Profenid 100 mg Kapseln

Abbildung Profenid 100 mg Kapseln
Wirkstoff(e) Ketoprofen
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller sanofi-aventis GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 16.07.1992
ATC Code M01AE03
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Nichtsteroidale Antiphlogistika und Antirheumatika

Kurzinformationen

Zulassungsinhaber

sanofi-aventis GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Fastum Gel Ketoprofen A. Menarini Industrie Farmaceutiche Riunite s.r.l.
Profenid 50 mg Konzentrat zur Infusionsbereitung Ketoprofen sanofi-aventis GmbH
Profenid retard 200 mg Kapseln Ketoprofen sanofi-aventis GmbH
Sprintafen 25 mg Befilmtes Granulat im Beutel Ketoprofen Dompe Farmaceutici S.p.A.
Sprintafen 25 mg Filmtabletten Ketoprofen Dompe Farmaceutici S.p.A.

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Profenid Kapseln enthalten den Wirkstoff Ketoprofen. Dieser ist ein starkes Schmerzmittel und wird angewandt bei:

  • akuter und chronischer Arthritis
  • schmerzhaften Entz√ľndungen nach Operationen
  • schmerzhafter Regelblutung

Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Bevor Sie Profenid 100 mg Kapseln zu sich nehmen, sprechen Sie bitte mit einem Arzt oder Apotheker. Falls Sie an einer der hier aufgelisteten Beschwerden leiden, darf das Arzneimittel nicht eingenommen werden.

Wie wird es angewendet?

Die Dosis beträgt im allgemeinen 1-2 Kapseln pro Tag. Nehmen Sie die Kapseln unzerkaut und mit etwas Wasser zu den Mahlzeiten ein.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Häufige Nebenwirkungen sind:

Hier finden Sie die genaue Auflistung aller Nebenwirkungen.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Der Inhalt muss vor Licht gesch√ľtzt werden und darf nicht √ľber 25¬į C gelagert werden. Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Die Kurzinformation

Alle f√ľr die Kurzinformation herangezogenen Informationen stammen von der Gebrauchsinformation des jeweiligen Medikaments. Kurzinformationen sollen Ihnen dabei helfen einen schnellen √úberblick √ľber ein Medikament zu gewinnen. Diese Informationen sind aus Gr√ľnden der Lesbarkeit bewusst verk√ľrzt und beinhalten nicht alle Anwendungsgebiete, Gegenanzeigen und Nebenwirkungen. Bitte lesen Sie die gesamte Gebrauchsinformation - speziell bei Fragen zu Gegenanzeigen, Dosierungen und Nebenwirkungen.
Markus Falkenstätter, BSc

Markus Falkenstätter, BSc
Autor

Markus Falkenstätter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der Universität Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer
Lektor

Stefanie Lehenauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der Universität Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Der Wirkstoff von Profenid ist Ketoprofen. Er geh√∂rt zur Gruppe der sog. ‚Äěnicht steroidalen Antirheumatika‚Äú (NSAR) und besitzt schmerzstillende und entz√ľndungshemmende Eigenschaften.

Profenid 100 mg Kapseln werden angewendet bei:

  • akuter Gelenksentz√ľndung (Arthritis),
  • chronischer Gelenksentz√ľndung (insbesondere rheumatischer Gelenksentz√ľndung),
  • entz√ľndlich-rheumatischen Wirbels√§ulenleiden (einschlie√ülich der Bechterew-Erkrankung),
  • Reizzust√§nden bei verschiedenen Gelenk- und Wirbels√§ulenerkrankungen (Arthrosen),
  • Weichteilrheumatismus,
  • schmerzhaften Schwellungen oder Entz√ľndungen nach Verletzungen und Operationen,
  • schmerzhafter Regelblutung.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Profenid darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Ketoprofen, verwandte Substanzen oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
  • wenn Sie bereits fr√ľher eine sog. ‚ÄěSchmerzmittelunvertr√§glichkeit‚Äú hatten, d. h. nach der Verwendung von Ketoprofen, Acetylsalicyls√§ure (ASS) oder anderen sogenannten ‚Äěnicht steroidalen Antirheumatika‚Äú (NSAR) bei Ihnen eine Verengung der Atemwege mit Atemnot, ein Asthmaanfall, Nesselsucht, ein akuter Schnupfen oder andere allergische Reaktionen aufgetreten sind (bei solchen Patienten wurden auch schwere, selten sogar t√∂dliche allergische Reaktionen berichtet),
  • w√§hrend der letzten 3 Monate einer Schwangerschaft (siehe Abschnitt 2., ‚ÄěSchwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsf√§higkeit‚Äú),
  • wenn Sie eine schwere Herzerkrankung haben,
  • wenn Sie ein Magengeschw√ľr haben oder bei Ihnen bereits fr√ľher im Magen-Darm-Bereich Blutungen oder Geschw√ľre aufgetreten sind,
  • wenn bei Ihnen in der Vergangenheit im Magen-Darm-Bereich Blutungen oder ein Durchbruch im Zusammenhang mit einer vorherigen Therapie mit sogenannten ‚Äěnicht steroidalen Antirheumatika‚Äú (NSAR) aufgetreten sind,
  • wenn Sie an einer krankhaft vermehrten Blutungsneigung bzw. an einer Blutgerinnungsst√∂rung leiden,
  • wenn Ihre Nierenfunktion oder Ihre Leberfunktion stark beeintr√§chtigt ist,
  • wenn Sie gegen√ľber Ketoprofen oder bestimmten Arzneimitteln zur Senkung der Blutfettwerte (Wirkstoffgruppe der sog. ‚ÄěFibrate‚Äú) mit erh√∂hter Lichtempfindlichkeit der Haut reagieren,
  • wenn Sie an einer bestimmten Bildungsst√∂rung des roten Blutfarbstoffes (eine sog. ‚Äěinduzierbare Porphyrie‚Äú) leiden,
  • wenn Sie an einem stark erh√∂hten Blutdruck leiden,
  • von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Profenid einnehmen.

Die gemeinsame Anwendung von Profenid mit anderen nicht steroidalen Antirheumatika soll vermieden werden. Eine gemeinsame Verwendung erh√∂ht das Risiko f√ľr Nebenwirkungen.

Magen-Darm-Trakt

Alle nicht steroidalen Antirheumatika, einschlie√ülich Profenid, k√∂nnen w√§hrend der Behandlung lebensbedrohliche Blutungen, Geschw√ľre oder Durchbr√ľche im Magen-Darm-Trakt hervorrufen. Diese Nebenwirkungen k√∂nnen mit oder ohne vorherige Anzeichen oder eine entsprechende Vorgeschichte zu jedem Zeitpunkt der Behandlung auftreten. Dieses Risiko steigt mit der H√∂he der Dosis.

Wenn Sie ein niedriges K√∂rpergewicht haben, ist das relative Risiko f√ľr Magen-Darm-Blutungen bei Ihnen erh√∂ht.

Einige Hinweise legen nahe, dass Profenid, im Vergleich zu anderen nicht steroidalen Antirheumatika, m√∂glicherweise mit einem h√∂heren Risiko f√ľr schwerwiegende Nebenwirkungen im Magen-Darm- Trakt verbunden ist, insbesondere bei hohen Dosen.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt vor Beginn der Behandlung, wenn Sie:

  • in der Vergangenheit Magen-Darm-Geschw√ľre hatten (insbesondere wenn diese mit Blutungen oder einem Durchbruch in Verbindung standen) (siehe Abschnitt 2., ‚ÄěProfenid darf nicht eingenommen werden‚Äú)
  • mit Acetylsalicyls√§ure oder anderen Arzneimitteln behandelt werden, die Nebenwirkungen im Magen-Darm-Trakt haben k√∂nnen
  • bereits √§lter sind.

Wenn Ihnen in den oben genannten Fällen der Arzt Profenid verordnet, wird er die Behandlung mit einer niedrigen Dosis beginnen und gegebenenfalls einen zusätzlichen Magenschutz verordnen.

Ihr Arzt wird Sie besonders sorgf√§ltig √ľberwachen, wenn Sie:

  • andere Magen-Darm-Erkrankungen haben (Dickdarmentz√ľndung mit Geschw√ľren [Colitis ulcerosa], Morbus Crohn): Der Arzt wird jedes nicht steroidale Antirheumatikum, einschlie√ülich Profenid, nur mit Vorsicht anwenden, um zu vermeiden, dass sich die Darmerkrankung durch die Behandlung verschlechtert.

Insbesondere wenn bereits Magen-Darm-Erkrankungen bestehen oder wenn Sie √§lter sind, m√ľssen Sie alle ungew√∂hnlichen Beschwerden im Bauchraum ‚Äď insbesondere wenn diese schon am Anfang der Behandlung auftreten ‚Äď dem Arzt unverz√ľglich mitteilen.

Vorsicht ist angeraten, wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel erhalten, die das Risiko f√ľr Geschw√ľre oder Blutungen erh√∂hen k√∂nnen, wie z. B. ‚ÄěKortison‚Äú, blutgerinnungshemmende Arzneimittel (z. B.: Acetylsalicyls√§ure), bestimmte Arzneimittel gegen depressive Verstimmungen und ein bestimmtes Arzneimittel zur Erweiterung der Blutgef√§√üe (Nicorandil) (siehe auch Abschnitt 2., ‚ÄěEinnahme von Profenid zusammen mit anderen Arzneimitteln‚Äú).

Wenn es w√§hrend der Behandlung zu Magen-Darm-Blutungen oder Magen-Darm-Geschw√ľren kommt, m√ľssen Sie die Behandlung sofort abbrechen und unverz√ľglich einen Arzt kontaktieren.

Warnhinweise f√ľr Nebenwirkungen des Magen-Darm-Trakts k√∂nnen sein:

  • Bauchschmerzen
  • Bluterbrechen
  • kaffeesatzartiges Erbrechen
  • Schwarzf√§rbung des Stuhls.

In diesem Fall m√ľssen Sie die Behandlung mit Profenid 100 mg Kapseln sofort abbrechen und unverz√ľglich einen Arzt kontaktieren.

Herz, Kreislauf und Gehirn

Bitte informieren Sie Ihren Arzt vor Beginn der Behandlung, wenn Sie:

  • einen Bluthochdruck und/oder
  • eine leichte oder mittelschwere Herzerkrankung haben.

In diesen F√§llen wird der Arzt Ihre Behandlung entsprechend √ľberwachen, um das Auftreten von Fl√ľssigkeitsansammlungen im Gewebe (sog. ‚Äě√Ėdeme‚Äú) zu erkennen.

Die Anwendung von nicht steroidalen Antirheumatika, wie Profenid, k√∂nnte mit einem erh√∂hten Risiko f√ľr Herzrhythmusst√∂rungen (Vorhofflimmern), Herzinfarkt oder Schlaganfall verbunden sein. Jedes Risiko steigt mit der H√∂he der Dosierung und Dauer der Anwendung. Informieren Sie daher Ihren Arzt vor Beginn der Behandlung, wenn Sie an einer St√∂rung der Blutgerinnung leiden.

Vor der Anwendung von nicht steroidalen Antirheumatika zur Schmerztherapie im Rahmen einer Bypassoperation der Herzkranzgefäße wird Ihr Arzt besondere Vorsichtsmaßnahmen treffen.

Steigern Sie nicht die Ihnen empfohlene Dosierung und/oder Behandlungsdauer.

Wenn Sie Herzbeschwerden haben (schwer einstellbarer oder unkontrollierter Bluthochdruck, kongestives Herzversagen, Herzschw√§che, Fl√ľssigkeitseinlagerungen oder √Ėdeme im Zusammenhang mit nicht steroidalen Antirheumatika, eine Minderdurchblutung des Herzmuskels) oder an Gef√§√üverengungen und/oder Gef√§√üerkrankungen im Gehirn leiden, schon einen Schlaganfall hatten oder wenn bei Ihnen ein erh√∂htes Risiko f√ľr diese Umst√§nde vorliegt (wie z. B. Bluthochdruck, Diabetes, erh√∂hte Cholesterinwerte, Raucher), sprechen Sie vor Beginn der Behandlung mit Ihrem Arzt.

Haut

W√§hrend einer Behandlung mit nicht steroidalen Antirheumatika, einschlie√ülich Profenid, traten in sehr seltenen F√§llen ‚Äď und meist im ersten Behandlungsmonat schwerwiegende Hautreaktionen (mit Blasenbildung und Absch√§len), einige davon mit t√∂dlichem Ausgang, auf (siehe Abschnitt 4. ‚ÄěWelche Nebenwirkungen sind m√∂glich?‚Äú). Wenn es bei Ihnen zu einem Ausschlag oder Geschw√ľren an der Haut oder an Schleimh√§uten (z. B. im Mund) kommt oder sonstige Anzeichen einer √úberempfindlichkeit auftreten, m√ľssen Sie die Behandlung sofort abbrechen und einen Arzt aufsuchen.

Infektionen

Wenn Sie an einer Infektionserkrankung leiden, k√∂nnen nicht steroidale Antirheumatika, einschlie√ülich Profenid, die Warnhinweise der Infektion, z. B. Fieber, verschleiern. Sehr selten kann es zu einer Verschlechterung einer infektionsbedingten Entz√ľndung kommen.

Wenn w√§hrend der Behandlung mit Profenid Anzeichen einer Infektion neu auftreten oder sich verschlechtern, m√ľssen Sie umgehend einen Arzt kontaktieren. Er wird pr√ľfen, ob diese Infektion zus√§tzlich behandelt werden muss.

Blutkaliumspiegel

Unter der Behandlung mit Ketoprofen k√∂nnen erh√∂hte Blutkaliumspiegel auftreten. Dies kann insbesondere bei Patienten auftreten, die an erh√∂htem Blutzucker (Diabetes) oder einer Nierenerkrankung leiden und/oder Arzneimittel einnehmen, die die Ausscheidung von Kalium aus dem K√∂rper vermindern. In diesem Fall wird Ihr Arzt Ihren Blutkaliumspiegel regelm√§√üig √ľberwachen.

Leber

Es kann durch die Anwendung von Profenid zu einer Verschlechterung der Leberfunktion kommen. Teilen Sie deshalb Ihrem Arzt mit, falls Sie eine Erkrankung der Leber haben oder hatten, und achten Sie auf gegebenenfalls von Ihrem Arzt angeordnete Kontrolluntersuchungen.

In sehr seltenen F√§llen wurden Leberentz√ľndungen berichtet. Achten Sie daher auf eventuelle Anzeichen, wie z. B. eine Verschlechterung Ihres Allgemeinbefindens, Abgeschlagenheit und Appetitlosigkeit ‚Äď und wenden Sie sich gegebenenfalls unverz√ľglich an Ihren Arzt.

Auge

Beenden Sie die Behandlung und informieren Sie umgehend Ihren Arzt, wenn während der Behandlung Sehstörungen (z. B. verschwommenes Sehen) auftreten.

Allergische Reaktionen

Bei ersten Anzeichen von allergischen Reaktionen, wie z. B. Hautreaktionen (z. B. Juckreiz, R√∂tung, Hautausschlag, Nesselausschlag), Gesichtsschwellungen, Schwellungen in den Atemwegen (z. B. Kehlkopfschwellung), Luftnot, Asthma, Herzrasen und/oder Blutdruckabfall, ist die Anwendung von Profenid sofort zu beenden und unverz√ľglich ein Arzt zu verst√§ndigen.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie an Asthma, allergischem Schnupfen (z. B. Heuschnupfen), Schwellungen der Nasenschleimhaut (z. B. Nasenpolypen) oder bestimmten chronischen Atemwegserkrankungen mit Atemnot leiden. Ihr Arzt wird Sie in diesem Fall sorgf√§ltig auf Anzeichen einer allergischen Reaktion √ľberwachen.

Kopfschmerz durch Schmerzmittel

Wenn Sie Schmerzmittel √ľber l√§ngere Zeit anwenden, k√∂nnen Kopfschmerzen auftreten ‚Äď diese d√ľrfen Sie nicht mit h√∂heren Dosen dieser Arzneimittel behandeln. Sprechen Sie in so einem Fall unbedingt mit Ihrem Arzt.

Nierenschäden durch Schmerzmittel

Wenn Sie gewohnheitsmäßig Schmerzmittel einnehmen, v. a. wenn Sie dabei verschiedene Schmerzmittel kombinieren, kann es zu dauerhaften und schweren Nierenschäden kommen (bis hin zum Nierenversagen).

√Ąltere Patienten (√ľber 65 Jahre)

Bei älteren Patienten treten Nebenwirkungen durch nicht steroidale Antirheumatika, einschließlich Profenid, häufiger auf (insbesondere Magen-Darm-Blutungen und -Durchbruch, die tödlich sein können).

Laborkontrollen

Während einer Behandlung mit Profenid wird Ihr Arzt regelmäßige Kontrollen der Leber- und Nierenfunktion, des Säure-Basen-Haushalts, der Blutgerinnung und des Blutbildes anordnen.

Fortpflanzungsfähigkeit

Nicht steroidale Antirheumatika, einschlie√ülich Profenid, k√∂nnen die weibliche Fruchtbarkeit beeintr√§chtigen und werden daher bei Kinderwunsch nicht empfohlen (siehe Abschnitt 2., ‚ÄěSchwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsf√§higkeit‚Äú).

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie planen, schwanger zu werden, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (siehe Abschnitt 2., ‚ÄěSchwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsf√§higkeit‚Äú).

Weitere Hinweise

Informieren Sie Ihren Arzt vor Beginn der Behandlung mit Profenid, wenn Sie an einer der folgenden Beschwerden leiden:

  • unkontrollierter Bluthochdruck,
  • schwere Herzerkrankung,
  • Durchblutungsst√∂rung der Gliedma√üen,
  • St√∂rung der Nierenfunktion oder Nierenerkrankung,
  • Lebererkrankung,
  • psychische St√∂rungen, Epilepsie, Parkinson-Erkrankung,
  • Allergien,
  • bestimmte chronische Atemwegserkrankungen mit Atemnot (inklusive Asthma), chronischer Schnupfen (z. B. Heuschnupfen), chronische Entz√ľndung der Nasennebenh√∂hlen, Nasenpolypen
  • St√∂rung der Blutgerinnung,
  • wenn Sie mit entw√§ssernden Arzneimitteln behandelt werden,
  • wenn bei Ihnen vor kurzem ein gro√üer chirurgischer Eingriff erfolgte.

In diesen F√§llen wird der Arzt die Behandlung sorgf√§ltig √ľberwachen und die entsprechende Organfunktion regelm√§√üig √ľberpr√ľfen.

Einnahme von Profenid zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Folgende Arzneimittel und/oder Wirkstoffe sollen bzw. d√ľrfen nicht mit einer Profenid-Behandlung kombiniert werden:

  • andere nicht steroidale Antirheumatika (schmerz- und entz√ľndungshemmende Arzneimittel), einschlie√ülich sog. ‚Äěselektiver Cyclooxygenase-2-Hemmer‚Äú (COX-2-Hemmer) und hochdosierter Salicylate, z. B. Acetylsalicyls√§ure:
    Eine gemeinsame Anwendung steigert das Risiko f√ľr Geschw√ľre und Blutungen im Magen- Darm-Trakt.
  • Digoxin (gegen Herzschw√§che), Phenytoin (gegen Epilepsie), Lithium (gegen Depressionen):
    Die Wirkstoffspiegel dieser Arzneimittel im Blut k√∂nnen stark ansteigen und unter Umst√§nden zu verst√§rkten Nebenwirkungen f√ľhren. Insbesondere die Lithiumdosis muss vom Arzt strengstens √ľberwacht und gegebenenfalls ge√§ndert werden. Eine Kontrolle der Digoxin- und Phenytoinspiegel wird empfohlen.
  • Blutgerinnungshemmer:
    Eine gemeinsame Anwendung mit den folgenden Wirkstoffen f√ľhrt zu einem erh√∂hten Risiko f√ľr Blutungen:
    • Heparin,
    • Warfarin,
    • Acetylsalicyls√§ure, Ticlopdin, Clopidogrel,
    • Dabigatran,
    • Apixaban, Rivaroxaban, Edoxaban.

Bei unvermeidbarer gemeinsamer Anwendung muss der Arzt die Behandlung streng kontrollieren.

  • Methotrexat (Arzneimittel zur Behandlung von bestimmten Krebserkrankungen oder Arthritis) in hoher Dosierung (mehr als 15 mg/Woche):
    Eine gemeinsame Anwendung steigert das Risiko f√ľr Methotrexatnebenwirkungen. Zwischen einer Methotrexatverabreichung und einer Ketoprofenverabreichung muss ein zeitlicher Abstand von mindestens 12 Stunden eingehalten werden.

Folgende Arzneimittel und/oder Wirkstoffe erfordern bei gemeinsamer Anwendung mit Profenid besondere Vorsicht:

  • entw√§ssernde Arzneimittel (sog. ‚ÄěDiuretika‚Äú):
    Eine gemeinsame Anwendung steigert insbesondere bei Patienten mit einem Fl√ľssigkeitsdefizit das Risiko f√ľr ein Nierenversagen. Ein Fl√ľssigkeitsdefizit muss vor einer gemeinsamen Behandlung durch ausreichende Fl√ľssigkeitszufuhr korrigiert werden und die Nierenfunktion muss vom Arzt √ľberwacht werden.
  • bestimmte Arzneimittel zur Blutdrucksenkung (z. B. sog. ‚ÄěACE-Hemmer‚Äú und ‚ÄěAngiotensin- II-Antagonisten‚Äú):
    Eine gemeinsame Anwendung steigert bei Patienten mit bereits beeintr√§chtigter Nierenfunktion (z. B. bei √§lteren Personen und Patienten mit Fl√ľssigkeitsdefizit) das Risiko einer weiteren Verschlechterung der Nierenfunktion, bis hin zum Nierenversagen.
  • Methotrexat (Arzneimittel zur Behandlung von bestimmten Krebserkrankungen oder Arthritis) in niedriger Dosierung (weniger als 15 mg/Woche):
    Bei einer gemeinsamen Anwendung wird der Arzt in den ersten Behandlungswochen das Blutbild wöchentlich kontrollieren. Bei älteren Patienten, oder wenn es zu einer Verschlechterung der Nierenfunktion kommt, wird diese Überwachung häufiger erfolgen.
  • Kortikosteroide (‚ÄěKortison‚Äú):
    Eine gemeinsame Anwendung steigert das Risiko f√ľr Geschw√ľre und Blutungen im Magen- Darm-Bereich.
  • Pentoxifyllin (Arzneimittel gegen Durchblutungsst√∂rungen):
    Eine gemeinsame Anwendung steigert das Risiko f√ľr Blutungen und macht daher entsprechende √§rztliche Kontrollen notwendig.
  • Tenofovir (Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektionen und Hepatitis B):
    Eine gemeinsame Anwendung von Tenofovirdisoproxil (als Fumarat) und nicht steroidalen Antirheumatika kann das Risiko von Nierenversagen erhöhen.
  • Nicorandil (Arzneimittel zur Senkung des Blutdrucks und zur Erweiterung der Gef√§√üe):
    Eine gemeinsame Anwendung steigert das Risiko f√ľr Geschw√ľre und Blutungen im Magen-Darm- Bereich.
  • Herzwirksame Glycoside (Arzneimittel zur Behandlung von Herzschw√§che und Herzrhythmusst√∂rungen):
    Eine gemeinsame Anwendung, speziell bei Patienten mit eingeschr√§nkter Nierenfunktion, kann zu einer Erh√∂hung der Konzentration von herzwirksamen Glycosiden im Blut f√ľhren.
  • Arzneimittel, die einen erh√∂hten Blutkaliumspiegel verursachen k√∂nnen:
    zum Beispiel Kaliumsalze, bestimmte entw√§ssernde Arzneimittel (sog. ‚Äěkaliumsparende Diuretika‚Äú), bestimmte Arzneimittel zur Blutdrucksenkung (z. B. sog. ‚ÄěACE-Hemmer‚Äú und ‚ÄěAngiotensin-II-Antagonisten‚Äú), andere schmerz- und entz√ľndungshemmende Arzneimittel (sog. ‚Äěnicht steroidale Antirheumatika‚Äú), Blutgerinnungshemmer zur Injektion (niedermolekulares oder unfraktioniertes Heparin), Arzneimittel zur Vermeidung von Transplantatabsto√üungen (Ciclosporin, Tacrolimus) und Arzneimittel gegen Harnwegsinfekte (Trimethoprim). Das Risiko eines erh√∂hten Blutkaliumspiegels wird gef√∂rdert, wenn die oben angef√ľhrten Arzneimittel gemeinsam mit Ketoprofen verabreicht werden.

Um die Risiken und Vorsichtsma√ünahmen zu identifizieren, die f√ľr Arzneimittel gelten, die einen erh√∂hten Blutkaliumspiegel verursachen k√∂nnen, m√ľssen die f√ľr diese Substanzen in der Packungsbeilage beschriebenen Wechselwirkungen ber√ľcksichtigt werden.

Worauf außerdem zu achten ist:

  • Arzneimittel zur Blutdrucksenkung (sog. ‚ÄěBetablocker‚Äú, ‚ÄěACE-Hemmer‚Äú, entw√§ssernde Arzneimittel):
    Bei einer gemeinsamen Anwendung kann sich zusätzlich zu der oben genannten möglichen Nierenfunktionsstörung auch die blutdrucksenkende Wirkung verringern und der Blutdruck sollte daher regelmäßig kontrolliert werden.
  • Arzneimittel zur Aufl√∂sung eines Blutgerinnsels:
    Eine gemeinsame Anwendung steigert das Risiko f√ľr Blutungen.
  • Arzneimittel zum Einnehmen gegen Diabetes:
    Bei einer gemeinsamen Anwendung sind Blutzuckerschwankungen möglich, daher werden vermehrte Blutzuckerkontrollen empfohlen.
  • Probenecid, Sulfinpyrazon (Arzneimittel gegen Gicht):
    Arzneimittel, die diese Wirkstoffe enthalten, können die Ausscheidung von Profenid verzögern und dadurch die Nebenwirkungen verstärken.
  • Bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen (sog. ‚ÄěSSRI‚Äú, z. B. Fluoxetin, Fluvoxamin, Paroxetin):
    Eine gemeinsame Anwendung steigert das Risiko f√ľr Blutungen im Magen-Darm-Bereich.
  • Ciclosporin und Tacrolimus (Arzneimittel zur Vermeidung von Transplantatabsto√üungen):
    Eine gemeinsame Anwendung kann insbesondere bei √§lteren Patienten zu einer verst√§rkten Nierensch√§digung f√ľhren.
  • Arzneimittel gegen Sodbrennen (sog. ‚ÄěAntazida‚Äú):
    Eine gemeinsame Anwendung kann die Wirkung von Profenid verringern.
  • In die Geb√§rmutter eingesetzte Verh√ľtungsmittel (sog. ‚ÄěSpirale‚Äú):
    Eine gemeinsame Anwendung kann die Wirkung der Verh√ľtungsmittel verringern.
  • Phenobarbital (bestimmtes Arzneimittel gegen Epilepsie):
    Phenobarbital kann die Wirkung von Profenid verringern.

Verschiedene Arzneimittel, die die Blutgerinnung hemmen, können bei gemeinsamer Anwendung mit Profenid das Blutungsrisiko erhöhen. Dazu zählen folgende Wirkstoffe: Tirofiban, Eptifibatid, Abciximab und Iloprost.

Einfluss auf Labortests

Profenid kann folgende Laborwerte beeinflussen: Blutbild, Blutungszeit, Blutzucker, Eisen, Bilirubin, Leberwerte, LDH, SGOT, SGPT.

Einnahme von Profenid zusammen mit Alkohol

Gleichzeitiger Alkoholkonsum kann Nebenwirkungen, besonders im Magen-Darm-Trakt und dem zentralen Nervensystem, verstärken. Vermeiden Sie daher während der Behandlung tunlichst den Genuss von Alkohol.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Profenid kann unter Umständen die Schwangerschaft und die Entwicklung des Ungeborenen negativ beeinflussen. Während der ersten 6 Monate Ihrer Schwangerschaft soll Profenid nur bei absoluter Notwendigkeit, so kurz dauernd und niedrig dosiert wie möglich angewendet werden. Über eine Anwendung entscheidet deshalb jedenfalls Ihr Arzt.

Während der letzten 3 Monate der Schwangerschaft darf Profenid nicht eingenommen werden. Es besteht die Gefahr von Fehlentwicklungen im Kreislaufsystem des Kindes und die Gefahr von

Verzögerung und Verlängerung des Geburtsvorganges sowie verstärkter Blutungen bei der Geburt.

Stillzeit

Die Anwendung von Profenid während der Stillzeit wird nicht empfohlen, da die Wirkungen von Ketoprofen auf den Säugling nicht ausreichend bekannt sind.

Fortpflanzungsfähigkeit

Nicht steroidale Antirheumatika, einschließlich Profenid, können die weibliche Fruchtbarkeit beeinträchtigen und werden daher nicht empfohlen, wenn ein Schwangerschaftswunsch besteht. Bei Frauen, die Schwierigkeiten haben, schwanger zu werden, oder sich einer Untersuchung auf mögliche Unfruchtbarkeit unterziehen, sollte ein Absetzen von Profenid in Erwägung gezogen werden.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsf√§higkeit und Verkehrst√ľchtigkeit beeintr√§chtigen.

W√§hrend der Behandlung mit Profenid kann durch bestimmte Nebenwirkungen (z. B. Benommenheit, M√ľdigkeit, Schwindel, Sehst√∂rungen oder Kr√§mpfe) die aktive Teilnahme am Stra√üenverkehr oder das Bedienen von Maschinen beeintr√§chtigt sein.

In diesem Fall m√ľssen Sie T√§tigkeiten unterlassen (z. B. die Teilnahme am Stra√üenverkehr sowie das Bedienen von Maschinen), die erh√∂hte Aufmerksamkeit erfordern.

Profenid enthält Laktose

Profenid 100 mg Kapseln enthalten Laktose (Milchzucker). Bitte nehmen Sie dieses Arzneimittel erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunvertr√§glichkeit leiden.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Ihr Arzt wird die Dosis individuell, abhängig von Art und Schwere der Erkrankung anpassen, daher muss den Anweisungen des Arztes genau Folge geleistet werden.

Wenn Ihnen Ihr Arzt nichts anderes empfohlen hat, dann ist die Dosis so niedrig wie möglich und die Anwendungsdauer so kurz wie möglich zu wählen.

F√ľr die angegebenen Dosierungen stehen auch Profenid 50 mg Kapseln und Profenid retard 200 mg Kapseln zur Verf√ľgung.

Allgemeine Dosierungsempfehlungen:

Erwachsene

Die t√§gliche Dosis betr√§gt im Allgemeinen 1‚Äď2 Kapseln Profenid 100 mg (entsprechend 100‚Äď200 mg Ketoprofen), aufgeteilt in 1‚Äď2 Einzelgaben, jeweils morgens und/oder abends.

Die Tageshöchstdosis beträgt 2 Kapseln Profenid 100 mg. Höhere Dosen werden nicht empfohlen.

Anwendung bei √§lteren Patienten (√ľber 65 Jahre)

Da √§ltere Patienten anf√§lliger f√ľr Nebenwirkungen sind, wird Sie der Arzt nur mit der niedrigsten wirksamen Dosis behandeln. In diesem Fall sind Profenid 100 mg Kapseln f√ľr Sie nicht geeignet. √ľr Sie stehen Profenid 50 mg Kapseln zur Verf√ľgung.

Der Arzt wird Ihre Nierenfunktion regelm√§√üig kontrollieren und Sie auf Anzeichen von Blutungen im Magen-Darm-Trakt hin sorgf√§ltig √ľberwachen.

Anwendung bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Entsprechend der bestehenden Nierenfunktion wird der Arzt die Behandlung in der Regel mit der niedrigsten wirksamen Dosis beginnen und Ihre Nierenfunktion kontrollieren. In diesem Fall sind Profenid 100 mg Kapseln f√ľr Sie nicht geeignet. F√ľr Sie stehen Profenid 50 mg Kapseln zur Verf√ľgung.

Bei starker Einschr√§nkung der Nierenfunktion d√ľrfen Sie Profenid nicht anwenden.

Anwendung bei Patienten mit leicht eingeschränkter Leberfunktion

Der Arzt wird Sie nur mit der niedrigsten wirksamen Dosis behandeln und Ihre Leberfunktion streng √ľberwachen. In diesem Fall sind Profenid 100 mg Kapseln f√ľr Sie nicht geeignet. F√ľr Sie stehen Profenid 50 mg Kapseln zur Verf√ľgung.

Bei starker Einschr√§nkung der Leberfunktion d√ľrfen Sie Profenid nicht anwenden.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Da keine ausreichenden Erfahrungen zur Sicherheit und Wirksamkeit vorliegen, darf Profenid in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Nehmen Sie die Kapseln unzerkaut mit ausreichend nicht alkoholischer Fl√ľssigkeit (z. B. 1 Glas Wasser) w√§hrend oder nach den Mahlzeiten ein.

Dauer der Anwendung

√úber die Dauer der Anwendung, die sich nach Art und Schwere Ihrer Beschwerden richtet, entscheidet Ihr Arzt.

Wenn Sie eine größere Menge von Profenid eingenommen haben, als Sie sollten

Wenden Sie sich bitte sofort an einen Arzt oder an die Ambulanz eines Krankenhauses.

Wenn Sie versehentlich zu viele Profenid-Kapseln eingenommen haben, kann es zu unterschiedlichen Beschwerden kommen:

  • Teilnahmslosigkeit
  • Benommenheit
  • √úbelkeit
  • Erbrechen
  • Schmerzen im Oberbauch
  • Magen- und/oder Darm-Blutungen bzw. -Geschw√ľren.

Auch Hautausschläge, Juckreiz sowie Nierenfunktionsstörungen sind möglich. Ferner kann es zu Blutdruckabfall, verringerter Atmung und Blauverfärbung von Haut und Schleimhäuten kommen.

Informationen f√ľr den Arzt befinden sich am Ende dieser Gebrauchsinformation.

Wenn Sie die Einnahme von Profenid vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Profenid abbrechen

F√ľr den Behandlungserfolg ist die Einnahme von Profenid in der von Ihrem Arzt vorgeschriebenen Dosierung und Dauer erforderlich. Wenn Sie die Behandlung vorzeitig abbrechen, k√∂nnen die urspr√ľnglichen Beschwerden wiederum auftreten.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Klinische Studien und epidemiologische Daten weisen darauf hin, dass die Anwendung bestimmter nicht steroidaler Antirheumatika (NSAR), besonders bei Verabreichung hoher Dosen √ľber einen l√§ngeren Zeitraum, mit einem geringf√ľgig erh√∂hten Risiko f√ľr z. B. Herzinfarkt oder Schlaganfall in Verbindung gebracht wird (siehe Abschnitt 2., ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚Äú).

Die am h√§ufigsten beobachteten Nebenwirkungen betreffen den Magen-Darm-Trakt. Magengeschw√ľr, Durchbr√ľche oder Magen-Darm-Blutungen ‚Äď manchmal auch t√∂dlich, besonders bei √§lteren Personen ‚Äď kommen vor. Insbesondere das Risiko f√ľr das Auftreten von Magen-Darm- Blutungen ist von der Dosis und der Anwendungsdauer abh√§ngig.

Nehmen Sie Profenid nicht mehr ein, sondern wenden Sie sich bitte sofort an einen Arzt, falls folgende Beschwerden auftreten sollten:

  • Magenbeschwerden, Sodbrennen oder Schmerzen im Bauch,
  • Erbrechen von Blut, Schwarzf√§rbung des Stuhls oder Blut im Urin,
  • Hautreaktionen wie Ausschlag oder Juckreiz,
  • erschwerte Atmung, Atemnot oder Kurzatmigkeit, Schwellungen im Kopfbereich,
  • Gelbf√§rbung der Haut oder Augen,
  • starke Abgeschlagenheit mit Appetitlosigkeit,
  • anhaltende Halsschmerzen, Wunden im Mund, Abgeschlagenheit oder Fieber,
  • Nasenbluten, Hautblutungen,
  • Schwellungen im Gesicht, an den F√ľ√üen oder den Beinen,
  • Schmerzen in der Brust,
  • Eintr√ľbung des Bewusstseins.

Häufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Gelegentliche Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

  • Schlaflosigkeit, Erregung, Reizbarkeit,
  • Benommenheit, Kopfschmerzen, Schwindel, Schl√§frigkeit,
  • Verstopfung, V√∂llegef√ľhl, Durchfall, Magen- bzw. Oberbauchschmerzen, Schleimhautentz√ľndung im Magen und/oder D√ľnndarm, Bl√§hungen, kaffeesatzartiges Bluterbrechen, Schwarzf√§rbung des Stuhls, Magen- und/oder Darmgeschw√ľre (unter Umst√§nden mit Blutung und Durchbruch),
  • Ausschlag, Juckreiz,
  • Wassereinlagerungen/Schwellungen, z. B. der Arme und Beine.

Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

  • Blutarmut (kann zu Bl√§sse, Schw√§che und Kurzatmigkeit f√ľhren),
  • Missempfindung (Kribbeln oder Taubheit) in H√§nden und F√ľ√üen,
  • Sehst√∂rungen (z. B. verschwommenes Sehen),
  • Ohrger√§usche (sog. ‚ÄěOhrensausen‚Äú),
  • Asthma,
  • Entz√ľndung der Mundschleimhaut mit Geschw√ľrbildung,
  • Magengeschw√ľr, Dickdarmentz√ľndung,
  • Leberentz√ľndung, erh√∂hte Leberwerte im Blut, Leberfunktionsst√∂rung,
  • Gewichtszunahme.

Sehr seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

  • Verschlechterung von infektionsbedingten Entz√ľndungen (z. B. Entwicklung von Blasen an der Haut mit darunter absterbendem Gewebe),
  • St√∂rungen der Blutbildung (mit Verminderung einzelner Blutzellen bis hin zur stark verringerten Zahl aller Blutzellen, die zu Schw√§che und erh√∂hter Anf√§lligkeit f√ľr Infektionen, Fieber und Bluterg√ľssen f√ľhrt),
  • schwere √úberempfindlichkeitsreaktionen mit z. B. Herzjagen und Blutdruckabfall (vor allem wenn Sie bereits gegen Acetylsalicyls√§ure oder andere Schmerzmittel aus dieser Klasse allergisch sind) bis hin zum Schock (in Einzelf√§llen t√∂dlich),
  • Verengungen im Darmbereich durch Verwachsungen,
  • Lebersch√§den, vor allem nach langer Anwendung (Gelbsucht),
  • Nierenfunktionsst√∂rung (abnormale Harnbefunde wie Eiwei√ü oder Blut im Harn, erh√∂hte Harns√§ure und Reststickstoff im Blut), Nierensch√§digung (vor allem nach langer Anwendung).

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar):

  • St√∂rung der Knochenmarksfunktion (Knochenmarksversagen), starke Verminderung der Blutpl√§ttchen (erh√∂ht Risiko einer Blutung und die Neigung zu Bluterg√ľssen), Aufl√∂sung der roten Blutk√∂rperchen,
  • schwere allergische Reaktionen bis hin zum Schock (in Einzelf√§llen t√∂dlich). Bei Auftreten dieser Reaktionen ist sofortige √§rztliche Hilfe notwendig!
  • ver√§nderter Gem√ľtszustand, Stimmungsschwankungen,
  • Kr√§mpfe, St√∂rung der Geschmacksempfindung,
  • Herzversagen oder Verschlechterung einer Herzschw√§che, Herzrhythmusst√∂rungen, Bluthochdruck, erweiterte Blutgef√§√üe,
  • Atemnot durch Verengung der Atemwege (vor allem bei Patienten mit bekannter √úberempfindlichkeit gegen Acetylsalicyls√§ure und andere Schmerzmittel aus dieser Klasse), Schnupfen,
  • Verschlechterung einer Dickdarmentz√ľndung (mit Unterleibsschmerzen oder Durchfall) und Verschlechterung eines Morbus Crohn, Beschwerden im Magen-Darm-Trakt, Magen-Darm- Blutung und -Durchbruch,
  • Lichtempfindlichkeit der Haut mit Hautr√∂tung und Bl√§schenbildung, Haarausfall, Nesselausschlag bzw. Verschlechterung einer chronischen Nesselsucht, allergische schmerzhafte Schwellung von Haut und Schleimhaut einschlie√ülich im Gesichtsbereich, schwere Hauterkrankung mit St√∂rung des Allgemeinbefindens, schmerzhafte Blasenbildung der Haut besonders im Mund-, Augen- und Genitalbereich; schwere Erkrankung der Haut und Schleimhaut mit ausgedehnter Blasenbildung und R√∂tung; Hautentz√ľndungen,
  • akutes Nierenversagen, Nierenentz√ľndung, ver√§nderte Werte im Nierenfunktionstest,
  • Nierenfunktionsst√∂rung,
  • M√ľdigkeit,
  • Ansteigen des Kaliumspiegels im Blut,
  • Herzinfarkt, Schlaganfall,
  • Depressionen, Halluzinationen, Verwirrung,
  • Hirnhautentz√ľndung, die durch Viren hervorgerufen wird,
  • Gef√§√üentz√ľndungen (einschlie√ülich Entz√ľndungen der kleineren Blutgef√§√üe, bei der das Gewebe durch wei√üe Blutk√∂rperchen zerst√∂rt wird),
  • Bauchspeicheldr√ľsenentz√ľndung,
  • Absinken des Natriumspiegels im Blut (kann zu Kopfschmerzen, √úbelkeit, M√ľdigkeit, Verwirrtheit, Ver√§nderungen der Pers√∂nlichkeit und Krampfanf√§llen f√ľhren).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das

Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 Wien √Ėsterreich

Fax: +43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht √ľber 25 ¬įC lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach ‚ÄěVerwendbar bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Profenid 100 mg enthält

Der Wirkstoff ist: Ketoprofen.

Eine Kapsel enthält 100 mg Ketoprofen.

Die sonstigen Bestandteile sind:

  • Kapselinhalt: Laktose-Monohydrat, Magnesiumstearat,
  • Kapselh√ľlle: Gelatine, Eisenoxid gelb (E 172), Titandioxid (E 171).

Wie Profenid 100 mg aussieht und Inhalt der Packung

Gelbbraun gefärbte Gelatinekapseln (Hartkapseln).

PVC/PVDC-Aluminium-Blisterpackung mit 10, 30 oder 50 Kapseln.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

sanofi-aventis GmbH Leonard-Bernstein-Straße 10 1220 Wien

√Ėsterreich

Hersteller

G.L. Pharma GmbH Industriestra√üe 1 8502 Lannach √Ėsterreich

sanofi-aventis GmbH Leonard-Bernstein-Straße 10 1220 Wien

√Ėsterreich

Z. Nr.: 1-19745

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Oktober 2020.

Die folgenden Informationen sind f√ľr medizinisches Fachpersonal bestimmt: Therapie einer √úberdosierung mit Ketoprofen

Bei schwerer Vergiftung muss der Patient sofort hospitalisiert werden. Ein spezifisches Antidot existiert nicht. Im Fall einer vermuteten massiven √úberdosierung wird eine Magensp√ľlung empfohlen. Eine symptomatische und unterst√ľtzende Behandlung soll eingeleitet werden, um, falls notwendig, eine Dehydrierung zu kompensieren, die Harnausscheidung zu √ľberwachen und eine Azidose zu korrigieren. Bei Nierenversagen kann eine H√§modialyse zur Eliminierung des Wirkstoffes zielf√ľhrend sein.

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Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: Profenid 100 mg Kapseln - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Ketoprofen
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller sanofi-aventis GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 16.07.1992
ATC Code M01AE03
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Nichtsteroidale Antiphlogistika und Antirheumatika

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden