Insulin B. Braun Comb 30/70 40 I.E./ml

Abbildung Insulin B. Braun Comb 30/70 40 I.E./ml
Wirkstoff(e) Insulin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller B. Braun Melsungen AG
Betäubungsmittel Nein
ATC Code A10AD01
Pharmakologische Gruppe Insuline und Analoga

Zulassungsinhaber

B. Braun Melsungen AG

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Was ist Insulin B. Braun Comb 30 und wof√ľr wird es angewendet?
Insulin B. Braun Comb 30 ist ein Antidiabetikum (ein Arzneimittel, dass den Blutzucker senkt) und enthält als Wirkstoff das körpereigene Hormon Humaninsulin. Insulin B. Braun Comb 30 ist ein so genanntes Mischinsulin mit raschem Wirkungseintritt und langer Wirkungsdauer. Das Mischinsulin besteht zu 30% aus in Wasser gelöstem Normalinsulin und zu 70% aus NPH-Verzögerungsinsulin, in dem das Insulin in Form winziger Insulin-Protamin-Kristalle vorliegt.
Insulin B. Braun Comb 30 wird angewendet zur Behandlung von Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), einer Erkrankung, bei der der K√∂rper nicht gen√ľgend Insulin zur Regulation des Blutzuckerspiegels bildet.
Insulin B. Braun Comb 30 ist auch geeignet zur Ersteinstellung des Diabetes mellitus.
Was ist bei einer Unterzuckerung zu tun?
Wenn Sie bei sich Zeichen einer Unterzuckerung feststellen, spritzen Sie kein Insulin. Nehmen Sie sofort 10 bis 20 g Zucker, z.B. Traubenzucker, Zuckerst√ľckchen, S√ľ√üigkeiten oder ein gezuckertes Getr√§nk zu sich (Achtung: K√ľnstliche S√ľ√üstoffe helfen nicht gegen Unterzuckerung). F√ľhren Sie danach, falls m√∂glich, eine Blutzuckerkontrolle durch, um zu √ľberpr√ľfen, ob es sich tats√§chlich um eine Unterzuckerung handelt.
Nehmen Sie anschlie√üend Nahrung zu sich, die langsam verf√ľgbare Kohlenhydrate (z.B. Brot) enth√§lt. Kommt es erneut zu einer Unterzuckerung, nehmen Sie noch einmal 10 bis 20 g Zucker zu sich.
Fragen Sie im Zweifelsfall Ihren Arzt um Rat.
Tragen Sie stets mindestens 20 g Traubenzucker bei sich.
Wenn Sie nicht schlucken können oder wenn Sie das Bewusstsein verlieren, ist eine Glukose- oder eine Glucagon-Injektion erforderlich (Glucagon wirkt dem Insulin entgegen). Eine solche Injektion ist auch dann gerechtfertigt, wenn nicht sicher feststeht, dass tatsächlich eine Unterzuckerung vorliegt.
Sagen Sie Ihren Verwandten, Freunden und engen Arbeitskollegen, dass sie Sie im Falle einer Bewusstlosigkeit in die stabile Seitenlage bringen und sofort einen Arzt verst√§ndigen m√ľssen. Sie d√ľrfen Ihnen nichts zu essen oder zu trinken geben, da Sie daran ersticken k√∂nnten.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Insulin B. Braun Comb 30 darf nicht angewendet werden,
- wenn Sie erste Anzeichen einer Unterzuckerung (Hypoglyk√§mie) sp√ľren. Wichtige Informationen zu Warnzeichen eines zu niedrigen Blutzuckerspiegels und dar√ľber, wie Sie sich bei Auftreten einer Unterzuckerung verhalten sollen, finden Sie in dem Kasten Allgemeine Vorsichtsma√ünahmen und Verhalten im Notfall (Abschnitt 2.8).
- wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen Insulin, Metacresol oder einen der sonstigen Bestandteile von Insulin B. Braun Comb 30 sind (die Zusammensetzung finden Sie in Abschnitt 6). Sie d√ľrfen die Behandlung jedoch nicht einfach abbrechen, wenn Sie eine Allergie vermuten, da sonst die Gefahr eines stark erh√∂hten Blutzuckerspiegels (Hyperglyk√§mie) und einer √úbers√§uerung des Blutes (Ketoazidose) besteht. Setzen Sie sich stattdessen sofort mit Ihrem Arzt in Verbindung, damit er pr√ľfen kann, ob bei Ihnen tats√§chlich eine Allergie vorliegt und damit er Ihnen erkl√§ren kann, was zu tun ist.
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Insulin B. Braun Comb 30 ist erforderlich,
- wenn Sie an einer Nieren- oder Leberfunktionsstörung leiden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, da Sie möglicherweise eine geringere Insulindosis benötigen.
- wenn Sie auf einen anderen Insulintyp oder eine andere Insulinmarke eingestellt werden. Jede √Ąnderung hinsichtlich St√§rke, Marke (Hersteller), Insulintyp (z.B. schnell wirkendes oder lang wirkendes Insulin) und/oder der Art des Insulins (tierisches Insulin, Humaninsulin oder Humaninsulin-Analogon) kann eine Anpassung der Insulindosis erfordern.
- wenn Sie eine Reise √ľber mehrere Zeitzonen planen. Da dies unter Umst√§nden die Zeiten f√ľr Ihre Insulininjektionen und Mahlzeiten beeinflusst, sollten Sie vor Beginn der Reise Ihren Arzt aufsuchen und sich entsprechend beraten lassen. Denken Sie generell vor einer Reise z.B. an die richtige Aufbewahrung des Insulins w√§hrend der Reise und daran, einen ausreichenden Vorrat von Insulin, Spritzen usw. mitzunehmen.
Kinder und ältere Menschen
Kinder und ältere Menschen können häufig nicht rechtzeitig die Warnzeichen einer Unterzuckerung erkennen. Hier ist daher besonders auf die sorgfältige Einhaltung der verordneten Insulindosis, die Ernährung und körperliche Belastung zu achten, um Blutzuckerentgleisungen zu vermeiden.
Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken
Die Anwendung von Insulin B. Braun Comb 30 kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen f√ľhren. Die Anwendung von Insulin B. Braun Comb 30 als Dopingmittel kann zu einer Gef√§hrdung der Gesundheit f√ľhren.
Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Schwangerschaft
Eine gute Blutzuckerkontrolle vor Beginn und während der Schwangerschaft ist besonders wichtig, um ein gesundes Kind zur Welt zu bringen. Daher sollten Sie unbedingt umgehend ärztlichen Rat einholen, wenn eine Schwangerschaft geplant oder eingetreten ist. Obwohl die Erfahrungen mit der Anwendung von Insulin B. Braun Comb 30 in der Schwangerschaft noch begrenzt sind, liegen bisher keinerlei Sicherheitsbedenken gegen eine Anwendung in der Schwangerschaft vor.
W√§hrend der Schwangerschaft kann eine neue Einstellung der Insulindosierung und der Di√§t notwendig sein. Besonders vom vierten Schwangerschaftsmonat an ist mit einem erh√∂hten Insulinbedarf zu rechnen, w√§hrend er in den ersten drei Monaten erniedrigt sein kann. Unmittelbar nach der Entbindung geht der Insulinbedarf oft rasch zur√ľck, so dass eine ausgepr√§gte Neigung zur Unterzuckerung besteht.
Stillzeit
F√ľr die Anwendung w√§hrend der Stillzeit bestehen keine Einschr√§nkungen. Wenn Sie stillen, kann eine Anpassung Ihrer Insulindosierung und Di√§t notwendig sein. Fragen Sie dazu Ihren Arzt.
Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen und Verhalten im Notfall
Halten Sie sich bitte an den mit Ihrem Arzt vereinbarten Behandlungsplan bez√ľglich Insulindosierung, H√§ufigkeit der Harn- und Blutzuckerkontrollen, Ern√§hrung und k√∂rperlicher Aktivit√§t. Sollten Sie Probleme mit der Einstellung Ihres Blutzuckerspiegels haben, setzen Sie sich bitte sofort mit Ihrem Arzt in Verbindung.
Die wichtigsten Gefahren, die während der Behandlung auftreten können, sind eine Überzuckerung (Hyperglykämie) und eine Unterzuckerung (Hypoglykämie).
Mögliche Anzeichen und Ursachen eines zu hohen und eines zu niedrigen Blutzuckerspiegels sind nachfolgend beschrieben. Achten Sie immer auf solche Warnzeichen. Sowohl eine Unterzuckerung als auch eine Überzuckerung können lebensbedrohlich sein, wenn sie nicht richtig oder zu spät erkannt und behandelt werden.
Sie sollten Ihre Angeh√∂rigen und die Personen in Ihrer Umgebung dar√ľber informieren, dass Sie Diabetiker sind. F√ľr Notf√§lle sollten Sie einen Ausweis mit sich f√ľhren, auf dem vermerkt ist, dass Sie Diabetiker sind und welche Medikamente Sie erhalten.
Anzeichen und Ursachen einer Überzuckerung (Hyperglykämie)

Anzeichen einer √úberzuckerung:


Die ersten Anzeichen eines zu hohen Blutzuckerspiegels sind vor allem Durst, h√§ufiges Wasserlassen mit erh√∂hter Harnmenge, Benommenheit, ger√∂tete, trockene Haut, Mundtrockenheit, Appetitverlust (mit Gewichtsabnahme bei anhaltender √úberzuckerung), √úbelkeit, Erbrechen sowie nach Aceton riechender Atem. Die Anzeichen treten in der Regel allm√§hlich √ľber Stunden bzw. Tage auf.
Bei einer schweren Überzuckerung kann es zu einer Übersäuerung des Blutes (Ketoazidose) kommen. Die Ketoazidose geht in der Regel einher mit Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, einer schnellen, unregelmäßigen und vertieften Atmung, Schläfrigkeit und Bewusstseinsstörungen und kann unbehandelt tödlich enden.
Sollten Sie bei sich mögliche Zeichen einer Überzuckerung oder einer Übersäuerung des Blutes feststellen, bestimmen Sie Ihren Blutzucker und untersuchen Sie den Urin auf Ketonkörper. Eine schwere Überzuckerung oder Übersäuerung erfordert in jedem Fall sofortige ärztliche Hilfe.

Ursachen einer Überzuckerung können z.B. sein:


- Sie haben eine Insulininjektion vergessen oder eine nicht ausreichende Menge Insulin gespritzt.
- Sie essen mehr als √ľblich oder haben weniger Bewegung.
- Sie stehen unter Stress (Aufregung, seelische Belastungen) oder hatten eine Operation oder leiden unter bestimmten Krankheiten, insbesondere Infektionen und fieberhaften Erkrankungen.
- Sie nehmen gleichzeitig bestimmte andere Arzneimittel ein (siehe Abschnitt 2.3).
Durch regelmäßige Selbstkontrolle von Urin- und Blutzucker und entsprechende Anpassung der Insulindosis können Sie schwere Überzuckerungen verhindern.
Anzeichen und Ursachen einer Unterzuckerung (Hypoglykämie)

Anzeichen einer Unterzuckerung:


Die Anzeichen einer Unterzuckerung können sehr verschieden sein und sind davon abhängig, wie schnell der Blutzuckerspiegel sinkt.
Warnzeichen f√ľr einen zu niedrigen oder zu schnell sinkenden Blutzuckerspiegel k√∂nnen z.B. sein: pl√∂tzliches Schwitzen, feuchte Haut, Herzrasen, Herzklopfen, unregelm√§√üiger Puls, Kopfschmerzen, Hei√ühunger, √úbelkeit, Erbrechen, M√ľdigkeit, Schl√§frigkeit, Schlafst√∂rungen, Angst, Reizbarkeit, innere Unruhe, Benommenheit, Schwindelgef√ľhl, Krampfanf√§lle, Bewusstlosigkeit, Konzentrationsst√∂rungen bzw. Beeintr√§chtigung der Reaktionsf√§higkeit, Depression, Verwirrtheit, Sehst√∂rungen, Wortfindungsst√∂rungen und manchmal Sprachversagen, Zittern, L√§hmungen, Kribbelgef√ľhl, Taubheitsgef√ľhl und Kribbelgef√ľhl im Mundbereich.
Die Warnzeichen f√ľr eine Unterzuckerung k√∂nnen in folgenden F√§llen ver√§ndert oder weniger ausgepr√§gt sein oder auch v√∂llig fehlen:
- wenn Sie älter sind,
- wenn Sie häufig Unterzuckerungen haben,
- wenn Sie auf sehr niedrige Blutzuckerwerte eingestellt sind, fast normale oder deutlich gebesserte Blutzuckerspiegel haben,
- wenn Sie seit langem Diabetiker sind oder wenn Sie an einer durch den Diabetes ausgelösten Nervenerkrankung leiden (Neuropathie des vegetativen Nervensystems),
- nach Umstellung von tierischem Insulin auf Humaninsulin,
- wenn Sie bestimmte andere Arzneimittel einnehmen oder eingenommen haben (siehe Abschnitt 2.3).
Unbehandelt kann eine Unterzuckerung zu einem lebensbedrohenden hypoglyk√§mischen Koma f√ľhren. Um eine Unterzuckerung zu vermeiden, kontrollieren Sie regelm√§√üig und h√§ufig Ihren Blutzucker. Sind Sie in der Wahrnehmung der Warnzeichen einer Unterzuckerung unsicher, meiden Sie Situationen, in denen Sie sich und andere gef√§hrden k√∂nnten (z.B. Autofahren).

Ursachen einer Unterzuckerung können z.B. sein:


- Sie haben eine größere Insulinmenge gespritzt als erforderlich.
- Sie haben eine Mahlzeit ausgelassen oder verschoben oder eine Mahlzeit mit zu wenig Kohlenhydraten (Zucker und zuckerhaltige Nahrungsmittel) zu sich genommen oder Kohlenhydrate durch Erbrechen oder Durchfall verloren.
- Sie haben Alkohol getrunken, insbesondere außerhalb von Mahlzeiten (Alkohol kann eine Unterzuckerung hervorrufen oder gefährlich verstärken).
- Sie strengen sich k√∂rperlich st√§rker oder l√§nger an als √ľblich.
- Sie leiden an einer schweren Nieren- oder Leberfunktionsstörung.
- Sie nehmen gleichzeitig bestimmte andere Arzneimittel ein (siehe Abschnitt 2.3).
In folgenden F√§llen ist das Risiko f√ľr eine Unterzuckerung ebenfalls erh√∂ht:
- Wenn Sie die Behandlung mit Insulin neu begonnen haben oder wenn die Behandlung geändert wird (z.B. Wechsel des Insulintyps).
- Wenn Sie die Injektionsstelle zwischen verschiedenen Körperteilen wechseln (z.B. von der Bauchdecke zum Oberschenkel).
Zur Vermeidung einer schweren Unterzuckerung sollten regelm√§√üige Kontrollen des Blutzuckers durchgef√ľhrt werden.

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Wie wird es angewendet?

Dosierung
Wenden Sie Insulin B. Braun Comb 30 immer genau nach der Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Unter Ber√ľcksichtigung Ihrer Lebensweise (gewohnte k√∂rperliche Aktivit√§t, Ern√§hrungsgewohnheiten) sowie der Ergebnisse der Blutzuckermessungen legt Ihr Arzt Ihr pers√∂nliches Dosierschema fest, aus dem Sie entnehmen k√∂nnen, welchen Blutzuckerspiegel Sie anstreben sollten, welchen Insulintyp Sie verwenden m√ľssen sowie wann und wie viel Insulin Sie spritzen sollen. Ihr Arzt wird Ihnen auch erl√§utern, wann und wie oft Sie Blutzuckermessungen durchf√ľhren sollen.
Dosisanpassung
Bitte beachten Sie, dass bei bestimmten Erkrankungen, vor allem bei Infektionen, fieberhaften Erkrankungen und bei Aufregung, Ihr Insulinbedarf erhöht sein kann.
Wenn Sie an einer Nieren- oder Leberfunktionsstörung leiden, kann Ihr Insulinbedarf verringert sein.
Eine Dosisanpassung kann auch erforderlich sein, wenn Sie Ihre körperliche Aktivität oder Ihre Ernährungsgewohnheiten ändern oder wenn Ihre Therapie auf ein anderes Insulinpräparat oder einen anderen Insulintyp umgestellt wird. Weitere Informationen zu Faktoren, die den Blutzuckerspiegel beeinflussen können und zur Vermeidung von Über- und Unterzuckerung finden Sie in dem Kasten Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen und Verhalten im Notfall (Abschnitt 2.8).
Durch regelmäßige Selbstkontrolle Ihrer Blutzuckerwerte und entsprechende Anpassung der Insulindosis können schwere Über- oder Unterzuckerungen verhindert werden.
Art der Anwendung und Hinweise zur Handhabung
Insulin B. Braun Comb 30 wird unter die Haut (subkutan) gespritzt. Das Insulin darf nicht in die Vene (intravenös) gespritzt werden.
Injizieren Sie das Insulin in das Unterhautfettgewebe in Bauchdecke, Oberschenkel, Ges√§√ü oder Oberarm. Verwenden Sie dabei die Injektionstechnik, die Ihnen Ihr Arzt oder Ihr Diabetesberater empfohlen hat. Lassen Sie die Kan√ľle mindestens 5 Sekunden lang unter der Haut, um sicherzustellen, dass die vollst√§ndige Dosis injiziert wurde. Nehmen Sie innerhalb von 30 Minuten nach der Injektion eine kohlenhydrathaltige Mahlzeit oder Zwischenmahlzeit zu sich.
Wechseln Sie mit jeder Injektion die Einstichstelle innerhalb des jeweiligen K√∂rperteils, um einer Schrumpfung oder auch Verdickung des Fettgewebes unter der Haut (Lipodystrophie) vorzubeugen. Dies ist wichtig, da Insulin, das an dieser Stelle gespritzt wird, m√∂glicherweise schlechter wirkt. Zwischen den K√∂rperteilen sollten Sie die Injektionsstelle jedoch nur nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt wechseln, da hierbei ebenfalls Ver√§nderungen der Insulinwirkung m√∂glich sind.
Vor der Anwendung sollten Sie die Durchstechflasche 1-2 Stunden bei Raumtemperatur (nicht √ľber 25 ¬įC) aufbewahren.
Insulin B. Braun Comb 30 muss vor jeder Entnahme solange durchmischt werden, bis das Insulin eine gleichm√§√üig milchig-wei√üe Erscheinung hat. Sch√ľtteln Sie dazu die Durchstechflasche vor der Entnahme mindestens 10-mal vorsichtig auf und ab. Wenden Sie sie dann mindestens 10-mal um 180¬į wie in der nachfolgenden Abbildung verdeutlicht von Punkt A zu Punkt B, bis die Fl√ľssigkeit gleichm√§√üig wei√ü und tr√ľb ist. Sollte dies nicht der Fall sein, wiederholen Sie den Vorgang so lange, bis der Inhalt gut durchmischt ist.
Insulin B. Braun Comb 30 hat nach dem Durchmischen ein gleichm√§√üig milchig-wei√ües Aussehen. Sie d√ľrfen das Insulin nicht verwenden, wenn Sie bemerken, dass das Insulin nach dem Durchmischen nicht gleichm√§√üig milchig-wei√ü aussieht. Verwenden Sie Insulin B. Braun Comb 30 ebenfalls nicht, wenn es nicht korrekt aufbewahrt worden ist oder eingefroren war.
Mischen Sie Insulin B. Braun Comb 30 niemals mit einem anderen Arzneimittel.
Verwenden Sie nur Insulinspritzen, die f√ľr die Insulinst√§rke 40 I.E./ml vorgesehen sind.
Verwenden Sie f√ľr jede Injektion eine neue Spritze und Injektionsnadel. Entsorgen Sie die Injektionsnadel nur mit aufgesteckter Schutzkappe oder direkt in einen daf√ľr vorgesehenen Kan√ľlensammelbeh√§lter.
Wenn Sie eine größere Menge Insulin B. Braun Comb 30 angewendet haben, als Sie sollten
Wenn Sie eine zu hohe Dosis Insulin gespritzt haben, besteht die Gefahr einer Unterzuckerung. Kontrollieren Sie in einem solchen Fall häufig Ihren Blutzucker und achten Sie auf Warnzeichen einer Unterzuckerung. Nehmen Sie Traubenzucker bzw. zuckerhaltige Lebensmittel zu sich, um einer Unterzuckerung entgegenzuwirken. Weitere Informationen zu Warnzeichen und zur Behandlung einer Unterzuckerung finden Sie in dem Kasten Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen und Verhalten im Notfall (Abschnitt 2.8).
Wenn Sie die Anwendung von Insulin B. Braun vergessen haben
Das Auslassen einer Insulininjektion kann zu einem erheblichen Anstieg Ihres Blutzuckerspiegels f√ľhren. Kontrollieren Sie Ihren Blutzucker und korrigieren Sie ihn entsprechend den Erfordernissen. Sollten Sie bereits erste Anzeichen einer starken √úberzuckerung bei sich feststellen, m√ľssen Sie umgehend einen Arzt aufsuchen. Informationen zu Warnzeichen einer √úberzuckerung finden Sie in dem Kasten Allgemeine Vorsichtsma√ünahmen und Verhalten im Notfall (Abschnitt 2.8).
Wenn Sie die Anwendung von Insulin B. Braun Comb 30 abbrechen
Die Behandlung mit Insulin B. Braun Comb 30 muss so lange fortgef√ľhrt werden, wie Ihr Arzt Ihnen dieses Arzneimittel verschreibt. Das Unterbrechen der Behandlung f√ľhrt zu einem Anstieg des Blutzuckers und m√∂glicherweise zur Entwicklung eines diabetischen Komas. Brechen Sie daher die Behandlung nicht ab, ohne mit Ihrem Arzt gesprochen zu haben.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Anwendung von Insulin B. Braun Comb 30 zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Der Konsum von Alkohol kann eine Unterzuckerung und sogar ein Koma durch Unterzuckerung hervorrufen. Sie sollten daher alkoholische Getränke und alkoholhaltige Arzneimittel meiden.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Insulin B. Braun Comb 30 Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
Häufig: mehr als 1, aber weniger als 10 von 100 Behandelten
Gelegentlich: mehr als 1, aber weniger als 10 von 1000 Behandelten
Selten: mehr als 1, aber weniger als 10 von 10 000 Behandelten
Sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle

Bedeutsame Nebenwirkungen oder Zeichen, auf die Sie achten sollten, und Maßnahmen, wenn Sie betroffen sind
Wie bei anderen Insulinprodukten ist die Unterzuckerung im Allgemeinen die am h√§ufigsten auftretende Nebenwirkung. Sie kann auftreten, wenn die Insulindosis im Verh√§ltnis zum Insulinbedarf zu hoch ist. Schwere Unterzuckerungen k√∂nnen unbehandelt zu Bewusstlosigkeit und zu vor√ľbergehenden oder dauerhaften St√∂rungen der Gehirnfunktion f√ľhren und sogar t√∂dlich verlaufen. Wichtige Informationen zu Warnzeichen und zur Behandlung einer Unterzuckerung finden Sie in dem Kasten Allgemeine Vorsichtsma√ünahmen und Verhalten im Notfall (Abschnitt 2.8).
Andere mögliche Nebenwirkungen
Gelegentlich:
Nervenschmerzen
Wenn sich Ihre Blutzuckerwerte rasch bessern, k√∂nnen brennende, kribbelnde Schmerzen in H√§nden und F√ľ√üen bzw. Armen und Beinen auftreten, die als akute schmerzhafte Neuropathie bezeichnet werden und normalerweise wieder zur√ľckgehen. Falls die Schmerzen nicht verschwinden, suchen Sie bitte Ihren Arzt auf.
Sehstörungen
Zu Beginn Ihrer Insulintherapie können gelegentlich Sehstörungen auftreten, die aber normalerweise wieder abklingen.
Veränderungen an der Injektionsstelle
Wenn Sie sich zu h√§ufig eine Injektion an derselben Stelle geben, kann es an der Einstichstelle zur Schrumpfung oder auch Verdickung des Fettgewebes unter der Haut kommen (Lipodystrophie). Au√üerdem k√∂nnen Schmerzen oder Bluterg√ľsse an der Injektionsstelle auftreten. Durch einen st√§ndigen Wechsel der Einstichstelle innerhalb des Injektionsbereiches k√∂nnen Sie dies vermeiden.
√Ėrtliche √úberempfindlichkeitsreaktionen
Gelegentlich k√∂nnen √∂rtlich begrenzte √úberempfindlichkeitsreaktionen an der Einstichstelle auftreten (z.B. R√∂tung, Schwellung, Juckreiz, Quaddelbildung oder Entz√ľndung). Diese Reaktionen sind gew√∂hnlich vor√ľbergehend und verschwinden im Verlauf der Behandlung innerhalb von wenigen Tagen bzw. Wochen. Falls sie nicht verschwinden, suchen Sie Ihren Arzt auf.
Sehr selten:
Schwere allergische Reaktion
Dehnen sich die Anzeichen einer √úberempfindlichkeitsreaktion wie z.B. R√∂tung, Schwellung oder Juckreiz schnell √ľber die Einstichstelle hinaus auf andere K√∂rperteile aus, ist dies m√∂glicherweise ein erstes Anzeichen f√ľr eine sehr selten auftretende, schwere allergische Reaktion. Sie kann zu allgemeinem Hautausschlag, Juckreiz, Schwitzen, Magen- und Darmbeschwerden, schmerzhaften Schwellungen von Haut- und Schleimhaut vor allem im Bereich von Mund und Augen (angioneurotisches √Ėdem), Atembeschwerden, Herzklopfen und Blutdruckabfall bis hin zu Ohnmacht oder Bewusstlosigkeit f√ľhren und kann lebensbedrohlich sein. Verst√§ndigen Sie daher sofort einen Arzt!
Diabetische Retinopathie
Wenn Sie an diabetischer Retinopathie (einer im Zusammenhang mit Diabetes stehenden Erkrankung der Netzhaut des Auges) leiden und sich Ihre Blutzuckerwerte durch die Insulinbehandlung abrupt bessern, kann sich die Retinopathie vor√ľbergehend verschlimmern.
Geschwollene Gelenke (√Ėdeme)
Zu Beginn der Insulintherapie kann es zu einer Wassereinlagerung im K√∂rper kommen, die zu vor√ľbergehenden Schwellungen insbesondere im Bereich der Unterschenkel und Kn√∂chel f√ľhren kann.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr√§chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Wie ist Insulin B. Braun Comb 30 aufzubewahren?
Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren.
Sie d√ľrfen das Arzneimittel nicht mehr nach dem Verfalldatum verwenden, das auf dem Umkarton und der Durchstechflasche nach ?Verwendbar bis? angegeben ist. Das Insulin kann bis zum Ende des dort genannten Monats verwendet werden.
Aufbewahrungsbedingungen
Im K√ľhlschrank lagern (+2 ¬įC bis +8 ¬įC).
Nicht einfrieren.
Bewahren Sie die Durchstechflaschen vor und nach Anbruch im Umkarton auf, um den Inhalt vor Licht und W√§rme zu sch√ľtzen.
Einmal gefrorenes Insulin darf nicht mehr verwendet werden.
Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch
Angebrochene Durchstechflaschen d√ľrfen maximal 4 Wochen (nicht √ľber +25 ¬įC) aufbewahrt werden.

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Weitere Informationen

WEITERE Informationen
Was Insulin B. Braun Comb 30 enthält:
Der Wirkstoff ist Insulin human.
1 ml der Injektionssuspension enthält 40 I.E. (Internationale Einheiten) des arzneilich wirksamen Bestandteils Insulin human (enzymatisch hergestellt aus Schweineinsulin).
Die sonstigen Bestandteile sind: Protaminsulfat, Zinkchlorid, Dinatriumhydrogenphosphat, Glycerol, Metacresol, Phenol, Salzs√§ure, Natriumhydroxid, Wasser f√ľr Injektionszwecke.
Wie Insulin B. Braun Comb 30 aussieht und Inhalt der Packung
Insulin B. Braun Comb 30 hat nach dem Durchmischen ein gleichmäßig milchig-weißes Aussehen und ist in Packungen mit 1 und 5 Durchstechflaschen mit je 10 ml Injektionssuspension (entsprechend 400 I.E. Insulin human) erhältlich. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Pharmazeutischer Unternehmer
B. Braun Melsungen AG
Carl-Braun-Str. 1
34212 Melsungen
Hersteller
Organon S.A.
Usine Saint-Charles
F-60590 Eragny-sur-Epte
Frankreich
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt √ľberarbeitet im Juli 2008.

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Wirkstoff(e) Insulin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller B. Braun Melsungen AG
Betäubungsmittel Nein
ATC Code A10AD01
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden