Wirkstoff(e) Doxycyclin Ambroxol
Zulassungsland Deutschland
Hersteller esparma GmbH
Betäubungsmittel Nein
ATC Code R05GB01
Pharmakologische Gruppe Antitussiva und Expektoranzien, Kombinationen mit Antibiotika

Zulassungsinhaber

esparma GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Doxy-Wolff 200 Doxycyclin Dr. August Wolff GmbH & Co. KG Arzneimittel
Doxy plus STADA 100mg/75mg Hartkapseln, retardiert Doxycyclin Ambroxol STADAPHARM
Doxy-CT 200 mg Hartkapseln Doxycyclin CT Arzneimittel GmbH
Antodox 100 mg Hartkapseln Doxycyclin Juta Pharma GmbH
Doxam mono 100mg Tabletten Doxycyclin TAD Pharma GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

akuten Sch√ľben chronischer Bronchitiden mit gleichzeitiger krankhafter Schleimeindickung, sofern sie durch Doxycyclin-empfindliche Erreger verursacht sind.
Hinweis: Sigamuc darf ausschließlich bei Jugendlichen und Erwachsenen im Körper-gewichtsbereich von 50-70 kg angewendet werden.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Sigamuc darf nicht eingenommen werden

  • wenn Sie √ľberempfindlich gegen Doxycyclin, andere Tetracycline, Ambroxolhydrochlorid oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels sind
  • wenn Sie an eingeschr√§nkter Nierenfunktion leiden


  • wenn Sie an schweren Funktionsst√∂rungen der Leber leiden
  • von Kindern unter 12 Jahren
  • in Schwangerschaft und Stillzeit


Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Sigamuc ist erforderlich

Wenn Sie die Kapseln, die Doxycyclinhyclat enthalten, unsachgem√§√ü einnehmen (im Liegen), k√∂nnen Geschw√ľre in der Speiser√∂hre auftreten, weil die Kapseln an der Schleimhaut der Speiser√∂hre festkleben und stark sauer reagierende L√∂sungen freisetzen k√∂nnen.

Bei kombinierter Anwendung von Sigamuc mit hustenstillenden Mitteln (Antitussiva) kann aufgrund des eingeschränkten Hustenreflexes ein gefährlicher Sekretstau entstehen; daher ist von der kombinierten Anwendung abzusehen.

Bei kombinierter Anwendung von Sigamuc mit bestimmten blutzuckersenkenden oder blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln (siehe Abschnitt 2. ?Bei Einnahme von Sigamuc mit anderen Arzneimitteln) sollte eine Kontrolle der Blutzucker- bzw. der Gerinnungsparameter erfolgen.

Unter UV-Bestrahlung (Sonne, Solarien, spezifische Arbeitsplätze) kann es zu schädlichen Reaktionen der belichteten Hautareale kommen (phototoxische Reaktionen). Diese äußern sich mit Symptomen wie bei einem starken Sonnenbrand (z.B. Rötung, Schwellung, Blasenbildung, Verfärbung), selten auch mit Beteiligung der Nägel (Nagelablösung und Verfärbung). Eine UV-Bestrahlung sollte daher während der Behandlung mit Sigamuc vermieden werden (siehe auch Abschnitt 4. ?Welche Nebenwirkungen sind möglich).

Anhaltende, schwere Durchf√§lle, w√§hrend oder nach der Behandlung mit Sigamuc, k√∂nnen ein Zeichen f√ľr eine lebensbedrohliche pseudomembran√∂se Enterokolitis sein. Bei Auftreten einer pseudomembran√∂sen Enterokolitis ist eine Beendigung der Behandlung mit Sigamuc erforderlich und ggf. sofort eine angemessene Behandlung durch einen Arzt einzuleiten.

Informieren Sie vor einer Narkose den Arzt √ľber eine Behandlung mit Sigamuc (siehe Abschnitt 2. ?Bei Einnahme von Sigamuc¬ģ mit anderen Arzneimitteln).

Bei gestörter Funktion der Bronchien und größeren Sekretmengen (z.B. beim seltenen malignen Ziliensyndrom) sollten Sie Sigamuc wegen der Gefahr eines Sekretstaus nur unter besonderer ärztlicher Aufsicht einnehmen.

Bei schweren akuten Überempfindlichkeitsreaktionen (z.B. Anaphylaxie) muss die Behand-lung mit Sigamuc sofort abgebrochen werden. Die entsprechenden Notfallmaßnahmen sind durch fachkundige Personen einzuleiten (siehe auch 4. ?Welche Nebenwirkungen sind möglich).

Kurz vor, w√§hrend oder nach einer Isotretinoin-Behandlung der Akne sollte keine Behandlung mit Sigamuc durchgef√ľhrt werden, da beide Arzneimittel in seltenen F√§llen Drucksteiger-ungen in der Sch√§delh√∂hle (Pseudotumor cerebri) bewirken k√∂nnen, die sich nach Beendi-gung der Behandlung von selbst wieder zur√ľckbilden.

Bei Doppeltsehen oder anderen Sehst√∂rungen kann eine Druckerh√∂hung in der Sch√§delh√∂hle vorliegen mit weiteren m√∂glichen Symptomen wie √úbelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und Nackenschmerzen (siehe 4. ?Welche Nebenwirkungen sind m√∂glich?). Die Behandlung mit Sigamuc¬ģ ist abzubrechen und ein Arzt sollte aufgesucht werden.

Die gleichzeitige Anwendung von Sigamuc und Theophyllin (Asthmamittel) kann zu vermehrten Nebenwirkungen im Magen-Darm-Trakt f√ľhren.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimittel Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Während der Schwangerschaft und Stillzeit darf Sigamuc nur nach besonders strenger Risiko-Nutzen-Abwägung angewendet werden, da es beim Ungeborenen vom 4. Monat der Schwangerschaft an sowie bei Säuglingen und Kindern bis zum 8. Lebensjahr durch die Einlagerung von Doxycyclin zu einer meist reversiblen Knochenwachstumsstörung sowie vor Abschluss der Zahndurchbruchsphase zu bleibenden Zahnverfärbungen und Zahnschmelz-defekten kommen kann.

F√ľr die Anwendung von Ambroxol-haltigen Arzneimitteln in der Schwangerschaft und Stillzeit liegen keine ausreichenden Erfahrungen am Menschen vor. Die Wirkstoffe gehen in die Muttermilch √ľber.

Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:

Nach bisherigen Erfahrungen hat Sigamuc¬ģ im Allgemeinen keinen Einfluss auf die Konzentrations- und Reaktionsf√§higkeit. Durch das Auftreten von Nebenwirkungen kann jedoch das Reaktionsverm√∂gen ver√§ndert und die F√§higkeit zur aktiven Teilnahme am Stra√üenverkehr und zum Bedienen von Maschinen beeintr√§chtigt werden.

Wichtige Informationen √ľber bestimmte sonstige Bestandteile von Sigamuc

Dieses Arzneimittel enth√§lt Sucrose. Bitte nehmen Sie Sigamuc daher erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertr√§glichkeit gegen√ľber bestimmten Zuckern leiden.


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Wie wird es angewendet?

Wie ist Sigamuc einzunehmen?
Nehmen Sie Sigamuc immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosis:
Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt Sigamuc nicht anders verordnet hat. Bitte halten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, da Sigamuc sonst nicht richtig wirken kann.
Jugendliche und Erwachsene mit einem Körpergewicht von 50 kg bis 70 kg Körpergewicht nehmen am ersten Tag 1-mal 2 retardierte Hartkapseln Sigamuc (entsprechend 200 mg Doxycyclin und 150 mg Ambroxolhydrochlorid) und an den folgenden Tagen je 1-mal 1 retardierte Hartkapsel (entsprechend 100 mg Doxycyclin und 75 mg Ambroxolhydrochlorid) ein.
F√ľr Patienten au√üerhalb des oben angegebenen Gewichtsbereiches und Kinder unter 12 Jahren ist Sigamuc nicht geeignet.
Art der Anwendung
Sigamuc sollte entweder regelm√§√üig morgens mit dem Fr√ľhst√ľck oder gleichzeitig zusammen mit einer anderen Mahlzeit unzerkaut mit reichlich Fl√ľssigkeit (keine Milch oder Milchprodukte), z.B. einem Glas Wasser, eingenommen werden. Die Einnahme w√§hrend einer Mahlzeit kann die H√§ufigkeit von Magen-Darm-St√∂rungen verringern.
Zur Vermeidung von Geschw√ľren an der Schleimhaut der Speiser√∂hre ist Sigamuc stets in aufrechter Position und nicht unmittelbar vor dem Schlafengehen einzunehmen. Etwa 10-15 Minuten nach der Einnahme nochmals reichlich Fl√ľssigkeit (z.B. ein Glas Wasser) nachtrinken.
Auf eine ausreichende Fl√ľssigkeitszufuhr bei der zugrunde liegenden Erkrankung ist zu achten.
Dauer der Anwendung
Die Behandlungsdauer richtet sich nach Art, Schwere und Verlauf der Erkrankung. Ihr Arzt wird die jeweilige Behandlungsdauer festlegen (siehe auch spezielle Dosierungsempfeh-lungen).
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Sigamuc zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge Sigamuc eingenommen haben, als Sie sollten
Berichte √ľber Vergiftungsf√§lle mit Sigamuc sind bisher nicht bekannt geworden. Da bei √úberdosierungen jedoch die Gefahr von Leber- und Nierensch√§digungen sowie einer Bauchspeicheldr√ľsenentz√ľndung besteht, sollten Sie im Verdachtsfalle einen Arzt verst√§n-digen. Weiterhin ist √ľber kurzzeitige Unruhe und Durchfall berichtet worden. Bei extremer √úberdosierung k√∂nnen, bedingt durch das Ambroxol, vermehrte Speichelsekretion, W√ľrgereiz, Erbrechen und Blutdruckabfall auftreten.
Der Arzt wird sich bei der Behandlung der √úberdosierung am Krankheitsbild orientieren.
Wenn Sie die Einnahme von Sigamuc vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
Wenn Sie einmal eine Einnahme vergessen haben, k√∂nnen Sie die Einnahme am selben Tag nachholen, wenn der geplante Einnahmezeitpunkt nicht mehr als sechs Stunden zur√ľckliegt. Ist bereits mehr Zeit vergangen, fahren Sie bitte am n√§chsten Tag mit der Einnahme von Sigamuc in der verordneten Menge fort.
Wenn Sie die Einnahme von Sigamuc¬ģ abbrechen
Wenn Sie Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Sigamuc mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/ anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/ angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Die Aufnahme von Doxycyclin aus dem Magen-Darm-Trakt kann z.B. durch Aluminium und Magnesium (enthalten z.B. in Mitteln zur Bindung von Magensäure) oder Calcium (auch enthalten in Milch, Milchprodukten und calciumhaltigen Fruchtsäften), durch Eisenpräparate sowie durch medizinische Kohle und Colestyramin (Mittel zur Senkung erhöhter Blutfettwerte) vermindert sein. Deshalb sollten Arznei- oder Nahrungsmittel mit diesen Bestandteilen in einem zeitlichen Abstand von mindestens 2 Stunden zur Einnahme von Sigamuc eingenommen werden.
Das Antibiotikum Rifampicin, Stoffe aus der Klasse der Barbiturate (z.B. auch in Beruhigungs- und Schlafmitteln enthalten) und andere Mittel gegen Anfallsleiden (Carbamazepin, Diphenylhydantoin und Primidon) sowie regelmäßige, gewohnheitsmäßige und /oder missbräuchliche Alkoholaufnahme (Alkoholabusus) können den Abbau von Doxycyclin beschleunigen. Sigamuc kann dann nicht wirken, weil keine ausreichend hohen Blutspiegel des Wirkstoffs Doxycyclin erreicht werden.
Doxycyclin kann die Wirkung von bestimmten blutzuckersenkenden Mitteln (orale Sulfonylharnstoff-Antidiabetika) und von bestimmten blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln (Antikoagulantien vom Dicumarol-Typ) verstärken (siehe Abschnitt 2. ?Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Sigamuc ist erforderlich). Bei kombinierter Verabreichung sollte eine Kontrolle der Blutzucker- bzw. der Gerinnungsparameter erfolgen und ggf. eine entsprechende Dosisreduktion dieser Arzneimittel vorgenommen werden.
Sigamuc kann die sch√§digende (toxische) Wirkung von Ciclosporin A (Mittel zur Unterdr√ľckung der k√∂rpereigenen Immunabwehr) erh√∂hen.
Bei kombinierter Anwendung von Sigamuc mit hustenstillenden Mitteln kann aufgrund des eingeschränkten Hustenreflexes ein gefährlicher Sekretstau entstehen.
Sonstige Wechselwirkungen:
Die gleichzeitige Einnahme von Sigamuc und bestimmten anderen Antibiotika (Betalaktam-Antibiotika wie z.B. Penicilline, Cephalosporine) sollte vermieden werden, da sie zu einer Verminderung der Wirksamkeit gegen Bakterien f√ľhren kann.
Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch f√ľr vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten k√∂nnen.
Hinweis:
Unter der Behandlung mit Sigamuc kann in seltenen F√§llen die Wirksamkeit empf√§ngnis-verh√ľtender Arzneimittel (?Pille) vermindert sein. Es empfiehlt sich deshalb, noch zus√§tzlich nicht-hormonelle empf√§ngnisverh√ľtende Ma√ünahmen (z.B. Kondome) anzuwenden.
Bei Einnahme von Sigamuc zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Bitte nehmen Sie Milch, Milchprodukte und Fruchtsäfte, die Calcium enthalten, nicht zusammen mit Sigamuc ein. Halten Sie einen zeitlichen Abstand von mindestens 2 Stunden ein (siehe Abschnitt 2. Bei Einnahme von Sigamuc mit anderen Arzneimitteln).
Bitte beachten Sie, dass bei regelmäßiger, gewohnheitsmäßiger und/oder missbräuchlicher Aufnahme von Alkohol der Abbau von Doxycyclin beschleunigt ist (siehe auch Abschnitt 2. ?Bei Einnahme von Sigamuc mit anderen Arzneimitteln).
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Sigamuc Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

Mögliche Nebenwirkungen:

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

H√§ufig: Magen-Darm-St√∂rungen wie √úbelkeit, Magendruck, Sodbrennen, Brechreiz, Erbrechen, Bl√§hungen, Fettst√ľhle und Durchf√§lle

Die Einnahme des Arzneimittels nach oder mit den Mahlzeiten kann diese unerw√ľnschten Wirkungen zu einem gewissen Grad reduzieren.

Gelegentlich: Mund- und Rachenschleimhautentz√ľndungen, Heiserkeit, Schluckbeschwerden und vereinzelt schwarze Haarzunge

Selten: Geschw√ľre der Speiser√∂hre

Sehr selten: Treten während oder in den ersten Wochen nach Behandlung schwere, anhaltende Durchfälle auf, so ist an eine pseudomembranöse Enterokolitis zu denken. Diese durch eine Antibiotika- Behandlung ausgelöste Darmerkrankung kann lebensbedrohlich sein und erfordert eine sofortige und angemessene Behandlung (siehe Gegenmaßnahmen bei Nebenwirkungen).

Erkrankungen des Nervensystems

Selten: Drucksteigerung in der Sch√§delh√∂hle (Pseudotumor cerebri), die sich nach Beendigung der Behandlung wieder zur√ľckbildet. Sie √§u√üert sich durch Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, √úbelkeit, Erbrechen und m√∂glicherweise durch eine Sehst√∂rung.

St√∂rungen, bzw. der Verlust der Geruchs- und Geschmacksempfindung, welche sich nur in einigen F√§llen und nur unvollst√§ndig zur√ľckbildete

Sehr selten: Krampfanfälle sowie schmerzhafte Missempfindungen

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Allergische Hautreaktionen (siehe auch Abschnitt Erkrankungen des Immunsystems). Unter UV-Bestrahlung kann es zu schädlichen Reaktionen der belichteten Hautareale kommen (siehe auch Abschnitt 2. ?Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Sigamuc ist erforderlich).

Erkrankungen des Blut- und Lymphsystem

Gelegentlich: Störungen der Blutgerinnung und blutiger Urin

Selten: Verminderung der Zahl der Blutplättchen und der roten Blutkörperchen (Thrombozytopenie, Anämie), Verminderung oder Erhöhung der Zahl der weißen Blutkörperchen (Leukozytopenien, Lymphozytopenien, Leukozytosen) sowie Veränderungen an einigen Blutzelltypen (atypische Lymphozyten und toxische Granulationen der Granulozyten), Erkrankung der Lymphknoten (Lymphadenopathie). Diese Veränderungen normalisieren sich in der Regel nach Beendigung der Behandlung von selbst.

Leber- und Gallenerkrankungen

Bei √úberdosierungen besteht die Gefahr von Lebersch√§den oder einer Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse (Pankreatitis). W√§hrend der Schwangerschaft besteht eine erh√∂hte Gefahr von Lebersch√§den.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Tetracycline können eine Nierenschädigung (Nephrotoxizität) verursachen oder eine schon vorher bestehende Nierenfunktionseinschränkung verschlimmern.

Erkrankungen des Immunsystems

Gelegentlich: allergische Reaktionen

Dazu geh√∂ren Hautreaktionen mit und ohne Juckreiz, wie z.B. √∂rtlich begrenzte oder auch gro√üfl√§chige (generalisierte) Hautausschl√§ge (Exantheme), Hautr√∂tungen (Erytheme), Nesselausschlag mit Bl√§schen- und Quaddelbildung (Urticaria), vor√ľbergehende √∂rtliche Schwellung der Haut, der Schleimh√§ute oder der Gelenke (Angio√∂dem), Asthma, Hautausschl√§ge an den Genitalien und an anderen K√∂rperregionen und eine Serumkrankheit-√§hnliche Reaktion mit Fieber, Kopfschmerzen und Gelenkschmerzen.

Sehr selten: schwere Hauterscheinungen mit lebensbedrohlichen Allgemeinreaktionen; Scheibenrose (Erythema exsudativum multiforme)

Folgende Nebenwirkungen k√∂nnen schwerwiegende Folgen haben, nehmen Sie Sigamuc¬ģ nicht weiter ein und suchen Sie m√∂glichst umgehend Ihren Arzt auf:

Schwere (evtl.lebensbedrohliche) plötzlich auftretende Überempfindlichkeitserscheinungen können sich äußern als: Gesichtsschwellung (Gesichtsödem), Zungenschwellung, innere Kehlkopfschwellung mit Einengung der Luftwege, Herzjagen, Luftnot, Blutdruckabfall bis hin zum bedrohlichen Kreislaufzusammenbruch und Herzstillstand. Beim Auftreten dieser Erscheinungen ist sofortige ärztliche Hilfe erforderlich (siehe auch 4. ?Gegenmaßnahmen bei Nebenwirkungen).

Herz- und Gefäßerkrankungen

Sehr selten: Herzrasen, Herzrhythmusstörungen und Kreislaufversagen

Bewegungsapparat: Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Sehr selten: Muskel- und Gelenkschmerzen

Psychiatrische Erkrankungen

Sehr selten: Unruhe und Angstzustände

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Sehr selten: Luftnot

Augenerkrankungen:

Sehr selten: Sehstörungen und Doppeltsehen infolge Drucksteigerung in der Schädelhöhle

Sonstige Nebenwirkungen

Unter einer Behandlung mit Sigamuc kann es durch Selektion zu einer Pilz-Besiedelung (Candida) der Haut oder Schleimh√§ute (vor allem des Genitaltraktes und der Mund- und Darmschleimh√§ute) kommen mit Symptomen wie Mund- und Rachenschleimhautentz√ľndung (Glossitis, Stomatitis), akute Entz√ľndungen der √§u√üeren Geschlechtsorgane und der Scheide bei der Frau (Vulvovaginitis) sowie Juckreiz in der Analgegend.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie eine der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen oder andere unerw√ľnschte Wirkungen unter der Behandlung mit Sigamuc bemerken.

Gegenmaßnahmen bei Nebenwirkungen

Folgende Nebenwirkungen (nähere Erläuterungen zu diesen Nebenwirkungen siehe oben) können unter Umständen akut lebensbedrohlich sein. Darum ist sofort ein Arzt zu informieren, falls ein derartiges Ereignis plötzlich auftritt oder sich unerwartet stark entwickelt:

Pseudomembranöse Enterokolitis

Hier muss der Arzt eine Beendigung der Behandlung mit Sigamuc in Abh√§ngigkeit von der Indikation erw√§gen und ggf. sofort eine angemessene Behandlung einleiten. Arzneimittel, die die Darmbewegung (Peristaltik) hemmen, d√ľrfen nicht eingenommen werden.

Schwere akute √úberempfindlichkeitsreaktionen (z.B. Anaphylaxie)

Hier muss die Behandlung mit Sigamuc sofort abgebrochen werden. Die √ľblichen entsprechenden Notfallma√ünahmen m√ľssen von fachkundigen Personen eingeleitet werden.

Sehstörungen und Doppeltsehen infolge Drucksteigerung in der Schädelhöhle

Hier muss die Behandlung mit Sigamuc sofort abgebrochen werden. Ein Arzt ist aufzusuchen.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr√§chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.


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Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren.
Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.
Aufbewahrungsbedingungen: Nicht √ľber 25¬į C lagern

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Weitere Informationen

Was Sigamuc¬ģ enth√§lt
Die Wirkstoffe sind: Doxycyclin und Ambroxolhydrochlorid
Eine retardierte Hartkapsel enthält:
115,4 mg Doxycyclinhyclat entsprechend 100 mg Doxycyclin und
75 mg Ambroxolhydrochlorid
Die sonstigen Bestandteile sind:
Sucrose, Maisstärke, Talkum, Povidon (mittl. MG 400.000), MethacrylsäureMethacrylat- Copolymer (1:1) (Ph.Eur.), Schellack, Gelatine, Titandioxid (E 171), Indigocarmin, Eisen-III-hydroxid-oxid (E 172)
Wie Sigamuc¬ģ aussieht und Inhalt der Packung:
Sigamuc retardierte Hartkapseln sind gr√ľn-gelb gef√§rbt und in Packungen mit 10 (N1) und 20 (N2) retardierten Hartkapseln erh√§ltlich.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
esparma GmbH
Seepark 7
39116 Magdeburg
Tel.: +49-(0)391 63609870
Fax: +49-(0)391 63609879
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt √ľberarbeitet im Januar 2010

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Wirkstoff(e) Doxycyclin Ambroxol
Zulassungsland Deutschland
Hersteller esparma GmbH
Betäubungsmittel Nein
ATC Code R05GB01
Pharmakologische Gruppe Antitussiva und Expektoranzien, Kombinationen mit Antibiotika

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden