Lasix retard 60 mg Kapseln

Abbildung Lasix retard 60 mg Kapseln
Wirkstoff(e) Furosemid
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller sanofi-aventis GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 11.11.1997
ATC Code C03CA01
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe High-Ceiling-Diuretika

Zulassungsinhaber

sanofi-aventis GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Furosemid Genericon 20 mg - Ampullen Furosemid Genericon
Furohexal 40 mg - Tabletten Furosemid Hexal Pharma GmbH
Lasix 40 mg Tabletten Furosemid sanofi-aventis GmbH
Furohexal 20 mg/2 ml - Ampullen Furosemid Hexal
Furon 500 mg - Tabletten Furosemid Teva B.V.

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Der in Lasix retard 60 mg Kapseln enthaltene Wirkstoff Furosemid wirkt harntreibend. Furosemid f√∂rdert daher die Fl√ľssigkeitsausscheidung aus dem K√∂rper und senkt au√üerdem den Blutdruck.

Lasix retard 60 mg Kapseln werden angewendet bei:

  • Fl√ľssigkeitsansammlungen im Gewebe infolge von Herz- oder Lebererkrankungen,
  • Fl√ľssigkeitsansammlungen im Gewebe infolge Erkrankungen oder Funktionsst√∂rungen der Nieren,
  • Bluthochdruck leichten bis mittleren Schweregrades.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Lasix darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Furosemid, verwandte Wirkstoffe (Sulfonamide) oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
  • bei Nierenversagen mit stark eingeschr√§nkter oder fehlender Harnproduktion,
  • bei Bewusstseinsst√∂rungen, die mit neurologischen Symptomen aufgrund einer chronischen Lebersch√§digung im Zusammenhang stehen,
  • bei schwerem Kaliummangel (siehe Abschnitt 4. ‚ÄěWelche Nebenwirkungen sind m√∂glich?‚Äú),
  • bei schwerem Natriummangel,
  • bei verminderter Blutmenge oder Mangel an K√∂rperwasser,
  • wenn Sie stillen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Lasix anwenden, wenn einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Lasix retard 60 mg ist erforderlich,

  • wenn Sie einen sehr niedrigen Blutdruck haben,
  • bei Zuckerkrankheit; hier ist eine regelm√§√üige Kontrolle des Blutzuckers erforderlich,
  • wenn Sie an Gicht leiden; dann ist eine regelm√§√üige Kontrolle der Harns√§ure im Blut erforderlich,
  • wenn bei Ihnen eine Harnabflussbehinderung besteht (z. B. bei Prostatavergr√∂√üerung, Harnstauungsniere, Harnleiterverengung). Lasix darf in diesem Fall nur angewendet werden, wenn f√ľr freien Harnfluss gesorgt ist, da eine vermehrte Harnbildung zu einer √úberdehnung der Blase f√ľhren kann.
  • bei einem verminderten Eiwei√ügehalt im Blut (z. B. bei bestimmten Nierenerkrankungen mit Eiwei√üverlust, Fettstoffwechselst√∂rung und Wassereinlagerung); eine vorsichtige Dosierung ist dann erforderlich,
  • wenn Sie an Leberzirrhose und gleichzeitiger Einschr√§nkung der Nierenfunktion leiden,
  • wenn ein starker Blutdruckabfall f√ľr Sie schwere Folgen haben k√∂nnte (z. B. wenn Sie Durchblutungsst√∂rungen der Hirngef√§√üe oder der Herzkranzgef√§√üe haben). Ein unerw√ľnscht starker Blutdruckabfall muss in diesem Fall vermieden werden.
  • wenn Sie schon √§lter sind, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, die zu einem Abfall des Blutdrucks f√ľhren k√∂nnen, und wenn Sie andere Erkrankungen haben, die mit dem Risiko eines Blutdruckabfalls verbunden sind.
  • bei Fr√ľhgeborenen (Gefahr der Verkalkung des Nierengewebes und Nierensteinbildung; eine Funktionskontrolle der Nieren und Nierensonographie sind erforderlich),
  • bei Fr√ľhgeborenen mit Atemnotsyndrom; eine Behandlung mit Furosemid kann in den ersten Lebenswochen das Risiko f√ľr einen bestimmten Herzfehler erh√∂hen (eine offene Verbindung zwischen der Aorta und der Lungenarterie bleibt l√§nger bestehen als unter normalen Bedingungen; ein sogenannter ‚Äěpersistierender Ductus arteriosus Botalli‚Äú).

Während einer Behandlung mit Lasix wird der Arzt in regelmäßigen Abständen die Kontrolle des Blutbildes anordnen, inklusive Kalium, Natrium, Kalzium, Bikarbonat, Kreatinin, Harnstoff, Harnsäure sowie Blutzucker. Bitte halten Sie die Kontrollen ein.

Eine besonders enge √úberwachung ist wichtig, wenn es bei Ihnen leicht zu Elektrolytst√∂rungen kommen kann oder wenn es zu st√§rkeren Fl√ľssigkeitsverlusten kommt (z. B. durch Erbrechen, Durchfall oder intensives Schwitzen). Unter Umst√§nden muss die Lasix-Behandlung so lange unterbrochen werden, bis die entsprechenden Blut- und Elektrolytwerte oder Ihr S√§ure-Basen- Haushalt wieder korrigiert sind.

Der durch verst√§rkte Urinausscheidung hervorgerufene Gewichtsverlust soll 1 kg/Tag nicht √ľberschreiten.

Bei zu starker Entw√§sserung d√ľrfen Sie w√§hrend der Behandlung mit Lasix bestimmte Arzneimittel gegen Schmerzen, Schwellungen oder Entz√ľndungen (sogenannte ‚Äěnicht steroidale Antirheumatika‚Äú) nicht anwenden, da sie ein akutes Nierenversagen ausl√∂sen k√∂nnen.

Um einem zu starken Verlust von Kalium vorzubeugen, wird eine kaliumreiche Kost empfohlen, z. B. mageres Fleisch, Kartoffeln, Bananen, Tomaten, Karfiol, Spinat, getrocknete Fr√ľchte.

Wenn Sie Lasix √ľber l√§ngere Zeit anwenden, empfiehlt es sich, zus√§tzlich Vitamin B1 (Thiamin) einzunehmen, um seinen Verlust auszugleichen. Vitamin B1 unterst√ľtzt die Herzleistung.

Es besteht das Risiko einer Autoimmunerkrankung, die zu entz√ľndlichen Ver√§nderungen in allen Organen f√ľhren kann, h√§ufig sind Gelenksschmerzen, Hautver√§nderungen und Nierenprobleme.

Die Anwendung des Arzneimittels Lasix kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen f√ľhren.

Weitere wichtige Informationen befinden sich am Ende der Gebrauchsinformation unter Hinweis 1.

Einnahme von Lasix retard 60 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Lasix und andere Arzneimittel können einander in ihrer Wirkung beeinflussen.

Die Wirkung von Lasix wird abgeschwächt durch:

  • nicht steroidale Antiphlogistika (NSAR) (bestimmte Arzneimittel gegen Schmerzen, Schwellungen und Entz√ľndungen): Sie k√∂nnen die blutdrucksenkende Wirkung von Lasix abschw√§chen. Bei Patienten mit verminderter Wasser- und Blutmenge k√∂nnen NSAR ein pl√∂tzliches Nierenversagen ausl√∂sen. Furosemid kann die sch√§digende Wirkung von Salizylaten verst√§rken.
  • Phenytoin (Arzneimittel gegen Krampfanf√§lle).
  • Sucralfat (Arzneimittel gegen Magengeschw√ľre): Es vermindert die Aufnahme von Lasix aus dem Darm. Bei gleichzeitiger Anwendung m√ľssen die beiden Arzneimittel in einem zeitlichen Abstand von mindestens 2 Stunden angewendet werden.
  • Aliskiren (Arzneimittel gegen Bluthochdruck): Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Aliskiren einnehmen.

Lasix verstärkt die Wirkung von:

  • anderen blutdrucksenkenden harntreibenden Arzneimitteln: Es kann zu einem st√§rkeren Blutdruckabfall kommen (unter Umst√§nden bis hin zum Schock, einer Verschlechterung der Nierenfunktion oder einem akuten Nierenversagen). Wenn m√∂glich sollte daher die Lasix- Behandlung vor√ľbergehend eingestellt werden oder wenigstens die Dosis f√ľr drei Tage reduziert werden, bevor die Behandlung insbesondere mit einem sogenannten ‚ÄěACE-Hemmer‚Äú oder ‚ÄěAngiotensin-II-Rezeptorantagonisten‚Äú begonnen wird bzw. seine Dosis erh√∂ht wird.
  • anderen harntreibenden Arzneimitteln: Bei Patienten, die harntreibende Arzneimittel einnehmen, kann es zu einem stark erniedrigten Blutdruck und einer Verschlechterung der Nierenfunktion kommen. Bei einer Kombination mit Furosemid kann es zu einem deutlichen Blutdruckabfall kommen.
  • bestimmten Narkosemitteln (sogenannte ‚ÄěAn√§sthetika‚Äú) und curareartigen Muskelrelaxanzien (zur Muskelentspannung w√§hrend der Narkose), deren Wirkung durch Lasix verst√§rkt wird. Bitte informieren Sie den Narkosearzt √ľber die Einnahme von Lasix.
  • bestimmten blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln (sogenannte ‚ÄěBlutverd√ľnnungsmittel‚Äú, ‚Äěorale Antikoagulanzien‚Äú): Eine Dosisanpassung dieser Arzneimittel kann dadurch erforderlich werden.
  • Probenecid (Gichtmittel), Methotrexat (Rheumaarzneimittel und Arzneimittel zur Unterdr√ľckung der Immunabwehr) und anderen Arzneimitteln, die wie Furosemid √ľber die Niere ausgeschieden werden: Deren Wirkungen und Nebenwirkungen k√∂nnen durch Lasix verst√§rkt werden. Zugleich kann die Wirkung von Furosemid durch derartige Arzneimittel verringert werden.
  • Theophyllin (Asthmamittel).

Elektrolytstörungen:

  • Abf√ľhrmittel sowie Arzneimittel, die als Wirkstoffe Glukokortikoide (‚ÄěCortison‚Äú),
    Carbenoxolon, ACTH, Salizylate, Amphotericin B oder Penicillin G enthalten: Die gleichzeitige Anwendung mit Furosemid kann zu verst√§rkten Kaliumverlusten f√ľhren (Risiko starker Kaliumverluste).
  • Wenn sich durch die Behandlung mit Lasix ein Kalium- oder Magnesiummangel entwickelt, ist die Empfindlichkeit des Herzmuskels gegen√ľber bestimmten Herzmitteln (sogenannte ‚ÄěHerzglykoside‚Äú) erh√∂ht. Es besteht auch ein erh√∂htes Risiko f√ľr Herzrhythmusst√∂rungen (inklusive Torsade de pointes), wenn bei einer Elektrolytst√∂rung gleichzeitig Arzneimittel angewendet werden, die eine bestimmte EKG-Ver√§nderung (verl√§ngertes QT-Intervall) verursachen k√∂nnen. Dazu z√§hlen z. B. Terfenadin (gegen Allergien) und bestimmte Arzneimittel gegen Herzrhythmusst√∂rungen (Antiarrhythmika der Klassen I und III) (siehe auch Hinweis 2 am Ende der Gebrauchsinformation).

Nierenschädigung (Nephrotoxizität), Gehörschädigung (Ototoxizität):

Die geh√∂rsch√§digende Wirkung bestimmter Antibiotika, sogenannter ‚ÄěAminoglykoside‚Äú (z. B. Kanamycin, Gentamicin, Tobramycin), und anderer ototoxischer Arzneimittel kann bei gleichzeitiger Gabe von Furosemid verst√§rkt werden. Auftretende H√∂rst√∂rungen k√∂nnen dauerhaft sein. Die gleichzeitige Anwendung von Aminoglykosiden darf nur bei zwingenden medizinischen Gr√ľnden erfolgen.

  • Arzneimittel mit nierensch√§digender Nebenwirkung (z. B. Antibiotika wie Aminoglykoside, Cephalosporine, Polymyxine): Furosemid kann die sch√§dlichen Effekte verst√§rken und zu einer Verschlechterung der Nierenfunktion f√ľhren.
  • Cisplatin (Arzneimittel gegen b√∂sartige Erkrankungen): Bei gleichzeitiger Anwendung mit Furosemid ist mit der M√∂glichkeit eines H√∂rschadens zu rechnen. Wird bei einer Cisplatinbehandlung eine forcierte Diurese mit Furosemid angestrebt, so darf Furosemid nur in niedriger Dosis (z. B. 40 mg bei normaler Nierenfunktion) und bei positiver Fl√ľssigkeitsbilanz eingesetzt werden. Andernfalls kann es zu einer Verst√§rkung der nierensch√§digenden Wirkung von Cisplatin kommen.
  • Patienten mit hohem Risiko f√ľr eine Nierensch√§digung durch R√∂ntgenkontrastmittel: Bei Behandlung dieser Patienten mit Furosemid trat h√§ufiger eine Verschlechterung der Nierenfunktion nach einer R√∂ntgenkontrastuntersuchung auf als bei Patienten, die nur eine intraven√∂se Fl√ľssigkeitszufuhr vor der Kontrastuntersuchung erhielten.

Sonstige Wechselwirkungen:

  • Blutzuckersenkende und blutdrucksteigernde Arzneimittel (z. B. Epinephrin, Norepinephrin): Ihre Wirkung kann bei gleichzeitiger Anwendung von Lasix abgeschw√§cht werden.
  • Cyclosporin A: Die gleichzeitige Verwendung mit Lasix ist mit einem erh√∂hten Risiko von Gelenkentz√ľndung durch Gicht (Arthritis urica) verbunden.
  • Lithium (gegen bestimmte Depressionen): Die gleichzeitige Verwendung mit Lasix kann zu einer Verst√§rkung der herz- und nervensch√§digenden Nebenwirkungen von Lithium f√ľhren. Der Lithiumspiegel im Blut sollte kontrolliert werden.
  • Hochdosierte Salizylate (Schmerzmittel): Die Nebenwirkungen dieser Arzneimittel am Zentralnervensystem k√∂nnen durch gleichzeitige Anwendung von Lasix verst√§rkt werden.
  • Risperidon: Vorsicht ist erforderlich; vor der Behandlung soll eine Nutzen-Risiko-Abw√§gung f√ľr die Kombination mit Furosemid oder die gemeinsame Behandlung mit anderen stark harntreibenden Arzneimitteln durchgef√ľhrt werden.
  • Levothyroxin: Hohe Dosen von Furosemid k√∂nnen zu einer allgemeinen Reduktion des Schilddr√ľsenhormonspiegels f√ľhren, daher sollte der Schilddr√ľsenhormonspiegel √ľberwacht werden.

Weitere wichtige Informationen befinden sich am Ende der Gebrauchsinformation unter Hinweis 2.

Einnahme von Lasix retard 60 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Um einem zu starken Verlust von Kalium vorzubeugen, wird eine kaliumreiche Kost empfohlen, z. B. mageres Fleisch, Kartoffeln, Bananen, Tomaten, Karfiol, Spinat, getrocknete Fr√ľchte.

Gro√üe Mengen Lakritze k√∂nnen in Kombination mit Lasix zu verst√§rkten Kaliumverlusten f√ľhren.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Da Furosemid √ľber den Mutterkuchen in den Kreislauf des ungeborenen Kindes √ľbergeht, d√ľrfen Sie Lasix in der Schwangerschaft nur dann kurzfristig einnehmen, wenn es Ihr Arzt f√ľr zwingend erforderlich h√§lt. Teilen Sie Ihrem Arzt mit, falls Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen.

Falls Furosemid bei Herz- oder Nierenfunktionsst√∂rung der Schwangeren eingenommen werden muss, wird Ihr Arzt das Blutbild (Elektrolyte und H√§matokrit) sowie das Wachstum des ungeborenen Kindes genau √ľberwachen.

Furosemid wird in die Muttermilch ausgeschieden und hemmt die Produktion der Muttermilch. Sie d√ľrfen daher Lasix nicht einnehmen, wenn Sie stillen. Gegebenenfalls m√ľssen Sie abstillen.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsf√§higkeit und Verkehrst√ľchtigkeit beeintr√§chtigen.

Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Lasix enthält Saccharose und Glucosesirup.

Eine Lasix retard 60 mg Kapsel enth√§lt 170 mg Saccharose und ca. 5 mg Glucosesirup. Bitte nehmen Sie Lasix retard 60 mg Kapseln erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunvertr√§glichkeit leiden.

Lasix enthält Natrium.

Dieses Arzneimittel enth√§lt weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Kapsel, d.h. es ist nahezu ‚Äěnatriumfrei‚Äú.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

√Ąndern Sie auf keinen Fall von sich aus die verschriebene Dosierung.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosis f√ľr Erwachsene und √§ltere Patienten: Bei Behandlung von Fl√ľssigkeitsansammlungen im Gewebe infolge von Herz-, Leber- oder Nierenerkrankungen bzw. von Verbrennungen:

1 Lasix retard 60 mg Kapsel täglich.

Falls erforderlich, kann der Arzt diese Dosis entsprechend steigern. Zur schonenden Entw√§sserung k√∂nnen Lasix retard 60 mg Kapseln auch jeden 2. oder 3. Tag eingenommen werden. Der Arzt wird die f√ľr Sie geeignete Dosierung festlegen.

Bei Behandlung von Bluthochdruck leichten bis mittleren Schweregrades:

1 Lasix retard 60 mg Kapsel t√§glich, allein oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln. Sollte zus√§tzlich die Einnahme eines sogenannten ‚ÄěACE-Hemmers‚Äú erforderlich sein, sollte Lasix 2‚Äď3 Tage vor der Gabe dieses ACE-Hemmers vom Arzt abgesetzt werden. Ist dies nicht m√∂glich, muss der Arzt die Dosis von Lasix zumindest reduzieren.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren:

Kinder erhalten eine k√∂rpergewichtsbezogene Dosierung, 1‚Äď2 mg/kg K√∂rpergewicht, maximal 40 mg Lasix t√§glich. Hierf√ľr stehen Lasix-Tabletten bzw. Lasix retard 30 mg Kapseln zur Verf√ľgung. Gegebenenfalls muss auf andere Verabreichungsarten zur√ľckgegriffen werden (√ľber die Vene).

Art der Anwendung:

Zum Einnehmen.

Die Kapseln werden morgens vor dem Fr√ľhst√ľck bzw. vor den Mahlzeiten unzerkaut mit ausreichend Fl√ľssigkeit (z. B. 1 Glas Wasser) eingenommen.

Wenn Sie eine größere Menge von Lasix retard 60 mg eingenommen haben, als Sie sollten

Bei √úberdosierung ist sofort ein Arzt zu benachrichtigen. Dieser kann entsprechend der Schwere der √úberdosierung √ľber die gegebenenfalls erforderlichen Ma√ünahmen entscheiden.

Die Anzeichen einer akuten oder chronischen √úberdosierung sind vom Ausma√ü des Salz- und Fl√ľssigkeitsverlustes abh√§ngig.

Eine √úberdosierung kann zu vermindertem Blutdruck und Kreislaufst√∂rungen, Elektrolytst√∂rungen (erniedrigte Kalium-, Natrium- und Chloridspiegel) oder Anstieg des pH-Wertes im Blut f√ľhren.

Bei st√§rkeren Fl√ľssigkeitsverlusten kann es zur ‚ÄěEntw√§sserung‚Äú und als Folge einer verminderten zirkulierenden Blutmenge zum Kreislaufkollaps und zur Bluteindickung mit Thromboseneigung kommen.

Bei raschen Wasser- und Elektrolytverlusten können Verwirrtheitszustände auftreten.

Weitere wichtige Informationen befinden sich am Ende der Gebrauchsinformation unter Hinweis 3.

Wenn Sie die Einnahme von Lasix retard 60 mg vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Setzen Sie stattdessen die Behandlung wie gewohnt fort.

Wenn Sie die Einnahme von Lasix retard 60 mg abbrechen

Hören Sie auch bei scheinbarer Besserung Ihres Zustandes nicht vorzeitig mit der Anwendung dieses Arzneimittels auf, da es ansonsten wieder zu einer Verschlechterung Ihrer Krankheit kommen kann.

Die Dauer der Behandlung wird durch den Arzt festgelegt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Bei der Angabe von Nebenwirkungen werden folgende international √ľbliche H√§ufigkeitsangaben verwendet:

Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen
   
Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
   
Gelegentlich: kann bis zu 1 bis 100 Behandelten betreffen
   
Selten: kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen
   
Sehr selten: kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen
   
Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar
   

Sehr häufig

  • St√∂rungen im Elektrolythaushalt (einschlie√ülich symptomatischer), verminderte Blutmenge und Austrocknung (v. a. bei √§lteren Patienten), Anstieg von Kreatinin im Blut, Anstieg von Blutfetten (Triglyzeride). Die m√∂gliche Entwicklung von Elektrolytst√∂rungen wird durch bereits bestehende Erkrankungen (z. B. Leberzirrhose, Herzmuskelschw√§che), andere Arzneimittel und die Ern√§hrung beeinflusst.
  • Blutdruckabfall und Kreislaufst√∂rungen.

Häufig

  • Bluteindickung, kann ‚Äď insbesondere bei √§lteren Patienten ‚Äď eine erh√∂hte Neigung zu Thrombosen zur Folge haben.
  • Niedriger Gehalt an Natrium (Hyponatri√§mie, kann zu M√ľdigkeit, Verwirrung, Muskelzucken, Kr√§mpfen und Bewusstlosigkeit f√ľhren), Chlor, Kalium (Hypokali√§mie, kann zu Muskelschw√§che, -zuckungen und ver√§nderter Herzt√§tigkeit f√ľhren) im Blut; Anstieg von Cholesterin im Blut; erh√∂hte Harns√§urekonzentration im Blut (kann zu Gichtanf√§llen f√ľhren).
  • Durch chronische Lebererkrankungen kann es zu neurologischen Beschwerden kommen (z. B. Unruhe, Vergesslichkeit, Zittern, Lethargie, Desorientiertheit, Schl√§frigkeit).
  • Erh√∂htes Harnvolumen. Bei sehr starker Harnausscheidung kann es zur ‚ÄěEntw√§sserung‚Äú und als Folge zum Kreislaufkollaps und zur Bluteindickung kommen.

Gelegentlich

  • Starke Verminderung der Blutpl√§ttchen, wodurch erh√∂htes Risiko einer Blutung und Neigung zu Bluterg√ľssen besteht.
  • Juckreiz, Haut- und Schleimhautreaktionen.
  • Der Blutzuckerspiegel kann unter Behandlung mit Furosemid ansteigen. Das kann bei Patienten mit bereits bestehender Zuckerkrankheit zu einer Verschlechterung der Stoffwechsellage f√ľhren. Eine bisher nicht bekannte Zuckerkrankheit kann in Erscheinung treten.
  • Sehst√∂rungen, zum Teil auch Verst√§rkung einer bestehenden Kurzsichtigkeit.
  • Meist vor√ľbergehende H√∂rst√∂rungen. Besonders empfindlich daf√ľr d√ľrften Patienten mit einer Nierensch√§digung sein. Mit dieser M√∂glichkeit ist vor allem bei zu schneller Injektion in die Vene ‚Äď insbesondere bei gleichzeitigem Vorliegen einer Nierenfunktionsst√∂rung oder einer Vermehrung des Gesamteiwei√ües (z. B. bei sogenanntem ‚Äěnephrotischen Syndrom‚Äú) ‚Äď zu rechnen.
  • Taubheit, manchmal irreversibel.
  • √úbelkeit.
  • Juckreiz, Haut- und Schleimhautreaktionen mit R√∂tung, Blasen- oder Schuppenbildung (Dermatitis bullosa, Pemphigoid bzw. Exanthem, Purpura, Erythema multiforme, Dermatitis exfoliativa); erh√∂hte Lichtempfindlichkeit.

Selten

  • Vermehrung bestimmter wei√üer Blutk√∂rperchen (Eosinophilie), Verringerung aller wei√üen Blutk√∂rperchen.
  • Schwere √úberempfindlichkeitsreaktionen wie ein Kreislaufkollaps (anaphylaktischer Schock). Erste Anzeichen f√ľr einen Schock sind u. a. Hautreaktionen, wie heftige Hautr√∂tung oder Nesselsucht, Schwei√üausbruch und bl√§uliche Verf√§rbung der Haut, weiters Unruhe, √úbelkeit, Kopfschmerz, Atemnot.
  • Kribbeln oder taubes Gef√ľhl in den Gliedma√üen. Nach sehr hoher Dosierung wurden Verwirrtheit und Teilnahmslosigkeit beobachtet.
  • Pl√∂tzlich oder st√§ndig auftretende Ohrenger√§usche, Ohrensausen. Besonders empfindlich daf√ľr d√ľrften Patienten mit einer Nierensch√§digung sein.
  • Entz√ľndung der Blutgef√§√üe, oft in Verbindung mit Hautausschl√§gen.
  • Magen-Darm-Beschwerden (z. B. Erbrechen, Durchfall).
  • Nierenentz√ľndung.
  • Fieberhafte Zust√§nde. Bei sehr starker Harnausscheidung kann es zur ‚ÄěEntw√§sserung‚Äú und als Folge zum Kreislaufkollaps und zur Bluteindickung kommen. Bluteindickung kann ‚Äď insbesondere bei √§lteren Patienten ‚Äď eine erh√∂hte Neigung zu Thrombosen zur Folge haben.

Sehr selten

  • Blutarmut, durch Zerfall der roten Blutk√∂rperchen, kann zu blasser Gesichtsfarbe, Schw√§che und Kurzatmigkeit f√ľhren; starke Verminderung bestimmter wei√üer Blutk√∂rperchen mit Infektneigung und schweren Allgemeinsymptomen (aplastische An√§mie, Agranulozytose).
  • Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse, welche zu starken Schmerzen im Bauch- /Unterleibsbereich und R√ľcken f√ľhrt.
  • Stau der Gallenfl√ľssigkeit und Erh√∂hung bestimmter Leberwerte (Transaminasen).

Nicht bekannt

  • Verminderte Konzentration im Blut von Kalzium und Magnesium; Harnstoffanstieg im Blut. Als Folge der Elektrolyt- und Fl√ľssigkeitsverluste kann sich eine stoffwechselbedingte St√∂rung im S√§ure-Basen-Haushalt (metabolische Alkalose) entwickeln bzw. eine bereits bestehende Alkalose verschlechtern.
  • Nierenst√∂rung (sogenanntes ‚ÄěPseudo-Bartter-Syndrom‚Äú) im Zusammenhang mit Missbrauch und/oder Langzeitbehandlung mit Furosemid.
  • Bildung eines Blutgerinnsels (sogenannte ‚ÄěThrombose‚Äú).
  • Kreislaufbeschwerden, Kopfschmerz, Schwindel, Sehst√∂rungen, Mundtrockenheit, Durst.
  • Schwere Hauterkrankung mit St√∂rung des Allgemeinbefindens, schmerzhafte Blasenbildung der Haut, besonders im Mund-, Augen- und Genitalbereich; schwere Erkrankung der Haut und Schleimhaut mit ausgedehnter Blasenbildung und R√∂tung.
  • Entz√ľndliche Ver√§nderung der Haut mit Pustelbildung (AGEP, akute generalisierte exanthematische Pustulose bzw. akutes febriles Arzneimittelexanthem).
  • Schwindel, Ohnmacht oder Bewusstlosigkeit (verursacht durch symptomatische Hypotonie), Kopfschmerzen.
  • Arzneimittelausschlag mit Vermehrung bestimmter wei√üer Blutk√∂rperchen im Blut und mit Beeintr√§chtigung des Allgemeinbefindens (DRESS).
  • Eine Harnabflussbehinderung (z. B. bei Prostatavergr√∂√üerung, Harnstauungsniere, Harnleiterverengung) kann auftreten bzw. verschlechtert werden. Natrium- und Chloridkonzentration im Harn erh√∂ht. Es kann zur Harnsperre (Harnverhaltung) mit darauf folgenden Komplikationen kommen.
  • Bei Fr√ľhgeborenen kann es zur Verkalkung des Nierengewebes und Nierensteinbildung kommen.
  • Nierenversagen.
  • Bei Fr√ľhgeborenen mit Atemnotsyndrom kann eine Behandlung mit Furosemid in den ersten Lebenswochen das Risiko f√ľr einen bestimmten Herzfehler erh√∂hen (eine offene Verbindung zwischen der Aorta und der Lungenarterie bleibt l√§nger bestehen als unter normalen Bedingungen; ein sogenannter ‚Äěpersistierender Ductus arteriosus Botalli‚Äú). Knochensch√§digungen bei Neugeborenen.
  • Muskelsch√§digung (Muskelschw√§che, -spannung oder -schmerzen, sogenannte Rhabdomyolyse) oft im Zusammenhang mit stark verminderter Konzentration von Kalium im Blut (siehe Abschnitt 2. ‚ÄěLasix darf nicht angewendet werden‚Äú).
  • Autoimmunreaktion, die zu entz√ľndlichen Ver√§nderungen in allen Organen f√ľhren kann, h√§ufig sind Gelenksschmerzen, Hautver√§nderungen und Nierenprobleme (sogenannter ‚Äěsystemischer Lupus erythematodes‚Äú).
  • Flechten√§hnliche Hautreaktionen

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das

Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 Wien √Ėsterreich

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: www.basg.gv.at/

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Nicht √ľber 30 ¬ļC lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Packung nach ‚ÄěVerwendbar bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Lasix retard 60 mg enthält

Der Wirkstoff ist: Furosemid. Eine Kapsel enthält 60 mg Furosemid.

Die sonstigen Bestandteile sind: Saccharose, Maisstärke, Povidon 25.000, Talkum, Stearinsäure, Aluminiumhydroxidgel, Schellack, Gelatine, Titandioxid (E 171), Indigocarmin (E 132), Eisenoxid gelb (E 172), Glucosesirup.

Wie Lasix retard 60 mg aussieht und Inhalt der Packung

Hartkapseln, retardiert.

Lasix retard 60 mg Kapseln haben ein gr√ľnes Oberteil und ein gelbes Unterteil. Sie enthalten hellgelbe ‚ÄěPellets‚Äú (‚ÄěPellets‚Äú sind K√ľgelchen, in die der Wirkstoff eingearbeitet ist).

Es sind Blisterstreifen zu 20 oder 50 Kapseln erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

sanofi-aventis GmbH, Turm A, 29. OG, Wienerbergstra√üe 11, 1100 Wien, √Ėsterreich

Hersteller

sanofi-aventis GmbH, Turm A, 29. OG, Wienerbergstra√üe 11, 1100 Wien, √Ėsterreich

Famar L¬īAigle, Zl No 1 Route de Crulai, 61303 L¬īAigle, Frankreich

Sanofi Winthrop Industrie, 1, rue de la Vierge, Ambares et Lagrave, 33565 Carbon Blanc Cedex, Frankreich

Z. Nr.: 1-22210

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Oktober 2022.

Die folgenden Informationen sind f√ľr medizinisches Fachpersonal bestimmt: Hinweis 1: Besondere Warnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen f√ľr die Anwendung

Ein freier Harnfluss muss sichergestellt sein.

Die hochdosierte Anwendung von Lasix bei Nierenschäden, die durch nierenschädigende bzw. leberschädigende Stoffe verursacht wurden, sowie bei schwerem Leberschaden darf nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen.

Liegt beim Patienten ein ausgepr√§gter Natriummangel vor, kann die Filtrationsrate der Niere vermindert und die harntreibende Wirkung bestimmter Arzneimittel (sogenannter ‚ÄěSaluretika‚Äú) beeintr√§chtigt werden. Durch Ausgleich des Natriummangels kann die Wirkung der Lasix-Behandlung gef√∂rdert werden.

Gemeinsame Anwendung mit Risperidon:

In plazebokontrollierten Studien mit Risperidon an √§lteren Patienten mit Demenz wurde eine h√∂here Mortalit√§tsinzidenz bei Patienten beobachtet, die mit Furosemid und Risperidon behandelt wurden (7,3 %: mittleres Alter 89 Jahre; range: 75‚Äď97 Jahre), im Vergleich zu Patienten, die ausschlie√ülich Risperidon (3,1 %: mittleres Alter 84 Jahre; range: 70‚Äď96 Jahre) oder Furosemid (4,1 %: mittleres Alter 80 Jahre; range: 67‚Äď90 Jahre) erhielten. Eine Anwendung von Risperidon zusammen mit anderen Diuretika (v. a. Thiaziddiuretika in niedriger Dosierung) war nicht mit vergleichbaren Ergebnissen assoziiert. Ein pathophysiologischer Mechanismus zur Erkl√§rung dieser Befunde wurde nicht identifiziert.

Vor der Anwendung soll eine Nutzen-Risiko-Abw√§gung f√ľr diese Kombination oder eine gemeinsame Behandlung mit anderen stark wirksamen Diuretika erfolgen. Eine erh√∂hte Mortalit√§tsinzidenz bei Patienten, die andere Diuretika in Kombination mit Risperidon anwendeten, wurde nicht festgestellt.

Unabh√§ngig von der Behandlung war Dehydratation ein allgemeiner Risikofaktor f√ľr Mortalit√§t und muss daher bei √§lteren dementen Patienten vermieden werden.

Hinweis 2: Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Manche Elektrolytstörungen (z. B. Hypokaliämie, Hypomagnesiämie) können die Toxizität bestimmter Wirkstoffe (z. B. Digitalispräparate und Substanzen, die eine Verlängerung des QT- Intervalls hervorrufen können) verstärken.

Hinweis 3: √úberdosierung

Bei Überdosierung oder Anzeichen einer Hypovolämie (Hypotonie, orthostatische Regulationsstörungen) muss die Behandlung mit Lasix sofort abgesetzt werden.

Bei nur kurze Zeit zur√ľckliegender oraler Aufnahme empfehlen sich Ma√ünahmen der prim√§ren Giftelimination (induziertes Erbrechen, Magensp√ľlung) und resorptionsmindernde Ma√ünahmen (medizinische Kohle).

In schwereren F√§llen m√ľssen die vitalen Parameter √ľberwacht sowie wiederholt Kontrollen des Wasser- und Elektrolyt-Haushalts, des S√§ure-Basen-Haushalts, des Blutzuckers und der harnpflichtigen Substanzen durchgef√ľhrt und Abweichungen gegebenenfalls korrigiert werden.

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Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: Lasix retard 60 mg Kapseln - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Furosemid
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller sanofi-aventis GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 11.11.1997
ATC Code C03CA01
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe High-Ceiling-Diuretika

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