Vancomycin-ratiopharm 0,5 g

Abbildung Vancomycin-ratiopharm 0,5 g
Wirkstoff(e) Vancomycin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Ratiopharm GmbH
Betäubungsmittel Nein
ATC Code J01XA01
Pharmakologische Gruppe Andere Antibiotika

Zulassungsinhaber

Ratiopharm GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Orale Anwendung
Vancomycin-ratiopharm¬ģ 0,5 g kann nach Aufl√∂sen eingenommen werden zur Behandlung bestimmter Darmentz√ľndungen:
- antibiotikabedingter pseudomembran√∂ser Enterokolitis (schwere durch toxinbildende St√§mme von Clostridium difficile hervorgerufene entz√ľndliche Darmerkrankung)
- Staphylokokken-Enterokolitis (durch Staphylokokken hervorgerufene entz√ľndliche Darmerkrankung)
Parenteral angewandt ist Vancomycin bei diesen Erkrankungen nicht wirksam.
Intravenöse Infusion
Die parenterale Gabe ist auf schwere Infektionen zu begrenzen, die durch gegen andere Antibiotika resistente Erreger verursacht sind, oder bei Patienten mit einer Allergie gegen Betalactam-Antibiotika:
- Herzinnenhautentz√ľndung (Endokarditis)
- Infektionen der Knochen (Osteitis, Osteomyelitis) und Gelenke
- Lungenentz√ľndung (Pneumonie)
- Blutvergiftung (Septikämie, Sepsis)
- Weichteilinfektionen
Zur perioperativen Prophylaxe bei erhöhter Gefährdung des Patienten durch Infektionen mit Gram-positiven Erregern in der Herz- und Gefäßchirurgie sowie bei Knochen- und Gelenkoperationen.
Die offiziellen Richtlinien f√ľr die richtige Anwendung antibakterieller Wirkstoffe sollten beachtet werden.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Vancomycin-ratiopharm¬ģ 0,5 g darf nicht angewendet werden
- wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen Vancomycin sind.
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Vancomycin-ratiopharm¬ģ 0,5 g ist erforderlich
- wenn bei Ihnen ein akutes Nierenversagen vorliegt oder Sie an einer vorbestehenden Innenohrschwerh√∂rigkeit leiden. In diesem Fall darf Vancomycin-ratiopharm¬ģ 0,5 g nur bei lebensbedrohlichen Infektionen angewendet werden.
- wenn bei Ihnen die H√∂rfunktion eingeschr√§nkt ist, Sie zus√§tzlich nieren- oder geh√∂rsch√§digende Medikamente (z. B. Aminoglykoside) erhalten oder Sie an einer Nierenfunktionsst√∂rung leiden. In diesem Fall muss die Nieren- und H√∂rfunktion regelm√§√üig √ľberpr√ľft werden und die Konzentration von Vancomycin im Blut √ľberwacht werden.
- Vancomycin ist geh√∂rsch√§digend. Daher sollte seine Anwendung bei Patienten mit Geh√∂rsch√§den vermieden werden. Wenn Vancomycin f√ľr solche Patienten notwendig ist, sollte eine niedrigere Dosis in Betracht gezogen werden. Blutspiegel sollten regelm√§√üig bestimmt und die Dosis entsprechend festgelegt werden. Einer beginnenden Taubheit kann ein Tinnitus (Ohrger√§usche) vorausgehen. Das Risiko von Geh√∂rsch√§digungen ist bei √§lteren Patienten gr√∂√üer.
- falls Sie Vancomycin √ľber einen l√§ngeren Zeitraum erhalten oder Sie gleichzeitig mit Medikamenten behandelt werden, die zu einer Verminderung der wei√üen Blutk√∂rperchen (Neutropenie, Agranulozytose) f√ľhren k√∂nnen. In diesem Fall wird Ihr Arzt ggf. das Blutbild regelm√§√üig √ľberpr√ľfen.
- wenn während oder nach der intravenösen Behandlung schwere, anhaltende Durchfälle auftreten. Hier ist an eine pseudomembranöse Enterokolitis zu denken, die sofort behandelt werden muss (siehe 4. unter ?Gegenmaßnahmen?).
- Maßnahmen bei schweren akuten Überempfindlichkeitsreaktionen, siehe 4. unter ?Gegenmaßnahmen?.
- Vancomycin darf wegen des Nekroserisikos nur als intravenöse Injektion verabreicht werden (siehe 4. ?Welche Nebenwirkungen sind möglich??).
- An√§sthesie: Eine Vancomycin-Infusion sollte mindestens 60 Minuten vor Einleitung der An√§sthesie verabreicht werden (siehe ?Bei Anwendung von Vancomycin-ratiopharm¬ģ 0,5 g mit anderen Arzneimitteln?).
- Die Sicherheit und Wirksamkeit von intrathekal verabreichtem Vancomycin ist nicht hinreichend belegt.
Kinder
F√ľr Kinder und S√§uglinge gelten eigene Dosierungsrichtlinien (siehe 3. ?Wie ist Vancomycin-ratiopharm¬ģ 0,5 g anzuwenden??).
Vancomycin sollte bei Fr√ľhgeborenen und bei Kindern wegen ihrer noch nicht voll ausgebildeten Nierenfunktion und des m√∂glichen Anstiegs der Vancomycin-Serumkonzentrationen mit besonderer Vorsicht angewendet werden. Die Blutkonzentrationen von Vancomycin sollten aus diesem Grund sorgf√§ltig √ľberwacht werden.
√Ąltere Menschen
Die nat√ľrliche Abnahme der Nierenfunktion mit zunehmendem Lebensalter kann zu erh√∂hten Konzentrationen von Vancomycin im Blut f√ľhren, wenn die Dosis nicht angepasst wird. Ihr Arzt sollte regelm√§√üig die Nieren- und Geh√∂rfunktion √ľberpr√ľfen und die Konzentration von Vancomycin im Blut bestimmen.
Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
F√ľr Patienten mit stark eingeschr√§nkter Leberfunktion gelten die gleichen Vorsichtsma√ünahmen wie f√ľr Patienten mit eingeschr√§nkter Nierenfunktion.
Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
Wenn Sie an einer eingeschr√§nkten Nierenfunktion leiden, sollte die Therapie sowie die Nierenfunktion sorgf√§ltig √ľberwacht werden.
F√ľr Patienten mit eingeschr√§nkter Nierenfunktion gelten eigene Dosierungsrichtlinien.
Bei Anwendung von Vancomycin-ratiopharm¬ģ 0,5 g mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Achtung:
Bei Patienten mit einer entz√ľndlichen Darminfektion k√∂nnen auch nach Einnahme von Vancomycin klinisch bedeutsame Serumkonzentrationen auftreten, vor allem, wenn gleichzeitig eine Nierenfunktionseinschr√§nkung besteht. Dann sind Wechselwirkungen wie nach intraven√∂ser Infusion m√∂glich.
Vancomycin/andere potentiell nieren- bzw. gehörschädigende Medikamente
Eine gleichzeitige oder aufeinander folgende Gabe von Vancomycin und anderen potentiell nieren- bzw. gehörschädigenden Medikamenten kann die gehör- und nierenschädigende Wirkung verstärken. Besonders bei gleichzeitiger Gabe von Aminoglykosiden ist eine sorgfältige Überwachung notwendig. In diesen Fällen ist die Maximaldosis von Vancomycin auf 0,5 g alle 8 Stunden zu begrenzen.
Vancomycin/Narkosemittel
Es gibt Berichte, dass die H√§ufigkeit der im zeitlichen Zusammenhang mit der intraven√∂sen Vancomycin-Infusion m√∂glichen Nebenwirkungen ([wie z.¬†B. Hypotonie, Hautr√∂tung, Erythem, Nesselsucht und Juckreiz] siehe 4. ?Welche Nebenwirkungen sind m√∂glich??) bei gleichzeitiger Gabe von Vancomycin und Narkosemitteln zunimmt. (Siehe ?Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Vancomycin-ratiopharm¬ģ 0,5 g ist erforderlich?)
Vancomycin/Muskelrelaxantien
Wird Vancomycin unter oder unmittelbar nach Operationen verabreicht, kann bei gleichzeitiger Anwendung von Muskelrelaxantien (wie z. B. Succinylcholin) deren Wirkung (neuromuskuläre Blockade) verstärkt und verlängert sein.
Vancomycin/hormonale Kontrazeptiva
Vancomycin kann die Wirksamkeit hormonaler Kontrazeptiva (?Pille?) herabsetzen.
Schwangerschaft und Stillzeit
Es liegen keine ausreichenden Daten zu einer Anwendung von Vancomycin bei Schwangeren vor. Tierversuche haben keine Hinweise auf Missbildungen ergeben, sie sind jedoch unzureichend im Hinblick auf die Beurteilung von Effekten auf Schwangerschaft, Geburt und postnatale Entwicklung. Vancomycin sollte daher bei schwangeren und stillenden Frauen nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden.
Vancomycin geht in die Muttermilch √ľber. Beim S√§ugling kann es zu St√∂rungen der Darmflora mit Durchf√§llen, Sprosspilzbesiedlung und m√∂glicherweise auch zu einer Sensibilisierung kommen.
Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.

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Wie wird es angewendet?

Wie ist Vancomycin-ratiopharm¬ģ 0,5 g ANZUWENDEN?
Wenden Sie Vancomycin-ratiopharm¬ģ 0,5 g immer genau nach der Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosis
bei intravenöser Infusion (Gabe in eine Vene)
Bei intravenöser Anwendung ist Vancomycin nicht wirksam zur Behandlung einer Enterokolitis.
Patienten mit normaler Nierenfunktion
Jugendliche (ab 12 Jahre) und Erwachsene
Die √ľbliche intraven√∂se Dosis betr√§gt 500 mg alle 6¬†Stunden oder 1¬†g alle 12¬†Stunden.
√Ąltere Patienten
Die Dosis sollte einer m√∂glicherweise verringerten Nierenfunktion angepasst werden (siehe 2. unter ?Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Vancomycin-ratiopharm¬ģ 0,5 g ist erforderlich?).
Kinder (unter 12 Jahre)
Die √ľbliche intraven√∂se Tagesdosis betr√§gt 40 mg/kg K√∂rpergewicht meistens verteilt auf 4¬†Einzelgaben, d.¬†h. 10¬†mg/kg K√∂rpergewicht alle 6¬†Stunden. Das infundierte Fl√ľssigkeitsvolumen muss als Teil der Gesamtfl√ľssigkeitsaufnahme des Kindes ber√ľcksichtigt werden.
Säuglinge und Neugeborene
F√ľr junge S√§uglinge und Neugeborene kann die Dosis geringer sein.
Die folgende Dosis wird empfohlen:

AlterDosierung
0-7 TageAnfangsdosis 15 mg/kg Körpergewicht,
gefolgt von Erhaltungsdosen von 10 mg/kg alle 12 Stunden
7-30 TageAnfangsdosis 15 mg/kg Körpergewicht,
gefolgt von Erhaltungsdosen von 10 mg/kg alle 8 Stunden

- Perioperative Prophylaxe
Erwachsene erhalten 1 g Vancomycin intravenös vor der Operation (bei Einleitung der Narkose) und je nach Länge und Art der Operation eine oder mehrere Gaben von 1 g Vancomycin intravenös nach der Operation.
Kinder erhalten 20 mg Vancomycin/kg Körpergewicht intravenös zu den gleichen Zeitpunkten.
Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
Wenn Sie an einer eingeschränkten Nierenfunktion leiden, wird Ihr Arzt die Dosis entsprechend Ihrer Nierenfunktion einstellen.
Eine Bestimmung der Vancomycin-Konzentration im Blut kann dazu  besonders bei schwerkranken Patienten mit wechselnder Nierenleistung - hilfreich sein.
Dosierung bei Hämodialyse
Bei Patienten ohne Nierenfunktion, auch mit regelmäßiger Hämodialyse, wird der Arzt in Abhängigkeit der Art der Hämodialyse bzw. der verwendeten Membranen die Sättigungsdosis sowie die Erhaltungsdosis und die Dosierungsintervalle festlegen.
Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
F√ľr Patienten mit stark eingeschr√§nkter Leberfunktion gelten die gleichen Vorsichtsma√ünahmen wie f√ľr Patienten mit eingeschr√§nkter Nierenfunktion.
√úberwachung der Vancomycin-Serumkonzentrationen
Ihr Arzt sollte die Konzentration von Vancomycin im Blut regelmäßig kontrollieren.
(Siehe ?Die folgenden Informationen sind nur f√ľr √Ąrzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt:?)
Art der Anwendung
Der Inhalt einer Durchstechflasche mit 512,5 mg Pulver kann in 30¬†ml Wasser aufgel√∂st und in Teilmengen getrunken oder √ľber eine Magensonde zugef√ľhrt werden. Dieser Zubereitung kann man ein Geschmackskorrigens hinzuf√ľgen.
Dauer der Anwendung
Die Behandlungsdauer richtet sich nach der Schwere der Infektion sowie nach dem klinischen und bakteriologischen Verlauf.
Bei einer Enterokolitis sollte Vancomycin oral 7-10 Tage lang eingenommen werden.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Vancomycin-ratiopharm¬ģ 0,5 g zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine gr√∂√üere Menge von Vancomycin-ratiopharm¬ģ 0,5 g angewendet haben, als Sie sollten
Wenden Sie sich in diesem Fall umgehend an einen Arzt. Er wird die erforderlichen Maßnahmen ergreifen.
Wenn Sie die Anwendung von Vancomycin-ratiopharm¬ģ 0,5 g vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein bzw. wenden Sie nicht die doppelte Dosis an, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
Eine vergessene Gabe sollte vor der nächsten regulären Gabe nachgeholt werden.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Vancomycin-ratiopharm¬ģ 0,5 g Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

sehr häufigmehr als 1 Behandelter von 10
häufig1 bis 10 Behandelte von 100
gelegentlich1 bis 10 Behandelte von 1.000
selten1 bis 10 Behandelte von 10.000
sehr seltenweniger als 1 Behandelter von 10.000
nicht bekanntH√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

Achtung
Bei Patienten mit einer entz√ľndlichen Darminfektion k√∂nnen nach oraler Anwendung von Vancomycin klinisch bedeutsame Serumkonzentrationen auftreten, vor allem, wenn gleichzeitig eine Einschr√§nkung der Nierenfunktion besteht. Dann sind Nebenwirkungen wie nach intraven√∂ser Infusion m√∂glich.
Die am h√§ufigsten beobachteten Nebenwirkungen sind Venenentz√ľndungen und pseudoallergische Reaktionen im Zusammenhang mit einer zu schnellen intraven√∂sen Infusion von Vancomycin.

Infektionen und parasitäre Erkrankungen
Die Einnahme von Vancomycin kann zur √úberwucherung des Darm-Traktes mit nicht-empfindlichen Bakterien oder Pilzen f√ľhren.
Eine Langzeitanwendung von Vancomycin kann ein Überwuchern von nicht-empfindlichen Bakterienstämmen verursachen.
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Selten:Verminderung der Zahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie),
Zunahme der Zahl bestimmter weißer Blutkörperchen (Eosinophilie).
Vor√ľbergehende Verminderung der Zahl bestimmter wei√üer Blutk√∂rperchen (Neutropenie). Sie tritt gew√∂hnlich eine Woche nach Behandlungsbeginn oder sp√§ter auf bzw. nach Infusion einer Gesamtdosis von √ľber 25 g. Nach Absetzen von Vancomycin normalisiert sich das Blutbild meistens schnell.
Reversible Agranulozytose (hochgradige Verminderung von bestimmten wei√üen Blutzellen). Ein urs√§chlicher Zusammenhang mit der Vancomycin-Behandlung wurde jedoch nicht belegt. (Siehe 2. unter ?Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Vancomycin-ratiopharm¬ģ 0,5 g ist erforderlich?.)
Erkrankungen des Immunsystems
Selten:Schwerwiegendere √úberempfindlichkeitsreaktionen mit Symptomen wie z.¬†B. Arzneimittelfieber, Eosinophilie (s. o.), Sch√ľttelfrost, Vaskulitis (Entz√ľndung der Blutgef√§√üe).
Überempfindlichkeitsreaktionen aller Schweregrade - bis zum Schock - sind möglich.
Augenerkrankungen
Sehr selten:Vor√ľbergehender (bis zu 10 Stunden anhaltender) starker Tr√§nenfluss.
Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
Selten:Schwindel, Ohrengeräusche (Tinnitus).
Gelegentlich:Vor√ľbergehende oder bleibende Verschlechterung des H√∂rverm√∂gens.
Die davon betroffenen Patienten hatten sehr hohe Dosen von Vancomycin oder zusätzlich andere ototoxische Medikamente erhalten oder bei ihnen lag eine Nierenfunktionseinschränkung oder ein bereits beeinträchtigtes Hörvermögen vor.
Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes
Selten:√úbelkeit
Sehr selten:Pseudomembran√∂se Enterokolitis (schwere durch toxinbildende St√§mme von Clostridium difficile hervorgerufene entz√ľndliche Darmerkrankung) (siehe 4. unter ?Gegenma√ünahmen?).
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
H√§ufig:Exantheme und Schleimhautentz√ľndungen mit und ohne Juckreiz.
Sehr selten:Schwere Hauterscheinungen mit lebensbedrohlichen Allgemeinreaktionen (wie z. B. Ig-A lineare Dermatose, exfoliative Dermatitis, Stevens-Johnson-Syndrom, Lyell-Syndrom).
Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Häufig:Nierenschädigung, hauptsächlich erkennbar an erhöhten Serumkreatinin- oder Serumharnstoff-Konzentrationen, meist bei Patienten, die hohe Vancomycin-Dosen erhielten oder bei gleichzeitiger Gabe von Aminoglykosiden (bestimmte Antibiotika) oder bereits bestehender Nierenfunktionseinschränkung.
Selten:Entz√ľndungen der Nieren (interstitielle Nephritis), akutes Nierenversagen. Nach Absetzen von Vancomycin normalisierten sich die Befunde meist.
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Venenentz√ľndungen. Diese k√∂nnen durch langsame Infusion verd√ľnnter L√∂sungen (250500¬†mg/100¬†ml) und Wechsel der Einstichstelle vermindert werden.
Schmerzen, Gewebsreizungen und Nekrosen (Absterben von Gewebe) durch versehentliche paravenöse oder intramuskuläre Injektionen.

Im Zusammenhang mit bei der intravenösen Infusion auftretenden Reaktionen (siehe auch ?Erkrankungen des Immunsystems?)
Zu schnelle Injektion von Vancomycin (innerhalb einiger Minuten):
Starker Blutdruckabfall einschließlich Kreislaufversagen (Schock) und selten Herzstillstand möglich.
Während oder kurz nach rascher Infusion von Vancomycin:
Anaphylaktoide Reaktionen einschlie√ülich Blutdruckabfall, Atemnot, Nesselfieber oder Juckreiz, Hautr√∂tung am Oberk√∂rper (?red neck? bzw. ?red man?), Schmerzen und Kr√§mpfen der Brust- oder R√ľckenmuskulatur m√∂glich.
Die Reaktionen klingen nach Absetzen der Infusion im Allgemeinen innerhalb von 20 Minuten bis zu einigen Stunden ab.
Da diese Erscheinungen bei langsamer Infusion selten auftreten, muss unbedingt darauf geachtet werden, Vancomycin gen√ľgend zu verd√ľnnen und √ľber einen ausreichend langen Zeitraum zu infundieren (siehe 3. ?Wie ist Vancomycin-ratiopharm¬ģ 0,5 g anzuwenden?).
Gegenmaßnahmen
Folgende extrem seltene Nebenwirkungen (nähere Erläuterungen zu diesen Nebenwirkungen siehe oben) können unter Umständen akut lebensbedrohlich sein. Darum ist sofort ein Arzt zu informieren, falls ein derartiges Ereignis plötzlich auftritt oder sich unerwartet stark entwickelt.
Pseudomembranöse Enterokolitis
Hier wird Ihr Arzt eine Beendigung der Behandlung mit Vancomycin-ratiopharm¬ģ 0,5 g in Abh√§ngigkeit von der Indikation erw√§gen und ggf. sofort eine angemessene Behandlung einleiten. Arzneimittel, die die Darmbewegung (Peristaltik) hemmen, d√ľrfen nicht eingenommen werden.
Schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Anaphylaxis)
Wenden Sie sich umgehend an einen Arzt, der die entsprechenden Notfallma√ünahmen einleiten wird. Die Behandlung mit Vancomycin-ratiopharm¬ģ 0,5 g muss sofort abgebrochen werden.
?red neck?- bzw. ?red man?-Syndrom
Wenden Sie sich umgehend an einen Arzt, der die weiteren Maßnahmen einleiten wird.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr√§chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren.
Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Etikett angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Nicht √ľber 25 ¬įC lagern.
Haltbarkeit der rekonstituierten Lösung
Die chemische und physikalische Stabilit√§t der in Wasser f√ľr Injektionszwecke rekonstituierten L√∂sung wurde bei einer Temperatur von bis zu 25 ¬įC f√ľr eine Dauer von 48 Stunden nachgewiesen.
Haltbarkeit der zubereiteten Infusionslösung
Die chemische und physikalische Stabilit√§t zubereiteter Infusionsl√∂sungen (in physiologischer Kochsalzl√∂sung oder 5%iger Glucosel√∂sung) wurde f√ľr 48 Stunden bei einer Temperatur von 2-8 ¬įC (K√ľhlschrank!) nachgewiesen. Vom mikrobiologischen Standpunkt aus sollte die zubereitete Infusionsl√∂sung sofort verbraucht werden. Falls dies nicht geschieht, liegt die Verantwortung f√ľr die Lagerbedingungen und -dauer beim Anwender. Normalerweise kann eine Lagerdauer von 24 Stunden bei 2-8 ¬įC nur √ľberschritten werden, wenn die Zubereitung der Infusionsl√∂sung unter kontrollierten und validierten aseptischen (keimarmen) Bedingungen stattgefunden hat.

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Weitere Informationen

Was Vancomycin-ratiopharm¬ģ 0,5 g enth√§lt
Der Wirkstoff ist Vancomycinhydrochlorid.
Jede Durchstechflasche enthält 512,5 mg Vancomycinhydrochlorid (mindestens 1050 I.E./mg) entsprechend 500 mg Vancomycin.
Die sonstigen Bestandteile sind:
Keine
Wie Vancomycin-ratiopharm¬ģ 0,5 g aussieht und Inhalt der Packung
Feines, weißes bis leicht rosafarben- oder braun-schimmerndes Pulver.
Vancomycin-ratiopharm¬ģ 0,5 g ist in Packungen mit 1 Durchstechflasche mit 512,5 mg Pulver zur Herstellung einer Injektionsl√∂sung oder L√∂sung zum Einnehmen erh√§ltlich.
Pharmazeutischer Unternehmer
ratiopharm GmbH
Graf-Arco-Str. 3
89079 Ulm
Hersteller
Merckle GmbH
Ludwig-Merckle-Str. 3
89143 Blaubeuren
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt √ľberarbeitet im
März 2009
Versionscode: Z10
Die folgenden Informationen sind nur f√ľr √Ąrzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt:
Zubereitung der Infusionslösung
Vor dem Gebrauch wird der Inhalt einer Durchstechflasche (512,5 mg Trockensubstanz) in 10 ml Wasser f√ľr Injektionszwecke aufgel√∂st. Die rekonstituierte L√∂sung kann farblos bis rosa gef√§rbt sein. Die rekonstituierte L√∂sung muss mit kompatiblen Infusionsl√∂sungen (s. u.) weiter auf 100-200 ml verd√ľnnt werden. Die Vancomycin-Konzentration soll 2,5-5¬†mg pro ml Infusionsl√∂sung nicht √ľbersteigen.
Kompatibilit√§t mit intraven√∂sen Fl√ľssigkeiten
Wässrige Vancomycin-Lösungen sind, sofern nicht die chemisch-physikalische Verträglichkeit mit anderen Infusionslösungen erwiesen ist, grundsätzlich getrennt von diesen zu verabreichen.
F√ľr die Weiterverd√ľnnung w√§ssriger Vancomycin-L√∂sungen zur Herstellung einer intraven√∂sen Infusionsl√∂sung eignen sich aufgrund der nachgewiesenen Kompatibilit√§t/Stabilit√§t sowohl physiologische Kochsalzl√∂sung als auch eine 5%ige Glucosel√∂sung.
Wichtigste Inkompatibilitäten
Vancomycin-L√∂sungen haben einen niedrigen pH-Wert. Dies kann zu chemischer oder physikalischer Instabilit√§t f√ľhren, wenn sie mit anderen Substanzen gemischt werden. Jede parenterale L√∂sung sollte daher vor der Anwendung auf Ausf√§llungen und Verf√§rbungen visuell √ľberpr√ľft werden. Die zubereitete L√∂sung kann farblos bis rosa gef√§rbt sein.
Kombinationstherapie
Im Falle einer Kombinationsbehandlung von Vancomycin mit anderen Antibiotika/Chemotherapeutika sollen die Präparate getrennt gegeben werden.
√úberwachung der Vancomycin-Serumkonzentrationen
Die Serumkonzentration von Vancomycin sollte am 2. Tag der Behandlung unmittelbar vor Verabreichung der n√§chsten Dosis und eine Stunde nach der Infusion √ľberpr√ľft werden. Therapeutische Vancomycin-Konzentrationen im Blut sollten eine Stunde nach Ende der Infusion zwischen 30 und 40 mg/l (maximal 50 mg/l) liegen, die Talspiegel (unmittelbar vor der n√§chsten Gabe) zwischen 5 und 10 mg/l.
Die Serumkonzentration sollte normalerweise zwei- bis dreimal pro Woche √ľberpr√ľft werden.

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Wirkstoff(e) Vancomycin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Ratiopharm GmbH
Betäubungsmittel Nein
ATC Code J01XA01
Pharmakologische Gruppe Andere Antibiotika

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden