Wirkstoff(e) Furosemid
Zulassungsland Österreich
Hersteller sanofi-aventis GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 08.06.1964
ATC Code C03CA01
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe High-Ceiling-Diuretika

Zulassungsinhaber

sanofi-aventis GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Lasitace 5 mg/40 mg Kapseln Ramipril Furosemid sanofi-aventis GmbH
Furosemid Bluefish 40 mg Tabletten Furosemid Bluefish Pharmaceuticals AB
Furosemid Accord 10mg/ml Injektionslösung Furosemid Accord Healthcare B.V.
Furosemid Genericon 40 mg Tabletten Furosemid Genericon Pharma GmbH
Furon 40 mg - Ampullen Furosemid Teva B.V.

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Der in Lasix 40 mg Tabletten enthaltene Wirkstoff Furosemid wirkt harntreibend. Furosemid fördert daher die FlĂŒssigkeitsausscheidung aus dem Körper und senkt außerdem den Blutdruck.

Lasix 40 mg Tabletten werden angewendet bei:

  • FlĂŒssigkeitsansammlungen im Gewebe infolge von Herz- oder Lebererkrankungen,
  • FlĂŒssigkeitsansammlungen im Gewebe infolge Erkrankungen oder Funktionsstörungen der Nieren,
  • Bluthochdruck leichten bis mittleren Schweregrades.

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Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Lasix darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Furosemid, verwandte Wirkstoffe (Sulfonamide) oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
  • bei Nierenversagen mit stark eingeschrĂ€nkter oder fehlender Harnproduktion,
  • bei Bewusstseinsstörungen, die mit neurologischen Symptomen aufgrund einer chronischen LeberschĂ€digung im Zusammenhang stehen,
  • bei schwerem Kaliummangel (siehe Abschnitt 4. „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“),
  • bei schwerem Natriummangel,
  • bei verminderter Blutmenge oder Mangel an Körperwasser,
  • wenn Sie stillen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Lasix anwenden, wenn einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Lasix ist erforderlich,

  • wenn Sie einen sehr niedrigen Blutdruck haben,
  • bei Zuckerkrankheit; hier ist eine regelmĂ€ĂŸige Kontrolle des Blutzuckers erforderlich,
  • wenn Sie an Gicht leiden; dann ist eine regelmĂ€ĂŸige Kontrolle der HarnsĂ€ure im Blut erforderlich,
  • wenn bei Ihnen eine Harnabflussbehinderung besteht (z. B. bei ProstatavergrĂ¶ĂŸerung, Harnstauungsniere, Harnleiterverengung). Lasix darf in diesem Fall nur angewendet werden, wenn fĂŒr freien Harnfluss gesorgt ist, da eine vermehrte Harnbildung zu einer Überdehnung der Blase fĂŒhren kann.
  • bei einem verminderten Eiweißgehalt im Blut (z. B. bei bestimmten Nierenerkrankungen mit Eiweißverlust, Fettstoffwechselstörung und Wassereinlagerung); eine vorsichtige Dosierung ist dann erforderlich,
  • wenn Sie an Leberzirrhose und gleichzeitiger EinschrĂ€nkung der Nierenfunktion leiden,
  • wenn ein starker Blutdruckabfall fĂŒr Sie schwere Folgen haben könnte (z. B. wenn Sie Durchblutungsstörungen der HirngefĂ€ĂŸe oder der HerzkranzgefĂ€ĂŸe haben). Ein unerwĂŒnscht starker Blutdruckabfall muss in diesem Fall vermieden werden.
  • wenn Sie schon Ă€lter sind, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, die zu einem Abfall des Blutdrucks fĂŒhren können, und wenn Sie andere Erkrankungen haben, die mit dem Risiko eines Blutdruckabfalls verbunden sind.
  • bei FrĂŒhgeborenen (Gefahr der Verkalkung des Nierengewebes und Nierensteinbildung; eine Funktionskontrolle der Nieren und Nierensonographie sind erforderlich),
  • bei FrĂŒhgeborenen mit Atemnotsyndrom; eine Behandlung mit Furosemid kann in den ersten Lebenswochen das Risiko fĂŒr einen bestimmten Herzfehler erhöhen (eine offene Verbindung zwischen der Aorta und der Lungenarterie bleibt lĂ€nger bestehen als unter normalen Bedingungen; ein sogenannter „persistierender Ductus arteriosus Botalli“).

WĂ€hrend einer Behandlung mit Lasix wird der Arzt in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden die Kontrolle des Blutbildes anordnen, inklusive Kalium, Natrium, Kalzium, Bikarbonat, Kreatinin, Harnstoff, HarnsĂ€ure sowie Blutzucker. Bitte halten Sie die Kontrollen ein.

Eine besonders enge Überwachung ist wichtig, wenn es bei Ihnen leicht zu Elektrolytstörungen kommen kann oder wenn es zu stĂ€rkeren FlĂŒssigkeitsverlusten kommt (z. B. durch Erbrechen, Durchfall oder intensives Schwitzen). Unter UmstĂ€nden muss die Lasix-Behandlung so lange unterbrochen werden, bis die entsprechenden Blut- und Elektrolytwerte oder Ihr SĂ€ure-Basen- Haushalt wieder korrigiert sind.

Der durch verstĂ€rkte Urinausscheidung hervorgerufene Gewichtsverlust soll 1 kg/Tag nicht ĂŒberschreiten.

Bei zu starker EntwĂ€sserung dĂŒrfen Sie wĂ€hrend der Behandlung mit Lasix bestimmte Arzneimittel gegen Schmerzen, Schwellungen oder EntzĂŒndungen (sogenannte „nicht steroidale Antirheumatika“) nicht anwenden, da sie ein akutes Nierenversagen auslösen können.

Um einem zu starken Verlust von Kalium vorzubeugen, wird eine kaliumreiche Kost empfohlen, z. B. mageres Fleisch, Kartoffeln, Bananen, Tomaten, Karfiol, Spinat, getrocknete FrĂŒchte.

Wenn Sie Lasix ĂŒber lĂ€ngere Zeit anwenden, empfiehlt es sich, zusĂ€tzlich Vitamin B1 (Thiamin) einzunehmen, um seinen Verlust auszugleichen. Vitamin B1 unterstĂŒtzt die Herzleistung.

Es besteht das Risiko einer Autoimmunerkrankung, die zu entzĂŒndlichen VerĂ€nderungen in allen Organen fĂŒhren kann, hĂ€ufig sind Gelenksschmerzen, HautverĂ€nderungen und Nierenprobleme.

Die Anwendung des Arzneimittels Lasix kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen fĂŒhren.

Weitere wichtige Informationen befinden sich am Ende der Gebrauchsinformation unter Hinweis 1.

Einnahme von Lasix 40 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kĂŒrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Lasix und andere Arzneimittel können einander in ihrer Wirkung beeinflussen.

Die Wirkung von Lasix wird abgeschwÀcht durch:

  • nicht steroidale Antiphlogistika (NSAR) (bestimmte Arzneimittel gegen Schmerzen, Schwellungen und EntzĂŒndungen): Sie können die blutdrucksenkende Wirkung von Lasix abschwĂ€chen. Bei Patienten mit verminderter Wasser- und Blutmenge können NSAR ein plötzliches Nierenversagen auslösen. Furosemid kann die schĂ€digende Wirkung von Salizylaten verstĂ€rken.
  • Phenytoin (Arzneimittel gegen KrampfanfĂ€lle)
  • Sucralfat (Arzneimittel gegen MagengeschwĂŒre): Es vermindert die Aufnahme von Lasix aus dem Darm. Bei gleichzeitiger Anwendung mĂŒssen die beiden Arzneimittel in einem zeitlichen Abstand von mindestens 2 Stunden angewendet werden.
  • Aliskiren (Arzneimittel gegen Bluthochdruck): Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Aliskiren einnehmen.

Lasix verstÀrkt die Wirkung von:

  • anderen blutdrucksenkenden harntreibenden Arzneimitteln: Es kann zu einem stĂ€rkeren Blutdruckabfall kommen (unter UmstĂ€nden bis hin zum Schock, einer Verschlechterung der Nierenfunktion oder einem akuten Nierenversagen). Wenn möglich sollte daher die Lasix- Behandlung vorĂŒbergehend eingestellt werden oder wenigstens die Dosis fĂŒr drei Tage reduziert werden, bevor die Behandlung insbesondere mit einem sogenannten „ACE-Hemmer“ oder „Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten“ begonnen wird bzw. seine Dosis erhöht wird.
  • anderen harntreibenden Arzneimitteln: Bei Patienten, die harntreibende Arzneimittel einnehmen, kann es zu einem stark erniedrigten Blutdruck und einer Verschlechterung der Nierenfunktion kommen. Bei einer Kombination mit Furosemid kann es zu einem deutlichen Blutdruckabfall kommen.
  • bestimmten Narkosemitteln (sogenannte „AnĂ€sthetika“) und curareartigen Muskelrelaxanzien (zur Muskelentspannung wĂ€hrend der Narkose), deren Wirkung durch Lasix verstĂ€rkt wird. Bitte informieren Sie den Narkosearzt ĂŒber die Einnahme von Lasix.
  • bestimmten blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln (sogenannte „BlutverdĂŒnnungsmittel“, „orale Antikoagulanzien“): Eine Dosisanpassung dieser Arzneimittel kann dadurch erforderlich werden.
  • Probenecid (Gichtmittel), Methotrexat (Rheumaarzneimittel und Arzneimittel zur UnterdrĂŒckung der Immunabwehr) und anderen Arzneimitteln, die wie Furosemid ĂŒber die Niere ausgeschieden werden: Deren Wirkungen und Nebenwirkungen können durch Lasix verstĂ€rkt werden. Zugleich kann die Wirkung von Furosemid durch derartige Arzneimittel verringert werden.
  • Theophyllin (Asthmamittel).

Elektrolytstörungen:

  • AbfĂŒhrmittel sowie Arzneimittel, die als Wirkstoffe Glukokortikoide („Cortison“),
    Carbenoxolon, ACTH, Salizylate, Amphotericin B oder Penicillin G enthalten: Die gleichzeitige Anwendung mit Furosemid kann zu verstĂ€rkten Kaliumverlusten fĂŒhren (Risiko starker Kaliumverluste).
  • Wenn sich durch die Behandlung mit Lasix ein Kalium- oder Magnesiummangel entwickelt, ist die Empfindlichkeit des Herzmuskels gegenĂŒber bestimmten Herzmitteln (sogenannte „Herzglykoside“) erhöht. Es besteht auch ein erhöhtes Risiko fĂŒr Herzrhythmusstörungen (inklusive Torsade de pointes), wenn bei einer Elektrolytstörung gleichzeitig Arzneimittel angewendet werden, die eine bestimmte EKG-VerĂ€nderung (verlĂ€ngertes QT-Intervall) verursachen können. Dazu zĂ€hlen z. B. Terfenadin (gegen Allergien) und bestimmte Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika der Klassen I und III) (siehe auch Hinweis 2 am Ende der Gebrauchsinformation).

NierenschÀdigung (NephrotoxizitÀt), GehörschÀdigung (OtotoxizitÀt):

Die gehörschĂ€digende Wirkung bestimmter Antibiotika, sogenannter „Aminoglykoside“ (z. B. Kanamycin, Gentamicin, Tobramycin), und anderer ototoxischer Arzneimittel kann bei gleichzeitiger Gabe von Furosemid verstĂ€rkt werden. Auftretende Hörstörungen können dauerhaft sein. Die gleichzeitige Anwendung von Aminoglykosiden darf nur bei zwingenden medizinischen GrĂŒnden erfolgen.

  • Arzneimittel mit nierenschĂ€digender Nebenwirkung (z. B. Antibiotika wie Aminoglykoside, Cephalosporine, Polymyxine): Furosemid kann die schĂ€dlichen Effekte verstĂ€rken und zu einer Verschlechterung der Nierenfunktion fĂŒhren.
  • Cisplatin (Arzneimittel gegen bösartige Erkrankungen): Bei gleichzeitiger Anwendung mit Furosemid ist mit der Möglichkeit eines Hörschadens zu rechnen. Wird bei einer Cisplatinbehandlung eine forcierte Diurese mit Furosemid angestrebt, so darf Furosemid nur in niedriger Dosis (z. B. 40 mg bei normaler Nierenfunktion) und bei positiver FlĂŒssigkeitsbilanz eingesetzt werden. Andernfalls kann es zu einer VerstĂ€rkung der nierenschĂ€digenden Wirkung von Cisplatin kommen.
  • Patienten mit hohem Risiko fĂŒr eine NierenschĂ€digung durch Röntgenkontrastmittel: Bei Behandlung dieser Patienten mit Furosemid trat hĂ€ufiger eine Verschlechterung der Nierenfunktion nach einer Röntgenkontrastuntersuchung auf als bei Patienten, die nur eine intravenöse FlĂŒssigkeitszufuhr vor der Kontrastuntersuchung erhielten.

Sonstige Wechselwirkungen:

  • Blutzuckersenkende und blutdrucksteigernde Arzneimittel (z. B. Epinephrin, Norepinephrin): Ihre Wirkung kann bei gleichzeitiger Anwendung von Lasix abgeschwĂ€cht werden.
  • Cyclosporin A: Die gleichzeitige Verwendung mit Lasix ist mit einem erhöhten Risiko von GelenkentzĂŒndung durch Gicht (Arthritis urica) verbunden.
  • Lithium (gegen bestimmte Depressionen): Die gleichzeitige Verwendung mit Lasix kann zu einer VerstĂ€rkung der herz- und nervenschĂ€digenden Nebenwirkungen von Lithium fĂŒhren. Der Lithiumspiegel im Blut sollte kontrolliert werden.
  • Hochdosierte Salizylate (Schmerzmittel): Die Nebenwirkungen dieser Arzneimittel am Zentralnervensystem können durch gleichzeitige Anwendung von Lasix verstĂ€rkt werden.
  • Risperidon: Vorsicht ist erforderlich; vor der Behandlung soll eine Nutzen-Risiko-AbwĂ€gung fĂŒr die Kombination mit Furosemid oder die gemeinsame Behandlung mit anderen stark harntreibenden Arzneimitteln durchgefĂŒhrt werden.
  • Levothyroxin: Hohe Dosen von Furosemid können zu einer allgemeinen Reduktion des SchilddrĂŒsenhormonspiegels fĂŒhren, daher sollte der SchilddrĂŒsenhormonspiegel ĂŒberwacht werden.

Weitere wichtige Informationen befinden sich am Ende der Gebrauchsinformation unter Hinweis 2.

Einnahme von Lasix 40 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und GetrÀnken

Um einem zu starken Verlust von Kalium vorzubeugen, wird eine kaliumreiche Kost empfohlen, z. B. mageres Fleisch, Kartoffeln, Bananen, Tomaten, Karfiol, Spinat, getrocknete FrĂŒchte.

Große Mengen Lakritze können in Kombination mit Lasix zu verstĂ€rkten Kaliumverlusten fĂŒhren.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Da Furosemid ĂŒber den Mutterkuchen in den Kreislauf des ungeborenen Kindes ĂŒbergeht, dĂŒrfen Sie Lasix in der Schwangerschaft nur dann kurzfristig einnehmen, wenn es Ihr Arzt fĂŒr zwingend erforderlich hĂ€lt. Teilen Sie Ihrem Arzt mit, falls Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen.

Falls Furosemid bei Herz- oder Nierenfunktionsstörung der Schwangeren eingenommen werden muss, wird Ihr Arzt das Blutbild (Elektrolyte und HĂ€matokrit) sowie das Wachstum des ungeborenen Kindes genau ĂŒberwachen.

Furosemid wird in die Muttermilch ausgeschieden und hemmt die Produktion der Muttermilch. Sie dĂŒrfen daher Lasix nicht einnehmen, wenn Sie stillen. Gegebenenfalls mĂŒssen Sie abstillen.

VerkehrstĂŒchtigkeit und FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die ReaktionsfĂ€higkeit und VerkehrstĂŒchtigkeit beeintrĂ€chtigen.

Dies gilt in verstĂ€rktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Lasix enthÀlt Laktose.

Eine Lasix 40 mg Tablette enthĂ€lt 53 mg Milchzucker (Laktose). Bitte nehmen Sie Lasix 40 mg Tabletten erst nach RĂŒcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer ZuckerunvertrĂ€glichkeit leiden.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Ändern Sie auf keinen Fall von sich aus die verschriebene Dosierung.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die ĂŒbliche Dosis fĂŒr Erwachsene und Ă€ltere Patienten: Bei Behandlung von FlĂŒssigkeitsansammlungen im Gewebe infolge von Herz-, Leber- oder Nierenerkrankungen:

1 Lasix 40 mg Tablette tÀglich.

Falls erforderlich, kann der Arzt diese Dosis entsprechend steigern. Zur schonenden EntwĂ€sserung können Lasix 40 mg Tabletten auch jeden 2. Tag oder jede Woche an 2–4 aufeinander folgenden Tagen eingenommen werden. Der Arzt wird die fĂŒr Sie geeignete Dosierung festlegen.

Bei Behandlung von FlĂŒssigkeitsansammlungen im Gewebe nach Verbrennungen:

1 bis 21/2 Lasix 40 mg Tabletten tĂ€glich, in AusnahmefĂ€llen bis zu 6 Lasix 40 mg Tabletten tĂ€glich. Der Arzt wird die fĂŒr Sie geeignete Dosierung festlegen.

Bei Behandlung von Bluthochdruck leichten bis mittleren Schweregrades:

1 Lasix 40 mg Tablette tĂ€glich, allein oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln. Sollte zusĂ€tzlich die Einnahme eines sogenannten „ACE-Hemmers“ erforderlich sein, sollte Lasix 2–3 Tage vor der Gabe dieses ACE-Hemmers vom Arzt abgesetzt werden. Sollte dies nicht möglich sein, sollte der Arzt die Dosis von Lasix zumindest reduzieren.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren:

Kinder erhalten eine körpergewichtsbezogene Dosierung, 1–2 mg/kg Körpergewicht, maximal 1 Lasix 40 mg Tablette tĂ€glich. Gegebenenfalls muss auf andere Verabreichungsarten zurĂŒckgegriffen werden (ĂŒber die Vene).

Art der Anwendung:

Zum Einnehmen.

Die Tabletten werden morgens vor dem FrĂŒhstĂŒck bzw. vor den Mahlzeiten unzerkaut mit ausreichend FlĂŒssigkeit (z. B. 1 Glas Wasser) eingenommen.

Wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge von Lasix 40 mg eingenommen haben, als Sie sollten

Bei Überdosierung ist sofort ein Arzt zu benachrichtigen. Dieser kann entsprechend der Schwere der Überdosierung ĂŒber die gegebenenfalls erforderlichen Maßnahmen entscheiden.

Die Anzeichen einer akuten oder chronischen Überdosierung sind vom Ausmaß des Salz- und FlĂŒssigkeitsverlustes abhĂ€ngig.

Eine Überdosierung kann zu vermindertem Blutdruck und Kreislaufstörungen, Elektrolytstörungen (z. B. erniedrigte Kalium-, Natrium- und Chloridspiegel) oder Anstieg des pH-Wertes im Blut fĂŒhren.

Bei stĂ€rkeren FlĂŒssigkeitsverlusten kann es zur „EntwĂ€sserung“ und als Folge einer verminderten zirkulierenden Blutmenge zum Kreislaufkollaps und zur Bluteindickung mit Thromboseneigung kommen.

Bei raschen Wasser- und Elektrolytverlusten können VerwirrtheitszustÀnde auftreten.

Weitere wichtige Informationen befinden sich am Ende der Gebrauchsinformation unter Hinweis 3.

Wenn Sie die Einnahme von Lasix 40 mg vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Setzen Sie stattdessen die Behandlung wie gewohnt fort.

Wenn Sie die Einnahme von Lasix 40 mg abbrechen

Hören Sie auch bei scheinbarer Besserung Ihres Zustandes nicht vorzeitig mit der Anwendung dieses Arzneimittels auf, da es ansonsten wieder zu einer Verschlechterung Ihrer Krankheit kommen kann.

Die Dauer der Behandlung wird durch den Arzt festgelegt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen.

Bei der Angabe von Nebenwirkungen werden folgende international ĂŒbliche HĂ€ufigkeitsangaben verwendet:

Sehr hÀufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen
HĂ€ufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
Selten: kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen
Sehr selten: kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen
Nicht bekannt: HĂ€ufigkeit auf Grundlage der verfĂŒgbaren Daten nicht abschĂ€tzbar
   

Sehr hÀufig

  • Störungen im Elektrolythaushalt (einschließlich symptomatischer), verminderte Blutmenge und Austrocknung (v. a. bei Ă€lteren Patienten), Anstieg von Kreatinin im Blut, Anstieg von Blutfetten (Triglyzeride). Die mögliche Entwicklung von Elektrolytstörungen wird durch bereits bestehende Erkrankungen (z. B. Leberzirrhose, HerzmuskelschwĂ€che), andere Arzneimittel und die ErnĂ€hrung beeinflusst.
  • Blutdruckabfall und Kreislaufstörungen.

HĂ€ufig

  • Bluteindickung, kann – insbesondere bei Ă€lteren Patienten – eine erhöhte Neigung zu Thrombosen zur Folge haben.
  • Niedriger Gehalt an Natrium (HyponatriĂ€mie, kann zu MĂŒdigkeit, Verwirrung, Muskelzucken, KrĂ€mpfen und Bewusstlosigkeit fĂŒhren), Chlor, Kalium (HypokaliĂ€mie, kann zu MuskelschwĂ€che, -zuckungen und verĂ€nderter HerztĂ€tigkeit fĂŒhren) im Blut; Anstieg von Cholesterin im Blut; erhöhte HarnsĂ€urekonzentration im Blut (kann zu GichtanfĂ€llen fĂŒhren).
  • Durch chronische Lebererkrankungen kann es zu neurologischen Beschwerden kommen (z. B. Unruhe, Vergesslichkeit, Zittern, Lethargie, Desorientiertheit, SchlĂ€frigkeit).
  • Erhöhtes Harnvolumen. Bei sehr starker Harnausscheidung kann es zur „EntwĂ€sserung“ und als Folge zum Kreislaufkollaps und zur Bluteindickung kommen.

Gelegentlich

Starke Verminderung der BlutplĂ€ttchen, wodurch erhöhtes Risiko einer Blutung und Neigung zu BlutergĂŒssen besteht.

  • Juckreiz, Haut- und Schleimhautreaktionen.
  • Der Blutzuckerspiegel kann unter Behandlung mit Furosemid ansteigen. Das kann bei Patienten mit bereits bestehender Zuckerkrankheit zu einer Verschlechterung der Stoffwechsellage fĂŒhren. Eine bisher nicht bekannte Zuckerkrankheit kann in Erscheinung treten.
  • Sehstörungen, zum Teil auch VerstĂ€rkung einer bestehenden Kurzsichtigkeit.
  • Meist vorĂŒbergehende Hörstörungen. Besonders empfindlich dafĂŒr dĂŒrften Patienten mit einer NierenschĂ€digung sein. Mit dieser Möglichkeit ist vor allem bei zu schneller Injektion in die Vene – insbesondere bei gleichzeitigem Vorliegen einer Nierenfunktionsstörung oder einer Vermehrung des Gesamteiweißes (z. B. bei sogenanntem „nephrotischen Syndrom“) – zu rechnen.
  • Taubheit, manchmal irreversibel.
  • Übelkeit.
  • Juckreiz, Haut- und Schleimhautreaktionen mit Rötung, Blasen- oder Schuppenbildung (Dermatitis bullosa, Pemphigoid bzw. Exanthem, Purpura, Erythema multiforme, Dermatitis exfoliativa); erhöhte Lichtempfindlichkeit.

Selten

  • Vermehrung bestimmter weißer Blutkörperchen (Eosinophilie), Verringerung aller weißen Blutkörperchen.
  • Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen wie ein Kreislaufkollaps (anaphylaktischer Schock). Erste Anzeichen fĂŒr einen Schock sind u. a. Hautreaktionen, wie heftige Hautrötung oder Nesselsucht, Schweißausbruch und blĂ€uliche VerfĂ€rbung der Haut, weiters Unruhe, Übelkeit, Kopfschmerz, Atemnot.
  • Kribbeln oder taubes GefĂŒhl in den Gliedmaßen. Nach sehr hoher Dosierung wurden Verwirrtheit und Teilnahmslosigkeit beobachtet.
  • Plötzlich oder stĂ€ndig auftretende OhrengerĂ€usche, Ohrensausen. Besonders empfindlich dafĂŒr dĂŒrften Patienten mit einer NierenschĂ€digung sein.
  • EntzĂŒndung der BlutgefĂ€ĂŸe, oft in Verbindung mit HautausschlĂ€gen.
  • Magen-Darm-Beschwerden (z. B. Erbrechen, Durchfall).
  • NierenentzĂŒndung.
  • Fieberhafte ZustĂ€nde. Bei sehr starker Harnausscheidung kann es zur „EntwĂ€sserung“ und als Folge zum Kreislaufkollaps und zur Bluteindickung kommen. Bluteindickung kann – insbesondere bei Ă€lteren Patienten – eine erhöhte Neigung zu Thrombosen zur Folge haben.

Sehr selten

  • Blutarmut, durch Zerfall der roten Blutkörperchen, kann zu blasser Gesichtsfarbe, SchwĂ€che und Kurzatmigkeit fĂŒhren; starke Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen mit Infektneigung und schweren Allgemeinsymptomen (aplastische AnĂ€mie, Agranulozytose).
  • EntzĂŒndung der BauchspeicheldrĂŒse, welche zu starken Schmerzen im Bauch- /Unterleibsbereich und RĂŒcken fĂŒhrt.
  • Stau der GallenflĂŒssigkeit und Erhöhung bestimmter Leberwerte (Transaminasen).

Nicht bekannt

  • Verminderte Konzentration im Blut von Kalzium und Magnesium; Harnstoffanstieg im Blut. Als Folge der Elektrolyt- und FlĂŒssigkeitsverluste kann sich eine stoffwechselbedingte Störung im SĂ€ure-Basen-Haushalt (metabolische Alkalose) entwickeln bzw. eine bereits bestehende Alkalose verschlechtern.
  • Nierenstörung (sogenanntes „Pseudo-Bartter-Syndrom“) im Zusammenhang mit Missbrauch und/oder Langzeitbehandlung mit Furosemid.
  • Bildung eines Blutgerinnsels (sogenannte „Thrombose“).
  • Kreislaufbeschwerden, Kopfschmerz, Schwindel, Sehstörungen, Mundtrockenheit, Durst.
  • Schwere Hauterkrankung mit Störung des Allgemeinbefindens, schmerzhafte Blasenbildung der Haut, besonders im Mund-, Augen- und Genitalbereich; schwere Erkrankung der Haut und Schleimhaut mit ausgedehnter Blasenbildung und Rötung.
  • EntzĂŒndliche VerĂ€nderung der Haut mit Pustelbildung (AGEP, akute generalisierte exanthematische Pustulose bzw. akutes febriles Arzneimittelexanthem).
  • Schwindel, Ohnmacht oder Bewusstlosigkeit (verursacht durch symptomatische Hypotonie), Kopfschmerzen.
  • Arzneimittelausschlag mit Vermehrung bestimmter weißer Blutkörperchen im Blut und mit BeeintrĂ€chtigung des Allgemeinbefindens (DRESS).
  • Eine Harnabflussbehinderung (z. B. bei ProstatavergrĂ¶ĂŸerung, Harnstauungsniere, Harnleiterverengung) kann auftreten bzw. verschlechtert werden. Natrium- und Chloridkonzentration im Harn erhöht. Es kann zur Harnsperre (Harnverhaltung) mit darauf folgenden Komplikationen kommen.
  • Bei FrĂŒhgeborenen kann es zur Verkalkung des Nierengewebes und Nierensteinbildung kommen.
  • Nierenversagen.
  • Bei FrĂŒhgeborenen mit Atemnotsyndrom kann eine Behandlung mit Furosemid in den ersten Lebenswochen das Risiko fĂŒr einen bestimmten Herzfehler erhöhen (eine offene Verbindung zwischen der Aorta und der Lungenarterie bleibt lĂ€nger bestehen als unter normalen Bedingungen; ein sogenannter „persistierender Ductus arteriosus Botalli“). KnochenschĂ€digungen bei Neugeborenen.
  • MuskelschĂ€digung (MuskelschwĂ€che, -spannung oder -schmerzen, sogenannte „Rhabdomyolyse“), oft im Zusammenhang mit stark verminderter Konzentration von Kalium im Blut (siehe Abschnitt 2. „Lasix darf nicht eingenommen werden“).
  • Autoimmunreaktion, die zu entzĂŒndlichen VerĂ€nderungen in allen Organen fĂŒhren kann, hĂ€ufig sind Gelenksschmerzen, HautverĂ€nderungen und Nierenprobleme (sogenannter „systemischer Lupus erythematodes“).
  • FlechtenĂ€hnliche Hautreaktionen

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch fĂŒr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt ĂŒber das

Bundesamt fĂŒr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 Wien Österreich

Fax: +43 (0) 50 555 36207 Website: www.basg.gv.at/

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen ĂŒber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur VerfĂŒgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich auf.

Nicht ĂŒber 25 °C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schĂŒtzen.

Sie dĂŒrfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Packung nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Lasix 40 mg enthÀlt

Der Wirkstoff ist: Furosemid. Eine Tablette enthÀlt 40 mg Furosemid.

Die sonstigen Bestandteile sind: MaisstÀrke, Laktose, vorverkleisterte StÀrke, Talkum, Siliciumdioxid, Magnesiumstearat.

Wie Lasix 40 mg aussieht und Inhalt der Packung

Lasix 40 mg Tabletten sind weiß, rund, mit einer Bruchrille und der Beschriftung „DLI“ auf einer Seite und dem Schriftzug „Hoechst“ auf der anderen Seite. Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Es sind Packungen zu 20 oder 50 Tabletten erhÀltlich.

Es werden möglicherweise nicht alle PackungsgrĂ¶ĂŸen in Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

sanofi-aventis GmbH, Turm A, 29. OG, Wienerbergstraße 11, 1100 Wien, Österreich

Hersteller

Famar LÂŽAigle, Zl No 1 Route de Crulai, 61303 LÂŽAigle, Frankreich

Opella Healthcare International SAS, 56, Route de Choisy, 60200 CompiĂšgne, Frankreich

Z. Nr.: 12.585

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt ĂŒberarbeitet im August 2022.

Die folgenden Informationen sind fĂŒr medizinisches Fachpersonal bestimmt: Hinweis 1: Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen fĂŒr die Anwendung

Ein freier Harnfluss muss sichergestellt sein.

Die hochdosierte Anwendung von Lasix bei NierenschÀden, die durch nierenschÀdigende bzw. leberschÀdigende Stoffe verursacht wurden, sowie bei schwerem Leberschaden darf nur nach strenger Nutzen-Risiko-AbwÀgung erfolgen.

Liegt beim Patienten ein ausgeprĂ€gter Natriummangel vor, kann die Filtrationsrate der Niere vermindert und die harntreibende Wirkung bestimmter Arzneimittel (sogenannte „Saluretika“) beeintrĂ€chtigt werden. Durch Ausgleich des Natriummangels kann die Wirkung der Lasix-Behandlung gefördert werden.

Gemeinsame Anwendung mit Risperidon:

In placebokontrollierten Studien mit Risperidon an Ă€lteren Patienten mit Demenz wurde eine höhere MortalitĂ€tsinzidenz bei Patienten beobachtet, die mit Furosemid und Risperidon behandelt wurden (7,3 %: mittleres Alter 89 Jahre; range: 75–97 Jahre), im Vergleich zu Patienten, die ausschließlich Risperidon (3,1 %: mittleres Alter 84 Jahre; range: 70–96 Jahre) oder Furosemid (4,1 %: mittleres Alter 80 Jahre; range: 67–90 Jahre) erhielten. Eine Anwendung von Risperidon zusammen mit anderen Diuretika (v. a. Thiaziddiuretika in niedriger Dosierung) war nicht mit vergleichbaren Ergebnissen assoziiert. Ein pathophysiologischer Mechanismus zur ErklĂ€rung dieser Befunde wurde nicht identifiziert.

Vor der Anwendung soll eine Nutzen-Risiko-AbwĂ€gung fĂŒr diese Kombination oder eine gemeinsame Behandlung mit anderen stark wirksamen Diuretika erfolgen. Eine erhöhte MortalitĂ€tsinzidenz bei Patienten, die andere Diuretika in Kombination mit Risperidon anwendeten, wurde nicht festgestellt.

UnabhĂ€ngig von der Behandlung war Dehydratation ein allgemeiner Risikofaktor fĂŒr MortalitĂ€t und muss daher bei Ă€lteren dementen Patienten vermieden werden.

Hinweis 2: Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Manche Elektrolytstörungen (z. B. HypokaliÀmie, HypomagnesiÀmie) können die ToxizitÀt bestimmter Wirkstoffe (z. B. DigitalisprÀparate und Substanzen, die eine VerlÀngerung des QT- Intervalls hervorrufen können) verstÀrken.

Hinweis 3: Überdosierung

Bei Überdosierung oder Anzeichen einer HypovolĂ€mie (Hypotonie, orthostatische Regulationsstörungen) muss die Behandlung mit Lasix sofort abgesetzt werden.

Bei nur kurze Zeit zurĂŒckliegender oraler Aufnahme empfehlen sich Maßnahmen der primĂ€ren Giftelimination (induziertes Erbrechen, MagenspĂŒlung) und resorptionsmindernde Maßnahmen (medizinische Kohle).

In schwereren FĂ€llen mĂŒssen die vitalen Parameter ĂŒberwacht sowie wiederholt Kontrollen des Wasser- und Elektrolyt-Haushalts, des SĂ€ure-Basen-Haushalts, des Blutzuckers und der harnpflichtigen Substanzen durchgefĂŒhrt und Abweichungen gegebenenfalls korrigiert werden.

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Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: Lasix 40 mg Tabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Furosemid
Zulassungsland Österreich
Hersteller sanofi-aventis GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 08.06.1964
ATC Code C03CA01
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe High-Ceiling-Diuretika

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