Capecitabin medac 300 mg Filmtabletten

Abbildung Capecitabin medac 300 mg Filmtabletten
Wirkstoff(e) Capecitabin
Zulassungsland Europ√§ische Union (√Ėsterreich)
Hersteller Medac Gesellschaft f√ľr klinische Spezialpr√§parate mbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 19.11.2012
ATC Code L01BC06
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Antimetaboliten

Zulassungsinhaber

Medac Gesellschaft f√ľr klinische Spezialpr√§parate mbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Capecitabin medac gehört zu der Arzneimittelgruppe der "Zytostatika", die das Wachstum von Krebszellen stoppen. Capecitabin medac enthält Capecitabin, das selbst noch kein Zytostatikum ist. Capecitabin wird erst nach Aufnahme in den Körper zu einem aktiven Krebsmittel umgewandelt (vorwiegend im Tumorgewebe).

Capecitabin medac wird vom Arzt zur Behandlung von Krebserkrankungen des Dickdarmes, des Enddarmes, des Magens oder der Brust verordnet.

Dar√ľber hinaus wird Capecitabin medac verschrieben, um das erneute Auftreten eines Darmkrebses nach vollst√§ndiger operativer Entfernung des Tumors zu verhindern.

Capecitabin medac kann entweder allein oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln angewendet werden.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Capecitabin medac darf nicht eingenommen werden

  • wenn Sie allergisch gegen Capecitabin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind. Daher m√ľssen Sie Ihren Arzt informieren, wenn Sie wissen, dass Sie auf Capecitabin allergisch oder √ľberempfindlich reagieren,
  • wenn Sie fr√ľher bereits einmal schwerwiegende Reaktionen auf eine Behandlung mit Fluoropyrimidinen, einer Gruppe von Arzneimitteln gegen Krebserkrankungen wie z. B Fluorouracil hatten,
  • wenn Sie schwanger sind oder stillen,
  • wenn Sie eine sehr geringe Anzahl wei√üer Blutk√∂rperchen oder Blutpl√§ttchen im Blut haben (Leukopenie, Neutropenie oder Thrombozytopenie),
  • wenn Sie schwere Lebererkrankungen oder Nierenprobleme haben,
  • wenn Sie wissen, dass bei Ihnen das Enzym Dihydropyrimidin-Dehydrogenase (DPD) nicht aktiv ist (vollst√§ndiger DPD-Mangel),
  • wenn Sie im Rahmen einer Herpes-Zoster-Therapie (Windpocken oder G√ľrtelrose) mit Brivudin behandelt werden oder innerhalb der letzten 4 Wochen behandelt wurden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Capecitabin medac einnehmen,

  • wenn Sie wissen, dass bei Ihnen ein teilweiser Mangel der Aktivit√§t des Enzyms Dihydropyrimidin-Dehydrogenase (DPD) vorliegt,
  • wenn Sie ein Familienmitglied haben, bei dem ein teilweiser oder vollst√§ndiger Mangel des Enzyms Dihydropyrimidin-Dehydrogenase (DPD) vorliegt,
  • wenn Sie Leber- oder Nierenerkrankungen haben,
  • wenn Sie Herzprobleme haben oder hatten (z. B. einen unregelm√§√üigen Herzschlag oder Brust-, Kiefer- oder R√ľckenschmerzen, die durch k√∂rperliche Anstrengung auf Grund von Durchblutungsst√∂rungen des Herzens verursacht werden),
  • wenn Sie Krankheiten des Gehirns haben (z. B. Krebs, der sich in das Gehirn ausgebreitet hat) oder Nervensch√§digungen (Neuropathie),
  • wenn Ungleichgewichte im Calcium-Haushalt bestehen (in Blutuntersuchungen festgestellt),
  • wenn Sie Diabetes haben,
  • wenn Sie aufgrund schwerer √úbelkeit oder Erbrechens weder Nahrung noch Wasser in Ihrem K√∂rper behalten k√∂nnen,
  • wenn Sie Durchfall haben,
  • wenn Sie dehydriert sind oder werden,
  • wenn Sie zu viel oder zu wenig Ionen im Blut haben (Elektrolytungleichgewicht, in Untersuchungen festgestellt),
  • wenn Sie in der Vergangenheit Augenprobleme hatten, eventuell ben√∂tigen Sie zus√§tzliche Kontrollen Ihrer Augen,
  • wenn Sie eine schwere Hautreaktion haben.

DPD-Mangel

DPD-Mangel ist eine genetische Veranlagung, die normalerweise nicht mit Gesundheitsproblemen verbunden ist, bis man bestimmte Arzneimittel einnimmt. Wenn Sie einen DPD-Mangel haben und Capecitabin medac einnehmen, besteht bei Ihnen ein erh√∂htes Risiko, dass schwere Nebenwirkungen auftreten (aufgef√ľhrt unter Abschnitt 4 ‚ÄěWelche Nebenwirkungen sind m√∂glich?‚Äú). Es wird empfohlen, dass Sie vor Beginn der Behandlung auf einen DPD-Mangel getestet werden. Wenn bei Ihnen keine Aktivit√§t des Enzyms besteht, sollten Sie Capecitabin medac nicht einnehmen. Wenn bei Ihnen eine verringerte Aktivit√§t des Enzyms festgestellt wird (teilweiser Mangel), verschreibt Ihr Arzt Ihnen eventuell eine verringerte Dosis. Wenn Ihr Untersuchungsergebnis in Bezug auf einen DPD- Mangel negativ ausf√§llt, k√∂nnen trotzdem schwerwiegende und lebensbedrohliche Nebenwirkungen auftreten.

Kinder und Jugendliche

Capecitabin medac ist f√ľr Kinder und Jugendliche nicht angezeigt. Geben Sie Capecitabin medac Kindern und Jugendlichen nicht.

Einnahme von Capecitabin medac zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker vor Beginn der Behandlung, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden. Dies ist besonders wichtig, denn bei gleichzeitiger Einnahme mehrerer Arzneimittel kann die Wirkung der einzelnen Arzneimittel verst√§rkt oder abgeschw√§cht werden.

Sie d√ľrfen Brivudin (ein antivirales Arzneimittel zur Behandlung von G√ľrtelrose oder Windpocken) w√§hrend einer Behandlung mit Capecitabin (einschlie√ülich jeglicher Einnahmepausen, w√§hrend der Sie keine Capecitabin Tabletten einnehmen) nicht anwenden.

Wenn Sie Brivudin angewendet haben, m√ľssen Sie nach Beendigung der Behandlung mit

Brivudin mindestens 4 Wochen warten, bevor Sie mit der Behandlung mit Capecitabin beginnen. Siehe auch Abschnitt ‚ÄěCapecitabin medac darf nicht eingenommen werden‚Äú.

Sie m√ľssen au√üerdem besonders vorsichtig sein, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:

  • Gichtmittel (Allopurinol),
  • Arzneimittel zur Blutverd√ľnnung (Cumarin, Warfarin),
  • Mittel gegen epileptische Anf√§lle (Phenytoin),
  • Interferon alpha,
  • Strahlentherapie und bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Krebs (Folins√§ure, Oxaliplatin, Bevacizumab, Cisplatin, Irinotecan),
  • Arzneimittel zur Behandlung von Fols√§uremangel

Einnahme von Capecitabin medac zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Sie sollten Capecitabin medac nicht später als 30 Minuten nach einer Mahlzeit einnehmen.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Wenn Sie schwanger sind oder dies vermuten, d√ľrfen Sie Capecitabin medac nicht einnehmen.

W√§hrend der Behandlung mit Capecitabin medac und f√ľr 2 Wochen nach der letzten Dosis d√ľrfen Sie nicht stillen.

Wenn Sie eine Frau sind, die schwanger werden kann, m√ľssen Sie w√§hrend der Behandlung mit Capecitabin medac und f√ľr 6 Monate nach der letzten Dosis eine wirksame Verh√ľtungsmethode anwenden.

Wenn Sie ein Mann sind und Ihre Partnerin schwanger werden kann, m√ľssen Sie w√§hrend der Behandlung mit Capecitabin medac und f√ľr 3 Monate nach der letzten Dosis eine wirksame Verh√ľtungsmethode anwenden.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Nach der Einnahme von Capecitabin medac k√∂nnen Sie sich schwindlig oder m√ľde f√ľhlen, oder es kann Ihnen √ľbel sein. Es ist daher m√∂glich, dass Capecitabin medac Ihre Fahrt√ľchtigkeit oder Ihre F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen beeintr√§chtigt.

Capecitabin medac enthält Lactose

Bitte nehmen Sie dieses Arzneimittel erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunvertr√§glichkeit leiden.

Capecitabin medac enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enth√§lt weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Filmtablette, d. h. es ist nahezu ‚Äěnatriumfrei‚Äú.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Capecitabin medac sollte nur von einem Arzt verordnet werden, der Erfahrung mit der Anwendung von Arzneimitteln gegen Krebs hat.

Ihr Arzt wird Ihnen eine Dosierung sowie ein Behandlungsschema verordnen, das auf Sie zugeschnitten ist. Die Basis f√ľr die Berechnung der Dosis von Capecitabin medac ist Ihre K√∂rperoberfl√§che. Diese wird aus Ihrer K√∂rpergr√∂√üe und Ihrem K√∂rpergewicht berechnet. Die √ľbliche Dosierung f√ľr Erwachsene betr√§gt 1.250 mg/m¬≤ K√∂rperoberfl√§che, diese muss zweimal t√§glich (morgens und abends) eingenommen werden. Im Folgenden werden zwei Beispiele angegeben: Eine

64 kg schwere und 1,64 m große Person hat eine Körperoberfläche von 1,7 m² und soll dementsprechend 4 Tabletten zu 500 mg und 1 Tablette zu 150 mg zweimal täglich einnehmen. Eine 80 kg schwere und 1,80 m große Person hat eine Körperoberfläche von 2,00 m² und soll dementsprechend 5 Tabletten zu 500 mg zweimal täglich einnehmen.

Ihr Arzt wird Ihnen mitteilen, welche Dosis Sie einnehmen m√ľssen, wann und f√ľr wie lange Sie diese einnehmen m√ľssen.

Es kann sein, dass Ihr Arzt m√∂chte, dass Sie f√ľr jede Dosis eine Kombination aus 150 mg, 300 mg und 500 mg Tabletten nehmen.

  • Nehmen Sie die Tabletten morgens und abends ein, so wie es Ihnen Ihr Arzt verschrieben hat.
  • Nehmen Sie die Tabletten sp√§testens 30 Minuten nach einer Mahlzeit (Fr√ľhst√ľck und Abendessen) ein und schlucken Sie diese als Ganzes mit Wasser. Zerdr√ľcken oder zerschneiden Sie die Tabletten nicht. Wenn Sie die Capecitabin medac Tabletten nicht als Ganzes schlucken k√∂nnen, informieren Sie Ihren Arzt.
  • Es ist wichtig, dass Sie Ihre s√§mtlichen Arzneimittel so einnehmen, wie es Ihnen Ihr Arzt verschrieben hat.

Capecitabin medac Tabletten werden √ľblicherweise √ľber 14 Tage eingenommen, gefolgt von einer 7-t√§gigen Einnahmepause, w√§hrend der keine Tabletten eingenommen werden. Diese 21-t√§gige Periode ist ein Behandlungszyklus.

Bei Kombination mit anderen Arzneimitteln kann die √ľbliche Dosis f√ľr Erwachsene weniger als 1.250 mg/m¬≤ K√∂rperoberfl√§che betragen. Au√üerdem kann es notwendig sein, dass die Tabletten √ľber eine andere Periode eingenommen werden m√ľssen (z. B. t√§glich, ohne Einnahmepause).

Wenn Sie eine größere Menge von Capecitabin medac eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie eine größere Menge von Capecitabin medac eingenommen haben, als Sie sollten, sprechen Sie sobald wie möglich mit Ihrem Arzt, bevor Sie die nächste Dosis einnehmen.

Folgende Nebenwirkungen k√∂nnen bei Ihnen auftreten, wenn Sie viel mehr Capecitabin eingenommen haben als Sie sollten: √úbelkeit oder Erbrechen, Durchfall, Entz√ľndung oder Geschw√ľre im Darm oder Mund, Schmerzen oder Blutungen im Darm oder Magen, oder Knochenmarkdepression (Verminderung bestimmter Blutzellen). Informieren Sie umgehend Ihren Arzt, wenn eines dieser Anzeichen bei Ihnen auftritt.

Wenn Sie die Einnahme von Capecitabin medac vergessen haben

Nehmen Sie diese vergessene Dosis nicht ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Fahren Sie stattdessen mit Ihrem normalen Dosierungsschema fort und setzen Sie sich mit Ihrem Arzt in Verbindung.

Wenn Sie die Einnahme von Capecitabin medac abbrechen

Es sind keine Nebenwirkungen aufgrund eines Abbruchs der Behandlung mit Capecitabin bekannt. Wenn Sie gleichzeitig gerinnungshemmende Mittel vom Cumarin-Typ (die z. B. Phenprocoumon enthalten) anwenden und Capecitabin absetzen, könnte es erforderlich sein, dass Ihr Arzt die Dosis des gerinnungshemmenden Mittels anpasst.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

STOPPEN Sie die Einnahme von Capecitabin medac sofort und setzen Sie sich mit Ihrem Arzt in Verbindung, wenn eines dieser Symptome auftritt:

  • Durchfall: Falls Sie einen Anstieg von 4 oder mehr Stuhlg√§ngen t√§glich haben, im Vergleich zu Ihren √ľblichen Stuhlg√§ngen, oder Durchfall w√§hrend der Nacht bekommen.
  • Erbrechen: Falls Sie sich mehr als einmal innerhalb von 24 Stunden √ľbergeben m√ľssen.
  • √úbelkeit: Falls Sie den Appetit verlieren und Ihre t√§gliche Nahrungsmenge deutlich geringer als normal ist.
  • Mundschleimhautentz√ľndung: Falls Sie Schmerzen, R√∂tungen, Schwellungen und Entz√ľndungen in Ihrem Mund haben.
  • Hand-Fu√ü-Hautreaktion: Falls Sie Schmerzen, Schwellungen, R√∂tungen und/oder Kribbeln an/in den H√§nden und/oder F√ľ√üen haben.
  • Fieber: Falls Sie mindestens 38 ¬įC Fieber haben.
  • Infektionen: Falls Sie Anzeichen einer Infektion durch Bakterien oder Viren oder andere Organismen haben.
  • Brustschmerzen: Falls Sie Schmerzen in der Brustmitte versp√ľren, insbesondere, wenn diese bei k√∂rperlicher Belastung auftreten.
  • Stevens-Johnson-Syndrom: Falls Sie schmerzenden, roten oder violettfarbenen Ausschlag haben, der sich ausbreitet und/oder andere L√§sionen auf den Schleimh√§uten (z. B. Mund und Lippen) auftreten, insbesondere wenn Sie vorher unter Lichtempfindlichkeit litten, Infektionen der Atemwege (z. B. Bronchitis) und/oder Fieber hatten.
  • Angio√∂dem: Suchen Sie unverz√ľglich √§rztliche Hilfe auf, wenn Sie eines der folgenden Symptome bei sich feststellen, da Sie unter Umst√§nden dringend eine medizinische Behandlung ben√∂tigen: Schwellungen, vor allem des Gesichts, der Lippen, der Zunge oder des Rachens, die zu Schluck- und Atembeschwerden f√ľhren, Jucken und Hautausschl√§ge. Dies k√∂nnten Zeichen eines Angio√∂dems sein.

Falls fr√ľh entdeckt, bessern sich diese Nebenwirkungen normalerweise innerhalb von 2 - 3 Tagen, nachdem das Arzneimittel abgesetzt wurde. Falls diese Nebenwirkungen jedoch anhalten, unterrichten Sie umgehend Ihren Arzt davon. Es kann sein, dass Ihr Arzt Sie anweist, die Behandlung mit einer geringeren Dosis fortzusetzen.

Wenn w√§hrend des ersten Behandlungszyklus schwere Stomatitis (wunde Stellen in Mund und/oder Rachen), Schleimhautentz√ľndung, Durchfall, Neutropenie (erh√∂htes Risiko f√ľr Infektionen) oder Neurotoxizit√§t auftritt, kann ein DPD-Mangel vorliegen (siehe Abschnitt 2: Warnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen).

Eine Hand-Fu√ü-Hautreaktion kann zu einem Verlust der Fingerabdr√ľcke f√ľhren, die Ihre Identifizierung mittels Fingerabdruckscan beeintr√§chtigen kann.

Zusätzlich zu oben Genanntem, wenn Capecitabin medac allein angewendet wird, sind sehr häufige Nebenwirkungen, die mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen können:

  • Bauchschmerzen
  • Ausschlag, trockene oder juckende Haut
  • M√ľdigkeit
  • Appetitverlust (Anorexie)

Diese Nebenwirkungen können sich verstärken. Darum ist es wichtig, dass Sie sich immer umgehend mit Ihrem Arzt in Verbindung setzen, wenn Sie eine Nebenwirkung bemerken. Es kann sein, dass Ihr Arzt Sie anweist, die Dosis zu reduzieren und/oder die Behandlung mit Capecitabin medac zeitweise zu unterbrechen. Dies wird die Wahrscheinlichkeit herabsetzen, dass eine Nebenwirkung anhält oder sich verschlimmert.

Weitere Nebenwirkungen sind:

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

  • Verminderung der Anzahl wei√üer oder roter Blutk√∂rperchen (in Untersuchungen festgestellt)
  • Austrocknung (Dehydrierung), Gewichtsverlust
  • Schlaflosigkeit, Depression
  • Kopfschmerzen, Schl√§frigkeit, Schwindelgef√ľhl, abnormale Empfindungen in der Haut (Taubheitsgef√ľhl oder Kribbeln), √Ąnderungen im Geschmacksempfinden
  • Augenreizung, vermehrter Tr√§nenfluss, Augenr√∂tung (Bindehautentz√ľndung)
  • Venenentz√ľndung (Thrombophlebitis)
  • Kurzatmigkeit, Nasenbluten, Husten, laufende Nase
  • Fieberbl√§schen oder andere Herpesinfektionen
  • Infektionen der Lunge oder der Atemwege (z. B. Lungenentz√ľndung oder Bronchitis)
  • Darmblutungen, Verstopfung, Schmerzen im Oberbauch, Verdauungsst√∂rungen, vermehrte Bl√§hungen, trockener Mund
  • Hautausschlag, Haarausfall (Alopezie), Hautr√∂tungen, trockene Haut, Juckreiz (Pruritus), Hautverf√§rbung, Abschuppung der Haut, Entz√ľndungen der Haut, Nagelerkrankungen
  • Schmerzen in den Gelenken oder Gliedma√üen (Extremit√§ten), Brust- oder R√ľckenschmerzen
  • Fieber, Schwellungen in den Gliedma√üen, Krankheitsgef√ľhl
  • Leberfunktionsst√∂rungen (in Blutuntersuchungen festgestellt) und erh√∂hte Bilirubinwerte im Blut (freigesetzt von der Leber)

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

  • Infektion des Blutes, Harnwegsinfektion, Infektion der Haut, Infektionen in Nase und Hals, Pilzinfektionen (einschlie√ülich im Mundbereich), Grippe, Gastroenteritis, Zahnabszess
  • Knoten unter der Haut (Lipom)
  • Abnahme der Blutk√∂rperchen einschlie√ülich der Blutpl√§ttchen, Blutverd√ľnnung (in Untersuchungen festgestellt)
  • Allergie
  • Diabetes, Verringerung der Kaliumwerte im Blut, Mangelern√§hrung, erh√∂hte Blutfettwerte (Triglyceride)
  • Verwirrtheit, Panikattacken, deprimierte Stimmung, verminderte Libido
  • Sprachst√∂rungen, Ged√§chtnisst√∂rungen, gest√∂rter Bewegungsablauf, Gleichgewichtsst√∂rungen, Ohnmacht, Nervensch√§digung (Neuropathie) und Empfindungsst√∂rungen
  • Verschwommen- oder Doppeltsehen
  • Drehschwindel (Vertigo), Ohrenschmerzen
  • Herzrhythmusst√∂rungen und Herzklopfen (Arrhythmien), Schmerzen im Brustkorb und Herzinfarkt
  • Blutgerinnsel in den tiefen Venen, hoher oder niedriger Blutdruck, Hitzewallungen, kalte Gliedma√üen (Extremit√§ten), violette Flecken auf der Haut
  • Blutgerinnsel in den Venen der Lunge (Lungenembolie), Lungenkollaps, blutiger Husten, Asthma, Kurzatmigkeit bei Anstrengung
  • Darmverschluss, Fl√ľssigkeitsansammlung im Bauch, Entz√ľndung des D√ľnn- oder Dickdarms, des Magens oder der Speiser√∂hre, Schmerzen im unteren Bauchbereich, Unwohlsein im Bauch, Sodbrennen (R√ľckfluss von Nahrung aus dem Magen), Blut im Stuhl
  • Gelbsucht (Gelbf√§rbung von Haut und Augen)
  • Hautgeschw√ľre und Blasen auf der Haut, Hautreaktionen auf Sonnenlicht, R√∂tung der Handfl√§chen, Schwellung oder Schmerzen im Gesicht
  • Gelenkschwellungen oder -steifigkeit, Knochenschmerzen, Muskelschw√§che oder -steifigkeit
  • Fl√ľssigkeitsansammlung in den Nieren, h√§ufigeres Wasserlassen w√§hrend der Nacht, Inkontinenz, Blut im Urin, erh√∂hte Kreatininwerte im Blut (Anzeichen einer Nierenfunktionsst√∂rung)
  • ungew√∂hnliche Scheidenblutungen
  • Schwellungen (√Ėdeme), Sch√ľttelfrost und Muskelstarre

Manche dieser Nebenwirkungen treten häufiger auf, wenn Capecitabin zusammen mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung von Krebs angewendet wird. Weitere Nebenwirkungen, die in diesem Zusammenhang beobachtet wurden, sind:

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Abnahme der Natrium-, Magnesium- oder Calciumwerte im Blut, Erhöhung der Blutzuckerwerte

  • Nervenschmerzen
  • Klingeln oder Summen in den Ohren (Tinnitus), H√∂rverlust
  • Venenentz√ľndung
  • Schluckauf, Ver√§nderung der Stimme
  • Schmerzen oder ver√§nderte/abnormale Empfindung im Mund, Kieferschmerzen
  • Schwitzen, n√§chtliche Schwei√üausbr√ľche
  • Muskelkr√§mpfe
  • Schwierigkeiten beim Wasserlassen, Blut oder Protein im Urin
  • Bluterguss oder Reaktionen an der Injektionsstelle (verursacht durch gleichzeitig mittels Injektion gegebene Arzneimittel)

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

  • Angio√∂dem (Schwellungen, vor allem des Gesichts, der Lippen, der Zunge oder des Rachens, Jucken und Hautausschl√§ge)
  • Verengung oder Blockierung des Tr√§nenkanals (Tr√§nenkanalstenose)
  • Leberversagen
  • eine zur St√∂rung oder zur Verhinderung der Galleausscheidung f√ľhrende Entz√ľndung, (cholestatische Hepatitis)
  • bestimmte Ver√§nderungen im Elektrokardiogramm (QT-Verl√§ngerung)
  • bestimmte Formen von Herzrhythmusst√∂rungen (einschlie√ülich Kammerflimmern, Torsade de pointes und Bradykardie)
  • Augenentz√ľndungen mit Augenschmerzen und m√∂glichen Sehst√∂rungen
  • Entz√ľndungen der Haut, die aufgrund einer Erkrankung des Immunsystems zu roten schuppigen Flecken f√ľhren

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

schwere Hautreaktionen wie Hautausschlag, Geschw√ľrbildung und Blasenbildung. Damit k√∂nnen Geschw√ľre an Mund, Nase, Genitalien, H√§nden, F√ľ√üen und Augen (rote und geschwollene Augen) einhergehen

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das in Anhang V aufgef√ľhrte nationale Meldesystem anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden k√∂nnen.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach ‚ÄúVerwendbar bis‚Äú und auf der Blisterpackung nach ‚ÄúEXP‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

F√ľr Aluminium/Aluminium-Blisterpackungen:

F√ľr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

F√ľr PVC/PVdC/Aluminium-Blisterpackungen:

Nicht √ľber 30 ¬įC lagern.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Capecitabin medac enthält

  • Der Wirkstoff ist Capecitabin.
    Jede 150 mg Filmtablette enthält 150 mg Capecitabin. Jede 300 mg Filmtablette enthält 300 mg Capecitabin. Jede 500 mg Filmtablette enthält 500 mg Capecitabin.
  • Die sonstigen Bestandteile sind:
    Tablettenkern: wasserfreie Lactose, Croscarmellose-Natrium (E 468), Hypromellose (E 464), mikrokristalline Cellulose (E 460), Magnesiumstearat (E 572) ‚Äď siehe Abschnitt 2 ‚ÄěCapecitabin medac enth√§lt Lactose‚ÄĚ.
    Tabletten√ľberzug:
    Capecitabin medac 150 mg Filmtabletten
    Hypromellose (E 464), Titandioxid (E 171), Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E 172), Eisen(III)- oxid (E 172), Talkum
    Capecitabin medac 300 mg Filmtabletten Hypromellose (E 464), Titandioxid (E 171), Talkum Capecitabin medac 500 mg Filmtabletten
    Hypromellose (E 464), Titandioxid (E 171), Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E 172), Eisen(III)- oxid (E 172), Talkum

Wie Capecitabin medac aussieht und Inhalt der Packung

Capecitabin medac 150 mg Filmtabletten

Hell-pfirsichfarbene, l√§ngliche, gew√∂lbte Tablette, mit der Pr√§gung ‚Äö150‚Äė auf der einen Seite und glatt auf der anderen Seite.

Capecitabin medac 300 mg Filmtabletten
Wei√üe bis wei√üliche, l√§ngliche, gew√∂lbte Tablette, mit der Pr√§gung ‚Äö300‚Äė auf der einen Seite und glatt auf der anderen Seite.

Capecitabin medac 500 mg Filmtabletten
Pfirsichfarbene, l√§ngliche, gew√∂lbte Tablette, mit der Pr√§gung ‚Äö500‚Äė auf der einen Seite und glatt auf der anderen Seite.

Capecitabin medac ist verf√ľgbar in Blistern (Aluminium/Aluminium oder PVC/PVdC/Aluminium). Jede Packung enth√§lt 28, 30,56, 60, 84, 112 oder 120 Filmtabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer medac

Gesellschaft f√ľr klinische Spezialpr√§parate mbH Theaterstr. 6

22880 Wedel

Deutschland

Hersteller

Pharmacare Premium Limited

HHF 003, Hal Far Industrial Estate Birzebbugia

BBG 3000, Malta

LABORATORI FUNDACI√ď DAU

C/ C, 12-14 Pol. Ind. Zona Franca, Barcelona

08040 Barcelona

Spanien

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im

Ausf√ľhrliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europ√§ischen Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu/ verf√ľgbar.

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Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: Capecitabin medac 300 mg Filmtabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Capecitabin
Zulassungsland Europ√§ische Union (√Ėsterreich)
Hersteller Medac Gesellschaft f√ľr klinische Spezialpr√§parate mbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 19.11.2012
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden