Wirkstoff(e) Doravirin Lamivudin
Zulassungsland Schweiz
Hersteller MSD Merck Sharp & Dohme AG
Suchtgift Nein
ATC Code J05AR24
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Direkt wirkende antivirale Mittel

Zulassungsinhaber

MSD Merck Sharp & Dohme AG

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Pifeltro¬ģ Doravirin MSD Merck Sharp & Dohme AG

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Delstrigo wird zur Behandlung einer HIV-Infektion bei Erwachsenen eingesetzt. HIV ist das Virus, das f√ľr AIDS (Acquired Immune Deficiency Syndrome) verantwortlich ist.

Delstrigo ist eine Filmtablette, die eine Kombination der Wirkstoffe Doravirin, Lamivudin und Tenofovirdisoproxilfumarat enthält. Doravirin ist ein gegen HIV-1 gerichteter nicht-nukleosidischer Reverse-Transkriptase-Inhibitor (NNRTI). Lamivudin ist ein Nukleosidanalogon, das die Reverse Transkriptase von HIV-1 hemmt. Tenofovirdisoproxilfumarat (das Fumarsalz der Vorstufe von Tenofovir) ist ein Nukleosidanalogon, das die Reverse Transkriptase von HIV-1 hemmt.

Delstrigo ist f√ľr Menschen bestimmt, in deren Krankengeschichte bisher keine Virusresistenz gegen Doravirin, Lamivudin oder Tenofovir aufgetreten ist.

Delstrigo kann helfen, die Anzahl an HI-Viren in Ihrem Blut (die sogenannte ¬ęViruslast¬Ľ) zu senken und die Anzahl der CD4+-(T-)Zellen, die Ihr Immunsystem st√§rker machen k√∂nnen, zu erh√∂hen. Dadurch k√∂nnen das Sterberisiko sowie das Risiko, sich Infektionen zuzuziehen, die bei Menschen mit geschw√§chtem Immunsystem auftreten k√∂nnen, gemindert werden.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Was sollte dazu beachtet werden?

Ihr Arzt oder Ihre √Ąrztin hat Ihnen Delstrigo zur Behandlung Ihrer HIV-1-Infektion verschrieben. HIV ist eine durch Blut √ľbertragbare Erkrankung, die sich √ľber Kontakt mit Blut oder sexuellen Kontakt mit einer infizierten Person verbreitet.

Delstrigo kann keine Heilung von HIV oder AIDS herbeif√ľhren. Es ist wichtig, Delstrigo dauerhaft einzunehmen, um Ihre HIV-Infektion unter Kontrolle zu halten und das Risiko zu senken, dass Sie sich weitere Infektionen oder Erkrankungen zuziehen.

Delstrigo verringert nicht das Risiko der HIV-√úbertragung auf andere Personen √ľber sexuellen Kontakt, Blutkontakt oder durch den gemeinsamen Gebrauch von Injektionsnadeln. Praktizieren Sie weiterhin gesch√ľtzten Geschlechtsverkehr. Verwenden Sie Kondome aus Latex oder Polyurethan oder andere Barrieremethoden, um das Risiko eines Kontakts mit K√∂rperfl√ľssigkeiten wie Sperma, Vaginalsekret oder Blut beim Geschlechtsverkehr zu mindern. Injektionsnadeln niemals wiederverwenden oder mit anderen teilen.

Wenden Sie sich mit Fragen zu gesch√ľtztem Geschlechtsverkehr oder wegen der Vorbeugung einer √úbertragung von HIV auf andere Personen an Ihren Arzt oder Ihrer √Ąrztin.

Wann ist bei der Einnahme von Delstrigo Vorsicht geboten?

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, sprechen Sie mit Ihrem Arzt/Ihrer √Ąrztin, Ihrem Apotheker/Ihrer Apothekerin oder Ihrer Pflegefachperson. Dies gilt auch f√ľr m√∂gliche Nebenwirkungen, die nicht in dieser Patienteninformation aufgef√ľhrt sind. Siehe ¬ęWelche Nebenwirkungen kann Delstrigo haben?¬Ľ f√ľr weitere Informationen √ľber Nebenwirkungen.

√úbertragung von HIV auf Dritte

HIV wird durch Blutkontakt oder sexuellen Kontakt mit einer HIV-infizierten Person √ľbertragen. Auch w√§hrend der Einnahme von Delstrigo k√∂nnen Sie HIV auf andere √ľbertragen, obwohl eine wirksame Behandlung das Risiko verringert. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt dar√ľber, was Sie tun k√∂nnen, um eine Infektion anderer Menschen zu verhindern.

Interaktionen mit anderen Arzneimitteln

Einige Arzneimittel k√∂nnen mit Delstrigo Wechselwirkungen eingehen. F√ľhren Sie eine Liste der von Ihnen angewendeten Arzneimittel, die Sie Ihrem Arzt/Ihrer √Ąrztin oder Ihrem Apotheker/Ihrer Apothekerin zeigen k√∂nnen.

Sie k√∂nnen Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin nach einer Liste von Arzneimitteln fragen, welche mit Delstrigo wechselwirken.

Beginnen Sie nicht ein neues Arzneimittel einzunehmen, ohne Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin zu informieren. Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin kann Ihnen mitteilen, ob es sicher ist, Delstrigo mit anderen Arzneimitteln einzunehmen.

Nehmen Sie keine anderen Arzneimittel ein, die Tenofovirdisoproxilfumarat, Tenofoviralafenamid, Lamivudin, Emtricitabin oder Adefovirdipivoxil enthalten.

Hepatitis-B- oder -C-Koinfektion und Lebererkrankung

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin, wenn Sie an einer Lebererkrankung, einschliesslich einer Hepatitis, leiden oder gelitten haben. Patienten mit einer Lebererkrankung wie einer chronischen Hepatitis¬†B oder¬†C, die antiretrovirale Arzneimittel erhalten, weisen ein erh√∂htes Risiko schwerwiegender, m√∂glicherweise t√∂dlicher Leberkomplikationen auf. Wenn Sie eine Hepatitis-B-Infektion haben, wird Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin das bestm√∂gliche Behandlungsschema sorgf√§ltig f√ľr Sie ausw√§hlen. Wenn Sie eine Lebererkrankung oder eine chronische Hepatitis-B-Infektion haben oder fr√ľher hatten, kann Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin Blutuntersuchungen durchf√ľhren, um die Leberfunktion sorgf√§ltig zu √ľberwachen.

Wenn Sie eine Hepatitis-B-Infektion haben, k√∂nnten sich Leberprobleme nach dem Absetzen von Delstrigo verschlechtern. Es ist wichtig, dass Sie die Einnahme von Delstrigo nicht beenden, ohne mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin zu sprechen: siehe ¬ęWie verwenden Sie Delstrigo?¬Ľ.

Neue oder sich verschlechternde Nierenprobleme einschliesslich Nierenversagen

Diese k√∂nnen bei manchen Menschen, die Delstrigo einnehmen, auftreten. Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin wird vor und w√§hrend der Behandlung mit Delstrigo Blutuntersuchungen zur Pr√ľfung Ihrer Nierenfunktion durchf√ľhren.

Knochenprobleme

Diese k√∂nnen bei manchen Menschen, die Delstrigo einnehmen, vorkommen. Knochenprobleme k√∂nnen in Knochenschmerzen, Erweichung oder Ausd√ľnnung der Knochen bestehen (und Knochenbr√ľche zur Folge haben). Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin muss m√∂glicherweise zus√§tzliche Tests durchf√ľhren, um den Zustand Ihrer Knochen zu pr√ľfen.

Immunreaktivierungssyndrom

Menschen mit fortgeschrittener HIV-Infektion oder AIDS haben ein geschw√§chtes Immunsystem und entwickeln eher schwerwiegende Infektionen (¬ęopportunistische Infektionen¬Ľ). Solche Infektionen k√∂nnen vor Beginn der Behandlung ¬ęstumm¬Ľ verlaufen und von dem geschw√§chten Immunsystem unentdeckt geblieben sein. Nach dem Beginn der Behandlung wird das Immunsystem st√§rker und wehrt sich m√∂glicherweise gegen die Infektionen, wodurch Infektions- bzw. Entz√ľndungssymptome auftreten k√∂nnen. Zu diesen Symptomen z√§hlen im Allgemeinen: Fieber, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Schwierigkeiten beim Atmen.

In seltenen F√§llen, wenn das Immunsystem st√§rker wird, kann es auch gesundes K√∂rpergewebe angreifen (¬ęAutoimmunerkrankungen¬Ľ). Die Symptome einer Autoimmunerkrankung k√∂nnen sich viele Monate nach Beginn der Einnahme von Medikamenten zur Behandlung Ihrer HIV-Infektion entwickeln. Zu diesen Symptomen z√§hlen: schneller oder unregelm√§ssiger Herzschlag (Palpitationen) oder Zittern, √ľberm√§ssige Unruhe und Bewegungsdrang (Hyperaktivit√§t), Schw√§che, die zun√§chst in H√§nden und F√ľssen einsetzt und dann in Richtung Rumpf aufsteigt.

Nehmen Sie keine anderen Medikamente gegen die Infektion ein, ohne R√ľcksprache mit Ihrem Arzt zu halten.

Laktose

Wenn Ihr Arzt oder Ihre √Ąrztin Ihnen gesagt hat, dass Sie eine Laktoseunvertr√§glichkeit haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer √Ąrztin, bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin oder Ihren Apotheker bzw. Ihre Apothekerin √ľber alle Krankheiten, an denen sie gegenw√§rtig leiden oder in der Vergangenheit gelitten haben, sowie √ľber eventuelle Allergien. Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin √ľber alle Medikamente, die Sie einnehmen, einschliesslich verschreibungspflichtiger und nicht verschreibungspflichtiger Medikamente, Vitamine und pflanzlicher Pr√§parate.

Opportunistische Infektionen

Wenn Sie irgendwelche Anzeichen einer Infektion bemerken, informieren Sie bitte unverz√ľglich Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin. Bei einigen Patienten mit fortgeschrittener HIV-Infektion und mit einer Krankengeschichte opportunistischer Infektionen k√∂nnen kurz nach Beginn der antiretroviralen Behandlung Anzeichen und Symptome einer Entz√ľndung von vorangegangenen Infektionen auftreten. Es wird angenommen, dass diese Symptome auf eine Verbesserung der k√∂rpereigenen Immunantwort zur√ľckzuf√ľhren sind, die es dem K√∂rper erm√∂glicht Infektionen zu bek√§mpfen, die m√∂glicherweise ohne erkennbare Symptome vorhanden waren.

Osteonekrose

Bei einigen Patienten, die eine antiretrovirale Kombinationsbehandlung erhalten, kann sich eine als Osteonekrose (Absterben von Knochengewebe infolge unzureichender Blutversorgung des Knochens) bezeichnete Knochenerkrankung entwickeln. Zu den vielen Risikofaktoren f√ľr die Entwicklung dieser Erkrankung k√∂nnen unter anderem die Dauer der antiretroviralen Kombinationsbehandlung, die Anwendung von Kortikosteroiden, Alkoholkonsum, eine starke Unterdr√ľckung des Immunsystems oder ein h√∂herer Body-Mass-Index geh√∂ren. Anzeichen einer Osteonekrose sind Gelenksteife und -schmerzen (insbesondere in H√ľfte, Knie und Schulter) sowie Schwierigkeiten bei Bewegungen. Falls Sie eines dieser Anzeichen bemerken, informieren Sie bitte Ihren Arzt.

Fahrt√ľchtigkeit und Bedienen von Maschinen

Bedienen Sie keine Maschinen und fahren Sie weder Auto noch Fahrrad, falls Sie sich nach Einnahme dieses Arzneimittels benommen f√ľhlen.

Darf Delstrigo während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Wenn Sie schwanger sind oder versuchen, schwanger zu werden, informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin, bevor Sie Delstrigo erhalten.

Es ist nicht bekannt, ob Delstrigo im Fall einer Schwangerschaft das Ungeborene schädigen kann.

Wenn Sie HIV-Medikamente einnehmen und schwanger sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt/Ihrer √Ąrztin √ľber das Register f√ľr Schwangerschaften unter HIV-Therapie (Antiretroviral Pregnancy Registry). In diesem Register werden Informationen √ľber M√ľtter und deren Kinder zusammengetragen, wenn die Mutter w√§hrend der Schwangerschaft HIV-Medikamente einnimmt.

Stillen Sie nicht, wenn Sie mit HIV infiziert sind. Es besteht das Risiko, dass sich Ihr Baby √ľber die Muttermilch mit HIV ansteckt.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Delstrigo genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Ihrer √Ąrztin ein.

Nehmen Sie jeden Tag ungefähr zur selben Zeit 1 Tablette mit oder ohne Nahrung ein.

√Ąndern Sie nicht die Dosis dieses oder anderer HIV-Medikamente und beenden Sie deren Einnahme nicht ohne R√ľcksprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin. Bleiben Sie w√§hrend der Behandlung mit Delstrigo durchgehend in √§rztlicher Betreuung.

Gleichzeitige Verabreichung mit Rifabutin

Wenn Delstrigo zusammen mit Rifabutin eingenommen wird, nehmen Sie eine Tablette Pifeltro etwa 12 Stunden nach der Delstrigo-Dosis ein. Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin wird Ihnen sagen, was zu tun ist.

Was muss ich im Falle einer √úberdosis tun?

Wenn Sie eine zu grosse Menge von Delstrigo eingenommen haben, verst√§ndigen Sie sofort Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin oder Ihren Apotheker bzw. Ihre Apothekerin.

Es gibt keine bekannte spezifische Behandlung f√ľr den Fall einer √úberdosis von Delstrigo. Falls es zu einer √úberdosis kommt, sollte Ihr Zustand √ľberwacht werden; je nach Notwendigkeit wird eine unterst√ľtzende Standardtherapie verabreicht.

Was muss ich tun, wenn ich die Einnahme einer Dosis versäumt habe?

Es ist wichtig, dass Sie keine Einnahme von Delstrigo vers√§umen oder √ľberspringen.

Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, nehmen Sie sie ein, sobald Sie das Vers√§umnis bemerken. Falls Sie es erst bemerken, wenn es bereits ann√§hernd Zeit f√ľr die n√§chste Einnahme ist, √ľberspringen Sie die vers√§umte Dosis und fahren Sie mit Ihrem gewohnten Einnahmeschema fort.

Nehmen Sie nicht zwei Dosen von Delstrigo auf einmal ein.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, was Sie tun sollen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer √Ąrztin oder Apothekerin.

Kinder

Es ist nicht bekannt, ob Delstrigo bei Kindern unter 18 Jahren sicher ist und wirkt.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wann darf Delstrigo nicht eingenommen werden?

Nehmen Sie Delstrigo nicht ein, wenn Sie:

  • Carbamazepin, Oxcarbazepin, Phenobarbital und Phenytoin (Arzneimittel zur Behandlung von Krampfanf√§llen),
  • Rifampicin und Rifapentin (Arzneimittel zur Behandlung von Tuberkulose),
  • Johanniskraut (Hypericum perforatum),
  • Mitotan (ein Arzneimittel zur Behandlung bestimmter Krebsarten),
  • Enzalutamid (ein Arzneimittel zur Behandlung von Prostatakrebs),
  • Lumacaftor (ein Arzneimittel zur Behandlung von zystischer Fibrose)

einnehmen.

Nehmen Sie Delstrigo nicht ein, wenn Sie allergisch gegen Doravirin, Lamivudin, Tenofovirdisoproxilfumarat oder einen der anderen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Welche Nebenwirkungen kann Delstrigo haben?

Alle Arzneimittel k√∂nnen unbeabsichtigte oder unerw√ľnschte Wirkungen haben, sogenannte Nebenwirkungen.

Wenn Sie gegen HIV behandelt werden, kann es schwierig sein zu bestimmen, ob es sich bei einem Symptom um eine Nebenwirkung von Delstrigo oder einem anderen von Ihnen eingenommenen Medikament oder aber um eine Folge der HIV-Infektion selbst handelt. Daher ist es sehr wichtig, dass Sie √ľber jegliche Ver√§nderung Ihrer Gesundheit mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin sprechen.

Nebst den unten aufgelisteten Nebenwirkungen f√ľr Delstrigo, k√∂nnen auch andere Nebenwirkungen w√§hrend der Kombinationstherapie gegen HIV auftreten.

Schwerwiegende Nebenwirkungen

Sprechen Sie unverz√ľglich mit Ihrem Arzt/Ihrer √Ąrztin, wenn Sie bei sich eine der folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen bemerken:

Allergische Reaktionen: Delstrigo enthält Doravirin, Lamivudin und Tenofovirdisoproxil (als Fumarat). Alle diese Wirkstoffe können eine schwerwiegende allergische Reaktion auslösen, die auch als Überempfindlichkeitsreaktion bezeichnet wird.

Die folgenden Nebenwirkungen wurden während der Einnahme von Delstrigo beobachtet:

H√§ufig (kann bei bis zu 1 von 10 Patienten auftreten): ver√§ndertes Tr√§umen, Schlaflosigkeit; Kopfschmerzen, Schwindel, Schl√§frigkeit; Husten, gereizte oder laufende Nase (nasale Symptome); √úbelkeit, Durchfall, Magenschmerzen, Erbrechen, Bl√§hungen (Flatulenz); Haarausfall, Ausschlag; Muskelbeschwerden (Schmerzen, Steifigkeit); M√ľdigkeit, Fieber.

Blutuntersuchungen können ausserdem anzeigen: Anstieg der Leberenzymwerte (ALT).

Gelegentlich (kann bei bis zu 1 von 100 Patienten auftreten): Alptr√§ume, Depression, Angst, Reizbarkeit, Verwirrtheit, Gedanken an Selbstt√∂tung; Konzentrationsschwierigkeiten, Ged√§chtnisprobleme, Kribbeln an H√§nden und F√ľssen, steife Muskeln, schlechter Schlaf; Bluthochdruck; Verstopfung, Magenbeschwerden, aufgedunsener oder aufgebl√§hter Bauch (abdominale Distension), Verdauungsbeschwerden, weicher Stuhl, Magenkr√§mpfe, h√§ufiger Stuhlgang, Bauchspeicheldr√ľsenentz√ľndung (Pankreatitis), die zu Magenschmerzen und Erbrechen f√ľhren kann; Juckreiz; Gelenkschmerzen, Zerfall von Muskelgewebe, Muskelschw√§che; Schw√§chegef√ľhl, allgemeines Unwohlsein.

Blutuntersuchungen können ausserdem anzeigen: verminderte Anzahl weisser Blutzellen (Neutropenie); verminderte Anzahl roter Blutzellen (Anämie); verminderte Anzahl Blutplättchen (Sie könnten zu Blutungen neigen), Abnahme des Phosphatspiegels, Abnahme des Kaliumspiegels, Anstieg des Kreatininspiegels, Anstieg der Leberenzymwerte (AST), Anstieg des Lipasespiegels, Anstieg des Amylasespiegels, Abnahme der Hämoglobinwerte.

Muskelschmerzen, Muskelschwäche und Abnahme der Kalium- oder Phosphatspiegel im Blut können als Folge einer Schädigung bestimmter Nierenzellen (Tubuluszellen) auftreten.

Selten (kann bei bis zu 1 von 1'000 Patienten auftreten): Aggression, Halluzinationen, Schwierigkeiten bei der Anpassung an Ver√§nderungen, Stimmungs√§nderungen, Schlafwandeln; Atembeschwerden, vergr√∂sserte Mandeln; Gef√ľhl eines unvollst√§ndigen Stuhlgangs; vergr√∂sserte Leber oder Fettleber, Gelbf√§rbung von Haut oder Augen, Bauchschmerzen durch eine Leberentz√ľndung; allergische Hautentz√ľndung, R√∂tungen an Wangen, Nase, Kinn oder Stirn, kleine erh√∂hte Knoten oder Pickel im Gesicht, Schwellungen von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen; Muskelschw√§che, Knochenschw√§che (mit Knochenschmerzen und manchmal Br√ľchen als Folge); Sch√§digung der Nieren, Nierensteine, Nierenversagen, Sch√§digung bestimmter Nierenzellen (Tubuluszellen), Nierenerkrankung, Ausscheiden von grossen Urinmengen und Durstgef√ľhl; Schmerzen im Brustkorb, K√§ltegef√ľhl, Schmerz, Durst.

Blutuntersuchungen können ausserdem anzeigen: Abnahme des Magnesiumspiegels, Anhäufung von Milchsäure im Blut (Laktatazidose), Anstieg des Kreatinphosphokinasespiegels.

Sehr selten (kann bei bis zu 1 von 10'000 Patienten auftreten): Blutuntersuchungen können ausserdem anzeigen: Unvermögen des Knochenmarks neue rote Blutzellen zu bilden (Erythroblastopenie).

Fragen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin oder Ihren Apotheker bzw. Ihre Apothekerin f√ľr weitere Informationen. Beide verf√ľgen √ľber eine umfassendere Auflistung der Nebenwirkungen. Informieren Sie sofort Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin oder Ihren Apotheker bzw. Ihre Apothekerin, wenn Sie die beschriebenen oder sonstige ungew√∂hnliche Symptome bemerken.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Beh√§lter mit ¬ęEXP¬Ľ bezeichneten Datum verwendet werden.

Delstrigo nicht √ľber 30¬†¬įC lagern.

Das Arzneimittel ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Weitere Ausk√ľnfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin, der bzw. die √ľber die ausf√ľhrlichere Fachinformation verf√ľgt.

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Weitere Informationen

Was ist in Delstrigo enthalten?

Delstrigo ist als gelbe, ovale Filmtablette erh√§ltlich, auf einer Seite mit dem Firmenlogo und der Zahl ¬ę776¬Ľ gepr√§gt und auf der anderen Seite ungepr√§gt.

Jede Delstrigo-Tablette enthält 100 mg Doravirin, 300 mg Lamivudin und 245 mg Tenofovirdisoproxil (entsprechend 300 mg Tenofovirdisoproxilfumarat).

Dar√ľber hinaus enth√§lt Delstrigo folgende Hilfsstoffe: hochdisperses Siliciumdioxid E551, Croscarmellose-Natrium E468, Hypromelloseacetatsuccinat, Magnesiumstearat E470b, mikrokristalline Cellulose E460 und Natriumstearylfumarat. Die Tabletten sind mit einem Film √ľberzogen, der folgende Hilfsstoffe enth√§lt: Hypromellose E464, Eisenoxid gelb E172, Laktosemonohydrat, Titandioxid E171, Triacetin E1518 und Carnaubawachs E903.

Zulassungsnummer

67066 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Delstrigo? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken gegen ärztliche Verschreibung, die nur zum einmaligen Bezug berechtigt.

Delstrigo ist in Flaschen zu 30 Tabletten erhältlich.

Zulassungsinhaberin

MSD MERCK SHARP & DOHME AG, Luzern.

Diese Packungsbeilage wurde im August 2019 letztmals durch die Arzneimittelbeh√∂rde (Swissmedic) gepr√ľft.

S-CCPPI-MK1439A-T-062019/MK1439A-CHE-2019-021456

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Wirkstoff(e) Doravirin Lamivudin
Zulassungsland Schweiz
Hersteller MSD Merck Sharp & Dohme AG
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden