Doxy-Denk 100 mg Tabletten

Abbildung Doxy-Denk 100 mg Tabletten
Wirkstoff(e) Doxycyclin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller DENK PHARMA GmbH & Co. KG
BetÀubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 20.02.1990
ATC Code J01AA02
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Tetracycline

Zulassungsinhaber

DENK PHARMA GmbH & Co. KG

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Periosan Doxycyclin Kulzer GmbH
Oraycea 40 mg Hartkapseln mit verÀnderter Wirkstofffreisetzung Doxycyclin Galderma Laboratorium GmbH
Doxy comp. Aristo Doxycyclin Ambroxol esparma GmbH
Doxycyclin STADA 100mg Filmtabletten Doxycyclin STADAPHARM
Doxyderma 50 mg Doxycyclin Dermapharm Aktiengesellschaft

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Doxy-Denk 100 mg ist ein Arzneimittel (Antibiotikum) aus der Gruppe der Tetracycline. Doxycyclin wirkt, indem es die Vermehrung von Bakterien verhindert, die in Ihrem Körper Infektionen hervorrufen und empfindlich gegenĂŒber Doxycyclin sind.

Doxy-Denk 100 mg wird angewendet bei

  • Infektionen der Atemwege und des Hals-Nasen-Ohren-Bereiches:
  • Infektionen der Harn- und Geschlechtsorgane:
    • HarnröhrenentzĂŒndungen
    • akute EntzĂŒndung der Prostata
    • unkomplizierte Gonorrhoe (Tripper)
    • Infektionen der weiblichen Geschlechtsorgane
    • Syphilis bei Penicillin-Allergie
    • Harnwegsinfektionen
  • Infektionen des Magen-Darm-Trakts
  • Gallenwegsinfektionen
  • Infektionen der Haut, auch infizierte schwere Formen der Akne und Gesichtsrose
  • AugenbindehautentzĂŒndung und Trachom
  • durch Borrelien verursachten Erkrankungen wie Erythema chronicum migrans und Lyme-

Disease (vorwiegend durch Zeckenstich ausgelöste Infektionen)

  • seltenen Infektionen wie Brucellose, Ornithose, Bartonellose, Listeriose, Rickettsiose, Melioidose, Pest, Granuloma inguinale
  • anderen Erkrankungen:

    Erkrankungen, die mit Verdauungsstörungen einhergehen wie tropische Sprue und Morbus Whipple.

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Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

  • wenn Sie allergisch gegen Doxycyclin, andere Tetracycline oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • von Patienten mit schweren Funktionsstörungen der Leber.
  • in der Schwangerschaft und Stillzeit.
  • von Kindern unter 8 Jahren. WĂ€hrend der Zahnentwicklung (Schwangerschaft, SĂ€uglingsalter oder Kinder unter 8 Jahren) sollte Doxy-Denk 100 mg nicht eingenommen werden, weil es zu bleibenden ZahnverfĂ€rbungen (gelb-grau-braun) kommen kann oder das Zahnwachstum beeintrĂ€chtigt werden kann.
    Unter bestimmten UmstĂ€nden (z. B. schwere oder lebensbedrohliche Erkrankungen) kann der Arzt bei Kindern unter 8 Jahren beschließen, dass der Nutzen dieses Risiko ĂŒberwiegt und Doxy-Denk 100 mg verschreiben.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Doxy-Denk 100 mg einnehmen.

Bei schweren akuten Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Anaphylaxie) muss die Behandlung mit Doxy-Denk 100 mg sofort abgebrochen werden. Die entsprechenden Notfallmaßnahmen sind durch fachkundige Personen einzuleiten (siehe 4. „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“).

Selten ist ĂŒber das Auftreten von schweren Hautreaktionen mit Blasenbildung oder Hautablösung in zeitlichem Zusammenhang mit der Einnahme von Doxycyclin berichtet worden. Bei Neuauftreten von Haut- und SchleimhautverĂ€nderungen sollte daher unverzĂŒglich Ă€rztlicher Rat eingeholt und die Anwendung von Doxy-Denk 100 mg beendet werden.

WĂ€hrend oder bis 10 Wochen nach der Behandlung mit Doxy-Denk 100 mg können schwere, anhaltende, manchmal blutig-schleimige DurchfĂ€lle mit krampfartigen Bauchschmerzen auftreten. Dabei kann es sich um eine schwere, lebensbedrohliche, durch die Behandlung mit dem Antibiotikum ausgelöste SchleimhautentzĂŒndung des Darmes (Pseudomembranöse Enterokolitis) handeln, die sofort behandelt werden muss. Hier muss der Arzt eine Beendigung der Behandlung mit Doxy-Denk 100 mg in AbhĂ€ngigkeit von der zu Grunde liegenden Erkrankung in ErwĂ€gung ziehen und eine angemessene Behandlung einleiten. Arzneimittel die die Darmbewegung hemmen (z. B. der Wirkstoff Loperamid), dĂŒrfen nicht eingenommen werden.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn

  • Sie an einer Myasthenia gravis (Muskelerkrankung),
  • einem Lupus erythematodes (Schmetterlingsflechte) oder
  • einer eingeschrĂ€nkten Leber- oder Nierenfunktion leiden,  denn diese Erkrankungen könnten sich verschlimmern.
  • Sie bestimmte blutzuckersenkende oder blutgerinnungshemmende Arzneimittel einnehmen (siehe „Einnahme von Doxy-Denk 100 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln“). Es sollte eine Kontrolle der Blutzucker- bzw. der Gerinnungswerte und gegebenenfalls eine entsprechende Dosisreduktion dieser Arzneimittel erfolgen.

bei Ihnen eine Narkose geplant ist (siehe „Einnahme von Doxy-Denk 100 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln“).

Informieren Sie im Falle von notwendigen Laboruntersuchungen das Personal darĂŒber, dass Sie Doxy-Denk 100 mg einnehmen. Der Nachweis von Zucker, Eiweiß, Urobilinogen und von Katecholaminen im Harn kann durch Einnahme von Doxy-Denk 100 mg gestört werden.

Unter Sonnenbestrahlung kann es zu phototoxischen Reaktionen der belichteten Hautareale kommen, selten auch mit Beteiligung der NĂ€gel (siehe 4. „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“).

Vermeiden Sie Sonnenbaden im Freien oder in Solarien daher wÀhrend der Behandlung mit Doxy- Denk 100 mg. Bei den ersten Anzeichen von Reizerscheinungen der Haut sollten Sie die Behandlung absetzen und den Arzt aufsuchen.

Unter einer Behandlung mit Doxycyclin kann es zu einer Besiedlung der Haut oder SchleimhĂ€ute, insbesondere des Genitaltraktes und der Mund- und DarmschleimhĂ€ute mit unempfindlichen Erregern (z. B. Soorpilz) kommen (siehe 4. „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“). Auftretende Infektionen mĂŒssen behandelt werden. Informieren Sie Ihren Arzt.

Wenn die Behandlung lĂ€nger als 21 Tage dauert, wird Ihr Arzt regelmĂ€ĂŸige Blut-, Leber- und Nierenuntersuchungen veranlassen.

Bei Langzeitbehandlung ist auf einen möglichen Mangel an B-Vitaminen zu achten. Bitte halten Sie bei einer Gonokokkeninfektion (Tripper) den Termin zur Kontrolle des

Behandlungserfolges 3-4 Tage nach Behandlungsende besonders sorgfĂ€ltig ein, um einen RĂŒckfall zu vermeiden.

Einnahme von Doxy-Denk 100 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kĂŒrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Doxy-Denk 100 mg kann bei gleichzeitiger Einnahme mit einer Reihe anderer Arzneimittel wie

Schlafmittel, Mittel gegen Epilepsie, anderer Antibiotika, Antidiabetika, MigrÀnemittel

(sogenannte Sekale-Alkaloide), Methotrexat und Ciclosporin in seiner Wirkung verÀndert werden bzw. die Wirkung dieser Arzneimittel beeinflussen.

Es gibt Arzneimittel, die die Aufnahme von Doxy-Denk 100 mg verschlechtern und deshalb nicht gleichzeitig eingenommen werden sollten. Dazu gehören unter anderem bestimmte Arzneimittel gegen MagenĂŒbersĂ€uerung (Antacida), Eisen- oder Zink-haltige PrĂ€parate und bestimmte cholesterinsenkende Arzneimittel (Colestyramin, Colestipol). Doxy-Denk 100 mg sollte zumindest 2 Stunden vor diesen Arzneimitteln eingenommen werden.

Es liegen Berichte ĂŒber eine VerlĂ€ngerung der Prothrombinzeit bei Patienten vor, die gleichzeitig Gerinnungshemmer (Warfarin, Phenprocoumon) und Doxycyclin verabreicht erhielten. Sogenannte Tetracycline wie Doxy-Denk 100 mg vermindern die Prothrombin-AktivitĂ€t und verstĂ€rken so die Wirkung von Gerinnungshemmern. Bei gleichzeitiger Gabe sollte eine Dosisreduktion des Gerinnungshemmers erwogen werden.

Doxy-Denk 100 mg darf nicht gleichzeitig mit anderen Wirkstoffen, die die Niere schÀdigen können, angewendet werden.

Eine Narkose mit Methoxyfluran oder anderen möglicherweise nierenschĂ€digend wirkenden Mitteln kann wĂ€hrend der Behandlung mit Doxy-Denk 100 mg zum Nierenversagen fĂŒhren.

Kurz vor, wĂ€hrend oder nach einer Akne-Behandlung mit dem Wirkstoff Isotretinoin sollte keine Behandlung mit Doxy-Denk 100 mg durchgefĂŒhrt werden, da beide Arzneimittel in

seltenen FĂ€llen Drucksteigerungen in der SchĂ€delhöhle (Pseudotumor cerebri) bewirken können, die sich nach Beendigung der Behandlung von selbst wieder zurĂŒckbilden.

Bei gleichzeitiger Behandlung mit Digoxin oder Digoxin-Derivaten ist das Auftreten einer Digoxin Überdosierung möglich.

Die gleichzeitige Anwendung von Doxy-Denk 100 mg und Theophyllin (Asthmamittel) kann zu vermehrten Nebenwirkungen im Magen-Darm-Trakt fĂŒhren.

Einnahme von Doxy-Denk 100 mg zusammen mit Nahrungsmitteln, GetrÀnken und Alkohol

Bitte nehmen Sie Milch, Milchprodukte und FruchtsÀfte, die Calcium enthalten, nicht zusammen mit Doxy-Denk 100 mg ein. Halten Sie einen zeitlichen Abstand von 2-3 Stunden ein.

Bitte beachten Sie, dass bei regelmĂ€ĂŸiger, gewohnheitsmĂ€ĂŸiger und/oder missbrĂ€uchlicher Aufnahme von Alkohol der Abbau von Doxycyclin beschleunigt ist.

Schwangerschaft, Stillzeit und FortpflanzungsfÀhigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

WÀhrend der Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei SÀuglingen und Kindern bis 8 Jahre sollte Doxy-Denk 100 mg nicht angewendet werden, da es zu bleibenden ZahnverfÀrbungen und Zahnschmelzdefekten mit erhöhter KariesanfÀlligkeit kommen kann.

WÀhrend der Schwangerschaft besteht eine erhöhte Gefahr von LeberschÀden unter Tetracyclin- Einnahme.

VerkehrstĂŒchtigkeit und FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen

Durch die Einnahme von Doxycyclin können Nebenwirkungen auftreten, die das Nervensystem oder die SehfĂ€higkeit betreffen (siehe 4. „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“) und durch die die FĂ€higkeit Kraftfahrzeuge zu fĂŒhren oder Maschinen zu bedienen, eingeschrĂ€nkt werden kann. Fahren Sie in diesem Fall nicht Auto oder andere Fahrzeuge! Bedienen Sie keine Werkzeuge oder Maschinen! Arbeiten Sie nicht ohne sicheren Halt!

Wichtige Informationen ĂŒber bestimmte sonstige Bestandteile von Doxy-Denk 100 mg

Dieses Arzneimittel enthĂ€lt Lactose. Bitte nehmen Sie Doxy-Denk 100 mg daher erst nach RĂŒcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer UnvertrĂ€glichkeit gegenĂŒber bestimmten Zuckern leiden.

Dieses Arzneimittel enthĂ€lt Natrium. Dieses Arzneimittel enthĂ€lt weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Tablette, d.h., es ist nahezu „natriumfrei“.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Doxy-Denk 100 mg soll entweder regelmĂ€ĂŸig morgens mit dem FrĂŒhstĂŒck oder gleichzeitig zusammen mit einer anderen Mahlzeit eingenommen werden. Die Einnahme wĂ€hrend einer Mahlzeit kann die HĂ€ufigkeit von Magen-Darm-Störungen verringern.

Um Reizungen bzw. EntzĂŒndungen der Speiseröhre vorzubeugen, nehmen Sie die Tabletten stets mit reichlich FlĂŒssigkeit (keine Milch oder Milchprodukte), z. B. einem Glas Wasser, in aufrechter Haltung (im Sitzen oder im Stehen) und nicht unmittelbar vor dem Zubettgehen ein.

Etwa 10-15 Minuten nach der Einnahme nochmals reichlich FlĂŒssigkeit nachtrinken!

Dosierung und Dauer der Behandlung werden vom Arzt festgelegt und sind u. a. abhÀngig von der Schwere und dem Ort der Infektion.

Allgemeine Dosierungsempfehlungen

Kinder von 8 bis einschließlich 11 Jahren

Zur Behandlung von akuten Infektionen bei Kindern von 8 bis einschließlich 11 Jahren sollte Doxycyclin nur dann angewendet werden, wenn andere Arzneimittel nicht verfĂŒgbar oder wahrscheinlich unwirksam sind.

Unter diesen UmstÀnden betrÀgt die empfohlene Dosis:

Kinder bis 45 kg

Am ersten Tag 4,4 mg pro kg Körpergewicht (als Einzeldosis oder aufgeteilten in 2 Dosen), dann ab dem zweiten Tag 2,2 mg pro kg Körpergewicht (als Einzeldosis oder aufgeteilt in 2 Dosen). Die Behandlungsdauer hÀngt von der Art der behandelten Infektion ab.

Bei schweren Infektionen sollten wÀhrend der gesamten Behandlungszeit bis zu 4,4 mg pro kg Körpergewicht gegeben werden.

Kinder ĂŒber 45 kg

Es sollte dieselbe Dosis wie bei Erwachsenen gegeben werden: Am ersten Tag 2 Tabletten Doxy- Denk 100 mg (entsprechend 200 mg Doxycyclin), dann tÀglich 1 Tablette Doxy-Denk 100 mg (entsprechend 100 mg Doxycyclin).

Die Behandlungsdauer hÀngt von der Art der behandelten Infektion ab.

Erwachsene und Jugendliche von 12 bis einschließlich 17 Jahre mit einem Körpergewicht unter 70 kg nehmen

  • am ersten Tag 2 Tabletten Doxy-Denk 100 mg und
  • an den folgenden Tagen je 1 Tablette Doxy-Denk 100 mg ein.

Patienten mit schweren Erkrankungen und Erwachsene mit mehr als 70 kg KG nehmen tÀglich 2 Tabletten Doxy-Denk 100 mg 1) ein.

Die Behandlungsdauer hÀngt von der Art der behandelten Infektion ab.

Spezielle Dosierungsempfehlungen

InfektionDosierung (Anzahl Doxy-Denk 100 mg Tabletten bzw. mg Doxycyclin/Tag)Dauer der Behandlung
durch Tripper bedingte HarnröhrenentzĂŒndung des Mannes2 Tabletten 1) (200 mg Doxycyclin)7 Tage
durch Gonokokken bedingte NebenhodenentzĂŒndung2 Tabletten 1) (200 mg Doxycyclin)10 Tage
akute Gonokokkeninfektion der Frau2 Tabletten 1) (200 mg Doxycyclin)mindestens 7 Tage
Syphilis (primÀre und sekundÀre Form bei Penicillin-Allergie)3 Tabletten (300 mg Doxycyclin)15 Tage
Hauterkrankungen (auch Akne und Gesichtsrose)1 Tablette (100 mg Doxycyclin)7-21 Tage 2)
Infektion nach Zeckenstich (Lyme- Borreliose, Stadium I)2 Tabletten 1) (200 mg Doxycyclin)bis 3 Wochen, aber mindestens 14 Tage

1)FĂŒr diese Dosierung stehen auch Filmtabletten mit 200 mg Doxycyclin zur VerfĂŒgung.

2)Anschließend ist die tĂ€gliche Einnahme von 50 mg Doxycyclin als Erhaltungstherapie fĂŒr weitere 2- 3 Wochen möglich (hierzu stehen Darreichungsformen mit 50 mg zur VerfĂŒgung).

In AbhĂ€ngigkeit vom Behandlungsergebnis kann zur Akne-Behandlung eine Langzeitbehandlung mit niedrig dosiertem Doxycyclin (50 mg tĂ€glich) ĂŒber einen Zeitraum von bis zu 12 Wochen erfolgen.

Dosierung bei Àlteren Menschen

Es liegen keine spezifischen Dosierungsempfehlungen vor.

Dosierung bei eingeschrÀnkter Nierenfunktion

Bei Patienten mit eingeschrÀnkter Nierenfunktion ist es im Allgemeinen nicht erforderlich, die Dosis zu verringern.

Wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge von Doxy-Denk 100 mg eingenommen haben, als Sie sollten

Berichte ĂŒber VergiftungsfĂ€lle mit Doxycyclin sind bisher nicht bekannt geworden. Da bei Überdosierungen jedoch die Gefahr von Leber- und NierenschĂ€digungen sowie einer BauchspeicheldrĂŒsenentzĂŒndung besteht, sollten Sie im Verdachtsfalle einen Arzt verstĂ€ndigen.

Der Arzt wird sich bei der Behandlung der Überdosierung am Krankheitsbild orientieren.

Wenn Sie die Einnahme von Doxy-Denk 100 mg vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Wenn Sie einmal eine Einnahme vergessen haben, fahren Sie bitte am nÀchsten Tag mit der Einnahme von Doxy-Denk 100 mg in der verordneten Menge fort.

Wenn Sie die Einnahme von Doxy-Denk 100 mg abbrechen

Es ist wichtig, dass Sie Doxy-Denk 100 mg ĂŒber die gesamte vorgesehene Dauer der Behandlung einnehmen. Beenden Sie die Einnahme nicht vorzeitig, es sei denn, Ihr Arzt weist Sie dazu an – auch wenn es Ihnen schon wieder besser geht. Wenn Sie die Behandlung nicht vollstĂ€ndig zu Ende fĂŒhren, kann die Infektion erneut auftreten.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen.

Die folgenden Nebenwirkungen wurden fĂŒr Tetracycline (Gruppe von Antibiotika, zu denen auch Doxycyclin gehört) beobachtet.

Bei folgenden Erscheinungen mĂŒssen Sie sofort einen Arzt informieren:

  • Plötzliches Auftreten von schwerem Hautausschlag oder Blasenbildung oder Ablösung der Haut mit Fieber und Gelenkschmerzen (siehe 2. unter „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).
  • Schwere allergische Reaktion verbunden mit plötzlich einsetzender und zunehmender Atemnot, Schwellung im Bereich des Kopfes (Zungenschwellung, innere Kehlkopfschwellung) und Körpers, Hautausschlag, Kreislaufstörungen, Blutdruckabfall, Bewusstlosigkeit (siehe 2. unter „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).
  • Schwerer, anhaltender wĂ€ssriger oder blutiger Durchfall mit Bauchschmerzen oder Fieber (siehe 2. unter „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).
  • Jarisch-Herxheimer-Reaktion, die zu Fieber, SchĂŒttelfrost, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und Hautausschlag fĂŒhrt und ĂŒblicherweise selbstbegrenzend ist. Sie

tritt

kurz nach Beginn der Behandlung mit Doxycyclin gegen SpirochÀteninfektionen, wie z. B. Lyme-Borreliose, auf.

Mögliche Nebenwirkungen

Sehr hÀufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

PhotosensitivitÀtsreaktionen mit Rötung, Schwellung und Blasenbildung

HĂ€ufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Allergische (Überempfindlichkeits-)Reaktionen (hĂ€ufig einhergehend mit Blutdruckabfall, Schwindel, Übelkeit und möglicherweise Atemnot) einschließlich EntzĂŒndung der kleinen BlutgefĂ€ĂŸe (Henoch-Schönlein-Purpura), EntzĂŒndung des Herzbeutels (Perikarditis), allergischer, schmerzhafter Schwellung von Haut- und Schleimhaut, vor allem im Gesichtsbereich (Angioödem), Verschlechterung eines systemischen Lupus erythematodes, Asthma, Serumkrankheit, Schwellung von Knöcheln/Unterschenkeln durch Wassereinlagerung, beschleunigtem Herzschlag/Herzrasen, Nesselsucht
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit, Erbrechen, BlĂ€hungen, FettstĂŒhle
  • AusschlĂ€ge, einschließlich flecken- und knötchenartiger sowie geröteter und großschuppiger AusschlĂ€ge

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

  • Blutgerinnungsstörungen
  • Verdauungsstörungen (Sodbrennen/EntzĂŒndung der Magenschleimhaut), EntzĂŒndung der Mund und Rachenschleimhaut, Heiserkeit, schwarze Haarzunge, bleibende ZahnverfĂ€rbungen mit Schmelzdefekten bei Anwendung wĂ€hrend der Zahnbildung
  • Knochenwachstumsverzögerungen bei Anwendung wĂ€hrend der Schwangerschaft und bei Kindern unter 8 Jahren
  • Blut im Harn

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

  • BlutbildverĂ€nderungen (starke Verminderung der BlutplĂ€ttchen, Blutarmut durch Zerfall der roten Blutkörperchen, VerĂ€nderungen in der Anzahl, Form und Funktion der weißen Blutkörperchen), krankhafte Schwellung der Lymphknoten
  • Kreislaufkollaps und/oder Atemnot (anaphylaktischer Schock), schwere Überempfindlichkeitsreaktion auf die Anwendung eines Arzneimittels (DRESS- Syndrom)
  • Appetitlosigkeit
  • Unruhe, AngstzustĂ€nde
  • Hirndrucksteigerungen bei Erwachsenen (mögliche Anzeichen sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Papillenödem und Sehstörungen, wie z.B. Doppeltsehen), NervenschĂ€den, die sich als TaubheitsgefĂŒhl, Schmerzen, Kribbeln oder Brennen in den HĂ€nden oder FĂŒĂŸen Ă€ußern können, Störung bzw. Verlust der Geruchs- und Geschmacksempfindung
  • OhrengerĂ€usche
  • Hautrötung mit HitzegefĂŒhl
  • Antibiotikabedingte DurchfĂ€lle, SchleimhautentzĂŒndung des Dickdarms, EntzĂŒndungen und GeschwĂŒre der Speiseröhre, entzĂŒndliche VerĂ€nderungen (mit Candida- Besiedelung) im Anogenitalbereich (EntzĂŒndung der Ă€ußeren Geschlechtsorgane der Frau und Juckreiz am After), Bauchschmerzen, Durchfall, Schluckbeschwerden, EntzĂŒndung der Zunge
  • LeberschĂ€digung, LeberentzĂŒndung, erhöhte Leberfunktionswerte, EntzĂŒndung der BauchspeicheldrĂŒse
  • Schwere Hautreaktionen, teilweise mit Schleimhautbeteiligung (Erythema multiforme, Dermatitis exfoliativa, Stevens-Johnson-Syndrom) und Gewebsablösung (toxische epidermale Nekrolyse), Nagelablösung und -verfĂ€rbung
  • Gelenk- und Muskelschmerzen
  • Erhöhte Blut-Harnstoff-Stickstoff-(BUN-)Werte

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

Nicht bekannt (HĂ€ufigkeit auf Grundlage der verfĂŒgbaren Daten nicht abschĂ€tzbar)

  • mikroskopische brĂ€unlich-schwarze VerfĂ€rbung der SchilddrĂŒse (ohne nachgewiesenen Krankheitswert)
  • ZahnverfĂ€rbungen und/oder fehlendes Zahnwachstum

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fĂŒr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut fĂŒr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen ĂŒber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur VerfĂŒgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich auf.

Sie dĂŒrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und den Blisterpackungen nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht ĂŒber 30 °C lagern.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Doxy-Denk 100 mg enthÀlt

  • Der Wirkstoff ist Doxycyclin
    Jede Tablette Doxy-Denk 100 mg enthÀlt 100 mg Doxycyclin (als Doxycyclinhyclat).
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Mikrokristalline Cellulose, CarboxymethylstĂ€rke- Natrium (Typ A) (Ph.Eur.), hydriertes Rizinusöl, MaisstĂ€rke, Lactose Monohydrat, hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat (Ph.Eur.) pflanzlich].

Wie Doxy-Denk 100 mg aussieht und Inhalt der Packung

Hellgelbe, runde, gewölbte Tablette ohne Bruchkerbe

Doxy-Denk 100 mg ist in Packungen mit 10, 20 und 50 Tabletten erhĂ€ltlich. Es werden möglicherweise nicht alle PackungsgrĂ¶ĂŸen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

Denk Pharma GmbH & Co. KG

Prinzregentenstr. 79

81675 MĂŒnchen

Hersteller

Artesan Pharma GmbH & Co. KG

Wendlandstr. 1

29439 LĂŒchow

MIP Pharma GmbH

Kirkeler Str. 41

66440 Blieskastel

ProduktionsstÀtte

MĂŒhlstr. 50

66386 St. Ingbert

Mitvertrieb

Chephasaar

Chem.-pharm. Fabrik GmbH

MĂŒhlstr. 50

66386 St. Ingbert

MIP Pharma GmbH

Kirkeler Str. 41

66440 Blieskastel

Rosen Pharma GmbH

Kirkeler Str. 41

66440 Blieskastel

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt ĂŒberarbeitet im Mai 2019.

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Zuletzt aktualisiert: 03.07.2022

Quelle: Doxy-Denk 100 mg Tabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Doxycyclin
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Hersteller DENK PHARMA GmbH & Co. KG
BetÀubungsmittel Nein
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können fĂŒr die Korrektheit der Daten keine Haftung ĂŒbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. FĂŒr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden