Wirkstoff(e) Atenolol Nifedipin
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Bayer
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
ATC Code C07FB03
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Beta-Adrenozeptorantagonisten, andere Kombinationen

Zulassungsinhaber

Bayer

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Beta Adalat wird zur Behandlung von Bluthochdruck und wiederkehrenden, stechenden Brustschmerzen, die durch eine Verengung der Herzkranzgefäße hervorgerufen werden (chronisch stabile Angina pectoris), eingesetzt.

Beta Adalat enthält 2 Wirkstoffe, die einander in ihrer Wirkung ergänzen.

Atenolol √ľbt eine blockierende Wirkung auf bestimmte Rezeptoren des Herzens aus (Betablocker). Die Herzarbeit nimmt ab und es sinken in der Folge der Sauerstoffverbrauch des Herzens und der Blutdruck.

Nifedipin ist ein Calciumkanalblocker und wirkt gefäßerweiternd. Dadurch wird die Durchblutung des Herzens gesteigert, das Herz entlastet und wiederum ein erhöhter Blutdruck gesenkt.

Die Anwendung sollte nur erfolgen, wenn mit den Einzelwirkstoffen zuvor kein ausreichender Behandlungserfolg zu erzielen war.

Anzeige

Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Beta Adalat darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen Nifedipin oder Atenolol oder einen der sonstigen Bestandteile von Beta Adalat sind.
  • wenn Sie einen Herz-Kreislauf-Schock erlitten haben,
  • wenn Sie an bestimmten Herzkrankheiten leiden (unangemessen therapierte Herzinsuffizienz, dekompensierte Herzinsuffizienz, NYHA Grad III und IV),
  • wenn Sie an schwerwiegender Aortenstenose (Einengung des Ausflusstraktes der linken Herzkammer) leiden,
  • wenn Sie an bestimmten Herzrhythmusst√∂rungen (wie AV-Block Grad 2 und 3, Sick Sinus Syndrom, SA Block) leiden,
  • wenn Sie an bekannter Nierenfunktionsst√∂rung leiden,
  • wenn sie an ausgepr√§gter verlangsamter Herzt√§tigkeit (Bradykardie) leiden (weniger als 50 Herzschl√§ge je Minute),
  • wenn sie an niedrigem Blutdruck leiden (weniger als 90 mm Hg),
  • wenn Sie an schweren Durchblutungsst√∂rungen in H√§nden und F√ľ√üen leiden,
  • wenn Sie eine stoffwechselbedingte √úbers√§uerung von Blut oder K√∂rper (metabolische Azidose) haben,
  • wenn Sie eine Neigung zu Kr√§mpfen der Atemwege (Bronchialasthma) oder einen akuten Asthmaanfall haben,
  • wenn Sie gleichzeitig MAO-Hemmer (stimmungsaufhellende Medikamente) anwenden,
  • wenn Sie gleichzeitig Rifampicin (bestimmtes Antibiotikum) einnehmen,
  • wenn Sie gleichzeitig bestimmte andere Arzneimittel zur Blutdrucksenkung (Calciumantagonisten vom Verapamil- und Diltiazemtyp) anwenden,
  • wenn Sie schwanger sind oder stillen,
  • wenn Sie an instabiler Angina pectoris leiden,
  • wenn Sie eine akute Erkrankung der Herzkranzgef√§√üe (Herzinfarkt) haben, darf Beta Adalat innerhalb der ersten 4 Wochen nicht angewendet werden.
  • wenn Sie an einem bestimmten unbehandelten Tumor des Nebennierenmarks (Ph√§ochromozytom) leiden,
  • wenn Sie ein schwerwiegendes Leber- oder Nierenversagen haben.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Beta Adalat ist erforderlich,

  • wenn Sie bestimmte leichte Herzrhythmusst√∂rungen (AV-Block Grad 1) haben,
  • wenn Sie eine leichte Herzschw√§che (NYHA Grad II) haben,
  • wenn Sie Diabetes (Zuckerkrankheit) mit stark schwankenden Blutzuckerspiegeln haben, nach langen Fastenperioden oder bei schwerer k√∂rperlicher Belastung,
  • bei Patienten mit einem bestimmten Tumor des Nebennierenmarks (Ph√§ochromozytom),
  • wenn Sie oder ein naher Verwandter an Schuppenflechte (Psoriasis) leiden,
  • wenn Sie jemals schwere √úberempfindlicheitsreaktionen hatten,
  • wenn Sie gleichzeitig eine Behandlung zur Schw√§chung einer allergischen Reaktionsbereitschaft (Hyposensibilisierungstherapie) erhalten,
  • wenn Sie an milden Durchblutungsst√∂rungen der H√§nde und F√ľ√üe leiden,
  • bei Dialysepatienten mit ausgepr√§gt niedrigem Blutdruck,
  • wenn Sie Leber- und Nierenfunktionsst√∂rungen haben, muss die Dosis vorsichtig angepasst werden.

Beta Adalat kann die Beschwerden einer Schilddr√ľsen√ľberfunktion √ľberlagern.

Wenn Sie an einer dieser Krankheiten leiden, sprechen Sie vor Beginn der Behandlung mit Ihrem Arzt.

M√§nner, die wiederholt und erfolglos mittels k√ľnstlicher Befruchtung ein Kind zu zeugen versuchten, sollten ihrem Arzt mitteilen, dass sie Beta Adalat einnehmen, da der Vorgang dadurch m√∂glicherweise beeintr√§chtigt wird.

Bei Langzeittherapie wird Ihr Arzt regelm√§√üige Kontrollen durchf√ľhren (Leber- und Nierenfunktion, Serumelektrolyte (K), Blutbild).

Die Anwendung von Beta Adalat - Kapseln kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen f√ľhren.

Bei Einnahme von Beta Adalat mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Wenn Beta Adalat gleichzeitig mit anderen blutdrucksenkenden Arzneimitteln wie gefäßerweiternden Arzneimitteln, Diuretika (zur Entwässerung), bestimmten Narkose- Schlaf- und Beruhigungsmitteln sowie Stimmungsaufhellern oder Alkohol angewendet wird, ist eine verstärkte blutdrucksenkende Wirkung möglich.

Mit den folgenden Arzneimitteln sind Wechselwirkungen möglich. Die gleichzeitige Einnahme kann die Wirkung von Beta Adalat und dem gleichzeitig verabreichten Arzneimittel entweder abschwächen oder verstärken.

Wechselwirkungen von Atenolol sind m√∂glich mit: entz√ľndungshemmenden Arzneimitteln (z.B. Ibuprofen, Indomethacin),

herzkreislaufwirksamen Medikamenten (Reserpin, őĪ-Methyldopa, Clonidin, Guanethidin, Guanfacin oder Herzglykosiden, intraven√∂sen √ü-Rezeptoren Blockern), Insulin oder anderen Mitteln gegen Zuckerkrankheit, herzwirksamen Medikamenten (Kalziumantagonisten vom Verapamiltyp oder Diltiazemtyp oder andere Antiarrythmika), dem Hormon Noradrenalin, stimmungsaufhellenden Medikamenten (Adrenalin oder MAO-Hemmer), Medikamenten zur Narkose, Nervengiften (Tubocurarine).

Wechselwirkungen von Nifedipin sind möglich mit:

Bestimmten Herzmedikamenten (Beta-Rezeptor-Blockern), Arzneimitteln, die das Cytochrom P450 3A4-System anregen oder hemmen, bestimmten Migr√§nemedikamenten (Ergotamin), Vincristin (bei Krebserkrankungen), bestimmten Antibiotika (Rifampicin, Makrolidantibiotika), bestimmten Anti-HIV-Pr√§paraten (z.B. Amprenavir, Indinavir, Nelfinavir, Ritonavir, Saquinavir), bestimmten Arzneimitteln gegen Pilzinfektionen (z.B. Ketoconazol, Itraconazol, Fluconazol), Medikamenten zur Behandlung psychischer Erkrankungen (Fluoxetin, Nefazodon, Quinupristin/Dalfopristin, Valproins√§ure), Medikamenten zur Behandlung von Magen- und Zw√∂lffingerdarmgeschw√ľren (Cimetidin), Medikamenten zur Behandlung von Epilepsie (wie zum Beispiel Phenytoin, Carbamazepin und Phenobarbital), anderen Herz- und Bluthochdruckmedikamenten (Diuretika, √ü-Blockern, ACE-Hemmern, Kalziumantagonisten vom Verapamil- oder Dilitazem-Typ, anderen Calziumantagonisten, őĪ- adrenergen Blockern, PDE5 Hemmern, őĪ-Methyldopa, Digoxin, Chinidin), einem bestimmten Wirkstoff gegen Absto√üungsreaktionen nach Transplantationen (Tacrolimus), Magnesiumsulfat intraven√∂s.

Einfluss auf Laborwerte:

Durch Beta Adalat können Laborwerte verfälscht werden. Teilen Sie dem Personal mit, dass Sie Beta Adalat einnehmen.

Bei Einnahme von Beta Adalat zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Sie sollten während einer Beta Adalat -Therapie das Verzehren von Grapefruit oder Trinken von Grapefruitsaft vermeiden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, d√ľrfen Sie Beta Adalat nicht anwenden.

Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsf√§higkeit und Verkehrst√ľchtigkeit beeintr√§chtigen. Besonders zu Behandlungsbeginn und bei einem Pr√§paratewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol kann die F√§higkeit zur aktiven Teilnahme am Stra√üenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeintr√§chtigt werden.

Wichtige Informationen √ľber bestimmte sonstige Bestandteile von Beta Adalat

1 Kapsel enthält 10 mg Lactose-Monohydrat (Milchzucker). Wenn Sie eine Unverträglichkeit gegen bestimmte Zucker haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen.

Anzeige

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Beta Adalat immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosis:

Erwachsene:

Nehmen Sie bei Bluthochdruck einmal täglich (morgens) 1 Kapsel Beta Adalat ein.

Nehmen Sie bei chronisch stabiler Angina pectoris zweimal täglich (morgens und abends) 1 Kapsel Beta Adalat ein.

Kinder:

Da es keine Erfahrung bei Kindern gibt, wird dieses Pr√§parat f√ľr Kinder nicht empfohlen.

Maximale Tagesdosis

Die Dosis darf 1 Kapsel Beta Adalat zweimal t√§glich nicht √ľbersteigen.

Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsstörungen

Ist Ihre Nierenfunktion leicht eingeschr√§nkt, ist keine √Ąnderung der Dosierung erforderlich. Beim Vorliegen einer stark eingeschr√§nkten Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance <30 ml/min) darf Beta Adalat nicht angewendet werden.

Bei stark eingeschr√§nkter Leberfunktion sollten Sie eine Dosierung von 1 Kapsel Beta Adalat t√§glich nicht √ľberschreiten.

Wenn Sie älter als 65 Jahre sind, sollten Sie bei Bluthochdruck nicht mehr als 1 Kapsel Beta Adalat täglich, im Fall von Angina pectoris nicht mehr als 1 Kapsel Beta Adalat zweimal täglich einnehmen.

Die Kapseln m√ľssen morgens und, wenn verordnet, abends unzerkaut mit etwas Fl√ľssigkeit eingenommen werden. Die Kapsel wird am besten zu den Mahlzeiten eingenommen. Der Abstand zwischen zwei Verabreichungen betr√§gt 12 Stunden.

Dauer der Anwendung

Die Dauer der Einnahme bestimmt der behandelnde Arzt. Die Behandlung des Bluthochdrucks ist in der Regel eine Langzeitbehandlung.

Die Behandlung des Bluthochdrucks mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle.

Wenn Sie eine größere Menge von Beta Adalat eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie versehentlich zu viele Beta Adalat-Kapseln eingenommen haben, benachrichtigen Sie bitte den Arzt. Er entscheidet √ľber die erforderlichen Ma√ünahmen. Es k√∂nnen folgende Symptome beobachtet werden: Bewusstseinsst√∂rungen bis hin zum Koma, pl√∂tzliche

Herzschwäche, starker Blutdruckabfall, sehr schneller oder verlangsamter Herzschlag, niedriger Blutzuckerspiegel, Übersäuerung (metabolische Azidose), Sauerstoffmangel und Schock mit Wasseransammlung in der Lunge und Krämpfen der Atemwege.

Die allgemeine Behandlung erfordert eine engmaschige √úberwachung und Therapie in einer Intensivstation.

F√ľr den Arzt: Hinweise zur Behandlung bei √úberdosierung finden Sie am Ende dieser Gebrauchsinformation!

Wenn Sie die Einnahme von Beta Adalat vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Wenn Sie die Einnahme einer Dosis vergessen haben, nehmen Sie diese ein, sobald Sie das bemerken. Wenn der nächste Einnahmezeitpunkt schon beinahe erreicht ist, lassen Sie die vergessene Dosis aus und nehmen Sie die nächste Dosis zur gewohnten Zeit ein.

Wenn Sie die Einnahme von Beta Adalat abbrechen

Sie d√ľrfen die Behandlung mit Beta Adalat nicht pl√∂tzlich abbrechen, insbesondere wenn Sie an koronarer Herzkrankheit leiden. Bei pl√∂tzlichem Absetzen kann es zu einem verst√§rkten, erneuten Auftreten Ihrer Krankheit kommen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Anzeige

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Beta Adalat Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr√§chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Nebenwirkungen treten meistens zu Beginn der Therapie oder bei hohen Dosierungen auf. Die folgenden Nebenwirkungen wurden während der Behandlung mit Beta Adalat beobachtet. Bei der Bewertung der Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: bei mehr als 1 von 10 Behandelten

H√§ufig: bei weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten Gelegentlich: bei weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1.000 Behandelten Selten: bei weniger als 1 von 1.000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten Sehr selten: bei weniger als 1 von 10.000 Behandelten, einschlie√ülich Einzelf√§lle Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Selten: Hautblutungen (Purpura), Blutarmut (Anämie), Veränderungen des Blutbilds (Leukopenie, Thrombozytopenie; Thrombozytopenische Purpura)

Sehr selten: Starke Verminderung bestimmter weißer Blutzellen (Agranulozytose)

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr h√§ufig: Kopfschmerzen, besonders am Beginn der Behandlung H√§ufig: Benommenheit, M√ľdigkeit, Schwindel, Schw√§che

Gelegentlich: Schlafst√∂rungen, Kribbeln oder Taubheit (Par√§sthesien), Schwindel Selten: Verwirrtheit, Stimmungsschwankungen, Depressionen, Alptr√§ume, Psychosen, Halluzinationen, Empfindungsst√∂rungen (Par√§sthesien, Tremor, Dysosmien und Dysgeusien), Nervosit√§t, Schlafst√∂rungen, gesteigerte Gem√ľtserregbarkeit

Sehr selten: Angstzustände, Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen

Herzerkrankungen und Gefäßerkrankungen

H√§ufig: Flush (Gesichtsr√∂tung, W√§rmegef√ľhl), √Ėdeme (Wasseransammlungen im Gewebe), verlangsamte Herzt√§tigkeit, kalte Gliedma√üen

Gelegentlich: Blutdruckabfall beim Aufstehen (orthostatische Hypotonie), welche mit Ohnmacht einhergehen kann, Herzblock, Verstärkung einer bestehenden Durchblutungsstörung der Beine (Claudicatio intermittens), insbesondere zu Beginn der Behandlung oder bei Dosiserhöhung, bzw. nach abruptem Absetzen: Angina-pectoris- Anfälle, beziehungsweise Zunahme von Häufigkeit, Dauer und Schweregrad der Anfälle, stärkere hypotone Reaktionen, unregelmäßiger Herzschlag (Palpitationen und Tachykardien, ventrikuläre Arrhythmien, Reizleitungsstörungen, Exazerbation von supraventrikulären Arrhythmien), Blutflussverringerung in den Fingern bei Patienten mit Raynaud-Phänomen

Selten: Verschlechterung einer Herzschwäche, mangelnde Durchblutung von Fingern oder Zehen (Raynaud Syndrom)

Sehr selten: Herzinfarkt, äußerst selten ca. 15-30 Minuten nach der Einnahme Schmerzen im Bereich der Brust (unter Umständen Angina pectoris-artige Beschwerden), Bradyarrhythmien und Ohnmacht

Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes

Häufig: Magen-Darm-Störungen, Übelkeit Gelegentlich: Mundtrockenheit

Selten: Verdauungsstörungen (Dyspepsie, Durchfall), Bauchschmerzen, Verstopfung (Obstipation), Blähungen (Flatulenz), Erbrechen, Aufstoßen, Appetitlosigkeit (Anorexie), Mundtrockenheit

Sehr selten: vor√ľbergehende Wucherung des Zahnfleisches (Gingiva-Hyperplasie) nach l√§ngerer Behandlung

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

H√§ufig: Schw√§chegef√ľhl, M√ľdigkeit

Gelegentlich: Schwindel, Fieber, Schwellungen des Kehlkopfs, Krämpfe der Bronchialmuskulatur, allergieähnliche Reaktion

Erkrankungen des Immunsystems

Sehr selten: Zunahme bestimmter (antinuklearer) Antikörper

Augenerkrankungen

Selten: Sehst√∂rungen, Trockenheit der Augen, leichte, vor√ľbergehende √Ąnderung der optischen Wahrnehmung, Sehschw√§che

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mittelfells

Gelegentlich: Atemnot (Bronchospasmus) bei Patienten mit Bronchialasthma oder asthmatischen Beschwerden

sehr selten: Lungenödem

Leber- und Gallenerkrankungen

Gelegentlich: Erhöhung der Leberwerte (Transaminasewerte, alkalischer Phosphatase, LDH, CK)

Selten: Leberreaktionen (hepatotoxische Reaktionen einschließlich intrahepatische Cholestase)

Nicht bekannt: Gelbsucht

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich: Allergische Hautreaktionen (z.B.: Hautrötung (Erythem), Juckreiz (Pruritus), Nesselausschlag (Urtikaria))

Selten: Psoriasisartige Hautreaktionen, Verschlechterung einer Psoriasis, Hautreizung, Haarausfall (Alopezie), andere Hautreaktionen (Juckreiz, Lichtempfindlichkeit, Nesselausschlag), Schwellung von Haut und Schleimhäuten, Schwitzen

Sehr selten: Exfoliative Dermatitis (starke Entz√ľndung der Haut)

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdr√ľse

Selten: Impotenz, Peyronie-Krankheit (f√ľhrt zur Penisverkr√ľmmung)

Sehr selten: Vor√ľbergehende Vergr√∂√üerung der Brustdr√ľsen beim Mann (Gyn√§komastie) Nicht bekannt: Vor√ľbergehende Ver√§nderung der Spermien

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Häufig: erhöhter Harnsäurespiegel (Hyperurikämie)

Gelegentlich: Unterzuckerung nach längerem strengen Fasten oder schwerer körperlicher Belastung bei gleichzeitiger Therapie mit Atenolol

Selten: Überzucker (Hyperglykämie)

Sehr selten: Störungen im Fettstoffwechsel, Verminderung des HDL-Cholesterins, Erhöhung der Triglyceride im Plasma

Erkrankungen der Niere und Harnwege

sehr selten: Harnveränderungen (BUN- und Kreatininanstieg bei vorgeschädigter Niere), Glomerulosklerose, Immunkomplexnephritis, nächtliches Wasserlassen (Nykturie) bei Patienten mit Prostatahyperplasie, vermehrter Harndrang, erhöhte Harnmengen

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen:

selten: Muskelschmerzen (Myalgie), Gelenksschmerzen (Arthralgie), Muskelkrämpfe

Hormonelle Erkrankungen

sehr selten: vor√ľbergehender √úberzucker

Psychiatrische Erkrankungen

sehr selten: Krankhafte Unruhe (Agitiertheit), depressive Beschwerden

Anzeige

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht √ľber 25¬į C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um das Arzneimittel vor Licht und Feuchtigkeit zu sch√ľtzen.

Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren.

Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und Blister angegebenen Verfalldatum (Verwendbar bis:; Verw. bis.:) nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr ben√∂tigen. Diese Ma√ünahme hilft die Umwelt zu sch√ľtzen.

Anzeige

Weitere Informationen

Was Beta Adalat enthält

Die Wirkstoffe sind: Atenolol und Nifedipin

1 Kapsel enthält 20 mg Nifedipin (entsprechend einer Adalat retard 20 mg - Filmtablette) und 50 mg Atenolol.

Die sonstigen Bestandteile sind: Magnesiumcarbonat, Gelatine, Maisstärke, mikrokristalline Cellulose, Lactose - Monohydrat, Hypromellose, Magnesiumstearat, Polysorbat 80, Natriumdodecylsulfat, Macrogol 4000, Eisenoxid rot (E 172), Titandioxid (E 171), Drucktinte (Opacode S-1-7085).

Wie Beta Adalat aussieht und Inhalt der Packung

Beta Adalat - Kapseln sind r√∂tlich braune, undurchsichtige Hartkapseln, bedruckt mit Bayer- Kreuz und Beta Adalat. Sie sind in PP/Al ‚Äď Blisterpackungen zu 28 St√ľck erh√§ltlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Zulassungsinhaber

Bayer Austria, 1160 Wien

Hersteller

Bayer Pharma AG, Betrieb: 51368 Leverkusen, Deutschland

Z.Nr.: 1-18627

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im November 2011.

Die folgenden Informationen sind nur f√ľr √Ąrzte und medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Therapie bei √úberdosierung:

Die allgemeine Behandlung muss eine engmaschige √úberwachung beinhalten, Therapie in einer Intensivstation und eine Magensp√ľlung sowie die Verabreichung von Aktivkohle und Laxantien, um die Absorption von noch im Gastrointestinaltrakt vorhandenen Wirkstoffen zu verhindern. Weiters sollte eine Hypotonie bzw. ein Schockzustand mit Plasma oder Plasmaersatz behandelt werden.

Eine schwerwiegende Bradykardie kann mit 1-2 mg Atropin intraven√∂s behandelt werden. Wenn n√∂tig, kann diese Behandlung von einer 10 mg Glucagon Bolusdosis intraven√∂s gefolgt werden. Gegebenenfalls kann diese Behandlung je nach Ansprechen gefolgt von einer intraven√∂sen Glucagoninfusion mit 1-10 mg/h wiederholt werden. Intraven√∂ses Kalziumgluconat kann bei einer Hypotonie durch Nifedipin helfen. Spricht der Patient nicht an oder ist Glucagon nicht verf√ľgbar, so muss ein Beta-adrenozeptoren stimulierendes Arzneimittel wie Dobutamin 2,5-10 ¬Ķg/kg/min als intraven√∂se Infusion verabreicht werden. Dobutamin kann aufgrund seines positiv ionotropen Effektes auch zur Behandlung der Hypotonie und der akuten Herzinsuffizienz eingesetzt werden. Es ist m√∂glich, dass diese Dosierungen nicht ausreichen, um die Wirkungen der Beta-Blockade einer schweren √úberdosierung am Herzen umzukehren. Die Dosis von Dobutamin kann, wenn n√∂tig, angepasst an die klinischen Umst√§nde des Patienten, erh√∂ht werden.

Bei Bronchospasmus wird die Inhalation eines √ü2-Stimulans wie Salbutamol (2 Pumpst√∂√üe) oder Orciprenalinsulfat (0,5-1 mg) langsam intraven√∂s empfohlen. F√ľr generalisierte Kr√§mpfe wird die Verabreichung von Diazepam langsam intraven√∂s empfohlen.

Andere m√∂gliche Therapieformen in F√§llen von lebensbedrohlichen Intoxikationen sind: Herzschrittmacher, k√ľnstliche Beatmung und H√§modialyse (Atenolol) bzw. Plasmapherese (Nifedipin).

Nifedipin ist aufgrund der hohen Proteinbindung (ca. 95%) nicht dialysierbar.

Anzeige

Wirkstoff(e) Atenolol Nifedipin
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Bayer
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
ATC Code C07FB03
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Beta-Adrenozeptorantagonisten, andere Kombinationen

Teilen

Anzeige

Ihr persönlicher Arzneimittel-Assistent

afgis-Qualit√§tslogo mit Ablauf Jahr/Monat: Mit einem Klick auf das Logo √∂ffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen √ľber medikamio GmbH & Co KG und sein/ihr Internet-Angebot: medikamio.com/ This website is certified by Health On the Net Foundation. Click to verify.
Medikamente

Durchsuche hier unsere umfangreiche Datenbank zu Medikamenten von A-Z, mit Wirkung und Inhaltsstoffen.

Wirkstoffe

Alle Wirkstoffe mit ihrer Anwendung, chemischen Zusammensetzung und Arzneien, in denen sie enthalten sind.

Krankheiten

Ursachen, Symptome und Behandlungsm√∂glichkeiten f√ľr h√§ufige Krankheiten und Verletzungen.

Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden