Piretanid STADA 6 mg Tabletten

Abbildung Piretanid STADA 6 mg Tabletten
Wirkstoff(e) Piretanid
Zulassungsland Deutschland
Hersteller STADAPHARM
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 25.10.2007
Pharmakologische Gruppe High-Ceiling-Diuretika

Zulassungsinhaber

STADAPHARM

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Arelix mite 3 mg Tabletten Piretanid Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
Piretanid HEXAL 3 mg Piretanid Hexal Aktiengesellschaft
Ramipril/ Piretanid-ratiopharm 5 mg/ 6 mg Tabletten Ramipril Piretanid Ratiopharm GmbH
Piretanid HEXAL 6 mg Piretanid Hexal Aktiengesellschaft
Piretanid AL 6 mg Tabletten Piretanid ALIUD PHARMA GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Piretanid STADA 6 mg ist ein Arzneimittel (Schleifendiuretikum), das eine vermehrte Harnausscheidung bewirkt und dadurch krankhaft bedingte Fl√ľssigkeitsansammlungen im Gewebe ausschwemmen kann. Piretanid STADA 6 mg entlastet das Herz und senkt den Blutdruck.

Piretanid STADA 6 mg wird angewendet:

  • zur Ausscheidung verborgener oder sichtbarer krankhafter Wasseransammlungen im Gewebe (√Ėdeme)
  • bei Herzschw√§che (Herzinsuffizienz) zur Herzentlastung
  • bei Wasseransammlung im Gewebe infolge Erkrankung der Nieren oder der Leber
  • bei leichtem bis mittelschwerem Bluthochdruck (Hypertonie)

in Kombination mit anderen, nicht harntreibenden blutdrucksenkenden Mitteln auch zur Behandlung von schwerem Bluthochdruck

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Piretanid STADA 6 mg darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen Piretanid und/oder Sulfonamidderivate und/oder einen der sonstigen Bestandteile von Piretanid STADA 6 mg sind.
  • bei schwerem Nierenversagen mit fehlender Harnproduktion (Anurie)
  • bei schwerem Kaliummangel (Hypokali√§mie)
  • bei schwerem Natriummangel (Hyponatri√§mie)
  • bei verminderter zirkulierender Blutmenge (Hypovol√§mie)
  • bei Leberversagen mit Bewusstseinsst√∂rungen (hepatisches Koma oder Pr√§koma)
  • w√§hrend der Stillzeit

Piretanid STADA 6 mg darf bei Kindern nicht eingesetzt werden, da keine ausreichenden Erfahrungen bei der Anwendung vorliegen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Piretanid STADA 6 mg ist erforderlich,

  • wenn Sie einen stark erniedrigtem Blutdruck (Hypotonie) haben
  • bei Patienten mit bereits bestehender oder bisher nicht in Erscheinung getretener Zuckerkrankheit (manifester oder latenter Diabetes mellitus; regelm√§√üige Kontrolle des Blutzuckers)
  • bei Patienten mit Gicht (regelm√§√üige Kontrolle der Harns√§ure im Serum)
  • bei Patienten mit einer Harnabflussbehinderung (z. B. bei Prostatahypertrophie, Hydronephrose, Ureterstenose)
  • bei Patienten, die einen verminderten Eiwei√ügehalt im Blut haben (Hypoprotein√§mie), z. B. bei nephrotischem Syndrom (Nierenerkrankung mit Eiwei√üausscheidung)
  • bei Patienten mit Leberzirrhose und gleichzeitiger Nierenfunktionseinschr√§nkung
  • bei verminderter Hirndurchblutung (zerebrovaskul√§re Durchblutungsst√∂rung)
  • bei koronarer Herzkrankheit (Arteriosklerose der Herzkranzgef√§√üe).

Welche Vorsichtsma√ünahmen m√ľssen beachtet werden?

W√§hrend einer langdauernden Behandlung mit Piretanid STADA 6 mg sollten die Blutwerte von sogenannten Stoffwechselprodukten wie Kreatinin, Harnstoff und Harns√§ure sowie die Blutzucker- und Elektrolytkonzentrationen, insbesondere Kalium, Natrium, Kalzium, Chlorid und Bikarbonat, regelm√§√üig kontrolliert werden (siehe hierzu auch Abschnitt ‚ÄěNebenwirkungen‚Äú).

W√§hrend der Behandlung empfiehlt sich eine kaliumreiche Kost (mageres Fleisch, Kartoffeln, Bananen, Tomaten, Spinat, Blumenkohl, getrocknete Fr√ľchte) bei m√§√üiger Kochsalzeinschr√§nkung.

Der durch verst√§rkte Urinausscheidung hervorgerufene Gewichtsverlust sollte unabh√§ngig vom Ausma√ü der Urinausscheidung 1 kg/Tag nicht √ľberschreiten.

Bei Patienten mit Blasenentleerungsst√∂rungen (z. B. bei Patienten mit vergr√∂√üerter Prostata) muss f√ľr freien Harnabfluss gesorgt werden, da eine pl√∂tzlich einsetzende Harnflut zu einer Harnsperre mit √úberdehnung der Blase f√ľhren kann.

Beim nephrotischen Syndrom (Folgen einer Nierenerkrankung) muss wegen der Gefahr vermehrt auftretender Nebenwirkungen vorsichtig dosiert werden.

Was ist bei √§lteren Menschen und bei Patienten mit Leber- und Nierenfunktionsst√∂rungen zu ber√ľcksichtigen?

Üblicherweise ist bei älteren Patienten keine Dosisanpassung erforderlich, jedoch ist auf eine mögliche Einschränkung der Nierenfunktion zu achten.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken

Die Anwendung von Piretanid STADA kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen f√ľhren. Die gesundheitlichen Folgen der Anwendung von Piretanid STADA als Dopingmittel k√∂nnen nicht abgesehen werden, schwerwiegende Gesundheitsgef√§hrdungen sind nicht auszuschlie√üen.

Bei Einnahme von Piretanid STADA 6 mg mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Aufgrund von Erfahrungen mit Arzneimitteln, die eine vermehrte Harnausscheidung bewirken, sind folgende Wechselwirkungen in Betracht zu ziehen.

Die nierenschädigende Wirkung bestimmter Antibiotika (z. B. Aminoglykoside, Cephalosporine, Polymyxine) sowie die gehörschädigende Wirkung von Aminoglykosiden (z. B. Kanamycin, Gentamicin, Tobramycin) kann bei gleichzeitiger Gabe von Piretanid STADA 6 mg verstärkt werden. Auftretende Hörstörungen können bestehen bleiben. Die gleichzeitige Anwendung der vorgenannten Arzneimittel sollte daher vermieden werden.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Cisplatin und Piretanid STADA 6 mg ist mit der M√∂glichkeit eines H√∂rschadens zu rechnen. Wird bei einer Cisplatinbehandlung eine verst√§rkte Harnauscheidung (forcierte Diurese) mit Piretanid STADA 6 mg angestebt, so ist darauf zu achten, dass Piretanid STADA 6 mg in niedriger Dosierung (z. B. nicht h√∂her als 12 mg intraven√∂s bei normaler Nierenfunktion) nur w√§hrend einer positiven Fl√ľssigkeitsbilanz angewandt wird; andernfalls k√∂nnte es zu einer Verst√§rkung der nierensch√§digenden Wirkung von Cisplatin kommen.

Bei gleichzeitiger Behandlung mit einem Herzglykosid (Digitalis) ist zu beachten, dass ein Kalium- und Magnesiummangel die Empfindlichkeit des Herzmuskels gegen√ľber dem Herzglykosid erh√∂ht, wodurch es zu Herzrhythmusst√∂rungen kommen kann.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Piretanid STADA 6 mg und Glukokortikoiden, Abf√ľhrmitteln oder Carbenoxolon sowie bei h√§ufigem Genuss von Lakritze ist zu ber√ľcksichtigen, dass diese Substanzen den Kaliumspiegel im Blut senken k√∂nnen.

Die blutdrucksenkende Wirkung anderer Medikamente kann verstärkt werden. Insbesondere bei Patienten, die unter Behandlung mit Piretanid STADA 6 mg einen

Fl√ľssigkeits- oder Salzmangel entwickeln, k√∂nnen bei gleichzeitiger Gabe eines ACE-Hemmers (Bluthochdruck- und Herzmittel) ein Blutdruckabfall (unter Umst√§nden bis hin zum Schock) und/oder Nierenfunktionsst√∂rungen (unter Umst√§nden bis hin zum akuten Nierenversagen) auftreten.

Bei diabetischer Stoffwechsellage (Zuckerkrankheit) kann eine Steigerung der Dosis von gleichzeitig verabreichten blutzuckersenkenden Arzneimittel notwendig werden.

Die Wirkung von Salicylaten und kurareartigen muskelrelaxierenden Substanzen kann verst√§rkt werden. Die Wirkung von sogenannten pressorischen Aminen, wie z. B. Epinephrin, Norepinephrin, kann vermindert werden. Die Ausscheidung von Lithium √ľber die Nieren kann vermindert und dadurch dessen herz- und nervensch√§digende Wirkung verst√§rkt werden.

Bestimmte entz√ľndungshemmende und schmerzstillende Mittel (sogenannte nichtsteroidale Antiphlogistika wie z. B. Indometacin, Acetylsalicyls√§ure) k√∂nnen die Wirkung von Piretanid STADA 6 mg abschw√§chen und bei vermindertem Blutvolumen (Hypovol√§mie) zu Nierenversagen f√ľhren.

Probenecid (Mittel zur vermehrten Ausscheidung von Harnsäure) kann die Wirkung von Piretanid STADA 6 mg abschwächen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Es liegen bisher keine Erfahrungen hinsichtlich der Wirkung von Piretanid STADA 6 mg auf das ungeborene Kind vor.

Tierexperimentelle Untersuchungen mit Piretanid, dem Wirkstoff aus Piretanid STADA 6 mg, zeigten keine fruchtschädigenden Wirkungen.

Solange keine weiteren Daten verf√ľgbar sind, darf Ihnen Piretanid STADA 6 mg w√§hrend der Schwangerschaft nur verabreicht werden, wenn Ihr Arzt dies f√ľr unbedingt erforderlich h√§lt. Dabei darf nur kurzfristig die niedrigste wirksame Dosis eingesetzt werden.

Bitte wenden Sie sich daher umgehend an Ihren Arzt, wenn Sie eine Schwangerschaft planen oder bereits schwanger sind.

Piretanid STADA 6 mg darf w√§hrend der Stillzeit nicht angewendet werden, da der Wirkstoff Piretanid in die Muttermilch √ľbergeht. Gegebenfalls ist abzustillen.

Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Die Behandlung mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle. Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen kann das Reaktionsvermögen soweit verändert sein, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie in Zusammenwirken mit Alkohol.

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Wie wird es angewendet?

WIE IST PIRETANID STADA 6 MG EINZUNEHMEN?

Nehmen Sie Piretanid STADA 6 mg immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosis:

Zur Behandlung von √Ėdemen (Wasseransammlungen im Gewebe) gilt:

In der Anfangsphase erhalten Erwachsene im Allgemeinen einmal t√§glich 1 Tablette (entsprechend einmal t√§glich 6 mg Piretanid). Die weitere Dosierung richtet sich nach dem Ansprechen des Patienten und liegt meist bei einmal t√§glich ¬Ĺ - 1 Tablette (entsprechend einmal t√§glich 3 - 6 mg Piretanid). F√ľr die Dauerbehandlung √§lterer und empfindlicher Patienten reicht oft einmal t√§glich ¬Ĺ Tablette (entsprechend einmal t√§glich 3 mg Piretanid) aus.

Zur Behandlung von Bluthochdruck gilt:

Bei leichtem bis mittelschwerem Bluthochdruck empfiehlt es sich, die Behandlung mit zweimal täglich 1 Tablette (entsprechend zweimal täglich 6 mg Piretanid) einzuleiten. Nach 2 - 4 Wochen sollte die Dosierung, je nach Ansprechen, auf die Erhaltungsdosis, meist einmal täglich 1 Tablette (entsprechend einmal täglich 6 mg Piretanid), erniedrigt werden.

Wie Sie die Tablette am besten teilen:

Die Tabletten sind durch die Bruchkerbe leicht in zwei Teile zu brechen, so dass eine auf den jeweiligen Bedarf abgestimmte Dosierung möglich ist.

Legen Sie die Tablette mit der Einkerbung nach oben auf eine harte Unterlage. Dr√ľcken Sie mit einem Finger in die tiefere Bruchkerbe. Dadurch erreichen Sie die gew√ľnschte Teilung.

Wie und wie lange sollten Sie Piretanid STADA 6 mg einnehmen?

Die Einnahme sollte vorzugsweise morgens nach dem Fr√ľhst√ľck oder mittags nach der Mahlzeit unzerkaut mit ausreichend Fl√ľssigkeit (z. B. ¬Ĺ - 1 Glas) erfolgen.

√úber die Dauer der Anwendung von Piretanid STADA 6 mg entscheidet der behandelnde Arzt aufgrund des jeweiligen Krankheitsbildes.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Piretanid STADA 6 mg zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge Piretanid STADA 6 mg eingenommen haben als Sie sollten

Bei Verdacht auf eine √úberdosierung mit Piretanid STADA 6 mg benachrichtigen Sie bitte Ihren Arzt. Dieser kann entsprechend der Schwere der Krankheitszeichen √ľber die gegebenenfalls erforderlichen Ma√ünahmen entscheiden.

Wenn Sie die Einnahme von Piretanid STADA 6 mg vergessen haben

Bitte setzen Sie in diesem Fall die Einnahme von Piretanid STADA 6 mg wie bisher mit der von Ihrem Arzt angegebenen Dosierung fort.

Wenn Sie die Einnahme von Piretanid STADA 6 mg abbrechen

Sie sollten die Behandlung mit Piretanid STADA 6 mg nicht ohne Anordnung des

Arztes unterbrechen oder vorzeitig beenden, denn Sie gefährden sonst den Behandlungserfolg.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Piretanid STADA 6 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten

Häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten

Gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten

Selten: weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten

Sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, oder unbekannt

Bedeutsame Nebenwirkungen oder Zeichen, auf die Sie achten sollten, und Maßnahmen, wenn Sie betroffen sind:

Wenn Sie von einer der nachfolgend genannten Nebenwirkungen betroffen sind, nehmen sie Piretanid STADA 6 mg nicht weiter ein und suchen Sie Ihren Arzt möglichst umgehend auf.

Erkrankungen des Immunsystems
Allergische Reaktionen treten nur gelegentlich auf. Diese k√∂nnen als fieberhafte Zust√§nde, Hautreaktionen (z. B. Juckreiz und Ausschl√§ge wie Nesselsucht, makulopapul√§re Exantheme und Enantheme sowie Erythema multiforme), Entz√ľndungen der Blutgef√§√üe (Vaskulitis), Verminderung der Anzahl der Blutpl√§ttchen (Thrombozytopenie; m√∂glicherweise mit erh√∂hter Blutungsneigung) oder Verminderung der Anzahl an wei√üen Blutk√∂rperchen (Leukopenie) in Erscheinung treten.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Unerw√ľnschte Wirkungen als Folge der vermehrten Fl√ľssigkeits- und Salzausscheidung k√∂nnen vornehmlich nach langdauernder hochdosierter Behandlung auftreten und erfordern eine Korrektur der Elektrolyt- und Fl√ľssigkeitsbilanz. Eine √ľberm√§√üige Fl√ľssigkeitsausscheidung (insbesondere bei h√∂herer Dosierung) kann zu einem Mangel an K√∂rperwasser (Dehydratation) und einer Verminderung der zirkuliernden Blutmenge (Hypovol√§mie) f√ľhren. In der Folge k√∂nnen insbesondere bei √§lteren Patienten verminderter Blutdruck (Hypotonie), Kreislaufst√∂rungen beim Wechsel vom Liegen zum Stehen (orthostatische Kreislaufregulationsst√∂rungen) sowie Mundtrockenheit, Kopfschmerz und andere Kreislaufbeschwerden wie Schwindel und Sehst√∂rungen auftreten. F√ľhrt der Fl√ľssigkeitsverlust zur Bluteindickung (H√§mokonzentration), so kommt es insbesondere bei √§lteren Patienten zur Thromboseneigung.

In der empfohlenen Dosierung wird der Kaliumhaushalt unter Piretanid STADA 6 mg kaum beeinflusst. Jedoch kann insbesondere bei gleichzeitig ungen√ľgender Kaliumaufnahme mit der Nahrung, bei Erbrechen und Durchf√§llen sowie bei h√§ufigem Gebrauch von Abf√ľhrmitteln als Folge erh√∂hter renaler Kaliumverluste ein Kaliummangelzustand (Hypokali√§mie) auftreten, der sich

  • als gest√∂rte Funktion von Nerven und Muskeln wie Muskelschw√§che, Missempfindungen (Par√§sthesien), L√§hmungen (Paresen),
  • im Verdauungstrakt durch Erbrechen, Verstopfung, √ľberm√§√üiger Gasansammlung im Magen-Darm-Trakt (Meteorismus),
  • an der Niere durch √ľberm√§√üige Harnausscheidung (Polyurie), krankhaft gesteigertem Durstgef√ľhl mit √ľberm√§√üiger Fl√ľssigkeitsaufnahme (Polydipsie) und
  • am Herzen (Reizbildungs- und Reizleitungsst√∂rungen des Herzens)

äußern kann.

Schwere Kaliumverluste k√∂nnen zu einer Darml√§hmung (paralytischer Ileus) oder zu Bewusstseinsst√∂rungen bis zum Koma f√ľhren. Au√üerdem kann ein durch andere Erkrankungen z. B. der Leber, der Nebennierenrinde oder des Magen-Darm-Traktes, bedingter Kaliummangel verst√§rkt werden. Insbesondere bei zu stark eingeschr√§nkter Kochsalzzufuhr kann ein Natriummangel auftreten. Hinweise hierauf k√∂nnen z. B. sein: Wadenkr√§mpfe, Appetitlosigkeit, Schw√§chegef√ľhl, Schl√§frigkeit, Teilnahmslosigkeit (Apathie), Verwirrtheit und Erbrechen.

Eine bestehende durch Stoffwechselstörungen verursachte Erhöhung basischer Bestandteile im Blut kann sich (z. B. bei dekompensierter Leberzirrhose) unter Therapie mit Piretanid STADA 6 mg verschlechtern.

Unter Wirkung von Piretanid STADA 6 mg kann die Ausscheidung von Kalzium und Magnesium √ľber die Nieren zunehmen. Dies ist jedoch in der Regel klinisch nicht von Bedeutung. Wirken andere Faktoren beg√ľnstigend, so kann sich dosisabh√§ngig ein klinisch relevanter Kalzium- oder Magnesiummangel im Blut (Hypokalz√§mie, Hypomagnes√§mie) entwickeln. Dies kann sich z. B. in Form von √úbererregbarkeit von Nerven und Muskeln (Tetanie) und Herzrhythmusst√∂rungen √§u√üern.

Unter Wirkung von Piretanid STADA 6 mg kann es zu einer Verminderung der Glukosetoleranz kommen. Bei zuckerkranken Patienten kann dies zu einer Verschlechterung der Stoffwechsellage f√ľhren; eine bislang nicht in Erscheinung getretene Zuckerkrankheit (latenter Diabetes mellitus) kann bemerkbar werden.

Unter Behandlung mit Piretanid STADA 6 mg kann ein Anstieg der Blutfettwerte (Cholesterin, Triglyceride) sowie der Serumwerte von Kreatinin und Harnstoff auftreten, und es kann zur Zunahme der Harns√§urekonzentration im Blut kommen. Dies kann insbesondere bei Patienten mit schon erh√∂htem Harns√§urespiegel zu Gichtanf√§llen f√ľhren.

Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes
Beschwerden im Bereich des Magen-Darm-Traktes wie z. B. Übelkeit, Erbrechen, Verdauungstörungen sowie Durchfall, sind gelegentlich.

Erkrankungen der Leber und der Gallenblase
Selten kann eine akute Entz√ľndung der Galleng√§nge (Cholangitis) mit ‚ÄěGallenstauung‚Äú (intrahepatische Cholestase) und eine Erh√∂hung bestimmter Leberwerte (Lebertransaminasen) auftreten.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Unter der Behandlung mit Piretanid STADA 6 mg kann eine Licht√ľberempfindlichkeit der Haut auftreten.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Bei Patienten mit gestörter Blasenentleerung z. B. bei Vergrößerung der Prostata, können Anzeichen einer Harnabflussbehinderung erstmals in Erscheinung treten bzw. verstärkt werden.

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdr√ľse
Als Folge der Blutdrucksenkung kann es gelegentlich zur Unfähigkeit eine Erektion zu erreichen (erektile Impotenz) kommen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt anzeigen:

Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3 D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren.

Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Blister nach ‚ÄěVerwendbar bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.

Aufbewahrungsbedingungen:

F√ľr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

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Weitere Informationen

Was Piretanid STADA 6 mg enthält:

Der Wirkstoff ist: Piretanid

1 Tabletten enthält 6 mg Piretanid.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Mikrokristalline Cellulose, vorverkleisterte Stärke, Maisstärke, Magnesiumstearat Ph. Eur. [pflanzlich]

Wie Piretanid STADA 6 mg aussieht und Inhalt der Packung:

Piretanid STADA 6 mg ist eine gelblich-weiße, runde, bikonvexe Tablette, mit einseitiger tiefer Bruchkerbe.

Die Tablette kann in gleiche Hälften geteilt werden.

Piretanid STADA 6 mg ist in Packungen mit 20 (N1), 50 (N2) und 100 (N3) Tabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

STADApharm GmbH Stadastraße 2-18 61118 Bad Vilbel Telefon: 06101 603-0 Telefax: 06101 603-259 Internet: www.stada.de

Hersteller

STADA Arzneimittel AG

Stadastraße 2-18

61118 Bad Vilbel

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt √ľberarbeitet im Mai 2014.

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Zuletzt aktualisiert: 10.08.2022

Quelle: Piretanid STADA 6 mg Tabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Piretanid
Zulassungsland Deutschland
Hersteller STADAPHARM
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 25.10.2007
Pharmakologische Gruppe High-Ceiling-Diuretika

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden