Wirkstoff(e) Epinephrin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller InfectoPharm Arzneimittel und Consilium GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 20.12.2007
ATC Code R03AA01
Pharmakologische Gruppe Inhalative Sympathomimetika

Zulassungsinhaber

InfectoPharm Arzneimittel und Consilium GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

EPIHAL enth√§lt den Wirkstoff Epinephrin (Adrenalin), ein im menschlichen K√∂rper nat√ľrlich vorkommendes Hormon (Botenstoff). Bei Inhalation wirkt es abschwellend auf die Schleimhaut der Atemwege und kann so Atemnotzust√§nden verschiedener Ursachen entgegenwirken.

EPIHAL wird angewendet bei Säuglingen ab einem Alter von 6 Monaten, Kleinkindern, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zur Zusatzbehandlung der akuten Atemnot verursacht durch Schleimhautschwellungen im Bereich der oberen Atemwege und/oder Krämpfe der Bronchialmuskulatur, wenn die alleinige Gabe von Cortisonpräparaten nicht ausreichend ist.

Dazu gehören insbesondere die akute stenosierende Laryngotracheitis (umgangssprachlich: Krupp oder Pseudokrupp) und allergische Reaktionen.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

EPIHAL darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Epinephrinhydrogentartrat oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
  • bei anfallsartiger Steigerung der Herzfrequenz (paroxysmaler Tachykardie)
  • bei erh√∂htem Augeninnendruck (Engwinkelglaukom)
  • bei hochfrequenter absoluter Arrhythmie.

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Warnhinweise und Vosichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie EPIHAL anwenden, wenn bei Ihnen eine der folgenden Erkrankungen bekannt ist:

  • Zuckerkrankheit (Diabetes)
  • zu hoher Kalzium- und zu geringer Kaliumspiegel (Hyperkalz√§mie bzw. Hypokali√§mie)
  • Bluthochdruck
  • Blasenentleerungsst√∂rung mit Restharnbildung
  • schwere Nierenfunktionsst√∂rung
  • Ph√§ochromozytom (ein spezieller, seltener Tumor)
  • √úberfunktion der Schilddr√ľse (Hyperthyreose)
  • Erkrankungen der Herzkranzgef√§√üe oder des Herzmuskels
  • sogenannte Verkalkung der Blutgef√§√üe (sklerotische Gef√§√üver√§nderung)
  • Herzerkrankung in Folge einer Blutdrucksteigerung im Lungenkreislauf (Cor pulmonale)

Die Anwendung des Arzneimittels EPIHAL kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen f√ľhren.

Die gesundheitlichen Folgen der Anwendung von EPIHAL als Dopingmittel können nicht abgesehen werden, schwerwiegende Gesundheitsgefährdungen sind nicht auszuschließen.

Kinder

Wenden Sie EPIHAL bei S√§uglingen unter 6 Monaten nur nach R√ľcksprache mit dem Arzt an, da bisher keine ausreichenden Erfahrungen f√ľr eine allgemeine Empfehlung in dieser Altersgruppe vorliegen.

Anwendung von EPIHAL zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Bestimmte Mittel zur Behandlung von Depressionen (tri- und tetrazyklische Antidepressiva, MAO- Hemmer), Guanethidin, L-Thyroxin, Theophyllin, Oxytocin, Ornipressin, Carbazochrom, bestimmte Mittel vor allem zur Behandlung von Allergien (Antihistaminika, z. B. Diphenhydramin, Chlorphenamin), Reserpin, Mecamylamin, COMT-Hemmer, Levodopa, Parasympatholytika (z. B. Atropin), Herzglycoside sowie Alkohol:

Die gleichzeitige Anwendung der genannten Mittel kann den Abbau von Epinephrin verlangsamen bzw. die Empfindlichkeit gegen√ľber Epinephrin und die Anf√§lligkeit f√ľr Herzrhythmusst√∂rungen erh√∂hen.

Mittel zur Diabetesbehandlung:

Bei gleichzeitiger Anwendung von EPIHAL kann die blutzuckersenkende Wirkung vermindert sein.

Alpha-Rezeptorenblocker (Mittel zur Behandlung von Blasenentleerungsstörungen bzw. Bluthochdruck, z. B. Phenoxybenzamin) und Phenothiazine:

Werden diese gleichzeitig mit EPIHAL angewandt, kann es zu einer Blutdrucksenkung kommen.

Nicht-selektive Beta-Blocker (Mittel u. a. zur Behandlung des Bluthochdrucks, z. B. Propranolol):

Bei gleichzeitiger Anwendung von EPIHAL kann es zu einem Anstieg des Blutdruckes kommen.

Narkosemittel zur Inhalation (Inhalationsanästhetika wie Halothan, Cyclopropan):

Bei gleichzeitiger Anwendung von EPIHAL kann es zu Herzrhythmusstörungen kommen.

Andere Mittel, die auf die gleiche Weise wirken wie Epinephrin (Sympathomimetika, z. B. Orciprenalin):

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Die gleichzeitige Anwendung von EPIHAL hat eine additive Wirkung.

Andere Mittel, die zu Kaliumverlust f√ľhren, z. B. Kortikosteroide, Kalium-entziehende Diuretika (harntreibende Mittel), Aminophyllin oder Theophyllin:

Der Kalium senkende Effekt von Epinephrin kann verstärkt werden.

Thiamin (Vitamin B1):

Eine gleichzeitige Verabreichung kann wirkungslos bleiben.

Anwendung von EPIHAL zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Es sind keine besonderen Hinweise zu beachten.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft
Der Wirkstoff Epinephrin ist plazentagängig.

Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen mit einer Anwendung von EPIHAL w√§hrend der Schwangerschaft vor. Bei der Anwendung von Epinephrin (Adrenalin) w√§hrend der Schwangerschaft kann ein Risiko f√ľr das Ungeborene nicht ausgeschlossen werden. Epinephrin (Adrenalin) kann zu einer dramatischen Verringerung der Durchblutung der Plazenta f√ľhren, allerdings geschieht dies auch bei einem anaphylaktischen Schock (allergische Reaktion).

Dar√ľber hinaus gibt es Hinweise, dass es auch zu Wehen (Uteruskontraktionen) und der Engstellung von Blutgef√§√üen der Geb√§rmutter (uterine Vasokonstriktion) kommen kann. Mit einer Wehenhemmung (tokolytische Wirkung) ist zu rechnen.

Wenn Sie schwanger sind, sollte dies Sie jedoch nicht daran hindern EPIHAL in einem Notfall zu verwenden, da Ihr Leben in Gefahr sein könnte.

Allerdings sollten Sie dar√ľber mit Ihrem Arzt sprechen, bevor ein solcher Notfall eintritt.

Stillzeit
Wenn Sie stillen, k√∂nnen Sie EPIHAL in Notfallsituationen anwenden, da von dem gegebenenfalls in die Muttermilch √ľbergetretenen Epinephrin (Adrenalin) keine Auswirkungen auf den S√§ugling erwartet werden.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Innerhalb einer Stunde nach der Inhalation d√ľrfen Sie kein Fahrzeug f√ľhren und keine Maschinen bedienen, da Nebenwirkungen zu entsprechenden Einschr√§nkungen, z. B. eine Ver√§nderung der Sehleistung, f√ľhren k√∂nnen.

EPIHAL enthält Benzoesäure und Alkohol (Ethanol)

Dieses Arzneimittel enthält 0,14 mg Benzoesäure pro Dosierhub entsprechend 1 mg/ml.

Benzoesäure kann lokale Reizungen hervorrufen.

Dieses Arzneimittel enthält 1,4 mg Alkohol (Ethanol) pro Dosierhub entsprechend 10 mg/ml

(1 % w/v). Die Menge in 1 ml dieses Arzneimittels entspricht weniger als 0,25 ml Bier oder 0,1 ml Wein.

Die geringe Alkoholmenge in diesem Arzneimittel hat keine wahrnehmbaren Auswirkungen.

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Aufgrund der kurzen Verweildauer des Wirkstoffes Epinephrin im Körper können die Krankheitserscheinungen erneut auftreten (Relapseffekt).

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Wie wird es angewendet?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Bitte ersetzen Sie vor Gebrauch die Schraubkappe durch den separat beiliegenden Spender (Dosierpumpe mit Tropfapplikator).

Wichtige Hinweise

Zur Anwendung von EPIHAL benötigen Sie ein geeignetes Inhaliergerät (Vernebler)! Bitte fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker danach.

Kinder sollten das Präparat nur unter Aufsicht oder mit Hilfe eines Erwachsenen anwenden!

Bei Erstanwendung ist die Dosierpumpe zunächst solange zu betätigen, bis die Lösung sichtbar aus dem Spender tropft (in der Regel zwei- bis dreimal).

Nur klare Lösungen verwenden.

EPIHAL kann zur Inhalation mit physiologischer Kochsalzlösung (NaCl-Lösung 0,9 %) gemischt werden.

Bitte f√ľllen Sie die notwendige Menge EPIHAL in einen Vernebler und inhalieren Sie. Beachten Sie die Gebrauchsinformation des Verneblers. In der Regel ist bei Atemnot eine Dosierung von 7‚ąí14 H√ľben (ca. 1‚ąí2 ml), entsprechend 4‚ąí8 mg Epinephrin ausreichend. Ber√ľcksichtigen Sie dabei das Restvolumen des Verneblers. Bei Bedarf ist die Inhalation zu wiederholen.

Sp√ľlen Sie nach der Inhalation den Mund gr√ľndlich mit Wasser aus. Das Wasser nicht herunterschlucken, sondern ausspucken.

Wenn Sie eine größere Menge von EPIHAL angewendet haben, als Sie sollten

Anzeichen einer √úberdosierung mit Epinephrin sind: Blutdruckanstieg, blasse bis blassgraue, schlecht durchblutete Haut, beschleunigter, unregelm√§√üiger oder auch verlangsamter Herzschlag, schlecht tastbarer Puls am Handgelenk, Schwindel, Ohnmacht, Atemnot (als Anzeichen einer Wasseransammlung in der Lunge) oder Ateml√§hmung. Nach Anwendung gr√∂√üerer Mengen mit Verdacht auf eine √úberdosierung sollten Sie einen Arzt verst√§ndigen, damit dieser √ľber das weitere Vorgehen entscheiden kann.

Wenn Sie die Anwendung von EPIHAL vergessen haben

Wenden Sie nicht die doppelte Menge an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen. Ob und wieweit es zu unerw√ľnschten Effekten kommt, h√§ngt von der Dosis und der individuellen Empfindlichkeit des Patienten ab. Die nachfolgend genannten Nebenwirkungen sind bisher vorwiegend bei dem Einspritzen von Epinephrin in einen Muskel aufgetreten, k√∂nnen jedoch auch bei inhalativer Anwendung nicht ausgeschlossen werden.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

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Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000

Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

  • Selten: Erh√∂hung des Blutzuckers
  • H√§ufigkeit nicht bekannt: Abfall des pH-Wertes im Blut (metabolische Azidose), Erniedrigung der Kaliumkonzentration im Blut, Erniedrigung der Magnesiumkonzentration im Blut

Psychiatrische Erkrankungen

Häufigkeit nicht bekannt: Ruhelosigkeit, Nervosität, Angst, Sinnestäuschungen, psychotische Zustände

Erkrankungen des Nervensystems

  • H√§ufigkeit nicht bekannt: Schwindel, Kopfschmerz, Zittern, Krampfanf√§lle (zerebral), Unsicherheitsgef√ľhl

Augenerkrankungen

‚ÄĘ H√§ufigkeit nicht bekannt: Pupillenerweiterung

Herzerkrankungen

  • Selten: Herzklopfen, erh√∂hte bzw. unregelm√§√üige Herzschlagfolge (Tachykardie, Extrasystolie und andere tachykarde Herzrhythmusst√∂rungen)
  • H√§ufigkeit nicht bekannt: Verminderte Herzdurchblutung, Sch√§digung des Herzmuskels, Kammerflimmern/Herzstillstand aufgrund von erh√∂hter bzw. unregelm√§√üiger Herzschlagfolge; Herzschmerzen (Angina pectoris). Eine bestimmte Herzmuskelerkrankung mit Anzeichen √§hnlich einem Herzinfarkt (Takotsubo-Kardiomyopathie) ist bisher nur nach der Gabe von Epinephrin in eine Vene bzw. in einen Muskel beobachtet worden, Krampf der Herzkranzgef√§√üe (Koronararterienspasmus).

Gefäßerkrankungen

H√§ufigkeit nicht bekannt: Engstellung der Blutgef√§√üe, insbesondere im Bereich der Haut, Schleimh√§ute und der Nieren; K√§ltegef√ľhl in den Gliedma√üen; Blutdruckanstieg, unter Umst√§nden erheblich mit Gefahr von Hirnblutungen

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums

‚ÄĘ H√§ufigkeit nicht bekannt: Atemnot, Lungen√∂dem

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

‚ÄĘ H√§ufigkeit nicht bekannt: Vermehrter Speichelfluss, √úbelkeit, Erbrechen

St√∂rungen des Magen-Darm-Traktes k√∂nnen auftreten, wenn beim Inhalieren ein Teil der Dosis verschluckt wird. Sp√ľlen Sie deshalb nach der Inhalation den Mund gr√ľndlich mit Wasser aus (s. auch unter 3. ‚ÄěWie ist EPIHAL anzuwenden?‚Äú).

Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes

‚ÄĘ H√§ufigkeit nicht bekannt: Bl√§sse, Schwitzen

Skelettmuskulatur- Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

‚ÄĘ H√§ufigkeit nicht bekannt: Muskelkr√§mpfe

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

  • H√§ufigkeit nicht bekannt: Verminderte oder fehlende Harnausscheidung, Blasenentleerungsst√∂rungen

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufigkeit nicht bekannt: Rosafärbung der Schleimhaut sowie Blassfärbung der Haut im Bereich der Inhalationsmaske, Schwäche, Gewebsschädigung aufgrund einer Mangeldurchblutung

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(ischämische Nekrosen) im Anwendungsgebiet (z. B. an der Schleimhaut der oberen Atemwege), insbesondere bei längerer oder wiederholter Inhalation

Kinder und Jugendliche
Es gibt keine Hinweise darauf, dass sich das Sicherheitsprofil von EPIHAL bei Kindern und Jugendlichen von dem bei Erwachsenen unterscheidet.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurz-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: http://www.bfarm.de, anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton nach ‚ÄěVerwendbar bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Die Flasche stets in dem Umkarton aufbewahren, da EPIHAL lichtempfindlich ist.

F√ľr die Aufbewahrung haben Sie zwei M√∂glichkeiten:

  1. Im K√ľhlschrank (2‚ąí8 ¬įC) aufbewahren (empfohlen)
  • dann gilt das aufgedruckte Verfalldatum
  • nach dem ersten √Ėffnen der Flasche (Anbruch) ist EPIHAL 8 Wochen bei Raumtemperatur (25 ¬įC) haltbar.
  • notieren Sie das Datum des Anbruchs in dem daf√ľr vorgesehenen Feld auf der Faltschachtel

Bei Raumtemperatur (bis 25 ¬įC) aufbewahren (verk√ľrzte Haltbarkeit!)

  • dann ist das Arzneimittel noch 6 Monate haltbar, h√∂chstens jedoch bis zum aufgedruckten Verfalldatum
  • notieren Sie das Datum, an dem Sie EPIHAL aus dem K√ľhlschrank nehmen, auf der Faltschachtel
  • √∂ffnen Sie die Flasche erst unmittelbar vor der Anwendung und verwerfen Sie die Reste der L√∂sung (keine Haltbarkeit nach Anbruch)

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals √ľber das Abwasser (z. B. nicht √ľber die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

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Weitere Informationen

Was EPIHAL enthält

  • Der Wirkstoff ist Epinephrinhydrogentartrat (Ph. Eur.).
    1 ml enthält 7,28 mg Epinephrinhydrogentartrat (Ph. Eur.), entsprechend 4 mg Epinephrin. Ein Dosierhub mit 0,14 ml enthält 1,019 mg Epinephrinhydrogentartrat (Ph. Eur.), entsprechend 0,56 mg Epinephrin.
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Benzoes√§ure, Citronens√§ure, Ethanol, Natriumedetat (Ph. Eur.), Gereinigtes Wasser.

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Wie EPIHAL aussieht und Inhalt der Packung

EPIHAL besteht aus einer Weißglasflasche mit Schraubverschluss und einer beiliegenden Dosierpumpe mit Tropfapplikator. Die enthaltene Lösung ist klar und farblos bis bräunlich.

EPIHAL ist erhältlich in Packungen mit einer Flasche zu 10 ml.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

INFECTOPHARM Arzneimittel und Consilium GmbH, Von-Humboldt-Str. 1, 64646 Heppenheim, www.infectopharm.com

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im September 2020.

palde-epihal-8-0 Weitere Angaben gemäß § 11 Abs. 1 Satz 7 AMG

Ein Wort direkt an die besorgten Eltern und Patienten

Liebe Eltern, liebe Patienten,

Ihr Arzt hat Ihnen oder Ihrem Kind EPIHAL als Notfallarzneimittel verordnet, falls eine akute und besorgniserregende Atemnot auftritt. Ursache hierf√ľr kann ein sogenannter Krupp-Anfall (umgangssprachlich oft auch Pseudokrupp genannt) oder eine allergische Reaktion sein. Sie sind verst√§ndlicherweise besorgt. Die folgenden Informationen sollen Ihnen helfen, die Hintergr√ľnde, die zu einem Atemnotanfall f√ľhren k√∂nnen, besser zu verstehen.

Atemnot ‚Äď Folge einer Schleimhautschwellung

Die Ursache der pl√∂tzlich auftretenden Atemnot ist eine starke Schwellung der Schleimh√§ute im Bereich der Atemwege. Aufgrund eines Reizes weiten sich die Blutgef√§√üe und werden dadurch durchl√§ssig. Fl√ľssigkeit tritt in das Gewebe √ľber. So kommt es zur R√∂tung und Schwellung. Vor allem bei kleinen Kindern ist der Bereich des Kehlkopfes und der Stimmb√§nder die engste Stelle der Atemwege. Kommt es hier zu einer Schwellung, k√∂nnen sich die Atemwege leicht verschlie√üen - akute Atemnot ist die Folge.

Schnelle Hilfe durch Schleimhautabschwellung

In dieser Situation ist es wichtig, die Schleimh√§ute m√∂glichst schnell wieder abzuschwellen. Ein hochwirksames Medikament, das daf√ľr zur Verf√ľgung steht, ist EPIHAL mit dem Wirkstoff Epinephrin. Epinephrin f√ľhrt unmittelbar dazu, dass sich die geweiteten Blutgef√§√üe wieder zusammenziehen und keine Fl√ľssigkeit mehr in das Gewebe gelangt. Dadurch kann sich die Schwellung innerhalb weniger Minuten zur√ľckbilden. Gleichzeitig f√ľhrt Epinephrin zu einer Entspannung der Muskeln im Bereich der Bronchien.

Epinephrin ‚Äď ein Botenstoff im menschlichen K√∂rper

Um EPIHAL im Notfall optimal anwenden zu k√∂nnen, sollten Sie noch mehr √ľber Epinephrin wissen, das Sie sicher bereits unter einem anderen Namen kennen: Epinephrin ist die wissenschaftliche Bezeichnung f√ľr einen bekannten Botenstoff ‚Äď das Hormon Adrenalin. Durch Adrenalin erh√∂ht der menschliche K√∂rper seine momentane Leistungsf√§higkeit, z. B. durch Steigerung der Herzschlagfrequenz, des Blutdruckes und des Blutzuckerspiegels. Adrenalin ist wie alle menschlichen Hormone bereits in sehr geringen Mengen wirksam und wird vom K√∂rper sehr schnell wieder abgebaut. Falls eine erneute Behandlung, beispielsweise nach einer Stunde, notwendig wird, kann EPIHAL unbedenklich erneut eingesetzt werden.

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Zuletzt aktualisiert: 18.08.2022

Quelle: Epihal - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Epinephrin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller InfectoPharm Arzneimittel und Consilium GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 20.12.2007
ATC Code R03AA01
Pharmakologische Gruppe Inhalative Sympathomimetika

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden