Telmisartan/HCT Mylan 40 mg/12,5 mg Tabletten

Abbildung Telmisartan/HCT Mylan 40 mg/12,5 mg Tabletten
Wirkstoff(e) Telmisartan Hydrochlorothiazid (HCT)
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Mylan dura GmbH
BetÀubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 25.11.2014

Zulassungsinhaber

Mylan dura GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Telmisartan / Hydrochlorothiazid Heumann 80 mg / 25 mg Tabletten Telmisartan Hydrochlorothiazid (HCT) Heumann Pharma GmbH & Co. Generica KG
Telmisartan/Hydrochlorothiazid AXiromed 80 mg/25 mg Tabletten Telmisartan Hydrochlorothiazid (HCT) Medical Valley Invest AB Beiname: AXiromed
Pritor 40 mg Tabletten Telmisartan Bayer AG
Telmisartan Mylan 20 mg Tabletten Telmisartan Mylan Germany GmbH
Micardis 20 mg Tabletten Telmisartan Boehringer Ingelheim International GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Telmisartan/HCT Mylan ist eine Kombination der beiden Wirkstoffe Telmisartan und Hydrochlorothiazid in einer Tablette. Beide Wirkstoffe helfen, hohen Blutdruck zu kontrollieren.

  • Telmisartan gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als Angiotensin-II- Rezeptor-Antagonisten bezeichnet werden. Angiotensin II ist eine Substanz, die in Ihrem Körper gebildet wird und die BlutgefĂ€ĂŸe enger werden lĂ€sst. Dies erhöht Ihren Blutdruck. Telmisartan blockiert die Wirkung von Angiotensin II, sodass die BlutgefĂ€ĂŸe entspannt werden und Ihr Blutdruck sinkt.
  • Hydrochlorothiazid gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als Thiaziddiuretika bezeichnet werden. Hydrochlorothiazid erhöht die Urinausscheidung und fĂŒhrt dadurch zu einem Absenken Ihres Blutdrucks.

Hoher Blutdruck kann unbehandelt in verschiedenen Organen zu einer SchĂ€digung der BlutgefĂ€ĂŸe fĂŒhren. Manchmal kann dies zu Herzinfarkt, Herz‑ oder Nierenversagen, Schlaganfall oder Erblindung fĂŒhren. Da Bluthochdruck vor Eintritt einer SchĂ€digung gewöhnlich keine Symptome verursacht, ist eine regelmĂ€ĂŸige Messung des Blutdrucks notwendig, um festzustellen, ob dieser im Normalbereich liegt.

Telmisartan/HCT Mylan 40 mg/12,5 mg Tabletten werden fĂŒr die Behandlung von Bluthochdruck (essentielle Hypertonie) bei Erwachsenen verwendet, deren Blutdruck bei Einnahme von Telmisartan allein nicht ausreichend kontrolliert ist.

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Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Telmisartan/HCT Mylan darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Telmisartan, Hydrochlorothiazid, oder andere Sulfonamid- Abkömmlinge oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • wenn Sie lĂ€nger als 3 Monate schwanger sind. (Es wird empfohlen, Telmisarten/HCT Mylan auch in der frĂŒhen Phase der Schwangerschaft nicht anzuwenden - siehe Abschnitt Schwangerschaft und Stillzeit).
  • wenn Sie an schweren Leberfunktionsstörungen wie einer Cholestase oder einer Gallengangsobstruktion (Abflussstörung der GallenflĂŒssigkeit aus der Leber und der Gallenblase) oder einer sonstigen schweren Lebererkrankung leiden.
  • wenn Sie an einer schweren Nierenerkrankung leiden.
  • wenn Ihr Arzt feststellt, dass Ihr Blut einen zu niedrigen Kalium oder zu hohen Kalziumspiegel aufweist, der sich unter Behandlung nicht bessert.
  • wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschrĂ€nkte Nierenfunktion haben und Sie mit einem blutdrucksenkenden Arzneimittel, welches Aliskiren enthĂ€lt, behandelt werden.

Falls eine der oben genannten Bedingungen bei Ihnen zutrifft, teilen Sie dies bitte Ihrem Arzt oder Apotheker vor Beginn der Einnahme dieses Arzneimittels mit.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Telmisartan/HCT Mylan einnehmen:

  • wenn Sie irgendeines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck einnehmen:
    • einen ACE-Hemmer (z. B. Enalapril, Lisinopril, Ramipril), insbesondere wenn Sie Nierenprobleme haben, die auf Diabetes mellitus zurĂŒckzufĂŒhren sind
    • Aliskiren
  • wenn Sie an einer der folgenden Bedingungen oder Erkrankungen leiden oder jemals gelitten haben:
    • niedriger Blutdruck (Hypotonie), der bei Dehydrierung (ĂŒbermĂ€ĂŸiger FlĂŒssigkeitsverlust des Körpers), oder Salzmangel infolge einer Diuretikabehandlung (EntwĂ€sserungstabletten), salzarmer Kost, Durchfall, Erbrechen oder HĂ€modialyse auftreten kann.
    • Nierenerkrankung oder Nierentransplantation.
    • Nierenarterienstenose (Verengung zu einer oder beiden Nieren fĂŒhrenden BlutgefĂ€ĂŸe).
    • Lebererkrankung.
    • Herzbeschwerden.
    • Diabetes mellitus.
    • Gicht.
    • Allergie oder Asthma.
    • erhöhter Aldosteronspiegel (Wasser und Salzretention im Körper, einhergehend mit einem Ungleichgewicht von verschiedenen Mineralstoffen im Blut).
    • systemischer Lupus erythematodes (auch bezeichnet als „Lupus“ oder „SLE“), eine Krankheit, bei der sich das körpereigene Immunsystem gegen den eigenen Körper richtet.

Ihr Arzt wird möglicherweise Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und den Elektrolytgehalt (z. B. Kalium) in Ihrem Blut in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden kontrollieren.

Siehe auch Informationen unter der Überschrift „Telmisartan/HCT Mylan darf nicht eingenommen werden“.

Der Wirkstoff Hydrochlorothiazid kann eine seltene Reaktion hervorrufen, die zu einer verminderten SehschĂ€rfe und Augenschmerzen fĂŒhrt. Diese können Anzeichen fĂŒr einen

erhöhten Augeninnendruck sein und innerhalb von Stunden bis Wochen nach Beginn der Einnahme von Telmisartan/HCT Mylan auftreten. Ohne Behandlung können diese Anzeichen zu einer dauerhaften BeeintrĂ€chtigung des Sehvermögens fĂŒhren.

Sie mĂŒssen Ihrem Arzt mitteilen, wenn Sie vermuten schwanger zu sein (oder schwanger werden könnten/möchten). Die Einnahme von Telmisartan/HCT Mylan wird in der frĂŒhen Phase der Schwangerschaft nicht empfohlen. Telmisartan/HCT Mylan darf nicht mehr nach dem dritten Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die Einnahme von Temisartan/HCT Mylan in diesem Stadium zu schweren SchĂ€digungen Ihres ungeborenen Kindes fĂŒhren kann (siehe Abschnitt Schwangerschaft und Stillzeit).

Die Behandlung mit Hydrochlorothiazid kann zu einem Ungleichgewicht im Elektrolythaushalt Ihres Körpers fĂŒhren. Typische Symptome fĂŒr ein Ungleichgewicht im FlĂŒssigkeits‑ oder Elektrolythaushalt sind Mundtrockenheit, allgemeine SchwĂ€che, Lethargie, SchlĂ€frigkeit, Ruhelosigkeit, Muskelschmerzen oder ‑krĂ€mpfe, Übelkeit (Nausea), Erbrechen, MuskelermĂŒdung, weniger Harndrang als ĂŒblich, sowie eine ungewöhnlich hohe Herzfrequenz (ĂŒber 100 SchlĂ€ge pro Minute). Sollte eine dieser Beschwerden bei Ihnen auftreten, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Sie sollten Ihrem Arzt auch mitteilen, wenn Sie eine erhöhte Empfindlichkeit Ihrer Haut in der Sonne mit Anzeichen eines Sonnenbrandes (wie z. B. Rötung, Juckreiz, Schwellung, Blasenbildung), die schneller als gewöhnlich auftreten, feststellen.

Teilen Sie Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal unbedingt mit, dass Sie Telmisartan/HCT Mylan einnehmen, wenn bei Ihnen eine Operation oder eine Narkose erforderlich ist.

Die blutdrucksenkende Wirkung von Telmisartan/HCT Mylan kann bei farbigen Patienten geringer sein.

Kinder und Jugendliche

Telmisartan/HCT Mylan wird nicht empfohlen fĂŒr die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken:

Die Anwendung von Telmisartan/HCT Mylan kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen fĂŒhren.

Einnahme von Telmisartan/HCT Mylan zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kĂŒrzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen.

Ihr Arzt muss unter UmstĂ€nden Ihre Dosierung anpassen und/oder andere Vorsichtsmaßnahmen treffen. In EinzelfĂ€llen kann es erforderlich sein, die Einnahme eines Arzneimittels abzubrechen. Dies gilt insbesondere fĂŒr die nachstehend aufgefĂŒhrten Arzneimittel, wenn diese gleichzeitig mit Telmisartan/HCT Mylan eingenommen werden:

  • ein ACE-Hemmer oder Aliskiren (siehe auch unter den Überschriften „Telmisartan/HCT Mylan darf nicht eingenommen werden“ und „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).
  • Lithiumhaltige Arzneimittel zur Behandlung bestimmter Depressionen.
  • Arzneimittel, die mit einem niedrigen Kaliumspiegel im Blut (HypokaliĂ€mie) einhergehen, wie z. B. andere Diuretika („EntwĂ€sserungstabletten“), AbfĂŒhrmittel (z. B. Rizinusöl), Kortikosteroide (z. B. Prednison), ACTH (ein Hormon), Amphotericin (ein Mittel zur Behandlung von Pilzinfektionen), Carbenoxolon (zur Behandlung von GeschwĂŒren im Mund), Benzylpenicillin-Natrium (ein Antibiotikum), SalicylsĂ€ure und Salicylate.
  • kaliumsparende Diuretika, KaliumprĂ€parate, kaliumhaltige SalzersatzprĂ€parate.
  • Arzneimittel fĂŒr Ihr Herz (z. B. Digoxin) oder zur Kontrolle Ihres Herzrhythmus (z. B. Chinidin, Disopyramid).
  • Arzneimittel zur Behandlung psychischer Störungen (z. B. Thioridazin, Chlorpromazin, Levomepromazin).
  • andere Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck, Steroide, Schmerzmittel, Arzneimittel zur Behandlung von Krebs, Gicht oder Arthritis, Vitamin D-PrĂ€parate.
  • Digoxin.

Telmisartan/HCT Mylan kann die blutdrucksenkende Wirkung anderer Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck oder von Arzneimitteln mit blutdrucksenkendem Potential (z. B. Baclofen, Amifostin) verstĂ€rken. Alkohol, Barbiturate, Narkotika oder Antidepressiva können darĂŒber hinaus zu einer verstĂ€rkten Blutdrucksenkung fĂŒhren. Dies kann bei Ihnen zu einem SchwindelgefĂŒhl beim Aufstehen fĂŒhren. Fragen Sie deshalb Ihren Arzt, ob die Dosierung der anderen Arzneimittel, die Sie einnehmen, wĂ€hrend der Einnahme von Telmisartan/HCT Mylan angepasst werden muss.

Die Wirkung von Telmisartan/HCT Mylan kann abgeschwÀcht sein, wenn Sie bestimmte NSAR (nichtsteroidale Antirheumatika wie z. B. Aspirin oder Ibuprofen) einnehmen.

Einnahme von Telmisartan/HCT Mylan zusammen mit Alkohol

Alkohol sollte wÀhrend der Behandlung mit Telmisartan/HCT Mylan gemieden werden, da dieses einige Nebenwirkungen erhöhen kann.

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden könnten/möchten). In der Regel wird Ihr Arzt Ihnen empfehlen, Telmisartan/HCT Mylan vor einer Schwangerschaft bzw. sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind, abzusetzen, und er wird Ihnen ein anderes Arzneimittel empfehlen. Die Anwendung von Telmisartan/HCT Mylan in der frĂŒhen Schwangerschaft wird nicht empfohlen und Telmisartan/HCT Mylan darf nicht mehr nach dem dritten Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die Einnahme von Telmisartan/HCT Mylan in diesem Stadium zu schweren SchĂ€digungen Ihres ungeborenen Kindes fĂŒhren kann.

Stillzeit
Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen wollen. Telmisartan/HCT Mylan wird nicht zur Anwendung bei stillenden MĂŒttern empfohlen. Ihr Arzt kann eine andere Behandlung fĂŒr Sie wĂ€hlen, wenn Sie stillen wollen.

VerkehrstĂŒchtigkeit und FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen

Bei einigen Patienten kommt es zu Schwindel oder MĂŒdigkeit, wenn sie Telmisartan/HCT Mylan einnehmen. Sollte dies bei Ihnen der Fall sein, fĂŒhren Sie kein Fahrzeug oder bedienen Sie keine Maschinen.

Telmisartan/HCT Mylan enthÀlt Lactose

Bitte nehmen Sie dieses Arzneimittel daher erst nach RĂŒcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer UnvertrĂ€glichkeit gegenĂŒber bestimmten Zuckern leiden.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis von Telmisartan/HCT Mylan betrÀgt 1 x tÀglich 1 Tablette. Nehmen Sie die Tabletten nach Möglichkeit jeden Tag zur gleichen Zeit. Sie können Telmisartan/HCT Mylan zu oder unabhÀngig von den Mahlzeiten einnehmen. Die Tabletten sollten mit etwas Wasser oder einem anderen nichtalkoholischen GetrÀnk geschluckt werden. Wichtig ist, dass Sie Telmisartan/HCT Mylan jeden Tag einnehmen, sofern Ihr Arzt es nicht anders verordnet.

Falls Sie an einer Leberfunktionsstörung leiden, sollte bei Ihnen die ĂŒbliche Tagesdosis von 40 mg/12,5 mg nicht ĂŒberschritten werden.

Wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge von Telmisartan/HCT Mylan eingenommen haben, als

Sie sollten

Wenn Sie versehentlich zu viele Tabletten eingenommen haben, wenden Sie sich bitte umgehend an Ihren Arzt oder Apotheker oder an die Notfallabteilung des nÀchstgelegenen Krankenhauses.

Wenn Sie die Einnahme von Telmisartan/HCT Mylan vergessen haben

Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, besteht kein Anlass zur Sorge. Nehmen Sie die Dosis ein, sobald es Ihnen einfĂ€llt, und setzen Sie die Behandlung dann fort wie bisher. Wenn Sie an einem Tag vergessen haben, die Tablette einzunehmen, nehmen Sie am nĂ€chsten Tag die ĂŒbliche Dosis. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen.

Einige Nebenwirkungen können schwerwiegend sein und mĂŒssen sofort

medizinisch behandelt werden:

Wenn Sie eines der folgenden Anzeichen an sich bemerken, sollten Sie sofort Ihren Arzt aufsuchen oder sich in die Notaufnahme des nÀchstgelegenen Krankenhauses begeben:

Sepsis* (oft als „Blutvergiftung“ bezeichnet) ist eine schwere Infektion mit entzĂŒndlichen Reaktionen des ganzen Körpers, rasches Anschwellen der Haut und SchleimhĂ€ute (Angioödem); diese Nebenwirkungen sind selten (sie können bis zu 1 von

1.000 Behandelten betreffen), sind aber Ă€ußerst ernst und Patienten sollten die Einnahme des Arzneimittels sofort beenden und Ihren Arzt aufsuchen. Wenn diese Nebenwirkungen nicht behandelt werden, können sie tödlich sein. Ein hĂ€ufigeres Auftreten einer Sepsis wurde nur mit Telmisartan allein beobachtet, kann jedoch fĂŒr Telmisartan/HCT Mylan nicht ausgeschlossen werden.

Mögliche Nebenwirkungen von Telmisartan/HCT Mylan:

HĂ€ufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Schwindel.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

  • Verringerter Kaliumspiegel im Blut.
  • Angst.
  • Ohnmacht (Synkope).
  • GefĂŒhl von Kribbeln, Ameisenlaufen oder Missempfindungen (ParĂ€sthesien).
  • SchwindelgefĂŒhl (Vertigo).
  • Schneller Herzschlag (Tachykardie).
  • Herzrhythmusstörungen.
  • Niedriger Blutdruck.
  • Plötzlicher Blutdruckabfall beim Aufstehen.
  • Atemnot (Dyspnoe).
  • Durchfall.
  • Mundtrockenheit.
  • BlĂ€hungen.
  • RĂŒckenschmerzen.
  • MuskelkrĂ€mpfe.
  • Muskelschmerzen.
  • Erektile Dysfunktion (UnfĂ€higkeit eine Erektion zu bekommen oder zu halten).
  • Schmerzen in der Brust.
  • Erhöhter BlutharnsĂ€urespiegel.

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

  • LungenentzĂŒndung (Bronchitis).
  • Aktivierung oder Verschlechterung eines systemischen Lupus erythematodes (eine Krankheit, bei der sich das körpereigene Immunsystem gegen den eigenen Körper richtet, wodurch Gelenkschmerzen, HautausschlĂ€ge und Fieber hervorgerufen werden).
  • Halsschmerzen.
  • NebenhöhlenentzĂŒndung.
  • Traurigkeit (Depression).
  • Schwierigkeiten beim Einschlafen (Schlaflosigkeit).
  • Sehstörungen.
  • Schwierigkeiten beim Atmen.
  • Bauchschmerzen.
  • Verstopfung.
  • BlĂ€hungen (Dyspepsie).
  • Übelkeit.
  • EntzĂŒndung des Magens (Gastritis).
  • Anormale Leberfunktion (japanische Patienten sind eher von dieser Nebenwirkung betroffen).
  • Rasches Anschwellen der Haut und Schleimhaut, das auch zum Tode fĂŒhren kann (Angioödem auch mit tödlichem Ausgang).
  • Rötung der Haut (Erythem).
  • Allergische Reaktionen wie Juckreiz oder Hautausschlag.
  • Vermehrtes Schwitzen.
  • Nesselsucht (Urtikaria).
  • Gelenkschmerzen (Arthralgie) und Schmerzen in den ExtremitĂ€ten.
  • MuskelkrĂ€mpfe.
  • GrippeĂ€hnliche Erkrankung.
  • Schmerzen.
  • Erhöhte HarnsĂ€urewerte.
  • Niedrige Natriumwerte.
  • Erhöhte Werte von Kreatinin, Leberenzymen oder Kreatinphosphokinase im Blut.

Nebenwirkungen, die fĂŒr einen der Einzelwirkstoffe berichtet wurden, können möglicherweise auch als Nebenwirkungen unter Telmisartan/HCT Mylan auftreten.

Telmisartan

Bei Patienten, die Telmisartan als Einzelkomponente einnahmen, wurden folgende weitere Nebenwirkungen berichtet:

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

  • Sepsis* (oft als „Blutvergiftung“ bezeichnet) ist eine schwere Infektion mit entzĂŒndlichen Reaktionen des ganzen Körpers, die zum Tod fĂŒhren kann.
  • Niedrige BlutplĂ€ttchenzahl (Thrombozytopenie).
  • Anstieg bestimmter weißer Blutkörperchen (Eosinophilie).
  • Schwere allergische Reaktion (z. B. Überempfindlichkeit, anaphylaktische Reaktion, Arzneimittelexanthem).
  • Niedriger Blutzuckerspiegel (bei Patienten mit Diabetes mellitus).
  • Magenverstimmung.
  • Ekzem (eine Hauterkrankung).
  • Arthrose.
  • EntzĂŒndung der Sehnen.
  • Verringertes HĂ€moglobin (ein Bluteiweiß).
  • Somnolenz (Benommenheit/SchlĂ€frigkeit).

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

Fortschreitende Vernarbung des Lungengewebes (interstitielle Lungenerkrankung).**

* Das Ereignis könnte zufÀllig aufgetreten sein oder könnte mit einem bisher unbekannten Wirkungsmechanismus in Zusammenhang stehen.

  • FĂ€lle von fortschreitender Vernarbung des Lungengewebes wurden wĂ€hrend der Einnahme von Telmisartan berichtet. Es ist jedoch nicht bekannt, ob Telmisartan die Ursache war.

Hydrochlorothiazid

Bei Patienten, die mit Hydrochlorothiazid allein behandelt wurden, sind folgende weitere Nebenwirkungen berichtet worden:

Nicht bekannt (HĂ€ufigkeit auf Grundlage der verfĂŒgbaren Daten nicht abschĂ€tzbar):

  • EntzĂŒndung der SpeicheldrĂŒse.
  • Verringerte Anzahl der Zellen im Blut, einschließlich niedriger roter und weißer Blutkörperchen, niedrige BlutplĂ€ttchenzahl (Thrombozytopenie).
  • Schwere allergische Reaktionen (z. B. Überempfindlichkeit, anaphylaktische Reaktion).
  • Verminderter Appetit oder Appetitlosigkeit.
  • Unruhe.
  • Benommenheit.
  • Verschwommenes Sehen oder Gelbsehen.
  • Verminderte SehfĂ€higkeit und Augenschmerzen (mögliche Anzeichen einer akuten Myopie (Kurzsichtigkeit) oder eines akuten Engwinkelglaukoms).
  • EntzĂŒndung der BlutgefĂ€ĂŸe (nekrotisierende Vaskulitis).
  • EntzĂŒndung der BauchspeicheldrĂŒse.
  • Magenverstimmung.
  • GelbfĂ€rbung der Haut oder Augen (Gelbsucht).
  • Lupus-Ă€hnliches Syndrom (ein Zustand, Ă€hnlich einer Erkrankung, die systemischer Lupus erythematodes genannt wird, bei der das körpereigene Immunsystem den eigenen Körper angreift).
  • Hauterkrankungen wie entzĂŒndete BlutgefĂ€ĂŸe in der Haut, erhöhte Empfindlichkeit gegenĂŒber Sonnenlicht oder Blasenbildung und AbschĂ€len der obersten Hautschicht (toxische epidermale Nekrolyse).
  • SchwĂ€che.
  • NierenentzĂŒndung oder Nierenfunktionsstörung.
  • Glukose im Urin (Glukosurie).
  • Fieber.
  • BeeintrĂ€chtigung des Elektrolytgleichgewichts.
  • Hoher Cholesterinspiegel im Blut.
  • Verringertes Blutvolumen.
  • Erhöhte Fett- oder Glukosespiegel im Blut.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fĂŒr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut fĂŒr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen ĂŒber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur VerfĂŒgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich auf.

Sie dĂŒrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

FĂŒr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Telmisartan/HCT Mylan enthÀlt

  • Die Wirkstoffe sind Telmisartan und Hydrochlorothiazid.
  • Jede Tablette enthĂ€lt 40 mg Telmisartan und 12,5 mg Hydrochlorothiazid.
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Lactose-Monohydrat (siehe Abschnitt 2 „Telmisartan/HCT Mylan enthĂ€lt Lactose“), Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich], MaisstĂ€rke, Mannitol(Ph.Eur.), Meglumin, mikrokristalline Cellulose, Povidon (K30), Natriumhydroxid, CarboxymethylstĂ€rke-Natrium (Typ A) (Ph.Eur.), Eisen(III)-oxid (E172).

Wie Telmisartan/HCT Mylan aussieht und Inhalt der Packung

Telmisartan/HCT Mylan 40 mg/12,5 mg Tabletten sind rote und weiße bis gebrochen weiße, ovale, unbeschichtete, bikonvexe, doppelschichtige Tabletten, mit der PrĂ€gung

„TH1M“ auf der roten Seite der Tablette und ohne PrĂ€gung auf der anderen Seite. Die weiße bis gebrochen weiße OberflĂ€che kann gelegentlich einen Rotstich/Flecken aufweisen. Die TablettengrĂ¶ĂŸe betrĂ€gt ca. 7 mm x 14 mm.

Telmisartan/HCT Mylan ist in Faltschachteln mit Blisterpackungen zu 56 und 98 Tabletten erhÀltlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

Mylan dura GmbH Postfach 10 06 35 64206 Darmstadt

Hersteller

McDermott Laboratories Ltd. (T/A Gerard Laboratories)

35/36 Baldoyle Ind. Estate, Grange Road

Dublin 13

Irland

oder

Mylan Hungary Kft Mylan utca 1 2900 KomĂĄrom Ungarn

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedstaaten des EuropÀischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen

BelgienTelmisartan/Hydrochloorthiazide Mylan 40 mg/12.5 mg tabletten
DeutschlandTelmisartan/HCT Mylan 40 mg/12,5 mg Tabletten
FinnlandTelmisartan/Hydrochlorothiazide Mylan
FrankreichTelmisartan Hydrochlorthiazide Mylan 40 mg/12,5 mg, comprimé
IrlandTelmisartan/Hydrochlorothiazide Mylan 40 mg/12.5 mg Tablets
ItalienTelmisartan e Idroclorotiazide Mylan
LuxemburgTelmisartan Hydrochloorthiazide Mylan 40 mg/12.5 mg tabletten
NiederlandeTelmisartan/Hydrochloorthiazide Mylan 40 mg/12,5 mg tabletten
PolenTelmisartan /Hydrochlorotiazyd Mylan, 40 mg/12.5 mg, tabletki
PortugalTelmisartan + Hidroclorotiazida Mylan
SpanienTelmisartan/Hidroclorotiazida Mylan 40 mg/12.5 mg comprimidos
Vereinigtes KönigreichTelmisartan/Hydrochlorothiazide Mylan 40 mg/12.5 mg Tablets

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt ĂŒberarbeitet im:

September 2014

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Wirkstoff(e) Telmisartan Hydrochlorothiazid (HCT)
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Mylan dura GmbH
BetÀubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 25.11.2014

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können fĂŒr die Korrektheit der Daten keine Haftung ĂŒbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. FĂŒr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden