Bezafibrat "ratiopharm" retard 400 mg - Filmtabletten

Abbildung Bezafibrat "ratiopharm" retard  400 mg - Filmtabletten
Wirkstoff(e) Bezafibrat
Zulassungsland Österreich
Hersteller Teva B.V.
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 07.03.2000
ATC Code C10AB02
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Mittel, die den Lipidstoffwechsel beeinflussen, rein

Zulassungsinhaber

Teva B.V.

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Bezafibrat, der Wirkstoff in Bezafibrat „ratiopharm“ retard, gehört zu den so genannten Fibraten, einer Arzneimittelgruppe, die bei Erwachsenen zur Senkung von Blutfettwerten (Lipiden) verwendet wird. Eine dieser Fettarten sind die Triglyceride.

Bezafibrat „ratiopharm“ retard wird neben fettarmer DiĂ€t und anderen nicht-medikamentösen Therapien (z. B. sportlicher BetĂ€tigung, Gewichtsabnahme) dazu verwendet, die Blutfettspiegel zu senken.

In einigen FĂ€llen kann Bezafibrat „ratiopharm“ retard dazu verwendet werden, auch den Cholesterinspiegel im Blut zu senken, wenn andere wirksamere Behandlungsmethoden nicht angewendet werden können.

Neben hohem Blutdruck und Rauchen gilt ein erhöhter Blutfettspiegel bzw. ein niedriges HDL- Cholesterin als wesentliche Risikofaktoren fĂŒr die Entstehung und das Fortschreiten einer Arterienverkalkung und ihrer Folgen. Dies sind VerĂ€nderungen an den HerzkranzgefĂ€ĂŸen, die zum Herzinfarkt fĂŒhren oder an anderen GefĂ€ĂŸen, die Durchblutungsstörungen der Gliedmaßen oder des Gehirns hervorrufen können. Dabei nimmt das Risiko solcher Erkrankungen mit der Höhe der Blutfettwerte zu.

In einigen klinischen Untersuchungen wurde eine Verbesserung der Blutfließeigenschaften sowie der Blutzuckerverwertung durch Bezafibrat nachgewiesen. Bei Patienten mit Altersdiabetes (Zuckerkrankheit) und Patienten mit Durchblutungsstörungen des Herzens, des Gehirns und der Gliedmaßen kann sich die Senkung der erhöhten Blutfette verzögernd auf das Fortschreiten der GefĂ€ĂŸschĂ€den auswirken.

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Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Bezafibrat „ratiopharm“ retard darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Bezafibrat, andere Ă€hnliche Wirkstoffe (Fibrate) oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
  • bei Lebererkrankungen (mit Ausnahme der Fettleber),

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  • bei Nierenfunktionsstörungen mit Serumkreatininwerten ĂŒber 1,5 mg/100 ml bzw. ĂŒber 135 ÎŒmol/l oder einer Kreatinin-Clearance von weniger als 60 ml/min,
  • wenn Sie Dialysepatient sind,
  • bei Gallenblasenerkrankungen mit und ohne Gallensteinbildung,
  • bei bekannter LichtĂŒberempfindlichkeit der Haut nach Einnahme eines Arzneimittels mit einem Wirkstoff aus der Gruppe der Fibrate (bestimmte Fettsenker),
  • in der Schwangerschaft und in der Stillzeit.

Patienten mit Erkrankungen, die das Risiko fĂŒr eine MuskelschĂ€digung erhöhen, wie z.B. Nierenfunktionsstörungen, schwere Infektionen, Verletzungen, Operationen, Störungen im Hormon- und Mineralstoffhaushalt, dĂŒrfen Bezafibrat „ratiopharm“ retard nicht gleichzeitig mit bestimmten anderen Arzneimitteln, die zur Senkung der Blutfettwerte eingesetzt werden (HMG-CoA- Reduktasehemmer), einnehmen (siehe Abschnitt "Einnahme von Bezafibrat „ratiopharm“ retard zusammen mit anderen Arzneimitteln"); es besteht die Gefahr einer schweren MuskelschĂ€digung (Rhabdomyolyse).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Bezafibrat „ratiopharm“ retard einnehmen,

  • wenn Sie an einer EinschrĂ€nkung der Nierenfunktion leiden und Bezafibrat „ratiopharm“ retard verordnet bekommen haben: Ihr Arzt wird die Nierenfunktion regelmĂ€ĂŸig kontrollieren. Bei eingeschrĂ€nkter Nierenleistung kann es zu einer SchĂ€digung der Muskulatur und zu akutem Nierenversagen kommen, wenn die Dosierungsanweisungen nicht streng befolgt werden.
  • wenn Sie unter einem Mangel an einem bestimmten Eiweiß im Blut leiden (HypalbuminĂ€mie): eine Behandlung mit Bezafibrat „ratiopharm“ retard wird nicht empfohlen.
  • wenn Sie nach einer Organtransplantation Arzneimittel zur UnterdrĂŒckung der körpereigenen Abwehr einnehmen mĂŒssen: es kann unter Anwendung von Bezafibrat „ratiopharm“ retard zu einer EinschrĂ€nkung der Nierenfunktion kommen. Die Nierenfunktion muss stĂ€ndig Ă€rztlich ĂŒberwacht werden.

In seltenen FĂ€llen kann die Einnahme von Bezafibrat „ratiopharm“ retard eine schĂ€dliche Wirkung auf das Muskelgewebe haben. In EinzelfĂ€llen kann es zu einer schwerwiegenden SchĂ€digung der Muskulatur (Rhabdomyolyse) kommen, hauptsĂ€chlich bedingt durch

  • eine zu hohe Dosierung bei Patienten mit eingeschrĂ€nkter Nierenfunktion,
  • einen Mangel an einem bestimmten Eiweiß im Blut (HypalbuminĂ€mie) oder
  • gleichzeitige Einnahme von anderen Arzneimitteln zur Senkung von Blutfettwerten (HMG- CoA-Reduktasehemmer).

Außerdem kann das Risiko fĂŒr eine MuskelschĂ€digung erhöht sein bei höherem Alter (> 70 Jahre), bei Muskelerkrankungen in der (Familien-)Krankengeschichte, bei Unterfunktion der SchilddrĂŒse oder bei hohem Alkoholkonsum.

Wenn Sie unter Behandlung mit Bezafibrat „ratiopharm“ retard Muskelschmerzen, MuskelschwĂ€che oder MuskelkrĂ€mpfe verspĂŒren, verstĂ€ndigen Sie sofort einen Arzt. Er wird die Behandlung mit Bezafibrat „ratiopharm“ retard abbrechen und die Nierenfunktion sorgfĂ€ltig ĂŒberwachen.

Die Grundlage jeder Therapie von Fettstoffwechselstörungen bildet eine vom Arzt verordnete DiÀt, damit verbundener Gewichtsverlust, vermehrte körperliche AktivitÀt und eine geeignete Behandlung von anderen bestehenden Stoffwechselerkrankungen (z.B. Diabetes, Gicht).

Die Behandlung mit Bezafibrat „ratiopharm“ retard ist kein Ersatz fĂŒr eine geeignete DiĂ€t und Änderungen des Verhaltens. Die vom Arzt verordneten EinschrĂ€nkungen bei der ErnĂ€hrung sind, ebenso wie die vom Arzt angeordneten Laborkontrollen, strengstens einzuhalten.

Da die medikamentöse Therapie von Fettstoffwechselstörungen meist ĂŒber lĂ€ngere Zeit erforderlich ist, wird Ihr Arzt regelmĂ€ĂŸig Ihre Blutfette kontrollieren. Ist innerhalb von etwa 3 - 4 Monaten ein

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entscheidender Effekt der medikamentösen Therapie nicht nachweisbar, wird der Arzt diese abbrechen.

Wenn Sie Tabletten zur EmpfĂ€ngnisverhĂŒtung ("Pille") oder andere hormonhĂ€ltige Mittel (Östrogene) einnehmen, informieren Sie bitte Ihren Arzt vor Beginn der Behandlung, da diese Wirkstoffe die Ursache Ihrer Fettstoffwechselstörungen sein können.

Wenn Sie Colestyramin (ein Arzneimittel zur Senkung erhöhter Cholesterinwerte) zusammen mit Bezafibrat einnehmen, muss zwischen der Einnahme beider Arzneimittel ein Abstand von mindestens 2 Stunden eingehalten werden (siehe auch „Einnahme von Bezafibrat „ratiopharm“ retard zusammen mit anderen Arzneimitteln“).

Bezafibrat „ratiopharm“ retard verĂ€ndert die Zusammensetzung der GallenflĂŒssigkeit. In EinzelfĂ€llen wurde unter Langzeitbehandlung ĂŒber die Bildung von Gallensteinen berichtet. Bei Auftreten von heftig einsetzenden Bauchschmerzen verstĂ€ndigen Sie bitte sofort einen Arzt.

Kinder und Jugendliche

Bei Kindern und Jugendlichen muss die Notwendigkeit einer Behandlung mit Bezafibrat „ratiopharm“ retard vom Arzt besonders sorgfĂ€ltig abgewogen werden, da keine Erfahrungen ĂŒber eine Anwendung von Bezafibrat „ratiopharm“ retard bei Kindern vorliegen.

Einnahme von Bezafibrat „ratiopharm“ retard zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kĂŒrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Bezafibrat „ratiopharm“ retard soll nicht gleichzeitig eingenommen werden:

  • mit anderen Arzneimitteln zur Senkung erhöhter Blutfettwerte (HMG-CoA- Reduktasehemmer): es besteht die Gefahr einer schweren MuskelschĂ€digung (Rhabdomyolyse).
  • mit Perhexilinhydrogenmaleat (gefĂ€ĂŸerweiterndes Arzneimittel) oder MAO-Hemmern (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen bzw. zur Behandlung von Parkinson).

Bei gleichzeitiger Anwendung von folgenden Arzneimitteln kann es zu Wechselwirkungen kommen:

  • Colestyramin (Arzneimittel zur Senkung erhöhter Cholesterinwerte): zwischen der Einnahme beider Arzneimittel ist ein Abstand von mindestens 2 Stunden einzuhalten, da sonst die Aufnahme von Bezafibrat „ratiopharm“ retard behindert wird.
  • Arzneimittel zur UnterdrĂŒckung der körpereigenen Abwehr (immunsuppressive Therapie) bei organtransplantierten Patienten: in EinzelfĂ€llen wurde bei gleichzeitiger Anwendung von Bezafibrat „ratiopharm“ retard ĂŒber eine erhebliche, wenn auch rĂŒckbildungsfĂ€hige EinschrĂ€nkung der Nierenfunktion berichtet. Ihr Arzt wird die Nierenfunktion sorgfĂ€ltig ĂŒberwachen und bei Verschlechterung der Nierenfunktion wird er Bezafibrat „ratiopharm“ retard gegebenenfalls absetzen.
  • Arzneimittel, die die Blutgerinnung beeinflussen (Antikoagulanzien) und blutzuckersenkende Arzneimittel (orale Antidiabetika, Insulin): die Wirkung kann verstĂ€rkt werden.
  • Tabletten zur EmpfĂ€ngnisverhĂŒtung ("Pille") oder andere hormonhaltige Arzneimittel (Östrogene) können die Blutfettwerte erhöhen und die Ursache Ihrer Fettstoffwechselstörung sein.
  • Phenytoin-haltige Arzneimittel (zur Behandlung der Epilepsie) oder bestimmte EntwĂ€sserungsmittel (Furosemid): die Wirkung kann verstĂ€rkt werden.
  • SchilddrĂŒsenhormone: die Wirkung kann verstĂ€rkt werden.

Einnahme von Bezafibrat „ratiopharm“ retard zusammen mit Nahrungsmitteln und GetrĂ€nken

Nahrungsmittel und GetrĂ€nke haben keinen Einfluss auf die Wirksamkeit von Bezafibrat „ratiopharm“ retard. 3

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Bezafibrat „ratiopharm“ retard darf wĂ€hrend der Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen werden, da keine ausreichenden Erfahrungen mit der Einnahme in der Schwangerschaft und Stillzeit vorliegen.

Falls Sie unter der Behandlung mit Bezafibrat „ratiopharm“ retard schwanger werden, informieren Sie bitte umgehend Ihren Arzt.

VerkehrstĂŒchtigkeit und FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die ReaktionsfĂ€higkeit und VerkehrstĂŒchtigkeit beeintrĂ€chtigen.

Durch das Auftreten von Nebenwirkungen wie gelegentlich Schwindel oder MĂŒdigkeit kann Ihr Reaktionsvermögen vermindert und die FĂ€higkeit zum Lenken von Fahrzeugen sowie zum Bedienen von Maschinen beeintrĂ€chtigt werden.

Bezafibrat „ratiopharm“ retard enthĂ€lt Lactose (Milchzucker)

Bitte nehmen Sie Bezafibrat „ratiopharm“ retard erst nach RĂŒcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer ZuckerunvertrĂ€glichkeit leiden.

Bezafibrat „ratiopharm“ retard enthĂ€lt Natrium

Dieses Arzneimittel enthĂ€lt weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Retardtablette, d.h., es ist nahezu „natriumfrei“.

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Wie wird es angewendet?

Wie ist Bezafibrat „ratiopharm“ retard einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, betrĂ€gt die empfohlene Dosis 1 Filmtablette Bezafibrat „ratiopharm“ retard tĂ€glich.

Art der Anwendung Zum Einnehmen.

Nehmen Sie die Filmtablette bitte unzerkaut zu oder nach einer Mahlzeit morgens oder abends mit ausreichend FlĂŒssigkeit (z.B. ein Glas Wasser) ein.

Dauer der Anwendung

Die Behandlung mit Bezafibrat „ratiopharm“ retard ist in der Regel ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum erforderlich.

Wie bei jeder Langzeitbehandlung ist auch hier wĂ€hrend der Bezafibrat-Einnahme eine laufende Ă€rztliche Überwachung notwendig: Die Blutfettspiegel sind wiederholt und regelmĂ€ĂŸig zu kontrollieren, gleichzeitig soll auf mögliche Nebenwirkungen geachtet und die Notwendigkeit einer Fortsetzung der medikamentösen Behandlung durch den Arzt ĂŒberprĂŒft werden.

Bitte nehmen Sie Bezafibrat „ratiopharm“ retard regelmĂ€ĂŸig und in der vom Arzt bestimmten Dauer ein.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Bei Patienten mit leicht eingeschrĂ€nkter Nierenfunktion (Serumkreatinin bis zu 1,5 mg/100 ml bzw. Kreatinin-Clearance ĂŒber 60 ml/min) kann Bezafibrat „ratiopharm“ retard unter besonderer Ă€rztlicher Kontrolle angewendet werden.

4Dialysepatienten dĂŒrfen Bezafibrat „ratiopharm“ retard 400 mg - Filmtabletten nicht einnehmen (siehe Abschnitt 2. "Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen").

FĂŒr Patienten mit HypalbuminĂ€mie (Mangel an einem bestimmten Eiweiß im Blut), wie z.B. beim nephrotischen Syndrom, ist Bezafibrat „ratiopharm“ retard nicht geeignet.

Patienten mit Lebererkrankungen (mit Ausnahme der Fettleber) dĂŒrfen Bezafibrat „ratiopharm“ retard 400 mg -Filmtabletten nicht einnehmen (siehe Abschnitt 2. "Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen").

Da es bei Ă€lteren Patienten zu einer Verminderung der Nierenleistung kommt, wird Ihr Arzt vor einer Behandlung die Nierenfunktion ĂŒberprĂŒfen.

Über die Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Bezafibrat „ratiopharm“ retard liegen keine Erfahrungen vor.

Wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge von Bezafibrat „ratiopharm“ retard eingenommen haben, als Sie

sollten

Überdosierungen können vor allem bei Patienten mit eingeschrĂ€nkter Nierenfunktion zu schweren MuskelschĂ€digungen (Rhabdomyolyse) fĂŒhren.

Wenn Sie zu viele Filmtabletten eingenommen haben oder ein Kind Filmtabletten geschluckt hat, wenden Sie sich unverzĂŒglich an einen Arzt/Notarzt. Dieser kann entsprechend der Schwere der Überdosierung ĂŒber die erforderlichen Maßnahmen entscheiden. Halten Sie eine Packung des Arzneimittels bereit, damit sich der Arzt ĂŒber den aufgenommenen Wirkstoff informieren kann.

FĂŒr den Arzt:

Zu Symptomen und Therapie bei Überdosierung finden Sie Hinweise am Ende dieser Gebrauchsinformation!

Wenn Sie die Einnahme von Bezafibrat „ratiopharm“ retard vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Nehmen Sie stattdessen einfach die ĂŒbliche folgende Dosis zur gewohnten Zeit ein.

Wenn Sie die Einnahme von Bezafibrat „ratiopharm“ retard abbrechen

Bitte nehmen Sie Bezafibrat „ratiopharm“ retard regelmĂ€ĂŸig und in der vom behandelnden Arzt bestimmten Dauer ein. Selbst bei einer spĂŒrbaren Besserung Ihres Befindens sollten Sie die Behandlung nie eigenmĂ€chtig frĂŒher abbrechen, um den Heilungserfolg nicht zu gefĂ€hrden. Nur durch eine ausreichend lange Einnahme ist eine erfolgreiche Behandlung möglich.

Bei Auftreten von Nebenwirkungen sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Dieser kann Ihnen dann sagen, welche Gegenmaßnahmen es hierfĂŒr gibt und ob andere Arzneimittel fĂŒr die Behandlung in Frage kommen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen.

Die am hĂ€ufigsten zu beobachtenden Nebenwirkungen sind Magen-Darm-Beschwerden, die fĂŒr gewöhnlich nur vorĂŒbergehend auftreten und selten zum Abbruch der Behandlung fĂŒhren.

5Im Allgemeinen sind die nachfolgenden Nebenwirkungen vorĂŒbergehend und erfordern kein Absetzen der Behandlung. Sollte ein Absetzen der Behandlung mit Bezafibrat „ratiopharm“ retard jedoch erforderlich sein, klingen die meisten der genannten Nebenwirkungen rasch ab.

Bitte nehmen sie Bezafibrat „ratiopharm“ retard nicht weiter ein, wenn wĂ€hrend der Behandlung allergische Erscheinungen, wie Hautreaktionen und Juckreiz oder Muskelschmerzen, MuskelschwĂ€che und MuskelkrĂ€mpfe auftreten, und suchen Sie sofort einen Arzt auf.

Folgende Nebenwirkungen wurden wĂ€hrend der Behandlung mit Bezafibrat „ratiopharm“ retard beobachtet:

HÀufige Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Appetitlosigkeit
  • Magen-Darmstörungen

Gelegentliche Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

  • Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich allergischer lebensbedrohender Reaktionen
  • Kopfschmerzen, Schwindel, MĂŒdigkeit, SchwĂ€che
  • BlĂ€hungen, Bauchschmerzen, Verstopfung, Durchfall, Verdauungsstörungen, Übelkeit
  • Stauung der GallenflĂŒssigkeit, Bildung von Gallensteinen
  • Hautausschlag, Haarausfall, allergische Hautreaktionen wie Nesselsucht und Juckreiz, erhöhte Lichtempfindlichkeit, die sich durch Rötung, Jucken, BlĂ€schen- oder Flechtenbildung auf Hautpartien Ă€ußert, die Sonnenlicht oder kĂŒnstlichem UV-Licht (z. B. Solarium) ausgesetzt waren; die genannten Erscheinungen bilden sich im Allgemeinen zurĂŒck
  • SchĂ€digung der Muskulatur mit Muskelschmerzen, MuskelschwĂ€che, MuskelkrĂ€mpfen (vor allem in den Beinen)
  • akutes Nierenversagen
  • Potenzstörungen
  • Erhöhung von Kreatinin und Kreatinphosphokinase, Zunahme bzw. Abnahme der alkalischen Phosphatase im Blut, Abnahme der Gamma-Glutamyl-Transferase

Seltene Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

  • Depression
  • Schlafstörungen
  • periphere Neuropathie, anormale Körperempfindung
  • entzĂŒndliche Erkrankung der BauchspeicheldrĂŒse

Sehr seltene Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

  • Verminderung der Zahl aller Blutkörperchen; Zu- oder Abnahme der BlutplĂ€ttchen, Abnahme des roten Blutfarbstoffes (HĂ€moglobin), des HĂ€matokrits und der Zahl der weißen Blutkörperchen
  • Erkrankung des Lungengewebes
  • schwerwiegende Hautreaktionen mit unter anderem Blasenbildung, herdförmigen Hautrötungen und verbrennungsĂ€hnlichen Erscheinungen (Erythema multiforme, Stevens- Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse), punktförmige Blutungen der Haut (thrombozytopenische Purpura)
  • schwere MuskelschĂ€digung (Rhabdomyolyse); diese sind meist auf eine Überdosierung von Bezafibrat „ratiopharm“ retard insbesondere bei Patienten mit eingeschrĂ€nkter Nierenfunktion zurĂŒckzufĂŒhren.
  • VerĂ€nderung von Leberwerten (Zunahme der Gamma-Glutamyl-Transferase, Anstieg der Transaminasen)

Meldung von Nebenwirkungen

6Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fĂŒr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt ĂŒber das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt fĂŒr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen ĂŒber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur VerfĂŒgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

FĂŒr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fĂŒr Kinder unzgĂ€nglich auf.

Sie dĂŒrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Bezafibrat „ratiopharm“ retard enthĂ€lt

Der Wirkstoff ist: Bezafibrat

1 Filmtablette enthÀlt 400 mg Bezafibrat.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenkern: MaisstĂ€rke, CarboxymethylstĂ€rke-Natrium (Typ A), Lactose-Monohydrat, Polyacrylat Dispersion 30%, Magnesiumstearat, Polysorbat 80, Hypromellose; FilmĂŒberzug: Hypromellose, Macrogol 6000, Talkum, Titandioxid (E171).

Wie Bezafibrat „ratiopharm“ retard aussieht und Inhalt der Packung

Bezafibrat „ratiopharm“ retard sind weiße, lĂ€ngliche Retardtabletten (Filmtabletten) mit beidseitiger Bruchrille.

Die Bruchrille dient nur zum Teilen der Tablette fĂŒr ein erleichtertes Schlucken und nicht zum Teilen in gleiche Dosen.

Bezafibrat „ratiopharm“ retard ist in PVC-/Aluminium-Blisterpackungen mit 30 Filmtabletten erhĂ€ltlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer TEVA B.V.

Swensweg 5 2031 GA Haarlem Niederlande

Tel.-Nr.: +43/1/97007-0

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Fax-Nr.: +43/1/97007-66 e-mail: info@ratiopharm.at

Hersteller

Merckle GmbH

Ludwig-Merckle-Straße 3

89143 Blaubeuren

Deutschland

Zulassungsnummer: 1-23528

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt ĂŒberarbeitet im Dezember 2021.

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Die folgenden Informationen sind fĂŒr medizinisches Fachpersonal bestimmt:

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Wirkstoff(e) Bezafibrat
Zulassungsland Österreich
Hersteller Teva B.V.
Suchtgift Nein
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Zulassungsdatum 07.03.2000
ATC Code C10AB02
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können fĂŒr die Korrektheit der Daten keine Haftung ĂŒbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. FĂŒr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden