Wirkstoff(e) Doxycyclin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Hexal Aktiengesellschaft
BetÀubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 26.02.1990
ATC Code J01AA02
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Tetracycline

Zulassungsinhaber

Hexal Aktiengesellschaft

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Doxy-Wolff 100 Doxycyclin Dr. August Wolff GmbH & Co. KG Arzneimittel
Doxycyclin AL 200 T Doxycyclin ALIUD PHARMA GmbH
Doxycyclin AL 200 Doxycyclin ALIUD PHARMA GmbH
Doxam mono 200mg Tabletten Doxycyclin TAD Pharma GmbH
Neodox Doxycyclin Chephasaar Chemisch-Pharmazeutische Fabrik GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

DoxyHEXAL SF ist ein Arzneimittel (Antibiotikum) aus der Gruppe der Tetracycline. Doxycyclin wirkt, indem es die Vermehrung von Bakterien verhindert, die in Ihrem Körper Infektionen hervorrufen und empfindlich gegenĂŒber Doxycyclin sind.

DoxyHEXAL SF wird angewendet zur Behandlung

  • von Infektionen der Atemwege und des Hals-Nasen-Ohren-Bereiches
  • von Infektionen der Harn- und Geschlechtsorgane
    • HarnröhrenentzĂŒndungen
    • akute EntzĂŒndung der Prostata
    • unkomplizierte Gonorrhoe (Tripper)
    • Infektionen der weiblichen Geschlechtsorgane
    • Syphilis bei Penicillin-Allergie
    • Harnwegsinfektionen
  • von durch Borrelien verursachten Erkrankungen wie Erythema chronicum migrans und Lyme- Disease (vorwiegend durch Zeckenstiche ausgelöste Infektionen)
  • seltener Infektionen wie Brucellose, Ornithose, Bartonellose, Listeriose, Rickettsiose, Melioidose, Pest, Granuloma inguinale.

Die intravenöse Gabe (z. B. Einspritzung in eine Vene) erfolgt nur, wenn eine Einnahme durch Schlucken nicht möglich ist oder Ihr Krankheitszustand eine Injektionsbehandlung erforderlich macht.

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Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

DoxyHEXAL SF darf nicht angewendet werden

  • wenn Sie allergisch gegen Doxycyclin, andere Tetracycline oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
  • wenn Sie unter schweren Funktionsstörungen der Leber leiden
  • wenn Sie an einer krankhaften MuskelschwĂ€che (Myasthenia gravis) leiden, da DoxyHEXAL SF Magnesiumchlorid enthĂ€lt
  • in Geweben mit verminderter Durchblutung
  • wenn Sie gleichzeitig mit dem Wirkstoff Isotretinoin gegen Akne behandelt werden
  • in der Schwangerschaft und Stillzeit
  • bei Kindern unter 8 Jahren. WĂ€hrend der Zahnentwicklung (Schwangerschaft, SĂ€uglingsalter oder Kinder unter 8 Jahren) sollte DoxyHEXAL SF nicht angewendet werden, weil es zu bleibenden ZahnverfĂ€rbungen (gelb-grau-braun) kommen kann oder das Zahnwachstum beeintrĂ€chtigt werden kann. Unter bestimmten UmstĂ€nden (z. B. schwere oder lebensbedrohliche Erkrankungen) kann der Arzt bei Kindern unter 8 Jahren beschließen, dass der Nutzen dieses Risiko ĂŒberwiegt und DoxyHEXAL SF verschreiben.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bei schweren akuten Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Anaphylaxie) muss die Behandlung mit DoxyHEXAL SF sofort abgebrochen werden. Die entsprechenden Notfallmaßnahmen sind durch fachkundige Personen einzuleiten (siehe Abschnitt 4).

Selten ist ĂŒber das Auftreten von schweren Hautreaktionen mit Blasenbildung oder Hautablösung in zeitlichem Zusammenhang mit der Anwendung von Doxycyclin berichtet worden. Bei Neuauftreten von Haut- und SchleimhautverĂ€nderungen sollte daher unverzĂŒglich Ă€rztlicher Rat eingeholt und die Anwendung von DoxyHEXAL SF beendet werden.

WĂ€hrend oder bis 10 Wochen nach der Behandlung mit DoxyHEXAL SF können schwere, anhaltende, manchmal blutig-schleimige DurchfĂ€lle mit krampfartigen Bauchschmerzen auftreten. Dabei kann es sich um eine schwere, lebensbedrohliche, durch die Behandlung mit dem Antibiotikum ausgelöste SchleimhautentzĂŒndung des Darmes (pseudomembranöse Enterokolitis) handeln, die sofort behandelt werden muss. Hier muss der Arzt eine Beendigung der Behandlung mit DoxyHEXAL SF in AbhĂ€ngigkeit von der zu Grunde liegenden Erkrankung in ErwĂ€gung ziehen und eine angemessene Behandlung einleiten. Arzneimittel, die die Darmbewegung hemmen (z. B. der Wirkstoff Loperamid), dĂŒrfen nicht eingenommen werden.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn

  • Sie an einem Lupus erythematodes (Schmetterlingsflechte) oder
  • einer eingeschrĂ€nkten Leber- oder Nierenfunktion leiden, denn diese Erkrankungen könnten sich verschlimmern.
  • Sie bestimmte blutzuckersenkende oder blutgerinnungshemmende Arzneimitteln einnehmen (siehe Abschnitt „Anwendung von DoxyHEXAL SF zusammen mit anderen Arzneimitteln“). Es sollte eine Kontrolle der Blutzucker- bzw. der Gerinnungswerte und gegebenfalls eine Dosisreduktion dieser Arzneimittel erfolgen.
  • bei Ihnen eine Narkose geplant ist (siehe Abschnitt “Anwendung von DoxyHEXAL SF zusammen mit anderen Arzneimitteln“).

Informieren Sie im Falle von notwendigen Laboruntersuchungen das Personal, dass Sie DoxyHEXAL SF anwenden. Der Nachweis von Zucker, Eiweiß, Urobilinogen und von Katecholaminen im Harn kann durch Anwendung von DoxyHEXAL SF gestört werden.

Unter Sonnenbestrahlung kann es zu phototoxischen Reaktionen der belichteten Hautareale kommen (siehe Abschnitt 4). Vermeiden Sie Sonnenbaden im Freien oder in Solarien daher wÀhrend der Behandlung mit DoxyHEXAL SF. Bei den ersten Anzeichen von Reizerscheinungen der Haut ist die Behandlung abzusetzen und der Arzt aufzusuchen.

Wenn bei Ihnen wĂ€hrend der Behandlung Sehstörungen auftreten, mĂŒssen Sie unverzĂŒglich einen Arzt aufsuchen, der eine augenĂ€rztliche AbklĂ€rung bzw. Überwachung veranlassen wird. Das Auftreten von Sehstörungen wĂ€hrend der Behandlung mit DoxyHEXAL SF kann Anzeichen eines erhöhten Hirndrucks (Pseudotumor cerebri) sein. Über die Fortsetzung der Behandlung mit DoxyHEXAL SF (Doxycyclin) entscheidet Ihr Arzt.

Eine gleichzeitige Behandlung von Akne mit Isotretinoin muss vermieden werden, weil Isotretinoin ebenfalls zu erhöhtem Hirndruck fĂŒhren kann.

Unter einer Behandlung mit Doxycyclin kann es zu einer Besiedlung der Haut oder SchleimhĂ€ute, insbesondere des Genitaltraktes und der Mund- und DarmschleimhĂ€ute mit unempfindlichen Erregern (z. B. Soorpilz) kommen (siehe Abschnitt 4). Auftretende Infektionen mĂŒssen behandelt werden. Informieren Sie Ihren Arzt.

Wenn die Behandlung lĂ€nger als 21 Tage dauert, wird Ihr Arzt regelmĂ€ĂŸige Blut-, Leber- und Nierenuntersuchungen veranlassen.

Wenn bei der Behandlung einer Geschlechtskrankheit eine gleichzeitige Syphilis vermutet wird, wird der Arzt ĂŒber mindestens 4 Monate Kontrolluntersuchungen durchfĂŒhren.

Bei zu schneller Injektion kann es zu Schwindel, HitzegefĂŒhl, Rötung des Gesichtes und Kollaps kommen (siehe auch Abschnitt 3).

Bei Überdosierungen besteht die Gefahr von LeberschĂ€den oder einer BauchspeicheldrĂŒsen- entzĂŒndung. Aus diesem Grund sollte die parenterale Dosis von 200(−300) mg Doxycyclin pro Tag nicht ĂŒberschritten werden. Möglichst sollte keine Kombination von Tetracyclinen mit anderen potenziell leberschĂ€digenden Medikamenten vorgenommen werden.

Anwendung von DoxyHEXAL SF zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kĂŒrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben, oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

DoxyHEXAL SF kann bei gleichzeitiger Anwendung mit einer Reihe anderer Arzneimittel wie Schlafmittel, Mittel gegen Epilepsie, anderer Antibiotika, Antidiabetika, MigrÀnemittel (sogenannte Sekale-Alkaloide), Methoxyfluran und Muskelrelaxantien in seiner Wirkung verÀndert werden bzw. die Wirkung dieser Arzneimittel beeinflussen.

Es liegen Berichte ĂŒber eine VerlĂ€ngerung der Prothrombinzeit bei Patienten vor, die gleichzeitig Gerinnungshemmer (z. B. Phenprocoumon, Warfarin) und Doxycyclin erhielten. Sogenannte Tetracycline wie DoxyHEXAL SF vermindern die Prothrombin-AktivitĂ€t und verstĂ€rken so die Wirkung von Gerinnungshemmern. Bei gleichzeitiger Gabe sollte eine Dosisreduktion des Gerinnungshemmers erwogen werden.

DoxyHEXAL SF darf nicht gleichzeitig mit anderen Stoffen, die die Niere schÀdigen können, angewendet werden.

Kurz vor, wĂ€hrend oder nach einer Akne-Behandlung mit dem Wirkstoff Isotretinoin darf keine Behandlung mit DoxyHEXAL SF durchgefĂŒhrt werden, da beide Arzneimittel in seltenen FĂ€llen eine Drucksteigerung in der SchĂ€delhöhle (Pseudotumor cerebri) bewirken können, die sich nach Beendigung der Behandlung von selbst wieder zurĂŒckbildet.

Die gleichzeitige Anwendung von DoxyHEXAL SF und Theophyllin kann zu vermehrten Nebenwirkungen im Magen-Darm-Trakt fĂŒhren.

Bei gleichzeitiger Verabreichung von DoxyHEXAL SF und Digitalis-Glykosiden sind selten Reaktionen wie Herzrhythmusstörungen beobachtet worden, die auf den Magnesiumgehalt von DoxyHEXAL SF zurĂŒckzufĂŒhren sind.

Unter DoxyHEXAL SF ist eine VerfÀlschung von Harntests möglich.

Anwendung von DoxyHEXAL SF zusammen mit Nahrungsmitteln, GetrÀnken und Alkohol

Bitte beachten Sie, dass bei regelmĂ€ĂŸiger, gewohnheitsmĂ€ĂŸiger und/oder missbrĂ€uchlicher Aufnahme von Alkohol der Abbau von Doxycyclin beschleunigt ist.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

WÀhrend der Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei SÀuglingen und Kindern bis 8 Jahre darf DoxyHEXAL SF nicht angewendet werden, da es bei Feten vom 4. Monat an sowie bei SÀuglingen und Kindern bis zum Alter von 8 Jahren durch die Einlagerung von Doxycyclin zu einer reversiblen Knochenwachstumsstörung sowie vor Abschluss der Zahndurchbruchsphase zu bleibenden ZahnverfÀrbungen und Zahnschmelzdefekten mit erhöhter KariesanfÀlligkeit kommen kann.

WÀhrend der Schwangerschaft besteht eine erhöhte Gefahr von LeberschÀden unter einer Tetracyclin- Anwendung.

VerkehrstĂŒchtigkeit und FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen

Durch die Anwendung von Doxycyclin können Nebenwirkungen auftreten, die das Nervensystem oder die SehfĂ€higkeit betreffen (siehe Abschnitt 4) und durch die die FĂ€higkeit, Kraftfahrzeuge zu fĂŒhren oder Maschinen zu bedienen, eingeschrĂ€nkt werden kann. Fahren Sie in diesem Fall nicht Auto oder andere Fahrzeuge! Bedienen Sie keine Werkzeuge oder Maschinen! Arbeiten Sie nicht ohne sicheren Halt!

DoxyHEXAL SF enthÀlt Povidon

Bei Nierenfunktionsstörungen ist die verlangsamte Ausscheidung von Povidon zu beachten. Aufgrund des Povidon-Gehaltes kann nicht ausgeschlossen werden, dass es nach hĂ€ufiger oder lĂ€nger dauernder Anwendung sehr selten zu einer Speicherung von Povidon in bestimmten Körpergeweben (retikuloendothelialen System [RES]) oder zu örtlichen Ablagerungen und Fremdkörpergranulomen kommen kann, die zur Verwechslung mit GeschwĂŒlsten Anlass geben können.

Die Ausscheidung von Povidon kann zu falsch positiven Reaktionen mit beispielsweise folgenden Teststreifen fĂŒhren; z. B. Albustix, Uristix, Labstix und Combur-Tests.

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Wie wird es angewendet?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Dosierung und Dauer der Behandlung werden vom Arzt festgelegt und sind u. a. abhÀngig von der Schwere und dem Ort der Infektion.

Allgemeine Dosierungsempfehlungen

1 Ampulle DoxyHEXAL SF entspricht 100 mg Doxycyclin

Kinder von 8 bis einschließlich 11 Jahren

Zur Behandlung von akuten Infektionen bei Kindern von 8 bis einschließlich 11 Jahren sollte Doxycyclin nur dann angewendet werden, wenn andere Arzneimittel nicht verfĂŒgbar oder wahrscheinlich unwirksam sind.

Unter diesen UmstÀnden betrÀgt die empfohlene Dosis:

Kinder bis 45 kg

Am ersten Tag 4,4 mg pro kg Körpergewicht (als Einzeldosis oder aufgeteilt in 2 Dosen), dann ab dem zweiten Tag 2,2 mg pro kg Körpergewicht (als Einzeldosis oder aufgeteilt in 2 Dosen).

Die Behandlungsdauer hÀngt von der Art der behandelten Infektion ab.

Bei schweren Infektionen sollten wÀhrend der gesamten Behandlungszeit bis zu 4,4 mg pro kg Körpergewicht gegeben werden.

Kinder ĂŒber 45 kg

Es sollte dieselbe Dosis wie bei Erwachsenen gegeben werden: Am ersten Tag 2 Ampullen DoxyHEXAL SF (entsprechend 200 mg Doxycyclin), dann tÀglich 1 Ampulle DoxyHEXAL SF (entsprechend 100 mg Doxycyclin).

Die Behandlungsdauer hÀngt von der Art der behandelten Infektion ab.

Erwachsene und Jugendliche von 12 bis einschließlich 17 Jahre mit einem Körpergewicht unter 70 kg

  • am 1. Behandlungstag: 2 Ampullen DoxyHEXAL SF (entsprechend 200 mg Doxycyclin)
  • ab dem 2. Behandlungstag: 1 Ampulle DoxyHEXAL SF (entsprechend 100 mg Doxycyclin)

Bei schweren Erkrankungen und bei einem Körpergewicht von mehr als 70 kg

vom 1. Behandlungstag an tÀglich: 2 Ampullen DoxyHEXAL SF (entsprechend 200 mg Doxycyclin)

Die Behandlungsdauer richtet sich nach dem Verlauf der Erkrankung und sollte noch mindestens 1 – 2 Tage nach Abklingen der Krankheitserscheinungen fortgefĂŒhrt werden. Bei Streptokokken-Infektionen soll die Behandlung mindestens 10 Tage dauern.

Sobald der Zustand des Patienten es erlaubt, sollte auf die orale Gabe von Doxycyclin ĂŒbergegangen werden.

Spezielle Dosierungsempfehlungen

InfektionDosierung (Anzahl Ampullen/Tag)Dauer der Behandlung
durch Gonokokken bedingte HarnröhrenentzĂŒndung des MannesÂč2 Ampullen7 Tage
durch Gonokokken bedingte NebenhodenentzĂŒndung1)2 Ampullenmindestens 10 Tage
akute Gonokokkeninfektion der FrauÂč2 Ampullenmindestens 7 Tage
Syphilis (primÀre und sekundÀre Form bei Penicillinallergie)3 Ampullen15 Tage
Infektion nach Zeckenstich (Lyme- Borreliose, Stadium I)2 Ampullenbis 3 Wochen, aber mindestens 14 Tage
  1. Bitte halten Sie bei einer Gonokokkeninfektion (Tripper) den Termin zur Kontrolle des Behandlungserfolges 3 – 4 Tage nach Behandlungsende besonders sorgfĂ€ltig ein, um einen RĂŒckfall zu vermeiden.

Dosierung im hohen Lebensalter

Bei alten, schwachen und schwerstkranken Patienten sowie bei Patienten mit Herzrhythmusstörungen besonders langsam injizieren (mindestens 3 Minuten)!

Dosierung bei eingeschrÀnkter Nierenfunktion

Bei Patienten mit eingeschrĂ€nkter Nierenfunktion ist es im Allgemeinen nicht erforderlich, die Dosis zu verringern (siehe auch Abschnitt 2 unter „DoxyHEXAL SF enthĂ€lt Povidon“).

Art der Anwendung

DoxyHEXAL SF ist zur intravenösen Anwendung (Einspritzen in eine Vene) bestimmt. Es kann direkt in eine ausreichend große Vene oder auch in den Schlauch eines Infusionssystems injiziert werden, das eine mit DoxyHEXAL SF kompatible Lösung enthĂ€lt. Es kann auch vor der Anwendung mit einer kompatiblen Infusionslösung gemischt werden.

Die intravenöse Gabe (z. B. Einspritzen in eine Vene) sollte nur erfolgen, wenn eine Einnahme durch Schlucken nicht möglich ist oder der Krankheitszustand eine Injektionsbehandlung erforderlich macht.

Intravenöse Infusion

Zur intravenösen Infusion kann DoxyHEXAL SF mit 5- bis 20 %iger Glucoselösung oder physiologischer Kochsalzlösung gemischt werden. Mit weiteren Lösungen darf die Injektions- /Infusionslösung nicht gemischt werden.

Der fertigen Infusionslösung sollten keine weiteren Medikamente beigemischt werden.

Die Infusionsdauer richtet sich nach der Dosierung, sollte aber ĂŒblicherweise 1 bis 4 Stunden betragen. Die empfohlene Mindestinfusionsdauer fĂŒr 100 mg (0,5 mg/ml Lösung) betrĂ€gt 1 Stunde.

Intravenöse Injektion

Die Injektionsdauer fĂŒr je 100 mg Doxycyclin in 5 ml Injektionslösung soll nicht kĂŒrzer als 2 Minuten sein. Bei alten, schwachen und schwerstkranken Patienten sowie Patienten mit Herzrhythmusstörungen besonders langsam injizieren (mindestens 3 Minuten)! Bei zu schneller Injektion kann es zu Schwindel, HitzegefĂŒhl, Rötung des Gesichtes und Kollaps kommen (siehe Abschnitt 4).

Paravenöse Injektionen sind zu vermeiden. FĂŒr DoxyHEXAL SF liegen keine hinreichenden Erfahrungen fĂŒr die Anwendung im zentralen Venenbereich vor.

Wichtigste InkompatibilitÀten

DoxyHEXAL SF sollte stets getrennt von anderen Medikamenten verabreicht werden. Ringerlösung ist mit DoxyHEXAL SF nicht kompatibel.

Wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge von DoxyHEXAL SF angewendet haben, als Sie sollten

Berichte ĂŒber VergiftungsfĂ€lle mit Doxycyclin sind bisher nicht bekannt geworden. Da bei Überdosierungen jedoch die Gefahr von Leber- und NierenschĂ€digungen sowie einer BauchspeicheldrĂŒsenentzĂŒndung besteht, sollten Sie im Verdachtsfalle einen Arzt verstĂ€ndigen.

Der Arzt wird sich bei der Behandlung der Überdosierung am Krankheitsbild orientieren.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen.

Die folgenden Nebenwirkungen wurden fĂŒr Tetracycline (Gruppe von Antibiotika, zu denen auch Doxycyclin gehört) beobachtet.

HĂ€ufigkeitsangaben:

Sehr hÀufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen HÀufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen Selten: kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen Sehr selten: kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

Nicht bekannt: HĂ€ufigkeit auf Grundlage der verfĂŒgbaren Daten nicht abschĂ€tzbar

Wenn eine der im Folgenden aufgefĂŒhrten Nebenwirkungen bei Ihnen auftritt, setzen Sie sich so schnell wie möglich mit Ihrem Arzt in Verbindung:

  • Plötzliches Auftreten von schwerem Hautausschlag oder Blasenbildung oder Ablösung der Haut mit Fieber und Gelenkschmerzen (siehe Abschnitt 2 unter „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“)
  • Schwere allergische Reaktion verbunden mit plötzlich einsetzender und zunehmender Atemnot, Schwellung im Bereich des Kopfes (Zungenschwellung, innere
    Kehlkopfschwellung) und Körpers, Hautausschlag, Kreislaufstörungen, Blutdruckabfall, Bewusstlosigkeit (siehe Abschnitt 2 unter „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“)
  • Schwerer, anhaltender wĂ€ssriger oder blutiger Durchfall mit Bauchschmerzen oder Fieber (siehe Abschnitt 2 unter „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“)
  • die Jarisch-Herxheimer-Reaktion, die zu Fieber, SchĂŒttelfrost, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und Hautausschlag fĂŒhrt und ĂŒblicherweise selbstbegrenzend ist. Sie tritt kurz nach Beginn der Behandlung mit Doxycyclin gegen SpirochĂ€teninfektionen wie z. B. Lyme-Borreliose auf.

Mögliche Nebenwirkungen

HĂ€ufige Nebenwirkungen

  • Allergische (Überempfindlichkeits-)Reaktionen (hĂ€ufig einhergehend mit Blutdruckabfall, Schwindel, Übelkeit und möglicherweise Atemnot) einschließlich Kreislaufkollaps und/oder Atemnot (anaphylaktischer Schock), allergische, schmerzhafte Schwellung von Haut- und Schleimhaut, vor allem im Gesichtsbereich (Angioödem), Verschlechterung eines systemischen Lupus erythematodes, EntzĂŒndung des Herzbeutels (Perikarditis), EntzĂŒndung der kleinen BlutgefĂ€ĂŸe (Henoch-Schönlein Purpura), Blutdruckabfall, Atemnot, Brustschmerz, Serumkrankheit, beschleunigter Herzschlag/Herzrasen, Schwellung von Knöcheln/Unterschenkeln durch Wassereinlagerung, Nesselsucht
  • Lichtempfindlichkeitsreaktionen wie Hautrötung, Hautschwellung und Blasenbildung
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit, Erbrechen, BlĂ€hungen, FettstĂŒhle
  • AusschlĂ€ge, einschließlich flecken- und knötchenartiger sowie geröteter und großschuppiger AusschlĂ€ge

Gelegentliche Nebenwirkungen

  • Blutgerinnungsstörungen
  • Verdauungsstörungen (Sodbrennen/EntzĂŒndung der Magenschleimhaut)
  • Knochenwachstumsverzögerungen bei Anwendung wĂ€hrend der Schwangerschaft und bei Kindern unter 8 Jahren
  • Blut im Harn
  • VenenentzĂŒndung, Schwindel, SchweißausbrĂŒche oder Übelkeit infolge zu rascher Injektion

Seltene Nebenwirkungen

BlutbildverĂ€nderungen (starke Verminderung der BlutplĂ€ttchen, Blutarmut durch Zerfall der roten Blutkörperchen, VerĂ€nderungen in der Anzahl, Form und Funktion der weißen Blutkörperchen), krankhafte Schwellung der Lymphknoten

  • schwere Überempfindlichkeitsreaktion auf die Anwendung eines Arzneimittels (DRESS- Syndrom)
  • Appetitlosigkeit
  • Unruhe, AngstzustĂ€nde
  • Hirndrucksteigerungen bei Erwachsenen (Pseudotumor cerebri: mögliche Anzeichen sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Papillenödem und Sehstörungen, wie z. B. verschwommenes Sehen, Doppeltsehen, Sehverlust, der auch permanent sein kann), Vorwölbung der Fontanellen bei Kleinkindern (rasche RĂŒckbildung nach Absetzen der Behandlung), NervenschĂ€den, die sich als TaubheitsgefĂŒhl, Schmerzen, Kribbeln oder Brennen in den HĂ€nden oder FĂŒĂŸen Ă€ußern können, Störung bzw. Verlust der Geruchs- und Geschmacksempfindung
  • OhrengerĂ€usche
  • Hautrötung mit HitzegefĂŒhl
  • EntzĂŒndung der BauchspeicheldrĂŒse (Pankreatitis)
  • Antibiotikabedingte DurchfĂ€lle, SchleimhautentzĂŒndung des Dickdarms, EntzĂŒndungen am After bzw. an den Geschlechtsteilen, Bauchschmerzen, Durchfall, Schluckbeschwerden, EntzĂŒndung der Zunge
  • LeberschĂ€digung, LeberentzĂŒndung, erhöhte Leberfunktionswerte
  • schwere Hautreaktionen, teilweise mit Schleimhautbeteiligung (Erythema multiforme, Dermatitis exfoliativa, Stevens-Johnson-Syndrom) und Gewebsablösung (toxische epidermale Nekrolyse), Nagelablösung und -verfĂ€rbung
  • Gelenk- und Muskelschmerzen
  • Erhöhte Blut-Harnstoff-Stickstoff-(BUN-)Werte
  • Reizerscheinung an der Injektionsstelle

Sehr seltene Nebenwirkungen

HĂ€ufigkeit nicht bekannt

  • reversible oberflĂ€chliche ZahnverfĂ€rbung (Bleibende ZahnverfĂ€rbungen mit Schmelzdefekten bei Anwendung wĂ€hrend der Zahnbildung wurden als Klasseneffekt fĂŒr Tetracycline berichtet.)
  • Jarisch-Herxheimer-Reaktion

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fĂŒr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut fĂŒr Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen ĂŒber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur VerfĂŒgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren sie dieses Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich auf.

Im KĂŒhlschrank lagern (2 °C – 8 °C).

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schĂŒtzen.

Sie dĂŒrfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Etikett nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch oder Zubereitung

Die chemische und physikalische StabilitĂ€t der gebrauchsfertigen Zubereitung wurde fĂŒr 48 Stunden bei 25 °C nachgewiesen.

Aus mikrobiologischer Sicht sollte die gebrauchsfertige Zubereitung sofort verwendet werden. Wenn die gebrauchsfertige Zubereitung nicht sofort verwendet wird, ist der Anwender fĂŒr die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich.

Sofern die Herstellung der gebrauchsfertigen Zubereitung nicht unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen erfolgt, ist diese nicht lĂ€nger als 24 Stunden bei 2 − 8 °C aufzubewahren.

Nicht verbrauchte AnbrĂŒche bzw. Reste der Injektionslösung oder der gebrauchsfertigen Infusionslösung sind zu verwerfen.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schĂŒtzen.

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Weitere Informationen

Was DoxyHEXAL SF enthÀlt

Der Wirkstoff ist Doxycyclin.

1 Ampulle mit 5 ml Injektionslösung enthÀlt 115,4 mg Doxycyclinhyclat, entsprechend 100 mg Doxycyclin.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Acetylcystein, 2-Aminoethanol, Magnesiumchlorid-Hexahydrat, Povidon, Wasser fĂŒr Injektionszwecke

Wie DoxyHEXAL SF aussieht und Inhalt der Packung

DoxyHEXAL SF ist eine klare, gelbe Lösung und ist in Packungen mit 5 Ampullen zu je 5 ml Injektionslösung erhÀltlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

Hexal AG

Industriestraße 25

83607 Holzkirchen Telefon: (08024) 908-0 Telefax: (08024) 908-1290 E-Mail: service@hexal.com

Hersteller

Salutas Pharma GmbH

Otto-von-Guericke-Allee 1

39179 Barleben

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt ĂŒberarbeitet im August 2018.

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Zuletzt aktualisiert: 24.08.2023

Quelle: Doxyhexal SF - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Doxycyclin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Hexal Aktiengesellschaft
BetÀubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 26.02.1990
ATC Code J01AA02
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können fĂŒr die Korrektheit der Daten keine Haftung ĂŒbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. FĂŒr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden