Wirkstoff(e) Doxycyclin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Dopharma Research B.V.
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 02.01.2014

Zulassungsinhaber

Dopharma Research B.V.

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Doxy plus STADA 100mg/75mg Hartkapseln, retardiert Doxycyclin Ambroxol STADAPHARM
Doxx-Sol 500 mg/g Doxycyclin Huvepharma NV
Doxy-N-forte-Tablinen Doxycyclin Winthrop Arzneimittel GmbH
Doxy comp.-CT 100mg/75mg Retardkapseln Doxycyclin Ambroxol CT Arzneimittel GmbH
Amdox-Puren Doxycyclin Ambroxol Actavis Deutschland GmbH & Co. KG

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Bezeichnung des Tierarzneimittels

Doxylin 100%, Pulver zum Eingeben √ľber das Trinkwasser/die Milch f√ľr K√§lber und Schweine.

Doxycyclinhyclat.

Anwendungsgebiet(e)

Nicht-ruminierende Kälber:

- zur Behandlung von Bronchopneumonie und Pleuropneumonie, hervorgerufen durch Pas- teurella spp., Streptococcus spp., Arcanobacterium pyogenes, Haemophilus somnus und

Mycoplasma spp.

Schweine:

- zur Behandlung der Atrophischen Rhinitis, hervorgerufen durch Pasteurella multocida und

Bordetella bronchiseptica;

  • zur Behandlung von Bronchopneumonie, hervorgerufen durch Pasteurella multocida, Strep- tococcus suis und Mycoplasma hyorhinis;
  • zur Behandlung von Pleuropneumonie hervorgerufen durch Actinobacillus pleuropneumo- niae.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Gegenanzeigen

Nicht anwenden bei Tieren mit bekannter √úberempfindlichkeit gegen√ľber Tetracyclinen. Nicht anwenden bei Tieren mit schwerer Leber- oder Niereninsuffizienz.

Besondere Vorsichtsma√ünahmen f√ľr die Entsorgung von nicht verwendetem Arzneimittel oder von Abfallmaterialien, sofern erforderlich

Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzuge- ben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausm√ľll ist sicherzustellen, dass kein missbr√§uch- licher Zugriff auf diese Abf√§lle erfolgen kann. Tierarzneimittel d√ľrfen nicht mit dem Abwasser bzw. √ľber die Kanalisation entsorgt werden.

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Wie wird es angewendet?

Dosierung f√ľr jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung

Kälber: 10 mg Doxycyclinhyclat je kg Körpergewicht pro Tag, aufgeteilt auf 2 Verabreichungen,

an 3-5 aufeinanderfolgenden Tagen.

Schweine: 10 mg Doxycyclinhyclat je kg Körpergewicht pro Tag, an 3-5 aufeinanderfolgenden Tagen.

Art der Anwendung:

Kälber: Zum Eingeben, gelöst in Milch/Milchaustauscher.

Schweine: Zum Eingeben, gelöst in Trinkwasser.

Hinweise f√ľr die richtige Anwendung

Zur Verabreichung im Trinkwasser ist die genaue tägliche Tierarzneimittelmenge auf der Grundlage der Dosisempfehlung und der Anzahl und des Gewichts der zu behandelnden Tiere nach der folgenden Formel zu berechnen:

mg Tierarzneimit- X durchschnittliches Körperge-
tel/kg   wicht (kg) der zu behandeln-
Körpergewicht/ Tag   den Tiere

durchschnittliche tägliche Wasseraufnahme (Liter) pro Tier

= .... mg Tierarznei- mittel pro Liter Trink- wasser

Zur Sicherstellung einer korrekten Dosierung sollte das Körpergewicht der Tiere so genau wie möglich bestimmt werden.

Die Aufnahme von medikiertem Trinkwasser hängt vom klinischen Zustand der Tiere ab. Zum Erhalt der korrekten Dosierung muss die Konzentration im Trinkwasser gegebenenfalls angepasst werden.

Bei Gebrauch von Teilmengen des Beutelinhalts wird die Verwendung entsprechend kalib- rierter Waagen empfohlen.

Dem Trinkwasser ist die Tagesmenge Doxycyclin so zuzugeben, dass das Tierarzneimittel innerhalb von 24 Stunden vollst√§ndig aufgenommen wird. Medikiertes Trinkwasser ist alle 12 Stunden neu anzusetzen. Es wird empfohlen, eine konzentrierte Vorl√∂sung herzustellen ‚Äď

maximal 400 Gramm Pr√§parat je 10 Liter Trinkwasser- und diese dann bei Bedarf zur Errei- chung therapeutischer Konzentrationen zu verd√ľnnen. Alternativ kann die konzentrierte L√∂- sung √ľber ein geeignetes Dosierger√§t zur Trinkwassermedikation verwendet werden.

Die Löslichkeit des Tierarzneimittels ist pH-abhängig, und in Gegenden mit hartem alkali- schem Wasser kann es im Trinkwasser zur Bildung von Komplexen kommen.

Das Tierarzneimittel sollte nicht in Wasser mit hohem H√§rtegrad √ľber 16¬įd und einem pH- Wert √ľber 8 verwendet werden.

Das medikierte Trinkwasser nicht in Behältern aus Metall aufbewahren. Medikierte Milch/Milchaustauscher innerhalb von 6 Stunden verwenden.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei K√§lbern kann es nach Gabe einer Einzeldosis oder mehrerer Dosen zu einer akuten, gelegentlich t√∂dlichen Herzmuskeldegeneration kommen. Da diese meist auf eine √úberdo- sierung zur√ľckzuf√ľhren ist, muss die Dosis unbedingt genau abgemessen werden. Tetracycline k√∂nnen in seltenen F√§llen (mehr als 1 aber weniger als 10 von 10.000 behan- delten Tieren) Lichtempfindlichkeit und allergische Reaktionen ausl√∂sen. Wenn das Auftreten unerw√ľnschter Reaktionen vermutet wird, sollte die Behandlung abgesetzt werden.

Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgef√ľhrt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte Ihrem Tierarzt oder Apotheker mit.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel unzug√§nglich f√ľr Kinder aufbewahren.

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Weitere Informationen

Besondere Warnhinweise f√ľr jede Zieltierart:
Aufgrund einer Erkrankung kann die Aufnahme des Tierarzneimittels bei den Tieren verändert sein. Bei unzureichender Trinkwasseraufnahme oder medikiertem Milchaustauscher sollten die Tiere parenteral behandelt werden.

Die medikierte Milch muss jedem Kalb einzeln verabreicht werden. Au√üerdem ist zu ber√ľcksichtigen, dass sich das Doxycyclin im Milchaustauscher absetzt. Um dies zu verhindern, sollte w√§hrend des Abf√ľllens der Mischer eingeschaltet bleiben.

Besondere Vorsichtsma√ünahmen f√ľr die Anwendung bei Tieren:
Aufgrund zu erwartender Schwankungen (zeitlich, regional) der Empfindlichkeit von Bakterien gegen√ľber Doxycyclin, wird dringend empfohlen, Proben von erkrankten Tieren in dem betroffenen landwirtschaftlichen Betrieb zu nehmen und ein Antibiogramm zu erstellen. Ist dies nicht m√∂glich, sollte die Therapie auf regionalen (√∂rtlich, auf Bestandsebene) epidemiologischen Informationen √ľber die Empfindlichkeit der urs√§chlichen Erreger beruhen, wobei offizielle, nationale Empfehlungen zum Einsatz von Antibitioka zu beachten sind. Eine unsachgem√§√üe Anwendung des Tierarzneimittels kann die Pr√§valenz Doxycyclin- resistenter Bakterien erh√∂hen und die Wirksamkeit einer Behandlung mit anderen Tetracyclinen infolge einer m√∂glichen Kreuzresistenz beeintr√§chtigen. Die Verwendung von rostigen Tr√§nkeutensilien ist zu vermeiden.

Bei Atemwegserregern von Schweinen (A. pleuropneumoniae, S. suis) und Kälbern (Pasteurella spp.) wurden aus einigen EU-Ländern Resistenz gegen Tetracycline gemeldet.

Da eine Elimination der Zielerreger nicht erreicht werden kann, sollte die Behandlung mit guten Tierhaltungsbedingungen kombiniert werden wie z. B. guter Hygiene, ausreichender Bel√ľftung und keiner √úberbelegung.

Besondere Vorsichtsma√ünahmen f√ľr den Anwender:
Personen mit bekannter √úberempfindlichkeit gegen√ľber Tetracyclinen sollten das Tierarz- neimittel bzw. die medikierte L√∂sung vorsichtig handhaben.

Zur Verhinderung einer Sensibilisierung und eines Kontaktekzems während der Herstellung und Verabreichung des medikierten Trinkwassers sind Haut- und Augenkontakt mit dem Tierarzneimittel und das Einatmen von Staubpartikeln zu vermeiden. Bei der Anwendung des Tierarzneimittels undurchlässige Handschuhe (z. B. aus Gummi oder Latex) und eine ange- messene Staubschutzmaske (z. B. Einweg-Halbmaske nach der europäischen Norm EN149) tragen.

Bei Augen- oder Hautkontakt den betroffenen Bereich sofort mit reichlich klarem Wasser absp√ľlen und bei Auftreten einer Reizung einen Arzt hinzuziehen. H√§nde und kontaminierte Haut sofort nach Handhabung des Tierarzneimittels waschen. Wenn sich bei Ihnen nach Kontakt mit dem Tierarzneimittel Symptome wie beispielsweise Hautausschlag einstellen, ziehen Sie unverz√ľglich einen Arzt zu Rate und zeigen Sie dem Arzt diesen Warnhinweis. Schwellungen des Gesichtes, der Lippen oder Augenlider oder Atemschwierigkeiten sind schwerwiegendere Symptome, die eine sofortige medizinische Behandlung erfordern. Beim Umgang mit dem Tierarzneimittel nicht rauchen, essen oder trinken.

Anwendung in der Trächtigkeit und Laktation:
Aufgrund der Ablagerung von Doxycyclin in jungem Knochengewebe ist die Anwendung des Tierarzneimittels während der Trächtigkeit und Laktation zu begrenzen.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen:
Nicht zusammen mit bakterizid wirkenden Antibiotika wie Penicillinen und Cephalosporinen anwenden.

Bei Vorhandensein hoher Mengen von Calcium, Eisen, Magnesium oder Aluminium im Futter kann die Resorption von Doxycyclin verringert sein. Nicht zusammen mit Antazida, Kaolin und Eisenpräparaten verabreichen. Es wird geraten, bei der Verabreichung anderer Tierarzneimittel, die polyvalente Kationen enthalten, 1-2 Stunden mit der Gabe zu warten, weil diese die Resorption von Tetracyclinen begrenzen.

Doxycyclin verstärkt die Wirkung von Gerinnungshemmern.

Überdosierung (Symptome, Notfallmaßnahmen, Gegenmittel):
Bei Kälbern kann es nach Überdosierung zu einer akuten, gelegentlich tödlichen

Herzmuskeldegeneration kommen (siehe auch den Abschnitt ‚ÄěNebenwirkungen‚Äú).

Symptomatische Behandlung sollte, falls erforderlich, eingeleitet werden.

Inkompatibilitäten:
Da keine Kompatibilit√§tsstudien durchgef√ľhrt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.

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Zuletzt aktualisiert: 06.07.2022

Quelle: Doxylin 100% - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Doxycyclin
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden