Ultracain mit Adrenalin 40 mg/ml + 0,01 mg/ml Injektionslösung

Abbildung Ultracain mit Adrenalin 40 mg/ml + 0,01 mg/ml Injektionslösung
Wirkstoff(e) Articain Epinephrin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
Betäubungsmittel Nein
ATC Code N01BB58
Pharmakologische Gruppe Lokalanästhetika

Zulassungsinhaber

Sanofi-Aventis Deutschland GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Septanest mit Adrenalin 1/200 000 Epinephrin Articain Septodont GmbH
Ultracain 2% 5 ml Articain Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
Ultracain 1%-Suprarenin 5 ml Articain Epinephrin Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
Ultracain D-S forte 1:100.000 2ml Epinephrin Articain Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
Sopira Citocartin mit Epinephrin 40 mg/ml + 5 Mikrogramm/ml Injektionslösung Articain Epinephrin Kulzer GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Ultracain mit Adrenalin ist ein Mittel zur √∂rtlichen Bet√§ubung (Lokalan√§sthetikum) in der Zahnheilkunde. Es enth√§lt die Wirkstoffe Articain (Lokalan√§sthetikum) und Epinephrin (Adrenalin). Adrenalin verengt die Blutgef√§√üe im Injektionsgebiet und f√ľhrt hier zu √∂rtlicher Blutleere (lokale An√§mie). Dies verringert eine Blutung w√§hrend der Behandlung und verl√§ngert die Wirkung des Lokalan√§sthetikums.
Ultracain mit Adrenalin wird zur örtlichen Betäubung vor zahnärztlichen Behandlungen bei Erwachsenen und Kindern ab 4 Jahren angewendet. Hierzu gehören:
Schleimhaut- und knochenchirurgische Eingriffe, die eine stärkere Verminderung der Durchblutung erfordern,
chirurgische Eingriffe an der Zahnpulpa,
Entfernung abgebrochener Zähne,
länger dauernde chirurgische Eingriffe,
kieferchirurgische Eingriffe am Knochen mit Eröffnen des Zahnfleischs,
Entfernung von Zysten (fl√ľssigkeitsgef√ľllte Hohlr√§ume im Gewebe),
chirurgische Eingriffe am Zahnfleisch oder an der Grenze zwischen Zahn und Zahnfleisch,
Wurzelspitzenentfernung.

Anzeige

Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Ultracain mit Adrenalin darf nicht angewendet werden,
wenn Sie allergisch gegen Articain oder andere Lokalanästhetika vom Säureamid-Typ sind,
wenn Sie allergisch gegen Epinephrin (Adrenalin), Natriummetabisulfit (E 223) oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
wenn Sie an schweren Herzrhythmusstörungen leiden (z. B. AV-Block II. und III. Grades),
wenn Sie einen sehr niedrigen Puls haben,
wenn Sie an akuter Herzinsuffizienz leiden (akute Herzschwäche, z. B. nach einem Herzinfarkt),
wenn Sie einen sehr niedrigen Blutdruck haben,
wenn Sie Bronchialasthmatiker sind und an einer Überempfindlichkeit gegen Sulfite leiden (Asthmaanfälle, ausgelöst durch Sulfite).
Wegen der Wirkungen des Adrenalin-Anteils darf Ultracain mit Adrenalin nicht angewendet werden
bei örtlichen Betäubungen in Endstromgebieten der Blutgefäße (d. h. in Gebieten, die nur durch eine einzige Arterie versorgt werden),
wenn Sie an erh√∂htem Augeninnendruck leiden (Glaukom oder gr√ľner Star),
wenn Sie eine Schilddr√ľsen√ľberfunktion haben,
wenn Sie an anfallsweiser Beschleunigung des Herzschlages leiden (paroxysmale Tachykardie),
wenn Sie an einer bestimmten Form von Herzrhythmusstörungen leiden (absolute Arrhythmie mit schnellem, unregelmäßigem Herzschlag),
wenn Sie einen Herzinfarkt in den letzten 3 bis 6 Monaten erlitten haben,
wenn bei Ihnen ein Koronararterien-Bypass in den letzten 3 Monaten gelegt wurde,
wenn Sie bestimmte Betablocker (z. B. Propranolol) einnehmen. Es besteht die Gefahr einer Hochdruckkrise (sehr hoher Blutdruck) oder einer starken Verlangsamung des Pulsschlags,
wenn Sie an einem Phäochromozytom leiden (Adrenalin produzierender Tumor, der sich meistens im Nebennierenmark befindet),
wenn Sie einen sehr hohen Blutdruck haben,
wenn Sie gleichzeitig mit bestimmten Mitteln gegen Depressionen und Parkinson-Krankheit behandelt werden (trizyklische Antidepressiva oder Monoaminoxidase- (MAO-)Hemmer), da diese Wirkstoffe die Herz-Kreislauf-Wirkungen des Adrenalins verstärken können. Das kann bis zu 14 Tage nach Beendigung einer Behandlung mit MAO-Hemmern zutreffen.
Ultracain mit Adrenalin darf nicht intravenös (in eine Vene) verabreicht werden.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Zahnarzt oder Apotheker, bevor Ultracain mit Adrenalin angewendet wird,
wenn Sie an einem Mangel eines spezifischen Enzyms leiden (Cholinesterasemangel), da mit verlängerter und unter Umständen verstärkter Wirkung von Ultracain mit Adrenalin zu rechnen ist.
wenn eine lokale Entz√ľndung am Injektionsort vorliegt. In diesem Fall ist eine verst√§rkte Aufnahme von Ultracain mit Adrenalin zu erwarten, wodurch die Wirksamkeit verringert wird.
Ultracain mit Adrenalin darf nur nach sorgfältiger ärztlicher Untersuchung angewendet werden,
wenn Sie an Störungen der Blutgerinnung leiden,
wenn Sie an schweren Nieren- oder Leberfunktionsst√∂rungen leiden (z.¬†B. bei einer Nierenentz√ľndung oder Leberzirrhose),
wenn Sie gleichzeitig mit halogenierten Inhalationsnarkotika behandelt werden (siehe ?Anwendung von Ultracain mit Adrenalin zusammen mit anderen Arzneimitteln?),
wenn Sie an Epilepsie leiden (siehe Abschnitt 4.).
Wenn Sie an einer der folgenden Krankheiten leiden, darf Ultracain mit Adrenalin nur nach sorgfältiger ärztlicher Untersuchung angewendet werden, und Ihr Zahnarzt sollte aufgrund des geringeren Adrenalin-Gehalts die Gabe von Ultracain mit Adrenalin 40 mg/ml + 0,005 mg/ml anstelle von Ultracain mit Adrenalin 40 mg/ml + 0,01 mg/ml in Erwägung ziehen:
Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie z. B.:
- Arteriosklerose (Verengung von Arterien durch Ablagerungen, z. B. von Blutfetten),
- Herzinsuffizienz (Herzmuskelschwäche),
- koronare Herzkrankheit (Verengung der Herzkranzgefäße),
- Angina Pectoris (Durchblutungsst√∂rung des Herzens mit Schmerzen und Engegef√ľhl in der Brust),
- nach einem Herzinfarkt,
- Herzrhythmusstörungen (unregelmäßiger Puls),
- Bluthochdruck,
- Durchblutungsstörungen im Gehirn,
- nach einem Schlaganfall,
chronische Bronchitis, Lungenemphysem (krankhafte Überblähung der Lunge),
Diabetes mellitus,
schweren Angststörungen.
Ihr Zahnarzt wird zur Vermeidung von Nebenwirkungen
Ihre medizinische Vorgeschichte sowie Ihre Begleitmedikationen pr√ľfen,
eine Testinjektion vornehmen, wenn bei Ihnen ein Allergierisiko gegen das Arzneimittel besteht,
die Dosierung so niedrig wie möglich wählen,
vor der Injektion sorgf√§ltig pr√ľfen, dass er kein Blutgef√§√ü getroffen hat.
Die Anwendung dieses Arzneimittels kann zu verl√§ngerter Taubheit des Mundbereiches nach der zahn√§rztlichen Behandlung f√ľhren. Bei kleinen Kindern sollte darauf geachtet werden, dass sie sich nicht selbst bei√üen, da dies zu Weichteilgewebsverletzungen f√ľhren kann.
Schwangerschaft und Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind, sollte Ihr Zahnarzt Ultracain mit Adrenalin nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung anwenden.
F√ľr Articain liegen keine Erfahrungen mit der Anwendung w√§hrend der Schwangerschaft vor, au√üer zum Zeitpunkt der Geburt. Tierexperimentelle Studien haben gezeigt, dass Adrenalin in h√∂heren Dosen als den bei einer zahn√§rztlichen Bet√§ubung angewendeten sch√§dliche Auswirkungen auf die Nachkommenschaft hat. Nach versehentlicher Injektion von Ultracain mit Adrenalin in ein Blutgef√§√ü bei der Mutter kann es durch den Adrenalin-Anteil zu einer Verminderung der Uterusdurchblutung kommen.
Wenn Sie schwanger sind, sollte vorzugsweise Ultracain mit Adrenalin 40 mg/ml + 0,005 mg/ml anstelle von Ultracain mit Adrenalin 40 mg/ml + 0,01 mg/ml angewendet werden, da Ersteres weniger Adrenalin enthält.
Die Wirkstoffe von Ultracain mit Adrenalin werden im K√∂rper schnell abgebaut. Dementsprechend treten keine f√ľr das Kind sch√§dliche Mengen der Wirkstoffe in die Muttermilch √ľber. Bei kurzfristiger Anwendung von Ultracain mit Adrenalin m√ľssen Sie daher das Stillen nicht unterbrechen.
Verkehrst√ľchtigkeit und die F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen
Nach einem Eingriff entscheidet Ihr Zahnarzt, wann Sie wieder aktiv am Stra√üenverkehr teilnehmen oder Maschinen bedienen d√ľrfen. In entsprechenden Untersuchungen bewirkte die √∂rtliche Bet√§ubung mit Articain keine feststellbare Beeintr√§chtigung der normalen Verkehrst√ľchtigkeit.
Ultracain mit Adrenalin enthält Natriummetabisulfit (E 223) und Natrium
Natriummetabisulfit (E 223) kann in seltenen Fällen schwere Überempfindlichkeitsreaktionen und Bronchospasmen auslösen.
Dieses Arzneimittel enthält Natrium, aber weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Einzeldosis, d. h., es ist nahezu ?natriumfrei?.

Anzeige

Wie wird es angewendet?

WIE IST ULTRACAIN MIT ADRENALIN ANZUWENDEN?
Die Dosierung und Art der Anwendung von Ultracain mit Adrenalin bestimmt Ihr Zahnarzt. Er wird sich im Allgemeinen an folgenden Empfehlungen orientieren:
Dosierung
F√ľr die komplikationslose Zangenextraktion von Oberkieferz√§hnen im nicht entz√ľndlichen Stadium gen√ľgt meist eine Injektion von 1,7¬†ml pro Zahn. In wenigen F√§llen kann eine Nachinjektion von 1‚Äď1,7 ml erforderlich sein, um eine komplette √∂rtliche Bet√§ubung zu erreichen.
Bei Reihenextraktionen benachbarter Zähne ist in den meisten Fällen nicht die volle Dosis von Ultracain mit Adrenalin notwendig. Die Anzahl der Injektionen kann normalerweise verringert werden.
Wenn am Gaumen ein Schnitt oder eine Naht notwendig ist, gen√ľgt eine Injektion von ca. 0,1¬†ml pro Einstich.
Bei glatten Zangenextraktionen von Unterkiefer-Pr√§molaren im nicht entz√ľndlichen Stadium gen√ľgt in der Regel eine Injektion von 1,7¬†ml pro Zahn. Falls danach noch keine volle Wirkung eintritt, kann Ihr Zahnarzt zun√§chst eine Nachinjektion von 1‚Äď1,7¬†ml setzen. Erst wenn auch dann eine vollst√§ndige Bet√§ubung ausbleibt, kann Ihr Zahnarzt die sonst √ľbliche Bet√§ubung des ganzen Unterkiefernervs (Mandibularan√§sthesie) durchf√ľhren.
Bei kieferchirurgischen Eingriffen wird Ultracain mit Adrenalin von Ihrem Zahnarzt individuell je nach Schwere und Dauer des Eingriffs dosiert.
Erwachsene können im Laufe einer Behandlung bis zu 7 mg Articain pro kg Körpergewicht erhalten. Mengen bis zu 500 mg (entsprechend 12,5 ml Injektionslösung) werden normalerweise gut vertragen.
√Ąltere Menschen und Patienten mit schweren Leber- und Nierenfunktionsst√∂rungen
Bei √§lteren Patienten und bei Patienten mit schweren Leber- und Nierenfunktionsst√∂rungen (z.¬†B. Nierenentz√ľndung oder Leberzirrhose) k√∂nnen erh√∂hte Plasmaspiegel von Articain auftreten. Wenn Sie zu diesen Patienten geh√∂ren, sollte Ihr Zahnarzt besonders darauf achten, dass die kleinstm√∂gliche Menge f√ľr eine ausreichende Bet√§ubung angewendet wird.
Anwendung bei Kindern und Jugendlichen
Wird Ultracain mit Adrenalin bei Kindern angewendet, sollte das kleinste f√ľr eine ausreichende Bet√§ubung erforderliche Volumen angewendet werden. Die Injektionsmenge ist individuell unter Ber√ľcksichtigung von Alter und Gewicht des Kindes zu dosieren. Eine Maximaldosis von 7¬†mg Articain pro kg K√∂rpergewicht (0,175 ml/kg) sollte nicht √ľberschritten werden.
Die Anwendung dieses Arzneimittels bei Kindern unter 1 Jahr wurde nicht untersucht.
Art der Anwendung
Ultracain mit Adrenalin ist zur Anwendung in der Mundhöhle bestimmt (dentale Anwendung).
Zur Verh√ľtung von Infektionen (z.¬†B. Hepatitis√ľbertragung) sind f√ľr jede Injektion frische, sterile Spritzen und Kan√ľlen zu verwenden.
Zur einmaligen Anwendung. Nicht verwendete Lösung ist zu verwerfen.
Bei Farbt√∂nung oder Tr√ľbung darf das Arzneimittel nicht mehr verwendet werden.
Wenn Ihnen eine größere Menge von Ultracain mit Adrenalin verabreicht wurde als vorgesehen
Wenn zu große Mengen Ultracain mit Adrenalin angewendet werden, können Funktionsstörungen des Nervensystems auftreten, z. B.:
Benommenheit,
Schwindel,
√úbelkeit,
Bewusstseinstr√ľbung,
Krampfanfälle und Atemstörungen.
Außerdem kann es zu Störungen der Herz-Kreislauf-Funktion kommen, wie z. B. Blutdruckabfall oder -anstieg.
Solche Störungen erfordern eine zahnärztliche Überwachung und möglicherweise eine entsprechende Behandlung durch Ihren Zahnarzt.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Zahnarzt oder Apotheker.

Anzeige

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Anwendung von Ultracain mit Adrenalin zusammen mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Zahnarzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
Wenn bei Ihnen gleichzeitig noch andere Mittel zur örtlichen Betäubung angewendet werden, können sich deren Wirkungen am Herz-Kreislauf-System und Nervensystem verstärken.
Ultracain mit Adrenalin enth√§lt den Wirkstoff Epinephrin (Adrenalin). Dieser Wirkstoff verengt die Blutgef√§√üe und erh√∂ht den Blutdruck. Die blutdrucksteigernde Wirkung von Adrenalin kann durch bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen und Parkinson-Krankheit verst√§rkt werden. Trizyklische Antidepressiva und MAO-Hemmer d√ľrfen deshalb nicht gleichzeitig werden. (Beachten Sie bitte den Abschnitt 2. ?Was sollten Sie beachten, bevor Ihnen Ultracain mit Adrenalin verabreicht wird??).
Zur gleichzeitigen Anwendung bestimmter Betablocker (z. B. Propranolol) siehe Abschnitt ?Ultracain mit Adrenalin darf nicht angewendet werden?.
Adrenalin kann die Insulinfreisetzung aus der Bauchspeicheldr√ľse hemmen und somit die Wirkung oraler Antidiabetika (Arzneimittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit) vermindern.
Wenn Ultracain mit Adrenalin gleichzeitig mit bestimmten Inhalationsnarkotika (z. B. Halothan) angewendet wird, können Herzrhythmusstörungen ausgelöst werden.
Bitte beachten: Bei Patienten, die mit Hemmstoffen der Blutgerinnung (?Blutverd√ľnner? wie z.¬†B. Heparin oder Acetylsalicyls√§ure) behandelt werden, kann ein versehentlicher Einstich in ein Blutgef√§√ü im Rahmen der √∂rtlichen Bet√§ubung zu ernsthaften Blutungen f√ľhren und auch die Blutungsneigung allgemein erh√∂ht sein.
Anwendung von Ultracain mit Adrenalin zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Nach Anwendung von Ultracain mit Adrenalin sollten Sie so lange keine Nahrung aufnehmen, bis die örtliche Betäubung abgeklungen ist.
WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND M√ĖGLICH?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.
Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
√úbelkeit, Erbrechen, Missempfindungen (Par√§sthesie), Verminderung der Gef√ľhlsempfindlichkeit im Mund- und Gesichtsbereich (Hyp√§sthesie); Kopfschmerzen, die vermutlich auf den Adrenalin-Anteil zur√ľckzuf√ľhren sind.
Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
Herzrasen (Tachykardie), Schwindel.
Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar)
Herzrhythmusstörungen, Blutdruckanstieg, Blutdruckabfall, erniedrigte Herzschlagfolge (Bradykardie), Herzversagen und Schock (unter Umständen lebensbedrohlich).
Dosisabhängig (besonders bei zu hoher Dosierung oder bei versehentlicher Injektion in ein Blutgefäß) Störungen des zentralen Nervensystems, z. B.:
- Unruhe, Nervosität,
- Benommenheit bis zum Bewusstseinsverlust, Koma,
- Atemstörungen bis zum Atemstillstand,
- Muskelzittern, Muskelzuckungen bis zu Krampfanfällen.
W√§hrend oder kurz nach der Injektion von Lokalan√§sthetika im Kopfbereich kann es zu vor√ľbergehenden Sehst√∂rungen (verschwommenes Sehen, Blindheit, Doppelbilder) kommen.
Nervenschädigungen (z. B. des Gesichtsnervs) sowie die Verminderung der Geschmacksempfindlichkeit im Mund und der Empfindlichkeit im Gesichtsbereich sind keine Nebenwirkungen, die nur durch Ultracain mit Adrenalin ausgelöst werden. Solche Reaktionen können bei jedem zahnärztlichen Eingriff auftreten und sind daher nicht auszuschließen. Sie sind bedingt durch den Verlauf der Nerven im Injektionsgebiet oder durch fehlerhafte Injektionstechnik.
Im Injektionsbereich kann es durch versehentliche Injektion in ein Blutgefäß sehr selten zu einer Unterversorgung von Gewebe mit Sauerstoff bis hin zum Absterben von Gewebe kommen.
√úberempfindlichkeitsreaktionen (allergische oder allergie√§hnliche Reaktionen) k√∂nnen auftreten. Diese k√∂nnen sich als Schwellung bzw. Entz√ľndung an der Injektionsstelle √§u√üern. √úberempfindlichkeitsreaktionen, die nicht auf die Injektionsstelle beschr√§nkt sind, √§u√üern sich als:
- Rötung,
- Juckreiz,
- Bindehautentz√ľndung,
- Schnupfen,
- Gesichtsschwellung (in Form eines Quincke-√Ėdems) mit Schwellung von Ober- und/oder Unterlippe und/oder Wangen,
- Schwellung im Kehlkopfbereich mit Engegef√ľhl und Schluckbeschwerden,
- Nesselsucht,
- Atembeschwerden bis hin zum anaphylaktischen Schock.
Aufgrund des Gehaltes an Natriummetabisulfit kann es, insbesondere bei Bronchialasthmatikern, sehr selten zu Überempfindlichkeitsreaktionen kommen, die sich als Erbrechen, Durchfall, keuchende Atmung, akute Asthmaanfälle, Bewusstseinsstörungen oder Schock äußern können.
Zusätzliche Nebenwirkungen bei Kindern
Bei kleinen Kindern, im Vergleich zu Erwachsenen, besteht durch die verl√§ngerte Taubheit des Mundbereiches nach der zahn√§rztlichen Behandlung ein erh√∂htes Risiko f√ľr Bissverletzungen und somit Weichteilgewebsverletzungen.
Besondere Hinweise:
Falls eine unerw√ľnschte Wirkung pl√∂tzlich auftritt oder sich stark entwickelt, informieren Sie bitte umgehend einen Arzt. Das ist besonders wichtig, da einige dieser Nebenwirkungen (z.¬†B. Blutdruckabfall oder Atemst√∂rungen) lebensbedrohlich werden k√∂nnen.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Zahnarzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Anzeige

Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.
Sie d√ľrfen diese Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Patrone nach ?Verwendbar bis? angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Nicht √ľber 25¬†¬įC lagern. Die Patronen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

Anzeige

Weitere Informationen

Was Ultracain mit Adrenalin enthält
Die Wirkstoffe sind Articainhydrochlorid und Epinephrin (Adrenalin).
1 ml Injektionslösung enthält 40 mg Articainhydrochlorid und 0,01 mg Epinephrin (Adrenalin).
1,7 ml Injektionslösung enthalten 68 mg Articainhydrochlorid und 0,017 mg Epinephrin (Adrenalin).
Die sonstigen Bestandteile sind:
Natriummetabisulfit (Ph.Eur.) (E¬†223), Natriumchlorid, Salzs√§ure (10 %), Wasser f√ľr Injektionszwecke.
Wie Ultracain mit Adrenalin aussieht und Inhalt der Packung
Ultracain mit Adrenalin ist eine klare, farblose Lösung.
Ultracain mit Adrenalin ist in Packungen mit 100 Patronen erhältlich.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
Industriepark Höchst
65926 Frankfurt am Main
Deutschland
Telefon: (01 80) 2 22 20 10
Telefax: (01 80) 2 22 20 11
Postanschrift:
Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
Postfach 80 08 60
65908 Frankfurt am Main
Deutschland
Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:
Belgien, Luxemburg: Articaine/Adrenaline sanofi-aventis
Tschechische Republik, Portugal: Ultracain 1:100 000
Dänemark, Norwegen, Polen, Schweden: Ultracain
Frankreich: Ultracaine 40 mg/ml adr?nalin?e au 00 000
Deutschland: Ultracain mit Adrenalin 40 mg/ml + 0,01 mg/ml Injektionslösung
Italien: Articaina/Epinefrina sanofi-aventis 00 000
Rumänien: Articaina/adrenalina sanofi-aventis
Slowakei: Ultracain Combi forte
Spanien: Articaina/Epinefrina sanofi-aventis
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im <\MM.JJJJ\>.

Anzeige

Wirkstoff(e) Articain Epinephrin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
Betäubungsmittel Nein
ATC Code N01BB58
Pharmakologische Gruppe Lokalanästhetika

Teilen

Anzeige

Ihr persönlicher Arzneimittel-Assistent

afgis-Qualit√§tslogo mit Ablauf Jahr/Monat: Mit einem Klick auf das Logo √∂ffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen √ľber medikamio GmbH & Co KG und sein/ihr Internet-Angebot: medikamio.com/ This website is certified by Health On the Net Foundation. Click to verify.
Medikamente

Durchsuche hier unsere umfangreiche Datenbank zu Medikamenten von A-Z, mit Wirkung und Inhaltsstoffen.

Wirkstoffe

Alle Wirkstoffe mit ihrer Anwendung, chemischen Zusammensetzung und Arzneien, in denen sie enthalten sind.

Krankheiten

Ursachen, Symptome und Behandlungsm√∂glichkeiten f√ľr h√§ufige Krankheiten und Verletzungen.

Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden