Tramadol-Mepha retard Tabletten

Abbildung Tramadol-Mepha retard Tabletten
Wirkstoff(e) Tramadol
Zulassungsland Schweiz
Hersteller Mepha Pharma AG
Suchtgift Nein
ATC Code N02AX02
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Opioide

Kurzinformationen

Zulassungsinhaber

Mepha Pharma AG

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Tramadol-Mepha retard ist ein Schmerzmittel, das zur Behandlung von mässigen bis starken Schmerzen eingesetzt wird.

Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Falls einer der hier aufgelisteten Punkte auf Sie zutrifft, d√ľrfen Sie dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

Wie wird es angewendet?

Erwachsene und Jugendliche √ľber 12 Jahren nehmen als Einzeldosis 1-2 Retardtabletten Tramadol-Mepha retard 50 morgens und abends.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Sehr häufige und häufige Nebenwirkungen:

Weiter unten finden Sie eine Liste mit allen Nebenwirkungen.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Tramadol-Mepha retard ist bei Raumtemperatur (15-25¬įC) und ausserhalb der Reichweite von Kindern aufzubewahren.

Die Kurzinformation

Alle f√ľr die Kurzinformation herangezogenen Informationen stammen von der Gebrauchsinformation des jeweiligen Medikaments. Kurzinformationen sollen Ihnen dabei helfen einen schnellen √úberblick √ľber ein Medikament zu gewinnen. Diese Informationen sind aus Gr√ľnden der Lesbarkeit bewusst verk√ľrzt und beinhalten nicht alle Anwendungsgebiete, Gegenanzeigen und Nebenwirkungen. Bitte lesen Sie die gesamte Gebrauchsinformation - speziell bei Fragen zu Gegenanzeigen, Dosierungen und Nebenwirkungen.
Markus Falkenstätter, BSc

Markus Falkenstätter, BSc
Autor

Markus Falkenstätter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der Universität Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer
Lektor

Stefanie Lehenauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der Universität Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Tramadol-Mepha retard ist ein Schmerzmittel, das zur Behandlung von m√§ssigen bis starken Schmerzen eingesetzt wird. Es darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der √Ąrztin bei anhaltenden Schmerzzust√§nden (z.B. erhebliche Nervenschmerzen, Tumorschmerzen) verwendet werden.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Tramadol-Mepha retard ist ein stark wirksames Schmerzmittel, das bei l√§ngerem Gebrauch zu Gew√∂hnung und Abh√§ngigkeit f√ľhren kann. Befolgen Sie daher bitte genau die von Ihrem Arzt bzw. von Ihrer √Ąrztin vorgeschriebene Dosierung und Behandlungsdauer und geben Sie das Arzneimittel nicht an andere Personen weiter.

Wann darf Tramadol-Mepha retard nicht angewendet werden?

  • Wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen den Wirkstoff Tramadol oder einen der sonstigen Bestandteile von Tramadol-Mepha retard sind
  • bei einer akuten Vergiftung durch Alkohol, Schlafmittel, Schmerzmittel oder andere Psychopharmaka (Arzneimittel mit Wirkungen auf Stimmungslage und Gef√ľhlsleben)
  • wenn Sie gleichzeitig MAO-Hemmstoffe (bestimmte Arzneimittel, die gegen Depression und gegen die Parkinson-Erkrankung wirken) einnehmen oder innerhalb der letzten 14 Tage vor der Behandlung mit Tramadol-Mepha retard eingenommen haben (siehe Rubrik ¬ęWann ist bei Einnahme von Tramadol-Mepha retard Vorsicht geboten?¬Ľ)
  • wenn Sie an Epilepsie leiden, und diese durch Behandlung nicht ausreichend kontrolliert werden kann
    als Ersatzmittel beim Drogenentzug bei Opioid-Abhängigkeit, da es die Entzugserscheinungen nicht verhindert
  • bei Kindern unter 12 Jahren aufgrund der Dosisst√§rke.

Wann ist bei der Einnahme von Tramadol-Mepha retard Vorsicht geboten?

  • Wenn Sie eine Abh√§ngigkeit von anderen Schmerzmitteln (Opioiden) f√ľr m√∂glich halten
  • wenn Sie an einer Bewusstseinsst√∂rung leiden (wenn Sie sich einer Ohnmacht nahe f√ľhlen)
  • bei einem Schockzustand (kalter Schweiss kann ein Anzeichen daf√ľr sein)
  • wenn Sie an Zust√§nden mit erh√∂htem Hirndruck (eventuell nach Kopfverletzungen oder Erkrankungen des Gehirns) leiden
  • wenn Sie Schwierigkeiten beim Atmen haben
  • wenn Sie zu Epilepsie oder zu Krampfanf√§llen neigen
  • wenn Sie ein Leber- oder Nierenleiden haben

Sprechen Sie in diesen F√§llen vor Beginn der Einnahme mit Ihrem Arzt bzw. mit Ihrer √Ąrztin.

Patienten oder Patientinnen, die auf stark wirksame Schmerzmittel vom Typ der sogenannten Opioide empfindlich reagieren (z.B. mit epileptischen Anfällen), sollen Tramadol-Mepha nur mit Vorsicht anwenden.

Es sind epileptische Anf√§lle bei Patienten oder Patientinnen beschrieben worden, die Tramadol in der empfohlenen Dosis eingenommen haben. Das Risiko kann sich erh√∂hen, wenn die empfohlene maximale Tagesdosis von 400 mg Tramadol √ľberschritten wird.

Bitte beachten Sie, dass Tramadol-Mepha retard zu einer seelischen und k√∂rperlichen Abh√§ngigkeit f√ľhren kann. Bei l√§ngerem Gebrauch kann die Wirkung von Tramadol-Mepha retard nachlassen, sodass h√∂here Arzneimengen eingenommen werden m√ľssen (Toleranz-Entwicklung). Bei Patienten oder Patientinnen, die zu Missbrauch oder Abh√§ngigkeit von Arzneimitteln neigen, ist daher eine Behandlung mit Tramadol-Mepha retard nur f√ľr kurze Dauer und unter strengster √§rztlicher Kontrolle durchzuf√ľhren.

Bitte teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin auch mit, wenn eines dieser Probleme w√§hrend der Einnahme von Tramadol-Mepha retard auftritt oder wenn diese fr√ľher einmal bei Ihnen zutrafen.

Einnahme von Tramadol-Mepha retard mit anderen Arzneimitteln

Tramadol-Mepha retard darf nicht zusammen mit MAO-Hemmstoffen (bestimmten Arzneimitteln zur Behandlung von Depressionen und der Parkinson-Erkrankung) eingenommen werden (siehe Rubrik ¬ęWann darf Tramadol-Mepha retard nicht eingenommen werden?¬Ľ).

Die schmerzlindernde Wirkung von Tramadol-Mepha retard kann vermindert und die Wirkungsdauer verk√ľrzt werden, wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die einen der folgenden Wirkstoffe enthalten:

  • Carbamazepin (gegen epileptische Krampfanf√§lle)
  • Ondansetron (gegen √úbelkeit)

Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin wird Ihnen sagen, ob und gegebenenfalls in welcher Dosierung Sie Tramadol-Mepha retard in diesem Fall einnehmen d√ľrfen.

Das Risiko von Nebenwirkungen erhöht sich

  • wenn Sie Tramadol-Mepha retard und gleichzeitig Alkohol oder Arzneimittel anwenden, die ebenfalls d√§mpfend auf die Gehirnfunktion wirken. Sie k√∂nnten sich benommen oder einer Ohnmacht nahe f√ľhlen. Falls dies passiert, informieren Sie bitte Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin. Diese anderen Arzneimittel umfassen Beruhigungsmittel, Schlafmittel und bestimmte Schmerzmittel wie Morphin und Codein (auch als Hustenmittel).
  • wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die Kr√§mpfe (Anf√§lle) ausl√∂sen k√∂nnen, wie z.B. bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen oder psychische Erkrankungen. Das Risiko f√ľr Krampfanf√§lle kann ansteigen, wenn Sie gleichzeitig Tramadol-Mepha retard einnehmen. Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin wird Ihnen mitteilen, ob Tramadol-Mepha retard f√ľr Sie geeignet ist.
  • wenn Sie bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen einnehmen (wie z.B. Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer, Serotonin-Noradrenalin--Wiederaufnahme-Hemmer) oder stark wirksame Beruhigungsmittel. Die Wirkungen von diesen Arzneimitteln und Tramadol-Mepha retard k√∂nnen sich gegenseitig beeinflussen, und bei Ihnen k√∂nnen Symptome auftreten wie unwillk√ľrliches, rhythmisches Muskelzucken, einschliesslich Augenzucken (Zucken der Muskeln, die die Augenbewegung steuern), Unruhe, √ľberm√§ssiges Schwitzen, unwillk√ľrliches Zittern, gesteigerte Reflexe, erh√∂hte Muskelanspannung, K√∂rpertemperatur √ľber 38¬įC (sogenanntes ¬ęSerotonin-Syndrom¬Ľ).
  • wenn Sie bestimmte Blutverd√ľnnungsmittel (Arzneimittel, die eine normale Blutgerinnung verhindern), z.B. Marcoumar, gleichzeitig mit Tramadol-Mepha retard einnehmen. Die blutgerinnungshemmende Wirkung dieser Arzneimittel kann beeinflusst werden und es kann zu Blutungen kommen.

Schlafbezogene Atmungsstörungen

Tramadol-Mepha retard enthält einen Wirkstoff, der zur Gruppe der Opioide gehört. Opioide können schlafbezogene Atmungsstörungen wie zum Beispiel zentrale Schlafapnoe (flache Atmung beziehungsweise Aussetzung der Atmung im Schlaf) und schlafbezogene Hypoxämie (niedriger Sauerstoffgehalt im Blut) verursachen.

Das Risiko des Auftretens einer zentralen Schlafapnoe h√§ngt von der Opioid Dosis ab. Wenn bei Ihnen eine zentrale Schlafapnoe auftritt, zieht Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin m√∂glicherweise die Reduzierung Ihrer Opioid-Gesamtdosis in Betracht.
Einnahme von Tramadol-Mepha retard zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Trinken Sie während der Behandlung mit Tramadol-Mepha retard keinen Alkohol, da seine Wirkung verstärkt und die Wirkung des Arzneimittels in unvorhersehbarer Weise beeinflusst werden kann. Nahrungsmittel beeinflussen die Wirkung von Tramadol-Mepha retard nicht.

Folgende Auswirkungen können auftreten, wenn die Behandlung mit Tramadol-Mepha retard abgebrochen wird

Wenn Sie die Behandlung mit Tramadol-Mepha retard unterbrechen oder vorzeitig beenden, f√ľhrt dies wahrscheinlich zu einem erneuten Auftreten der Schmerzen. M√∂chten Sie die Behandlung wegen unangenehmer Begleiterscheinungen abbrechen, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder an Ihre √Ąrztin.

Im Allgemeinen wird ein Abbruch der Behandlung mit Tramadol-Mepha retard keine Nachwirkungen haben. Bei einigen wenigen Patienten oder Patientinnen, die Tramadol-Mepha retard √ľber einen sehr langen Zeitraum eingenommen haben, kann es jedoch zu Nachwirkungen kommen. Sie k√∂nnten sich unruhig, √§ngstlich, nerv√∂s oder zittrig f√ľhlen. Sie k√∂nnten hyperaktiv sein, Schlafst√∂rungen oder Magen-Darm-Beschwerden haben. Sehr wenige Personen k√∂nnten Panikanf√§lle, Halluzinationen, Fehlempfindungen wie Kribbeln, Prickeln und Taubheitsgef√ľhl oder Ohrger√§usche (Tinnitus) bekommen. Weitere ungew√∂hnliche Symptome des zentralen Nervensystems, wie z.B. Verwirrung, Wahn, ver√§nderte Wahrnehmung der eigenen Person (Depersonalisation) und der Realit√§t (Derealisation) sowie Verfolgungswahn (Paranoia), sind sehr selten beobachtet worden. Wenn eine dieser Nebenwirkungen nach Abbruch der Behandlung mit Tramadol-Mepha retard bei Ihnen auftritt, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt bzw. an Ihre √Ąrztin.

Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Tramadol-Mepha retard kann unter anderem zu Schwindel, Benommenheit und Sehst√∂rungen (verschwommene Sicht) f√ľhren und damit die Reaktionsf√§higkeit, die F√§higkeit Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen und die Fahrt√ľchtigkeit beeintr√§chtigen.

Dies gilt insbesondere f√ľr die gemeinsame Anwendung mit Substanzen, welche die Psyche beeinflussen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder √§usserlich anwenden (Externa)!

Darf Tramadol-Mepha retard während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Schwangerschaft

√úber die Unbedenklichkeit von Tramadol in der Schwangerschaft liegen keine ausreichenden Beweise vor. Daher sollten Sie Tramadol-Mepha retard nicht einnehmen, wenn Sie schwanger sind oder es werden m√∂chten, es sei denn auf ausdr√ľckliche Anweisung Ihres Arztes bzw. Ihrer √Ąrztin.

Die wiederholte Einnahme von Tramadol-Mepha retard in der Schwangerschaft kann zur Gew√∂hnung des ungeborenen Kindes an Tramadol und infolgedessen nach der Geburt zu Entzugserscheinungen beim Neugeborenen f√ľhren.

Stillzeit

Tramadol wird in sehr geringen Mengen in die Muttermilch ausgeschieden. Tramadol-Mepha retard sollte deshalb von stillenden Frauen nicht eingenommen werden.

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Wie wird es angewendet?

Tramadol liegt in Tramadol-Mepha retard in der Form von Retardtabletten mit verzögerter Wirkstoff-Freisetzung vor. Dies bedeutet, dass der Wirkstoff Tramadol langsam aber stetig in den Körper gelangt, wodurch die Wirkung länger anhält. Daher brauchen Tramadol-Mepha retard Retardtabletten in der Regel nur zweimal täglich (morgens und abends) eingenommen zu werden.

Nehmen Sie Tramadol-Mepha retard immer genau nach Anweisung des Arztes bzw. der √Ąrztin ein. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre √Ąrztin, bzw. Ihren Apotheker oder Ihre Apothekerin.

Die Dosierung sollte der St√§rke Ihrer Schmerzen und Ihrer individuellen Empfindlichkeit angepasst werden. Grunds√§tzlich sollte die geringste schmerzlindernd wirkende Dosis gew√§hlt werden. Nehmen Sie nicht mehr als 8 Retardtabletten Tramadol-Mepha retard 50 oder 4 Retardtabletten Tramadol-Mepha retard 100 oder 2 Retardtabletten Tramadol-Mepha retard 200 (entsprechend 400 mg Tramadolhydrochlorid) t√§glich, es sei denn, Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin hat dies ausdr√ľcklich verordnet.

Soweit vom Arzt bzw. von der √Ąrztin nicht anders verordnet soll Tramadol-Mepha retard - unabh√§ngig von den Mahlzeiten - wie folgt eingenommen werden:

Erwachsene und Jugendliche √ľber 12 Jahren

nehmen als Einzeldosis 1-2 Retardtabletten Tramadol-Mepha retard 50, 1 Retardtablette Tramadol-Mepha retard 100 oder 1 Retardtablette Tramadol-Mepha retard 150 oder 1 Retardtablette Tramadol-Mepha retard 200 mit gen√ľgend Fl√ľssigkeit, jeweils morgens und abends, ein.

Von dieser empfohlenen Regeldosierung ausgehend, können die Dosierungsabstände auf den individuellen Bedarf eingestellt werden, wobei ein Dosierungsabstand von 6 Stunden nicht unterschritten werden darf.

Hat Ihnen der Arzt bzw. die √Ąrztin einen festen Einnahmezeitplan vorgegeben, befolgen Sie diesen bitte genau.

Kinder unter 12 Jahren

Tramadol-Mepha retard ist nicht f√ľr die Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren bestimmt.

√Ąltere Patienten

Bei √§lteren Patienten oder Patientinnen (√ľber 75 Jahre) kann es zu einer Verz√∂gerung der Ausscheidung von Tramadol kommen. Falls dies bei Ihnen zutrifft, kann Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin Ihnen eine Verl√§ngerung der Abst√§nde zwischen den Anwendungen empfehlen.

Patienten mit Leber- oder Nierenfunktionsschwäche (Insuffizienz)/Dialyse-Patienten

Wenn Sie eine Leber- und/oder Nierenfunktionsschw√§che haben, kann Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin Ihnen eine Verl√§ngerung der Abst√§nde zwischen den Einnahmen empfehlen.

Dauer der Einnahme

Tramadol-Mepha retard sollte nicht l√§nger als notwendig eingenommen werden. Wenn eine l√§nger dauernde Schmerzbehandlung erforderlich erscheint, wird Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin gegebenenfalls in kurzen Abst√§nden √ľberpr√ľfen (etwa durch das Einlegen von Behandlungspausen), ob und inwieweit die Einnahme von Tramadol-Mepha retard weiterhin erforderlich ist.

Wenn Sie eine grössere Menge von Tramadol-Mepha retard eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie versehentlich eine zusätzliche Dosis von Tramadol-Mepha retard einnehmen, hat dies im Regelfall keine negativen Auswirkungen. Die nächste Dosis Tramadol-Mepha retard sollten Sie wie verschrieben einnehmen.

Nach Einnahme erheblich zu hoher Dosen kann es zu engen Pupillen, Erbrechen, Blutdruckabfall, beschleunigtem Herzschlag, Kreislaufkollaps, Bewusstseinsst√∂rungen bis hin zum Koma (tiefe Bewusstlosigkeit), epileptiformen Krampfanf√§llen und Verminderung der Atmung bis hin zum Atemstillstand kommen. Rufen Sie bei Auftreten dieser Zeichen unverz√ľglich einen Arzt zu Hilfe!

Wenn Sie die Einnahme von Tramadol-Mepha retard vergessen haben

Wenn Sie die Einnahme von Tramadol-Mepha retard vergessen haben, k√∂nnen Ihre Schmerzen erneut auftreten. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, um die vergessene Dosis nachzuholen, sondern f√ľhren Sie die Einnahme wie vorher fort.

√Ąndern Sie nicht von sich aus die vorgeschriebene Dosierung oder die Therapiedauer. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bzw. Ihrer √Ąrztin oder Apothekerin.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Sehr häufig:

√úbelkeit und Schwindel.

Häufig:

Benommenheit, Kopfschmerzen, Erbrechen, Verstopfung, Mundtrockenheit und Schwitzen sowie Erschöpfung.

Gelegentlich:

Beeinflussung des Kreislaufs (Herzklopfen, Herzjagen, Schwächeanfälle bis hin zum Kreislaufzusammenbruch mit Ohnmacht (Kollaps)).

Diese unerw√ľnschten Wirkungen k√∂nnen insbesondere bei aufrechter K√∂rperhaltung und bei Patienten oder Patientinnen auftreten, die k√∂rperlich belastet sind.

Ferner kann es gelegentlich zu Brechreiz, Magenbeschwerden (z.B. Magendruck, V√∂llegef√ľhl, Durchfall), und Hauterscheinungen (z.B. Juckreiz, Hautausschlag, rasch auftretende Hautr√∂tung) kommen.

Selten:

Verlangsamung der Herzfrequenz (Bradykardie), Blutdruckanstieg, Muskelschw√§che, unwillk√ľrliche Muskelzuckungen, Koordinationsst√∂rungen, Appetitver√§nderungen und St√∂rungen beim Wasserlassen, Fehlempfindungen auf der Haut (wie z.B. Kribbeln, Prickeln, Taubheitsgef√ľhl) Zittern, Sprachst√∂rungen, Pupillenerweiterung, Pupillenverengung und verschwommenes Sehen. Bei √úberschreitung der empfohlenen Dosierung und bei gleichzeitiger Anwendung von anderen Arzneimitteln, die eine d√§mpfende Wirkung auf bestimmte Gehirnfunktionen haben (z.B. Beruhigungs- und Schlafmittel, Psychopharmaka), kann eine Verminderung der Atmung auftreten. Krampfanf√§lle traten √ľberwiegend nach Anwendung hoher Tramadol-Dosierungen auf oder nach gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, welche selbst krampfausl√∂send wirken k√∂nnen (z.B. Antidepressiva) oder die Krampfschwelle erniedrigen.

Ebenfalls selten sind:

psychische Nebenwirkungen wie Halluzinationen, Verwirrtheit, Delirium, √Ąngstlichkeit, Schlafst√∂rungen und Albtr√§ume.

Psychische Beschwerden können hinsichtlich Stärke und Art individuell (je nach Persönlichkeit und Behandlungsdauer) unterschiedlich sein. Darunter sind Stimmungsveränderungen (meist gehobene Stimmung, gelegentlich gereizte Stimmung), Veränderungen der Aktivität (meist Dämpfung, gelegentlich Steigerung) und Veränderungen des Entscheidungsverhaltens oder Wahrnehmungsstörungen.

Eine Abh√§ngigkeit kann sich einstellen. Nach Absetzen der Medikation, k√∂nnen Entzugsreaktionen auftreten, vgl. auch Kapitel ¬ęWann ist bei der Einnahme von Tramadol-Mepha retard Vorsicht geboten?¬Ľ

√úber eine Verschlimmerung von Asthma wurde berichtet.

Allergische Reaktionen z.B: Hautauschl√§gen, Atemnot, pfeifende Atemger√§usche, Haut- und Schleimhautschwellungen (angioneurotisches √Ėdem) und Schockreaktionen sind in sehr seltenen F√§llen aufgetreten. Sie sollten unverz√ľglich einen Arzt konsultieren, wenn Sie Symptome wie Schwellung von Gesicht, Zunge und/oder Rachen und/oder Schwierigkeiten beim Schlucken oder Hautausschlag mit gleichzeitigen Atembeschwerden haben.

Sehr selten wurden Erhöhungen der im Labor bestimmten sog. Leberenzymwerte beobachtet, die auf Leberprobleme hinweisen können.

Unbekannte Häufigkeit:

Senkung des Blutzuckerspiegels.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin informieren.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Tramadol-Mepha retard enth√§lt Milchzucker (Lactose). Wenn Sie an einer der seltenen Erberkrankungen, wie der Galactose-Intoleranz, einer Lactose-Unvertr√§glichkeit oder einer Gluctose-Galactose-Malabsorption leiden, dann fragen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin um Rat.

Tramadol-Mepha retard ist bei Raumtemperatur (15-25¬įC) und ausserhalb der Reichweite von Kindern aufzubewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Beh√§lter mit ¬ęEXP¬Ľ bezeichneten Datum verwendet werden.

Sollten Sie Packungen besitzen, deren Haltbarkeit abgelaufen ist, so bringen Sie diese bitte in Ihre Apotheke zur Vernichtung zur√ľck.

Weitere Ausk√ľnfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin. Diese Personen verf√ľgen √ľber die ausf√ľhrliche Fachinformation.

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Weitere Informationen

Was ist in Tramadol-Mepha retard enthalten?

Wirkstoffe

Tramadol-Mepha retard Retardtabletten enthalten den Wirkstoff Tramadolhydrochlorid.

Tramadol-Mepha retard 50: 50 mg Tramadolhydrochlorid.

Tramadol-Mepha retard 100: 100 mg Tramadolhydrochlorid.

Tramadol-Mepha retard 150: 150 mg Tramadolhydrochlorid.

Tramadol-Mepha retard 200: 200 mg Tramadolhydrochlorid.

Hilfsstoffe

Mikrokristalline Cellulose (E460), Hypromellose, hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat, Lactose-Monohydrat, Macrogol 6000, Propylenglycol, Talkum, Titandioxid (E171), Eisenoxidgelb (E172, f√ľr 50 mg Retardtabletten), Eisenoxidrot (E172, f√ľr 150 mg und 200 mg Retardtabletten), Eisenoxidbraun (E172, f√ľr 200 mg Retardtabletten), Chinolingelb (E104, f√ľr 150 mg und 200 mg Retardtabletten).

Zulassungsnummer

57774 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Tramadol-Mepha retard? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken gegen ärztliche Verschreibung, die nur zum einmaligen Bezug berechtigt.

Tramadol-Mepha retard 50: Packungen zu 10, 30 und 50.

Tramadol-Mepha retard 100: Packungen zu 10, 30 und 50.

Tramadol-Mepha retard 150: Packungen zu 10, 30 und 50.

Tramadol-Mepha retard 200: Packungen zu 10, 30 und 50.

Zulassungsinhaberin

Mepha Pharma AG, Basel.

Diese Packungsbeilage wurde im Februar 2022 letztmals durch die Arzneimittelbeh√∂rde (Swissmedic) gepr√ľft.

Interne Versionsnummer: 6.1

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Wirkstoff(e) Tramadol
Zulassungsland Schweiz
Hersteller Mepha Pharma AG
Suchtgift Nein
ATC Code N02AX02
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden