arzneimittel gelten können.
Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Propranololhydrochlorid soll während der Schwangerschaft nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung verordnet werden.
Ausreichende Studien zur Anwendung von Propranololhydrochlorid bei schwangeren Frauen liegen nicht vor. Komplikationen wie intrauterine Wachstumsretardierung und vorzeitige Wehen sowie Hypoglykämie, Bradykardie und Atemdepression beim Neugeborenen sind in mehreren Fällen beschrieben worden. Bei einer Behandlung in der Nähe des Geburtstermins ist das Neugeborene daher in den ersten 48 - 72 Stunden nach der Geburt sorgfältig zu überwachen.
Propranololhydrochlorid passiert die Plazenta und erreicht im Nabelschnurblut vergleichbare bzw. höhere Konzentrationen als im maternalen Serum.
Propranololhydrochlorid geht in die Muttermilch über. Obwohl die mit der Milch aufgenommene Wirkstoffmenge wahrscheinlich keine Gefahr für das Kind darstellt, sollten Säuglinge auf Arzneimittelwirkungen überwacht werden.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Die Behandlung mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen Kontrolle durch Ihren Arzt. Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen kann das Reaktionsvermögen so weit verändert sein, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Wie wird es angewendet?

Dosierung
Bei akut bedrohlichen tachykarden Herzrhythmusstörungen ist die Einzeldosis sowie bei Mehrfachgabe der zeitliche Abstand zwischen den Einzelinjektionen in Abhängigkeit von der Ausgangssituation und dem klinischen Zustand des Patienten zu wählen.
Bei Erwachsenen wird initial in der Regel 1 mg Propranololhydrochlorid (entsprechend 1 ml Injektionslösung, also 1 Ampulle) langsam intravenös über 1 Minute injiziert. Bei unzureichendem Behandlungserfolg kann die Injektion mit der gleichen Dosis in Intervallen von 2 Minuten bis zum Wirkungseintritt bzw. bis zum Erreichen der Maximaldosis (10 mg Propranololhydrochlorid bei Erwachsenen mit erhaltenem Bewusstsein, 5 mg Propranololhydrochlorid bei Erwachsenen in Narkose) wiederholt werden.
Bei Kindern und Jugendlichen ist die intravenöse Injektion ausschließlich für die Notfallbehandlung kardialer Arrhythmien vorgesehen. Als Richtlinie gilt: 0,025-0,05 mg/kg Körpergewicht langsam injizieren, vorzugsweise unter EKG-Kontrolle. Wiederholung alle 6-8 Stunden, falls erforderlich.
Art der Anwendung
Dociton Injektionslösung ist nur unter klinisch-stationären Bedingungen anzuwenden.
Die intravenösen Injektionen sollen langsam (1 mg Propranololhydrochlorid, entsprechend 1 ml Injektionslösung bzw. 1 Ampulle pro Minute) unter fortlaufender Kontrolle von Puls, Blutdruck und EKG erfolgen.
Dauer der Anwendung
Dociton Injektionslösung darf nur so lange angewendet werden, bis die Herzrhythmusstörungen unter Kontrolle sind. So bald wie möglich sollte die Therapie mit oralen Darreichungsformen fortgesetzt werden.
Wenn Sie eine größere Menge Dociton Injektionslösung angewendet haben, als Sie sollten
In Abhängigkeit vom Ausmaß der Überdosierung kann es zu starkem Blutdruckabfall (Hypotonie), verminderter Herzschlagfolge (Bradykardie) bis hin zum Herzstillstand, Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) und zum kardiogenen Schock kommen.
Zusätzlich können Atembeschwerden, Bronchospasmen, Erbrechen, Bewusstseinsstörungen, gelegentlich auch generalisierte Krampfanfälle auftreten.
Bei Überdosierung oder bedrohlichem Abfall der Herzfrequenz oder des Blutdrucks muss die Behandlung mit Dociton Injektionslösung abgebrochen werden.
Ärztliche Maßnahmen:
Neben allgemeinen Maßnahmen der primären Giftelimination ist die Überwachung unter intensivmedizinischen Bedingungen angezeigt. Als Gegenmittel können gegeben werden:
Atropin 0,5 2 mg i.v. als Bolus
Glucagon initial 1 - 10 mg i.v., anschließend 2 - 2,5 mg/h als Dauerinfusion
Sympathomimetika in Abhängigkeit vom Körpergewicht und Effekt: Dopamin, Dobutamin, Isoprenalin, Orciprenalin und Adrenalin.
Bei therapierefraktärer Bradykardie sollte eine temporäre Schrittmachertherapie durchgeführt werden.
Bei Bronchospasmus siehe Abschnitt ??.
Bei generalisierten Krampfanfällen empfiehlt sich die langsame intravenöse Gabe von Diazepam.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Dociton Injektionslösung Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem Behandelten auftreten müssen.
Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:
Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.0000
Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar.
Mögliche Nebenwirkungen
Erkrankungen des Nervensystems
Gelegentlich: insbesondere zu Beginn der Behandlung Müdigkeit, Schwindelgefühl, Benommenheit, Verwirrtheit, Nervosität, Schwitzen, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, depressive Verstimmungen, Albträume, Halluzinationen, Missempfindungen (Parästhesien) und Kältegefühl an den Gliedmaßen.
Selten: ein der Myasthenia gravis (eine krankhafte Muskelschwäche oder -ermüdbarkeit) ähnliches Krankheitsbild.
Sehr selten: Verstärkung einer bestehenden Myasthenia gravis.
Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes
Gelegentlich: vorübergehend Magen-Darm-Beschwerden (Durchfall, Verstopfung, Übelkeit, Erbrechen).
Selten: Mundtrockenheit.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Gelegentlich: allergische Hautreaktionen (Rötung, Juckreiz, Exantheme) und Haarausfall.
Sehr selten Auslösung einer Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris), Verstärkung der Symptome dieser Erkrankung, schuppenflechten-ähnlichen (psoriasiformen) Hautausschläge.
Herzerkrankungen
Gelegentlich: verstärkter Blutdruckabfall, starke Verminderung der Herzfrequenz (Bradykardie), anfallartige, kurz dauernde Bewusstlosigkeit (Synkope), Herzklopfen (Palpitationen), atrioventrikuläre Überleitungsstörungen oder Verstärkung einer Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz).
Sehr selten: Verstärkung der Anfälle bei anfallsweise auftretenden Schmerzen in der Herzgegend (Angina pectoris), Verstärkung der Beschwerden bei peripheren Durchblutungsstörungen, einschließlich intermittierendes Hinken (Claudicatio intermittens) und Verkrampfungen der Fingerschlagadern (Raynaud-Syndrom).
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums
Wenn Sie zu bronchospastischen Reaktionen (insbesondere bei obstruktiven Atemwegserkrankungen) neigen, kann es bei Ihnen infolge einer möglichen Erhöhung des Atemwegswiderstandes zu Atemnot kommen.
Augenerkrankungen
Selten: Augenbindehautentzündungen (Konjunktivitis), verminderter Tränenfluss (beim Tragen von Kontaktlinsen beachten).
Sehr selten: Sehstörungen, Entzündungen der Horn- und Bindehaut des Auges (Keratokonjunktivitis).
Endokrine Erkrankungen
Häufigkeit nicht bekannt: Hypoglykämie einschließlich hypoglykämischer Krampfanfälle.
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Selten: Auftreten einer bisher nicht erkennbaren Zuckerkrankheit (latenter Diabetes mellitus) oder Verschlechterung einer bereits bestehenden Zuckerkrankheit.
Nach längerem strengen Fasten oder schwerer körperlicher Belastung kann es bei gleichzeitiger Behandlung mit Dociton Injektionslösung zu Zuständen mit erniedrigtem Blutzucker (hypoglykämische Zustände) kommen. Diese können von Krampfanfällen oder – in Einzelfällen – von Koma begleitet sein.
Warnzeichen des erniedrigten Blutzuckers, insbesondere erhöhte Herzfrequenz (Tachykardie) und Zittern der Finger (Tremor) können verschleiert werden.
Wenn Sie eine Schilddrüsenüberfunktion haben, können die klinischen Zeichen eines übermäßigen Anstiegs der Schilddrüsenhormone im Blut (Thyreotoxikose), wie z. B. erhöhte Herzschlagfolge (Tachykardie) oder Zittern (Tremor) bei Ihnen verschleiert sein.
Während der Therapie mit Dociton Injektionslösung können Störungen im Fettstoffwechsel auftreten. Bei meist normalem Gesamtcholesterin wurden eine Verringerung des HDL-Cholesterins und eine Erhöhung der Triglyzeride im Blut beobachtet.
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Selten: kleinfleckige Einblutungen in die Haut und Schleimhaut (Purpura) oder Verringerung der Thrombozytenzahl (Thrombozytopenie).
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Sehr selten: Bei Langzeittherapie Gelenkerkrankungen (Arthropathie), wobei ein Gelenk (Monoarthritis) oder mehrere (Polyarthritis) betroffen sein können.
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
Sehr selten: Libido- und Potenzstörungen.
Untersuchungen
Sehr selten: Erhöhung der Leberenzyme (GOT, GPT) im Blut.
Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Sehr selten: bei schweren Nierenfunktionsstörungen Verschlechterung der Nierenfunktion.
Deshalb sollte während der Behandlung Dociton Injektionslösung Ihre Nierenfunktion entsprechend überwacht werden.
Besondere Hinweise
Während der Behandlung mit anderen Betarezeptorenblockern wurden schwere Leberschäden beobachtet. Ihre Leberwerte sollten daher in regelmäßigen Abständen von Ihrem Arzt überprüft werden (siehe auch Abschnitt 2: ?Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Dociton Injektionslösung ist erforderlich?).
Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation aufgeführt sind

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Das Verfallsdatum der Dociton Injektionslösung ist auf Behältnis und äußerer Umhüllung aufgedruckt. Verwenden Sie das Arzneimittel nicht mehr nach diesem Datum! Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Aufbewahrungsbedingungen
Die Ampullen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Weitere Informationen

Was Dociton Injektionslösung enthält
Der Wirkstoff ist Propranololhydrochlorid.
1 ml Injektionslösung enthält 1 mg Propranololhydrochlorid.
Die sonstigen Bestandteile sind: Wasserfreie Citronensäure (Ph.Eur.), Wasser für Injektionszwecke.
Wie Dociton Injektionslösung aussieht und Inhalt der Packung
Dociton Injektionslösung ist eine klare, farblose Lösung zur intravenösen Injektion. Die Injektionslösung befindet sich in farblosen Glasampullen.
Dociton Injektionslösung ist in Packungen mit 10 Ampullen zu je 1 ml Injektionslösung erhältlich.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
mibe GmbH Arzneimittel
Münchener Straße 15
06796 Brehna
Tel.: 0349547-0
Fax: 0349547-100
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im Juni 2011.

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