Abacavir/Lamivudin Sandoz 600 mg/300 mg - Filmtabletten

Abbildung Abacavir/Lamivudin Sandoz 600 mg/300 mg - Filmtabletten
Wirkstoff(e) Lamivudin
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Sandoz GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 16.08.2016
ATC Code J05AR02
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Direkt wirkende antivirale Mittel

Zulassungsinhaber

Sandoz GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Abacavir/Lamivudin Sandoz wird zur Behandlung der HIV (Humanes Immundefizienz- Virus)-Infektion bei Erwachsenen, Jugendlichen und bei Kindern, die mindestens 25 kg wiegen, angewendet.

Abacavir/Lamivudin Sandoz enthält zwei Wirkstoffe, die zur Behandlung der HIV-Infektion angewendet werden: Abacavir und Lamivudin. Diese Wirkstoffe gehören zu einer Gruppe von antiretroviralen Arzneimitteln, die nukleosidanaloge Reverse-Transkriptase-Hemmer (NRTIs) genannt werden.

Abacavir/Lamivudin Sandoz kann Ihre HIV-Infektion nicht vollständig heilen; es senkt die Viruslast in Ihrem Körper und hält sie auf einem niedrigen Wert. Es steigert auch die CD4- Zellzahl in Ihrem Blut. CD4-Zellen sind eine Art von weißen Blutkörperchen, die Ihrem Körper beim Kampf gegen Infektionen helfen.

Nicht jeder spricht gleich auf die Behandlung mit Abacavir/Lamivudin Sandoz an. Ihr Arzt wird die Wirksamkeit Ihrer Behandlung √ľberwachen.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Abacavir/Lamivudin Sandoz darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch (√ľberempfindlich) gegen Abacavir (oder ein anderes Arzneimittel, das Abacavir enth√§lt ‚Äď z. B. Trizivir, Triumeq oder Ziagen), gegen Lamivudin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind Lesen Sie alle Informationen zu √úberempfindlichkeitsreaktionen im Abschnitt 4. sorgf√§ltig durch. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie glauben, dass dies bei Ihnen zutrifft. Nehmen Sie dann Abacavir/Lamivudin Sandoz nicht ein.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Einige Personen, die Abacavir/Lamivudin Sandoz oder andere HIV-Kombinationstherapien einnehmen, haben ein erh√∂htes Risiko f√ľr schwere Nebenwirkungen. Sie m√ľssen sich dieser zus√§tzlichen Risiken bewusst sein:

  • wenn Sie eine mittelgradige oder schwere Lebererkrankung haben
  • wenn Sie jemals eine Lebererkrankung hatten, einschlie√ülich einer Hepatitis B oder C (falls Sie an einer Hepatitis-B-Infektion leiden, setzen Sie Abacavir/Lamivudin Sandoz keinesfalls ohne R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ab, da Sie einen Hepatitis-R√ľckfall erleiden k√∂nnten)
  • wenn Sie stark √ľbergewichtig sind (insbesondere, wenn Sie weiblichen Geschlechts sind)
  • wenn Sie Nierenprobleme haben
    Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn eine dieser Bedingungen bei Ihnen zutrifft, bevor Sie Abacavir/Lamivudin Sandoz einnehmen. In diesen F√§llen k√∂nnen zus√§tzliche Kontrolluntersuchungen einschlie√ülich Blutkontrollen bei Ihnen erforderlich sein, solange Sie Ihr Arzneimittel einnehmen. Siehe Abschnitt 4. f√ľr weitere
    Informationen.

√úberempfindlichkeitsreaktionen gegen Abacavir

Selbst Patienten, die kein HLA-B*5701-Gen haben, können dennoch eine Überempfindlichkeitsreaktion (eine schwerwiegende allergische Reaktion) entwickeln.

Lesen Sie alle Informationen zu Überempfindlichkeitsreaktionen im Abschnitt 4. dieser Packungsbeilage sorgfältig durch.

Herzinfarktrisiko

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Abacavir das Herzinfarktrisiko erh√∂hen kann. Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn Sie Probleme mit Ihrem Herzen haben, rauchen oder an Krankheiten leiden, die das Risiko f√ľr Herzerkrankungen erh√∂hen, zum Beispiel hoher Blutdruck oder Diabetes. Setzen Sie Abacavir/Lamivudin Sandoz nicht ab, es sei denn, Ihr Arzt hat Sie angewiesen, dies zu tun.

Achten Sie auf wichtige Symptome

Bei einigen Personen, die Arzneimittel zur Behandlung der HIV-Infektion einnehmen, k√∂nnen andere ‚Äď auch schwerwiegende ‚Äď Erkrankungen auftreten. Sie sollten wissen, auf welche wichtigen Anzeichen und Symptome Sie achten m√ľssen, w√§hrend Sie Abacavir/Lamivudin Sandoz einnehmen.

Lesen Sie die Information unter ‚ÄěAndere m√∂gliche Nebenwirkungen einer HIV- Kombinationstherapie‚Äú im Abschnitt 4. dieser Packungsbeilage.

Einnahme von Abacavir/Lamivudin Sandoz zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/ anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden, auch wenn es sich um pflanzliche Arzneimittel oder nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Denken Sie daran, Ihren Arzt oder Apotheker zu informieren, wenn Sie mit der Einnahme/Anwendung eines neuen Arzneimittels beginnen, während Sie Abacavir/Lamivudin Sandoz einnehmen.

Diese Arzneimittel d√ľrfen nicht zusammen mit Abacavir/Lamivudin Sandoz eingenommen/angewendet werden:

  • Emtricitabin, zur Behandlung der HIV-Infektion
  • andere Lamivudin-enthaltende Arzneimittel, zur Behandlung der HIV-Infektion oder der
    Hepatitis-B-Infektion
  • hohe Dosen von Trimethoprim/Sulfamethoxazol, einem Antibiotikum
  • Cladribin, zur Behandlung der Haarzell-Leuk√§mie

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie mit einem dieser Arzneimittel behandelt werden.

Wechselwirkungen einiger Arzneimittel mit Abacavir/Lamivudin Sandoz

Zu diesen gehören:

  • Phenytoin, zur Behandlung von Epilepsien.
    Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Phenytoin einnehmen. Ihr Arzt kann eine engmaschigere √úberwachung f√ľr erforderlich halten, w√§hrend Sie Abacavir/Lamivudin Sandoz einnehmen.
  • Methadon, zur Heroinsubstitution. Abacavir erh√∂ht die Geschwindigkeit, mit der Methadon aus Ihrem K√∂rper entfernt wird. Wenn Sie Methadon einnehmen, werden Sie auf Anzeichen von Entzugssymptomen hin untersucht werden. Gegebenenfalls muss Ihre Methadon-Dosis angepasst werden.
    Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Methadon einnehmen.
  • Arzneimittel (in der Regel Fl√ľssigkeiten), die Sorbitol oder andere Zuckeralkohole (wie z. B. Xylitol, Mannitol, Lactitol oder Maltitol) enthalten, wenn sie regelm√§√üig eingenommen werden.
    Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie eines dieser Arzneimittel einnehmen.
  • Riociguat, zur Behandlung von Bluthochdruck in den Blutgef√§√üen (den Lungenarterien), die Blut vom Herz zu den Lungen transportieren. Ihr Arzt muss gegebenenfalls die Dosis von Riociguat reduzieren, da Abacavir den Blutspiegel von Riociguat erh√∂hen kann.

Schwangerschaft

Abacavir/Lamivudin Sandoz wird nicht zur Anwendung w√§hrend der Schwangerschaft empfohlen. Abacavir/Lamivudin Sandoz und √§hnliche Arzneimittel k√∂nnen Nebenwirkungen bei ungeborenen Kindern hervorrufen. Wenn Sie Abacavir/Lamivudin Sandoz w√§hrend der Schwangerschaft eingenommen haben, kann Ihr Arzt Sie zu regelm√§√üigen Blutuntersuchungen und anderen Diagnoseverfahren einbestellen, um die Entwicklung Ihres Kindes zu √ľberwachen. Bei Kindern, deren M√ľtter w√§hrend der Schwangerschaft NRTIs eingenommen haben, √ľberwog der Nutzen durch den Schutz vor HIV das Risiko des Auftretens von Nebenwirkungen.

Stillzeit

Stillen ist bei Frauen, die mit HIV leben, nicht empfohlen, da die HIV-Infektion √ľber die Muttermilch auf den S√§ugling √ľbertragen werden kann. Die Inhaltsstoffe von

Abacavir/Lamivudin Sandoz k√∂nnen in geringen Mengen ebenfalls in Ihre Muttermilch √ľbergehen.

Wenn Sie stillen oder beabsichtigen zu stillen, besprechen Sie dies umgehend mit Ihrem

Arzt.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsf√§higkeit und Verkehrst√ľchtigkeit beeintr√§chtigen.

Abacavir/Lamivudin Sandoz kann Nebenwirkungen verursachen, die Ihre F√§higkeit, ein Fahrzeug zu f√ľhren oder eine Maschine zu bedienen, beeintr√§chtigen kann.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt √ľber Ihre Verkehrst√ľchtigkeit oder Ihre F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen w√§hrend der Einnahme von Abacavir/Lamivudin Sandoz.

Abacavir/Lamivudin Sandoz enthält einen Azofarbstoff

Dieses Arzneimittel enthält einen Farbstoff namens Gelborange S (E 110), der allergische Reaktionen hervorrufen kann.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis von Abacavir/Lamivudin Sandoz f√ľr Erwachsene, Jugendliche und Kinder mit einem Gewicht von 25 kg oder dar√ľber betr√§gt eine Filmtablette einmal t√§glich.

Nehmen Sie die Filmtabletten unzerkaut mit Wasser ein. Abacavir/Lamivudin Sandoz kann mit oder ohne einer Mahlzeit eingenommen werden.

Bleiben Sie in regelmäßigem Kontakt mit Ihrem Arzt

Abacavir/Lamivudin Sandoz hilft, Ihre Erkrankung unter Kontrolle zu halten. Es ist erforderlich, dass Sie Abacavir/Lamivudin Sandoz regelmäßig jeden Tag einnehmen, um eine Verschlechterung Ihrer Erkrankung zu verhindern. Es können nach wie vor andere Infektionen oder Erkrankungen, die mit der HIV-Infektion in Zusammenhang stehen, auftreten.

Bleiben Sie in regelmäßigem Kontakt mit Ihrem Arzt und beenden Sie die Einnahme von Abacavir/Lamivudin Sandoz nicht, ohne vorher den Rat Ihres Arztes eingeholt zu haben.

Wenn Sie eine größere Menge von Abacavir/Lamivudin Sandoz eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie versehentlich zu viel Abacavir/Lamivudin Sandoz eingenommen haben, informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker oder nehmen Sie mit der nächsten Notfallaufnahme Kontakt auf, um weiteren Rat einzuholen.

Wenn Sie die Einnahme von Abacavir/Lamivudin Sandoz vergessen haben

Wenn Sie die Einnahme einer Dosis vergessen haben, nehmen Sie diese, sobald Sie daran denken, ein. Setzen Sie dann die Einnahme wie vorher fort. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Es ist wichtig, Abacavir/Lamivudin Sandoz regelmäßig einzunehmen, da eine unregelmäßige Einnahme das Risiko einer Überempfindlichkeitsreaktion erhöhen kann.

Wenn Sie die Einnahme von Abacavir/Lamivudin Sandoz abbrechen

Falls Sie die Einnahme von Abacavir/Lamivudin Sandoz aus irgendeinem Grund unterbrochen haben ‚Äď besonders, wenn Sie der Meinung waren, Nebenwirkungen oder auch eine andere Erkrankung zu bekommen:

Suchen Sie vor einer erneuten Einnahme unbedingt Ihren Arzt auf. Ihr Arzt wird √ľberpr√ľfen, ob die bei Ihnen aufgetretenen Symptome auf eine √úberempfindlichkeitsreaktion zur√ľckzuf√ľhren sein k√∂nnten. Wenn Ihr Arzt meint, dass ein m√∂glicher Zusammenhang besteht, wird er Sie anweisen, nie wieder Abacavir/Lamivudin Sandoz oder ein anderes Abacavir-h√§ltiges Arzneimittel (z. B. Trizivir, Triumeq oder Ziagen) einzunehmen. Es ist wichtig, dass Sie diese Anweisung befolgen.

Wenn Ihr Arzt Sie angewiesen hat, Abacavir/Lamivudin Sandoz erneut einzunehmen, können Sie gebeten werden, Ihre ersten Dosen in einer Einrichtung einzunehmen, wo eine rasche medizinische Hilfe, falls erforderlich, gewährleistet ist.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Während einer HIV-Therapie können eine Gewichtszunahme und ein Anstieg der Blutfett- und Blutzuckerwerte auftreten. Dies hängt teilweise mit dem verbesserten Gesundheitszustand und dem Lebensstil zusammen; bei den Blutfetten manchmal mit den HIV-Arzneimitteln selbst. Ihr Arzt wird Sie auf diese Veränderungen hin untersuchen.

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Wenn Sie wegen einer HIV-Infektion behandelt werden, kann man nicht immer mit Sicherheit sagen, ob ein aufgetretenes Symptom eine durch Abacavir/Lamivudin Sandoz oder durch andere gleichzeitig eingenommene/angewendete Arzneimittel bedingte Nebenwirkung ist, oder durch die HIV-Erkrankung selbst verursacht wird. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dass Sie Ihren Arzt √ľber alle Ver√§nderungen Ihres Gesundheitszustandes informieren.

Selbst Patienten, die kein HLA-B*5701-Gen haben, k√∂nnen dennoch eine √úberempfindlichkeitsreaktion (eine schwerwiegende allergische Reaktion) entwickeln. Diese Reaktion wird in dieser Packungsbeilage im Abschnitt ‚Äě√úberempfindlichkeitsreaktionen‚Äú beschrieben.

Es ist sehr wichtig, dass Sie die Information √ľber diese schwerwiegende Reaktion lesen und verstehen.

Neben den nachfolgend f√ľr Abacavir/Lamivudin Sandoz aufgef√ľhrten Nebenwirkungen k√∂nnen sich auch andere Begleiterkrankungen unter einer HIV-Kombinationstherapie entwickeln.

Es ist wichtig, dass Sie die weiter unten stehenden Informationen in dieser Packungsbeilage unter ‚ÄěAndere m√∂gliche Nebenwirkungen einer HIV-Kombinationstherapie‚Äú lesen.

√úberempfindlichkeitsreaktionen

Abacavir/Lamivudin Sandoz enthält Abacavir (das auch ein Wirkstoff in Arzneimitteln wie

Trizivir, Triumeq und Ziagen ist). Abacavir kann eine schwerwiegende, als Überempfindlichkeitsreaktion bekannte allergische Reaktion auslösen.

Diese Überempfindlichkeitsreaktionen treten häufiger bei Personen auf, die Abacavir-hältige Arzneimittel einnehmen.

Bei wem können diese Reaktionen auftreten?

Jeder, der Abacavir/Lamivudin Sandoz einnimmt, kann eine √úberempfindlichkeitsreaktion auf Abacavir entwickeln, die lebensbedrohlich werden kann, wenn Abacavir/Lamivudin Sandoz weiterhin eingenommen wird.

Bei Ihnen kann sich mit h√∂herer Wahrscheinlichkeit diese Reaktion entwickeln, wenn Sie Tr√§ger eines Gens namens HLA-B*5701 sind (Sie k√∂nnen diese Reaktion aber auch entwickeln, wenn Sie nicht Tr√§ger dieses Gens sind). Sie m√ľssen vor Verschreibung von Abacavir/Lamivudin Sandoz auf das Vorhandensein dieses Gens getestet werden. Falls

Ihnen bekannt ist, dass Sie Träger dieses Gens sind, informieren Sie Ihren Arzt vor Einnahme von Abacavir/Lamivudin Sandoz.

In einer klinischen Studie entwickelten etwa 3 bis 4 von 100 Patienten, die mit Abacavir behandelt wurden und die kein HLA-B*5701-Gen hatten, eine √úberempfindlichkeitsreaktion.

Welche Symptome können auftreten?

Die häufigsten Symptome sind:

‚ąí Fieber (erh√∂hte K√∂rpertemperatur) und Hautausschlag

Andere häufige Symptome sind:

√úbelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauch(Magen-)schmerzen, starke M√ľdigkeit

Weitere Symptome sind:

Gelenks- und Muskelschmerzen, Nackenschwellung, Kurzatmigkeit, Halsschmerzen, Husten, gelegentliche Kopfschmerzen, Augenentz√ľndungen (Bindehautentz√ľndung), Geschw√ľre im Mund, niedriger Blutdruck, Kribbeln oder Taubheit der H√§nde oder F√ľ√üe

Wann können diese Symptome auftreten?

Überempfindlichkeitsreaktionen können zu jeder Zeit während der Behandlung mit Abacavir/Lamivudin Sandoz auftreten, treten aber gewöhnlich innerhalb der ersten 6 Wochen nach Beginn der Behandlung auf.

Setzen Sie sich sofort mit Ihrem Arzt in Verbindung:

  1. wenn Sie einen Hautausschlag bekommen ODER
  2. wenn Sie Symptome aus mindestens 2 der folgenden Gruppen entwickeln:
  • Fieber
  • Kurzatmigkeit, Halsschmerzen oder Husten
  • √úbelkeit oder Erbrechen, Durchfall oder Bauchschmerzen
  • starke M√ľdigkeit, diffuse Schmerzen oder ein allgemeines Unwohlsein

Ihr Arzt kann Sie anweisen, die Einnahme von Abacavir/Lamivudin Sandoz abzubrechen.

Wenn Sie Abacavir/Lamivudin Sandoz abgesetzt haben

Wenn Sie Abacavir/Lamivudin Sandoz aufgrund einer solchen √úberempfindlichkeitsreaktion abgesetzt haben, d√ľrfen Sie NIE WIEDER Abacavir/Lamivudin Sandoz oder ein anderes Abacavir-h√§ltiges Arzneimittel (z. B. Trizivir, Triumeq oder Ziagen) einnehmen. Tun Sie dies dennoch, kann es innerhalb von Stunden zu einem lebensbedrohlichen Blutdruckabfall kommen, der zum Tod f√ľhren kann.

Wenn Sie die Einnahme von Abacavir/Lamivudin Sandoz aus irgendeinem Grund abgebrochen haben - insbesondere, wenn Sie der Meinung waren, Nebenwirkungen oder eine andere Erkrankung zu bekommen:

Sprechen Sie vor einer erneuten Einnahme mit Ihrem Arzt. Ihr Arzt wird √ľberpr√ľfen, ob die bei Ihnen aufgetretenen Symptome auf eine √úberempfindlichkeitsreaktion zur√ľckzuf√ľhren sein k√∂nnten. Wenn Ihr Arzt meint, dass ein m√∂glicher Zusammenhang besteht, wird er Sie anweisen, nie wieder Abacavir/Lamivudin Sandoz oder ein anderes Abacavir-h√§ltiges

Arzneimittel (z. B. Trizivir, Triumeq oder Ziagen) einzunehmen. Es ist wichtig, dass Sie diese Anweisung befolgen.

Gelegentlich sind √úberempfindlichkeitsreaktionen bei Patienten aufgetreten, die wieder mit der Einnahme von Abacavir begonnen haben, die aber vor Absetzen von Abacavir nur eines der im Patientenpass aufgef√ľhrten Symptome zeigten.

Patienten, die in der Vergangenheit Abacavir-hältige Arzneimittel eingenommen hatten ohne Symptome einer Überempfindlichkeitsreaktion zu zeigen, haben sehr selten Überempfindlichkeitsreaktionen entwickelt, nachdem sie wieder begonnen haben, diese Arzneimittel einzunehmen.

Wenn Ihr Arzt Sie angewiesen hat, Abacavir/Lamivudin Sandoz erneut einzunehmen, können Sie gebeten werden, Ihre ersten Dosen in einer Einrichtung einzunehmen, wo eine rasche medizinische Hilfe, falls erforderlich, gewährleistet ist.

Falls Sie √ľberempfindlich gegen Abacavir/Lamivudin Sandoz sind, bringen Sie alle Ihre restlichen Abacavir/Lamivudin Sandoz Filmtabletten zur sicheren Entsorgung zur√ľck.

Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Die Abacavir/Lamivudin Sandoz-Packung enthält einen Patientenpass, der Sie und medizinisches Personal auf Überempfindlichkeitsreaktionen aufmerksam machen soll. Lösen

Sie die Karte von der Packung ab und tragen Sie sie immer bei sich.

Häufige Nebenwirkungen

Diese können bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen.

  • √úberempfindlichkeitsreaktionen
  • Kopfschmerzen
  • Erbrechen
  • √úbelkeit
  • Durchfall
  • Magenschmerzen
  • Appetitlosigkeit
  • M√ľdigkeit, Kraftlosigkeit
  • Fieber (erh√∂hte K√∂rpertemperatur)
  • allgemeines Unwohlsein
  • Schlafst√∂rungen
  • Muskelschmerzen und -beschwerden
  • Gelenksschmerzen
  • Husten
  • gereizte oder laufende Nase
  • Hautausschlag
  • Haarausfall

Gelegentliche Nebenwirkungen

Diese können bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen und in Bluttests erkennbar sein.

  • niedrige Anzahl roter Blutk√∂rperchen (An√§mie) oder niedrige Anzahl wei√üer Blutk√∂rperchen (Neutropenie)
  • Anstieg von Leberenzymen
  • Abnahme der Zellen, die f√ľr die Blutgerinnung wichtig sind (Thrombozytopenie)

Seltene Nebenwirkungen

Diese können bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen.

Zerfall von Muskelgewebe

Seltene, in Bluttests erkennbare Nebenwirkungen sind:

  • Anstieg eines Enzyms namens Amylase

Sehr seltene Nebenwirkungen

Diese können bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen.

  • Taubheit, kribbelndes Gef√ľhl an der Haut (‚ÄěAmeisenkribbeln‚Äú)
  • Schw√§chegef√ľhl in den Gliedma√üen
  • Hautausschlag, der Blasen bilden kann und wie kleine Zielscheiben (zentrale dunkle Flecken umgeben von einer helleren Fl√§che mit einem dunkel einges√§umten Ring) aussieht (Erythema multiforme)
  • ausgedehnter Hautausschlag mit Bl√§schen und Hautabl√∂sung, besonders um den Mund, die Nase, die Augen und die Geschlechtsorgane herum (Stevens-Johnson-Syndrom), sowie eine schwerere Form mit Hautabl√∂sungen bei mehr als 30 % der K√∂rperoberfl√§che (toxische epidermale Nekrolyse)
  • Laktatazidose (erh√∂hte Milchs√§urewerte im Blut)

Informieren Sie unverz√ľglich einen Arzt, wenn eines dieser Symptome bei Ihnen auftritt.

Sehr seltene, in Bluttests erkennbare Nebenwirkungen sind:

eine Störung der Produktion neuer roter Blutzellen im Knochenmark (Erythroblastopenie)

Treten bei Ihnen Nebenwirkungen auf

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr√§chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Andere mögliche Nebenwirkungen einer HIV-Kombinationstherapie

Eine Kombinationstherapie mit Abacavir/Lamivudin Sandoz kann andere Erkrankungen während der HIV-Behandlung hervorrufen.

Symptome einer Infektion und Entz√ľndung

Alte Infektionen können wieder aufflammen

Personen mit fortgeschrittener HIV-Infektion (AIDS) haben ein schwaches Immunsystem und k√∂nnen daher mit h√∂herer Wahrscheinlichkeit schwere Infektionen entwickeln (opportunistische Infektionen). Vor Behandlungsbeginn waren solche Infektionen m√∂glicherweise ‚Äěstill‚Äú und wurden von dem schwachen Immunsystem nicht erkannt. Nach Behandlungsbeginn wird das Immunsystem st√§rker und kann die Infektionen bek√§mpfen, wodurch Symptome einer Infektion oder Entz√ľndung auftreten k√∂nnen. Zu den Symptomen z√§hlen in der Regel Fieber und u. a.:

In seltenen Fällen kann das stärker gewordene Immunsystem auch gesundes Körpergewebe angreifen (Autoimmunerkrankungen). Die Symptome von Autoimmunerkrankungen können viele Monate nach Beginn der Behandlung Ihrer HIV-Infektion auftreten. Zu den Symptomen können zählen:

  • Herzklopfen (schneller oder unregelm√§√üiger Herzschlag) oder Zittern
  • √ľberm√§√üige Unruhe und Bewegung (Hyperaktivit√§t)
  • Schw√§che, die in den H√§nden und F√ľ√üen beginnt und sich in Richtung Rumpf fortsetzt

Wenn bei Ihnen Symptome einer Infektion oder einer Entz√ľndung auftreten, oder wenn Sie eines der oben genannten Symptome bemerken:

Informieren Sie unverz√ľglich Ihren Arzt. Nehmen Sie keine anderen Arzneimittel gegen die Infektion ein, ohne den Rat Ihres Arztes einzuholen.

Sie können Probleme mit Ihren Knochen haben

Bei einigen Personen, die eine Kombinationsbehandlung gegen HIV erhalten, kann sich eine als Osteonekrose bezeichnete Knochenerkrankung entwickeln. Bei dieser Erkrankung können Teile des Knochengewebes infolge unzureichender Blutversorgung des Knochens absterben. Diese Erkrankung können Personen mit höherer Wahrscheinlichkeit bekommen:

  • wenn sie eine Kombinationsbehandlung bereits √ľber einen langen Zeitraum einnehmen
  • wenn sie zus√§tzlich antientz√ľndliche Arzneimittel, die Kortikosteroide genannt werden, einnehmen
  • wenn sie Alkohol trinken
  • wenn ihr Immunsystem sehr schwach ist
  • wenn sie √ľbergewichtig sind

Anzeichen einer Osteonekrose können sein:

  • Gelenkssteife
  • Gelenksbeschwerden und -schmerzen (insbesondere in H√ľfte, Knie und Schulter)
  • Schwierigkeiten bei Bewegungen

Wenn Sie eines dieser Anzeichen bei sich bemerken:

Informieren Sie Ihren Arzt.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN √ĖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht √ľber 25 ¬įC lagern.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach ‚ÄěVerwendbar bis‚Äú angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Abacavir/Lamivudin Sandoz enthält

  • Die Wirkstoffe in jeder Abacavir/Lamivudin Sandoz-Filmtablette sind Abacavir Hydrochlorid entsprechend 600 mg Abacavir und 300 mg Lamivudin.
  • Die sonstigen Bestandteile sind mikrokristalline Cellulose, Crospovidon (Typ A), Povidon (K-30), Eisenoxid gelb (E 172) und Magnesiumstearat im Tablettenkern. Der

Tabletten√ľberzug enth√§lt Hypromellose HPMC 2910 (3 mPas), Hypromellose HPMC 2910 (6 mPas), Titandioxid (E 171), Macrogol 400, Polysorbat 80 und Gelborange S (E 110).

Wie Abacavir/Lamivudin Sandoz aussieht und Inhalt der Packung

Abacavir/Lamivudin Sandoz sind orange kapself√∂rmige, bikonvexe, 20,6 mm x 9,1 mm gro√üe Filmtabletten mit der Pr√§gung ‚Äě300‚ÄĚ auf einer Seite und ‚Äě600‚ÄĚ auf der anderen Seite.

Abacavir/Lamivudin Sandoz ist erh√§ltlich in Blisterpackungen mit 30, 60 oder 90 Filmtabletten oder in geb√ľndelten Blisterpackungen mit 60 (2 Packungen zu 30 St√ľck) oder 90 (3 Packungen zu 30 St√ľck).

30 Filmtabletten in Flaschen, die ein Aktivkohlekissen oder ein Aktivkohlekissen (100cc) und einen Sauerstoffabsorber (120cc) enthalten, um die Feuchtigkeit in der Flasche zu kontrollieren.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

Sandoz GmbH, 6250 Kundl, √Ėsterreich

Hersteller:

Salutas Pharma GmbH, 39179 Barleben, Deutschland

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) und im Vereinigten Königreich (Nordirland) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Dänemark: Abacavir/Lamivudine Sandoz

Deutschland: Abacavir/Lamivudin HEXAL 600 mg/300 mg Filmtabletten Estland: Abacavir/Lamivudine Sandoz

Finnland: Abacavir/Lamivudine Sandoz, 600 mg/300 mg, kalvopäällysteiset tabletit Niederlande: Abacavir HCl/Lamivudine 600 mg/300 mg, filmomhulde tabletten

Polen: Abacavir + Lamivudine Sandoz

Schweden: Abacavir/Lamivudine Sandoz, 600 mg/300 mg, filmdragerade tabletter Spanien: Abacavir/Lamivudina Sandoz 600 mg/300 mg comprimidos recubiertos con

película EFG

Nordirland: Abacavir/Lamivudine Sandoz 600 mg/300 mg Film-coated Tablets Zypern: Abacavir/Lamivudine Sandoz

Z.Nr.: 137111

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im April 2023.

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Wirkstoff(e) Lamivudin
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Sandoz GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 16.08.2016
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Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden