Ultracain D-S forte 1:100.000 20ml

Abbildung Ultracain D-S forte 1:100.000 20ml
Wirkstoff(e) Epinephrin Articain
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 09.07.2003
ATC Code N01BB58
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Lokalanästhetika

Zulassungsinhaber

Sanofi-Aventis Deutschland GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Ultracain D-S forte ist ein Lokalan√§sthetikum (Mittel zur √∂rtlichen Bet√§ubung) zur Anwendung in der Zahnheilkunde. Es enth√§lt das Lokalan√§sthetikum Articain sowie Epinephrin (Adrenalin). Epinephrin verengt die Blutgef√§√üe im Injektionsgebiet und f√ľhrt hier zu √∂rtlicher Blutleere sowie zur Wirkungsverl√§ngerung des Lokalan√§sthetikums.

Ultracain D-S forte wird zur Infiltrations- und Leitungsanästhesie vor zahnärztlichen Behandlungen angewendet. Hierzu gehören:

  • schleimhaut- und knochenchirurgische Eingriffe, die eine st√§rkere Isch√§mie erfordern,
  • pulpenchirurgische Eingriffe (Amputation und Exstirpation),
  • Extraktion desmodontitischer bzw. frakturierter Z√§hne (Osteotomie),
  • l√§nger dauernde chirurgische Eingriffe,
  • perkutane Osteosynthese,
  • Zystektomie,
  • mukogingivale Eingriffe,
  • Wurzelspitzenresektion.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

forte darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Articain oder andere Lokalan√§sthetika vom S√§ureamid-Typ sind,
  • wenn Sie allergisch gegen Epinephrin, Natriummetabisulfit (Ph. Eur.) (E 223), Methyl-4- hydroxybenzoat (Ph. Eur.) oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
  • wenn Sie an schweren Herzrhythmusst√∂rungen leiden (z. B. AV-Block II. und III. Grades),
  • wenn Sie einen sehr niedrigen Puls haben,

1Ultracain D-S forte steht f√ľr Ultracain D-S forte 1:100.000 20 ml.

Wegen der Wirkungen des Epinephrin-Anteils darf Ultracain D-S forte nicht angewendet werden,

  • wenn Sie an erh√∂htem Augeninnendruck leiden (Glaukom oder gr√ľner Star),
  • wenn Sie eine Schilddr√ľsen√ľberfunktion haben,
  • wenn Sie an anfallsweiser Beschleunigung des Herzschlages leiden (paroxysmale Tachykardie),
  • wenn Sie an einer bestimmten Form von Herzrhythmusst√∂rungen leiden (absolute Arrhythmie mit schnellem, unregelm√§√üigem Herzschlag),
  • wenn Sie einen Herzinfarkt in den letzten 3 bis 6 Monaten erlitten haben,
  • wenn bei Ihnen ein Koronararterien-Bypass in den letzten 3 Monaten gelegt wurde,
  • wenn Sie bestimmte Betablocker (z. B. Propranolol) einnehmen; es besteht die Gefahr einer Hochdruckkrise (sehr hoher Blutdruck) oder einer starken Verlangsamung des Pulsschlags,
  • wenn Sie an einem Ph√§ochromozytom leiden (adrenalinproduzierender Tumor, der sich meistens im Nebennierenmark befindet),
  • wenn Sie einen sehr hohen Blutdruck haben,
  • wenn Sie gleichzeitig mit bestimmten Mitteln gegen Depressionen und Parkinson-Krankheit behandelt werden (trizyklische Antidepressiva oder Monoaminoxidase-(MAO-)Hemmer), da diese Wirkstoffe die Herz-Kreislauf-Wirkungen des Epinephrins verst√§rken k√∂nnen; das kann bis zu 14 Tage nach Beendigung einer Behandlung mit MAO-Hemmern zutreffen.

Ultracain D-S forte darf nicht intravenös (in eine Vene) verabreicht werden.

Wegen des Epinephrin-Gehalts ist die Anwendung von Ultracain D-S forte zur örtlichen Betäubung der Endglieder von Armen und Beinen (z. B. Finger und Zehen) nicht angezeigt, weil hier das Risiko besteht, dass die örtliche Durchblutung blockiert wird.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Zahnarzt oder Apotheker, bevor Ultracain D-S forte angewendet wird,

  • wenn Sie an einem Mangel eines spezifischen Enzyms leiden (Cholinesterasemangel), da mit verl√§ngerter und unter Umst√§nden verst√§rkter Wirkung von Ultracain D-S forte zu rechnen ist.
  • wenn eine lokale Entz√ľndung am Injektionsort vorliegt. In diesem Fall ist eine verst√§rkte Aufnahme von Ultracain D-S forte zu erwarten, wodurch die Wirksamkeit verringert wird.

Ultracain D-S forte darf nur nach sorgfältiger ärztlicher Untersuchung angewendet werden,

  • wenn Sie an St√∂rungen der Blutgerinnung leiden,
  • wenn Sie an schweren Nieren- oder Leberfunktionsst√∂rungen leiden (z. B. bei einer Nierenentz√ľndung oder Leberzirrhose),
  • wenn Sie gleichzeitig mit halogenierten Inhalationsnarkotika behandelt werden (siehe
    ‚ÄěAnwendung von Ultracain D-S forte zusammen mit anderen Arzneimitteln‚Äú),
  • wenn Sie an Epilepsie leiden (siehe Abschnitt 4.).

Wenn Sie an einer der folgenden Krankheiten leiden, darf Ultracain D-S forte nur nach sorgfältiger ärztlicher Untersuchung angewendet werden, und Ihr Zahnarzt sollte aufgrund des geringeren Epinephrin-Gehalts die Gabe von Ultracain D-S anstelle von Ultracain D-S forte in Erwägung ziehen:

Ihr Zahnarzt wird zur Vermeidung von Nebenwirkungen

  • Ihre medizinische Vorgeschichte sowie Ihre Begleitmedikationen pr√ľfen,
  • eine Testinjektion vornehmen, wenn bei Ihnen ein Allergierisiko gegen das Arzneimittel besteht,
  • die Dosierung so niedrig wie m√∂glich w√§hlen,
  • vor der Injektion sorgf√§ltig pr√ľfen, dass er kein Blutgef√§√ü getroffen hat.

Die Anwendung dieses Arzneimittels kann zu verl√§ngerter Taubheit des Mundbereiches nach der zahn√§rztlichen Behandlung f√ľhren. Bei kleinen Kindern sollte darauf geachtet werden, dass sie sich nicht selbst bei√üen, da dies zu Weichteilgewebsverletzungen f√ľhren kann.

Nach Anwendung von Ultracain D-S forte sollte so lange keine Nahrung aufgenommen werden, bis die örtliche Betäubung abgeklungen ist.

Anwendung von Ultracain D-S forte zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Zahnarzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Wenn bei Ihnen gleichzeitig noch andere Mittel zur örtlichen Betäubung angewendet werden, können sich deren Wirkungen am Herz-Kreislauf-System und Nervensystem verstärken.

Ultracain D-S forte enthält den Wirkstoff Epinephrin. Dieser Wirkstoff verengt die Blutgefäße und erhöht den Blutdruck. Die blutdrucksteigernde Wirkung von Epinephrin kann durch bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen und Parkinson-Krankheit verstärkt werden.

Trizyklische Antidepressiva und MAO-Hemmer d√ľrfen deshalb nicht gleichzeitig eingenommen werden (beachten Sie bitte den Abschnitt ‚Äě2. Was sollten Sie beachten, bevor Ihnen Ultracain D-S

forte verabreicht wird?“).

Wenn Sie bestimmte Betablocker (z. B. Propranolol) einnehmen, darf Ihnen Ultracain D-S forte nicht verabreicht werden (siehe Abschnitt ‚ÄěUltracain D-S forte darf nicht angewendet werden‚Äú).

Epinephrin kann die Insulinfreisetzung aus der Bauchspeicheldr√ľse hemmen und somit die Wirkung oraler Antidiabetika (Arzneimittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit) vermindern.

Wenn Ultracain D-S forte gleichzeitig mit bestimmten Inhalationsnarkotika (z. B. Halothan) angewendet wird, können Herzrhythmusstörungen ausgelöst werden.

Bitte beachten: Bei Patienten, die mit blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln (‚ÄěBlutverd√ľnner‚Äú wie z. B. Heparin oder Acetylsalicyls√§ure) behandelt werden, kann ein versehentlicher Einstich in ein Blutgef√§√ü im Rahmen der √∂rtlichen Bet√§ubung zu ernsthaften Blutungen f√ľhren, au√üerdem ist die Blutungsneigung bei diesen Patienten allgemein erh√∂ht.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Zahnarzt oder Apotheker um Rat.

Wenn Sie schwanger sind, sollte Ihr Zahnarzt Ultracain D-S forte nur nach strenger Nutzen-Risiko- Abwägung anwenden.

F√ľr Articain liegen keine Erfahrungen mit der Anwendung w√§hrend der Schwangerschaft vor au√üer zum Zeitpunkt der Geburt. Tierexperimentelle Studien haben gezeigt, dass Epinephrin in h√∂heren Dosen als den bei einer zahn√§rztlichen Bet√§ubung angewendeten sch√§dliche Auswirkungen auf die Nachkommenschaft hat. Nach versehentlicher Injektion von Ultracain D-S forte in ein Blutgef√§√ü bei der Mutter kann es durch den Epinephrin-Anteil zu einer Verminderung der Uterusdurchblutung kommen.

Wenn Sie schwanger sind, sollte vorzugsweise Ultracain D-S anstelle von Ultracain D-S forte angewendet werden, da Ersteres weniger Epinephrin enthält.

Die Wirkstoffe von Ultracain D-S forte werden im K√∂rper schnell abgebaut. Dementsprechend treten keine f√ľr das Kind sch√§dlichen Mengen der Wirkstoffe in die Muttermilch √ľber. Bei kurzfristiger Anwendung von Ultracain D-S forte m√ľssen Sie daher das Stillen nicht unterbrechen.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Nach einem Eingriff entscheidet Ihr Zahnarzt, wann Sie wieder aktiv am Stra√üenverkehr teilnehmen oder Maschinen bedienen d√ľrfen. In entsprechenden Untersuchungen bewirkte die √∂rtliche Bet√§ubung mit Articain keine feststellbare Beeintr√§chtigung der normalen Verkehrst√ľchtigkeit.

Ultracain D-S forte enthält Natrium.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro ml, d. h., es ist nahezu

‚Äěnatriumfrei‚Äú.

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Wie wird es angewendet?

Die Dosierung und Art der Anwendung von Ultracain D-S forte bestimmt Ihr Zahnarzt. Er wird sich im Allgemeinen an folgenden Empfehlungen orientieren:

Dosierung

F√ľr die komplikationslose Zangenextraktion von Oberkieferz√§hnen im nicht entz√ľndeten Stadium gen√ľgt meist eine Injektion von 1,7 ml pro Zahn. In wenigen F√§llen kann eine Nachinjektion von 1 bis 1,7 ml erforderlich sein, um eine komplette √∂rtliche Bet√§ubung zu erreichen. In den meisten F√§llen ist keine schmerzhafte Injektion in den Gaumen erforderlich.

Wenn am Gaumen ein Schnitt oder eine Naht notwendig ist, gen√ľgt eine Injektion von ca. 0,1 ml pro Einstich.

Bei Reihenextraktionen benachbarter Zähne ist in den meisten Fällen nicht die volle Dosis von Ultracain D-S forte notwendig. Die Anzahl der Injektionen kann normalerweise verringert werden.

Bei glatten Zangenextraktionen von Unterkiefer-Pr√§molaren im nicht entz√ľndeten Stadium gen√ľgt in der Regel eine Injektion von 1,7 ml pro Zahn. Falls danach noch keine volle Wirkung eintritt, kann Ihr Zahnarzt zun√§chst eine Nachinjektion von 1 bis 1,7 ml setzen. Erst wenn auch dann eine vollst√§ndige Bet√§ubung ausbleibt, kann Ihr Zahnarzt die sonst √ľbliche Bet√§ubung des ganzen Unterkiefernervs (Mandibularan√§sthesie) durchf√ľhren.

Bei kieferchirurgischen Eingriffen wird Ultracain D-S forte von Ihrem Zahnarzt individuell je nach Schwere und Dauer des Eingriffs dosiert.

Erwachsene können im Laufe einer Behandlung bis zu 7 mg Articain pro kg Körpergewicht erhalten. Mengen bis zu 500 mg (entsprechend 12,5 ml Injektionslösung) werden normalerweise gut vertragen.

√Ąltere Menschen und Patienten mit schweren Leber- und Nierenfunktionsst√∂rungen

Bei √§lteren Patienten und bei Patienten mit schweren Leber- und Nierenfunktionsst√∂rungen (z. B. Nierenentz√ľndung oder Leberzirrhose) k√∂nnen erh√∂hte Plasmaspiegel von Articain auftreten. Wenn Sie zu diesen Patienten geh√∂ren, sollte Ihr Zahnarzt besonders darauf achten, dass die kleinstm√∂gliche Menge f√ľr eine ausreichende Bet√§ubung angewendet wird.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Wird Ultracain D-S forte bei Kindern angewendet, sollte das kleinste f√ľr eine ausreichende Bet√§ubung erforderliche Volumen angewendet werden. Die Injektionsmenge ist individuell unter Ber√ľcksichtigung von Alter und Gewicht des Kindes zu dosieren. Eine Maximaldosis von 7 mg Articain pro kg K√∂rpergewicht (0,175 ml/kg) sollte nicht √ľberschritten werden.

Die Anwendung dieses Arzneimittels bei Kindern unter 1 Jahr wurde nicht untersucht.

Art der Anwendung

Ultracain D-S forte ist zur Anwendung in der Mundhöhle bestimmt.

Zur Verh√ľtung von Infektionen (z. B. Hepatitis√ľbertragung) sind f√ľr jede Injektion frische, sterile Spritzen und Kan√ľlen zu verwenden.

Um eine intravasale Injektion zu vermeiden, ist vor der Injektion grunds√§tzlich ein Aspirationstest in zwei Ebenen ‚ąí d. h. Drehung der Kan√ľle um 90¬į oder besser um 180¬į ‚ąí durchzuf√ľhren. Der Injektionsdruck muss der Empfindlichkeit des Gewebes angepasst werden.

Hinweise

Bei Verwendung von Mehrfachentnahmeflaschen ist der Zeitpunkt der Erstentnahme auf dem Etikett zu vermerken. Angebrochene Flaschen sollen sachgerecht gelagert und innerhalb von 2 Tagen aufgebraucht werden.

Die L√∂sung muss klar und farblos sein. Bei Farbt√∂nung oder Tr√ľbung darf das Arzneimittel nicht mehr verwendet werden.

Wenn Ihnen eine größere Menge von Ultracain D-S forte verabreicht wurde als vorgesehen

Wenn zu gro√üe Mengen Ultracain D-S forte angewendet werden, k√∂nnen Funktionsst√∂rungen des Nervensystems auftreten, z. B. Unruhe, Angst, Verwirrtheit, R√∂tung des Gesichts, √úbelkeit, Erbrechen, Zittern, Zuckungen, epileptische Krampfanf√§lle, Schwindel, H√∂rst√∂rungen, Verlust der Sprechf√§higkeit, Benommenheit, Bewusstlosigkeit, Muskelschw√§che, Bl√§sse, Atemst√∂rungen und Ateml√§hmung, die zum Tod f√ľhren kann.

Au√üerdem kann es zu St√∂rungen der Herz-Kreislauf-Funktion kommen, wie z. B. Blutdruckabfall oder Blutdruckanstieg und Herzrhythmusst√∂rungen, die zum Herzstillstand f√ľhren k√∂nnen.

Solche Störungen erfordern eine zahnärztliche Überwachung und möglicherweise eine entsprechende Behandlung durch Ihren Zahnarzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Zahnarzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

√úbelkeit, Erbrechen, Missempfindungen (Par√§sthesien), Verminderung der Gef√ľhlsempfindlichkeit im Mund- und Gesichtsbereich (Hyp√§sthesie); Kopfschmerzen, die vermutlich auf den Epinephrin-Anteil zur√ľckzuf√ľhren sind.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Herzrasen (Tachykardie), Schwindel.

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar)

  • Herzrhythmusst√∂rungen, Blutdruckanstieg, Blutdruckabfall, erniedrigte Herzschlagfolge (Bradykardie), Herzversagen und Schock (unter Umst√§nden lebensbedrohlich).
  • Dosisabh√§ngig (besonders bei zu hoher Dosierung oder bei versehentlicher Injektion in ein Blutgef√§√ü) St√∂rungen des zentralen Nervensystems, z. B.

    • Unruhe, Nervosit√§t,
    • Regungslosigkeit, Benommenheit bis zum Bewusstseinsverlust, Koma,
    • Atemst√∂rungen bis zum Atemstillstand,
    • Muskelzittern, Muskelzuckungen bis zu Krampfanf√§llen.
  • W√§hrend oder kurz nach der Injektion von Lokalan√§sthetika im Kopfbereich kann es zu Sehst√∂rungen (verschwommenes Sehen, Doppeltsehen, Pupillenerweiterung, Blindheit) kommen. Diese sind im Allgemeinen vor√ľbergehend.
  • Nervensch√§digungen (z. B. des Gesichtsnervs) k√∂nnen bei jedem zahn√§rztlichen Eingriff auftreten und sind daher nicht auszuschlie√üen. Sie sind bedingt durch den Verlauf der Nerven im Injektionsgebiet oder durch fehlerhafte Injektionstechnik. Eine Gesichtsnervenl√§hmung kann auftreten. Auch eine Verminderung der Geschmacksempfindlichkeit ist m√∂glich.
  • Im Injektionsbereich kann es durch versehentliche Injektion in ein Blutgef√§√ü sehr selten zu einer Unterversorgung von Gewebe mit Sauerstoff bis hin zum Absterben von Gewebe kommen.
  • √úberempfindlichkeitsreaktionen (allergische oder allergie√§hnliche Reaktionen) k√∂nnen auftreten. Diese k√∂nnen sich als Schwellung und/oder Entz√ľndung an der Injektionsstelle √§u√üern. √úberempfindlichkeitsreaktionen, die nicht auf die Injektionsstelle beschr√§nkt sind, √§u√üern sich als

    • R√∂tung,
    • Juckreiz,
    • rote und tr√§nende Augen,
    • laufende Nase,
    • Gesichtsschwellung (Angio√∂dem) mit Schwellung von Ober- und/oder Unterlippe und/oder Wangen,
    • Schwellung im Kehlkopfbereich mit Engegef√ľhl und Schluckbeschwerden,
    • Nesselsucht,
    • Atembeschwerden bis hin zum anaphylaktischen Schock.
  • Natriummetabisulfit (Ph. Eur.) kann selten schwere √úberempfindlichkeitsreaktionen und eine Verkrampfung der Atemwege (Bronchospasmen) hervorrufen. √úberempfindlichkeitsreaktionen k√∂nnen sich als Erbrechen, Durchfall, keuchende Atmung, akuter Asthmaanfall, Bewusstseinsst√∂rungen oder Schock √§u√üern.
  • Methyl-4-hydroxybenzoat (Ph. Eur.) kann √úberempfindlichkeitsreaktionen, auch mit zeitlicher Verz√∂gerung, und selten eine Verkrampfung der Atemwege (Bronchospasmus) hervorrufen.

Zusätzliche Nebenwirkungen bei Kindern

Bei kleinen Kindern, im Vergleich zu Erwachsenen, besteht durch die verl√§ngerte Taubheit des Mundbereiches nach der zahn√§rztlichen Behandlung ein erh√∂htes Risiko f√ľr Bissverletzungen und somit Weichteilgewebsverletzungen.

Besondere Hinweise

Falls eine unerw√ľnschte Wirkung pl√∂tzlich auftritt oder sich stark entwickelt, informieren Sie bitte umgehend einen Arzt. Das ist besonders wichtig, da einige dieser Nebenwirkungen (z. B. Blutdruckabfall oder Atemst√∂rungen) lebensbedrohlich werden k√∂nnen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Wie ist Ultracain D-S forte aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Mehrfachentnahmeflasche nach ‚ÄěVerwendbar bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich

auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht √ľber 25 ¬įC lagern. Die Mehrfachentnahmeflaschen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch oder Zubereitung

Angebrochene Flaschen sollen innerhalb von 2 Tagen aufgebraucht werden.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals √ľber das Abwasser (z. B. nicht √ľber die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

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Weitere Informationen

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Sanofi-Aventis Deutschland GmbH 65926 Frankfurt am Main

Postanschrift: Postfach 80 08 60

65908 Frankfurt am Main

Telefon: 0800 52 52 010

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im September 2020.

Außerdem gibt es

Ultracain D-S forte 1:100.000 1,7 ml (parabenfrei) sowie

Ultracain D-S forte 1:100.000 2 ml (parabenfrei).

Jede Packung Ultracain D-S forte 1:100.000 20 ml mit 10 Mehrfachentnahmeflaschen zu je 20 ml enthält als Medizinprodukt:

10 Entnahmespikes.

((Symbol f√ľr ‚ÄěCE-Zeichen‚Äú)) 0123

((Symbol f√ľr ‚ÄěHersteller‚Äú: Fabrik))

CODAN Medizinische Geräte GmbH & Co KG 23738 Lensahn

((Symbol f√ľr ‚ÄěNicht zur Wiederverwendung‚Äú: durchgestrichene ‚Äú2‚Äú)) ((Symbol f√ľr ‚ÄěGebrauchsinformation beachten‚Äú: Dreieck mit Ausrufezeichen)) ((Symbol f√ľr ‚ÄěSterilisation durch Bestrahlung‚Äú: STERILE R))

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Zuletzt aktualisiert: 11.01.2023

Quelle: Ultracain D-S forte 1:100.000 20ml - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Epinephrin Articain
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 09.07.2003
ATC Code N01BB58
Abgabestatus Apothekenpflichtig
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden