Venlafaxin-Actavis 37,5 mg Filmtabletten

Abbildung Venlafaxin-Actavis 37,5 mg Filmtabletten
Wirkstoff(e) Venlafaxin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Actavis Group PTC ehf
Betäubungsmittel Nein
ATC Code N06AX16
Pharmakologische Gruppe Antidepressiva

Zulassungsinhaber

Actavis Group PTC ehf

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Venlafaxin HEXAL 37,5 mg Tabletten Venlafaxin Hexal Aktiengesellschaft
Venlafaxin Winthrop 37,5 mg Tabletten Venlafaxin Winthrop Arzneimittel GmbH
Venlafaxin-neuraxpharm 25 mg Tabletten Venlafaxin neuraxpharm Arzneimittel GmbH
Venlasan 37,5 mg Hartkapseln, retardiert Venlafaxin mibe GmbH Arzneimittel
Venlafaxin-Hennig 75 mg Tabletten Venlafaxin Hennig Arzneimittel GmbH & Co.KG

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Venlafaxin-Actavis ist ein Antidepressivum aus der Gruppe der sogenannten Serotonin- und Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI). Die Arzneimittel dieser Gruppe werden zur Behandlung von Depressionen und anderen Erkrankungen wie Angstst√∂rungen eingesetzt. Man nimmt an, dass im Gehirn von Menschen, die unter Depressionen und Angstzust√§nden leiden, erniedrigte Konzentrationen von Serotonin und Noradrenalin vorliegen. Auf welche Weise Antidepressiva ihre Wirkung entfalten, ist noch nicht vollst√§ndig gekl√§rt; m√∂glicherweise wirken sie, indem sie zu einer Erh√∂hung der Serotonin- und Noradrenalin-Konzentrationen im Gehirn f√ľhren.
Venlafaxin-Actavis wird zur Behandlung von depressiven Erkrankungen bei Erwachsenen eingesetzt. Damit es Ihnen besser geht, ist es wichtig, dass Ihre Depression adäquat behandelt wird. Wenn keine Behandlung erfolgt, kann die Erkrankung andauern, sich verschlimmern und schwerer behandelbar werden.

Anzeige

Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Venlafaxin-Actavis 37,5 mg darf nicht eingenommen werden,
wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen Venlafaxin oder einen der sonstigen Bestandteile von Venlafaxin-Actavis sind.
wenn Sie ein Arzneimittel aus der Gruppe der sogenannten irreversiblen Monoaminoxidase-Hemmer (MAO-Hemmer), die zur Behandlung von Depressionen oder der Parkinson-Erkrankung eingesetzt werden, einnehmen oder zu irgendeinem Zeitpunkt in den letzten 14¬†Tagen eingenommen haben. Die Einnahme eines irreversiblen MAO-Hemmers zusammen mit bestimmten anderen Arzneimitteln, zu denen auch Venlafaxin-Actavis geh√∂rt, kann schwer wiegende oder sogar lebensbedrohliche Nebenwirkungen verursachen. Dar√ľber hinaus m√ľssen Sie nach Beendigung der Einnahme von Venlafaxin-Actavis mindestens 7¬†Tage warten, bevor Sie einen irreversiblen MAO-Hemmer einnehmen (siehe Abschnitte ?Serotonin-Syndrom? und ?Bei Einnahme von Venlafaxin-Actavis mit anderen Arzneimitteln?).
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Venlafaxin-Actavis 37,5 mg ist erforderlich
wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, die bei gleichzeitiger Einnahme mit Venlafaxin-Actavis das Risiko der Entwicklung eines Serotonin-Syndroms erhöhen könnten (siehe Abschnitt ?Bei Einnahme von Venlafaxin-Actavis mit anderen Arzneimitteln?).
wenn Sie an Augenproblemen wie bestimmten Arten der Glaukomerkrankung (erhöhter Augeninnendruck) leiden.
wenn bei Ihnen in der Vergangenheit schon einmal Bluthochdruck aufgetreten ist.
wenn bei Ihnen in der Vergangenheit schon einmal Herzprobleme aufgetreten sind.
wenn bei Ihnen in der Vergangenheit schon einmal Krampfanfälle aufgetreten sind.
wenn bei Ihnen in der Vergangenheit schon einmal verminderte Natriumkonzentrationen im Blut (Hyponatriämie) aufgetreten sind.
wenn Sie zu Bluterg√ľssen oder Blutungen neigen (Blutungsst√∂rungen in der Krankengeschichte) oder wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, die das Blutungsrisiko erh√∂hen k√∂nnen.
wenn Ihr Cholesterinwert steigt.
wenn bei Ihnen oder einem Mitglied Ihrer Familie in der Vergangenheit schon einmal eine Manie oder bipolare Störung (Übererregtheit oder Euphorie) aufgetreten ist.
wenn bei Ihnen in der Vergangenheit schon einmal aggressives Verhalten aufgetreten ist.
Venlafaxin-Actavis kann ein Empfinden von Unruhe oder eine Unfähigkeit, still zu sitzen oder still zu stehen, verursachen. Wenn dies bei Ihnen auftreten sollte, dann informieren Sie Ihren Arzt.
Wenn eine der oben beschriebenen Situationen auf Sie zutrifft, halten Sie bitte R√ľcksprache mit Ihrem Arzt, bevor Sie Venlafaxin-Actavis einnehmen.
Suizidgedanken und Verschlechterung Ihrer Depression/Angststörung:
Wenn Sie depressiv sind oder unter Angststörungen leiden, können Sie manchmal Gedanken daran haben, sich selbst zu verletzen oder Suizid zu begehen. Solche Gedanken können bei der erstmaligen Anwendung von Antidepressiva verstärkt sein, denn alle diese Arzneimittel brauchen einige Zeit bis sie wirken, gewöhnlich etwa zwei Wochen, manchmal auch länger.
Das Auftreten derartiger Gedanken ist wahrscheinlicher,
wenn Sie bereits fr√ľher einmal Gedanken daran hatten, sich das Leben zu nehmen oder daran gedacht haben, sich selbst zu verletzen.
wenn Sie ein junger Erwachsener sind. Ergebnisse aus klinischen Studien haben ein erh√∂htes Risiko f√ľr das Auftreten von Suizidverhalten bei jungen Erwachsenen im Alter bis 25¬†Jahre gezeigt, die unter einer psychiatrischen Erkrankung litten und mit einem Antidepressivum behandelt wurden.
Gehen Sie zu Ihrem Arzt oder suchen Sie unverz√ľglich ein Krankenhaus auf, wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt Gedanken daran entwickeln, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen.
Es kann hilfreich sein, wenn Sie einem Freund oder Verwandten erz√§hlen, dass Sie depressiv sind oder unter einer Angstst√∂rung leiden. Bitten Sie diese Personen, diese Packungsbeilage zu lesen. Fordern Sie sie auf Ihnen mitzuteilen, wenn sie den Eindruck haben, dass sich Ihre Depression oder Angstzust√§nde verschlimmern oder wenn sie sich Sorgen √ľber Verhaltens√§nderungen bei Ihnen machen.
Mundtrockenheit
Mundtrockenheit wird bei 10 % der mit Venlafaxin behandelten Patienten berichtet. Da Mundtrockenheit das Risiko der Entstehung von Karies erhöhen kann, sollten Sie besonders auf Ihre Zahnhygiene achten.
Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren
Venlafaxin-Actavis sollte normalerweise nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18¬†Jahren angewendet werden. Zudem sollten Sie wissen, dass Patienten unter 18¬†Jahren bei Einnahme dieser Klasse von Arzneimitteln ein erh√∂htes Risiko f√ľr Nebenwirkungen wie Suizidversuch, suizidale Gedanken und Feindseligkeit (vorwiegend Aggressivit√§t, oppositionelles Verhalten und Wut) aufweisen.
Dennoch kann Ihr Arzt einem Patienten unter 18¬†Jahren Venlafaxin-Actavis verschreiben, wenn er entscheidet, dass dies im bestm√∂glichen Interesse des Patienten liegt. Wenn Ihr Arzt einem Patienten unter 18¬†Jahren Venlafaxin-Actavis verschrieben hat und Sie dar√ľber sprechen m√∂chten, wenden Sie sich bitte erneut an Ihren Arzt. Sie sollten Ihren Arzt benachrichtigen, wenn bei einem Patienten unter 18¬†Jahren, der Venlafaxin-Actavis einnimmt, eines der oben genannten Symptome auftritt oder sich verschlimmert.
Dar√ľber hinaus sind die langfristigen sicherheitsrelevanten Auswirkungen von Venlafaxin-Actavis in Bezug auf Wachstum, Reifung sowie kognitive Entwicklung und Verhaltensentwicklung in dieser Altersgruppe noch nicht nachgewiesen worden.
Schwangerschaft und Stillzeit
Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind oder beabsichtigen schwanger zu werden. Sie d√ľrfen Venlafaxin-Actavis nur einnehmen, nachdem Sie mit Ihrem Arzt √ľber einen m√∂glichen Nutzen der Behandlung und m√∂gliche Risiken f√ľr Ihr ungeborenes Kind gesprochen haben.
Wenn Sie Venlafaxin-Actavis während der Schwangerschaft einnehmen, sollten Sie dies Ihrer Hebamme und/oder Ihrem Arzt mitteilen, da Ihr neugeborenes Kind an einigen Beschwerden leiden könnte. Diese Beschwerden stellen sich in der Regel während der ersten 24 Stunden nach der Geburt ein und umfassen Trinkstörungen sowie Schwierigkeiten beim Atmen. Wenn Ihr Kind nach der Geburt an derartigen Beschwerden leidet und Sie besorgt sind, fragen Sie Ihren Arzt und/oder Ihre Hebamme um Rat.
Bitte stellen Sie sicher, dass Ihre Hebamme und/oder Ihr Arzt/Ihre √Ąrztin dar√ľber informiert sind, dass Sie mit Venlafaxin-Actavis behandelt werden. √Ąhnliche Arzneimittel wie dieses (so genannte SSRI) k√∂nnen, wenn sie w√§hrend der Schwangerschaft eingenommen werden, zu einer ernsthaften Gesundheitsbeeintr√§chtigung des Neugeborenen f√ľhren, die prim√§re oder persistierende pulmonale Hypertonie des Neugeborenen (PPHN) genannt wird und die sich darin zeigt, dass das Neugeborene schneller atmet und eine Blauf√§rbung der Haut aufweist. Diese Symptome beginnen normalerweise w√§hrend der ersten 24 Stunden nach der Geburt. Bitte nehmen Sie in einem solchen Fall sofort mit Ihrer Hebamme und/oder Ihrem Arzt Kontakt auf.
Venlafaxin-Actavis geht in die Muttermilch √ľber. Ein Risiko f√ľr den S√§ugling kann nicht ausgeschlossen werden. Sprechen Sie deshalb mit Ihrem Arzt dar√ľber. Dieser entscheidet, ob Sie abstillen oder die Behandlung mit Venlafaxin-Actavis absetzen sollten.
Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Sie d√ľrfen sich nicht an das Steuer eines Fahrzeuges setzen, keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen, bevor Sie wissen, wie Venlafaxin-Actavis bei Ihnen wirkt.
Wichtige Informationen √ľber bestimmte sonstige Bestandteile von Venlafaxin-Actavis 37,5 mg
Dieses Arzneimittel enth√§lt Lactose. Bitte nehmen Venlafaxin-Actavis daher erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunvertr√§glichkeit leiden.
Der Farbstoff Gelborange S kann √úberempfindlichkeitsreaktionen hervorrufen.

Anzeige

Wie wird es angewendet?

Wie ist Venlafaxin-Actavis 37,5 mg einzuneHmen?
Nehmen Sie Venlafaxin-Actavis 37,5 mg immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn sie sich nicht ganz sicher sind.
Die empfohlene Anfangsdosis beträgt in der Regel 75 mg pro Tag, aufgeteilt in zwei oder drei Einnahmen. Die Dosis kann von Ihrem Arzt schrittweise angehoben und falls nötig zur Behandlung von depressiven Erkrankungen bis zu einer Höchstdosis von 375 mg täglich gesteigert werden.
F√ľr Dosierungen, die mit dieser Wirkst√§rke nicht erreicht werden k√∂nnen, stehen Venlafaxin-haltige Darreichungsformen mit anderen Wirkst√§rken zur Verf√ľgung.
Nehmen Sie Venlafaxin-Actavis morgens oder abends jeden Tag etwa um die gleiche Uhrzeit ein.
Venlafaxin-Actavis sollte zu den Mahlzeiten eingenommen werden.
Wenn Sie Leber- oder Nierenprobleme haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, da die Dosis von Venlafaxin-Actavis möglicherweise geändert werden muss.
Beenden Sie die Einnahme von Venlafaxin-Actavis nicht ohne mit Ihrem Arzt gesprochen zu haben (siehe Abschnitt ?Wenn Sie die Einnahme von Venlafaxin-Actavis abbrechen?).
Wenn Sie eine größere Menge Venlafaxin-Actavis 37,5 mg eingenommen haben, als Sie sollten
Sollten Sie eine gr√∂√üere Menge von Venlafaxin-Actavis eingenommen haben, als Ihnen Ihr Arzt verschrieben hat, setzen Sie sich bitte unverz√ľglich mit Ihrem Arzt oder Apotheker in Verbindung.
Die Symptome einer Überdosierung können einen beschleunigten Herzschlag, Veränderungen der Bewusstseinslage (von Schläfrigkeit bis hin zum Koma), Verschwommensehen, Krampfanfälle und Erbrechen umfassen.
Wenn Sie die Einnahme von Venlafaxin-Actavis 37,5 mg vergessen haben
Wenn Sie eine Einnahme vergessen haben, dann holen Sie die Einnahme nach, so bald es Ihnen auff√§llt. Ist aber inzwischen schon Zeit f√ľr die n√§chste Dosis, dann lassen Sie die vergessene Einnahme aus und nehmen Sie wie gew√∂hnlich nur eine Dosis ein. Nehmen Sie nicht mehr als die Ihnen verschriebene Tagesdosis an Venlafaxin-Actavis ein.
Wenn Sie die Einnahme von Venlafaxin-Actavis 37,5 mg abbrechen
Bitte beenden Sie die Behandlung oder reduzieren Sie die Dosis nicht ohne den Rat Ihres Arztes, auch dann nicht, wenn Sie sich besser f√ľhlen. Wenn Ihr Arzt der Meinung ist, dass Sie Venlafaxin-Actavis nicht l√§nger ben√∂tigen, dann wird er Ihre Dosis langsam verringern, bevor Sie die Einnahme ganz beenden. Wenn die Behandlung mit Venlafaxin-Actavis pl√∂tzlich abgebrochen oder die Dosis zu schnell verringert wird, treten Nebenwirkungen auf. Bei manchen Patienten kann es zu Beschwerden wie M√ľdigkeit, Schwindel, Benommenheit, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Albtr√§umen, Mundtrockenheit, Appetitverlust, √úbelkeit, Durchfall, Nervosit√§t, Erregtheit, Verwirrtheit, Ohrger√§uschen, Kribbeln oder in seltenen F√§llen der Empfindung eines Stromschlaggef√ľhls, Schw√§che, Schwitzen, Krampfanf√§llen oder grippe√§hnlichen Symptomen kommen.
Ihr Arzt wird Sie anweisen, wie die Behandlung mit Venlafaxin-Actavis schrittweise abzusetzen ist. Sollten die oben aufgef√ľhrten Symptome oder andere stark beeintr√§chtigende Beschwerden bei Ihnen auftreten, fragen Sie Ihren Arzt um Rat.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Anzeige

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Venlafaxin-Actavis 37,5 mg mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Ihr Arzt sollte entscheiden, ob Sie Venlafaxin-Actavis zusammen mit anderen Arzneimitteln einnehmen d√ľrfen.
Beginnen Sie keine Behandlung und brechen Sie keine Behandlung mit einem Arzneimittel ab, bevor Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker gesprochen haben. Dies gilt auch f√ľr rezeptfreie Arzneimittel sowie f√ľr nat√ľrliche und pflanzliche Heilmittel.
Monoaminoxidase-Hemmer (MAO-Hemmer; siehe ?Was m√ľssen Sie vor der Einnahme von Venlafaxin-Actavis beachten??).
Unter Behandlung mit Venlafaxin kann ein lebensbedrohlicher Zustand auftreten, der Serotonin-Syndrom genannt wird (siehe Abschnitt 4. ?Welche Nebenwirkungen sind möglich??), insbesondere wenn gleichzeitig bestimmte andere Arzneimittel eingenommen werden. Zu diesen Arzneimitteln gehören:
Triptane (gegen Migräne)
Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen, z. B. SNRI, SSRI, trizyklische Antidepressiva oder lithiumhaltige Arzneimittel
Arzneimittel, die das Antibiotikum Linezolid enthalten (zur Behandlung von Infektionen)
Arzneimittel, die Moclobemid enthalten, einen reversiblen MAO-Hemmer (gegen Depressionen)
Arzneimittel, die Sibutramin enthalten (zur Gewichtsreduktion)
Arzneimittel, die Tramadol enthalten (ein Schmerzmittel)
Pr√§parate, die Johanniskraut enthalten (Hypericum perforatum, ein nat√ľrliches oder pflanzliches Heilmittel, zur Behandlung leichter Depressionen)
Präparate, die Tryptophan enthalten (gegen Schlafstörungen und Depressionen)
Ein Serotonin-Syndrom kann sich durch eine Kombination der folgenden Anzeichen und Symptome äußern:
Ruhelosigkeit, Halluzinationen, Koordinationsst√∂rungen, beschleunigter Herzschlag, erh√∂hte Temperatur, schnelle Ver√§nderungen des Blutdrucks, √ľbersteigerte Reflexe, Durchfall, Koma, √úbelkeit, Erbrechen. Wenn Sie glauben, an einem Serotonin-Syndrom zu leiden, suchen Sie unverz√ľglich √§rztliche Hilfe auf.
Die folgenden Arzneimittel k√∂nnen ebenfalls mit Venlafaxin-Actavis in Wechselwirkung treten und sollten mit Vorsicht angewendet werden. Sie m√ľssen Ihrem Arzt oder Apotheker insbesondere mitteilen, ob Sie Arzneimittel einnehmen, die folgende Substanzen enthalten:
Ketoconazol (ein Arzneimittel gegen Pilzinfektionen)
Haloperidol oder Risperidon (zur Behandlung psychiatrischer Erkrankungen)
Metoprolol (ein Betablocker, der zur Behandlung von Bluthochdruck und Herzproblemen eingesetzt wird)
Bei Einnahme von Venlafaxin-Actavis zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Venlafaxin-Actavis sollte zu den Mahlzeiten eingenommen werden (siehe Abschnitt 3. ?WIE IST VENLAFAXIN-ACTAVIS EINZUNEHMEN??).
Sie sollten während der Behandlung mit Venlafaxin-Actavis keinen Alkohol zu sich nehmen.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Venlafaxin-Actavis Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.
Allergische Reaktionen
Wenn eines der folgenden Ereignisse eintritt, d√ľrfen Sie Venlafaxin-Actavis nicht mehr einnehmen. Informieren Sie unverz√ľglich Ihren Arzt oder begeben Sie sich in die Notaufnahme des n√§chstgelegenen Krankenhauses.
Engegef√ľhl in der Brust, pfeifende Atemger√§usche, Schluckbeschwerden oder Atemnot
Anschwellen von Gesicht, Hals, H√§nden oder F√ľ√üen
Nervosit√§t oder Angst, Schwindel, Herzklopfen, pl√∂tzliche R√∂tung der Haut und/oder W√§rmegef√ľhl
Starker Ausschlag, Juckreiz oder Nesselsucht (erhabene, gerötete oder blasse Hautstellen, die oftmals jucken)
Schwerwiegende Nebenwirkungen
Wenn Sie eines der folgenden Anzeichen bemerken, benötigen Sie möglicherweise dringend ärztliche Hilfe:
Herzprobleme wie beschleunigter oder unregelmäßiger Herzschlag, erhöhter Blutdruck
Augenprobleme wie Verschwommensehen, erweiterte Pupillen
Nervenprobleme wie Schwindel, Kribbelgef√ľhle, Bewegungsst√∂rungen, Krampfanf√§lle
Psychiatrische Probleme wie Hyperaktivität und Euphorie
Absetzerscheinungen (siehe Abschnitt 3. ?WIE IST VENLAFAXIN-ACTAVIS EINZUNEHMEN, Wenn Sie die Einnahme von Venlafaxin-Actavis abbrechen?)
Vollständige Auflistung der Nebenwirkungen
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zu Grunde gelegt:

Sehr häufig:mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig:1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich:1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten:1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr selten:weniger als 1 Behandelter von 10.000
Nicht bekannt:H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

Untersuchungen
Häufig: Erhöhter Cholesterinwert.
Nicht bekannt: Anormale Milchbildung durch die Brustdr√ľsen (erh√∂hter Prolaktinspiegel).
Herzerkrankungen
Häufig: Herzklopfen.
Gelegentlich: Beschleunigter Herzschlag.
Nicht bekannt: Anormaler, beschleunigter oder unregelmäßiger Herzschlag (QT-Verlängerung, Kammerflimmern, ventrikuläre Tachykardie (einschließlich Torsade de pointes)).
Erkrankungen des Blutes
Gelegentlich: Blutergussbildung; schwarzer, teerartiger Stuhl oder Blut im Stuhl, was auf eine innere Blutung hindeuten kann.
Nicht bekannt: Verminderte Anzahl von Blutpl√§ttchen, die zu einem erh√∂hten Risiko f√ľr Blutergussbildung oder Blutungen f√ľhren kann; Ver√§nderungen des Blutbildes, die zu einem erh√∂hten Infektionsrisiko f√ľhren k√∂nnen.
Erkrankungen des Nervensystems
Sehr häufig: Mundtrockenheit, Kopfschmerzen.
H√§ufig: Ungew√∂hnliche Tr√§ume; vermindertes sexuelles Verlangen; Schwindel; erh√∂hte Muskelspannung; Schlaflosigkeit; Nervosit√§t; Kribbelgef√ľhl; Sedierung; Zittern; Verwirrtheit; Gef√ľhl der Entfremdung sich selbst und der Realit√§t gegen√ľber.
Gelegentlich: Gef√ľhlsleere; Halluzinationen; unwillk√ľrliche Muskelbewegungen; Erregtheit; Koordinations- und Gleichgewichtsst√∂rungen; ver√§ndertes Geschmacksempfinden.
Selten: Empfindung von Ruhelosigkeit oder Unfähigkeit, still zu sitzen oder still zu stehen; Krampfanfälle; Übererregtheit oder Euphorie.
Nicht bekannt: Erh√∂hte Temperatur mit Muskelsteifigkeit, Verwirrtheit oder Erregtheit und Schwitzen, oder unkontrollierbare ruckartige Muskelbewegungen: dies k√∂nnen Zeichen eines gef√§hrlichen Zustands sein, der als malignes neuroleptisches Syndrom bezeichnet wird; Gl√ľcksgef√ľhle, Benommenheit, anhaltende schnelle Augenbewegungen, Schwerf√§lligkeit, Ruhelosigkeit, Trunkenheitsgef√ľhl, Schwitzen oder Muskelsteifigkeit: dies sind Zeichen eines Serotonin-Syndroms; Desorientiertheit und Verwirrung, oftmals einhergehend mit Halluzinationen (Delirium); Steifheit, Kr√§mpfe und unwillk√ľrliche Bewegungen der Muskeln; Gedanken an Selbstverletzung oder Selbstt√∂tung. F√§lle von Suizidgedanken und suizidalem Verhalten w√§hrend der Therapie mit Venlafaxin-Actavis oder kurze Zeit nach Beendigung der Behandlung sind berichtet worden (siehe Abschnitt ?Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Venlafaxin-Actavis?).
Augenerkrankungen
Häufig: Verschwommensehen; Pupillenerweiterung, Akkommodationsstörungen.
Nicht bekannt: Glaukom (?gr√ľner Star?).
Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
Gelegentlich: Ohrgeräusche (Tinnitus).
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
Häufig: Gähnen.
Nicht bekannt: Husten, pfeifende Atemger√§usche, Atemnot und erh√∂hte Temperatur: Dies sind Zeichen einer Lungenentz√ľndung, die mit einer erh√∂hten Anzahl von wei√üen Blutk√∂rperchen einhergeht (pulmonale Eosinophilie).
Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts
Sehr häufig: Übelkeit.
Häufig: verminderter Appetit; Verstopfung; Erbrechen.
Gelegentlich: Zähneknirschen; Durchfall.
Nicht bekannt: Bauchspeicheldr√ľsenentz√ľndung.
Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Häufig: Schwierigkeiten beim Wasserlassen; vermehrter Harndrang.
Gelegentlich: Unfähigkeit, Wasser zu lassen.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Sehr häufig: Schwitzen (einschließlich Nachtschweiß).
Gelegentlich: Ausschlag; ungewöhnlicher Haarausfall.
Nicht bekannt: Juckreiz, Nesselfieber, Erythema multiforme (eine Hauterkrankung mit rosa-roten Flecken), Stevens-Johnson-Syndrom (eine schwere Hauterkrankung, die sich in Hautabschälung äußert) oder toxische epidermale Nekrolyse (eine sehr schwerwiegende Hauterkrankung mit Verlust großer Hautareale).
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Nicht bekannt: Schmerzen, Empfindlichkeit oder Schwäche der Muskeln unklarer Ursache (Rhabdomyolyse).
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Häufig: Gewichtsabnahme.
Gelegentlich: Gewichtszunahme.
Nicht bekannt: Verminderung der Natriumkonzentration im Blut, √ľberm√§√üige Wasseraufnahme (als SIADH bezeichnet).
Gefäßerkrankungen
Häufig: Blutdruckanstieg; Hautrötung.
Gelegentlich: Schwindelgef√ľhl (besonders nach zu schnellem Aufstehen), Ohnmacht.
Nicht bekannt: Blutdruckabfall.
Allgemeine Erkrankungen
H√§ufig: Schw√§che (Asthenie); Sch√ľttelfrost.
Gelegentlich: Empfindlichkeit gegen√ľber Sonnenlicht.
Nicht bekannt: Anschwellen von Gesicht oder Zunge, Atemnot oder Schwierigkeiten beim Atmen, oft begleitet von Hautausschlag (dies kann auf eine schwere allergische Reaktion hindeuten).
Leber- und Gallenerkrankungen
Nicht bekannt: Leberfunktionsst√∂rungen, Leberentz√ľndung.
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdr√ľse
Häufig: Anormale Ejakulation/anormaler Orgasmus (Männer); Orgasmusunfähigkeit; erektile Dysfunktion (Impotenz); Menstruationsstörungen wie verstärkte Blutung oder verstärkte unregelmäßige Blutung.
Gelegentlich: anormaler Orgasmus (Frauen).
Venlafaxin-Actavis verursacht manchmal Nebenwirkungen, die Sie m√∂glicherweise nicht bemerken, wie Blutdruckanstieg oder anormalen Herzschlag; leichte Ver√§nderungen der Konzentrationen von Leberenzymen, Natrium oder Cholesterin im Blut. In selteneren F√§llen kann Venlafaxin-Actavis die Funktion der Blutpl√§ttchen beeintr√§chtigen, was ein erh√∂htes Risiko f√ľr Bluterg√ľsse oder Blutungen mit sich bringt. Aus diesem Grund wird Ihr Arzt m√∂glicherweise gelegentlich Blutuntersuchungen durchf√ľhren, besonders wenn Sie Venlafaxin-Actavis √ľber l√§ngere Zeit einnehmen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr√§chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Anzeige

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren.
Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und dem Beh√§ltnis (Blister) nach ?Verwendbar bis? angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
F√ľr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr ben√∂tigen. Diese Ma√ünahme hilft die Umwelt zu sch√ľtzen.

Anzeige

Weitere Informationen

Was Venlafaxin-Actavis 37,5 mg enthält
Der Wirkstoff ist Venlafaxin. Jede Filmtablette enthält 37,5 mg Venlafaxin (als Venlafaxinhydrochlorid).
Die sonstigen Bestandteile sind: Tablettenkern: Lactose-Monohydrat, mikrokristalline Cellulose, Croscarmellose-Natrium, Povidon (K30), Magnesiumstearat (Ph.Eur) [pflanzlich]; Film√ľberzug: Opadry 03B23319 bestehend aus Hypromellose, Titandioxid (E 171), Macrogol 400 und Gelborange S, Aluminiumsalz (E110) , Talkum.
Wie Venlafaxin-Actavis 37,5 mg aussieht und Inhalt der Packung
Runde, orangefarbene, bikonvexe Filmtablette (Durchmesser 7 mm) mit der Prägung ?V2?.
Venlafaxin-Actavis 37,5 mg ist in Packungen zu 20 (N1), 50 (N2), und 100 (N3) Filmtabletten erhältlich.
Pharmazeutischer Unternehmer
Actavis Group PTC ehf.
Reykjavkurvegi 76 ‚Äď 78
220 Hafnarfjördur
Island
Mitvertrieb
Actavis Deutschland GmbH & Co. KG
Elisabeth-Selbert-Str. 1
40764 Langenfeld
Telefon: 0217674 ‚Äď 0
Telefax: 0217674 ‚Äď 240
Hersteller
Actavis hf
Reykjavikurvegur 78
220 Hafnarfjördur
Island
Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen

DeutschlandVenlafaxin-Actavis 37,5 mg Filmtabletten
IrlandVelexor 37.5 mg Tablets
IslandVenlafaxin Actavis
ItalienVENLAFAXINA ACTAVIS PTC 37,5 mg compresse rivestiste con film
MaltaEfevelon
PolenVelahibin
SlowakeiVelahibin 37,5 mg

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im Oktober 2010.

Anzeige

Wirkstoff(e) Venlafaxin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Actavis Group PTC ehf
Betäubungsmittel Nein
ATC Code N06AX16
Pharmakologische Gruppe Antidepressiva

Teilen

Anzeige

Ihr persönlicher Arzneimittel-Assistent

afgis-Qualit√§tslogo mit Ablauf Jahr/Monat: Mit einem Klick auf das Logo √∂ffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen √ľber medikamio GmbH & Co KG und sein/ihr Internet-Angebot: medikamio.com/ This website is certified by Health On the Net Foundation. Click to verify.
Medikamente

Durchsuche hier unsere umfangreiche Datenbank zu Medikamenten von A-Z, mit Wirkung und Inhaltsstoffen.

Wirkstoffe

Alle Wirkstoffe mit ihrer Anwendung, chemischen Zusammensetzung und Arzneien, in denen sie enthalten sind.

Krankheiten

Ursachen, Symptome und Behandlungsm√∂glichkeiten f√ľr h√§ufige Krankheiten und Verletzungen.

Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden