Nifedipin "Stada" retard 20 mg - Filmtabletten

Abbildung Nifedipin "Stada" retard 20 mg - Filmtabletten
Wirkstoff(e) Nifedipin
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller STADA Arzneimittel GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 20.06.1995
ATC Code C08CA05
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Selektive Calciumkanalblocker mit vorwiegender Gefäßwirkung

Zulassungsinhaber

STADA Arzneimittel GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Nifedipin STADA enthält als Wirkstoff Nifedipin, einen Calciumkanalblocker, der gefäßerweiternd wirkt. Dadurch werden die Durchblutung und die Sauerstoffversorgung des Herzens gesteigert, das Herz entlastet und ein erhöhter Blutdruck gesenkt.

Nifedipin STADA wird bei Erwachsenen angewendet:

  • zur Behandlung von sich wiederholenden kurzzeitigen Schmerzen hinter dem Brustbein, die in die Umgebung ausstrahlen k√∂nnen und durch eine Verengung der Herzkranzgef√§√üe unter Belastung hervorgerufen werden (chronisch-stabile Angina pectoris)
  • zur Behandlung von Bluthochdruck (Hypertonie)

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Nifedipin STADA darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Nifedipin, andere Dihydropyridine (gleiche Wirkstoffklasse wie Nifedipin) oder gegen einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • bei Herz-Kreislauf-Schock.
  • bei h√∂hergradiger Aortenstenose (Einengung des Ausflusstraktes der linken Herzkammer).
  • bei instabiler Angina pectoris (Auftreten in Ruhe, erstmaliges Auftreten oder Zunahme von St√§rke, Dauer und/oder Frequenz der sich wiederholenden Schmerzattacken).
  • bei und nach einem Herzinfarkt (innerhalb der ersten 4 Wochen).
  • bei gleichzeitiger Einnahme von Rifampicin (bestimmtes Antibiotikum, das vorwiegend gegen Tuberkulose eingesetzt wird.)

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Nifedipin STADA einnehmen.

Besondere Vorsicht ist geboten bei:

  • Ausgepr√§gt niedrigem Blutdruck (schwere Hypotonie mit weniger als 90 mmHg systolisch)
  • Mittelschwerer und schwerer Herzmuskelschw√§che (chronischer Herzinsuffizienz)
  • Dialysepatienten mit maligner Hypertonie (konstante Erh√∂hung des diastolischen Blutdrucks auf gr√∂√üer 120 mmHg mit Organsch√§den) und Hypovol√§mie (Verminderung der zirkulierenden Blutmenge): ein massiver Blutdruckabfall durch Gef√§√üerweiterung ist m√∂glich.
  • Wenn Sie an einer eingeschr√§nkten Nierenfunktion leiden, kann eine sorgf√§ltige √úberwachung und in schweren F√§llen eine Dosisreduktion notwendig sein.
  • Leberfunktionsst√∂rungen:
    Bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen kann eine sorgfältige Überwachung und in schweren Fällen eine Dosisreduktion durch den Arzt notwendig sein.
  • Schwangerschaft:
    Nifedipin soll nicht während der Schwangerschaft angewendet werden, außer Ihr klinischer Zustand erfordert die Behandlung mit Nifedipin. Nifedipin soll Frauen mit schwerer Hypertonie vorbehalten sein, wenn andere Arzneimittel nicht wirken.
  • Stillzeit:
    Die Anwendung von Nifedipin ist w√§hrend der Stillzeit nicht empfohlen, da Nifedipin in die Muttermilch √ľbergeht und die Wirkung bei Einnahme von kleinen Nifedipin-Mengen nicht bekannt ist.

Der Blutdruck muss sorgf√§ltig √ľberwacht werden, auch bei Verabreichung von Nifedipin gemeinsam mit Magnesiumsulfat i.v., da die Wahrscheinlichkeit eines starken Blutdruckabfalls besteht und Sie oder Ihr Kind beeintr√§chtigen k√∂nnte.

Vor allem bei der Langzeittherapie sollen Leberfunktionswerte, Serumelektrolyte (z.B.: Kalium und Natrium), Blutbild und Blutzuckerspiegel (bei Diabetikern) sowie EKG in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden.

Kinder und Jugendliche

Die Anwendung von Nifedipin STADA wird bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht empfohlen, da nur beschränkte Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit in dieser Altersgruppe vorliegen.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten schwanger zu sein oder beabsichtigen schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Nifedipin STADA soll während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden, außer Ihr klinischer Zustand erfordert die Behandlung mit Nifedipin. Nifedipin soll Frauen mit schwerer Hypertonie vorbehalten sein, wenn andere Arzneimittel nicht wirken.

Stillzeit

Nifedipin geht in die Muttermilch √ľber. Ein Aussetzen des Stillens von 3 bis 4 Stunden nach Verabreichung des Arzneimittels wird empfohlen.

Fertilität

Nifedipin kann in Einzelf√§llen die Spermienfunktion beeintr√§chtigen. Wenn wiederholte k√ľnstliche Befruchtungen erfolglos bleiben, sollte Nifedipin als m√∂gliche Ursache in Betracht gezogen werden.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsf√§higkeit und Verkehrst√ľchtigkeit

beeinträchtigen.

Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen kann die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Nifedipin STADA enthält Lactose (Milchzucker)

Bitte nehmen Sie Nifedipin STADA retard 20 mg Filmtabletten erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunvertr√§glichkeit leiden.

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Wie wird es angewendet?

Wie ist Nifedipin STADA einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die angegebene Dosierung sollte einschleichend eingestellt werden.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, betr√§gt die empfohlene Dosierung f√ľr Erwachsene:

Chronisch stabile Angina pectoris

2 x täglich 1 Filmtablette Nifedipin STADA retard 20 mg (2 x 20 mg täglich)

Falls erforderlich, ist eine schrittweise Dosiserhöhung auf maximal 2mal täglich 40 mg Nifedipin möglich.

Bluthochdruck

2 x täglich 1 Filmtablette Nifedipin STADA retard 20 mg (2 x 20 mg täglich)

Falls erforderlich, ist eine schrittweise Dosiserhöhung auf maximal 2mal täglich 40 mg Nifedipin möglich.

Im Allgemeinen nimmt man Nifedipin STADA unabh√§ngig von den Mahlzeiten unzerkaut mit ausreichend Fl√ľssigkeit (z.B. ein Glas Wasser) ein, am besten morgens und abends, m√∂glichst immer zur selben Uhrzeit.

Nifedipin STADA sollte nicht mit Grapefruitsaft eingenommen werden (siehe auch ‚ÄěEinnahme von Nifedipin STADA zusammen mit Nahrungsmitteln und Getr√§nken‚Äú).

Es wird empfohlen f√ľr Nifedipin STADA retard zwischen den Einzeldosierungen einen Zeitabstand von 12 Stunden einzuhalten, jedoch nicht weniger als 4 Stunden.

√úber die Dauer der Behandlung entscheidet der behandelnde Arzt.

Das Absetzen von Nifedipin STADA retard sollte schrittweise (ausschleichend) erfolgen, besonders bei hoher Dosierung.

Besondere Patientengruppen

√Ąltere Patienten (√ľber 65 Jahre)

Aufgrund einer ge√§nderten Verstoffwechslung von Nifedipin STADA bei √§lteren Menschen kann eine niedrigere Erhaltungsdosis im Vergleich zu j√ľngeren Patienten notwendig sein.

Patienten mit Leberfunktionsstörungen

Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion ist eine sorgfältige Überwachung und in schweren Fällen möglicherweise eine Dosisreduktion erforderlich.

Patienten mit Nierenfunktionsstörungen

Aufgrund der vorliegenden Daten ist bei Patienten mit Nierenfunktionstörungen keine Dosisanpassung erforderlich.

Wenn Sie eine größere Menge von Nifedipin STADA eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn sie versehentlich zu viel Nifedipin STADA eingenommen haben, benachrichtigen Sie bitte unverz√ľglich Ihren Arzt! Er entscheidet √ľber die erforderlichen Ma√ünahmen.

Bei starker √úberdosierung von Nifedipin k√∂nnen folgende Symptome beobachtet werden: Blutdruckabfall, Herzrhythmusst√∂rungen, erh√∂hter Blutzuckerspiegel (Hyperglyk√§mie), Ver√§nderung des S√§ure-Basen-Haushalts, Sauerstoffmangel (Hypoxie), Bewusstseinsst√∂rungen bis hin zum Koma, lebensbedrohlich verminderte Blutzirkulation mit Fl√ľssigkeitsansammlung in der Lunge (kardiogener Schock mit Lungen√∂dem).

Hinweis f√ľr den Arzt: Informationen zur √úberdosierung finden Sie am Ende dieser Packungsbeilage.

Wenn Sie die Einnahme von Nifedipin STADA vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Nifedipin STADA abbrechen

Setzen Sie das Arzneimittel nicht ohne R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ab. Beim Auftreten von Nebenwirkungen besprechen Sie mit Ihrem Arzt eventuelle Gegenma√ünahmen oder andere Therapiem√∂glichkeiten.

Nifedipin STADA darf nicht pl√∂tzlich abgesetzt werden, insbesondere bei hohen Dosierungen. Die Dosis muss langsam √ľber einen gr√∂√üeren Zeitraum reduziert werden, um unerw√ľnschte Wirkungen zu vermeiden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Einnahme von Nifedipin STADA zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Mit den folgenden Arzneimitteln sind Wechselwirkungen möglich.

Die gleichzeitige Einnahme kann die Wirkung von Nifedipin STADA und dem gleichzeitig verabreichten Arzneimittel entweder abschw√§chen oder verst√§rken. Deshalb ist es notwendig, bei gleichzeitiger Einnahme der folgenden Arzneimittel regelm√§√üige Kontrollen des Blutdrucks durchf√ľhren zu lassen. Halten Sie unbedingt die von Ihrem Arzt angeordneten Kontrollvisiten ein. Gegebenenfalls wird Ihr Arzt die Dosierungen Ihrer Medikamente anpassen, um eine f√ľr Sie optimale Wirkung zu erzielen.

Kombinationen, die vermieden werden m√ľssen:

‚ÄĘ Rifampicin (Antibiotikum, das vor allem gegen Tuberkulose eingesetzt wird)

Die Wirksamkeit von Nifedipin wird durch Rifampicin massiv herabgesetzt, deshalb muss die gemeinsame Einnahme vermieden werden.

Kombinationen, die besondere Vorsicht erfordern:

Einfluss von anderen Arzneimitteln auf Nifedipin

‚ąí bestimmte antiepileptische Arzneimittel (Phenytoin, Carbamazepin, Phenobarbital) Die Wirksamkeit von Nifedipin wird geschw√§cht. Blutdruckkontrollen und evtl. Dosisanpassung sollten durchgef√ľhrt werden.

Regelmäßige Blutdruckkontrollen und evtl. Dosisanpassungen können auch mit folgenden Arzneimitteln nötig sein, da diese den Abbau von Nifedipin hemmen können:

  • sogenannte Makrolid-Antibiotika (wie z.B. Erythromycin)
  • bestimmte Anti-HIV-Pr√§parate (Amprenavir, Indinavir, Nelfinavir, Ritonavir, Saquinavir)
  • bestimmte Arzneimittel gegen Pilzinfektionen (Ketoconazol, Itraconazol, Fluconazol)
  • Fluoxetin und Nefazodon (Arzneimittel, die gegen Depressionen eingesetzt werden)
  • Reserveantibiotika (Quinupristin / Dalfopristin)
  • Valproins√§ure (Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie)
  • Cimetidin (Arzneimittel zur Hemmung der Magens√§ureproduktion)
  • Cisaprid (Arzneimittel, das die Darmbewegungen beschleunigt)
  • Diltiazem (ein blutdrucksenkendes Arzneimittel)

Einfluss von Nifedipin auf andere Arzneimittel

blutdrucksenkende Arzneimittel

(Diuretika, Beta-Blocker, ACE-Hemmer, Angiotensin-Rezeptor-Blocker, andere Calcium-Kanalblocker, Alpha-Blocker, PDE-5-Hemmer, Alpha-Methyldopa). Nifedipin kann den blutdrucksenkenden Effekt dieser Medikamente bei gleichzeitiger Verabreichung verstärken.

  • Digoxin (Arzneimittel zur Behandlung von Herzschw√§che und bestimmter Herzrhythmus- st√∂rungen)
    Nifedipin kann die Ausscheidung von Digoxin vermindern, was zu einer Digoxin- √úberdosierung f√ľhren kann.
  • Chinidin (Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusst√∂rungen)

Wegen der gegenseitigen Beeinflussung von Nifedipin und Chinidin sollten die Chinidin-Spiegel im Blut bei gleichzeitiger Gabe √ľberwacht und gegebenenfalls die Dosis angepasst werden.

Tacrolimus (Arzneimittel gegen Abstoßungsreaktionen nach Transplantationen)

Wegen der gegenseitigen Beeinflussung von Nifedipin und Tacrolimus sollten die Tacrolimus-Spiegel im Blut bei gleichzeitiger Gabe √ľberwacht und gegebenenfalls die Dosis angepasst werden.

  • Magnesiumsulfat (intraven√∂s)

Bei gleichzeitiger Verabreichung mit Nifedipin kann ein √ľberm√§√üiger Blutdruckabfall auftreten.

bestimmte Antibiotika-Gruppe (Cephalosporine)

Nifedipin kann den Plasmaspiegel von Cephalosporinen erhöhen.

  • Vincristin (Arzneimittel gegen bestimmte Krebsformen)

Nifedipin vermindert die Ausscheidung von Vincristin, wodurch dessen

Nebenwirkungen zunehmen können.

Sonstige Wechselwirkungen (Einfluss auf Laborwerte)

Vanillinmandelsäure-Messung: Durch Nifedipin kann bei Labormessungen fälschlich ein Anstieg der Vanillinmandelsäure im Harn angezeigt werden.

Einnahme von Nifedipin STADA zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Das Verzehren von Grapefruit oder das Trinken von Grapefruitsaft sollte w√§hrend einer Nifedipin- Therapie vermieden werden, weil es dadurch zu einer verst√§rkten blutdrucksenkenden Wirkung kommen kann. (Grapefruitsaft hemmt den Abbau von Nifedipin.) Nach regelm√§√üigem Grapefruitsaftkonsum h√§lt der beschriebene Effekt zumindest 3 Tage √ľber die letzte Aufnahme von Grapefruitsaft an.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Wenn einer der folgenden Fälle auf Sie zutrifft, beenden Sie bitte umgehend die Einnahme von Nifedipin STADA und informieren Sie sofort Ihren Arzt oder den diensthabenden Notarzt:

  • Haut- und Schleimhautschwellungen mit Beteiligung von Gliedma√üen, Gesicht, Lippen, Zunge, und/oder Kehlkopfs, eventuell begleitet von Schwierigkeiten beim Atmen oder Schlucken oder Hautausschlag (allergische Reaktionen).
  • Gelbf√§rbung von Haut und Schleimh√§uten/Augenwei√ü (Gelbsucht)
  • Schwerwiegender Blutdruckabfall, der zu Schwindel, Schw√§chegef√ľhl und Benommenheit f√ľhrt (massiver Blutdruckabfall).

Häufig (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100)

Kopfschmerzen, Fl√ľssigkeitsansammlung im Gewebe z.B. im Bereich der Kn√∂chel (√Ėdeme, inkl. periphere √Ėdeme), Erweiterung der Gef√§√üe (Vasodilatation), Verstopfung, Unwohlsein

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000)

Allergische Reaktionen wie schmerzhafte Schwellungen von Haut und Schleimhaut im Gesichtsbereich (einschlie√ülich Kehlkopf), Angstreaktionen, Schlafst√∂rungen, Schwindel (Vertigo), Migr√§ne, Benommenheit, Muskelzittern (Tremor), Ohnmacht (Synkope), Sehst√∂rungen, Erh√∂hung der Herzfrequenz (Tachykardie), Herzklopfen (Palpitationen), niedriger Blutdruck (Hypotonie), Nasenbluten, Schwellung der Nasenschleimhaut, Magen-, Darm- und Bauchschmerzen, √úbelkeit, Verdauungsst√∂rungen, Appetitlosigkeit, Bl√§hungen (Flatulenz), Mundtrockenheit, vor√ľbergehender Anstieg der Leberenzyme, Hautr√∂tungen (Erytheme), Muskelkr√§mpfe, Gelenkschwellung, vermehrte Harnbildung (Polyurie), erschwerte Blasenentleerung (Dysurie), Erektionsst√∂rungen, unspezifische Schmerzen, Sch√ľttelfrost

Selten (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000)

Sensibilitätsstörungen der Haut wie Kribbeln oder Taubheit (Parästhesien), Fehlempfindungen (Dysästhesien), Juckreiz, Nesselauschlag, Hautausschlag, Verdickung des Zahnfleisches

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar)

Starke Verminderung bestimmter wei√üer Blutzellen (Agranulozytose), allgemeiner Mangel an wei√üen Blutk√∂rperchen (Leukopenie), akute √úberreaktion des Immunsystems (anaphylaktische/ anaphylaktoide Reaktionen), zu hoher Blutzuckerspiegel (Hyperglyk√§mie), verminderte Empfindlichkeit der Haut (Hyp√§sthesie), Schl√§frigkeit, Augenschmerzen, Schmerzen in der Brust (Angina pectoris bis hin zu vereinzelt aufgetretenen Herzinfarkten), Atemnot (Dyspnoe), Kurzatmigkeit, Erbrechen, Schlie√ümuskelschw√§che der Speiser√∂hre (gastro-√∂sophageale Sphinkterinsuffizienz), Gelbsucht (Ikterus), massive blasenbildende Hauterkrankung (toxische epidermale Nekrolyse), Lichtempfindlichkeit, tastbare Hautblutungen (palpable Purpura), Gelenksschmerzen (Arthralgie), Muskelschmerzen (Myalgie), vergr√∂√üerte m√§nnliche Brustdr√ľse (Gyn√§komastie)

Bei Dialysepatienten mit schwerem Bluthochdruck und Hypovolämie (Verminderung der im Kreislauf zirkulierenden Blutmenge) kann es zum Blutdruckabfall aufgrund einer Gefäßerweiterung kommen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das nationale Meldesystem (Details siehe unten) anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN √ĖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht √ľber 25¬įC lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen. Nehmen Sie die Tabletten erst unmittelbar vor der Einnahme aus der Verpackung.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und den Blisterpackungen nach ‚ÄěVerw. bis:‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Nifedipin STADA enthält

Der Wirkstoff ist: Nifedipin. Jede Filmtablette enthält 20 mg Nifedipin.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Mikrokristalline Cellulose, Maisstärke, Lactose-Monohydrat, Polysorbat, Magnesiumstearat, Hydroxypropylmethylcellulose, Macrogol, Talkum, Titandioxid (E 171), Eisendioxid rot (E 172).

Wie Nifedipin STADA aussieht und Inhalt der Packung

Nifedipin STADA ist eine längliche, grau-rote Filmtablette mit einer Bruchrille auf beiden Seiten.

Nifedipin STADA ist in Packungen mit 20, 50 und 100 Filmtabletten erhältlich. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

STADA Arzneimittel GmbH, 1190 Wien

Z.Nr.: 1-20901

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im August 2016.

Die folgenden Informationen sind f√ľr medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Behandlung einer √úberdosierung:

Sofern eine Behandlung notwendig ist, sollten Maßnahmen zur Elimination von Nifedipin und die Wiederherstellung stabiler Herz- Kreislauffunktionen im Vordergrund stehen.

Nach oraler Ingestion ist eine ausgiebige Magensp√ľlung evtl. in Kombination mit einer D√ľnndarmsp√ľlung indiziert.

Insbesondere bei einer Vergiftung mit Retard-Pr√§paraten ist eine m√∂glichst vollst√§ndige Elimination auch aus dem D√ľnndarm anzustreben, um die sonst unvermeidliche Nachresorption der Wirksubstanz zu verhindern.

Im Fall eines massiven Blutdruckabfalls ist der Patient in Schocklagerung zu bringen. Die Vitalfunktionen sind kontinuierlich zu √ľberwachen.

Eine Hämodialyse ist wegen fehlender Dialysierbarkeit von Nifedipin nicht sinnvoll, eine Plasmapherese (hohe Plasmaeiweißbindung, relativ kleines Verteilungsvolumen) wird jedoch empfohlen.

Bradykarde Herzrhythmusstörungen können symptomatisch mit ß-Sympathomimetika behandelt werden. Bei lebensbedrohlichen bradykarden Herzrhythmusstörungen kann eine temporäre Schrittmachertherapie empfehlenswert sein.

Hypotonie als Ergebnis eines kardialen Schocks und arterieller Vasodilatation kann mit 10-20 ml einer 10%igen Calciumgluconat-Lösung (langsam i.v. appliziert) behandelt werden.

Wiederholte Gabe, falls erforderlich. Die Serumcalciumkonzentration erreicht somit langsam den normalen oberen bis geringf√ľgig erh√∂hten Wert. Falls mit Calcium kein gen√ľgender Blutdruckanstieg erreicht werden kann, werden zus√§tzlich vasokonstriktorische Sympathomimetika wie Dopamin oder

Noradrenalin appliziert. Die Dosierung dieser Medikamente orientiert sich allein an der erzielten Wirkung.

Eine zus√§tzliche Fl√ľssigkeits- oder Volumenzufuhr sollte wegen der drohenden kardialen √úberlastung mit Vorsicht erfolgen.

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Wirkstoff(e) Nifedipin
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller STADA Arzneimittel GmbH
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Zulassungsdatum 20.06.1995
ATC Code C08CA05
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Selektive Calciumkanalblocker mit vorwiegender Gefäßwirkung

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden