Lasix 20 mg/2 ml Ampullen

Abbildung Lasix 20 mg/2 ml Ampullen
Wirkstoff(e) Furosemid
Zulassungsland Österreich
Hersteller sanofi-aventis GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 08.06.1964
ATC Code C03CA01
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe High-Ceiling-Diuretika

Zulassungsinhaber

sanofi-aventis GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Der in Lasix 20 mg/2 ml Ampullen enthaltene Wirkstoff Furosemid wirkt harntreibend. Furosemid fördert daher die FlĂŒssigkeitsausscheidung aus dem Körper und senkt außerdem den Blutdruck.

Lasix 20 mg/2 ml Ampullen werden angewendet zur Behandlung von:

  • FlĂŒssigkeitsansammlungen im Gewebe infolge von Herzerkrankungen, die mit anderen Arzneimitteln (Herzglykoside) nicht ausreichend behandelbar sind,
  • FlĂŒssigkeitsansammlungen infolge einer Leberzirrhose (Aszites),
  • FlĂŒssigkeitsansammlungen im Gewebe infolge von Nierenerkrankungen (beim sogenannten „nephrotischen Syndrom“ wird der Arzt v. a. die Grunderkrankung behandeln),
  • akuten Funktionsstörungen des Herzens („akute HerzschwĂ€che“), insbesondere bei FlĂŒssigkeitsansammlungen in der Lunge (sogenanntes „Lungenödem“). Die Behandlung erfolgt in Verbindung mit anderen Therapien.
  • verminderter Harnausscheidung infolge einer Komplikation bei der Schwangerschaft (sogenannte „Gestose“), nach Beseitigung des Volumenmangels (verminderte Blutmenge),
  • vermehrter FlĂŒssigkeitsansammlung im Gehirn (sogenanntes „Hirnödem“), als unterstĂŒtzende Maßnahme,
  • FlĂŒssigkeitsansammlungen im Gewebe infolge von Verbrennungen (wobei der Schweregrad, die Ausdehnung und die hĂ€modynamische Situation zu berĂŒcksichtigen sind),
  • Bluthochdruckkrisen (neben anderen blutdrucksenkenden Maßnahmen).

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Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Lasix darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Furosemid, verwandte Wirkstoffe (Sulfonamide) oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
  • bei Nierenversagen mit fehlender Harnproduktion, die nicht auf Furosemid anspricht,
  • bei Bewusstseinsstörungen, die mit neurologischen Symptomen aufgrund einer chronischen LeberschĂ€digung im Zusammenhang stehen,
  • bei schwerem Kaliummangel (siehe Abschnitt 4. „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“),
  • bei schwerem Natriummangel,
  • bei verminderter Blutmenge oder Mangel an Körperwasser,

wenn Sie stillen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie Lasix anwenden, wenn einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Lasix 20 mg/2 ml ist erforderlich,

  • wenn Sie einen sehr niedrigen Blutdruck haben,
  • bei Zuckerkrankheit; hier ist eine regelmĂ€ĂŸige Kontrolle des Blutzuckers erforderlich,
  • wenn Sie an Gicht leiden; dann ist eine regelmĂ€ĂŸige Kontrolle der HarnsĂ€ure im Blut erforderlich,
  • wenn bei Ihnen eine Harnabflussbehinderung besteht (z. B. bei ProstatavergrĂ¶ĂŸerung, Harnstauungsniere, Harnleiterverengung). Lasix darf in diesem Fall nur angewendet werden, wenn fĂŒr freien Harnfluss gesorgt ist, da eine vermehrte Harnbildung zu einer Überdehnung der Blase fĂŒhren kann.
  • bei einem verminderten Eiweißgehalt im Blut (z. B. bei sogenanntem „nephrotischen Syndrom“, einer Nierenerkrankung mit Eiweißverlust, Fettstoffwechselstörung und Wassereinlagerung); eine vorsichtige Dosierung ist dann erforderlich,
  • wenn Sie an Leberzirrhose und gleichzeitiger EinschrĂ€nkung der Nierenfunktion leiden,
  • wenn ein starker Blutdruckabfall fĂŒr Sie schwere Folgen haben könnte (z. B. wenn Sie Durchblutungsstörungen der HirngefĂ€ĂŸe oder der HerzkranzgefĂ€ĂŸe haben). Ein unerwĂŒnscht starker Blutdruckabfall muss in diesem Fall vermieden werden.
  • wenn Sie schon Ă€lter sind, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, die zu einem Abfall des Blutdrucks fĂŒhren können, und wenn Sie andere Erkrankungen haben, die mit dem Risiko eines Blutdruckabfalls verbunden sind,
  • bei FrĂŒhgeborenen (Gefahr der Verkalkung des Nierengewebes und Nierensteinbildung; eine Funktionskontrolle der Nieren und Nierensonographie sind erforderlich),
  • bei FrĂŒhgeborenen mit Atemnotsyndrom; eine Behandlung mit Furosemid kann in den ersten Lebenswochen das Risiko fĂŒr einen bestimmten Herzfehler erhöhen (eine offene Verbindung zwischen der Aorta und der Lungenarterie bleibt lĂ€nger bestehen als unter normalen Bedingungen; ein sogenannter „persistierender Ductus arteriosus Botalli“).

WĂ€hrend einer Behandlung mit Lasix wird der Arzt in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden die Kontrolle des Blutbildes anordnen, inklusive Kalium, Natrium, Kalzium, Bikarbonat, Kreatinin, Harnstoff, HarnsĂ€ure sowie Blutzucker. Bitte halten Sie die Kontrollen ein.

Eine besonders enge Überwachung ist wichtig, wenn es bei Ihnen leicht zu Elektrolytstörungen kommen kann oder wenn es zu stĂ€rkeren FlĂŒssigkeitsverlusten kommt (z. B. durch Erbrechen, Durchfall oder intensives Schwitzen). Unter UmstĂ€nden muss die Lasix-Behandlung so lange unterbrochen werden, bis die entsprechenden Blut- und Elektrolytwerte oder Ihr SĂ€ure-Basen- Haushalt wieder korrigiert sind.

Der durch verstĂ€rkte Urinausscheidung hervorgerufene Gewichtsverlust soll 1 kg/Tag nicht ĂŒberschreiten.

Bei zu starker EntwĂ€sserung dĂŒrfen Sie wĂ€hrend der Behandlung mit Lasix bestimmte Arzneimittel gegen Schmerzen, Schwellungen oder EntzĂŒndungen (sogenannte „nicht steroidale Antirheumatika“) nicht anwenden, da sie ein akutes Nierenversagen auslösen können.

Um einem zu starken Verlust von Kalium vorzubeugen, wird eine kaliumreiche Kost empfohlen, z. B. mageres Fleisch, Kartoffeln, Bananen, Tomaten, Karfiol, Spinat, getrocknete FrĂŒchte.

Wenn bei Ihnen Lasix ĂŒber lĂ€ngere Zeit angewendet wird, empfiehlt es sich, zusĂ€tzlich Vitamin B1 (Thiamin) einzunehmen, um seinen Verlust auszugleichen. Vitamin B1 unterstĂŒtzt die Herzleistung.

Es besteht das Risiko einer Autoimmunerkrankung, die zu entzĂŒndlichen VerĂ€nderungen in allen Organen fĂŒhren kann, hĂ€ufig sind Gelenksschmerzen, HautverĂ€nderungen und Nierenprobleme.

Die Anwendung des Arzneimittels Lasix kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen fĂŒhren.

Weitere wichtige Informationen befinden sich am Ende der Gebrauchsinformation unter Hinweis 1.

Anwendung von Lasix 20 mg/2 ml zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kĂŒrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Lasix und andere Arzneimittel können einander in ihrer Wirkung beeinflussen.

Die Wirkung von Lasix wird abgeschwÀcht durch:

  • nicht steroidale Antiphlogistika (NSAR) (bestimmte Arzneimittel gegen Schmerzen, Schwellungen und EntzĂŒndungen): Sie können die blutdrucksenkende Wirkung von Lasix abschwĂ€chen. Bei Patienten mit verminderter Wasser- und Blutmenge können NSAR ein plötzliches Nierenversagen auslösen. Furosemid kann die schĂ€digende Wirkung von Salizylaten verstĂ€rken.
  • Phenytoin (Arzneimittel gegen KrampfanfĂ€lle)
  • Sucralfat (Arzneimittel gegen MagengeschwĂŒre): Es vermindert die Aufnahme von Lasix aus dem Darm. Bei gleichzeitiger Anwendung mĂŒssen die beiden Arzneimittel in einem zeitlichen Abstand von mindestens 2 Stunden angewendet werden.
  • Aliskiren (Arzneimittel gegen Bluthochdruck).

Lasix verstÀrkt die Wirkung von:

  • anderen blutdrucksenkenden harntreibenden Arzneimitteln: Es kann zu einem stĂ€rkeren Blutdruckabfall kommen (unter UmstĂ€nden bis hin zum Schock, einer Verschlechterung der Nierenfunktion oder einem akuten Nierenversagen). Wenn möglich sollte daher die Lasix- Behandlung vorĂŒbergehend eingestellt werden oder wenigstens die Dosis fĂŒr drei Tage reduziert werden, bevor die Behandlung insbesondere mit einem sogenannten „ACE-Hemmer“ oder „Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten“ begonnen wird bzw. seine Dosis erhöht wird.
  • anderen harntreibenden Arzneimitteln: Bei Patienten, die harntreibende Arzneimittel einnehmen, kann es zu einem stark erniedrigten Blutdruck und einer Verschlechterung der Nierenfunktion kommen. Bei einer Kombination mit Furosemid kann es zu einem deutlichen Blutdruckabfall kommen.
  • bestimmten Narkosemitteln (sogenannte „AnĂ€sthetika“) und curareartigen Muskelrelaxanzien (zur Muskelentspannung wĂ€hrend der Narkose), deren Wirkung durch Lasix verstĂ€rkt wird. Bitte informieren Sie den Narkosearzt ĂŒber die Einnahme von Lasix.
  • bestimmten blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln (sogenannte „BlutverdĂŒnnungsmittel“, „orale Antikoagulanzien“): Eine Dosisanpassung dieser Arzneimittel kann dadurch erforderlich werden.
  • Probenecid (Gichtmittel), Methotrexat (Rheumaarzneimittel und Arzneimittel zur UnterdrĂŒckung der Immunabwehr) und anderen Arzneimitteln, die wie Furosemid ĂŒber die Niere ausgeschieden werden: Bei hochdosierter Behandlung (sowohl mit Furosemid als auch einem der anderen Arzneimittel) kann es zu verstĂ€rkten Wirkungen und Nebenwirkungen kommen. Zugleich kann die Wirkung von Furosemid durch derartige Arzneimittel verringert werden.
  • Theophyllin (Asthmamittel).

Elektrolytstörungen:

  • AbfĂŒhrmittel sowie Arzneimittel, die als Wirkstoffe Glukokortikoide („Cortison“),
    Carbenoxolon, ACTH, Salizylate, Amphotericin B oder Penicillin G enthalten: Die gleichzeitige Anwendung mit Furosemid kann zu verstĂ€rkten Kaliumverlusten fĂŒhren (Risiko starker Kaliumverluste).
  • Wenn sich durch die Behandlung mit Lasix ein Kalium- oder Magnesiummangel entwickelt, ist die Empfindlichkeit des Herzmuskels gegenĂŒber bestimmten Herzmitteln (sogenannte „Herzglykoside“) erhöht. Es besteht auch ein erhöhtes Risiko fĂŒr Herzrhythmusstörungen (inklusive Torsade de pointes), wenn bei einer Elektrolytstörung gleichzeitig Arzneimittel angewendet werden, die eine bestimmte EKG-VerĂ€nderung (verlĂ€ngertes QT-Intervall) verursachen können. Dazu zĂ€hlen z. B. Terfenadin (gegen Allergien) und bestimmte Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika der Klassen I und III) (siehe auch Hinweis 2 am Ende der Gebrauchsinformation).

NierenschÀdigung (NephrotoxizitÀt), GehörschÀdigung (OtotoxizitÀt):

  • Die gehörschĂ€digende Wirkung bestimmter Antibiotika, sogenannter „Aminoglykoside“ (z. B. Kanamycin, Gentamicin, Tobramycin), und anderer ototoxischer Arzneimittel kann bei gleichzeitiger Gabe von Furosemid verstĂ€rkt werden. Auftretende Hörstörungen können dauerhaft sein. Die gleichzeitige Anwendung der vorgenannten Arzneimittel darf nur bei zwingenden medizinischen GrĂŒnden erfolgen.
  • Arzneimittel mit nierenschĂ€digender Nebenwirkung (z. B. Antibiotika wie Aminoglykoside, Cephalosporine, Polymyxine): Furosemid kann die schĂ€dlichen Effekte verstĂ€rken und zu einer Verschlechterung der Nierenfunktion fĂŒhren.
  • Cisplatin (Arzneimittel gegen bösartige Erkrankungen): Bei gleichzeitiger Anwendung mit Furosemid ist mit der Möglichkeit eines Hörschadens zu rechnen. Wird bei einer Cisplatinbehandlung eine forcierte Diurese mit Furosemid angestrebt, so darf Furosemid nur in niedriger Dosis (z. B. 40 mg bei normaler Nierenfunktion) und bei positiver FlĂŒssigkeitsbilanz eingesetzt werden. Andernfalls kann es zu einer VerstĂ€rkung der nierenschĂ€digenden Wirkung von Cisplatin kommen.
  • Patienten mit hohem Risiko fĂŒr eine NierenschĂ€digung durch Röntgenkontrastmittel: Bei Behandlung dieser Patienten mit Furosemid trat hĂ€ufiger eine Verschlechterung der Nierenfunktion nach einer Röntgenkontrastuntersuchung auf als bei Patienten, die nur eine intravenöse FlĂŒssigkeitszufuhr vor der Kontrastuntersuchung erhielten.

Sonstige Wechselwirkungen:

  • Blutzuckersenkende und blutdrucksteigernde Arzneimittel (pressorische Amine wie z. B. Epinephrin, Norepinephrin): Ihre Wirkung kann bei gleichzeitiger Anwendung von Lasix abgeschwĂ€cht werden.
  • Cyclosporin A: Die gleichzeitige Verwendung mit Lasix ist mit einem erhöhten Risiko von GelenkentzĂŒndung durch Gicht (Arthritis urica) verbunden.
  • Lithium (gegen bestimmte Depressionen): Die gleichzeitige Verwendung mit Lasix kann zu einer VerstĂ€rkung der herz- und nervenschĂ€digenden Nebenwirkungen von Lithium fĂŒhren. Der Lithiumspiegel im Blut sollte kontrolliert werden.
  • Hochdosierte Salizylate (Schmerzmittel): Die Nebenwirkungen dieser Arzneimittel am Zentralnervensystem können durch gleichzeitige Anwendung von Lasix verstĂ€rkt werden.
  • Chloralhydrat (Schlafmittel): In einzelnen FĂ€llen kann es nach intravenöser Gabe von Furosemid innerhalb von 24 Stunden nach Einnahme von Chloralhydrat zu HitzegefĂŒhl, Schweißausbruch, Unruhe, Übelkeit, Blutdruckanstieg und beschleunigtem Herzschlag kommen. Die gleichzeitige Anwendung von Furosemid und Chloralhydrat ist daher zu vermeiden.
  • Risperidon: Vorsicht ist erforderlich; vor der Behandlung wird der Arzt eine Nutzen-Risiko- AbwĂ€gung fĂŒr die Kombination mit Furosemid oder die gemeinsame Behandlung mit anderen stark harntreibenden Arzneimitteln durchfĂŒhren.
  • Levothyroxin: Hohe Dosen von Furosemid können zu einer allgemeinen Reduktion des SchilddrĂŒsenhormonspiegels fĂŒhren, daher sollte der SchilddrĂŒsenhormonspiegel ĂŒberwacht werden.

Weitere wichtige Informationen befinden sich am Ende der Gebrauchsinformation unter Hinweis 2.

Anwendung von Lasix 20 mg/2 ml zusammen mit Nahrungsmitteln und GetrÀnken

Um einem zu starken Verlust von Kalium vorzubeugen, wird eine kaliumreiche Kost empfohlen, z. B. mageres Fleisch, Kartoffeln, Bananen, Tomaten, Karfiol, Spinat, getrocknete FrĂŒchte.

Große Mengen Lakritze können in Kombination mit Lasix zu verstĂ€rkten Kaliumverlusten fĂŒhren.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal um Rat.

Da Furosemid ĂŒber den Mutterkuchen in den Kreislauf des ungeborenen Kindes ĂŒbergeht, darf Ihr Arzt Lasix in der Schwangerschaft nur dann kurzfristig anwenden, wenn es fĂŒr Sie zwingend erforderlich ist. Teilen Sie Ihrem Arzt mit, falls Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen.

Falls Furosemid bei Herz- oder Nierenfunktionsstörung der Schwangeren angewendet werden muss, wird Ihr Arzt das Blutbild (Elektrolyte und HĂ€matokrit) sowie das Wachstum des ungeborenen Kindes genau ĂŒberwachen.

Furosemid wird in die Muttermilch ausgeschieden und hemmt die Produktion der Muttermilch. Lasix darf daher nicht angewendet werden, wenn Sie stillen. Gegebenenfalls mĂŒssen Sie abstillen.

VerkehrstĂŒchtigkeit und FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die ReaktionsfĂ€higkeit und VerkehrstĂŒchtigkeit beeintrĂ€chtigen. Dies gilt in verstĂ€rktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Lasix 20 mg/2 ml enthÀlt Natrium.

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Wie wird es angewendet?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die ĂŒbliche Dosis fĂŒr Jugendliche ĂŒber 15 Jahre, Erwachsene und Ă€ltere Patienten ist:

Bei Behandlung von FlĂŒssigkeitsansammlungen im Gewebe infolge von Herz-, Leber- oder Nierenerkrankungen:

1 bis2 Ampullen (20–40 mg Furosemid) langsam in die Vene (maximal 4 mg/min, entsprechend 0,4 ml/min Injektionslösung).

Falls erforderlich, wird Ihr Arzt diese Dosis entsprechend steigern. Dabei kann in AbstÀnden von

2 Stunden die Dosis um jeweils 20 mg gesteigert werden, bis die gewĂŒnschte Wirkung eintritt. Die fĂŒr Sie geeignete Dosis wird danach 1 bis 2-mal tĂ€glich verabreicht werden.

Wenn Sie unter einem sogenannten „nephrotischen Syndrom“ leiden, wird Ihr Arzt, um das Risiko vermehrter Nebenwirkungen zu vermeiden, vorsichtig dosieren.

Bei Behandlung des sogenannten „Lungenödems“:

Beispielsweise bei akuter HerzschwÀche oder wenn eine schnell einsetzende Harnausscheidung notwendig ist:

1 bis2 Ampullen (20 bis40 mg Furosemid) langsam in die Vene (maximal 4 mg/min). Wenn die Harnausscheidung nicht stark genug zunimmt, Wiederholung nach 30 bis60 Minuten, gegebenenfalls mit doppelter Dosis.

Bei Behandlung der verminderten Harnausscheidung infolge einer sogenannten „Gestose“ bei Schwangeren:

Ihr Arzt wird Lasix-Ampullen nur nach strengster AbwĂ€gung des Nutzens anwenden. Gewebeschwellungen (Ödeme) und/oder zu hoher Blutdruck sind kein Grund fĂŒr eine Behandlung mit Lasix-Ampullen.

Vor Beginn der Behandlung muss die verminderte Blutmenge (Volumenmangel) durch FlĂŒssigkeitszufuhr ausgeglichen werden.

Die Dosierung liegt zwischen œ bis 5 Ampullen (10 bis100 mg Furosemid).

Bei Behandlung einer vermehrten FlĂŒssigkeitsansammlung im Gehirn:

Ihr Arzt wird 2 bis5 Ampullen (40 bis 100 mg Furosemid) als Tages- und/oder Einzeldosis verwenden. In AusnahmefÀllen, bei eingeschrÀnkter Nierenfunktion, kann die Dosis bis zu 250 mg Furosemid betragen.

Bei Behandlung von FlĂŒssigkeitsansammlungen im Gewebe nach Verbrennungen:

Ihr Arzt wird 2 bis 5 Ampullen (40 bis 100 mg Furosemid) als Tages- oder Einzeldosis verwenden. In AusnahmefÀllen, bei eingeschrÀnkter Nierenfunktion, kann die Dosis bis zu 250 mg Furosemid betragen.

Vor Beginn der Behandlung muss bei Bedarf die verminderte Blutmenge durch FlĂŒssigkeitszufuhr ausgeglichen werden.

Bei Behandlung einer Bluthochdruckkrise:

1 bis 2 Ampullen (20 bis 40 mg Furosemid) neben anderen medizinischen Maßnahmen.

Anwendung bei SĂ€uglingen, Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren:

Der Arzt wird Lasix-Ampullen nur bei einem bedrohlichen Krankheitszustand (eventuell als Dauertropfinfusion) anwenden.

FĂŒr die Injektion in die Vene gilt folgende Dosierungsrichtlinie: 0,5 mg/kg Körpergewicht, in AusnahmefĂ€llen 1 mg/kg Körpergewicht bis zur Tagesdosis von maximal 20 mg Furosemid. Sobald als möglich wird der Arzt die Behandlung auf eine orale Therapie umstellen.

Art der Anwendung:

Lasix-Ampullen werden in die Vene verabreicht (intravenöse Anwendung) und nur dann angewendet, wenn eine Behandlung mit Lasix-Tabletten nicht zielfĂŒhrend ist. In AusnahmefĂ€llen kann der Arzt Lasix-Ampullen auch in den Muskel verabreichen (intramuskulĂ€re Anwendung), jedoch nicht in Akutsituationen (z. B. nicht beim Lungenödem) und nicht in höheren Dosen.

Generell wird empfohlen, so rasch als möglich auf eine Therapie mit Lasix-Tabletten umzustellen.

Bei Verabreichung in die Vene soll Furosemid langsam injiziert werden. Die Injektionsgeschwindigkeit von 4 mg/min (entspricht 0,4 ml Injektionslösung) darf nicht ĂŒberschritten werden. Bei Patienten mit fortgeschrittener Störung der Nierenfunktion (Serumkreatinin > 5 mg/dl) soll die Injektionsgeschwindigkeit 2,5 mg Furosemid pro Minute (entspricht 0,25 ml Injektionslösung) nicht ĂŒberschreiten.

In FĂ€llen, in denen eine Dosiserhöhung auf 250 mg Furosemid erforderlich wird, ist diese Dosis ĂŒber einen Perfusor zu verabreichen. Bei Bedarf kann die Injektionslösung mit isotonischer Kochsalzlösung verdĂŒnnt werden.

Weitere wichtige Informationen befinden sich am Ende der Gebrauchsinformation unter Hinweis 3.

Wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge von Lasix 20 mg/2 ml erhalten haben, als Sie sollten

Bei Überdosierung ist sofort ein Arzt zu benachrichtigen. Dieser kann entsprechend der Schwere der Überdosierung ĂŒber die gegebenenfalls erforderlichen Maßnahmen entscheiden.

Die Anzeichen einer akuten oder chronischen Überdosierung sind vom Ausmaß des Salz- und FlĂŒssigkeitsverlustes abhĂ€ngig.

Eine Überdosierung kann zu vermindertem Blutdruck und Kreislaufstörungen, Elektrolytstörungen (erniedrigte Kalium-, Natrium- und Chloridspiegel) oder Anstieg des pH-Wertes im Blut fĂŒhren.

Bei stĂ€rkeren FlĂŒssigkeitsverlusten kann es zur „EntwĂ€sserung“ und als Folge einer verminderten zirkulierenden Blutmenge zum Kreislaufkollaps und zur Bluteindickung mit Thromboseneigung kommen.

Bei raschen Wasser- und Elektrolytverlusten können VerwirrtheitszustÀnde auftreten.

Weitere wichtige Informationen befinden sich am Ende der Gebrauchsinformation unter Hinweis 4.

Wenn die Anwendung von Lasix 20 mg/2 ml vergessen wurde

Wenn die vorherige Anwendung vergessen wurde, wird Ihr Arzt nicht die doppelte Menge anwenden, sondern stattdessen die Behandlung wie gewohnt fortsetzen.

Wenn Sie die Anwendung von Lasix 20 mg/2 ml abbrechen

Hören Sie auch bei scheinbarer Besserung Ihres Zustandes nicht vorzeitig mit der Anwendung dieses Arzneimittels auf, da es ansonsten wieder zu einer Verschlechterung Ihrer Krankheit kommen kann.

Die Dauer der Behandlung wird durch den Arzt festgelegt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen.

Bei der Angabe von Nebenwirkungen werden folgende international ĂŒbliche HĂ€ufigkeitsangaben verwendet:

Sehr hÀufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen
HĂ€ufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
Selten: kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen
Sehr selten: kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen
Nicht bekannt: HĂ€ufigkeit auf Grundlage der verfĂŒgbaren Daten nicht abschĂ€tzbar

Sehr hÀufig

  • Störungen im Elektrolythaushalt (einschließlich symptomatischer), verminderte Blutmenge und Austrocknung (v. a. bei Ă€lteren Patienten), Anstieg von Kreatinin im Blut, Anstieg von Blutfetten (Triglyzeride). Die mögliche Entwicklung von Elektrolytstörungen wird durch bereits bestehende Erkrankungen (z. B. Leberzirrhose, HerzmuskelschwĂ€che), andere Arzneimittel und die ErnĂ€hrung beeinflusst.
  • Blutdruckabfall und Kreislaufstörungen.

HĂ€ufig

  • Bluteindickung, kann – insbesondere bei Ă€lteren Patienten – eine erhöhte Neigung zu Thrombosen zur Folge haben.
  • Niedriger Gehalt an Natrium (HyponatriĂ€mie, kann zu MĂŒdigkeit, Verwirrung, Muskelzucken, KrĂ€mpfen und Bewusstlosigkeit fĂŒhren), Chlor, Kalium (HypokaliĂ€mie, kann zu MuskelschwĂ€che, -zuckungen und verĂ€nderter HerztĂ€tigkeit fĂŒhren) im Blut; Anstieg von Cholesterin im Blut; erhöhte HarnsĂ€urekonzentration im Blut (kann zu GichtanfĂ€llen fĂŒhren).
  • Durch chronische Lebererkrankungen kann es zu neurologischen Beschwerden kommen (z. B. Unruhe, Vergesslichkeit, Zittern, Lethargie, Desorientiertheit, SchlĂ€frigkeit).
  • Erhöhtes Harnvolumen. Bei sehr starker Harnausscheidung kann es zur „EntwĂ€sserung“ und als Folge zum Kreislaufkollaps und zur Bluteindickung kommen.

Gelegentlich

  • Starke Verminderung der BlutplĂ€ttchen, wodurch erhöhtes Risiko einer Blutung und Neigung zu BlutergĂŒssen besteht.
  • Juckreiz, Haut- und Schleimhautreaktionen.
  • Der Blutzuckerspiegel kann unter Behandlung mit Furosemid ansteigen. Das kann bei Patienten mit bereits bestehender Zuckerkrankheit zu einer Verschlechterung der Stoffwechsellage fĂŒhren. Eine bisher nicht bekannte Zuckerkrankheit kann in Erscheinung treten.
  • Sehstörungen, zum Teil auch VerstĂ€rkung einer bestehenden Kurzsichtigkeit.
  • Meist vorĂŒbergehende Hörstörungen. Besonders empfindlich dafĂŒr dĂŒrften Patienten mit einer NierenschĂ€digung sein. Mit dieser Möglichkeit ist vor allem bei zu schneller Injektion in die Vene – insbesondere bei gleichzeitigem Vorliegen einer Nierenfunktionsstörung oder einer Vermehrung des Gesamteiweißes (z. B. bei sogenanntem „nephrotischen Syndrom“) – zu rechnen.
  • Taubheit, manchmal irreversibel.
  • Übelkeit.

Juckreiz, Haut- und Schleimhautreaktionen mit Rötung, Blasen- oder Schuppenbildung (Dermatitis bullosa, Pemphigoid bzw. Exanthem, Purpura, Erythema multiforme, Dermatitis exfoliativa); erhöhte Lichtempfindlichkeit.

Selten

  • Vermehrung bestimmter weißer Blutkörperchen (Eosinophilie), Verringerung aller weißen Blutkörperchen.
  • Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen wie ein Kreislaufkollaps (anaphylaktischer Schock). Erste Anzeichen fĂŒr einen Schock sind u. a. Hautreaktionen, wie heftige Hautrötung oder Nesselsucht, Schweißausbruch und blĂ€uliche VerfĂ€rbung der Haut, weiters Unruhe, Übelkeit, Kopfschmerz, Atemnot.
  • Kribbeln oder taubes GefĂŒhl in den Gliedmaßen. Nach sehr hoher Dosierung wurden Verwirrtheit und Teilnahmslosigkeit beobachtet.
  • Plötzlich oder stĂ€ndig auftretende OhrengerĂ€usche, Ohrensausen. Besonders empfindlich dafĂŒr dĂŒrften Patienten mit einer NierenschĂ€digung sein. Mit dieser Möglichkeit ist vor allem bei zu schneller Injektion in die Vene – insbesondere bei gleichzeitigem Vorliegen einer Nierenfunktionsstörung oder einer Vermehrung des Gesamteiweißes (z. B. bei sogenanntem „nephrotischen Syndrom“) – zu rechnen.
  • EntzĂŒndung der BlutgefĂ€ĂŸe, oft in Verbindung mit HautausschlĂ€gen.
  • Magen-Darm-Beschwerden (z. B. Erbrechen, Durchfall).
  • NierenentzĂŒndung.
  • Fieberhafte ZustĂ€nde. Bei sehr starker Harnausscheidung kann es zur „EntwĂ€sserung“ und als Folge zum Kreislaufkollaps und zur Bluteindickung kommen. Bluteindickung kann – insbesondere bei Ă€lteren Patienten – eine erhöhte Neigung zu Thrombosen zur Folge haben.

Sehr selten

  • Blutarmut, durch Zerfall der roten Blutkörperchen, kann zu blasser Gesichtsfarbe, SchwĂ€che und Kurzatmigkeit fĂŒhren; starke Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen mit Infektneigung und schweren Allgemeinsymptomen (aplastische AnĂ€mie, Agranulozytose).
  • EntzĂŒndung der BauchspeicheldrĂŒse, welche zu starken Schmerzen im Bauch- /Unterleibsbereich und RĂŒcken fĂŒhrt.
  • Stau der GallenflĂŒssigkeit und Erhöhung bestimmter Leberwerte (Transaminasen).

Nicht bekannt

  • Verminderte Konzentration im Blut von Kalzium und Magnesium; Harnstoffanstieg im Blut. Als Folge der Elektrolyt- und FlĂŒssigkeitsverluste kann sich eine stoffwechselbedingte Störung im SĂ€ure-Basen-Haushalt (metabolische Alkalose) entwickeln bzw. eine bereits bestehende Alkalose verschlechtern.
  • Nierenstörung (sogenanntes „Pseudo-Bartter-Syndrom“) im Zusammenhang mit Missbrauch und/oder Langzeitbehandlung mit Furosemid.
  • Bildung eines Blutgerinnsels (sogenannte „Thrombose“).
  • Kreislaufbeschwerden, Kopfschmerz, Schwindel, Sehstörungen, Mundtrockenheit, Durst.
  • Schwere Hauterkrankung mit Störung des Allgemeinbefindens, schmerzhafte Blasenbildung der Haut, besonders im Mund-, Augen- und Genitalbereich; schwere Erkrankung der Haut und Schleimhaut mit ausgedehnter Blasenbildung und Rötung.
  • EntzĂŒndliche VerĂ€nderung der Haut mit Pustelbildung (AGEP, akute generalisierte exanthematische Pustulose bzw. akutes febriles Arzneimittelexanthem).
  • Schwindel, Ohnmacht oder Bewusstlosigkeit (verursacht durch symptomatische Hypotonie), Kopfschmerzen.
  • Arzneimittelausschlag mit Vermehrung bestimmter weißer Blutkörperchen im Blut und mit BeeintrĂ€chtigung des Allgemeinbefindens (DRESS).
  • Eine Harnabflussbehinderung (z. B. bei ProstatavergrĂ¶ĂŸerung, Harnstauungsniere, Harnleiterverengung) kann auftreten bzw. verschlechtert werden. Natrium- und Chloridkonzentration im Harn erhöht. Es kann zur Harnsperre (Harnverhaltung) mit darauf folgenden Komplikationen kommen.
  • Bei FrĂŒhgeborenen kann es zur Verkalkung des Nierengewebes und Nierensteinbildung kommen.
  • Nierenversagen.
  • Bei FrĂŒhgeborenen mit Atemnotsyndrom kann eine Behandlung mit Furosemid in den ersten Lebenswochen das Risiko fĂŒr einen bestimmten Herzfehler erhöhen (eine offene Verbindung zwischen der Aorta und der Lungenarterie bleibt lĂ€nger bestehen als unter normalen Bedingungen; ein sogenannter „persistierender Ductus arteriosus Botalli“). KnochenschĂ€digungen bei Neugeborenen.
  • MuskelschĂ€digung (MuskelschwĂ€che, -spannung oder -schmerzen, sogenannte „Rhabdomyolyse“), oft im Zusammenhang mit stark verminderter Konzentration von Kalium im Blut (siehe Abschnitt 2. „Lasix darf nicht angewendet werden“).
  • Nach Injektion in den Muskel können Schmerzen an der Injektionsstelle auftreten.
  • Autoimmunreaktion, die zu entzĂŒndlichen VerĂ€nderungen in allen Organen fĂŒhren kann, hĂ€ufig sind Gelenksschmerzen, HautverĂ€nderungen und Nierenprobleme (sogenannter „systemischer Lupus erythematodes“).
  • FlechtenĂ€hnliche Hautreaktionen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch fĂŒr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt ĂŒber das

Bundesamt fĂŒr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 Wien Österreich

Fax: +43 (0) 50 555 36207 Website: www.basg.gv.at/

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen ĂŒber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur VerfĂŒgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich auf.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schĂŒtzen.

FĂŒr dieses Arzneimittel sind bezĂŒglich der Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Sie dĂŒrfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Packung nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Lasix 20 mg/2 ml enthÀlt

Der Wirkstoff ist: Furosemid. Eine Ampulle zu 2 ml enthÀlt 20 mg Furosemid.

Die sonstigen Bestandteile sind: Natriumchlorid, Natriumhydroxid, Wasser fĂŒr Injektionszwecke.

Wie Lasix 20 mg/2 ml Ampullen aussehen und Inhalt der Packung

Injektionslösung.

Klare, farblose Lösung in braunen Glasampullen zu je 2 ml mit einem pH-Wert von 8,0 bis9,3. Packungen zu 5 und 12 StĂŒck und BĂŒndelpackungen zu 5 Mal 5 und 12 Mal 5 StĂŒck.

Es werden möglicherweise nicht alle PackungsgrĂ¶ĂŸen in Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

sanofi-aventis GmbH, Turm A, 29. OG, Wienerbergstraße 11, 1100 Wien, Österreich

Hersteller

Delpharm Dijon, 6, boulevard de lÂŽEurope, 21800 Quetigny, Frankreich

Z. Nr.: 12.584

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt ĂŒberarbeitet im Oktober 2022.

Die folgenden Informationen sind fĂŒr medizinisches Fachpersonal bestimmt: Hinweis 1: Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen fĂŒr die Anwendung

Ein freier Harnfluss muss sichergestellt sein.

Die hochdosierte Anwendung von Lasix bei NierenschÀden, die durch nierenschÀdigende bzw. leberschÀdigende Stoffe verursacht wurden, sowie bei schwerem Leberschaden darf nur nach strenger Nutzen-Risiko-AbwÀgung erfolgen.

Liegt beim Patienten ein ausgeprĂ€gter Natriummangel vor, kann die Filtrationsrate der Niere vermindert und die harntreibende Wirkung bestimmter Arzneimittel (sogenannte „Saluretika“) beeintrĂ€chtigt werden. Durch Ausgleich des Natriummangels kann die Wirkung der Lasix-Behandlung gefördert werden.

Gemeinsame Anwendung mit Risperidon:

In placebokontrollierten Studien mit Risperidon an Ă€lteren Patienten mit Demenz wurde eine höhere MortalitĂ€tsinzidenz bei Patienten beobachtet, die mit Furosemid und Risperidon behandelt wurden (7,3 %: mittleres Alter 89 Jahre; range: 75 bis 97 Jahre), im Vergleich zu Patienten, die ausschließlich Risperidon (3,1 %: mittleres Alter 84 Jahre; range: 70 bis 96 Jahre) oder Furosemid (4,1 %: mittleres Alter 80 Jahre; range: 67 bis 90 Jahre) erhielten. Eine Anwendung von Risperidon zusammen mit anderen Diuretika (v. a. Thiaziddiuretika in niedriger Dosierung) war nicht mit vergleichbaren Ergebnissen assoziiert. Ein pathophysiologischer Mechanismus zur ErklĂ€rung dieser Befunde wurde nicht identifiziert.

Vor der Anwendung soll eine Nutzen-Risiko-AbwĂ€gung fĂŒr diese Kombination oder eine gemeinsame Behandlung mit anderen stark wirksamen Diuretika erfolgen. Eine erhöhte MortalitĂ€tsinzidenz bei Patienten, die andere Diuretika in Kombination mit Risperidon anwendeten, wurde nicht festgestellt.

UnabhĂ€ngig von der Behandlung war Dehydratation ein allgemeiner Risikofaktor fĂŒr MortalitĂ€t und muss daher bei Ă€lteren dementen Patienten vermieden werden.

Hinweis 2: Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Manche Elektrolytstörungen (z. B. HypokaliÀmie, HypomagnesiÀmie) können die ToxizitÀt bestimmter Wirkstoffe (z. B. DigitalisprÀparate und Substanzen, die eine VerlÀngerung des QT- Intervalls hervorrufen können) verstÀrken.

Hinweis 3: Anwendungshinweis, Handhabung und Herstellung von Mischungen

Anwendungshinweis:

Zur Erzielung der optimalen Wirkung sowie zur UnterdrĂŒckung einer Gegenregulation ist die kontinuierliche Furosemid-Infusion gegenĂŒber der wiederholten Gabe von Bolusinjektionen zu bevorzugen.

Bei der Herstellung von Mischungen ist Folgendes zu beachten:

Das PrÀparat darf nicht mit anderen Arzneimitteln in der Mischspritze verwendet werden.

Bei der Herstellung von VerdĂŒnnungen ist Folgendes zu beachten:

Lasix-Ampullen können mit isotonischer NaCl-Lösung verdĂŒnnt werden, wenn der pH-Wert der gebrauchsfertigen Lösung im schwach alkalischen bis neutralen Bereich liegt. Sie mĂŒssen innerhalb von 24 Stunden verwendet werden.

Aus mikrobiologischer Sicht sollten gebrauchsfertige Mischungen sofort verwendet werden, es sei denn, die Methode des VerdĂŒnnens schließt das Risiko einer mikrobiellen Kontamination aus. Mischungen sollen daher möglichst unmittelbar vor Gebrauch hergestellt werden.

Injektionslösungen/Infusionslösungen, die sauer oder schwach sauer reagieren und eine deutliche PufferkapazitĂ€t im sauren Bereich besitzen, dĂŒrfen nicht mit Lasix-Injektionslösung/-Infusionslösung gemischt werden. Bei diesen Mischungen wird der pH-Wert in den sauren Bereich verschoben und das schwerlösliche Furosemid fĂ€llt als kristalliner Niederschlag aus.

Cave: HandelsĂŒbliche Glukoselösungen reagieren z. T. deutlich sauer und dĂŒrfen daher zum VerdĂŒnnen nicht verwendet werden.

Furosemid löst sich als AnthranilsÀurederivat im alkalischen Milieu unter Salzbildung. Die Lösung zur parenteralen Applikation enthÀlt das Natriumsalz der KarbonsÀure ohne Lösungsvermittler, sie zeigt einen pH-Wert um 9 und besitzt keine Pufferwirkung. Im pH-Bereich unter 7 kann somit der Wirkstoff ausfallen.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu entsorgen.

Hinweis 4: Überdosierung

Bei Überdosierung oder Anzeichen einer HypovolĂ€mie (Hypotonie, orthostatische Regulationsstörungen) muss die Behandlung mit Lasix sofort abgesetzt werden.

Bei nur kurze Zeit zurĂŒckliegender oraler Aufnahme empfehlen sich Maßnahmen der primĂ€ren Giftelimination (induziertes Erbrechen, MagenspĂŒlung) und resorptionsmindernde Maßnahmen (medizinische Kohle).

In schwereren FĂ€llen mĂŒssen die vitalen Parameter ĂŒberwacht sowie wiederholt Kontrollen des Wasser- und Elektrolyt-Haushalts, des SĂ€ure-Basen-Haushalts, des Blutzuckers und der harnpflichtigen Substanzen durchgefĂŒhrt und Abweichungen gegebenenfalls korrigiert werden.

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Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: Lasix 20 mg/2 ml Ampullen - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Furosemid
Zulassungsland Österreich
Hersteller sanofi-aventis GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 08.06.1964
ATC Code C03CA01
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe High-Ceiling-Diuretika

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