Wirkstoff(e) Piperacillin Tazobactam
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Pfizer Pharma GmbH
BetÀubungsmittel Nein
ATC Code J01CR05
Pharmakologische Gruppe Betalactam-Antibiotika, Penicilline

Kurzinformationen

Zulassungsinhaber

Pfizer Pharma GmbH

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Tazobac EF 4 g/0,5 g ist ein Penicillin-Antibiotikum zur Injektions- und Infusionsbehandlung. Der enthaltene Wirkstoff ist Piperacillin.

Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Wenn der Patient allergisch gegen einen der Inhaltsstoffe ist oder unter 2 Jahre alt ist, darf ihm das Arzneimittel nicht verabreicht werden.

Bevor Sie Tazobac EF 4g/0,5g zu sich nehmen sprechen Sie bitte mit einem Arzt oder Apotheker. Falls Sie an einer der hier aufgelisteten Beschwerden leiden, darf das Arzneimittel nicht eingenommen werden.

Wie wird es angewendet?

Das Arzneimittel wird nur durch einen Arzt verabreicht.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

HĂ€ufige Nebenwirkungen sind:

  • Hautrötung
  • Durchfall, Übelkeit und Erbrechen

Hier finden Sie Informationen zu den ĂŒbrigen Nebenwirkungen.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich aufbewahren.

Die Kurzinformation

Alle fĂŒr die Kurzinformation herangezogenen Informationen stammen von der Gebrauchsinformation des jeweiligen Medikaments. Kurzinformationen sollen Ihnen dabei helfen einen schnellen Überblick ĂŒber ein Medikament zu gewinnen. Diese Informationen sind aus GrĂŒnden der Lesbarkeit bewusst verkĂŒrzt und beinhalten nicht alle Anwendungsgebiete, Gegenanzeigen und Nebenwirkungen. Bitte lesen Sie die gesamte Gebrauchsinformation - speziell bei Fragen zu Gegenanzeigen, Dosierungen und Nebenwirkungen.
Markus FalkenstÀtter, BSc

Markus FalkenstÀtter, BSc
Autor

Markus FalkenstÀtter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der UniversitÀt Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer
Lektor

Stefanie Lehenauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der UniversitÀt Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Tazobac EF 4 g/0,5 g ist ein Penicillin-Antibiotikum zur Injektions- und Infusionsbehandlung.

Anwendungsgebiet
Piperacillin gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als Breitband-Penicilline bezeichnet werden; dies sind Antibiotika, die eine Vielzahl von Bakterienarten abtöten können. Tazobactam verhindert, dass sich bestimmte Bakterien gegen die Wirkungen von Piperacillin zur Wehr setzen. Das bedeutet, dass bei der gemeinsamen Gabe von Piperacillin und Tazobactam mehr Bakterienarten abgetötet werden können.

Erwachsene und Kinder ĂŒber 12 Jahre ( 40 kg)

  • Außerhalb des Krankenhauses erworbene Infektionen der Lunge (ambulant erworbene Pneumonie)
  • Im Krankenhaus eingetretene LungenentzĂŒndung (nosokomiale Pneumonie)
  • Außerhalb des Krankenhauses erworbene Infektionen der Haut und der Weichteile
  • Komplizierte Harnwegsinfektionen
  • Infektionen der Bauchhöhle
  • Bakterielle Infektionen bei erwachsenen Patienten mit verminderter Anzahl weißer Blutkörperchen (Neutropenie) in Kombination mit einem anderen Antibiotikum aus der Gruppe der Aminoglykoside
  • Blutvergiftung (bakterielle Sepsis)

Kinder im Alter von 2 bis 12 Jahren:

  • Intraabdominelle Infektionen, einschließlich Appendizitis mit Perforations- und Abszesskomplikation, Peritonitis und Galleninfektionen
  • Infektionen bei Kindern mit verminderter Anzahl weißer Blutkörperchen (Neutropenie) in Kombination mit einem anderen Antibiotikum aus der Gruppe der Aminoglykoside.

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Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Tazobac EF 4 g/0,5 g darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie ĂŒberempfindlich (allergisch) gegen Betalaktam-Antibiotika (Penicilline, Piperacillin und Cephalosporine), Betalaktamase-Inhibitoren (Tazobactam) oder einen der sonstigen Bestandteile von Tazobac EF 4 g/0,5 g sind.
  • bei Kindern unter 2 Jahren

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Tazobac EF 4 g/0,5 g ist erforderlich

  • wenn Sie unter sonstigen Allergien (z.B. Heuschnupfen, Nesselsucht) oder Asthma leiden, da dann das Risiko fĂŒr schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen erhöht ist.

Vor der Behandlung mit Tazobac EF 4 g/0,5 g sollte eine sorgfĂ€ltige Untersuchung hinsichtlich vorangegangener Überempfindlichkeitsreaktionen gegenĂŒber Betalaktam-Antibiotika (z.B. Penicilline, Cephalosporine) und anderen Allergenen erfolgen. Eine Kreuzallergie mit Cephalosporinen und Betalaktamase-Inhibitoren kann bestehen.
Bei einigen mit Betalaktam-Antibiotika behandelten Patienten traten Blutungen auf. Diese Reaktionen wurden in einigen FĂ€llen mit VerĂ€nderungen in den Blutgerinnungsparametern in Zusammenhang gebracht; ihr Auftreten ist wahrscheinlicher bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen. Bei auftretenden Blutungen sollte das Antibiotikum abgesetzt und geeignete therapeutische Maßnahmen eingeleitet werden.

Es können Verminderungen der Anzahl der weißen und neutrophilen Blutkörperchen (Leukopenie und Neutropenie) auftreten, insbesondere wĂ€hrend einer lĂ€nger dauernden Therapie. Daher sollte die Bildung der Blutkörperchen in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden ĂŒberprĂŒft werden.

Wie bei der Behandlung mit anderen Penicillinen können bei der Anwendung hoher Dosen neurologische Komplikationen in Form von KrÀmpfen auftreten, insbesondere bei Patienten mit eingeschrÀnkter Nierenfunktion.
Achten Sie auf Zeichen einer möglichen Folgeinfektion, z. B. Pilzbefall der SchleimhĂ€ute mit Rötung und weißlichen BelĂ€gen der SchleimhĂ€ute.

Bei lĂ€ngerer Behandlungsdauer mit Tazobac EF 4 g/0,5 g wird eine regelmĂ€ĂŸige Kontrolle des Blutbildes und der Leber- und Nierenwerte empfohlen.

Der klinische und/oder mikrobiologische Krankheitsverlauf sollte von Ihrem Arzt engmaschig ĂŒberwacht werden.
Der Inhalt einer Durchstechflasche Tazobac EF 4 g/0,5 g enthÀlt 11,2 mmol (256 mg) Natrium.
Wenn Sie eine kochsalzarme DiĂ€t einhalten mĂŒssen, sollten Sie dies berĂŒcksichtigen.

Ein erniedrigter Kaliumspiegel im Blut kann bei Patienten mit niedrigen Kaliumreserven und unter Begleitmedikationen, die die Kaliumwerte verringern können, auftreten. Daher wird empfohlen, bei diesen Patienten in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden Elektrolytbestimmungen durchzufĂŒhren.

Unter der Anwendung von Tazobac EF 4 g/0,5 g können verschiedene labordiagnostische Untersuchungen beeinflusst werden.
Bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen oder HÀmodialyse-Patienten sollte die intravenöse Gabe entsprechend der Schwere der Nierenfunktionsstörung angepasst werden.

Bei gemeinsamer Anwendung von Tazobac EF 4 g/0,5 g mit Amikacin ĂŒber ein Infusionsbesteck gibt es bisher keine ausreichenden Erfahrungen ĂŒber das Auftreten spezieller Nebenwirkungen, wie beispielsweise verstĂ€rktes Nebenwirkungsprofil am Ort der Injektion bzw. Infusion.

Das Arzneimittel darf nur mit den unter Abschnitt 6. aufgefĂŒhrten Lösungsmitteln gelöst werden.
Bei gemeinsamer Anwendung von Tazobac EF 4 g/0,5 g mit Amikacin ĂŒber ein Infusionsbesteck sind beide Arzneimittel ausschließlich mit den unter 6. beschriebenen Lösungsmitteln aufzulösen.

Bei Anwendung von Tazobac EF 4 g/0,5 g mit anderen Arzneimitteln:
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. FĂŒr zusĂ€tzliche Informationen steht Ihnen Ihr Arzt zur VerfĂŒgung.

VerÀnderung der Wirksamkeit von Tazobac EF 4 g/0,5 g durch andere Arzneimittel:

  • Antibiotika, die das Bakterienwachstum hemmen (z. B. Tetrazykline).
  • höher dosierte Betalaktamantibiotika
  • Probenecid-haltige Arzneimittel (gegen Gicht)
  • Analgetika / Antipyretika-haltige Arzneimittel wie Indometacin, Phenylbutazon, Salizylate und Sulfinpyrazon (schmerz- und entzĂŒndungshemmende Arzneimittel)


VerÀnderung der Wirksamkeit anderer Arzneimittel durch Tazobac EF 4 g/0,5 g:

  • Tobramycin (Aminoglykosid) -haltige Arzneimittel
  • Muskelrelaxantien (muskelentspannende Arzneimittel)
  • Blutgerinnungshemmende Arzneimittel
  • Methotrexat (Arzneimittel u.a. zur Krebsbehandlung)


Wichtigste UnvertrÀglichkeiten mit anderen Arzneimitteln
Tazobac EF 4 g/0,5 g sollte grundsÀtzlich getrennt mit anderen Arzneimitteln angewendet werden, sofern nicht die VertrÀglichkeit mit anderen Infusionslösungen (siehe Abschnitt 6) und Arzneimitteln erwiesen ist.

Insbesondere darf Tazobac EF 4 g/0,5 g nicht mit natriumhydrogencarbonathaltigen Lösungen, Blutprodukten oder Eiweißhydrolysaten gemischt angewendet werden.

GrundsĂ€tzlich muss Piperacillin/Tazobactam bei gleichzeitiger Anwendung mit anderen Antibiotika (z.B. Aminoglykosiden) getrennt verabreicht werden. Eine gemeinsame Gabe von Piperacillin/Tazobactam und einem Aminoglykosid kann zu einer erheblichen Inaktivierung des Aminoglykosids fĂŒhren, es sei denn, die unter dem Abschnitt 6 aufgefĂŒhrten Bedingungen werden eingehalten.

Schwangerschaft
Studien an MĂ€usen und Ratten zeigten nach intravenöser Anwendung fĂŒr die Kombination aus Piperacillin/Tazobactam keine Auswirkungen auf die Reproduktion oder die embryonale/fetale Entwicklung. Es liegen keine hinreichenden und kontrollierten Studien zur Anwendung der Piperacillin/Tazobactam-Kombination oder von Piperacillin oder Tazobactam allein bei Schwangeren vor. Piperacillin und Tazobactam passieren die Plazenta. Deshalb sollten Schwangere nur dann mit Tazobac EF 4 g/0,5 g behandelt werden, wenn der zu erwartende Nutzen die möglichen Risiken bei der Schwangeren und dem Fetus ĂŒberwiegt.

Stillzeit
Piperacillin wird in geringen Konzentrationen mit der Muttermilch ausgeschieden. Inwieweit Tazobactam mit der Muttermilch ausgeschieden wird, wurde nicht untersucht. Tazobac EF 4 g/0,5 g sollte nur dann wĂ€hrend der Stillzeit angewendet werden, wenn der zu erwartende Nutzen fĂŒr Frau und Kind die möglichen Risiken ĂŒberwiegt. Bei einer Anwendung in der Stillzeit kann es beim gestillten SĂ€ugling zu DurchfĂ€llen und Pilzinfektionen der SchleimhĂ€ute sowie zu einer Sensibilisierung kommen.

VerkehrstĂŒchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Tazobac EF 4 g/0,5 g hat keinen Einfluss auf die VerkehrstĂŒchtigkeit und die FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen.
Durch das Auftreten von Nebenwirkungen kann jedoch ggf. das Reaktionsvermögen verĂ€ndert und die FĂ€higkeit zum FĂŒhren von Fahrzeugen und zum Bedienen von Maschinen beeintrĂ€chtigt werden. Dies gilt in verstĂ€rktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol (s. a. Abschnitt 4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?).

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Wie wird es angewendet?

Tazobac EF 4 g/0,5 g ist durch den Arzt anzuwenden gemĂ€ĂŸ den Angaben in der Fachinformation. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Art der Anwendung
Zur intravenösen Anwendung wird Tazobac EF 4 g/0,5 g vorzugsweise als intravenöse Kurzinfusion (20 40 Min.) oder gegebenenfalls als langsame intravenöse Injektion (3 5 Min.) angewendet.
Lösungs- und VerdĂŒnnungsmittel siehe Abschnitt 6.
Tazobac EF 4 g/0,5 g ist geeignet fĂŒr die intravenöse Injektion und Infusion. Dosierung und Art der Anwendung richten sich nach der Schwere der Infektion, der Empfindlichkeit des Erregers und dem Krankheitszustand des Patienten.

Standard-Dosierungstabelle:

Kinder und Jugendliche

Altersgruppe Normale Dosierung Anwendungsintervall
- Erwachsene
ab 12 Jahren ( 40 kg)
4 g Piperacillin/
0,5 g Tazobactam
3 x tÀglichalle 8 Stunden

Spezielle Dosierungen und Anwendungsempfehlungen
Dosierung bei nosokomialer Pneumonie und zur empirischen Behandlung von Fieberepisoden neutropenischer Erwachsener und Kinder ĂŒber 12 Jahren ( 40 kg) bei Verdacht auf bakterielle Infektionen, gegebenenfalls in Kombination mit geeigneten anderen Antibiotika:

Jugendliche ab 12

Altersgruppe Dosierung Anwendungsintervall
- Erwachsene
Jahren ( 40 kg)
4 g Piperacillin/
0,5 g Tazobactam
3 bis 4 x tÀglichalle 8 Stunden bzw.
alle 6 Stunden

Dosierung bei Kindern mit intraabdominellen Infektionen und verminderter Anzahl weißer Blutkörperchen:

Altersgruppe Dosierung Anwendungsintervall
2 bis 12 Jahre
< 40 kg
112,5 mg/kg
[(100 mg Piperacillin/
12,5 mg Tazobactam)/kg]
3 x tÀglichalle 8 Stunden
2 bis 12 Jahre
 40 kg
Erwachsenendosis:
4,5 g (4 g Piperacillin/
0,5 g Tazobactam)
3 x tÀglichalle 8 Stunden

Dosierung bei eingeschrÀnkter Nierenfunktion:
Bei Patienten mit Niereninsuffizienz sollte die Dosierung dem jeweiligen Grad der EinschrÀnkung der Nierenfunktion angepasst werden.

Dosierung bei Leberinsuffizienz:
Bei Patienten mit eingeschrÀnkter Leberfunktion ist die Wirkungsdauer von Piperacillin und Tazobactam verlÀngert. Dosierungsanpassungen bei dieser Patientengruppe sind jedoch nicht erforderlich.
Zu weiteren speziellen Dosierungen und Anwendungsempfehlungen fragen Sie bitte Ihren Arzt.

Dauer der Anwendung
Die Behandlungsdauer mit Tazobac EF 4 g/0,5 g sollte bei akuten Infektionen entsprechend der Schwere der Infektion und des klinischen und bakteriologischen Befundes des Patienten festgelegt werden und 2 4 Tage ĂŒber das Abklingen der klinischen Hauptsymptome bzw. der erhöhten Temperatur hinausgehen.

Kinder mit intraabdominellen Infektionen:
Die Behandlung sollte mindestens 5 und höchstens 14 Tage andauern, wobei zu berĂŒcksichtigen ist, dass die vorgegebene Dosis mindestens 48 Stunden ĂŒber das Abklingen der klinischen Hauptsymptome beibehalten werden soll.

Wenn eine grĂ¶ĂŸere Menge Tazobac EF 4 g/0,5 g angewendet wurde als vorgesehen...
können Magen-Darm-Störungen auftreten, die sich in Übelkeit, Erbrechen und Durchfall Ă€ußern und möglicherweise zu einer Störung des FlĂŒssigkeits- und Elektrolythaushaltes fĂŒhren.

In sehr hohen Dosen kann es – insbesondere bei gleichzeitiger Niereninsuffizienz – zu zerebralen (epileptischen) KrĂ€mpfen, zentralnervösen ErregungszustĂ€nden und Myoklonien (MuskelkrĂ€mpfe) kommen. FĂŒr Tazobactam sind Vergiftungserscheinungen bisher noch nicht bekannt geworden.
Durch HĂ€modialyse werden 30 50 % des Piperacillins und ca. 39 % des Tazobactams in 4 Stunden entfernt.
Durch Peritonealdialyse werden 6 % der Piperacillin- und 21 % der Tazobactamdosis entfernt.

Wenn die Anwendung vergessen wurde...
ist diese so schnell wie möglich nachzuholen und ein Arzt zu kontaktieren.

Wenn die Anwendung von Tazobac EF 4 g/0,5 g abgebrochen wurde
Ein vorzeitiger Abbruch der Behandlung mit Tazobac EF 4 g/0,5 g gefÀhrdet den Behandlungserfolg.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Tazobac EF 4 g/0,5 g Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden ĂŒblicherweise folgende HĂ€ufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
HĂ€ufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als
Gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als
Selten: weniger als 1 von 1000, aber mehr als

Sehr hÀufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
1 von 100 Behandelten
1 von 1000 Behandelten
1 von 10 000 Behandelten
Sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich EinzelfĂ€lle

Bedeutsame Nebenwirkungen oder Zeichen, auf die Sie achten sollten, und Maßnahmen, wenn Sie betroffen sind:

Wenn Sie von einer der nachfolgend genannten Nebenwirkungen betroffen sind, informieren Sie umgehend Ihren Arzt:

  • Schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Anaphylaxie)
    Wenn Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wie Juckreiz, Hautrötung, Nesselausschlag bemerken, beenden Sie die Anwendung von Tazobac EF 4 g/0,5 g und wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt.
  • Jede Anwendung von Antibiotika kann zur Vermehrung von Erregern fĂŒhren, die gegen das eingesetzte Arzneimittel unempfindlich sind. Folgeinfektionen sind durch Ihren Arzt entsprechend zu behandeln.
  • Wird Tazobac EF 4 g/0,5 g unter oder unmittelbar nach Operationen verabreicht, und es kommt bei gleichzeitiger Anwendung muskelentspannender Arzneimittel zur Blockierung von Nerven und Muskeln, sind unverzĂŒglich die erforderlichen Notfallmaßnahmen durch einen Arzt oder Notarzt einzuleiten.
  • EntzĂŒndliche Darmerkrankung
    Bei schweren und anhaltenden oder blutigen DurchfĂ€llen ist an eine antibiotikabedingte DarmentzĂŒndung (pseudomembranöse bzw. hĂ€morrhagische Kolitis) zu denken, die lebensbedrohlich sein kann. Rufen Sie umgehend einen Arzt, der ggf. die Behandlung mit Tazobac EF 4 g/0,5 g abbrechen und sofort eine angemessene Behandlung einleiten wird. Arzneimittel, die die Darmbewegung (Peristaltik) hemmen, dĂŒrfen nicht eingenommen/gegeben werden.

Andere mögliche Nebenwirkungen

Infektionen
Gelegentlich: Infektion durch Pilze oder resistente Bakterien

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Gelegentlich: Verminderung bestimmter Blutzellen (Leukopenie, Neutropenie, Thrombozytopenie)
Selten: Blutungen, Hautblutungen, VerlÀngerung der Blutungszeit (Epistaxis), Vermehrung bestimmter Blutzellen (Eosinophilie) sowie Blutarmut (AnÀmie, hÀmolytische AnÀmie)
Sehr selten: weitgehendes oder völliges Fehlen bestimmter/aller Blutzellen (Agranulozytose, Panzytopenie), vorĂŒbergehende Vermehrung der BlutplĂ€ttchen (Thrombozytose)

Erkrankungen des Immunsystems
Bei Patienten mit Neigung zu Allergien ist eher mit allergischen Reaktionen zu rechnen.
HÀufig: Hautrötung (Exanthem)
Gelegentlich: Überempfindlichkeitsreaktionen wie Juckreiz, Nesselsucht
Selten: starke Überempfindlichkeitsreaktionen wie Schock, Blasen bildende Hauterscheinungen (bullöse Dermatitis, Erythema exsudativum multiforme)
Sehr selten: schwere, gelegentlich tödlich verlaufende Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse)

Erkrankungen des Nervensystems
Gelegentlich: Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit

GefĂ€ĂŸerkrankungen
Gelegentlich: niedriger Blutdruck, oberflĂ€chliche VenenentzĂŒndung, Verschluss oberflĂ€chlicher Venen durch Blutgerinnsel
Selten: HitzegefĂŒhl

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
HĂ€ufig: DurchfĂ€lle, Übelkeit, Erbrechen
Gelegentlich: Verstopfung, Verdauungsstörungen im Oberbauch (Dyspepsie), Gelbsucht, EntzĂŒndung der Mundschleimhaut
Selten: Bauchschmerzen, EntzĂŒndung des Dickdarms (pseudomembranöse Kolitis)

Leber- und Gallenerkrankungen
Gelegentlich: Anstieg der Leberenzyme (SGOT und SGPT)
Selten: LeberentzĂŒndung, Anstieg bestimmter Blutwerte (Bilirubin, alkalische Phosphatase, Gammaglutamyltransferase)

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Selten: Gelenkschmerzen

Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Gelegentlich: Erhöhung bestimmter Blutwerte (Kreatinin)
Selten: entzĂŒndliche VerĂ€nderung von Nierengewebe (interstitielle Nephritis), Nierenversagen

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Gelegentlich: Fieber, Reaktionen an der Injektionsstelle
Selten: SchĂŒttelfrost

Untersuchungen
Sehr selten: Abnahme von Serumalbumin, Blutzucker und Gesamtprotein im Blut, HypokaliÀmie (verminderter Kaliumgehalt im Blut), Erhöhung des Harnstoffwertes
Mukoviszidose (angeborene Stoffwechselkrankheit mit Funktionsstörung von DrĂŒsen):
Bei Patienten mit Mukoviszidose wurde eine Behandlung mit Piperacillin mit einem erhöhten Auftreten von Fieber und Exanthema in Zusammenhang gebracht.

Wenn eine der aufgefĂŒhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintrĂ€chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Hinweise fĂŒr den Arzt/medizinisches Fachpersonal
Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich aufbewahren.
Sie dĂŒrfen das Arzneimittel nach dem auf dem BehĂ€ltnis und Ă€ußerer UmhĂŒllung angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.

Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch oder Zubereitung
Die chemische und physikalische StabilitĂ€t der gebrauchsfertigen Lösung in den unter Abschnitt 6. genannten Endvolumina wurde fĂŒr 24 Stunden bei Raumtemperatur (getestet bei 22°C) und fĂŒr 48 Stunden bei 2°C – 8°C nachgewiesen. Aus mikrobiologischer Sicht sollte die gebrauchsfertige Lösung sofort verwendet werden. Wenn die gebrauchsfertige Zubereitung nicht sofort eingesetzt wird, ist der Anwender fĂŒr die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich. Sofern die Herstellung der gebrauchsfertigen Zubereitung nicht unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen erfolgt, ist diese nicht lĂ€nger als 24 Stunden bei 2°C – 8°C aufzubewahren. Die zubereiteten oder gebrauchsfertigen Lösungen von Tazobac EF 4 g/0,5 g sollten nicht eingefroren werden.
Nicht verwendete Lösungen sind zu verwerfen.

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Weitere Informationen

Die Wirkstoffe sind: Piperacillin und Tazobactam
1 Durchstechflasche mit 4,8651 g Lyophilisat enthÀlt:
- 4 g Piperacillin entsprechend 4,17 g Piperacillin-Natrium
- 0,5 g Tazobactam entsprechend 0,5366 g Tazobactam-Natrium

Die sonstigen Bestandteile sind:
Wasserfreie CitronensÀure (Ph. Eur.)
Natriumedetat (Ph. Eur.)

Wie Tazobac EF 4 g/0,5 g aussieht und Inhalt der Packung:
Tazobac EF 4 g/0,5 g wird in einer Durchstechflasche bereitgestellt und ist ein weißliches bis weißes Lyophilisat.

Pharmazeutischer Unternehmer:
PFIZER PHARMA GmbH
Linkstr. 10
10785 Berlin
Tel.: 030 550055-51000
Fax: 030 550054-10000
Hersteller:
Wyeth Lederle S.p.A.
Via F. Gorgone – Zona Industriale
95100 Catania CT
Italy

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt ĂŒberarbeitet im Februar 2010.
Hinweise fĂŒr die Handhabung (siehe ebenfalls 3. WIE IST TAZOBAC EF ANZUWENDEN?)
Gebrauchsanweisung fĂŒr die Rekonstitution und VerdĂŒnnung
Der Inhalt einer Durchstechflasche Tazobac EF 4 g/0,5 g soll in mindestens 20 ml eines der folgenden Lösungsmittel unter stĂ€ndigem SchĂŒtteln rekonstituiert werden:
Natriumchloridlösung 0,9%
Wasser fĂŒr Injektionszwecke
Glucoselösung 5%
Hierbei erfolgt die Auflösung innerhalb von 5 - 10 Minuten.
Die Herstellung der gebrauchsfertigen Lösung erfolgt unter weiterer VerdĂŒnnung bis zum gewĂŒnschten Volumen mit folgenden Lösungsmitteln:
Natriumchloridlösung 0,9% (Endvolumen 50 ml bis 150 ml)
Wasser fĂŒr Injektionszwecke (Endvolumen 50 ml)
Glucoselösung 5% (Endvolumen 50 ml bis 150 ml)
Ringer-Lactat-Lösung (Endvolumen 250 ml bzw. 500 ml)
Hinweise zur Verwendbarkeit der Lösungen
Dieses Arzneimittel ist ausschließlich zur einmaligen Anwendung bestimmt.
Die Lösungen sind unmittelbar nach der Zubereitung zu verwenden.
Nicht verwendete Lösungen sind entsprechend den nationalen Anforderungen zu entsorgen.
Die gleichzeitige Anwendung mit ausgewÀhlten Aminoglykosiden
Aufgrund der in-vitro-Inaktivierung des Aminoglykosids durch Betalaktam-Antibiotika wird empfohlen, Piperacillin/Tazobactam und das Aminoglykosid getrennt anzuwenden. Piperacillin/Tazobactam und Aminoglykosid sollten normalerweise getrennt gelöst und weiterverdĂŒnnt werden, wenn eine gleichzeitige Anwendung mit Aminoglykosiden angezeigt ist.
Unter Einhaltung der unten aufgefĂŒhrten Bedingungen kann die gebrauchsfertige Natriumedetat (Ph. Eur.) enthaltende Tazobac-EF-Lösung gemeinsam mit dem Aminoglykosid Amikacin wie folgt ĂŒber ein Infusionsbesteck angewendet werden:
Dosis (g)
von
ZulÀssige
Lösungs-
0,9% Natriumchlorid oder
5% Glucose

Amino-glykosid Tazobac Volumen der Weiter-verdĂŒnnung (ml) von Tazobac Konzentrations-bereich des Aminoglykosids* (mg/ml) Mittel
Amikacin 4,5 50, 100, 150 1,75 – 7,5  

*Die Aminoglykosid-Dosis sollte entsprechend des Patientengewichts, des Infektionsgrades (schwerwiegend oder lebensbedrohlich) und der Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance) festgelegt werden. Die Dosierung, Art und Dauer der Anwendung von Amikacin kann in der zugehörigen Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels nachgelesen werden.
Die KompatibilitĂ€t von Piperacillin/Tazobactam mit anderen Aminoglykosiden wurde bislang noch nicht festgestellt. Nur die oben genannten Konzentrationen und Lösungsmittel fĂŒr Amikacin erwiesen sich mit den oben aufgelisteten Tazobac-EF-Dosen als kompatibel fĂŒr eine gemeinsame Anwendung ĂŒber ein Infusionsbesteck. Bei der gemeinsamen Anwendung ĂŒber ein Infusionsbesteck mit anderen Aminoglykosiden kann eine Inaktivierung des Aminoglykosids durch Piperacillin/Tazobactam auftreten.

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Wirkstoff(e) Piperacillin Tazobactam
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Pfizer Pharma GmbH
BetÀubungsmittel Nein
ATC Code J01CR05
Pharmakologische Gruppe Betalactam-Antibiotika, Penicilline

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können fĂŒr die Korrektheit der Daten keine Haftung ĂŒbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. FĂŒr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden