Beta Adalat - Kapseln

Beta Adalat - Kapseln
Wirkstoff(e)Atenolol, Nifedipin
Zulassungslandat
ZulassungsinhaberBayer
ATC CodeC07FB03
AbgabestatusAbgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
VerschreibungsstatusArzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische GruppeBeta-Adrenozeptorantagonisten, andere Kombinationen

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Beta Adalat wird zur Behandlung von Bluthochdruck und wiederkehrenden, stechenden Brustschmerzen, die durch eine Verengung der Herzkranzgefäße hervorgerufen werden (chronisch stabile Angina pectoris), eingesetzt.

Beta Adalat enthält 2 Wirkstoffe, die einander in ihrer Wirkung ergänzen.

Atenolol übt eine blockierende Wirkung auf bestimmte Rezeptoren des Herzens aus (Betablocker). Die Herzarbeit nimmt ab und es sinken in der Folge der Sauerstoffverbrauch des Herzens und der Blutdruck.

Nifedipin ist ein Calciumkanalblocker und wirkt gefäßerweiternd. Dadurch wird die Durchblutung des Herzens gesteigert, das Herz entlastet und wiederum ein erhöhter Blutdruck gesenkt.

Die Anwendung sollte nur erfolgen, wenn mit den Einzelwirkstoffen zuvor kein ausreichender Behandlungserfolg zu erzielen war.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Beta Adalat darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Nifedipin oder Atenolol oder einen der sonstigen Bestandteile von Beta Adalat sind.
  • wenn Sie einen Herz-Kreislauf-Schock erlitten haben,
  • wenn Sie an bestimmten Herzkrankheiten leiden (unangemessen therapierte Herzinsuffizienz, dekompensierte Herzinsuffizienz, NYHA Grad III und IV),
  • wenn Sie an schwerwiegender Aortenstenose (Einengung des Ausflusstraktes der linken Herzkammer) leiden,
  • wenn Sie an bestimmten Herzrhythmusstörungen (wie AV-Block Grad 2 und 3, Sick Sinus Syndrom, SA Block) leiden,
  • wenn Sie an bekannter Nierenfunktionsstörung leiden,
  • wenn sie an ausgeprägter verlangsamter Herztätigkeit (Bradykardie) leiden (weniger als 50 Herzschläge je Minute),
  • wenn sie an niedrigem Blutdruck leiden (weniger als 90 mm Hg),
  • wenn Sie an schweren Durchblutungsstörungen in Händen und Füßen leiden,
  • wenn Sie eine stoffwechselbedingte Übersäuerung von Blut oder Körper (metabolische Azidose) haben,
  • wenn Sie eine Neigung zu Krämpfen der Atemwege (Bronchialasthma) oder einen akuten Asthmaanfall haben,
  • wenn Sie gleichzeitig MAO-Hemmer (stimmungsaufhellende Medikamente) anwenden,
  • wenn Sie gleichzeitig Rifampicin (bestimmtes Antibiotikum) einnehmen,
  • wenn Sie gleichzeitig bestimmte andere Arzneimittel zur Blutdrucksenkung (Calciumantagonisten vom Verapamil- und Diltiazemtyp) anwenden,
  • wenn Sie schwanger sind oder stillen,
  • wenn Sie an instabiler Angina pectoris leiden,
  • wenn Sie eine akute Erkrankung der Herzkranzgefäße (Herzinfarkt) haben, darf Beta Adalat innerhalb der ersten 4 Wochen nicht angewendet werden.
  • wenn Sie an einem bestimmten unbehandelten Tumor des Nebennierenmarks (Phäochromozytom) leiden,
  • wenn Sie ein schwerwiegendes Leber- oder Nierenversagen haben.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Beta Adalat ist erforderlich,

  • wenn Sie bestimmte leichte Herzrhythmusstörungen (AV-Block Grad 1) haben,
  • wenn Sie eine leichte Herzschwäche (NYHA Grad II) haben,
  • wenn Sie Diabetes (Zuckerkrankheit) mit stark schwankenden Blutzuckerspiegeln haben, nach langen Fastenperioden oder bei schwerer körperlicher Belastung,
  • bei Patienten mit einem bestimmten Tumor des Nebennierenmarks (Phäochromozytom),
  • wenn Sie oder ein naher Verwandter an Schuppenflechte (Psoriasis) leiden,
  • wenn Sie jemals schwere Überempfindlicheitsreaktionen hatten,
  • wenn Sie gleichzeitig eine Behandlung zur Schwächung einer allergischen Reaktionsbereitschaft (Hyposensibilisierungstherapie) erhalten,
  • wenn Sie an milden Durchblutungsstörungen der Hände und Füße leiden,
  • bei Dialysepatienten mit ausgeprägt niedrigem Blutdruck,
  • wenn Sie Leber- und Nierenfunktionsstörungen haben, muss die Dosis vorsichtig angepasst werden.

Beta Adalat kann die Beschwerden einer Schilddrüsenüberfunktion überlagern.

Wenn Sie an einer dieser Krankheiten leiden, sprechen Sie vor Beginn der Behandlung mit Ihrem Arzt.

Männer, die wiederholt und erfolglos mittels künstlicher Befruchtung ein Kind zu zeugen versuchten, sollten ihrem Arzt mitteilen, dass sie Beta Adalat einnehmen, da der Vorgang dadurch möglicherweise beeinträchtigt wird.

Bei Langzeittherapie wird Ihr Arzt regelmäßige Kontrollen durchführen (Leber- und Nierenfunktion, Serumelektrolyte (K), Blutbild).

Die Anwendung von Beta Adalat - Kapseln kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Bei Einnahme von Beta Adalat mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Wenn Beta Adalat gleichzeitig mit anderen blutdrucksenkenden Arzneimitteln wie gefäßerweiternden Arzneimitteln, Diuretika (zur Entwässerung), bestimmten Narkose- Schlaf- und Beruhigungsmitteln sowie Stimmungsaufhellern oder Alkohol angewendet wird, ist eine verstärkte blutdrucksenkende Wirkung möglich.

Mit den folgenden Arzneimitteln sind Wechselwirkungen möglich. Die gleichzeitige Einnahme kann die Wirkung von Beta Adalat und dem gleichzeitig verabreichten Arzneimittel entweder abschwächen oder verstärken.

Wechselwirkungen von Atenolol sind möglich mit: entzündungshemmenden Arzneimitteln (z.B. Ibuprofen, Indomethacin),

herzkreislaufwirksamen Medikamenten (Reserpin, α-Methyldopa, Clonidin, Guanethidin, Guanfacin oder Herzglykosiden, intravenösen ß-Rezeptoren Blockern), Insulin oder anderen Mitteln gegen Zuckerkrankheit, herzwirksamen Medikamenten (Kalziumantagonisten vom Verapamiltyp oder Diltiazemtyp oder andere Antiarrythmika), dem Hormon Noradrenalin, stimmungsaufhellenden Medikamenten (Adrenalin oder MAO-Hemmer), Medikamenten zur Narkose, Nervengiften (Tubocurarine).

Wechselwirkungen von Nifedipin sind möglich mit:

Bestimmten Herzmedikamenten (Beta-Rezeptor-Blockern), Arzneimitteln, die das Cytochrom P450 3A4-System anregen oder hemmen, bestimmten Migränemedikamenten (Ergotamin), Vincristin (bei Krebserkrankungen), bestimmten Antibiotika (Rifampicin, Makrolidantibiotika), bestimmten Anti-HIV-Präparaten (z.B. Amprenavir, Indinavir, Nelfinavir, Ritonavir, Saquinavir), bestimmten Arzneimitteln gegen Pilzinfektionen (z.B. Ketoconazol, Itraconazol, Fluconazol), Medikamenten zur Behandlung psychischer Erkrankungen (Fluoxetin, Nefazodon, Quinupristin/Dalfopristin, Valproinsäure), Medikamenten zur Behandlung von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren (Cimetidin), Medikamenten zur Behandlung von Epilepsie (wie zum Beispiel Phenytoin, Carbamazepin und Phenobarbital), anderen Herz- und Bluthochdruckmedikamenten (Diuretika, ß-Blockern, ACE-Hemmern, Kalziumantagonisten vom Verapamil- oder Dilitazem-Typ, anderen Calziumantagonisten, α- adrenergen Blockern, PDE5 Hemmern, α-Methyldopa, Digoxin, Chinidin), einem bestimmten Wirkstoff gegen Abstoßungsreaktionen nach Transplantationen (Tacrolimus), Magnesiumsulfat intravenös.

Einfluss auf Laborwerte:

Durch Beta Adalat können Laborwerte verfälscht werden. Teilen Sie dem Personal mit, dass Sie Beta Adalat einnehmen.

Bei Einnahme von Beta Adalat zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Sie sollten während einer Beta Adalat -Therapie das Verzehren von Grapefruit oder Trinken von Grapefruitsaft vermeiden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, dürfen Sie Beta Adalat nicht anwenden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen. Besonders zu Behandlungsbeginn und bei einem Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol kann die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Beta Adalat

1 Kapsel enthält 10 mg Lactose-Monohydrat (Milchzucker). Wenn Sie eine Unverträglichkeit gegen bestimmte Zucker haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Beta Adalat immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Erwachsene:

Nehmen Sie bei Bluthochdruck einmal täglich (morgens) 1 Kapsel Beta Adalat ein.

Nehmen Sie bei chronisch stabiler Angina pectoris zweimal täglich (morgens und abends) 1 Kapsel Beta Adalat ein.

Kinder:

Da es keine Erfahrung bei Kindern gibt, wird dieses Präparat für Kinder nicht empfohlen.

Maximale Tagesdosis

Die Dosis darf 1 Kapsel Beta Adalat zweimal täglich nicht übersteigen.

Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsstörungen

Ist Ihre Nierenfunktion leicht eingeschränkt, ist keine Änderung der Dosierung erforderlich. Beim Vorliegen einer stark eingeschränkten Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance <30 ml/min) darf Beta Adalat nicht angewendet werden.

Bei stark eingeschränkter Leberfunktion sollten Sie eine Dosierung von 1 Kapsel Beta Adalat täglich nicht überschreiten.

Wenn Sie älter als 65 Jahre sind, sollten Sie bei Bluthochdruck nicht mehr als 1 Kapsel Beta Adalat täglich, im Fall von Angina pectoris nicht mehr als 1 Kapsel Beta Adalat zweimal täglich einnehmen.

Die Kapseln müssen morgens und, wenn verordnet, abends unzerkaut mit etwas Flüssigkeit eingenommen werden. Die Kapsel wird am besten zu den Mahlzeiten eingenommen. Der Abstand zwischen zwei Verabreichungen beträgt 12 Stunden.

Dauer der Anwendung

Die Dauer der Einnahme bestimmt der behandelnde Arzt. Die Behandlung des Bluthochdrucks ist in der Regel eine Langzeitbehandlung.

Die Behandlung des Bluthochdrucks mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle.

Wenn Sie eine größere Menge von Beta Adalat eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie versehentlich zu viele Beta Adalat-Kapseln eingenommen haben, benachrichtigen Sie bitte den Arzt. Er entscheidet über die erforderlichen Maßnahmen. Es können folgende Symptome beobachtet werden: Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma, plötzliche

Herzschwäche, starker Blutdruckabfall, sehr schneller oder verlangsamter Herzschlag, niedriger Blutzuckerspiegel, Übersäuerung (metabolische Azidose), Sauerstoffmangel und Schock mit Wasseransammlung in der Lunge und Krämpfen der Atemwege.

Die allgemeine Behandlung erfordert eine engmaschige Überwachung und Therapie in einer Intensivstation.

Für den Arzt: Hinweise zur Behandlung bei Überdosierung finden Sie am Ende dieser Gebrauchsinformation!

Wenn Sie die Einnahme von Beta Adalat vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Wenn Sie die Einnahme einer Dosis vergessen haben, nehmen Sie diese ein, sobald Sie das bemerken. Wenn der nächste Einnahmezeitpunkt schon beinahe erreicht ist, lassen Sie die vergessene Dosis aus und nehmen Sie die nächste Dosis zur gewohnten Zeit ein.

Wenn Sie die Einnahme von Beta Adalat abbrechen

Sie dürfen die Behandlung mit Beta Adalat nicht plötzlich abbrechen, insbesondere wenn Sie an koronarer Herzkrankheit leiden. Bei plötzlichem Absetzen kann es zu einem verstärkten, erneuten Auftreten Ihrer Krankheit kommen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Beta Adalat Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Nebenwirkungen treten meistens zu Beginn der Therapie oder bei hohen Dosierungen auf. Die folgenden Nebenwirkungen wurden während der Behandlung mit Beta Adalat beobachtet. Bei der Bewertung der Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: bei mehr als 1 von 10 Behandelten

Häufig: bei weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten Gelegentlich: bei weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1.000 Behandelten Selten: bei weniger als 1 von 1.000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten Sehr selten: bei weniger als 1 von 10.000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Selten: Hautblutungen (Purpura), Blutarmut (Anämie), Veränderungen des Blutbilds (Leukopenie, Thrombozytopenie; Thrombozytopenische Purpura)

Sehr selten: Starke Verminderung bestimmter weißer Blutzellen (Agranulozytose)

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr häufig: Kopfschmerzen, besonders am Beginn der Behandlung Häufig: Benommenheit, Müdigkeit, Schwindel, Schwäche

Gelegentlich: Schlafstörungen, Kribbeln oder Taubheit (Parästhesien), Schwindel Selten: Verwirrtheit, Stimmungsschwankungen, Depressionen, Alpträume, Psychosen, Halluzinationen, Empfindungsstörungen (Parästhesien, Tremor, Dysosmien und Dysgeusien), Nervosität, Schlafstörungen, gesteigerte Gemütserregbarkeit

Sehr selten: Angstzustände, Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen

Herzerkrankungen und Gefäßerkrankungen

Häufig: Flush (Gesichtsrötung, Wärmegefühl), Ödeme (Wasseransammlungen im Gewebe), verlangsamte Herztätigkeit, kalte Gliedmaßen

Gelegentlich: Blutdruckabfall beim Aufstehen (orthostatische Hypotonie), welche mit Ohnmacht einhergehen kann, Herzblock, Verstärkung einer bestehenden Durchblutungsstörung der Beine (Claudicatio intermittens), insbesondere zu Beginn der Behandlung oder bei Dosiserhöhung, bzw. nach abruptem Absetzen: Angina-pectoris- Anfälle, beziehungsweise Zunahme von Häufigkeit, Dauer und Schweregrad der Anfälle, stärkere hypotone Reaktionen, unregelmäßiger Herzschlag (Palpitationen und Tachykardien, ventrikuläre Arrhythmien, Reizleitungsstörungen, Exazerbation von supraventrikulären Arrhythmien), Blutflussverringerung in den Fingern bei Patienten mit Raynaud-Phänomen

Selten: Verschlechterung einer Herzschwäche, mangelnde Durchblutung von Fingern oder Zehen (Raynaud Syndrom)

Sehr selten: Herzinfarkt, äußerst selten ca. 15-30 Minuten nach der Einnahme Schmerzen im Bereich der Brust (unter Umständen Angina pectoris-artige Beschwerden), Bradyarrhythmien und Ohnmacht

Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes

Häufig: Magen-Darm-Störungen, Übelkeit Gelegentlich: Mundtrockenheit

Selten: Verdauungsstörungen (Dyspepsie, Durchfall), Bauchschmerzen, Verstopfung (Obstipation), Blähungen (Flatulenz), Erbrechen, Aufstoßen, Appetitlosigkeit (Anorexie), Mundtrockenheit

Sehr selten: vorübergehende Wucherung des Zahnfleisches (Gingiva-Hyperplasie) nach längerer Behandlung

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig: Schwächegefühl, Müdigkeit

Gelegentlich: Schwindel, Fieber, Schwellungen des Kehlkopfs, Krämpfe der Bronchialmuskulatur, allergieähnliche Reaktion

Erkrankungen des Immunsystems

Sehr selten: Zunahme bestimmter (antinuklearer) Antikörper

Augenerkrankungen

Selten: Sehstörungen, Trockenheit der Augen, leichte, vorübergehende Änderung der optischen Wahrnehmung, Sehschwäche

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mittelfells

Gelegentlich: Atemnot (Bronchospasmus) bei Patienten mit Bronchialasthma oder asthmatischen Beschwerden

sehr selten: Lungenödem

Leber- und Gallenerkrankungen

Gelegentlich: Erhöhung der Leberwerte (Transaminasewerte, alkalischer Phosphatase, LDH, CK)

Selten: Leberreaktionen (hepatotoxische Reaktionen einschließlich intrahepatische Cholestase)

Nicht bekannt: Gelbsucht

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich: Allergische Hautreaktionen (z.B.: Hautrötung (Erythem), Juckreiz (Pruritus), Nesselausschlag (Urtikaria))

Selten: Psoriasisartige Hautreaktionen, Verschlechterung einer Psoriasis, Hautreizung, Haarausfall (Alopezie), andere Hautreaktionen (Juckreiz, Lichtempfindlichkeit, Nesselausschlag), Schwellung von Haut und Schleimhäuten, Schwitzen

Sehr selten: Exfoliative Dermatitis (starke Entzündung der Haut)

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Selten: Impotenz, Peyronie-Krankheit (führt zur Penisverkrümmung)

Sehr selten: Vorübergehende Vergrößerung der Brustdrüsen beim Mann (Gynäkomastie) Nicht bekannt: Vorübergehende Veränderung der Spermien

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Häufig: erhöhter Harnsäurespiegel (Hyperurikämie)

Gelegentlich: Unterzuckerung nach längerem strengen Fasten oder schwerer körperlicher Belastung bei gleichzeitiger Therapie mit Atenolol

Selten: Überzucker (Hyperglykämie)

Sehr selten: Störungen im Fettstoffwechsel, Verminderung des HDL-Cholesterins, Erhöhung der Triglyceride im Plasma

Erkrankungen der Niere und Harnwege

sehr selten: Harnveränderungen (BUN- und Kreatininanstieg bei vorgeschädigter Niere), Glomerulosklerose, Immunkomplexnephritis, nächtliches Wasserlassen (Nykturie) bei Patienten mit Prostatahyperplasie, vermehrter Harndrang, erhöhte Harnmengen

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen:

selten: Muskelschmerzen (Myalgie), Gelenksschmerzen (Arthralgie), Muskelkrämpfe

Hormonelle Erkrankungen

sehr selten: vorübergehender Überzucker

Psychiatrische Erkrankungen

sehr selten: Krankhafte Unruhe (Agitiertheit), depressive Beschwerden

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 25° C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um das Arzneimittel vor Licht und Feuchtigkeit zu schützen.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und Blister angegebenen Verfalldatum (Verwendbar bis:; Verw. bis.:) nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Weitere Informationen

Was Beta Adalat enthält

Die Wirkstoffe sind: Atenolol und Nifedipin

1 Kapsel enthält 20 mg Nifedipin (entsprechend einer Adalat retard 20 mg - Filmtablette) und 50 mg Atenolol.

Die sonstigen Bestandteile sind: Magnesiumcarbonat, Gelatine, Maisstärke, mikrokristalline Cellulose, Lactose - Monohydrat, Hypromellose, Magnesiumstearat, Polysorbat 80, Natriumdodecylsulfat, Macrogol 4000, Eisenoxid rot (E 172), Titandioxid (E 171), Drucktinte (Opacode S-1-7085).

Wie Beta Adalat aussieht und Inhalt der Packung

Beta Adalat - Kapseln sind rötlich braune, undurchsichtige Hartkapseln, bedruckt mit Bayer- Kreuz und Beta Adalat. Sie sind in PP/Al – Blisterpackungen zu 28 Stück erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Zulassungsinhaber

Bayer Austria, 1160 Wien

Hersteller

Bayer Pharma AG, Betrieb: 51368 Leverkusen, Deutschland

Z.Nr.: 1-18627

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im November 2011.

Die folgenden Informationen sind nur für Ärzte und medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Therapie bei Überdosierung:

Die allgemeine Behandlung muss eine engmaschige Überwachung beinhalten, Therapie in einer Intensivstation und eine Magenspülung sowie die Verabreichung von Aktivkohle und Laxantien, um die Absorption von noch im Gastrointestinaltrakt vorhandenen Wirkstoffen zu verhindern. Weiters sollte eine Hypotonie bzw. ein Schockzustand mit Plasma oder Plasmaersatz behandelt werden.

Eine schwerwiegende Bradykardie kann mit 1-2 mg Atropin intravenös behandelt werden. Wenn nötig, kann diese Behandlung von einer 10 mg Glucagon Bolusdosis intravenös gefolgt werden. Gegebenenfalls kann diese Behandlung je nach Ansprechen gefolgt von einer intravenösen Glucagoninfusion mit 1-10 mg/h wiederholt werden. Intravenöses Kalziumgluconat kann bei einer Hypotonie durch Nifedipin helfen. Spricht der Patient nicht an oder ist Glucagon nicht verfügbar, so muss ein Beta-adrenozeptoren stimulierendes Arzneimittel wie Dobutamin 2,5-10 µg/kg/min als intravenöse Infusion verabreicht werden. Dobutamin kann aufgrund seines positiv ionotropen Effektes auch zur Behandlung der Hypotonie und der akuten Herzinsuffizienz eingesetzt werden. Es ist möglich, dass diese Dosierungen nicht ausreichen, um die Wirkungen der Beta-Blockade einer schweren Überdosierung am Herzen umzukehren. Die Dosis von Dobutamin kann, wenn nötig, angepasst an die klinischen Umstände des Patienten, erhöht werden.

Bei Bronchospasmus wird die Inhalation eines ß2-Stimulans wie Salbutamol (2 Pumpstöße) oder Orciprenalinsulfat (0,5-1 mg) langsam intravenös empfohlen. Für generalisierte Krämpfe wird die Verabreichung von Diazepam langsam intravenös empfohlen.

Andere mögliche Therapieformen in Fällen von lebensbedrohlichen Intoxikationen sind: Herzschrittmacher, künstliche Beatmung und Hämodialyse (Atenolol) bzw. Plasmapherese (Nifedipin).

Nifedipin ist aufgrund der hohen Proteinbindung (ca. 95%) nicht dialysierbar.

Zuletzt aktualisiert am 26.07.2023

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können für die Korrektheit der Daten keine Haftung übernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. Für Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden

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