Methylphenidat-HCl MEDICE 40 mg Hartkapseln mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung

Abbildung Methylphenidat-HCl MEDICE 40 mg Hartkapseln mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung
Wirkstoff(e) Methylphenidat
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Medice Arzneimittel PĂŒtter GmbH & Co. KG
BetÀubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 23.04.2020

Zulassungsinhaber

Medice Arzneimittel PĂŒtter GmbH & Co. KG

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Metiphenal 10 mg Hartkapseln mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung Methylphenidat ALIUD PHARMA GmbH
METHYLPHENI TAD 10 mg Tabletten Methylphenidat TAD Pharma GmbH
Medikinet 10 mg Methylphenidat Medice Chemisch-Pharmarmazeutische Fabrik PĂŒtter Kommanditgesellschaft
Medikinet 5 mg Methylphenidat Medice Chemisch-Pharmarmazeutische Fabrik PĂŒtter Kommanditgesellschaft
Methylphenidathydrochlorid HEXAL 54 mg Retardtabletten Methylphenidat Hexal Aktiengesellschaft

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Anwendung
Methylphenidat-HCl MEDICE wird zur Behandlung der Aufmerksamkeits-Defizit- HyperaktivitÀts-Störung (ADHS) angewendet.

  • Das Arzneimittel wird bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 Jahren und Ă€lter und Erwachsenen angewendet.
  • Das Arzneimittel wird erst angewendet, wenn sich andere nicht-medikamentöse therapeutische Maßnahmen, wie Beratung und Verhaltenstherapie als unzureichend

erwiesen haben.

Methylphenidat-HCl MEDICE ist nicht zur Behandlung von ADHS bei Kindern unter 6 Jahren vorgesehen.

Wie das Arzneimittel wirkt
Methylphenidat-HCl MEDICE verbessert die AktivitÀt bestimmter nicht ausreichend aktiver Teile des Gehirns. Das Arzneimittel kann helfen, die Aufmerksamkeitsspanne und Konzentration zu erhöhen und impulsives Verhalten zu verringern.

Das Arzneimittel wird als Teil eines Behandlungsprogramms verabreicht, das ĂŒblicherweise psychologische, pĂ€dagogische und soziale Maßnahmen umfasst.

Die Behandlung mit Methylphenidat-HCl MEDICE darf nur von einem Spezialisten fĂŒr die Behandlung von ADHS, wie zum Beispiel einem erfahrenen Kinderarzt, einem Kinder- und Jugendpsychiater oder einem Psychiater begonnen und unter dessen Aufsicht durchgefĂŒhrt werden. Eine sorgfĂ€ltige Untersuchung durch diesen Arzt ist erforderlich. Wenn Sie als Erwachsener bisher nicht behandelt wurden, wird der Arzt Untersuchungen durchfĂŒhren, um zu bestĂ€tigen, dass ADHS seit der Kindheit besteht.

Obwohl es keine Heilung fĂŒr ADHS gibt, können Behandlungsprogramme zur besseren Steuerung der Krankheit beitragen.

Über ADHS
FĂŒr Kinder und Jugendliche mit ADHS ist es

  • schwierig, still zu sitzen und
  • schwierig, sich zu konzentrieren.

Sie sind nicht daran schuld, dass sie diese Dinge nicht können.

Patienten mit ADHS haben in unterschiedlich starker AusprÀgung Symptome wie:

  • mangelnde KonzentrationsfĂ€higkeit
  • innere Unruhe
  • ÜberaktivitĂ€t
  • ImpulsivitĂ€t
  • emotionale InstabilitĂ€t
  • unorganisiertes Denken

Dies zeigt sich zum Beispiel durch:

  • Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren
  • Vergesslichkeit
  • ĂŒbermĂ€ĂŸigen Rededrang
  • Schwierigkeiten, Aufgaben zu planen und bis zum Ende durchzufĂŒhren
  • unĂŒberlegtes Handeln
  • Ungeduld

ADHS hat keinen Einfluss auf die Intelligenz eines Kindes oder Jugendlichen.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie bzw. Ihr Kind dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Dosierung

Anwendung bei Kindern

Die Tageshöchstdosis betrÀgt 60 mg.

  • Üblicherweise wird Ihr Arzt die Behandlung mit einer niedrigen Dosis beginnen und diese schrittweise nach Bedarf erhöhen.
  • Ihr Arzt wird Ihnen sagen, welche StĂ€rke der Kapseln Sie oder Ihr Kind einnehmen sollen.
  • Teilen Sie die Dosis einer Kapsel nicht auf, sondern nehmen Sie oder Ihr Kind den ganzen Inhalt ein.
  • Methylphenidat-HCl MEDICE sollte nicht zu spĂ€t am Vormittag eingenommen werden, da es ansonsten zu Einschlafstörungen kommen kann.

Anwendung bei Erwachsenen

Erwachsene, die bereits Methylphenidat-HCl MEDICE eingenommen haben

  • Wenn Sie schon im Kindes- bzw. Jugendalter Methylphenidat-HCl MEDICE eingenommen haben, kann die Behandlung mit der gleichen Tagesdosierung (mg/Tag) fortgefĂŒhrt werden. Ihr Arzt wird regelmĂ€ĂŸig ĂŒberprĂŒfen, ob eine Dosisanpassung erforderlich ist.
  • Bei erwachsenen Patienten kann eine höhere Tagesdosierung erforderlich sein, aber Ihr Arzt wird die geringste Dosis anstreben, die bei Ihnen wirksam ist.
  • Die Tageshöchstdosis orientiert sich unter anderem an Ihrem Körpergewicht (siehe weiter unten).

Erwachsene, die Methylphenidat-HCl MEDICE bisher nicht eingenommen haben

Die empfohlene Anfangsdosis betrÀgt tÀglich 10 mg.

  • Ihr Arzt wird in AbhĂ€ngigkeit von der VertrĂ€glichkeit und Wirksamkeit die Tagesdosis jeweils wöchentlich in Schritten von 10 mg tĂ€glich erhöhen.
  • Das Ziel sollte die geringste Dosis sein, die bei Ihnen wirksam ist.
  • Die Tageshöchstdosis orientiert sich unter anderem an Ihrem Körpergewicht (siehe weiter unten).
  • Die tĂ€gliche Höchstdosis wird Ihr Arzt fĂŒr Sie festlegen.
  • Die tĂ€gliche Maximaldosis ist 1 mg Methylphenidat pro kg Körpergewicht bis zu einem Maximum von 80 mg Methylphenidat pro Tag.

Ihr Arzt wird bestimmte Dinge nachprĂŒfen, wĂ€hrend Sie oder Ihr Kind behandelt werden

Ihr Arzt wird einige Untersuchungen durchfĂŒhren

  • bevor Sie oder Ihr Kind mit der Einnahme beginnen, um sicher zu stellen, dass Methylphenidat-HCl MEDICE sicher ist und von Nutzen sein wird.
  • nachdem Sie oder Ihr Kind mit der Einnahme begonnen haben. Diese Untersuchungen werden mindestens alle 6 Monate durchgefĂŒhrt, möglicherweise öfter. Diese Untersuchungen werden auch bei einer DosisĂ€nderung durchgefĂŒhrt.
  • Diese Untersuchungen werden die folgenden Punkte umfassen:
    • ÜberprĂŒfung des Appetits
    • Messung der GrĂ¶ĂŸe und des Gewichts bei Kindern
    • Messung des Gewichts bei Erwachsenen
    • Blutdruck- und Pulsmessung
    • ÜberprĂŒfung auf Probleme hinsichtlich Stimmungsschwankungen, Geisteszustand oder andere ungewöhnliche emotionale ZustĂ€nde oder deren Verschlechterung unter der Behandlung mit Methylphenidat-HCl MEDICE.

Einnahme

Das Arzneimittel ist zum Einnehmen bestimmt.

Kinder nehmen Methylphenidat-HCl MEDICE am Morgen mit oder nach dem FrĂŒhstĂŒck ein.

Erwachsene nehmen Methylphenidat-HCl MEDICE mit oder nach dem FrĂŒhstĂŒck und dem Mittagessen ein.

Methylphenidat-HCl MEDICE ist eine Form von Methylphenidat mit „verzögerter Freisetzung“, die das Arzneimittel nach und nach ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum freisetzt. Es ist sehr wichtig, die Kapseln mit oder nach einer Mahlzeit einzunehmen, um eine verzögerte Freisetzung zu erreichen.

Die Kapseln können als Ganzes mit Wasser eingenommen werden. Alternativ können Sie die Kapseln öffnen, ihren Inhalt auf eine kleine Menge (Esslöffel) Apfelmus oder Joghurt streuen und sofort einnehmen. Nicht fĂŒr eine spĂ€tere Einnahme aufbewahren. Die Kapseln und deren Inhalt dĂŒrfen nicht zerkleinert oder zerkaut werden.

Wenn Sie oder Ihr Kind sich nach einmonatiger Behandlung nicht besser fĂŒhlen
Falls Sie oder Ihr Kind sich nicht besser fĂŒhlen, informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, eine andere Behandlung könnte erforderlich sein.

Langzeitbehandlung
Methylphenidat-HCl MEDICE muss nicht fĂŒr immer angewendet werden. Falls Sie oder Ihr Kind Methylphenidat-HCl MEDICE lĂ€nger als ein Jahr einnehmen, sollte Ihr Arzt die Behandlung mindestens einmal jĂ€hrlich fĂŒr eine kurze Zeit absetzen. Bei Kindern kann dies wĂ€hrend der Schulferien sein. Damit kann ĂŒberprĂŒft werden, ob die Behandlung noch erforderlich ist.

Wenn Methylphenidat-HCl MEDICE nicht wie verordnet angewendet wird
Eine nicht der Verordnung entsprechende Einnahme von Methylphenidat-HCl MEDICE kann zu unnormalem Verhalten fĂŒhren. Dies kann auch bedeuten, dass Sie oder Ihr Kind eine AbhĂ€ngigkeit von diesem Arzneimittel entwickeln. Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn es bei Ihnen oder Ihrem Kind jemals einen Missbrauch oder eine AbhĂ€ngigkeit von Alkohol, verschreibungspflichtigen Arzneimitteln oder Drogen gab.

Wenn Sie oder Ihr Kind eine grĂ¶ĂŸere Menge von Methylphenidat-HCl MEDICE

eingenommen haben, als Sie sollten

Falls Sie oder Ihr Kind eine grĂ¶ĂŸere Menge des Arzneimittels als verordnet eingenommen haben, informieren Sie einen Arzt oder rufen Sie einen Krankenwagen. Teilen Sie die eingenommene Dosis mit.

Folgende Symptome können Anzeichen einer Überdosis sein: Erbrechen, Agitiertheit, Zittern, verstĂ€rkte unkontrollierte Bewegungen, Muskelzucken, KrampfanfĂ€lle (evtl. mit anschließendem Koma), extremes HochgefĂŒhl, Verwirrtheit, Sehen, FĂŒhlen oder Hören von Dingen, die nicht wirklich da sind (Halluzinationen), Schwitzen, Hitzewallungen, Kopfschmerzen, hohes Fieber, verĂ€nderter Herzschlag (langsam, schnell oder unregelmĂ€ĂŸig), Bluthochdruck, erweiterte Pupillen und trockene Nase und trockener Mund.

Wenn Sie oder Ihr Kind die Einnahme von Methylphenidat-HCl MEDICE vergessen

haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Sollten Sie oder Ihr Kind die Einnahme einer Dosis vergessen haben, warten Sie, bis Sie die nĂ€chste Dosis einnehmen mĂŒssen.

Wenn Sie oder Ihr Kind die Einnahme von Methylphenidat-HCl MEDICE abbrechen

Wenn Sie oder Ihr Kind die Einnahme dieses Arzneimittels plötzlich abbrechen, können die ADHS-Symptome wieder auftreten oder es können unerwĂŒnschte Wirkungen, wie beispielsweise Depressionen auftreten. Ihr Arzt wird vor Beendigung der Einnahme die tĂ€gliche Dosis schrittweise verringern. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie die Einnahme von Methylphenidat-HCl MEDICE abbrechen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen. Ihr Arzt wird mit Ihnen ĂŒber diese Nebenwirkungen sprechen.

Einige der Nebenwirkungen können schwerwiegend sein. Sollte eine der unten genannten Nebenwirkungen bei Ihnen oder Ihrem Kind auftreten, suchen Sie sofort einen Arzt auf:

Sehr hÀufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

‱ unregelmĂ€ĂŸiger Herzschlag (Herzklopfen)

HĂ€ufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

‱ StimmungsverĂ€nderungen

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

  • Stimmungsschwankungen
  • PerönlichkeitsverĂ€nderung
  • Dinge sehen, fĂŒhlen oder hören, die nicht existieren; dies sind Anzeichen einer Psychose
  • unkontrollierte Sprache und Körperbewegungen (Tourette-Syndrom) oder Verschlechterung davon
  • Zeichen einer Allergie, beispielsweise Ausschlag, Juckreiz oder Nesselausschlag, Schwellung des Gesichtes, der Lippen, der Zunge oder anderer Körperteile, Kurzatmigkeit oder Atembeschwerden
  • Suizidgedanken oder Suizidabsichten

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

‱ GefĂŒhl ungewöhnlicher Erregtheit, ÜberaktivitĂ€t und Hemmungslosigkeit (Manie)

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

  • Herzanfall
  • AnfĂ€lle (KrampfanfĂ€lle, Konvulsionen, Epilepsie)
  • Sich schĂ€lende Haut oder lila-rötliche Flecken
  • nicht kontrollierbare MuskelkrĂ€mpfe, die die Augen, den Kopf, den Hals, den Körper und das Nervensystem betreffen können, verursacht durch eine kurzfristige Unterversorgung des Gehirns mit Blut
  • LĂ€hmung oder Probleme bei der Bewegung oder beim Sehen, Sprachprobleme (dies können Anzeichen fĂŒr Probleme mit den BlutgefĂ€ĂŸen im Gehirn sein), zeitweiliger

Mangel an einer ausreichenden Blut- und Sauerstoffversorgung des Gehirns (IschÀmie)

  • Verminderung der Anzahl der Blutzellen (rote und weiße Blutkörperchen und BlutplĂ€ttchen), wodurch sich die Möglichkeit einer Infektion und die Wahrscheinlichkeit von Blutungen oder BlutergĂŒssen erhöhen kann
  • ein plötzlicher Anstieg der Körpertemperatur, sehr hoher Blutdruck und schwere KrampfanfĂ€lle (‚Malignes Neuroleptisches Syndrom’). Es ist nicht sicher, ob diese Nebenwirkung durch Methylphenidat oder durch andere Arzneimittel verursacht wird, die eventuell in Kombination mit Methylphenidat eingenommen werden.

Nicht bekannt (HĂ€ufigkeit auf Grundlage der verfĂŒgbaren Daten nicht abschĂ€tzbar)

  • wiederkehrende unerwĂŒnschte Gedanken
  • unerklĂ€rliche OhnmachtsanfĂ€lle, Kurzatmigkeit (dies können Anzeichen von Herzproblemen sein)

Falls eine der oben genannten Nebenwirkungen bei Ihnen oder Ihrem Kind auftritt, suchen Sie sofort einen Arzt auf.

Weitere Nebenwirkungen
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, falls diese Nebenwirkungen in schwerer Form auftreten:

Sehr hÀufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

HĂ€ufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Verringerter Appetit
  • Agitiertheit
  • Depressive Stimmung oder GefĂŒhlslosigkeit oder GefĂŒhlsarmut oder zu hohes Interesse zeigen
  • Mundtrockenheit
  • Unwohlsein
  • Gelenkschmerzen
  • hohe Körpertemperatur (Fieber)
  • außergewöhnlicher Haarausfall oder dĂŒnner werdendes Haar
  • außergewöhnliche SchlĂ€frigkeit oder Benommenheit
  • Juckreiz, Ausschlag oder juckender Hautausschlag mit Rötung (Nesselsucht)
  • Husten, Halsschmerzen, Reizungen der Nase und des Rachens
  • Hoher Blutdruck oder andere VerĂ€nderungen des Blutdrucks
  • schneller Herzschlag (Tachykardie) oder unregelmĂ€ĂŸiger Herzschlag (Arrhythmie)
  • Schwindel
  • unkontrollierbare Bewegungen
  • ÜberaktivitĂ€t
  • AggressivitĂ€t, emotionale LabilitĂ€t, Ängstlichkeit, Reizbarkeit
  • unnormales Verhalten
  • Magenschmerzen, Durchfall, Unwohlsein im Magen und Erbrechen
  • mangelnder Appetit/Unwillen zu essen
  • Gewichtsverlust
  • ÜbermĂ€ĂŸiges ZĂ€hneknirschen (Bruxismus)
  • ÜbermĂ€ĂŸiges Schwitzen

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

  • SchĂŒtteln oder Zittern
  • verschwommenes Sehen
  • Muskelschmerzen
  • Verstopfung
  • zusĂ€tzliche HerzschlĂ€ge (auf Grundlage von Untersuchungsergebnissen)
  • Blut im Urin
  • Doppeltsehen
  • Muskelzucken
  • Kurzatmigkeit oder Brustschmerzen
  • Erhöhung der Leberwerte (bei Bluttests)
  • Zorn
  • Weinerlichkeit
  • Ruhelosigkeit
  • ĂŒbermĂ€ĂŸige Wahrnehmung der Umwelt
  • sich sehr ruhig oder schlĂ€frig fĂŒhlen
  • Schlafstörungen
  • MĂŒdigkeit

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

  • VerĂ€nderungen im Sexualverhalten
  • Desorientierung
  • erweiterte Pupillen, Sehstörungen
  • Brustschwellung beim Mann
  • Rötung der Haut, erhabener roter Hautausschlag (Quaddeln)
  • Schmerzen durch verringerten Blutfluss zum Herzen
  • Störungen oder VerĂ€nderungen der Menstruation

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

  • Herzanfall
  • plötzlicher Tod
  • MuskelkrĂ€mpfe
  • kleine rote Flecken auf der Haut
  • EntzĂŒndung oder Verschluss von Arterien im Gehirn
  • anormale Leberfunktion einschließlich Leberversagen und Koma
  • VerĂ€nderungen von Testergebnissen – einschließlich Leberwerte und Blutbild
  • Suizidversuch
  • anormale Gedanken
  • zwanghafte Wiederholung von TĂ€tigkeiten
  • Besessenheit mit bestimmten Dingen
  • Energielosigkeit
  • Kurzzeitiges GefĂŒhl der Traurigkeit
  • Taubheits- und KĂ€ltegefĂŒhl der Finger und der Zehen, Kribbeln und FarbverĂ€nderung der Finger und Zehen (von weiß zu blau, dann rot) bei KĂ€lte (‚Raynaud-Syndrom’)

Nicht bekannt (HĂ€ufigkeit auf Grundlage der verfĂŒgbaren Daten nicht abschĂ€tzbar)

  • MigrĂ€ne
  • sehr hohes Fieber
  • langsamer oder rascher Herzschlag oder zusĂ€tzliche HerzschlĂ€ge
  • schwerer Krampfanfall (‚Grand Mal-Anfall’)
  • Stottern
  • Wahnvorstellungen
  • Verwirrtheit
  • traurige/dunkle Gedanken
  • Körperliches BedĂŒrfnis die Wirkung bzw. das Ausbleiben der Wirkung des Medikaments zu spĂŒren
  • Probleme mit den BlutgefĂ€ĂŸen des Gehirns (Schlaganfall, EntzĂŒndung oder Verschluss der BlutgefĂ€ĂŸe im Gehirn)
  • trockene Haut
  • erektile Dysfunktion
  • Dauererektionen, die manchmal schmerzhaft sind, oder hĂ€ufigere Erektionen
  • ĂŒbermĂ€ĂŸiger unkontrollierter Redefluss
  • Spannung
  • ZĂ€hneknirschen im Schlaf
  • Wiederauftreten der ADHS-Symptome oder Auftreten unerwĂŒnschter Effekte, wie z.B. Depression nach Absetzen des Arzneimittels
  • Prickeln
  • Probleme mit der Sprache und dem Sprechen
  • WĂŒrgereiz
  • Aufmerksamkeitsstörung
  • grippeĂ€hnliche Erkrankung
  • Kraftlosigkeit/SchwĂ€chegefĂŒhl
  • DurstgefĂŒhl
  • erhöhte Blutspiegel des Thyreoid-stimulierenden Hormons
  • Schmerzen im Mund- und Halsbereich
  • Nasenbluten
  • Herzbeschwerden
  • trockene Augen
  • Erhöhter Augeninnendruck
  • Schwierigkeiten mit dem Partner oder der Familie
  • Brustschmerzen
  • Hitzewallungen, Erröten
  • Klingeln in den Ohren (Tinnitus)
  • Missbrauch
  • Panzytopenie (Abnormale Abnahme von allen Arten von Blutzellen)
  • UnfĂ€higkeit, die Ausscheidung von Urin zu kontrollieren (Inkontinenz)
  • Krampf der Kiefermuskulatur, der das Öffnen des Mundes erschwert (Trismus)

Auswirkung auf das Wachstum

Wird Methylphenidat lĂ€nger als ein Jahr eingenommen, kann die Einnahme bei manchen Kindern zu einer Wachstumsverzögerung fĂŒhren. Dies betrifft weniger als 1 von 10 Kindern.

Es kann zu einer verringerten Gewichtszunahme oder einem verringerten GrĂ¶ĂŸenwachstum kommen.

Ihr Arzt wird die GrĂ¶ĂŸe und das Gewicht Ihres Kindes sorgfĂ€ltig ĂŒberwachen, sowie, wie gut Sie bzw. Ihr Kind essen.

  • Falls Ihr Kind nicht wie erwartet wĂ€chst, kann die Behandlung mit Methylphenidat fĂŒr eine kurze Zeitspanne abgesetzt werden.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fĂŒr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt anzeigen (siehe Einzelheiten im Folgenden). Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen ĂŒber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur VerfĂŒgung gestellt werden.

Bundesinstitut fĂŒr Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: http://www.bfarm.de

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich auf.

Sie dĂŒrfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung und dem Umkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht ĂŒber 30°C lagern.

In der Originalverpackung lagern, um das Arzneimittel vor Feuchtigkeit zu schĂŒtzen.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals ĂŒber das Abwasser (z.B. nicht ĂŒber die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

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Weitere Informationen

Was Methylphenidat-HCl MEDICE enthÀlt

Der Wirkstoff ist Methylphenidathydrochlorid.

Methylphenidat-HCl MEDICE 5 mg Hartkapseln mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung

Jede Hartkapsel mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung enthÀlt 5 mg Methylphenidathydrochlorid entsprechend 4,35 mg Methylphenidat.

Methylphenidat-HCl MEDICE 10 mg Hartkapseln mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung

Jede Hartkapsel mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung enthÀlt 10 mg Methylphenidathydrochlorid entsprechend 8,65 mg Methylphenidat.

Methylphenidat-HCl MEDICE 20 mg Hartkapseln mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung

Jede Hartkapsel mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung enthÀlt 20 mg Methylphenidathydrochlorid entsprechend 17,30 mg Methylphenidat.

Methylphenidat-HCl MEDICE 30 mg Hartkapseln mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung

Jede Hartkapsel mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung enthÀlt 30 mg Methylphenidathydrochlorid entsprechend 25,95 mg Methylphenidat.

Methylphenidat-HCl MEDICE 40 mg Hartkapseln mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung

Jede Hartkapsel mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung enthÀlt 40 mg Methylphenidathydrochlorid entsprechend 34,60 mg Methylphenidat.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Kapselinhalt: Zucker-StÀrke-Pellets (enthalten Sucrose und MaisstÀrke), MethacrylsÀure- Ethylacrylat-Copolymer (1:1) (Ph.Eur.), Talkum, Triethylcitrat, Poly(vinylalkohol), Macrogol 3350, Polysorbat 80, Natriumhydroxid, Natriumdodecylsulfat, Simeticon, Hochdisperses Siliciumdioxid, Methylcellulose, SorbinsÀure (Ph.Eur.), Indigocarmin, Aluminiumsalz (E132)

KapselhĂŒlle: Gelatine, Titandioxid (E171), Natriumdodecylsulfat, Gereinigtes Wasser

ZusĂ€tzlich in der KapselhĂŒlle von Methylphenidat-HCl MEDICE 10 mg/- 20 mg: Erythrosin (E127), Patentblau V (E131).

ZusĂ€tzlich in der KapselhĂŒlle von Methylphenidat-HCl MEDICE 30 mg/- 40 mg: Erythrosin (E127), Eisen(II,III)-oxid (E172), Indigocarmin (E132)

Wie Methylphenidat-HCl MEDICE aussieht und Inhalt der Packung

Methylphenidat-HCl MEDICE 5 mg Hartkapseln mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung

Weißes, undurchsichtiges Kapselunterteil/ weißes, undurchsichtiges Kapseloberteil (15,9 mm), die weiße und blaue Pellets enthalten.

Methylphenidat-HCl MEDICE 10 mg Hartkapseln mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung

Weißes, undurchsichtiges Kapselunterteil/ malvefarbenes, undurchsichtiges Kapseloberteil (15,9 mm), die weiße und blaue Pellets enthalten.

Methylphenidat-HCl MEDICE 20 mg Hartkapseln mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung

Malvefarbenes, undurchsichtiges Kapselunterteil/ malvefarbenes, undurchsichtiges Kapseloberteil (15,9 mm), die weiße und blaue Pellets enthalten.

Methylphenidat-HCl MEDICE 30 mg Hartkapseln mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung

Hellgraues, undurchsichtiges Kapselunterteil/ dunkelviolettes, undurchsichtiges Kapseloberteil (15,9 mm), die weiße und blaue Pellets enthalten.

Methylphenidat-HCl MEDICE 40 mg Hartkapseln mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung

Graues, undurchsichtiges Kapselunterteil/ dunkelviolettes, undurchsichtiges Kapseloberteil (18,0 mm), die weiße und blaue Pellets enthalten.

PackungsgrĂ¶ĂŸen:

Methylphenidat-HCl MEDICE 5 mg Hartkapseln mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung

Schachteln mit 20, 30, 50 Hartkapseln mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung in Blisterpackungen aus PVC/PVdC-Aluminiumfolie.

Methylphenidat-HCl MEDICE 10 mg /- 20 mg /- 30 mg /- 40 mg Hartkapseln mit verÀnderter

Wirkstofffreisetzung

Schachteln mit 20, 28, 30, 50 Hartkapseln mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung in Blisterpackungen aus PVC/PVdC-Aluminiumfolie.

Möglicherweise befinden sich nicht alle PackungsgrĂ¶ĂŸen im Handel.

Pharmazeutischer Unternehmer

MEDICE Arzneimittel FĂŒtter GmbH & Co. KG Kuhloweg 37

58638 Iserlohn Deutschland

Telefon: (02371) 937-0 Telefax: (02371) 937-106 e-mail: info@medice.de

Hersteller

MEDICE Arzneimittel FĂŒtter GmbH & Co. KG Kuhloweg 37

58638 Iserlohn Deutschland

Telefon: (02371) 937-0 Telefax: (02371) 937-106 e-mail: info@medice.de

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt ĂŒberarbeitet im August 2020.

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Wirkstoff(e) Methylphenidat
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Medice Arzneimittel PĂŒtter GmbH & Co. KG
BetÀubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 23.04.2020

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können fĂŒr die Korrektheit der Daten keine Haftung ĂŒbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. FĂŒr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden