Autor: Stadapharm GmbH


Langinformationen

Was ist es und wofür wird es verwendet?

zur Behandlung von Bluthochdruck (arterielle Hypertonie)
zur Behandlung von Erkrankungen der Herzkranzgefäße (koronare Herzkrankheit)
zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen mit erhöhter Schlagzahl (tachykarde Herzrhythmusstörungen)
zur Behandlung von ?Zittrigkeit? ohne erkennbare Ursache (essentieller Tremor)
zur vorbeugenden Behandlung der Migräne (Migräneprophylaxe).

Inhaltsverzeichnis
Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
Wie wird es angewendet?
Was sind mögliche Nebenwirkungen?
Wie soll es aufbewahrt werden?
Weitere Informationen

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Propranolol STADA darf NICHT eingenommen werden
wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Propranololhydrochlorid, andere Betarezeptorenblocker oder einen der sonstigen Bestandteile von Propranolol STADA sind
wenn Sie unter einer Herzmuskelschwäche (manifeste Herzinsuffizienz) leiden
bei Schock
wenn Sie unter folgenden Erregungsleitungsstörungen am Herzen leiden

  • Erregungsleitungsstörungen von den Herzvorhöfen auf die Herzkammern (AV-Block II. und III. Grades)
  • Sinusknoten-Syndrom
  • gestörte Erregungsleitung zwischen Sinusknoten und Vorhof (sinuatrialer Block)

wenn Sie einen Ruhepuls von unter 50 Schlägen pro Minute vor Behandlungsbeginn (Bradykardie) haben
wenn sie unter stark erniedrigtem Blutdruck (Hypotension) leiden
bei Übersäuerung des Blutes (Azidose)
bei Spätstadien peripherer Durchblutungsstörungen (Durchblutungsstörungen z.B. in den Armen oder Beinen)
wenn Sie zu Bronchialverkrampfung (bronchiale Hyperreagibilität z.B. bei Asthma bronchiale) neigen
bei gleichzeitiger Gabe von MAO-Hemmstoffen (ausgenommen sind so genannte MAO-B-Hemmstoffe). MAO-Hemmstoffe sind eine Gruppe von Arzneimitteln, die z.B. zur Behandlung depressiver Erkrankungen eingesetzt werden.
Die intravenöse Gabe (d.h. Verabreichung in eine Vene) von bestimmten Calcium-Antagonisten (so genannter Verapamil- und Diltiazem-Typ) oder anderen Arzneimitteln gegen Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika, wie z.B. Disopyramid) während der Behandlung mit Propranolol STADA ist kontraindiziert, d.h. eine solche Verabreichung darf nicht erfolgen (Ausnahme: in der Intensivmedizin).
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Propranolol STADA ist erforderlich
Wenn eine der folgenden Erkrankungen oder Bedingungen auf Sie zutrifft, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, da Propranolol STADA dann nur mit Vorsicht angewendet werden darf
geringgradige Erregungsleitungsstörungen von den Herzvorhöfen auf die Herzkammern (AV-Block I. Grades)
Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) mit stark schwankenden Blutzuckerwerten (Zustände mit erniedrigtem Blutzucker sind möglich)
Neigung zu niedrigen Blutzuckerspiegeln z.B. durch längeres Fasten und schwere körperliche Belastung. Beides kann zu stark erniedrigtem Blutzucker (Hypoglykämie) führen.
hormonproduzierender Tumor des Nebennierenmarks (Phäochromozytom, eine vorherige Behandlung mit Alpha-Rezeptorenblockern ist erforderlich. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt.)
eingeschränkte Leber- und/oder Nierenfunktion (siehe unter 3.: Wie ist Propranolol STADA einzunehmen und unter 4.: Welche Nebenwirkungen sind möglich?).
Wenn bei Ihnen eine Schuppenflechte (Psoriasis) in der persönlichen oder familiären Vorgeschichte aufgetreten ist, sollte die Anwendung von Beta-Rezeptorenblockern, wie z.B. Propranolol STADA, nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch Ihren Arzt erfolgen.
Wenn bei Ihnen schwere Überempfindlichkeitsreaktionen in der Vorgeschichte aufgetreten sind oder wenn Sie eine Therapie zur Schwächung bzw. Aufhebung der allergischen Reaktionsbereitschaft erhalten (so genannte Hyposensibilisierungstherapie; Vorsicht, überschießende allergische Allgemeinreaktionen können auftreten). Bei diesen Patienten ist eine strenge Indikationsstellung durch den Arzt geboten, da Beta-Rezeptorenblocker die Empfindlichkeit gegenüber Allergenen und die Schwere anaphylaktischer Reaktionen, d.h. akuter allergischer Allgemeinreaktionen, erhöhen können.
Weitere Hinweise
Da unter der Behandlung mit anderen Beta-Rezeptorenblockern schwere Leberschäden beobachtet wurden, wird Ihr Arzt Ihre Leberwerte während der Behandlung möglicherweise regelmäßig kontrollieren.
Da die Warnzeichen des erniedrigten Blutzuckers (z.B. schneller Herzschlag oder Zittern) verdeckt werden können, sind bei gefährdeten Patienten regelmäßige Blutzuckerkontrollen erforderlich (siehe unter 2.: Bei Einnahme von Propranolol STADA mit anderen Arzneimitteln).
Beim Tragen von Kontaktlinsen ist die Möglichkeit eines verminderten Tränenflusses zu beachten.
Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken
Die Anwendung von Propranolol STADA kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen. Die gesundheitlichen Folgen der Anwendung von Propranolol STADA als Dopingmittel können nicht abgesehen werden, schwerwiegende Gesundheitsgefährdungen sind nicht auszuschließen.
Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Schwangerschaft
Ausreichende Studien zur Anwendung von Propranololhydrochlorid, dem Wirkstoff von Propranolol STADA, bei schwangeren Frauen liegen nicht vor. Da unerwünschte Wirkungen auf die Mutter (vorzeitige Wehen) nicht ausgeschlossen werden können, dürfen Sie, wenn Sie schwanger sind, Propranolol STADA nur einnehmen, wenn Ihr behandelnder Arzt dies für zwingend erforderlich hält und Ihnen die Einnahme von Propranolol STADA ausdrücklich verordnet hat.
Wegen der Möglichkeit des Auftretens von Wachstumsstörungen, verlangsamtem Puls, niedrigem Blutdruck, Unterzuckerung und Atemdepression beim Neugeborenen, sollte eine Therapie mit Propranolol STADA bei Ihnen 48 bis 72 Stunden vor dem errechneten Geburtstermin beendet werden. Ist dies nicht möglich, müssen die Neugeborenen 48 bis 72 Stunden nach der Entbindung sorgfältig von einem Arzt überwacht werden.
Stillzeit
Propranololhydrochlorid, der Wirkstoff von Propranolol STADA, geht in die Muttermilch über. Obwohl die mit der Muttermilch aufgenommene Wirkstoffmenge wahrscheinlich keine Gefahr für das Kind darstellt, sollten Säuglinge auf Arzneimittelwirkungen überwacht werden.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Die Behandlung mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle. Auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch (d.h. Anwendung gemäß den Angaben in dieser Gebrauchsinformation) kann das Reaktionsvermögen so weit verändert sein, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Propranolol STADA
Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Propranolol STADA daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

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Wie wird es angewendet?

Wie ist Propranolol STADA einzunehmen?
Nehmen Sie Propranolol STADA immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Es ist sehr wichtig, dass Sie Propranolol STADA einnehmen, solange es Ihnen Ihr Arzt verordnet.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
Die Dosierung sollte individuell - vor allem nach dem Behandlungserfolg - festgelegt werden und darf ohne Anweisung des Arztes nicht geändert werden.
Bluthochdruck (arterielle Hypertonie)
Beginn der Behandlung mit 2- bis 3-mal täglich 1 Tablette (entsprechend 80 bis 120 mg Propranololhydrochlorid). Wird damit keine ausreichende Wirkung erzielt, 2- bis 3-mal täglich 2 Tabletten (entsprechend 160 bis 240 mg Propranololhydrochlorid).
Falls erforderlich, kann die Dosis auf 2-mal täglich 4 Tabletten (entsprechend 320 mg Propranololhydrochlorid) gesteigert werden.
Erkrankungen der Herzkranzgefäße (koronare Herzkrankheit), Herzrhythmusstörungen mit erhöhter Schlagzahl (tachykarde Herzrhythmusstörungen)
Die Anfangsdosis beträgt 3-mal täglich 1 Tablette (entsprechend 120 mg Propranololhydrochlorid). Wird damit keine ausreichende Wirkung erzielt, 2- bis 3-mal täglich 2 Tabletten (entsprechend 160 bis 240 mg Propranololhydrochlorid).
Die Erhaltungsdosis muss individuell festgelegt werden.
"Zittrigkeit" ohne erkennbare Ursache (essentieller Tremor), vorbeugende Behandlung der Migräne (Migräneprophylaxe)
Die übliche Anfangsdosis beträgt 2- bis 3-mal täglich 1 Tablette (entsprechend 80 bis 120 mg Propranololhydrochlorid). Die Dosierung und das Dosierungsintervall müssen bei diesen Indikationen individuell ermittelt werden.
Patienten mit eingeschränkter Leber- und/oder Nierenfunktion
Bei stark eingeschränkter Leber- und/oder Nierenfunktion ist die Ausscheidung von Propranolol STADA reduziert, so dass Ihr Arzt die Dosis unter Umständen senken wird.
Art der Anwendung
Die Tabletten sind unzerkaut mit etwas Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) einzunehmen.
Dauer der Anwendung
Die Dauer der Anwendung ist zeitlich nicht begrenzt.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Propranolol STADA zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge Propranolol STADA eingenommen haben, als Sie sollten
Verständigen Sie bei Verdacht auf eine Überdosierung oder wenn ein Kind die Tabletten eingenommen hat umgehend einen Arzt, damit dieser über das weitere Vorgehen entscheiden kann. Er wird sich bei der Behandlung einer Überdosierung am Krankheitsbild orientieren und entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen.
In Abhängigkeit vom Ausmaß der Überdosierung kann es zu folgenden Beschwerden kommen
starker Blutdruckabfall (Hypotonie)
verminderte Herzschlagfolge (Bradykardie) bis hin zum Herzstillstand
Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz)
kardiogener Schock.
Zusätzlich können Atembeschwerden, Bronchospasmen, Erbrechen, Bewusstseinsstörungen, gelegentlich auch generalisierte Krampfanfälle auftreten.
Bei Überdosierung oder bedrohlichem Abfall der Herzfrequenz oder des Blutdrucks muss die Behandlung mit Propranolol STADA abgebrochen werden.
Wenn Sie die Einnahme von Propranolol STADA vergessen haben
Nehmen Sie beim nächsten Mal nicht zusätzlich mehr Tabletten ein, sondern setzen Sie die Behandlung mit der verordneten Dosis fort.
Wenn Sie die Einnahme von Propranolol STADA abbrechen
Unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung mit Propranolol STADA nicht ohne Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt!
Eine Unterbrechung oder Änderung der Dosierung darf nur auf ärztliche Anweisung erfolgen. Soll die Behandlung mit Propranolol STADA nach längerer Anwendung unterbrochen oder abgesetzt werden, sollte dies, da abruptes Absetzen zur Minderdurchblutung des Herzmuskels (Herzischämie) mit neuerlicher Verschlimmerung einer Angina pectoris (Brustschmerz), zu einem Herzinfarkt oder zum Wiederauftreten eines Bluthochdrucks führen kann, grundsätzlich langsam ausschleichend erfolgen. Ihr Arzt wird dies mit Ihnen besprechen.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt und Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Propranolol STADA mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden bzw. vor kurzem angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Propranolol STADA darf nicht gleichzeitig mit folgenden Arzneimitteln angewendet werden
Monoaminoxidase (MAO)-Hemmer (z.B. zur Behandlung von depressiven Erkrankungen): Es kann zu einem starken Blutdruckanstieg kommen. Eine gleichzeitige Anwendung darf nicht erfolgen (Ausnahme: so genannte MAO-B-Hemmstoffe).
Wechselwirkungen können bei gleichzeitiger Anwendung von Propranolol STADA mit folgenden Arzneimitteln auftreten
Insulin oder orale Antidiabetika: Bei gleichzeitiger Anwendung kann die Wirkung dieser Arzneimittel verstärkt oder verlängert werden. Warnzeichen eines erniedrigten Blutzuckers (Hypoglykämie), insbesondere schneller Herzschlag (Tachykardie) und Zittern der Finger (Tremor), sind verschleiert oder abgemildert. Daher sind regelmäßige Blutzuckerkontrollen erforderlich.
Andere blutdrucksenkende Arzneimittel, harntreibende Arzneimittel (Diuretika), Phenothiazine (bei psychiatrischen Erkrankungen), Vasodilatatoren und Nitroglycerin (bei bestimmten Herzerkrankungen), tricyclische Antidepressiva (bei depressiven Erkrankungen), Barbiturate (z.B. bei Epilepsie): Es kann es zu einem verstärkten Blutdruckabfall kommen.
Bestimmte Arzneimittel bei Bluthochdruck (Reserpin, alpha-Methyldopa, Guanfacin und Clonidin) und Herzglykoside (bei Herzleistungsschwäche): Es kann zu einem stärkeren Absinken der Herzfrequenz bzw. zu einer Verzögerung der Erregungsleitung am Herzen kommen. Beim Absetzen von Clonidin kann der Blutdruck überschießend ansteigen. Deshalb darf Clonidin erst abgesetzt werden, wenn einige Tage zuvor die Verabreichung von Propranolol STADA beendet wurde. Anschließend kann Clonidin stufenweise abgesetzt werden. Die Behandlung mit Propranolol STADA darf erst mehrere Tage nach dem Absetzen von Clonidin begonnen werden.
Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika): Die Herzkraft schwächenden Wirkungen (kardiodepressive Wirkungen) von Propranolol STADA und Antiarrhythmika können sich addieren.
Bestimmte Calcium-Antagonisten (so genannter Verapamil- oder Diltiazem-Typ z.B. bei bestimmten Herzerkrankungen) oder andere Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika, wie z.B. Disopyramid): Es kann zu verstärktem Blutdruckabfall (Hypotension), stark verlangsamter Herzschlagfolge (Bradykardie) oder anderen Herzrhythmusstörungen kommen. Ihr Arzt wird Sie daher engmaschig überwachen.
Hinweise
Die intravenöse Gabe (d.h. Verabreichung in eine Vene) von bestimmten Calcium-Antagonisten (so genannter Verapamil- und Diltiazem-Typ) oder anderen Arzneimitteln gegen Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika, wie z.B. Disopyramid) während der Behandlung mit Propranolol STADA ist kontraindiziert, d.h. eine solche Verabreichung darf nicht erfolgen (Ausnahme: in der Intensivmedizin).
Calcium-Antagonisten vom so genannten Nifedipin-Typ (zur Blutdrucksenkung): Die Blutdrucksenkung kann verstärkt werden. Gelegentlich kommt es zu einer Herzmuskelschwäche.
Indometacin (z.B. bei Schmerzen und Entzündungen): Die blutdrucksenkende Wirkung von Propranolol STADA kann abgeschwächt werden.
Adrenalin, Noradrenalin (gefäßverengende Mittel): Ein beträchtlicher Blutdruckanstieg ist möglich.
Periphere Muskelrelaxanzien (zur Entspannung der Muskulatur beispielsweise bei Operationen z.B. Suxamethonium, Tubocurarin): Die neuromuskuläre Blockade (d.h. die entspannende Wirkung auf die Muskeln) kann durch die Beta-Rezeptorenhemmung von Propranolol STADA verstärkt werden.
Betäubungsmittel (Narkotika z.B. bei Schmerzen): Die Blutdrucksenkung wird verstärkt. Die Herzkraft schwächenden Wirkungen beider Arzneimittel können sich addieren.
Cimetidin (Magen-Darm-Mittel): Die Wirkung von Propranolol STADA wird verstärkt.
Aus entsprechenden Untersuchungen geht hervor, dass es zwischen Propranololhydrochlorid, dem Wirkstoff von Propranolol STADA, und Chinidin bzw. Propafenon (bei Herzrhythmusstörungen), Rifampicin (Antibiotikum), Theophyllin (bei Asthma), Warfarin (zur Blutverdünnung), Thioridazin (bei psychiatrischen Erkrankungen) sowie Calciumantagonisten wie Nifedipin, Nicardipin, Nisoldipin, Isradipin und Lacidipin (zur Blutdrucksenkung) zu Wechselwirkungen kommen kann, da die Verstoffwechselung dieser Arzneimittel und von Propranolol STADA in der Leber beeinflusst werden kann. Die Mengen von Propranololhydrochlorid und diesen Wirkstoffen im Blut können verändert werden, so dass Ihr Arzt die Dosis gegebenenfalls anpassen wird (siehe auch weiter oben: Calciumantagonisten vom Nifedipin-Typ).
Hinweis
Für den Fall, dass Propranolol STADA vor Eingriffen in Allgemeinnarkose oder vor der Anwendung peripherer Muskelrelaxanzien nicht abgesetzt werden kann, muss der Narkosearzt über die Behandlung mit Propranolol STADA informiert werden.
Beachten Sie bitte, dass diese Angabe auch für vor kurzem angewendete Arzneimittel gelten können.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Propranolol STADA Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10 Behandelten
Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100 Behandelten
Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1000 Behandelten
Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10 000 Behandelten
Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10 000 Behandelten
Häufigkeit nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Herzerkrankungen
Häufig: Starke Verminderung der Herzfrequenz (Bradykardie), Herzklopfen (Palpitationen), Überleitungsstörungen von den Herzvorhöfen auf die Herzkammern oder Verstärkung einer Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz).
Sehr selten: Bei Patienten mit Engegefühl im Brustbereich (Angina pectoris) ist eine Verstärkung der Anfälle nicht auszuschließen.
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Gelegentlich: Verringerung der Blutplättchenzahl (Thrombozytopenie).
Erkrankungen des Nervensystems
Häufig: Missempfindungen (Parästhesien), anfallartige, kurzfristige Bewusstlosigkeit (Synkopen). Insbesondere zu Beginn der Behandlung kann es zu zentralnervösen Störungen wie Müdigkeit, Schwindelgefühl, Benommenheit oder Kopfschmerzen kommen.
Gelegentlich: Es kann zu einem Myasthenia gravis ähnlichen Krankheitsbild (krankhafte Muskelschwäche- oder Ermüdbarkeit) kommen.
Sehr selten: Verstärkung einer bestehenden krankhaften Muskelschwäche oder -ermüdbarkeit (Myasthenia gravis).
Augenerkrankungen
Gelegentlich: Einschränkung des Tränenflusses (dies ist beim Tragen von Kontaktlinsen zu beachten), Augenbindehautentzündung (Konjunktivitis).
Sehr selten: Entzündungen der Horn- und Bindehaut des Auges (Keratokonjunktivitis) und Sehstörungen.
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
Häufigkeit nicht bekannt: Infolge einer möglichen Erhöhung des Atemwiderstandes kann es bei Patienten mit Neigung zu bronchospastischen Reaktionen (insbesondere obstruktiven Atemwegserkrankungen) zu Atemnot kommen.
Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts
Häufig: Vorübergehend kann es zu Magen-Darm-Beschwerden (Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Durchfall) kommen.
Gelegentlich: Mundtrockenheit.
Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Sehr selten: Bei schweren Nierenfunktionsstörungen wurde über eine Verschlechterung der Nierenfunktion berichtet. Deshalb sollte während der Behandlung mit Propranolol STADA die Nierenfunktion entsprechend überwacht werden.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Häufig: Allergische Hautreaktionen (Rötung, Juckreiz, Hautausschlag) und Haarausfall. Insbesondere zu Beginn der Behandlung kann es zu Schwitzen kommen.
Gelegentlich: Kleinfleckige Einblutungen in die Haut und Schleimhaut (Purpura).
Sehr selten: Betarezeptorenblocker (z.B. Propranolol STADA) können eine Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris) auslösen, die Symptome dieser Erkrankung verschlechtern oder zu schuppenflechte-ähnlichen (psoriasiformen) Hautausschlägen führen.
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Selten: Muskelschwäche und Muskelkrämpfe.
Sehr selten: Bei Langzeitbehandlung wurden Gelenkerkrankungen (Arthropathie) beobachtet, wobei ein Gelenk (Monoarthritis) oder mehrere (Polyarthritis) betroffen sein können.
Endokrine Erkrankungen
Häufigkeit nicht bekannt: Bei Patienten mit Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) können die klinischen Zeichen eines übermäßigen Anstiegs der Schilddrüsenhormone im Blut (Thyreotoxikose), wie z.B. erhöhte Herzschlagfolge oder Zittern verschleiert sein.
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Selten: Eine bisher nicht in Erscheinung getretene Zuckerkrankheit (latenter Diabetes mellitus) kann erkennbar werden oder eine bereits bestehende sich verschlechtern.
Häufigkeit nicht bekannt: Nach längerem Fasten oder schwerer körperlicher Belastung kann es zu erniedrigtem Blutzucker (hypoglykämische Zustände) kommen. Warnzeichen eines erniedrigten Blutzuckers (Hypoglykämie) insbesondere erhöhte Herzschlagfolge und Zittern können verschleiert werden.
Es kann zu Störungen im Fettstoffwechsel kommen. Bei meist normalem Gesamtcholesterin wurden eine Verminderung des HDL-Cholesterins und eine Erhöhung der Triglyceride im Blut beobachtet.
Gefäßerkrankungen
Häufig: Verstärkter Blutdruckabfall.
Sehr selten: Eine Verstärkung der Beschwerden von Patienten mit peripheren Durchblutungsstörungen (einschließlich Claudicatio intermittens, Raynaud-Syndrom) wurde beobachtet.
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Häufig: Kältegefühl in den Gliedmaßen.
Erkrankungen des Immunsystems
Häufigkeit nicht bekannt: Beta-Rezeptorenblocker können die Empfindlichkeit gegenüber Allergenen und die Schwere anaphylaktischer Reaktionen, d.h. akuter allergischer Allgemeinreaktionen, erhöhen (siehe unter 2.: Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Propranolol STADA ist erforderlich).
Leber- und Gallenerkrankungen
Sehr selten: Erhöhung der Leberwerte (Transaminasen [GOT, GPT]).
Da unter der Behandlung mit anderen Beta-Rezeptorenblockern schwere Leberschäden beobachtet wurden, wird Ihr Arzt Ihre Leberwerte während der Behandlung möglicherweise regelmäßig kontrollieren.
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
Sehr selten: Potenzstörungen.
Psychiatrische Erkrankungen
Häufig: Insbesondere zu Beginn der Behandlung kann es zu Verwirrtheit, Nervosität, Schlafstörungen, depressiven Verstimmungen, Alpträumen und Wahnvorstellungen (Halluzinationen) kommen.
Sehr selten: Libidostörungen.
Bedeutsame Nebenwirkungen oder Zeichen, auf die Sie achten sollten, und Maßnahmen, wenn Sie betroffen sind
Sollten Sie die o.g. Nebenwirkungen bei sich beobachten, benachrichtigen Sie ihren Arzt. Er wird über den Schweregrad und ggf. über weitere Maßnahmen entscheiden.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und der Durchdrückpackung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr anwenden.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht und Feuchtigkeit zu schützen.
Arzneimittel sollten nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Weitere Informationen

Was Propranolol STADA enthält
Der Wirkstoff ist: Propranololhydrochlorid
1 Tablette enthält 40 mg Propranololhydrochlorid.
Die sonstigen Bestandteile sind
Mikrokristalline Cellulose, Crospovidon, Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat (Ph. Eur.), Maisstärke, Povidon K 30, hochdisperses Siliciumdioxid.
Wie Propranolol STADA aussieht und Inhalt der Packung
Weiße, runde, biplane Tablette mit Facette und einseitiger Bruchkerbe.
Propranolol STADA ist in Packungen mit 30 (N1), 50 (N2) und 100 (N3) Tabletten erhältlich.
Pharmazeutischer Unternehmer
STADApharm GmbH, Stadastraße 2–18, 61118 Bad Vilbel
Telefon: 06101 603-0, Telefax: 06101 603-259, Internet: www.stada.de
Hersteller
STADA Arzneimittel AG, Stadastraße 2–18, 61118 Bad Vilbel
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im September 2010.

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