Oxycodon comp. Hennig 30 mg/15 mg Retardtabletten

Abbildung Oxycodon comp. Hennig 30 mg/15 mg Retardtabletten
Wirkstoff(e) Oxycodon
Zulassungsland Deutschland
Hersteller PB Pharma GmbH
Betäubungsmittel Ja
Zulassungsdatum 28.07.2017
ATC Code N02AA55
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus Betäubungsmittel
Pharmakologische Gruppe Opioide

Zulassungsinhaber

PB Pharma GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Oxycodon-HCl STADA 10 mg Retardtabletten Oxycodon STADAPHARM
Oxycodon-HCL Accord 10 mg Retardtabletten Oxycodon Accord Healthcare Limited
Oxycodon-HCL Sandoz 80 mg Retardtabletten Oxycodon Hexal Aktiengesellschaft
Oxycodon-HCl AbZ 5 mg Retardtabletten Oxycodon AbZ-Pharma GmbH
Oxycodon-HCl beta 20 mg Retardtabletten Oxycodon betapharm Arzneimittel GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Oxycodon comp. Hennig ist eine Retardtablette. Das hei√üt, dass die Wirkstoffe √ľber einen l√§ngeren Zeitraum abgegeben werden und √ľber 12 Stunden wirken.

Diese Tabletten sind nur zur Anwendung bei Erwachsenen bestimmt.

Oxycodon comp. Hennig wurde Ihnen zur Behandlung von starken Schmerzen, die nur mit Opioid- haltigen Schmerzmitteln ausreichend behandelt werden können, verschrieben. Naloxonhydrochlorid wirkt der Verstopfung entgegen.

Wie lindern diese Tabletten Schmerzen?
Diese Tabletten enthalten Oxycodonhydrochlorid und Naloxonhydrochlorid als Wirkstoffe. Die schmerzlindernde Wirkung von Oxycodon comp. Hennig beruht auf dem Wirkstoff Oxycodonhydrochlorid. Oxycodonhydrochlorid ist ein starkes Schmerzmittel aus der Gruppe der Opioide.

Der zweite Wirkstoff in Oxycodon comp. Hennig, Naloxonhydrochlorid, soll einer Verstopfung entgegenwirken. Darmfunktionsstörungen wie eine Verstopfung sind typische Begleiterscheinungen einer Behandlung mit Opioid-haltigen Schmerzmitteln.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Oxycodon comp. Hennig darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Oxycodonhydrochlorid, Naloxonhydrochlorid oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
  • wenn Ihre Atmung nicht ausreichend ist, um Ihr Blut angemessen mit Sauerstoff anzureichern und das im K√∂rper entstandene Kohlendioxid abzuatmen (Atemdepression),
  • wenn Sie an einer schweren chronischen Lungenerkrankung leiden, die mit einer Verengung der Atemwege verbunden ist (chronisch-obstruktive Lungenerkrankung, auch COPD genannt),
  • wenn Sie an einem sogenannten Cor pulmonale leiden. Dabei kommt es aufgrund einer Druckerh√∂hung in den Blutgef√§√üen in der Lunge unter anderem zu einer Vergr√∂√üerung der rechten H√§lfte des Herzens (z. B. als Folge der oben beschriebenen COPD),
  • wenn Sie an schwerem Bronchialasthma leiden,
  • bei einer nicht durch Opioide bedingten Darml√§hmung (paralytischem Ileus),
  • bei mittelschwerer bis schwerer Leberfunktionsst√∂rung.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Oxycodon comp. Hennig einnehmen:

  • bei √§lteren Patienten und geschw√§chten Patienten,
  • bei einer durch Opioide bedingten Darml√§hmung (paralytischem Ileus),
  • bei einer Beeintr√§chtigung der Nierenfunktion,
  • bei einer leichten Beeintr√§chtigung der Leberfunktion,
  • bei einer schweren Beeintr√§chtigung der Lungenfunktion,
  • wenn Sie an einer Beeintr√§chtigung leiden, die durch h√§ufige n√§chtliche Atemaussetzer gekennzeichnet ist und die Sie am Tage sehr schl√§frig macht (Schlafapnoe),
  • bei einem Myx√∂dem (einer Erkrankung der Schilddr√ľse, bei der die Haut im Gesicht und an den Gliedma√üen teigig geschwollen, k√ľhl und trocken ist),
  • wenn Ihre Schilddr√ľse zu wenig Hormone bildet (Schilddr√ľsenunterfunktion oder Hypothyreose genannt),
  • wenn Ihre Nebennierenrinden zu wenig Hormone bilden (Nebennierenrindenunterfunktion oder Addisonsche Krankheit genannt),
  • bei psychischen St√∂rungen, die mit einem (teilweisen) Realit√§tsverlust einhergehen (Psychosen) und durch Alkohol oder Vergiftungszust√§nde mit anderen Substanzen bedingt sind (Intoxikations-Psychosen),
  • bei Gallensteinleiden,
  • bei krankhaft vergr√∂√üerter Vorsteherdr√ľse (Prostatahypertrophie),
  • bei Alkoholabh√§ngigkeit, Delirium tremens,
  • bei Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse (Pankreatitis),
  • bei niedrigem Blutdruck (Hypotonie),
  • bei hohem Blutdruck (Hypertonie),
  • bei bereits bestehenden Herzkreislauferkrankungen,
  • bei Kopfverletzungen (wegen des Risikos einer Druckerh√∂hung im Gehirn),
  • bei Epilepsie oder Neigung zu Krampfanf√§llen,
  • bei Einnahme von Arzneimitteln gegen eine Depression oder Parkinsonsche Krankheit aus der Gruppe der MAO-Hemmer. Zu den MAO-Hemmern z√§hlen z. B. Arzneimittel mit den Wirkstoffen Tranylcypromin, Phenelzin, Isocarboxazid, Moclobemid und Linezolid,
  • bei Schl√§frigkeit oder wenn Sie manchmal pl√∂tzlich einschlafen.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn diese Angaben fr√ľher einmal auf Sie zutrafen. Informieren Sie Ihren Arzt ebenso, wenn eine der oben genannten St√∂rungen w√§hrend der Anwendung dieser Tabletten auftritt.

Die gef√§hrlichste Folge einer √úberdosierung von Opioiden ist eine Abflachung der Atmung (Atemdepression). Diese kann auch dazu f√ľhren, dass der Sauerstoffgehalt des Blutes sinkt. Dadurch k√∂nnte es z. B. zu einer Ohnmacht kommen.

Um die Verz√∂gerung der Wirkstofffreisetzung nicht zu beeintr√§chtigen, d√ľrfen die Retardtabletten nicht zerkaut oder zerkleinert werden. Die Anwendung zerkauter oder zerriebener Retardtabletten f√ľhrt zu einer schnelleren Freisetzung des Wirkstoffs aus den Retardtabletten. Das kann zur Folge

haben, dass Ihr K√∂rper eine lebensbedrohliche Dosis von Oxycodonhydrochlorid aufnimmt (siehe Abschnitt 3 ‚ÄěWenn Sie eine gr√∂√üere Menge Oxycodon comp. Hennig eingenommen haben, als Sie sollten‚Äú).

Wenn Sie nach Beginn der Therapie Durchfall haben, kann dies auf die Wirkung des Naloxonhydrochlorid zur√ľckzuf√ľhren sein. Dies kann ein Zeichen der Normalisierung der Darmfunktion sein. Dieser Durchfall kann in den ersten 3 bis 5 Tagen der Therapie auftreten. Falls der Durchfall danach nicht aufh√∂rt oder Sie sehr st√∂rt, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Wenn Sie bisher ein anderes Opioid angewendet haben, kann der Therapiewechsel auf Oxycodon comp. Hennig bei Ihnen anfangs zu Entzugssymptomen f√ľhren. Diese k√∂nnen z. B. in Unruhe, Schwei√üausbr√ľchen und Muskelschmerzen bestehen. In diesem Fall kann eine besondere Beobachtung durch Ihren Arzt notwendig sein.

Bei l√§ngerfristiger Einnahme dieser Tabletten kann es zu einer Gew√∂hnung (Toleranzentwicklung) kommen. Das bedeutet, dass Sie m√∂glicherweise f√ľr die erw√ľnschte Wirkung eine h√∂here Dosis ben√∂tigen. Die l√§ngerfristige Einnahme kann au√üerdem zu k√∂rperlicher Abh√§ngigkeit f√ľhren. Bei abrupter Beendigung der Therapie k√∂nnen Entzugssymptome wie Unruhe, Schwei√üausbr√ľche und Muskelschmerzen auftreten. Wenn Sie die Therapie nicht mehr ben√∂tigen, sollten Sie die Tagesdosis nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt allm√§hlich reduzieren.

Der Wirkstoff Oxycodonhydrochlorid f√ľr sich hat ein Missbrauchspotential √§hnlich wie alle anderen starken Opioide (starke Schmerzmittel). Die Entwicklung einer psychischen Abh√§ngigkeit ist m√∂glich. Bei bestehendem oder fr√ľherem Alkohol-, Drogen- oder Arzneimittelmissbrauch sollte die Einnahme Oxycodonhydrochlorid-haltiger Arzneimittel vermieden werden.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn bei Ihnen eine Peritonealkarzinose diagnostiziert wurde oder Sie an beginnender Darmverstopfung im fortgeschrittenen Stadium von Tumorerkrankungen des Verdauungstraktes oder Beckenbereichs leiden.

Falls Sie operiert werden m√ľssen, teilen Sie bitte Ihren √Ąrzten mit, dass Sie diese Tabletten einnehmen.

√Ąhnlich wie andere Opioide kann Oxycodon die √ľbliche Produktion der k√∂rpereigenen Hormone wie Kortisol oder Sexualhormone beeinflussen. Dies geschieht vor allem dann, wenn Sie h√∂here Oxycodon-Dosen √ľber einen l√§ngeren Zeitraum eingenommen haben. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn bei Ihnen anhaltende Symptome wie √úbelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, M√ľdigkeit, Schw√§che, Schwindelgef√ľhl, √Ąnderungen in der Regelblutung, Impotenz, Unfruchtbarkeit oder vermindertes sexuelles Interesse auftreten, da in diesem Fall eine √úberpr√ľfung Ihres Hormonstatus notwendig ist.

Die Tabletten oder Teile der Tablette können scheinbar unversehrt (inklusive Prägung) mit dem Stuhl ausgeschieden werden. Dies ist kein Grund zu Besorgnis. Die Wirkstoffe Oxycodonhydrochlorid und Naloxonhydrochlorid wurden bereits zuvor in Magen und Darm aus den Retardtabletten freigesetzt und von Ihrem Körper aufgenommen.

Zur falschen Anwendung von Oxycodon comp. Hennig
Diese Tabletten sind nicht zur Entzugsbehandlung geeignet.

Vor jeder Form von Missbrauch von Oxycodon comp. Hennig, speziell wenn Sie drogenabhängig sind, wird gewarnt. Wenn Sie von Substanzen wie Heroin, Morphin oder Methadon abhängig sind,

sind bei Missbrauch dieser Tabletten deutliche Entzugssymptome zu erwarten, da sie Naloxon enthalten. Bereits bestehende Entzugssymptome können verstärkt werden.

Diese Tabletten d√ľrfen in keinem Fall in missbr√§uchlicher Absicht aufgel√∂st und injiziert (z. B. in ein Blutgef√§√ü eingespritzt) werden. Insbesondere der Talkumbestandteil der Retardtabletten kann zu √∂rtlicher Gewebezerst√∂rung (Nekrosen) und zu Ver√§nderungen des Lungengewebes (Lungengranulomen) f√ľhren. Dar√ľber hinaus kann es zu weiteren schwerwiegenden Folgen kommen, die m√∂glicherweise auch zum Tode f√ľhren k√∂nnen.

Die Anwendung von Oxycodon comp. Hennig kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen f√ľhren.

Die Anwendung von Oxycodon comp. Hennig als Dopingmittel kann zu einer Gef√§hrdung der Gesundheit f√ľhren.

Einnahme von Oxycodon comp. Hennig zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Die gleichzeitige Anwendung von Oxycodon comp. Hennig und Beruhigungsmitteln wie Benzodiazepine oder verwandte Arzneimittel erh√∂ht das Risiko f√ľr Schl√§frigkeit, Atembeschwerden (Atemdepression), Koma und kann lebensbedrohlich sein. Aus diesem Grund sollte die gleichzeitige Anwendung nur in Betracht gezogen werden, wenn es keine anderen Behandlungsm√∂glichkeiten gibt. Wenn Ihr Arzt jedoch Oxycodon comp. Hennig zusammen mit sedierenden Arzneimitteln verschreibt, sollten die Dosis und die Dauer der begleitenden Behandlung von Ihrem Arzt begrenzt werden.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt √ľber alle sedierenden Arzneimittel, die Sie einnehmen und halten Sie sich genau an die Dosierungsempfehlung Ihres Arztes. Es k√∂nnte hilfreich sein, Freunde oder Verwandte dar√ľber zu informieren, bei Ihnen auf die oben genannten Anzeichen und Symptome zu achten. Kontaktieren Sie Ihren Arzt, wenn solche Symptome bei Ihnen auftreten.

Derartige auf die Gehirnfunktion dämpfend wirkende Arzneimittel sind z. B.:

  • andere stark wirksame Schmerzmittel (Opioide)
  • Schlaf- und Beruhigungsmittel (Sedativa einschlie√ülich Benzodiazepinen, Hypnotika, Anxiolytika)
  • Arzneimittel gegen Depressionen
  • Arzneimittel gegen Allergien, Reisekrankheit oder √úbelkeit (Antihistaminika oder Antiemetika)
  • Arzneimittel zur Behandlung psychiatrischer/psychischer St√∂rungen (psychotrope Arzneimittel wie z B. Phenothiazine und Neuroleptika).

Das Risiko f√ľr Nebenwirkungen steigt, wenn Sie Antidepressiva (wie z. B. Citalopram, Duloxetin, Escitalopram, Fluoxetin, Fluvoxamin, Paroxetin, Sertralin, Venlafaxin) anwenden. Diese Arzneimittel k√∂nnen zu einer Wechselwirkung mit Oxycodon f√ľhren. Es k√∂nnen bei Ihnen unter anderem folgende Symptome auftreten: Unfreiwillige, rhythmische Muskelkontraktionen, einschlie√ülich der Muskeln, die die Bewegung des Auges steuern, Unruhe, √ľberm√§√üiges Schwitzen, Zittern, √ľbersteigerte Reflexe, erh√∂hte Muskelspannung sowie K√∂rpertemperatur √ľber 38 ¬įC. Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn diese Symptome bei Ihnen auftreten.

Wenn Sie diese Tabletten zur gleichen Zeit wie andere Medikamente einnehmen, kann sich die Wirkung dieser Tabletten oder die der anderen Medikamente verändern.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:

  • Arzneimittel, die die Gerinnungsf√§higkeit des Blutes herabsetzen (Cumarin-Derivate); die Geschwindigkeit der Blutgerinnung kann beschleunigt oder verlangsamt werden,
  • Antibiotika vom Makrolid-Typ (z. B. Clarithromycin, Erythromycin oder Telithromycin),
  • Arzneimittel gegen Pilzinfektionen vom Azol-Typ (z. B. Ketoconazol, Voriconazol, Itraconazol oder Posaconazol),
  • Arzneimittel aus der Gruppe der Proteasehemmer zur Behandlung einer HIV-Infektion (z. B. Ritonavir, Indinavir, Nelfinavir oder Saquinavir),
  • Cimetidin (ein Arzneimittel gegen Magengeschw√ľre, Verdauungsst√∂rungen oder Sodbrennen),
  • Rifampicin (zur Behandlung von Tuberkulose),
  • Carbamazepin (zur Behandlung von Krampfanf√§llen und bestimmten Schmerzzust√§nden),
  • Phenytoin (zur Behandlung von Krampfanf√§llen)
  • die Heilpflanze Johanniskraut (auch als Hypericum perforatum bekannt)
  • Chinidin (ein Arzneimittel gegen Herzrhythmusst√∂rungen).

Es werden keine Wechselwirkungen zwischen Oxycodon comp. Hennig und Paracetamol, Acetylsalicylsäure oder Naltrexon erwartet.

Einnahme von Oxycodon comp. Hennig zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol

Die Einnahme von Alkohol w√§hrend der Behandlung mit Oxycodon comp. Hennig kann zu verst√§rkter Schl√§frigkeit f√ľhren oder das Risiko schwerwiegender Nebenwirkungen erh√∂hen, wie flache Atmung mit dem Risiko eines Atemstillstands und Bewusstseinsverlust. Es wird empfohlen, w√§hrend der Einnahme von Oxycodon comp. Hennig keinen Alkohol zu trinken.

Während der Einnahme dieser Tabletten sollten Sie den Verzehr von Grapefruitsaft vermeiden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.

Schwangerschaft
Die Einnahme dieser Tabletten während der Schwangerschaft sollte soweit wie möglich vermieden werden. Oxycodonhydrochlorid kann beim Neugeborenen Entzugssymptome hervorrufen, wenn es in der Schwangerschaft längerfristig eingenommen wurde. Wenn Oxycodonhydrochlorid während der Geburt verabreicht wird, kann es beim Neugeborenen zu einer Abschwächung der Atmung (Atemdepression) kommen.

Stillzeit
W√§hrend einer Behandlung mit diesen Tabletten sollte das Stillen unterbrochen werden oder abgestillt werden. Oxycodonhydrochlorid geht in die Muttermilch √ľber. Es ist nicht bekannt, ob Naloxonhydrochlorid ebenfalls in die Muttermilch √ľbergeht. Daher kann insbesondere nach Einnahme mehrerer Dosen von Oxycodon comp. Hennig ein Risiko f√ľr das gestillte Kind nicht ausgeschlossen werden.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Oxycodon comp. Hennig kann Ihre Verkehrst√ľchtigkeit und Ihre F√§higkeit, Maschinen zu bedienen, beeintr√§chtigen. Dies ist insbesondere zu Beginn einer Therapie mit Oxycodon comp. Hennig, nach Erh√∂hung der Dosis oder nach einem Wechsel des Arzneimittels zu erwarten. Dagegen k√∂nnen diese Nebenwirkungen verschwinden, wenn Sie auf eine gleichbleibende Oxycodon comp. Hennig-Dosis eingestellt wurden.

Oxycodon comp. Hennig ist mit Schl√§frigkeit und Episoden pl√∂tzlichen Einschlafens assoziiert worden. Falls Sie diese Nebenwirkungen haben sollten, d√ľrfen Sie nicht Auto fahren oder Maschinen

bedienen. Sie sollten Ihrem Arzt mitteilen, falls derartige Nebenwirkungen auftreten.

Fragen Sie Ihren Arzt, ob Sie sich an das Steuer eines Fahrzeugs setzen oder Maschinen bedienen d√ľrfen.

Oxycodon comp. Hennig enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Retardtablette, d.h. es ist nahezu

‚Äěnatriumfrei‚Äú.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Oxycodon comp. Hennig ist eine Retardtablette. Das hei√üt, dass die Wirkstoffe √ľber einen l√§ngeren Zeitraum abgegeben werden und √ľber 12 Stunden wirken. Um die langsam erfolgende Freisetzung des Wirkstoffs Oxycodonhydrochlorid aus den Retardtabletten nicht zu beeintr√§chtigen, d√ľrfen die Retardtabletten nicht zerkaut oder zerrieben werden. Die Anwendung zerkauter oder zerriebener Retardtabletten f√ľhrt zu einer schnelleren Freisetzung des Wirkstoffs aus den Retardtabletten. Das

kann zur Folge haben, dass Ihr K√∂rper eine lebensbedrohliche Dosis von Oxycodonhydrochlorid aufnimmt (siehe Abschnitt 3 ‚ÄěWenn Sie eine gr√∂√üere Menge von Oxycodon comp. Hennig eingenommen haben, als Sie sollten‚Äú).

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosis:

Erwachsene

Die Anfangsdosis beträgt im Allgemeinen 10 mg Oxycodonhydrochlorid/5 mg Naloxonhydrochlorid als Retardtablette(n) alle 12 Stunden.

Ihr Arzt wird festlegen, wie viele Retardtabletten Sie pro Tag einnehmen sollen. Ihr Arzt wird ebenfalls festlegen, wie Sie die tägliche Gesamtdosis auf die morgendliche und

abendliche Einnahme aufteilen sollen. Außerdem wird er entscheiden, ob die Dosis im Laufe der Therapie gegebenenfalls angepasst werden muss. Dabei wird er die Dosis an Ihre Schmerzintensität und an Ihre individuelle Empfindlichkeit anpassen. Sie sollten grundsätzlich die niedrigste Dosis erhalten, die ausreichend ist, um Ihre Schmerzen zu bekämpfen. Wenn Sie schon vorher mit Opioiden behandelt wurden, kann die Therapie mit Oxycodon comp. Hennig mit einer höheren Dosis begonnen werden.

Die tägliche Höchstdosis beträgt 160 mg Oxycodonhydrochlorid und 80 mg Naloxonhydrochlorid. Sollten Sie eine höhere Dosis benötigen, kann Ihr Arzt Ihnen zusätzlich Oxycodonhydrochlorid ohne Naloxonhydrochlorid verordnen. Dabei sollte die Oxycodonhydrochlorid-Tagesdosis insgesamt

400 mg nicht √ľberschreiten. Bei zus√§tzlicher Einnahme von Oxycodonhydrochlorid ohne Naloxonhydrochlorid kann der g√ľnstige Einfluss von Naloxonhydrochlorid auf die Darmt√§tigkeit beeintr√§chtigt werden.

Wenn Sie von diesen Tabletten auf ein anderes starkes Schmerzmittel aus der Gruppe der Opioide umgestellt werden, m√ľssen Sie damit rechnen, dass sich Ihre Darmfunktion verschlechtert.

Wenn es zwischen zwei Einnahmen von Oxycodon comp. Hennig zu Schmerzen kommt, ben√∂tigen Sie m√∂glicherweise ein schnell wirkendes Schmerzmittel. Oxycodon comp. Hennig ist hierf√ľr nicht geeignet. Bitte sprechen Sie in diesem Fall mit Ihrem Arzt.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung dieser Tabletten zu stark oder zu schwach ist.

F√ľr Dosen, die mit dieser St√§rke nicht praktikabel sind, stehen andere St√§rken dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung.

√Ąltere Patienten

Bei älteren Patienten ohne Leber- und/oder Nierenfunktionsstörungen muss die Dosis in der Regel nicht angepasst werden.

Funktionsstörungen der Leber bzw. der Niere
Bei Funktionsstörung Ihrer Niere bzw. bei leichter Funktionsstörung Ihrer Leber wird Ihr Arzt diese Tabletten mit besonderer Vorsicht verschreiben. Bei mittelschwerer bis schwerer Funktionsstörung

Ihrer Leber d√ľrfen diese Tabletten nicht angewendet werden (siehe hierzu auch im Abschnitt 2

‚ÄěOxycodon comp. Hennig darf nicht eingenommen werden, ‚Ķ‚Äú und ‚ÄěWarnhinweise und

Vorsichtsmaßnahmen“).

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren
Oxycodon comp. Hennig wurde noch nicht an Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren untersucht, so dass die Sicherheit und Wirksamkeit bei Kindern und Jugendlichen nicht erwiesen ist. Daher wird die Einnahme bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht empfohlen.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Nehmen Sie diese Tabletten im Ganzen (unzerkaut) mit ausreichend Fl√ľssigkeit (1/2 Glas Wasser) ein. Sie k√∂nnen die Retardtabletten zu den Mahlzeiten oder unabh√§ngig von den Mahlzeiten einnehmen. Nehmen Sie diese Tabletten alle 12 Stunden nach einem festen Zeitschema (z.B. morgens um 8 Uhr,

abends um 20 Uhr) ein. Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden, darf aber nicht zerkaut oder zerkleinert werden (siehe Abschnitt 2 ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚Äú).

Dauer der Anwendung

Allgemein sollten Sie diese Tabletten nicht l√§nger als notwendig einnehmen. Wenn Sie eine Langzeitbehandlung erhalten, sollte Ihr Arzt regelm√§√üig √ľberpr√ľfen, ob Sie diese Tabletten noch ben√∂tigen.

Wenn Sie eine größere Menge von Oxycodon comp. Hennig eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie mehr Tabletten als verordnet eingenommen haben, m√ľssen Sie sofort Ihren Arzt informieren.

Mögliche Folgen einer Überdosierung sind:

  • Verengung der Pupillen,
  • Abflachung der Atmung (Atemdepression),
  • Benommenheit bis hin zum Bewusstseinsverlust,
  • verminderte Spannung der Skelettmuskulatur,
  • Pulsverlangsamung und
  • Blutdruckabfall.

In schwereren Fällen können Bewusstlosigkeit (Koma), Wasseransammlungen in der Lunge und Kreislaufversagen - unter Umständen mit tödlichem Ausgang - auftreten.

Begeben Sie sich nicht in Situationen, die erhöhte Aufmerksamkeit erfordern, z. B. Autofahren.

Wenn Sie die Einnahme von Oxycodon comp. Hennig vergessen haben

Wenn Sie die Einnahme von Oxycodon comp. Hennig vergessen haben oder eine geringere Dosis als vorgesehen einnehmen, bleibt unter Umständen die Wirkung aus.

Sollten Sie einmal eine Einnahme vergessen haben, gehen Sie wie folgt vor:

  • Wenn die n√§chste regul√§re Einnahme erst in mehr als 8 Stunden vorgesehen ist: Nehmen Sie die vergessene Dosis sofort ein und behalten Sie anschlie√üend Ihren √ľblichen Einnahmeplan bei.
  • Wenn die n√§chste regul√§re Einnahme in weniger als 8 Stunden vorgesehen ist: Nehmen Sie die vergessene Dosis ein. Warten Sie dann bis zur n√§chsten Einnahme noch einmal 8 Stunden.

Versuchen Sie Ihr urspr√ľngliches Zeitschema (z. B. morgens um 8 Uhr, abends um 20 Uhr) wieder zu erreichen. Nehmen Sie aber nicht h√§ufiger als alle 8 Stunden eine Dosis ein.

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Oxycodon comp. Hennig abbrechen

Beenden Sie die Behandlung mit diesen Tabletten nicht ohne R√ľcksprache mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie eine weitere Behandlung nicht mehr ben√∂tigen, m√ľssen Sie die Tagesdosis nach Absprache mit Ihrem Arzt allm√§hlich verringern. Auf diese Weise vermeiden Sie Entzugssymptome wie Unruhe, Schwei√üausbr√ľche und Muskelschmerzen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Bedeutsame Nebenwirkungen oder Zeichen, auf die Sie achten sollten, und Maßnahmen, wenn

Sie betroffen sind:

Wenn Sie von einer der nachfolgend genannten bedeutsamen Nebenwirkungen betroffen sind, rufen Sie sofort den nächsten erreichbaren Arzt zu Hilfe.

Eine Atemd√§mpfung (Atemdepression) ist die bedeutsamste Gef√§hrdung einer Opioid√ľberdosierung und tritt am ehesten bei √§lteren oder geschw√§chten Patienten auf. Bei daf√ľr anf√§lligen Patienten k√∂nnen Opioide in der Folge auch schwere Blutdruckabf√§lle hervorrufen.

Nebenwirkungen werden nachfolgend in zwei Abschnitten getrennt nach Schmerzbehandlung und Behandlung mit dem Wirkstoff Oxycodonhydrochlorid alleine dargestellt.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton, der Flasche oder der Blisterpackung nach

‚ÄěVerwendbar bis:‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Blisterpackung:

Nicht √ľber 25 ¬įC lagern.

Flaschen:

Nicht √ľber 30¬įC lagern.

Haltbarkeit nach Anbruch: 3 Monate

Nach Anbruch der HDPE-Flasche: Nicht √ľber 25 ¬įC lagern.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals √ľber das Abwasser (z. B. nicht √ľber die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

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Weitere Informationen

Was Oxycodon comp. Hennig enthält

Die Wirkstoffe sind Oxycodonhydrochlorid und Naloxonhydrochlorid.

Jede Retardtablette enthält 30 mg Oxycodonhydrochlorid (entsprechend 27 mg Oxycodon) und 15 mg Naloxonhydrochlorid (als 16,35 mg Naloxonhydrochlorid-Dihydrat, entsprechend 13,5 mg Naloxon).

Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenkern: Povidon (K30), Poly(vinylacetat), Natriumdodecylsulfat, Hochdisperses Siliciumdioxid, Mikrokristalline Cellulose, Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich].

Film√ľberzug: Poly(vinylalkohol), Titandioxid (E171), Macrogol 3350, Talkum, Eisen(III)-hydroxid- oxid x H2O (E172).

Wie Oxycodon comp. Hennig aussieht und Inhalt der Packung

Gelbe, längliche, bikonvexe Retardtablette mit einer Bruchkerbe auf beiden Seiten, einer Länge von 12,2 mm, einer Breite von 5,7 mm und einer Höhe von 3,3 - 4,3 mm.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Oxycodon comp. Hennig ist erhältlich in:

Kindergesicherten Blisterpackungen mit 10, 14, 20, 28, 30, 50, 56, 60, 90, 98 und 100 Retardtabletten oder

Flaschen mit kindergesichertem Schraubdeckel mit 50 oder 100 Retardtabletten. Klinikpackung mit 250 Retardtabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

F Pharma GmbH

Lise-Meitner-Straße 10

D-40670 Meerbusch

Tel.: 0 2159 / 91 44 70

Fax: 0 2159 / 91 44 45

Mitvertrieb
HENNIG ARZNEIMITTEL GmbH & Co. KG

Liebigstraße 1-2

65439 Flörsheim am Main Telefon: (06145) 508-0 Telefax: (06145) 508-140 E-Mail: info@hennig-am.de

Hersteller

F Pharma Service GmbH

Lise-Meitner-Straße 10

D-40670 Meerbusch

ODER

Develco Pharma GmbH

Grienmatt 27

79650 Schopfheim

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im M√§rz 2020.

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Wirkstoff(e) Oxycodon
Zulassungsland Deutschland
Hersteller PB Pharma GmbH
Betäubungsmittel Ja
Zulassungsdatum 28.07.2017
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Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus Betäubungsmittel
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden