Piretanid Sandoz 6mg Tabletten

Abbildung Piretanid Sandoz 6mg Tabletten
Wirkstoff(e) Piretanid
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Sandoz Pharmaceuticals GmbH
Betäubungsmittel Nein
ATC Code C03CA03
Pharmakologische Gruppe High-Ceiling-Diuretika

Zulassungsinhaber

Sandoz Pharmaceuticals GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Arelix mite 3 mg Tabletten Piretanid Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
Piretanid 3 - 1 A Pharma Piretanid 1 A Pharma GmbH
Ramipril/ Piretanid-ratiopharm 5 mg/ 6 mg Tabletten Ramipril Piretanid Ratiopharm GmbH
Ramipril Piretanid-Actavis 5mg/6mg Tabletten Ramipril Piretanid Actavis Group PTC ehf
Piretanid HEXAL 6 mg Piretanid Hexal Aktiengesellschaft

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Was ist Piretanid Sandoz 6 mg und wof√ľr wird es angewendet?
Piretanid Sandoz 6 mg ist ein Arzneimittel (Schleifendiuretikum), das eine vermehrte Harnausscheidung bewirkt und dadurch krankhaft bedingte Fl√ľssigkeitsansammlungen im Gewebe ausschwemmen kann. Piretanid Sandoz 6 mg entlastet das Herz und senkt den Blutdruck.
Piretanid Sandoz 6 mg wird angewendet
- zur Ausscheidung verborgener oder sichtbarer krankhafter Wasseransammlungen im Gewebe (√Ėdeme)
- bei Herzschwäche (Herzinsuffizienz) zur Herzentlastung
- bei Wasseransammlung im Gewebe infolge einer Erkrankung der Nieren oder der Leber
- bei leichtem bis mittelschwerem Bluthochdruck (Hypertonie)
- in Kombination mit anderen, nicht harntreibenden blutdrucksenkenden Mitteln auch zur Behandlung von schwerem Bluthochdruck.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Piretanid Sandoz 6 mg darf nicht eingenommen werden
- wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen Piretanid, Sulfonamidderivate oder einen der sonstigen Bestandteile von Piretanid Sandoz 6 mg sind
- bei schwerem Nierenversagen mit fehlender Harnproduktion (Anurie)
- bei schwerem Kaliummangel (Hypokaliämie)
- bei schwerem Natriummangel (Hyponatriämie)
- bei verminderter zirkulierender Blutmenge (Hypovolämie)
- bei Leberversagen mit Bewusstseinsstörungen (hepatisches Koma oder Präkoma)
- während der Stillzeit.
Piretanid Sandoz 6 mg darf bei Kindern nicht eingesetzt werden, da keine ausreichenden Erfahrungen bei der Anwendung vorliegen.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Piretanid Sandoz 6 mg ist erforderlich
Eine besonders sorgfältige Überwachung ist erforderlich bei
- stark erniedrigtem Blutdruck (Hypotonie)
- Patienten mit bereits bestehender oder bisher nicht in Erscheinung getretener Zuckerkrankheit (manifestem oder latentem Diabetes mellitus; regelmäßige Kontrolle des Blutzuckers)
- Patienten mit Gicht (regelmäßige Kontrolle der Harnsäure im Serum)
- Patienten mit einer Harnabflussbehinderung (z. B. bei Prostatahypertrophie, Hydronephrose, Ureterstenose)
- Patienten, die einen verminderten Eiweißgehalt im Blut haben (Hypoproteinämie), z. B. bei nephrotischem Syndrom (Nierenerkrankung mit Eiweißausscheidung)
- Patienten mit Leberzirrhose und gleichzeitiger Nierenfunktionseinschränkung
- verminderter Hirndurchblutung (zerebrovaskulärer Durchblutungsstörung)
- koronarer Herzkrankheit (Arteriosklerose der Herzkranzgefäße).
Während einer langdauernden Behandlung mit Piretanid Sandoz 6 mg sollten die Blutwerte von so genannten Stoffwechselprodukten wie Kreatinin, Harnstoff und Harnsäure sowie die Blutzucker- und Elektrolytkonzentrationen, insbesondere Kalium, Natrium, Kalzium, Chlorid und Bikarbonat, regelmäßig kontrolliert werden (siehe hierzu auch Abschnitt ?Nebenwirkungen?).
Der durch verst√§rkte Urinausscheidung hervorgerufene Gewichtsverlust sollte unabh√§ngig vom Ausma√ü der Urinausscheidung 1 kg/Tag nicht √ľberschreiten.
Bei Patienten mit Blasenentleerungsst√∂rungen (z. B. bei Patienten mit Prostatahyperplasie) muss f√ľr freien Harnabfluss gesorgt werden, da eine pl√∂tzlich einsetzende Harnflut zu einer Harnsperre mit √úberdehnung der Blase f√ľhren kann.
Beim nephrotischen Syndrom muss wegen der Gefahr vermehrt auftretender Nebenwirkungen vorsichtig dosiert werden.
W√§hrend der Behandlung empfiehlt sich eine kaliumreiche Kost (mageres Fleisch, Kartoffeln, Bananen, Tomaten, Spinat, Blumenkohl, getrocknete Fr√ľchte) bei m√§√üiger Kochsalzeinschr√§nkung.
Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken
Die Anwendung von Piretanid Sandoz 6 mg kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen f√ľhren. Die Anwendung von Piretanid Sandoz 6 mg als Dopingmittel kann zu einer Gef√§hrdung der Gesundheit f√ľhren.
Schwangerschaft
Es liegen bisher keine Erfahrungen hinsichtlich der Wirkung von Piretanid Sandoz 6 mg auf das ungeborene Kind vor. Tierexperimentelle Untersuchungen mit Piretanid, dem Wirkstoff aus Piretanid Sandoz 6 mg, zeigten keine fruchtschädigenden Wirkungen.
Solange keine weiteren Daten verf√ľgbar sind, darf Ihnen Piretanid Sandoz 6 mg w√§hrend der Schwangerschaft nur verabreicht werden, wenn Ihr Arzt dies f√ľr unbedingt erforderlich h√§lt. Dabei darf nur kurzfristig die niedrigste wirksame Dosis eingesetzt werden.
Bitte wenden Sie sich daher umgehend an Ihren Arzt, wenn Sie eine Schwangerschaft planen oder bereits schwanger sind.
Stillzeit
Piretanid Sandoz 6 mg darf w√§hrend der Stillzeit nicht angewendet werden, da der Wirkstoff Piretanid in die Muttermilch √ľbergeht. Gegebenenfalls ist abzustillen.
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Die Behandlung mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle. Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen kann das Reaktionsvermögen soweit verändert sein, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

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Wie wird es angewendet?

Wie ist Piretanid Sandoz 6 mg einzunehmen?
Nehmen Sie Piretanid Sandoz 6 mg immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosis:
Zur Behandlung von √Ėdemen (Wasseransammlungen im Gewebe) gilt:
In der Anfangsphase erhalten Erwachsene im Allgemeinen einmal t√§glich 1 Tablette (entsprechend einmal t√§glich 6 mg Piretanid). Die weitere Dosierung richtet sich nach dem Ansprechen des Patienten und liegt meist bei einmal t√§glich ¬Ĺ-1 Tablette (entsprechend einmal t√§glich 3-6 mg Piretanid).
Zur Behandlung von Bluthochdruck gilt:
Bei leichtem bis mittelschwerem Bluthochdruck empfiehlt es sich, die Behandlung mit zweimal täglich 1 Tablette (entsprechend zweimal täglich 6 mg Piretanid) einzuleiten. Nach 2-4 Wochen sollte die Dosierung, je nach Ansprechen des Patienten, auf die Erhaltungsdosis, meist einmal täglich 1 Tablette (entsprechend 6 mg Piretanid pro Tag), erniedrigt werden.
√Ąltere Menschen und Patienten mit eingeschr√§nkter Leber- und Nierenfunktion
Üblicherweise ist bei älteren Patienten keine Dosisanpassung erforderlich, jedoch ist auf eine mögliche Einschränkung der Nierenfunktion zu achten.
Art der Anwendung
Die Einnahme sollte vorzugsweise morgens nach dem Fr√ľhst√ľck oder mittags nach der Mahlzeit unzerkaut mit ausreichend Fl√ľssigkeit (z. B. ¬Ĺ-1 Glas) erfolgen.
Die Tablette kann in gleiche Hälften geteilt werden.
Dauer der Anwendung
√úber die Dauer der Anwendung von Piretanid Sandoz 6 mg entscheidet der behandelnde Arzt aufgrund des jeweiligen Krankheitsbildes.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Piretanid Sandoz 6 mg zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge Piretanid Sandoz 6 mg eingenommen haben als Sie sollten
Bei Verdacht auf eine √úberdosierung mit Piretanid Sandoz 6 mg benachrichtigen Sie bitte Ihren Arzt. Dieser kann entsprechend der Schwere der Krankheitszeichen √ľber die gegebenenfalls erforderlichen Ma√ünahmen entscheiden.
Wenn Sie die Einnahme von Piretanid Sandoz 6 mg vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
Bitte setzen Sie in diesem Fall die Einnahme von Piretanid Sandoz 6 mg wie bisher mit der von Ihrem Arzt angegeben Dosierung fort.
Wenn Sie die Einnahme von Piretanid Sandoz 6 mg abbrechen
Sie sollten die Behandlung mit Piretanid Sandoz 6 mg nicht ohne Anordnung des Arztes unterbrechen oder vorzeitig beenden, denn Sie gefährden sonst den Behandlungserfolg.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Piretanid Sandoz 6 mg mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor Kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Aufgrund von Erfahrungen mit Arzneimitteln, die eine vermehrte Harnausscheidung bewirken, sind folgende Wechselwirkungen in Betracht zu ziehen.
Die nierenschädigende Wirkung bestimmter Antibiotika (z. B. Aminoglykoside, Cephalosporine, Polymyxine) sowie die gehörschädigende Wirkung von Aminoglykosiden (z. B. Kanamycin, Gentamicin, Tobramycin) kann bei gleichzeitiger Gabe von Piretanid Sandoz 6 mg verstärkt werden. Auftretende Hörstörungen können bestehen bleiben. Die gleichzeitige Anwendung der vorgenannten Arzneimittel sollte daher vermieden werden.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Cisplatin und Piretanid Sandoz 6 mg ist mit der M√∂glichkeit eines H√∂rschadens zu rechnen. Wird bei einer Cisplatinbehandlung eine verst√§rkte Harnausscheidung (forcierte Diurese) mit Piretanid Sandoz 6 mg angestrebt, so ist darauf zu achten, dass Piretanid Sandoz 6 mg Tabletten in niedriger Dosierung (z. B. nicht h√∂her als 12 mg intraven√∂s bei normaler Nierenfunktion) nur w√§hrend einer positiven Fl√ľssigkeitsbilanz angewandt wird; andernfalls k√∂nnte es zu einer Verst√§rkung der nierensch√§digenden Wirkung von Cisplatin kommen.
Bei gleichzeitiger Behandlung mit einem Herzglykosid (Digitalis) ist zu beachten, dass ein Kalium- und Magnesiummangel die Empfindlichkeit des Herzmuskels gegen√ľber dem Herzglykosid erh√∂ht, wodurch es zu Herzrhythmusst√∂rungen kommen kann.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Piretanid Sandoz 6 mg und Glukokortikoiden, Abf√ľhrmitteln oder Carbenoxolon sowie bei h√§ufigem Genuss von Lakritze ist zu ber√ľcksichtigen, dass diese Substanzen den Kaliumspiegel im Blut senken k√∂nnen.
Die blutdrucksenkende Wirkung anderer Medikamente kann verst√§rkt werden. Insbesondere bei Patienten, die unter Therapie mit Piretanid Sandoz 6 mg einen Fl√ľssigkeits- oder Salzmangel entwickeln, k√∂nnen bei gleichzeitiger Gabe eines ACE-Hemmers (Bluthochdruck- und Herzmittel) ein Blutdruckabfall (unter Umst√§nden bis hin zum Schock) und/oder Nierenfunktionsst√∂rungen (unter Umst√§nden bis hin zum akuten Nierenversagen) auftreten.
Bei diabetischer Stoffwechsellage (Zuckerkrankheit) kann eine Steigerung der Dosis gleichzeitig verabreichter blutzuckersenkender Arzneimittel notwendig werden.
Die Wirkung von Salicylaten und kurareartigen muskelrelaxierenden Substanzen kann verst√§rkt werden. Die Wirkung von so genannten pressorischen Aminen, wie z. B. Epinephrin, Norepinephrin, kann vermindert werden. Die Ausscheidung von Lithium √ľber die Nieren kann vermindert und dadurch dessen herz- und nervensch√§digende Wirkung verst√§rkt werden.
Bestimmte entz√ľndungshemmende und schmerzstillende Mittel (so genannte nichtsteroidale Antiphlogistika, wie z. B. Indometacin, Acetylsalicyls√§ure) k√∂nnen die Wirkung von Piretanid Sandoz 6 mg abschw√§chen und bei vermindertem Blutvolumen (Hypovol√§mie) zu Nierenversagen f√ľhren.
Probenecid (Mittel zur vermehrten Ausscheidung von Harnsäure) kann die Wirkung von Piretanid Sandoz 6 mg abschwächen.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Piretanid Sandoz 6 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.
Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1000
Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10 000
Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10 000
Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar


Nebenwirkungen
Erkrankungen des Immunsystems
Allergische Reaktionen treten nur gelegentlich auf. Diese k√∂nnen als fieberhafte Zust√§nde, Hautreaktionen (z.B. Juckreiz und Ausschl√§ge wie Nesselsucht, makulopapul√§re Exantheme und Enantheme sowie Erythema multiforme), Entz√ľndungen der Blutgef√§√üe (Vaskulitis), Verminderung der Thrombozytenzahl (Thrombozytopenie; m√∂glicherweise mit erh√∂hter Blutungsneigung) oder Verminderung der Leukozytenzahl (Leukopenie) in Erscheinung treten.
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Unerw√ľnschte Wirkungen als Folge der vermehrten Fl√ľssigkeits- und Salzausscheidung k√∂nnen vornehmlich nach langdauernder hochdosierter Behandlung auftreten und erfordern eine Korrektur der Elektrolyt- und Fl√ľssigkeitsbilanz. Eine √ľberm√§√üige Fl√ľssigkeitsausscheidung (insbesondere bei h√∂herer Dosierung) kann zu einem Mangel an K√∂rperwasser (Dehydratation) und einer Verminderung der zirkulierenden Blutmenge (Hypovol√§mie) f√ľhren. In der Folge k√∂nnen insbesondere bei √§lteren Patienten verminderter Blutdruck (Hypotonie), Kreislaufst√∂rungen beim Wechsel vom Liegen zum Stehen (orthostatische Kreislaufregulationsst√∂rungen) sowie Mundtrockenheit, Kopfschmerz und andere Kreislaufbeschwerden wie Schwindel und Sehst√∂rungen auftreten. F√ľhrt der Fl√ľssigkeitsverlust zur Bluteindickung (H√§mokonzentration), so kommt es insbesondere bei √§lteren Patienten zur Thromboseneigung.
In der empfohlenen Dosierung wird der Kaliumhaushalt unter Piretanid Sandoz 6 mg kaum beeinflusst. Jedoch kann, insbesondere bei gleichzeitig ungen√ľgender Kaliumaufnahme mit der Nahrung, bei Erbrechen und Durchf√§llen sowie bei h√§ufigem Gebrauch von Abf√ľhrmitteln, als Folge erh√∂hter renaler Kaliumverluste ein Kaliummangelzustand (Hypokali√§mie) auftreten, der sich in neuromuskul√§rer Symptomatik wie Muskelschw√§che, Missempfindungen (Par√§sthesien), L√§hmungen (Paresen), intestinaler Symptomatik wie Erbrechen, Verstopfung, √ľberm√§√üiger Gasansammlung im Magen-Darm-Trakt (Meteorismus), renaler Symptomatik wie √ľberm√§√üige Harnausscheidung (Polyurie), krankhaft gesteigertem Durstgef√ľhl mit √ľberm√§√üiger Fl√ľssigkeitsaufnahme (Polydipsie) und kardialer Symptomatik (Reizbildungs- und Reizleitungsst√∂rungen des Herzens) √§u√üern kann. Schwere Kaliumverluste k√∂nnen zu einer Darml√§hmung (paralytischer Ileus) oder zu Bewusstseinsst√∂rungen bis zum Koma f√ľhren. Au√üerdem kann ein durch andere Erkrankungen, z. B. der Leber, der Nebennierenrinde oder des Magen-Darm-Traktes, bedingter Kaliummangel verst√§rkt werden. Insbesondere bei zu stark eingeschr√§nkter Kochsalzzufuhr kann ein Natriummangel auftreten. Hinweise hierauf k√∂nnen z. B. sein: Wadenkr√§mpfe, Appetitlosigkeit, Schw√§chegef√ľhl, Schl√§frigkeit, Teilnahmslosigkeit (Apathie), Verwirrtheit und Erbrechen.
Eine bestehende metabolische Alkalose kann sich (z. B. bei dekompensierter Leberzirrhose) unter der Therapie mit Piretanid Sandoz 6 mg verschlechtern.
Unter Wirkung von Piretanid Sandoz 6 mg kann die Ausscheidung von Kalzium und Magnesium √ľber die Nieren zunehmen. Dies ist jedoch in der Regel klinisch nicht von Bedeutung. Wirken andere Faktoren beg√ľnstigend, so kann sich dosisabh√§ngig ein klinisch relevanter Kalzium- oder Magnesiummangel im Blut (Hypokalzi√§mie, Hypomagnesi√§mie) entwickeln. Dies kann sich z. B. in Form von neuromuskul√§rer √úberregbarkeit, Tetanie und Herzrhythmusst√∂rungen √§u√üern.
Unter Wirkung von Piretanid Sandoz 6 mg kann es zu einer Verminderung der Glukosetoleranz kommen. Bei zuckerkranken Patienten kann dies zu einer Verschlechterung der Stoffwechsellage f√ľhren; eine bislang nicht in Erscheinung getretene Zuckerkrankheit (latenter Diabetes mellitus) kann bemerkbar werden.
Unter Behandlung mit Piretanid Sandoz 6 mg kann ein Anstieg der Blutfettwerte (Cholesterin, Triglyceride) sowie der Serumwerte von Kreatinin und Harnstoff auftreten und es kann zur Zunahme der Harns√§urekonzentrationen im Blut kommen. Dies kann insbesondere bei Patienten mit schon erh√∂htem Harns√§urespiegel zu Gichtanf√§llen f√ľhren.
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Beschwerden im Bereich des Magen-Darm-Traktes, wie z. B. Übelkeit, Erbrechen, Verdauungsstörungen sowie Durchfall, treten gelegentlich auf.
Affektionen der Leber und der Gallenblase
Selten kann eine akute Entz√ľndung der Galleng√§nge (Cholangitis) mit ?Gallenstauung? (intrahepatische Cholestase) und eine Erh√∂hung der Lebertransaminasen auftreten.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Unter der Behandlung mit Piretanid Sandoz 6 mg kann eine Licht√ľberempfindlichkeit der Haut auftreten.
Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Bei Patienten mit gestörter Blasenentleerung z.B. bei Vergrößerung der Prostata, können Anzeichen einer Harnabflussbehinderung erstmals in Erscheinung treten bzw. verstärkt werden.
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdr√ľse
Als Folge der Blutdrucksenkung kann es gelegentlich zu erektiler Impotenz kommen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr√§chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren.
Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Durchdr√ľckpackung angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

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Weitere Informationen

Was Piretanid Sandoz 6 mg enthält
Der Wirkstoff ist Piretanid.
1 Tablette enthält 6 mg Piretanid.
Die sonstigen Bestandteile sind:
mikrokristalline Cellulose, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), hochdisperses Siliciumdioxid, vorverkleisterte Stärke (Maisstärke).
Wie Piretanid Sandoz 6 mg aussieht und Inhalt der Packung
Piretanid Sandoz 6 mg sind weiße bis gelbliche, runde, bikonvexe Tabletten mit Bruchkerbe.
Die Tablette kann in gleiche Hälften geteilt werden.
Piretanid Sandoz 6 mg ist in Originalpackungen mit 20 (N1), 50 (N2) und 100 (N3) Tabletten erhältlich.
Pharmazeutischer Unternehmer
Sandoz Pharmaceuticals GmbH
Raiffeisenstraße 11
83607 Holzkirchen
E-Mail: info@sandoz.de
Hersteller
Salutas Pharma GmbH
Otto-von-Guericke-Allee 1
39179 Barleben
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt √ľberarbeitet: Januar 2008.

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Wirkstoff(e) Piretanid
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Sandoz Pharmaceuticals GmbH
Betäubungsmittel Nein
ATC Code C03CA03
Pharmakologische Gruppe High-Ceiling-Diuretika

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden