Wirkstoff(e) Vancomycin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller HIKMA Farmaceutica (Portugal)
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 20.05.1994
ATC Code J01XA01
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Andere Antibiotika

Zulassungsinhaber

HIKMA Farmaceutica (Portugal)

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Vancomycin Eberth 500 mg Vancomycin Dr. Friedrich Eberth Arzneimittel GmbH
Vanco-IPR 500 Vancomycin MIP Pharma GmbH
Vancosan oral 500 mg Vancomycin MIP Pharma GmbH
Vancomycin "Lederle" 1000mg Vancomycin Riemser Arzneimittel AG
Vancomycin Eberth 1 g Vancomycin Dr. Friedrich Eberth Arzneimittel GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Vancomycin ist ein Antibiotikum, das zu einer Gruppe von Antibiotika gehört, die "Glykopeptide" genannt werden. Vancomycin wird zur Beseitigung bestimmter Bakterien verwendet, die Infektionen verursachen.

Vancomycin Pulver wird zu einer Infusionslösung aufbereitet.

Vancomycin wird in allen Altersgruppen durch Infusion zur Behandlung folgender schwerwiegender Infektionen eingesetzt:

  • Infektionen der Haut und des Gewebes unter der Haut.
  • Infektionen der Knochen und Gelenke
  • Eine Infektion der Lunge, die als "Pneumonie" bezeichnet wird.
  • Entz√ľndung der Herzinnenhaut (Endokarditis) und zur Vermeidung von Endokarditis bei Risiko-Patienten, wenn sie schweren chirurgischen Eingriffen unterzogen werden.
  • Infektion im zentralen Nervensystem.
  • Infektion im Blut im Zusammenhang mit den oben aufgef√ľhrten Infektionen.

Vancomycin kann bei Erwachsenen und Kindern zur Behandlung von Schleimhautinfektionen des D√ľnn- und Dickdarms mit Sch√§digung der Schleimh√§ute (pseudomembran√∂se Kolitis), verursacht durch das Bakterium Clostridium difficile oral verabreicht werden.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Vancomycin CP darf nicht angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen Vancomycin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Vor der Behandlung mit Vancomycin m√ľssen Sie Ihren Arzt oder Krankenhaus-Apotheker oder Krankenschwester informieren:

  • wenn Sie eine vorherige allergische Reaktion auf das Antibiotikum Teicoplanin hatten, weil dies bedeuten k√∂nnte, dass Sie auch gegen Vancomycin allergisch sind.
  • wenn Sie an einer H√∂rsch√§digung leiden, besonders wenn Sie √§lter sind (Sie k√∂nnten H√∂rtests w√§hrend der Behandlung ben√∂tigen).
  • wenn Sie Nierenprobleme haben (Ihre Blutwerte und Nieren werden w√§hrend der Behandlung √ľberpr√ľft).
  • wenn Sie Vancomycin f√ľr die Behandlung von Diarrh√∂e in Verbindung mit einer Clostridium difficile-Infektion infundiert, statt oral verabreicht bekommen.

Vor der Behandlung mit Vancomycin m√ľssen Sie Ihren Arzt oder Krankenhaus-Apotheker oder Krankenschwester informieren:

  • wenn Sie Vancomycin lange Zeit erhalten (Sie k√∂nnten w√§hrend der Behandlung Untersuchungen Ihrer Blutwerte, ihrer Leber und Nieren ben√∂tigen).
  • wenn Sie nach der Anwendung von Vancomycin jemals einen schweren Hautausschlag oder Hautabl√∂sungen, Blasenbildung und/oder Geschw√ľre im Mund entwickelt haben.
    Im Zusammenhang mit der Vancomycin-Behandlung wurde √ľber schwerwiegende Hautreaktionen wie Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse, Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS) sowie akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP) berichtet. Stellen Sie die Verwendung von Vancomycin ein und suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Sie eines der in Abschnitt 4 beschriebenen Symptome bemerken.
  • wenn Sie schwere oder anhaltende Durchf√§lle w√§hrend oder nach der Anwendung von Vancomycin haben, wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt. Durchfall kann ein Anzeichen einer Darmentz√ľndung (pseudomembran√∂se Kolitis) sein, die als Folge einer Behandlung mit Antibiotika auftreten kann.

Weitere Vorsichtsmaßnahmen und Warnhinweise

Nach der Injektion von Vancomycin in die Augen wurde √ľber schwerwiegende Nebenwirkungen berichtet, die zu Sehverlust f√ľhren k√∂nnen.

Kinder

Vancomycin wird bei Fr√ľhgeborenen und Kleinkindern mit besonderer Sorgfalt eingesetzt, weil ihre Nieren nicht vollst√§ndig entwickelt sind und sich Vancomycin im Blut ansammeln kann. Diese Altersgruppe k√∂nnte Blutuntersuchungen zur Kontrolle des Vancomycinspiegels im Blut ben√∂tigen.

Die gleichzeitige Verabreichung von Vancomycin und An√§sthetika wurde bei Kindern mit Hautr√∂tungen (Erythem) und allergischen Reaktionen in Verbindung gebracht. Ebenso kann die gleichzeitige Anwendung mit anderen Arzneimitteln wie Aminoglykosid-Antibiotika, nicht-steroidalen entz√ľndungshemmenden Mitteln (NSAIDs, z. B. Ibuprofen) oder Amphotericin B (Arzneimittel zur Bek√§mpfung von Pilzinfektionen) das Risiko von Nierensch√§den erh√∂hen, so dass daher h√§ufigere Blut- und Nierenuntersuchungen notwendig sein k√∂nnen.

Anwendung von Vancomycin CP zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Achtung
Bei Patienten mit einer entz√ľndlichen Darminfektion k√∂nnen auch nach oraler Anwendung von Vanco- mycin klinisch bedeutsame Serumkonzentrationen auftreten, vor allem, wenn gleichzeitig eine Nieren- funktionseinschr√§nkung besteht. Dann sind Wechselwirkungen wie nach intraven√∂ser Infusion m√∂glich.

Vancomycin/andere potenziell nieren- bzw. gehörschädigende Medikamente
Eine gleichzeitig oder aufeinander folgende Gabe von Vancomycin und anderen potenziell oto- oder nephrotoxischen Medikamenten (wie z. B. Piperacillin/Tazobactam) kann die Oto- und/oder Nephrotoxizität verstärken. Besonders bei gleichzeitiger Gabe von Aminoglykosiden ist eine sorgfältige Überwachung notwendig. In diesen Fällen ist die Maximaldosis von Vancomycin auf 500 mg alle 8 Stunden zu begrenzen.

Vancomycin/Narkosemittel
Es gibt Berichte, dass die Häufigkeit der im zeitlichen Zusammenhang mit der intravenösen Vanco- mycin-Infusion möglichen Nebenwirkungen (wie z.B. Hypotonie, Hautrötung, Erythem, Nesselsucht und Juckreiz; siehe auch Abschnitt 4.) bei gleichzeitiger Gabe von Vancomycin und Narkosemitteln zunimmt.

Vancomycin/Muskelrelaxantien
Wird Vancomycin unter oder unmittelbar nach Operationen verabreicht, kann bei gleichzeitiger An- wendung von Muskelrelaxantien (wie z.B. Succinylcholin) deren Wirkung (neuromuskuläre Blockade) verstärkt und verlängert sein.

Schwangerschaft und Stillzeit

Zu einer Anwendung von Vancomycin CP in der Schwangerschaft und Stillzeit beim Menschen liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor, daher sollte Vancomycin Schwangeren nur nach einer eingehenden Nutzen-Risiko-Abwägung gegeben werden.

Tierversuche haben keine Hinweise auf Missbildungen ergeben.

Vancomycin CP geht in die Muttermilch √ľber und sollte daher in der Stillzeit nur bei Versagen anderer Antibiotika angewendet werden. Beim S√§ugling kann es zu St√∂rungen der Darmflora mit Durchf√§llen, Sprosspilzbesiedelung und m√∂glicherweise auch zu einer Sensibilisierung kommen.

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Wie wird es angewendet?

Sie werden Vancomycin von medizinischem Fachpersonal erhalten, während Sie im Krankenhaus sind. Ihr Arzt wird entscheiden, wie viel dieses Arzneimittels Sie jeden Tag erhalten und wie lange die Behandlung dauern wird.

Dosierung

Die Dosis, die Ihnen gegeben wird, hängt von folgenden Faktoren ab:

  • Ihrem Alter,
  • Ihrem Gewicht,
  • der Infektion, die Sie haben,
  • wie gut Ihre Nieren funktionieren,
  • Ihrem H√∂rverm√∂gen,
  • allen anderen Medikamenten, die Sie vielleicht einnehmen.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Vancomycin kann allergische Reaktionen hervorrufen, obwohl schwere allergische Reaktionen (anaphylaktischer Schock) selten sind. Sagen Sie Ihrem Arzt sofort, wenn Sie plötzlich Keuchen sollten, Atembeschwerden, Rötung im oberen Teil des Körpers, Hautausschlag oder Juckreiz bekommen.

Verwenden Sie Vancomycin nicht mehr und suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Sie eines der folgenden Symptome bemerken:

  • r√∂tliche, nicht erh√∂hte, zielscheibenartige oder kreisf√∂rmige Flecken am Rumpf, h√§ufig mit zentralen Blasen, Hautabl√∂sungen, Geschw√ľre im Mund, Rachen, Nase, Genitalien und Augen. Diesen schwerwiegenden Hautausschl√§gen k√∂nnen Fieber und grippe√§hnliche Symptome vorausgehen (Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse).
  • Gro√üfl√§chiger Hautausschlag, hohe K√∂rpertemperatur und vergr√∂√üerte Lymphknoten (DRESS- Syndrom oder Arzneimittel-Hypersensitivit√§tssyndrom).
  • Ein roter, schuppiger, gro√üfl√§chiger Ausschlag mit Erhebungen unter der Haut und Blasen, begleitet von Fieber zu Beginn der Behandlung (akute generalisierte exanthematische Pustulose).

Die Resorption von Vancomycin aus dem Magen-Darm-Trakt ist vernachl√§ssigbar. Wenn Sie jedoch eine entz√ľndliche Erkrankung des Verdauungstraktes haben, vor allem wenn Sie auch eine Nierenerkrankung haben, k√∂nnen √§hnliche Nebenwirkungen auftreten, wie bei der Infusion von Vancomycin.

Häufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Blutdruckabfall
  • Atembeschwerden, Ger√§usche beim Atmen (ein hohes Ger√§usch verursacht durch Behinderungen des Luftflusses in den oberen Atemwegen)
  • Hautausschlag und Entz√ľndung der Mundschleimh√§ute, juckender Hautausschlag, Nesselsucht
  • Nierenprobleme, die in erster Linie durch Blutuntersuchungen festgestellt werden
  • R√∂tung von Oberk√∂rper und Gesicht, Entz√ľndung einer Vene

Gelegentliche Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Vor√ľbergehende oder bleibende Verschlechterung des H√∂rverm√∂gens

Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

  • Abnahme der wei√üen Blutk√∂rperchen, der roten Blutk√∂rperchen und der Blutpl√§ttchen (Blutzellen, die f√ľr die Blutgerinnung verantwortlich sind)
  • Anstieg der wei√üen Blutk√∂rperchen im Blut
  • Verlust des Gleichgewichts, Ohrger√§usche, Schwindel
  • Entz√ľndung der Blutgef√§√üe
  • √úbelkeit (sich schlecht f√ľhlen)
  • Entz√ľndung der Nieren und Nierenversagen
  • Schmerzen und Muskelkr√§mpfe in Brust und R√ľcken
  • Fieber, Sch√ľttelfrost

Sehr seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

  • Pl√∂tzlicher Beginn einer schweren allergischen Hautreaktion mit Blasenbildung oder Abl√∂sung der Haut. Dies kann von hohem Fieber und Gelenkschmerzen begleitet sein
  • Herzstillstand
  • Entz√ľndung des Darms, was Bauchschmerzen und Durchfall verursacht, der mitunter auch Blut enthalten kann

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar):

  • Krank sein (Erbrechen), Durchfall
  • Verwirrung, Schl√§frigkeit, Mangel an Energie, Schwellungen, Fl√ľssigkeitsansammlung im K√∂rper, vermindertes Urinieren
  • Hautausschlag mit Schwellung oder Schmerzen hinter den Ohren, im Nacken, in der Leistengegend, unter dem Kinn und den Achselh√∂hlen (geschwollene Lymphknoten), anormale Blut- und Leberfunktionstests
  • Hautausschlag mit Blasen und Fieber.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, 53175 Bonn, Website: http://www.bfarm.de, anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Das Verfallsdatum des Arzneimittels ist auf der Packung aufgedruckt. Verwenden Sie dieses Arznei- mittel nicht mehr nach diesem Datum!

Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch oder Zubereitung
Die Haltbarkeit der rekonstituierten L√∂sung betr√§gt bei Aufbewahrung im K√ľhlschrank bis zu 24 Stun- den. Da die rekonstituierte L√∂sung kein Konservierungsmittel enth√§lt, ist die L√∂sung nur zur Einmal- entnahme bestimmt. Bei der Entnahme von Teilmengen ist der Rest zu verwerfen. F√ľr die parenterale Anwendung sollte die frisch zubereitete L√∂sung wegen des Risikos einer mikrobiellen Kontamination bei der Aufl√∂sung alsbald gebraucht werden.

Die L√∂sung zum Einnehmen kann nach Zubereitung 24 Stunden im K√ľhlschrank aufbewahrt werden.

Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren!

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Weitere Informationen

Was Vancomycin CP enthält:

Der Wirkstoff ist:

Vancomycinhydrochlorid

Vancomycin CP 500 mg: 1 Durchstechflasche enthält 500 mg Vancomycin (als Hydrochlorid) entsprechend 500.000 I.E. Vancomycin.

Vancomycin CP 1 g: 1 Durchstechflasche enthält 1.000 mg Vancomycin (als Hydrochlorid) entsprechend 1.000.000 I.E. Vancomycin.

Der sonstige Bestandteil ist:

Salzsäure zur pH-Einstellung.

Wie Vancomycin CP aussieht und Inhalt der Packung

Vancomycin CP ist ein weißes bis rosa/leicht braunes Pulver und in folgenden Packungsgrößen erhältlich:

OP mit 1 Durchstechflasche OP mit 5 Durchstechflaschen OP mit 10 Durchstechflaschen

OP mit 10 (2x5) Durchstechflaschen AP mit 25 Durchstechflaschen

AP mit 25 (5x5) Durchstechflaschen UM mit 1 Durchstechflasche

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Hikma Farmacêutica (Portugal), S.A.

Estrada do Rio da Mo, 8, 8A e 8B ‚Äď Ferven√ßa

2705-906 Terrugem SNT

Portugal

Hersteller

                 
                 
Hikma Italia S.p.A.   [Alternativ:            
Viale Certosa 10   Hikma Farmacêutica (Portugal) S.A.  
27100 Pavia ¬† Estrada do Rio da M√≥, n¬ļ8, 8A e 8B, Ferven√ßa
Italien   2705-906 Terrugem SNT    
    Portugal        
         
    Thymoorgan Pharmazie GmbH  
    Schiffgraben 23  
    D-38690 Goslar  
    Deutschland]  

Mitvertrieb

                 
 

Hikma Pharma GmbH

Lochhamer Str. 13

82152 Martinsried

Deutschland

Weiterf√ľhrende Informationen

Hinweise/medizinische Aufklärung

Antibiotika werden f√ľr die Behandlung bakterieller Infektionen eingesetzt und sind gegen virale Infektionen nicht wirksam.

Wenn Ihnen Ihr Arzt Antibiotika verschrieben hat, brauchen Sie diese genau f√ľr Ihre derzeitige Krankheit.

Trotz Antibiotikabehandlung k√∂nnen manchmal einige Bakterien √ľberleben und weiterwachsen. Dieses Ph√§nomen nennt man Resistenz: hierdurch k√∂nnen Antibiotika unwirksam werden.

Eine falsche Anwendung von Antibiotika vermehrt Resistenzentwicklungen. Sie können den Bakterien sogar helfen, resistent zu werden, und damit Ihre Heilung verzögern oder die antibiotische Wirkung verringern, wenn Sie folgendes nicht beachten:

  • Dosierung
  • Zeitplan
  • Behandlungsdauer

Um die Wirksamkeit dieses Arzneimittels zu bewahren:

1 - nehmen Sie Antibiotika nur, wenn sie Ihnen verschrieben wurden. 2 - befolgen Sie genau die Einnahmeanweisungen.

3 - verwenden Sie kein Antibiotikum erneut ohne medizinische Verschreibung, selbst wenn Sie eine ähnliche Krankheit behandeln wollen.

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Dezember 2020.

Die folgenden Informationen sind f√ľr medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Art der Anwendung

Intravenöse Anwendung
Intraven√∂ses Vancomycin wird √ľblicherweise als intermittierende Infusion verabreicht.

Vancomycin darf nur als ausreichend verd√ľnnte (mindestens 100 ml pro 500 mg oder mindestens 200 ml pro 1000 mg), langsame intraven√∂se Infusion f√ľr mindestens eine Stunde oder mit einer H√∂chstgeschwindigkeit von 10 mg/min (je nachdem, was l√§nger ist), verabreicht werden.

Patienten, deren Fl√ľssigkeitsaufnahme begrenzt werden muss, k√∂nnen auch eine L√∂sung von 500 mg/50 ml oder 1000 mg/100 ml erhalten, obwohl das Risiko von infusionsbedingten unerw√ľnschten Nebenwirkungen mit diesen h√∂heren Konzentrationen ansteigen kann.

Eine kontinuierliche Vancomycin-Infusion kann z. B. bei Patienten mit instabiler Vancomycin- Clearance in Betracht gezogen werden.

Zubereitung der Lösung

Vor dem Gebrauch die Trockensubstanz in Wasser f√ľr Injektionszwecke aufl√∂sen. Weiteres Verd√ľnnen entsprechend den nachfolgenden Anweisungen ist erforderlich. Die rekonstituierte L√∂sung muss mit kompatiblen Infusionsl√∂sungen weiter verd√ľnnt werden. Die Vancomycin-Konzentration soll 2,5-5 mg/ml Infusionsl√∂sung nicht √ľbersteigen.

Vancomycin CP 500 mg
Der Inhalt einer Durchstechflasche wird in 10 ml Wasser f√ľr Injektionszwecke gel√∂st und mit anderen Infusionsl√∂sungen weiter auf 100-200 ml verd√ľnnt.

Vancomycin CP 1,0 g
Der Inhalt einer Durchstechflasche wird in 20 ml Wasser f√ľr Injektionszwecke gel√∂st und mit anderen Infusionsl√∂sungen weiter auf 200-400 ml verd√ľnnt.

Orale Verabreichung

Der Inhalt einer Durchstechflasche mit 500 mg Vancomycin kann in 30 ml, mit 1000 mg Vancomycin in 60 ml Wasser aufgel√∂st und dem Patienten in Teilmengen zu trinken gegeben oder √ľber eine Magensonde zugef√ľhrt werden. Dieser Zubereitung kann man ein Geschmackskorrigens hinzuf√ľgen.

Inkompatibilitäten

Vancomycin-L√∂sungen haben einen niedrigen pH-Wert. Dies kann zu chemischer oder physikalischer Instabilit√§t f√ľhren, wenn sie mit anderen Substanzen gemischt werden. Jede parenterale L√∂sung sollte daher vor der Anwendung auf Ausf√§llungen und Verf√§rbungen visuell √ľberpr√ľft werden. Tr√ľbungen traten auf, wenn Vancomycin-L√∂sungen mit L√∂sungen folgender Substanzen gemischt wurden: Aminophyllin, Barbiturate, Benzylpenicilline, Chloramphenicolhydrogensuccinat, Chlorothiazid- Natrium, Dexamethason-21-dihydrogenphosphat-Dinatrium, Heparin-Natrium, Hydrocortison-21- hydrogensuccinat, Methicillin-Natrium, Natriumhydrogencarbonat, Nitrofurantoin-Natrium, Novobiocin-Natrium, Phenytoin-Natrium, Sulfadiazin-Natrium, Sulfafurazol-diethanolamin.

Kompatibilit√§t mit intraven√∂sen Fl√ľssigkeiten

Gemäß Versuchen mit 0,4 %igen Vancomycin-Lösungen sind folgende Lösungen physikalisch und chemisch kompatibel:

  • 5 %ige Glucosel√∂sung
  • 5 %ige Glucosel√∂sung mit 0,9 % Natriumchlorid
  • Ringer-Lactat-L√∂sung
  • 5 %ige Glucosel√∂sung in Ringer-Lactat-L√∂sung
  • isotonische Natriumchloridl√∂sung
  • Ringer-Acetat-L√∂sung

Vancomycin-Lösung ist, sofern nicht die chemisch-physikalische Verträglichkeit mit anderen Infusionslösungen erwiesen ist, grundsätzlich getrennt von diesen zu verabreichen.

Die zubereitete Lösung kann farblos bis rosa gefärbt sein.

Kombinationstherapie

Im Falle einer Kombinationstherapie von Vancomycin mit anderen Antibiotika/Chemotherapeutika sollen die Präparate getrennt gegeben werden.

Dauer der Haltbarkeit

Die Haltbarkeit der rekonstituierten L√∂sung betr√§gt 24 Stunden im K√ľhlschrank. F√ľr die parenterale Anwendung sollte die frisch zubereitete L√∂sung wegen des Risikos einer mikrobiellen Kontamination bei der Aufl√∂sung alsbald gebraucht werden.

F√ľr die orale Anwendung kann die zubereitete L√∂sung 24 Stunden im K√ľhlschrank aufbewahrt werden.

Da die rekonstituierte Lösung kein Konservierungsmittel enthält, ist die Lösung nur zur Einmalentnahme bestimmt. Bei der Entnahme von Teilmengen ist der Rest zu verwerfen.

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Zuletzt aktualisiert: 21.08.2022

Quelle: Vancomycin CP 500mg - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Vancomycin
Zulassungsland Deutschland
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Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 20.05.1994
ATC Code J01XA01
Abgabestatus Apothekenpflichtig
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden