Vancomycin Enterocaps 250 mg

Abbildung Vancomycin Enterocaps 250 mg
Wirkstoff(e) Vancomycin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Riemser Pharma GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 16.03.1989
ATC Code A07AA09
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Intestinale Antiinfektiva

Zulassungsinhaber

Riemser Pharma GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Vancomycin ist ein Antibiotikum, das zu einer Gruppe von Antibiotika gehört, die "Glykopeptide" genannt werden. Vancomycin wird zur Beseitigung bestimmter Bakterien verwendet, die Infektionen verursachen.

Vancomycin "Lederle" 500 mg Pulver wird zu einer Infusionslösung oder Lösung zum Einnehmen aufbereitet.

Bei intravenöser Infusion
Vancomycin wird in allen Altersgruppen durch Infusion zur Behandlung folgender schwerwiegender Infektionen eingesetzt:

  • Infektionen der Haut und des Gewebes unter der Haut.
  • Infektionen der Knochen und Gelenke
  • Eine Infektion der Lunge, die als "Pneumonie" bezeichnet wird.
  • Entz√ľndung der Herzinnenhaut (Endokarditis) und zur Vermeidung von Endokarditis bei Risiko-Patienten, wenn sie schweren chirurgischen Eingriffen unterzogen werden.
  • Infektion im zentralen Nervensystem.
  • Infektion im Blut im Zusammenhang mit den oben aufgef√ľhrten Infektionen.

Bei oraler Anwendung

Vancomycin kann bei Erwachsenen und Kindern zur Behandlung von Schleimhautinfektionen des D√ľnn- und Dickdarms mit Sch√§digung der Schleimh√§ute (pseudomembran√∂se Kolitis), verursacht durch das Bakterium Clostridium difficile oral verabreicht werden.

Anzeige

Wie wird es angewendet?

Wie ist Vancomycin "Lederle" 500 mg einzunehmen/anzuwenden?

Nehmen/Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein/an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Sie werden Vancomycin von medizinischem Fachpersonal erhalten, während Sie im Krankenhaus sind. Ihr Arzt wird entscheiden, wie viel dieses Arzneimittels Sie jeden Tag erhalten und wie lange die Behandlung dauern wird.

Dosierung

Die Dosis, die Ihnen gegeben wird, hängt von folgenden Faktoren ab:

  • Ihrem Alter,
  • Ihrem Gewicht,
  • der Infektion, die Sie haben,
  • wie gut Ihre Nieren funktionieren,
  • Ihrem H√∂rverm√∂gen,
  • allen anderen Medikamente, die Sie vielleicht einnehmen.

Art der Anwendung

Intravenöse Infusion bedeutet, dass das Arzneimittel aus einer Infusionsflasche oder einem Beutel durch einen Schlauch in eines Ihrer Blutgefäße und Ihren Körper fließt. Ihr Arzt/ Ihre

√Ąrztin oder Krankenschwester/-pfleger wird Vancomycin immer in Ihr Blut und nicht in den Muskel geben.

Vancomycin wird f√ľr mindestens 60 Minuten in die Vene infundiert.

Bei der Behandlung einer Infektion der Schleimhaut des D√ľnn- und des Dickdarms mit Sch√§digung der Schleimh√§ute (so genannte pseudomembran√∂se Kolitis) muss das Arzneimittel als L√∂sung zur oralen Anwendung verabreicht werden (Sie nehmen die Medizin durch den Mund ein).

Dauer der Behandlung

Die Dauer der Behandlung h√§ngt von Ihrer Infektion ab und kann mehrere Wochen dauern. Die Therapiedauer kann je nach individueller Reaktion auf die Behandlung f√ľr jeden Patienten unterschiedlich sein.

W√§hrend der Behandlung k√∂nnen Blutuntersuchungen durchgef√ľhrt werden, Sie k√∂nnen gebeten werden, Urinproben abzugeben und werden gegebenenfalls H√∂rtests unterzogen, um nach Anzeichen von m√∂glichen Nebenwirkungen zu suchen.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Bei Patienten mit eingeschr√§nkter Nierenfunktion muss die Dosis der Ausscheidungsleistung angepasst werden. Dies ist - besonders bei schwerkranken Patienten mit wechselnder Nierenleistung - sinnvoll. Die Serumspiegel m√ľssen regelm√§√üig bestimmt werden.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
F√ľr Patienten mit eingeschr√§nkter Leberfunktion gelten keine besonderen Vorsichtsma√ü- nahmen.

Patienten, die gleichzeitig Aminoglykoside erhalten

In diesen Fällen ist die Maximaldosis von Vancomycin auf 500 mg alle 8 Stunden zu begren- zen.

Wenn Sie eine größere Menge von Vancomycin "Lederle" 500 mg eingenommen/ angewendet haben, als Sie sollten

  • Ein spezifisches Gegengift (Antidot) ist nicht bekannt.
  • Hohe Serumkonzentrationen k√∂nnen durch H√§modialyse unter Verwendung von Poly- sulfonmembranen wirksam reduziert werden, ebenso mit dem Verfahren der H√§mo- filtration oder H√§moperfusion mit Polysulfon-Harzen.
  • Im √úbrigen ist bei √úberdosierung eine symptomatische Behandlung unter Aufrecht- erhaltung der Nierenfunktion erforderlich.

Wenn Sie die Einnahme/Anwendung von Vancomycin ‚ÄěLederle‚Äú 500 mg vergessen haben

Eine vergessene Gabe sollte vor der nächsten regulären Gabe nachgeholt werden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme/Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Anzeige

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Vancomycin kann allergische Reaktionen hervorrufen, obwohl schwere allergische Reaktionen (anaphylaktischer Schock) selten sind. Sagen Sie Ihrem Arzt sofort, wenn Sie plötzlich Keuchen sollten, Atembeschwerden, Rötung im oberen Teil des Körpers, Hautausschlag oder Juckreiz bekommen.

Verwenden Sie Vancomycin nicht mehr und suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Sie eines der folgenden Symptome bemerken:

  • r√∂tliche, nicht erh√∂hte, zielscheibenartige oder kreisf√∂rmige Flecken am Rumpf, h√§ufig mit zentralen Blasen, Hautabl√∂sungen, Geschw√ľre im Mund, Rachen, Nase, Genitalien und Augen. Diesen schwerwiegenden Hautausschl√§gen k√∂nnen Fieber und grippe√§hnliche Symptome vorausgehen (Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolvse).
  • Gro√üfl√§chiger Hautausschlag, hohe K√∂rpertemperatur und vergr√∂√üerte Lymphknoten (DRESS-Syndrom oder Arzneimittel-Hypersensitivit√§tssyndrom).
  • Ein roter, schuppiger, gro√üfl√§chiger Ausschlag mit Erhebungen unter der Haut und Blasen, begleitet von Fieber zu Beginn der Behandlung (akute generalisierte exanthematische Pustulose).

Die Aufnahme (Resorption) von Vancomycin aus dem Magen-Darm-Trakt ist vernachl√§ssigbar. Wenn Sie jedoch eine entz√ľndliche Erkrankung des Verdauungstraktes haben, vor allem wenn Sie auch eine Nierenerkrankung haben, k√∂nnen √§hnliche Nebenwirkungen auftreten, wie bei der Infusion von Vancomycin.

Häufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Blutdruckabfall
  • Atembeschwerden, Ger√§usche beim Atmen (ein hohes Ger√§usch verursacht durch Behinderungen des Luftflusses in den oberen Atemwegen)
  • Hautausschlag und Entz√ľndung der Mundschleimh√§ute, juckender Hautausschlag, Nesselsucht
  • Nierenprobleme, die in erster Linie durch Blutuntersuchungen festgestellt werden
  • R√∂tung von Oberk√∂rper und Gesicht, Entz√ľndung einer Vene

Gelegentliche Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Vor√ľbergehende oder bleibende Verschlechterung des H√∂rverm√∂gens

Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen):

  • Abnahme der wei√üen Blutk√∂rperchen, der roten Blutk√∂rperchen und der Blutpl√§ttchen (Blutzellen, die f√ľr die Blutgerinnung verantwortlich sind)
  • Anstieg der wei√üen Blutk√∂rperchen im Blut
  • Verlust des Gleichgewichts, Ohrger√§usche, Schwindel
  • Entz√ľndung der Blutgef√§√üe
  • √úbelkeit (sich schlecht f√ľhlen)
  • Entz√ľndung der Nieren und Nierenversagen
  • Schmerzen und Muskelkr√§mpfe in Brust und R√ľcken
  • Fieber, Sch√ľttelfrost

Sehr seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10000 Behandelten betreffen):

  • Pl√∂tzlicher Beginn einer schweren allergischen Hautreaktion mit Blasenbildung oder Abl√∂sung der Haut. Dies kann von hohem Fieber und Gelenkschmerzen begleitet sein.
    • Herzstillstand
    • Entz√ľndung des Darms, was Bauchschmerzen und Durchfall verursacht, der mitunter auch Blut enthalten kann

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar):

Krank sein (Erbrechen), Durchfall

  • Verwirrung, Schl√§frigkeit, Mangel an Energie, Schwellungen, Fl√ľssigkeitsansammlung im K√∂rper, vermindertes Urinieren
  • Hautausschlag mit Schwellung oder Schmerzen hinter den Ohren, im Nacken, in der Leistengegend, unter dem Kinn und den Achselh√∂hlen (geschwollene Lymphknoten), anormale Blut- und Leberfunktionstests
  • Hautausschlag mit Blasen und Fieber.

Gegenmaßnahmen beim Auftreten von bedeutsamen Nebenwirkungen

Folgende Nebenwirkungen (nähere Erläuterungen zu diesen Nebenwirkungen siehe unten) können unter Umständen akut lebensbedrohlich sein. Darum ist sofort ein Arzt zu informieren, falls ein derartiges Ereignis plötzlich auftritt oder sich unerwartet stark entwickelt.

Schwere akute √úberempfindlichkeitsreaktionen (z.B. Anaphylaxis):

Hier muss die Behandlung mit Vancomycin "Lederle" 500 mg sofort abgebrochen werden und die √ľblichen entsprechenden Notfallma√ünahmen (z.B. Antihistaminika, Kortikosteroide, Sympathomimetika und ggf. Beatmung) eingeleitet werden.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

Anzeige

Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf. Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton nach angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

Aufbewahrungsbedingungen

F√ľr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch oder Zubereitung

F√ľr die parenterale Anwendung sollte die frisch zubereitete L√∂sung wegen des Risikos einer mikrobiellen Kontamination bei der Aufl√∂sung alsbald verwendet werden.

F√ľr die orale Anwendung kann die zubereitete L√∂sung 96 Stunden im K√ľhlschrank aufbewahrt werden.

Anzeige

Weitere Informationen

Was Vancomycin "Lederle" 500 mg enthält

Der Wirkstoff ist: Vancomycin

1 Durchstechflasche enthält 500 mg Vancomycin (als Hydrochlorid) entsprechend 500.000 I.E. Vancomycin.

Der sonstige Bestandteil ist: Salzsäure zur pH-Einstellung.

Wie Vancomycin "Lederle" 500 mg aussieht und Inhalt der Packung

Vancomycin "Lederle" 500 mg ist ein feines, weißes bis leicht rosafarbenes oder hellbraunes Pulver und ist in Packungen mit 1, 5, 10 oder 10 (2x5) Durchstechflaschen erhältlich.

Weiterf√ľhrende Informationen

Anzeige

Zuletzt aktualisiert: 21.08.2022

Quelle: Vancomycin Enterocaps 250 mg - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Vancomycin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Riemser Pharma GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 16.03.1989
ATC Code A07AA09
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Intestinale Antiinfektiva

Teilen

Anzeige

Ihr persönlicher Arzneimittel-Assistent

afgis-Qualit√§tslogo mit Ablauf Jahr/Monat: Mit einem Klick auf das Logo √∂ffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen √ľber medikamio GmbH & Co KG und sein/ihr Internet-Angebot: medikamio.com/ This website is certified by Health On the Net Foundation. Click to verify.
Medikamente

Durchsuche hier unsere umfangreiche Datenbank zu Medikamenten von A-Z, mit Wirkung und Inhaltsstoffen.

Wirkstoffe

Alle Wirkstoffe mit ihrer Anwendung, chemischen Zusammensetzung und Arzneien, in denen sie enthalten sind.

Krankheiten

Ursachen, Symptome und Behandlungsm√∂glichkeiten f√ľr h√§ufige Krankheiten und Verletzungen.

Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden