Penicillin Gr√ľnenthal 1 Millionen I.E

Abbildung Penicillin Gr√ľnenthal 1 Millionen I.E
Wirkstoff(e) Benzylpenicillin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Gr√ľnenthal GmbH
Betäubungsmittel Nein
ATC Code J01CE01
Pharmakologische Gruppe Betalactam-Antibiotika, Penicilline

Zulassungsinhaber

Gr√ľnenthal GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Penicillin G INFECTOPHARM 1 Mega Benzylpenicillin InfectoPharm Arzneimittel und Consilium GmbH
Tardocillin 1200 Benzylpenicillin-Benzathin InfectoPharm Arzneimittel und Consilium GmbH
InfectoCillin parenteral 10 Mega Benzylpenicillin InfectoPharm Arzneimittel und Consilium GmbH
Retacillin compositum 1,2 Mio I.E. Benzylpenicillin-Benzathin Dr. Friedrich Eberth Arzneimittel GmbH
InfectoCillin parenteral 5 Mega Benzylpenicillin InfectoPharm Arzneimittel und Consilium GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Penicillin Gr√ľnenthal 1 Millionen I.E. ist ein Antibiotikum (Penicillin) zur Behandlung bakterieller Infektionskrankheiten.
Penicillin Gr√ľnenthal 1 Millionen I.E. wird angewendet bei der Behandlung von systemischen und/oder lokalen Infektionen, die durch Benzylpenicillin-empfindliche Erreger verursacht sind, insbesondere solche durch Streptokokken, Pneumokokken, Gonokokken, Meningokokken und Spiroch√§ten, wie z. B.
Infektionen des Hals-Nasen-Ohren-Bereiches
Infektionen der unteren Atemwege
Infektionen des gynäkologischen Bereiches
Strahlenpilzkrankheit (Aktinomykose)
Diphtherie
Entz√ľndungen der Herzinnenhaut (Endokarditis) und im Bereich implantierter Herzklappen (Endoplastitis)
Wundrose (Erysipel)
Gasbrand
Gehirnhautentz√ľndung (Meningitis) und Hirnabszess
Entz√ľndung des Knochenmarks (Osteomyelitis)
Entz√ľndung des Bauchfells (Peritonitis)
Blutvergiftung (Septikämien)
Wundstarrkrampf (Tetanus)
Wundinfektionen.
Gegebenenfalls ist die Kombination mit einem weiteren geeigneten Antibiotikum angezeigt.
Bei √ľberwiegend durch Staphylokokken verursachten Infektionen, wie Knochenmarkentz√ľndung (Osteomyelitis) und Wundinfektionen, muss heute von Benzylpenicillin resistenten Staphylokokken ausgegangen werden. Eine Therapie mit Penicillin Gr√ľnenthal 1 Millionen I.E. sollte nur nach Resistenzpr√ľfung erfolgen.
Penicillin Gr√ľnenthal 1 Millionen I.E. sollte bei schweren Infektionen durch unbekannte Erreger nicht allein (in Monotherapie) angewendet werden.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Was m√ľssen Sie vor der Anwendung von Penicillin Gr√ľnenthal 1 Millionen I.E. Beachten?
Penicillin Gr√ľnenthal 1 Millionen I.E. darf nicht angewendet werden,
wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen Benzylpenicillin-Natrium oder einen der sonstigen Bestandteile von Penicillin Gr√ľnenthal 1 Millionen I.E. sind.
wenn Sie z. B. bereits fr√ľher mit Penicillin Gr√ľnenthal 1 Millionen I.E. oder mit anderen Penicillin-Pr√§paraten behandelt wurden und dabei √úberempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Hautausschl√§ge, Juckreiz, Fieber, Atemnot, Blutdruckabfall) aufgetreten sind, darf Penicillin Gr√ľnenthal 1 Millionen I.E. wegen der Gefahr eines lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schocks nicht angewendet werden.
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Penicillin Gr√ľnenthal 1 Millionen I.E. ist erforderlich,
wenn vor der Behandlung mit Penicillin Gr√ľnenthal 1 Millionen I.E. bei Ihnen nach Anwendung anderer Antibiotika (z. B. Cephalosporine, Imipenem), ausgenommen Monobactame (Aztreonam) Unvertr√§glichkeiten aufgetreten sind. In diesem Fall entscheidet Ihr Arzt, ob Penicillin Gr√ľnenthal 1 Millionen I.E. angewendet werden darf.
bei eingeschr√§nkter Nierenfunktion. Dann sollte die Erhaltungsdosis reduziert oder das Dosierungsintervall verl√§ngert werden (siehe ?Wie ist Penicillin Gr√ľnenthal 1 Millionen I.E. anzuwenden??).
bei Patienten mit einer Herzerkrankung oder schweren Elektrolytstörungen anderen Ursprungs. Dann sollten Sie auf die Elektrolytzufuhr achten, insbesondere auf die Kaliumzufuhr.
wenn Sie an Hautpilzerkrankungen leiden. Dann ist das Risiko allergischer Reaktionen erhöht.
wenn Sie Diabetiker sind. Dann ist mit einer verzögerten Resorption aus dem intramuskulären Depot zu rechnen.
wenn Sie bestimmte Arzneimittel einnehmen/anwenden. Dann kann es sein, dass Sie Penicillin Gr√ľnenthal 1 Millionen I.E. nicht bzw. nur mit besonderer Vorsicht anwenden d√ľrfen, bitte lesen Sie deshalb auch den Abschnitt √ľber die ?Anwendung mit anderen Arzneimitteln? besonders aufmerksam.
wenn Sie Penicillin Gr√ľnenthal 1 Millionen I.E. langfristig und wiederholt anwenden. Dies kann zu Superinfektionen mit resistenten Bakterien oder Sprosspilzen f√ľhren.
Kinder
Bei Fr√ľh- und Neugeborenen sollten Sie wegen der Leberunreife und der verminderten Ausscheidung von Benzylpenicillin ein Dosierungsintervall von 12 Stunden nicht unterschreiten (siehe ?Wie ist Penicillin Gr√ľnenthal 1 Millionen I.E. anzuwenden??).
Beeinflussung von labordiagnostischen Untersuchungen
Wenn Sie Penicillin Gr√ľnenthal 1 Millionen I.E. anwenden, k√∂nnen die Ergebnisse folgender labordiagnostischer Untersuchungen zu falsch positiven Ergebnissen f√ľhren:

  • Die Eiwei√übestimmung im Urin mittels Pr√§zipitationsverfahren (Sulfosalicyls√§ure, Trichloressigs√§ure), der Folin-Ciocalteu-Lowry-Methode oder der Biuret-Methode.
  • Die Aminos√§urebestimmung im Urin mittels der Ninhydrin-Methode.
  • Der nicht enzymatische Harnzuckernachweis und der Urobilinogennachweis.
  • Der direkte Coombs-Test (spezieller medizinischer Test im Blut). Er entwickelt sich h√§ufig bei Patienten, die 10¬†Millionen¬†I.E. (entsprechend 6¬†g) Benzylpenicillin oder mehr pro Tag erhalten, positiv. Nach Absetzen des Penicillins kann der direkte Coombs-Test noch w√§hrend 6¬†bis¬†8 Wochen positiv bleiben und die H√§molyse (Zerfall roter Blutk√∂rperchen) anhalten.
  • Bei der Bestimmung von 17-Ketosteroiden (mittels der Zimmermann-Reaktion) im Urin k√∂nnen unter der Therapie mit Penicillin Gr√ľnenthal 1¬†Millionen¬†I.E. erh√∂hte Werte auftreten.


Weiterhin können die Ergebnisse folgender labordiagnostischer Untersuchungen beeinflusst werden:

  • In elektrophoretischen Methoden zur Albumin-Bestimmung kann durch die Bindung von Penicillinen an Albumine eine Pseudobisalbumin√§mie vorget√§uscht werden.


Bei Anwendung von Penicillin Gr√ľnenthal 1 Millionen I.E. mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor Kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Fragen Sie Ihren Arzt insbesondere, wenn Sie Arzneimittel mit den Wirkstoffen Probenecid, Acetylsalicyls√§ure oder andere Salicyls√§ureverbindungen, Phenylbutazon, Indometacin und Sulfinpyrazon einnehmen, da diese Wirkstoffe zu einer erh√∂hten Konzentration von Benzylpenicillin und einer verl√§ngerten Verweildauer im Blut f√ľhren. Zus√§tzlich hemmt Probenecid auch den Penicillin-Transport aus der Gehirn-R√ľckenmark-Fl√ľssigkeit, so dass bei gleichzeitiger Gabe von Probenecid die ohnehin schlechte Penetration von Benzylpenicillin in das Gehirngewebe noch verringert wird.
Sie sollten Penicillin Gr√ľnenthal 1 Millionen I.E. aufgrund m√∂glicher antagonistischer Effekte nicht kombiniert mit Bakterienwachstum hemmenden (bakteriostatischen) Arzneimitteln anwenden.
Bitte beachten Sie, es ist nicht auszuschlie√üen, dass unter der Therapie mit Penicillin Gr√ľnenthal 1 Millionen I.E. in seltenen F√§llen die Sicherheit der empf√§ngnisverh√ľtenden Wirkung von hormonalen Kontrazeptiva ("Pille") in Frage gestellt sein kann. Es empfiehlt sich deshalb, zus√§tzlich andere Methoden der Empf√§ngnisverh√ľtung anzuwenden.
Informieren Sie bitte au√üerdem Ihren Arzt oder Apotheker beim Auftreten von Durchf√§llen, da diese zur St√∂rung der Aufnahme anderer Arzneimittel in den K√∂rper f√ľhren und damit deren Wirkung beeintr√§chtigen k√∂nnen.
Bitte beachten Sie, dass diese Angaben auch f√ľr vor Kurzem angewandte Arzneimittel gelten k√∂nnen.
Schwangerschaft und Stillzeit
Bisherige Erfahrungen mit der Anwendung bei Schwangeren haben keine Anhaltspunkte f√ľr fruchtsch√§digende Wirkungen ergeben. Eine Anwendung von Penicillin Gr√ľnenthal 1 Millionen I.E. ist w√§hrend der gesamten Schwangerschaft bei entsprechender Indikationsstellung m√∂glich.
Benzylpenicillin tritt in geringen Mengen in die Muttermilch √ľber. Bei der Anwendung von Penicillin Gr√ľnenthal 1 Millionen I.E. w√§hrend der Stillzeit ist beim gestillten S√§ugling eine Sensibilisierung und Beeintr√§chtigung der normalen bakteriellen Darmbesiedelung nicht auszuschlie√üen. Achten Sie auf Durchf√§lle und Sprosspilzbesiedelung der Schleimh√§ute beim S√§ugling.
Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrst√ľchtigkeit und die F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen durchgef√ľhrt. Auf Grundlage des Arzneimittelprofils und der gelisteten Nebenwirkungen ist kein Effekt oder vernachl√§ssigbarer Einfluss von Benzylpenicillin auf die Verkehrst√ľchtigkeit und die F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen zu erwarten.
Benzylpenicillin kann jedoch bei Anwendung in h√∂herer Dosierung Nebenwirkungen (z. B. Schwindel), die die Verkehrst√ľchtigkeit und die F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen beeinflussen, zur Folge haben (siehe ?Welche Nebenwirkungen sind m√∂glich??).
Wichtige Informationen √ľber bestimmte sonstige Bestandteile von Penicillin Gr√ľnenthal 1¬†Millionen I.E.
Eine Flasche Penicillin Gr√ľnenthal 1¬†Millionen I.E. enth√§lt 1,7 mmol (38,6 mg) Natrium. Wenn Sie eine kochsalzarme Di√§t einhalten m√ľssen, sollten Sie dies ber√ľcksichtigen.

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Wie wird es angewendet?

Wie ist Penicillin Gr√ľnenthal 1 Millionen I.E. Anzuwenden?
Wenden Sie dieses Arzneimittel entsprechend der nachfolgenden Dosierungsempfehlung an.
F√ľr Einheiten und Masseangaben gelten folgende Beziehungen:
1 mg Benzylpenicillin-Natrium entspricht 1670 Internationalen Einheiten (I.E.) Benzylpenicillin.
1 Millionen Internationale Einheiten Benzylpenicillin entsprechen 598,9 mg Benzylpenicillin-Natrium.
Im Allgemeinen betrachtet man 600 mg Benzylpenicillin-Natrium als äquivalent zu 1 Millionen Internationalen Einheiten Benzylpenicillin.
Wie viel von Penicillin Gr√ľnenthal 1 Millionen I.E. und wie oft sollten Sie Penicillin Gr√ľnenthal 1 Millionen I.E. anwenden?
Benzylpenicillin hat einen breiten Dosierungsspielraum, wobei sich die Art der Anwendung, die Höhe der Dosis und das Dosierungsintervall nach Art und Empfindlichkeit des Erregers, der Schwere der Infektion und dem Zustand des Patienten richten.
Erwachsene und Kinder √ľber 12 Jahre:
erhalten bei normal empfindlichen Keimen eine Tagesdosis von 1¬†bis¬†5 Millionen¬†I.E. Benzylpenicillin (entsprechend 600 ‚Äď 3000¬†mg Benzylpenicillin-Natrium), verteilt auf 4 bis 6 Einzelgaben. Bei schweren Infektionen, wie z. B. bakterieller Endokarditis oder Meningitis, sollten die Tagesdosen auf 20¬†bis 60 Millionen¬†I.E. Benzylpenicillin (entsprechend 12.000¬†bis¬†36.000¬†mg Benzylpenicillin-Natrium) erh√∂ht werden.
Kinder (1. bis 12. Lebensjahr):
0,05 bis 0,5 Millionen I.E. Benzylpenicillin (entsprechend 30 bis 300 mg Benzylpenicillin-Natrium)/kg KG und Tag in 4 bis 6 Einzelgaben.
Säuglinge (1. bis 12. Lebensmonat):
0,05 bis 1,0 Millionen I.E. Benzylpenicillin (entsprechend 30¬†‚Äst600¬†mg Benzylpenicillin-Natrium)/kg KG und Tag in 3 bis 4 Einzelgaben.
Vorsicht: Bei zu rascher Infusion kann es zu Krämpfen kommen.
Neugeborene (bis 4. Lebenswoche):
0,05 bis 0,1 (bis 0,5) Millionen I.E. Benzylpenicillin [entsprechend 30 bis 60 (bis 300) mg Benzylpenicillin-Natrium]/kg KG und Tag in 2 Einzelgaben.
Bei Fr√ľh- und Neugeborenen sollte wegen der Leberunreife und der verminderten Exkretion von Benzylpenicillin ein Dosierungsintervall von 12 Stunden nicht unterschritten werden.
Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion
Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist die Initialdosis gleich der bei Nierengesunden.
Sie sollten jedoch die Erhaltungsdosis reduzieren bzw. verlängern Sie das Dosierungsintervall. Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion werden folgende Dosierungen (bezogen auf ein Körpergewicht von 70 kg) empfohlen:
Dosis
Millionen I.E. Benzylpenicillin

Glomeruläre Filtrationsrate (ml/min)Serum-Kreatinin
(mg/100 ml)
(mg Benzylpenicillin-Natrium)Dosierungsintervall (h)
1200,85 (3000)6
452,05 (3000)8
183,54 (2400)8
86,05 (3000)12
215,53 (1800)12
unter 2--2 (1200)12


Art der Anwendung
Penicillin Gr√ľnenthal 1 Millionen I.E. k√∂nnen Sie in einen Muskel (intramuskul√§r) oder in eine Vene (intraven√∂s) einspritzen oder als Kurzinfusion verabreichen.
Zur Herstellung der Injektionsl√∂sung oder Infusionsl√∂sung l√∂sen Sie das Pulver zur Herstellung einer Injektionsl√∂sung oder Infusionsl√∂sung in Wasser f√ľr Injektionszwecke. Als L√∂sungsmittel k√∂nnen Sie auch 5%ige Glukosel√∂sung verwenden.
Bereiten Sie die Injektionsl√∂sungen oder Infusionsl√∂sungen von Penicillin Gr√ľnenthal 1 Millionen I.E. vor der Gabe stets frisch zu und pr√ľfen Sie sie auf Klarheit. Wenden Sie L√∂sungen mit Tr√ľbungen oder Ausf√§llungen nicht an.
Intravenöse Injektion und Infusion:
Bei der intraven√∂sen Injektion oder Infusion sollten Sie isotonische L√∂sungen anstreben. Isotonische L√∂sungen enthalten ca. 100.000 I.E. Benzylpenicillin (entsprechend 60 mg Benzylpenicillin-Natrium)/ml Wasser f√ľr Injektionszwecke.
Dosen √ľber 2 Millionen I.E. Benzylpenicillin (entsprechend 1200 mg Benzylpenicillin-Natrium) sollten Sie langsam (h√∂chstens 0,5 Millionen I.E. bzw. 300 mg/min) verabreichen, um zentralnerv√∂se St√∂rungen zu vermeiden.
Penicillin Gr√ľnenthal 1 Millionen I.E. sollten Sie dementsprechend in 10 ml Wasser f√ľr Injektionszwecke l√∂sen und √ľber mindestens 2 Minuten injizieren oder infundieren.
Intramuskuläre Injektion:
L√∂sungen, die bis zu 100.000 I.E. Benzylpenicillin (entsprechend 60¬†mg Benzylpenicillin-Natrium)/ml Wasser f√ľr Injektionszwecke enthalten, werden am besten toleriert. Die intramuskul√§re Gabe h√∂her konzentrierter L√∂sungen, z. B. 0,5¬†bis¬†1¬†Millionen¬†I.E. Benzylpenicillin (entsprechend 300¬†bis¬†600¬†mg Benzylpenicillin-Natrium)/ml Wasser f√ľr Injektionszwecke, ist m√∂glich, sie ist jedoch aufgrund der Hypertonie nicht ganz schmerzfrei. Letzteres trifft in verst√§rktem Ma√üe f√ľr L√∂sungen von Benzylpenicillin in isotonischer Natriumchloridl√∂sung zu.
Es empfiehlt sich nicht, Einzeldosen von mehr als 10 Millionen I.E. Benzylpenicillin (entsprechend 6000 mg Benzylpenicillin-Natrium), gel√∂st in 10 bis 20 ml Wasser f√ľr Injektionszwecke, intramuskul√§r zu verabreichen.
Dauer der Anwendung
√úber die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt.
Die Behandlungsdauer ist vom Ansprechen der Erreger bzw. dem klinischen Erscheinungsbild abh√§ngig, Sie sollten sie mindestens 3 Tage √ľber die Entfieberung hinaus fortf√ľhren.
Sollte nach 3 bis 4 Tagen ein Therapieeffekt nicht erkennbar sein, f√ľhren Sie eine erneute Sensibilit√§tsbestimmung durch und wechseln Sie gegebenenfalls das Pr√§parat.
Wenn Sie eine gr√∂√üere Menge Penicillin Gr√ľnenthal 1 Millionen I.E. angewendet haben als Sie sollten
Spezielle Ma√ünahmen bei √úberdosierung, au√üer dem Absetzen von Penicillin Gr√ľnenthal 1 Millionen I.E., sind nicht erforderlich.
Im Rahmen einer hochdosierten Penicillin-Therapie sind neurotoxische Reaktionen möglich (siehe ?Welche Nebenwirkungen sind möglich??).

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Penicillin Gr√ľnenthal 1 Millionen I.E. Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.
Die häufigsten (bei bis zu 1 von 10 Behandelten) Nebenwirkungen, die in Zusammenhang mit einer Benzylpenicillin-Therapie auftreten, sind allergische Reaktionen. Bei Anwendung von Benzylpenicillin in hohen Dosierungen treten neurotoxische Rekationen (z. B. Schwindel) bei bis zu 1 von 10 Behandelten auf (siehe unten ?Besondere Hinweise?).
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden √ľblicherweise folgende H√§ufigkeiten zugrunde gelegt:

Sehr häufigMehr als 1 von 10 Behandelten
HäufigWeniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
GelegentlichWeniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten
SeltenWeniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten
Sehr seltenWeniger als 1 von 10.000 Behandelten
Nicht bekanntH√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

Mögliche Nebenwirkungen:

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems:
Sehr selten:Verminderung der Gesamtleukozytenzahl (Leukopenie); Verminderung der Granulozyten im Blut (Granulozytopenie); absolute oder relative Verminderung der neutrophilen Granulozyten (Neutropenie); hochgradige Verminderung der Granulozyten (Agranulozytose); verminderte Zahl der Thrombozyten (Thrombozytopenie); gleichzeitige Verminderung der Erythro-, Leuko- und Thrombozyten im peripheren Blut (Panzytopenie); Vermehrung der eosinophilen Granulozyten im Blut (Eosinophilie) Blutarmut (hämolytische Anämie), Blutgerinnungsstörungen (siehe ?Besondere Hinweise?).
Erkrankungen des Immunsystems:
H√§ufig:Allergische Reaktionen, (z. B. Schwellungen der Haut und Schleimh√§ute, vor allem im Gesichtsbereich, im Mund Rachen und Kehlkopf (angioneurotisches √Ėdem, Larynx√∂dem); Atemnot (Bronchospasmus); allergische Lungenreaktion (eosinophile pulmonale Infiltrate); Serumkrankheits-Syndrom; polymorphes (morbilli- oder skarlatiniformes) Exanthem mit und ohne Eosinophilie; stark juckende Hautquaddeln (urtikarielle oder √∂demat√∂se Hauterscheinungen); druckschmerzhafte Hautknoten (Erythema nodosum); Kapillarblutungen in Haut und Schleimh√§uten (allergische Purpura; allergische Vasculitis)).
Selten:Anaphylaktische Schockreaktionen mit Kreislaufversagen, Schweißausbruch und Bewusstseinsstörungen (sehr selten lebensbedrohlich).
Sehr selten:
Nicht bekannt:
Schwere, zum Teil lebensbedrohliche Hautreaktion, in der Regel mit Schleimhautbeteiligung (Stevens-Johnson-Syndrom; Lyell-Syndrom).
Jarisch-Herxheimer‚ÄďReaktion (siehe ?Besondere Hinweise?).
Psychiatrische Erkrankungen:
Nicht bekannt:Halluzinationen (bei hochdosierter Therapie).
Erkrankungen des Nervensystems:
Häufig:
Nicht bekannt:
Unter hochdosierter Therapie neurotoxische Effekte, z. B. Benommenheit, gesteigerte Erregbarkeit der Reflexe (Hyperreflexie), Muskelzuckungen (Myoklonien), (siehe ?Besondere Hinweise?).
Koma, Krämpfe (bei hochdosierter Therapie, siehe ?Besondere Hinweise?).
Gefäßerkrankungen:
Nicht bekannt:Arterielle Gef√§√üverschl√ľsse.
Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes:
Gelegentlich:Entz√ľndung der Zungenschleimhaut (Glossitis); Entz√ľndung der Mundschleimhaut (Stomatitis); schwarze Haarzunge (Lingua villosa nigra); √úbelkeit, Erbrechen, Durchfall.
Selten:Schwere, wässrige Durchfälle, die mit Fieber oder Bauchschmerzen einhergehen können (Pseudomembranöse Enterokolitis), (siehe unten?Folgende Nebenwirkungen können schwerwiegende Folgen haben, ?).
Leber- und Gallenerkrankungen:
Sehr selten:Leberzellsch√§digung (akute Hepatitis); Abflussst√∂rung der Gallenfl√ľssigkeit (Cholestase).
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:
Sehr selten:Schälrötelsucht (exfoliative Dermatitis).
Erkrankungen der Nieren und Harnwege:
Gelegentlich:Interstitielle Nephritis, akutes Nierenversagen mit fehlender Urinproduktion (Anurie).
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort:
H√§ufig:Arzneimittelfieber, bei intramuskul√§rer Gabe Schmerzen an der Injektionsstelle, bei intraven√∂ser Verabreichung Reizungen der Venenwand bis hin zur Venenentz√ľndung (Thrombophlebitis).
Untersuchungen:
Häufig:Positiver direkter Coombs-Test (siehe ?Beeinflussung von labordiagnostischen Untersuchungen?).

Folgende Nebenwirkungen k√∂nnen schwerwiegende Folgen haben, wenden Sie Penicillin Gr√ľnenthal 1 Millionen I.E. nicht weiter an und informieren Sie m√∂glichst umgehend Ihren Arzt.
- Nesselsucht (urtikarielle Sofortreaktion).
- Schwere, wässrige Durchfälle während oder nach der Therapie, die mit Fieber oder Bauchschmerzen einhergehen können, da sich dahinter eine ernstzunehmende Darmerkrankung (pseudomembranöse Enterokolitis) verbergen kann.
- Schwere Unverträglichkeitsreaktionen.
- Das Nervensystem beeinträchtigende (neurotoxische) Reaktionen (siehe ?Besondere Hinweise?).
Besondere Hinweise:
Bei Patienten mit Hautpilzerkrankungen k√∂nnen bereits bei erstmaliger Gabe von Penicillin Gr√ľnenthal 1 Millionen I.E. allergische Reaktionen auftreten.
Nach l√§ngerer, hochdosierter Benzylpenicillin-Therapie kann es zum Auftreten einer dosisabh√§ngigen Neutropenie (Verminderung von bestimmten wei√üen Blutk√∂rperchen) kommen. Bei Totaldosen von √ľber 200 Millionen I.E. (entsprechend 120 g) Benzylpenicillin wird diese Nebenwirkung h√§ufig bis sehr h√§ufig beobachtet, unterhalb dieser Dosis ist diese sehr gering. Nach Absetzen der Therapie kommt es in 90¬†% der F√§lle innerhalb von 2- 8 Tagen zu einer raschen Erholung. Bei Weiterf√ľhrung der Therapie kann es zur vollst√§ndigen Agranulozytose (fehlende Bildung von Granulozyten, einer bestimmten Art der wei√üen Blutk√∂rperchen) kommen.
Blutgerinnungsstörungen infolge Hemmung der Vernetzung von Blutplättchen (Thrombozytenaggregation) unter der Therapie mit Benzylpenicillin sind ebenfalls dosisabhängig. Eine relevante Verlängerung der Blutungszeit tritt bei Nierengesunden oberhalb einer Tagesdosis von 20 Millionen I.E. (entsprechend 12 g) Benzylpenicillin ein. Die Störung tritt innerhalb von 24 Stunden nach Beginn der Therapie ein und hält bis zu 4 Tage nach Absetzen von Benzylpenicillin an. Bei höheren Konzentrationen können zusätzlich Störungen der plasmatischen Gerinnung (spezielle Art der Blutgerinnung) auftreten.
Ebenfalls nach längerdauernder, hochdosierter Therapie entwickelt ein geringer Prozentsatz der Patienten eine immunvermittelte hämolytische Anämie (besondere Art einer Blutarmut). Als mittlere Totaldosis wurden 411 Millionen I.E. (entsprechend 246,6 g) Benzylpenicillin errechnet, die während einer mittleren Behandlungszeit von 20 Tagen gegeben wurden. Andere allergische Manifestationen sind gewöhnlich nicht vorhanden. Nach Absetzen des Penicillins kann die Hämolyse (Zerfall roter Blutkörperchen)noch während 6 - 8 Wochen anhalten (siehe Coombs-Test unter ?Beeinflussung von labordiagnostischen Untersuchungen?).
Das Nervensystem beeintr√§chtigende (neurotoxische) Reaktionen z. B. (siehe ?Welche Nebenwirkungen sind m√∂glich?) wurden bei Benzylpenicillin-Tagesdosen von 40¬†bis 60 Millionen I.E. (entsprechend 24¬†bis 36¬†g) bei Nierengesunden, von 20¬†Millionen¬†I.E. (entsprechend 12¬†g) bei Patienten mit leicht- bis mittelgradig eingeschr√§nkter Nierenfunktion und von 10¬†Millionen¬†I.E. (entsprechend 6¬†g) bei Patienten mit schwerem Nierenfunktionsverlust (Niereninsuffizienz) beobachtet. In wenigen dieser F√§lle wurde √ľber einen t√∂dlichen Verlauf berichtet.
Besondere Anf√§lligkeit f√ľr neurotoxische Reaktionen besteht auch bei S√§uglingen und alten Menschen, bei Patienten mit Krampfbereitschaft (Epilepsie), fieberhaften Infektionen durch gramnegative Erreger (besondere Bakteriengruppe), Herzklappenentz√ľndung (Endokarditis) oder herzchirurgischen Eingriffen mit Herz-Lungen-Maschinen.
Die unter hochdosierter Therapie gelegentlich auftretenden Krämpfe klingen meist nach 12 bis 72 Stunden ab. Eine Behandlung mit Diazepam ist angezeigt.
Natriumvergiftungen wurden nach Gabe von 100 Millionen I.E. (entsprechend 60 g) Benzylpenicillin-Natrium/Tag beobachtet.
Bei der Behandlung von Spiroch√§teninfektionen (Lues, Borreliose) kann es (meist 2¬†bis 12¬†Stunden nach der ersten Dosis) zum Auftreten einer Jarisch-Herxheimer-Reaktion (siehe ?Welche Nebenwirkungen sind m√∂glich??) kommen, die durch Fieber und Sch√ľttelfrost gekennzeichnet ist.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr√§chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Wie ist Penicillin Gr√ľnenthal 1 Millionen I.E. aufzubewahren?
Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren.
Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton nach ?Verwendbar bis? angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch oder Zubereitung
Bereiten Sie Injektionsl√∂sungen oder Infusionsl√∂sungen von Penicillin Gr√ľnenthal 1 Millionen I.E. unmittelbar vor der Anwendung frisch zu und pr√ľfen Sie sie auf Klarheit.
Bitte verwenden Sie Penicillin Gr√ľnenthal 1 Millionen I.E. L√∂sungen nicht, wenn Sie folgendes bemerken: Tr√ľbungen oder Ausf√§llungen.
Die chemische und physikalische Stabilit√§t der gebrauchsfertigen Zubereitung wurde f√ľr 6¬†Stunden bei Raumtemperatur nachgewiesen. Aus mikrobiologischer Sicht sollten Sie die gebrauchsfertige Zubereitung sofort verwenden. Verwenden Sie die gebrauchsfertige Zubereitung nicht sofort, sind Sie als Anwender f√ľr die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich.

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Weitere Informationen

Weitere Informationen
Was Penicillin Gr√ľnenthal 1 Millionen I.E. enth√§lt
Der Wirkstoff ist:
Benzylpenicillin-Natrium,
Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung oder Infusionslösung.
1 Flasche enthält 599 mg Benzylpenicillin-Natrium (entsprechend 1.000.000 I.E. Benzylpenicillin).
Der sonstige Bestandteil ist:
1 Flasche Penicillin Gr√ľnenthal 1 Millionen I.E. enth√§lt 38,6 mg Natrium (entsprechend 1,7 mmol Na+).
Wie Penicillin Gr√ľnenthal 1 Millionen I.E aussieht und Inhalt der Packung
Weißes Pulver.
Penicillin Gr√ľnenthal 1 Millionen I.E. ist in Packungen mit 10 Flaschen erh√§ltlich.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
Gr√ľnenthal GmbH ‚Äď 52099 Aachen
Tel.:: 0241 569-1111
Fax: 0241 569-1112
E-Mail: Service@grunenthal.com
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt √ľberarbeitet im 0010.

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Wirkstoff(e) Benzylpenicillin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Gr√ľnenthal GmbH
Betäubungsmittel Nein
ATC Code J01CE01
Pharmakologische Gruppe Betalactam-Antibiotika, Penicilline

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden