Wirkstoff(e) Vancomycin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller cell Pharm GmbH
Betäubungsmittel Nein
ATC Code J01XA01
Pharmakologische Gruppe Andere Antibiotika

Zulassungsinhaber

cell Pharm GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Was ist VANCO-cell 1000 mg und wof√ľr wird es angewendet?
VANCO-cell 1000 mg ist ein Glykopeptid-Antibiotikum (Arzneimittel gegen bestimmte bakterielle Infektionen).
VANCO-cell 1000 mg wird angewendet bei
Orale Anwendung
VANCO-cell 1000 mg kann nach Aufl√∂sen eingenommen werden zur Behandlung bestimmter Darmentz√ľndungen:
- antibiotikabedingter pseudomembran√∂ser Enterokolitis (schwere durch toxinbildende St√§mme von Clostridium difficile hervorgerufene entz√ľndliche Darmerkrankung)
- Staphylokokken-Enterokolitis (durch Staphylokokken hervorgerufene entz√ľndliche Darmerkrankung)
Parenteral angewandt ist Vancomycin bei diesen Erkrankungen nicht wirksam.
Intravenöse Infusion
Die parenterale Gabe ist auf schwere Infektionen, die durch gegen andere Antibiotika resistente Erreger verursacht sind, oder bei Patienten mit einer Allergie gegen Betalactam-Antibiotika zu begrenzen.
- Herzinnenhautentz√ľndung (Endokarditis)
- Infektionen der Knochen (Osteitis, Osteomyelitis) und Gelenke
- Lungenentz√ľndung (Pneumonie)
- Blutvergiftung (Septikämie, Sepsis)
- Weichteilinfektionen
Zur perioperativen Prophylaxe bei erhöhter Gefährdung des Patienten durch Infektionen mit grampositiven Erregern in der Herz- und Gefäßchirurgie sowie bei Knochen- und Gelenkoperationen.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

VANCO-cell 1000 mg darf nicht angewendet werden
- wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen Vancomycin sind
- wenn bei Ihnen ein akutes Nierenversagen vorliegt oder Sie an einer vorbestehenden Innenohrschwerhörigkeit leiden. In diesem Fall darf VANCO-cell 1000 mg nur bei lebensbedrohlichen Infektionen angewendet werden.
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von VANCO-cell 1000 mg ist erforderlich
- wenn bei Ihnen die H√∂rfunktion eingeschr√§nkt ist, Sie zus√§tzlich geh√∂rsch√§digende Medikamente (z.B. Aminoglykoside) erhalten oder Sie an einer Nierenfunktionsst√∂rung leiden. In diesem Fall muss die H√∂rfunktion regelm√§√üig √ľberpr√ľft werden.
- bei gleichzeitiger Anwendung von Aminoglykosiden. In diesem Fall sollte die Nierenfunktion und die Therapie sorgf√§ltig √ľberwacht werden.
- falls Sie Vancomycin √ľber einen l√§ngeren Zeitraum erhalten oder Sie gleichzeitig mit Medikamenten behandelt werden, die zu einer Verminderung der wei√üen Blutk√∂rperchen (Neutropenie, Agranulozytose) f√ľhren k√∂nnen. In diesem Fall wird Ihr Arzt ggf. das Blutbild regelm√§√üig √ľberpr√ľfen.
- wenn während oder nach der intravenösen Behandlung schwere, anhaltende Durchfälle auftreten. Hier ist an eine pseudomembranöse Enterokolitis zu denken, die sofort behandelt werden muss (siehe ?Gegenmaßnahmen?).
- wenn schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen (siehe 4. ?Nebenwirkungen?) auftreten, muss die Behandlung mit VANCO-cell 1000 mg sofort abgebrochen werden (siehe ?Gegenmaßnahmen?).
Kinder
F√ľr Kinder und S√§uglinge gelten eigene Dosierungsrichtlinien (siehe 3. ?Wie ist VANCO-cell 1000 mg anzuwenden??).
√Ąltere Menschen
F√ľr √§ltere Menschen gelten keine speziellen Vorsichtsma√ünahmen, sofern keine starke Einschr√§nkung der Nierenfunktion bzw. keine starke Beeintr√§chtigung des H√∂rverm√∂gens vorliegt.
Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
F√ľr Patienten mit eingeschr√§nkter Leberfunktion gelten keine besonderen Vorsichtsma√ünahmen.
Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
Wenn Sie an einer eingeschr√§nkten Nierenfunktion leiden, sollte die Therapie sowie die Nierenfunktion sorgf√§ltig √ľberwacht werden.
F√ľr Patienten mit eingeschr√§nkter Nierenfunktion gelten eigene Dosierungsrichtlinien (siehe 3. ?Wie ist VANCO-cell 1000 mg anzuwenden??).
Bei Anwendung von VANCO-cell 1000 mg mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Achtung:
Bei Patienten mit einer entz√ľndlichen Darminfektion k√∂nnen auch nach oraler Anwendung von Vancomycin klinisch bedeutsame Serumkonzentrationen auftreten, vor allem, wenn gleichzeitig eine Nierenfunktionseinschr√§nkung besteht. Dann sind Wechselwirkungen wie nach intraven√∂ser Infusion m√∂glich.
Vancomycin/andere potentiell nieren- bzw. gehörschädigende Medikamente
Eine gleichzeitige oder aufeinanderfolgende Gabe von Vancomycin und anderen potentiell nieren- bzw. gehörschädigenden Medikamenten kann die gehör- und nierenschädigende Wirkung verstärken. Besonders bei gleichzeitiger Gabe von Aminoglykosiden ist eine sorgfältige Überwachung notwendig. In diesen Fällen ist die Maximaldosis von Vancomycin auf 500 mg alle 8 Stunden zu begrenzen.
Vancomycin/Narkosemittel
Es gibt Berichte, dass die Häufigkeit der im zeitlichen Zusammenhang mit der intravenösen Vancomycin-Infusion möglichen Nebenwirkungen (wie z.B. Blutdruckabfall, Hautrötung, Erythem, Nesselsucht und Juckreiz; siehe 4. ?Nebenwirkungen?) bei gleichzeitiger Gabe von Vancomycin und Narkosemitteln zunimmt.
Vancomycin/Muskelrelaxantien
Wird Vancomycin unter oder unmittelbar nach Operationen verabreicht, kann bei gleichzeitiger Anwendung von Muskelrelaxantien (wie z.B. Succinylcholin) deren Wirkung (neuromuskuläre Blockade) verstärkt und verlängert sein.
Schwangerschaft und Stillzeit
Zu einer Anwendung von Vancomycin in der Schwangerschaft und Stillzeit beim Menschen liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor. Daher sollte VANCO-cell 1000 mg Schwangeren nur nach einer eingehenden Nutzen-Risiko-Abwägung gegeben werden.
Vancomycin geht in die Muttermilch √ľber und sollte daher in der Stillzeit nur bei Versagen anderer Antibiotika angewendet werden. Beim S√§ugling kann es zu St√∂rungen der Darmflora mit Durchf√§llen, Sprosspilzbesiedelung und m√∂glicherweise auch zu einer Sensibilisierung kommen.

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Wie wird es angewendet?

Wie ist VANCO-cell 1000 mg ANZUWENDEN?
Wenden Sie VANCO-cell 1000 mg immer genau nach der Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosis
bei intravenöser Infusion:
Patienten mit normaler Nierenfunktion
Jugendliche (ab 12 Jahre) und Erwachsene
Die √ľbliche intraven√∂se Dosis betr√§gt 500 mg alle 6 Stunden oder 1 g alle 12 Stunden.
√Ąltere Patienten
Die nat√ľrliche Abnahme der glomerul√§ren Filtrationsrate mit zunehmendem Lebensalter kann zu erh√∂hten Vancomycin-Serumkonzentrationen f√ľhren, wenn die Dosis nicht angepasst wird. Die Dosis sollte einer evtl. verringerten Nierenfunktion angepasst werden.
Kinder (unter 12 Jahre)
Die √ľbliche intraven√∂se Tagesdosis betr√§gt 40 mg/kg K√∂rpergewicht meistens verteilt auf 4 Einzelgaben, d.h. 10 mg/kg K√∂rpergewicht alle 6 Stunden.
Säuglinge und Neugeborene
F√ľr junge S√§uglinge und Neugeborene kann die Dosis geringer sein. Empfohlen wird eine Anfangsdosis von 15 mg/kg und Erhaltungsdosen von 10 mg/kg alle 12 Stunden in der ersten Lebenswoche und alle 8 Stunden bis zu einem Alter von einem Monat. Eine √úberwachung der Serumkonzentrationen kann n√∂tig sein.
Perioperative Prophylaxe
Erwachsene erhalten 1 g Vancomycin i.v. vor der Operation (bei Einleitung der Narkose) und je nach Länge und Art der Operation eine oder mehrere Gaben von 1 g Vancomycin i.v. postoperativ.
Kinder erhalten 20 mg Vancomycin/kg Körpergewicht i.v. zu den gleichen Zeitpunkten.
Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
Wenn Sie an einer eingeschr√§nkten Nierenfunktion leiden, wird Ihr Arzt die Dosis entsprechend Ihrer Nierenfunktion einstellen. Dies ist ‚Äď besonders bei schwerkranken Patienten mit wechselnder Nierenleistung ‚Äďsinnvoll. Die Vancomycin-Blutspiegel m√ľssen regelm√§√üig bestimmt werden.
Dosierung bei Hämodialyse
Bei Patienten ohne Nierenfunktion, auch mit regelmäßiger Hämodialyse, wird der Arzt in Abhängigkeit der Art der Hämodialyse bzw. der verwendeten Membranen die Sättigungs- und die Erhaltungsdosis sowie die Dosierungsintervalle festlegen.
Art der Anwendung
Der Inhalt einer Durchstechflasche mit 1000 mg Vancomycin kann in 60 ml Wasser aufgel√∂st und in Teilmengen getrunken oder √ľber eine Magensonde zugef√ľhrt werden. Dieser Zubereitung kann man ein Geschmackskorrigens hinzuf√ľgen.
Dauer der Anwendung
Die Behandlungsdauer richtet sich nach der Schwere der Infektion sowie nach dem klinischen und bakteriologischen Verlauf.
Bei einer Enterokolitis sollte Vancomycin oral 7-10 Tage lang eingenommen werden.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von VANCO-cell 1000 mg zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge von VANCO-cell 1000 mg angewendet haben, als Sie sollten Wenden Sie sich in diesem Fall umgehend an einen Arzt. Er wird die erforderlichen Maßnahmen ergreifen.
Wenn Sie die Anwendung von VANCO-cell 1000 mg vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
Eine vergessene Gabe sollte vor der nächsten regulären Gabe nachgeholt werden.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann VANCO-cell 1000 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

sehr häufigmehr als 1 von 10 Behandelten
häufigweniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
gelegentlichweniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten
seltenweniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten
sehr seltenweniger als 1 von 10.000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle

Achtung
Bei Patienten mit einer entz√ľndlichen Darminfektion k√∂nnen nach oraler Anwendung von Vancomycin klinisch bedeutsame Serumkonzentrationen auftreten, vor allem, wenn gleichzeitig eine Einschr√§nkung der Nierenfunktion besteht. Dann sind Nebenwirkungen wie nach intraven√∂ser Infusion m√∂glich.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
GelegentlichVerminderung der Zahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie), Zunahme der Zahl bestimmter weißer Blutkörperchen (Eosinophilie).
Vor√ľbergehende Verminderung der Zahl bestimmter wei√üer Blutk√∂rperchen (Neutropenie). Sie tritt gew√∂hnlich eine Woche nach Behandlungsbeginn oder sp√§ter auf bzw. nach Infusion einer Gesamtdosis von √ľber 25 g. Nach Absetzen von Vancomycin normalisiert sich das Blutbild meistens schnell.
Sehr seltenVor√ľbergehende Agranulozytose (hochgradige Verminderung von bestimmten wei√üen Blutzellen). Ein urs√§chlicher Zusammenhang mit der Vancomycin-Behandlung wurde jedoch nicht belegt (siehe ?Besondere Vorsicht bei der Anwendung von VANCO-cell 1000 mg ist erforderlich?.).
Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
GelegentlichSchwindel und Ohrenklingen.
Vor√ľbergehende oder bleibende Verschlechterung des H√∂rverm√∂gens. Die davon betroffenen Patienten hatten sehr hohe Dosen von Vancomycin oder zus√§tzlich andere geh√∂rsch√§digende Medikamente erhalten oder bei ihnen lag eine Nierenfunktionseinschr√§nkung oder ein bereits beeintr√§chtigtes H√∂rverm√∂gen vor. Bei diesen Patienten sind regelm√§√üige Kontrollen der H√∂rfunktion angebracht.
Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes
HäufigÜbelkeit
Sehr seltenPseudomembran√∂se Enterokolitis nach intraven√∂ser Infusion (schwere durch toxinbildende St√§mme von Clostridium difficile hervorgerufene entz√ľndliche Darmerkrankung mit schweren, anhaltenden Durchf√§llen; siehe ?Gegenma√ünahmen?).
Erkrankungen der Nieren und Harnwege
HäufigNierenschädigung, hauptsächlich erkennbar an erhöhten Nierenwerten im Blut (Serumkreatinin, Serumharnstoff), meist bei Patienten, die hohe Vancomycin-Dosen erhielten oder bei gleichzeitiger Gabe von Aminoglykosiden (bestimmte Antibiotika) oder bereits bestehender Nierenfunktionseinschränkung.
Sehr seltenEntz√ľndungen der Nieren (interstitielle Nephritis), akutes Nierenversagen.
Nach Absetzen von Vancomycin normalisierten sich die Befunde meist.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes
H√§ufigExantheme (Hautausschlag) und Schleimhautentz√ľndungen mit und ohne Juckreiz
SeltenSchwere Hauterscheinungen mit lebensbedrohlichen Allgemeinreaktionen (wie z.B. Ig-A lineare Dermatose, exfoliative Dermatitis, Stevens-Johnson-Syndrom, Lyell-Syndrom).
Infektionen und parasitäre Erkrankungen
Die Einnahme von Vancomycin kann zur √úberwucherung des Darmtraktes mit nicht-empfindlichen Bakterien oder Pilzen f√ľhren.
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Venenentz√ľndungen k√∂nnen auftreten. Durch langsame Infusion verd√ľnnter L√∂sungen (250500 mg/100 ml) und Wechsel der Infusionsstelle kann man sie vermindern. Versehentliche paraven√∂se (neben das Gef√§√ü) oder intramuskul√§re Injektionen f√ľhren zu Schmerzen, Gewebsreizungen und Nekrosen (Absterben von Gewebe).
Erkrankungen des Immunsystems
GelegentlichSchwerwiegendere √úberempfindlichkeitsreaktionen mit Symptomen wie z.B. Arzneimittelfieber, Eosinophilie (s.o.), Sch√ľttelfrost, Vaskulitis (Entz√ľndung der Blutgef√§√üe).
Überempfindlichkeitsreaktionen aller Schweregrade - bis zum Schock - sind möglich.
Sehr seltenStarker und bis zu 10 Stunden anhaltender Tränenfluss
Im Zusammenhang mit der intravenösen Infusion auftretende ReaktionenAnaphylaktoide (allergische) Reaktionen einschließlich Blutdruckabfall, Atemnot, Nesselfieber oder Juckreiz während oder kurz nach rascher Infusion von Vancomycin.
Hautr√∂tung am Oberk√∂rper (?red neck? bzw. ?red man?), Schmerzen und Kr√§mpfe der Brust- oder R√ľckenmuskulatur.
Die Reaktionen klingen nach Absetzen der Infusion im Allgemeinen innerhalb von 20 Minuten bis zu einigen Stunden ab. Da diese Erscheinungen bei langsamer Infusion selten auftreten, muss unbedingt darauf geachtet werden, Vancomycin gen√ľgend zu verd√ľnnen und √ľber einen ausreichend langen Zeitraum zu infundieren (siehe 3. ?Wie ist VANCO-cell 1000 mg anzuwenden?).
Wird Vancomycin zu schnell, z.B. innerhalb einiger Minuten injiziert, kann es zu starkem Blutdruckabfall einschließlich Kreislaufversagen (Schock) und selten zu Herzstillstand kommen.


Gegenmaßnahmen
Folgende extrem seltene Nebenwirkungen (nähere Erläuterungen zu diesen Nebenwirkungen siehe oben) können unter Umständen akut lebensbedrohlich sein. Darum ist sofort ein Arzt zu informieren, falls ein derartiges Ereignis plötzlich auftritt oder sich unerwartet stark entwickelt.
Pseudomembranöse Kolitis
Hier muss der Arzt eine Beendigung der Behandlung mit VANCO-cell 1000 mg in Abh√§ngigkeit von der Indikation erw√§gen und ggf. sofort eine angemessene Behandlung einleiten. Arzneimittel, die die Darmbewegung (Peristaltik) hemmen, d√ľrfen nicht eingenommen werden.
Schwere akute √úberempfindlichkeitsreaktionen
Wenden Sie sich umgehend an einen Arzt, der die entsprechenden Notfallmaßnahmen einleiten wird. Die Behandlung mit VANCO-cell 1000 mg muss sofort abgebrochen werden.
?red neck?- bzw. ?red man?-Syndrom
Wenden Sie sich umgehend an einen Arzt, der die weiteren Maßnahmen einleiten wird.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr√§chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Wie ist VANCO-cell 1000 mg aufzubewahren?
Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren.
Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem, auf dem Umkarton und dem Etikett angegebenen, Verfallsdatum nicht mehr verwenden.
Aufbewahrungsbedingungen
Nicht √ľber 25¬įC lagern. Die Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.
Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch oder Zubereitung
Haltbarkeit der rekonstituierten Lösung:
Die chemische und physikalische Stabilit√§t der in Wasser f√ľr Injektionszwecke rekonstituierten L√∂sung wurde bei Raumtemperatur und 2-8¬įC f√ľr eine Lagerdauer von 48 Stunden nachgewiesen.
Haltbarkeit der zubereiteten Infusionslösung:
Die chemische und physikalische Stabilit√§t der gebrauchsfertigen L√∂sung (mit 0,9%iger Natriumchloridl√∂sung oder 5%iger Glucosel√∂sung) wurde f√ľr 48 Stunden bei Raumtemperatur und 2-8¬įC nachgewiesen. Vom mikrobiologischen Standpunkt aus sollte die zubereitete Infusionsl√∂sung sofort verbraucht werden. Falls dies nicht geschieht, liegt die Verantwortung f√ľr Lagerungsbedingungen und Lagerdauer beim Anwender. Normalerweise kann eine Lagerdauer von 24 Stunden bei 2-8¬įC nur √ľberschritten werden, wenn die Zubereitung der Infusionsl√∂sung unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen stattgefunden hat.

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Weitere Informationen

Was VANCO-cell 1000 mg enthält
Der Wirkstoff ist Vancomycinhydrochlorid.
1 Durchstechflasche 1025 mg Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung oder einer Lösung zum Einnehmen enthält 1025 mg Vancomycinhydrochlorid (mit einer Wirksamkeit von mindestens 1050 I.E. je Milligramm Substanz, berechnet auf die wasserfreie Substanz), entsprechend 1000 mg Vancomycin.
Die sonstigen Bestandteile sind: Keine.
Wie VANCO-cell 1000 mg aussieht und Inhalt der Packung
Fast wei√ües bis leicht rosa-farbenes Pulver. Es ist in Durchstechflaschen aus Klarglas abgef√ľllt, die mit Gummistopfen verschlossen sind.
VANCO-cell 1000 mg ist in Packungen mit 1, 5 bzw. 10 Durchstechflaschen erhältlich.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
cell pharm GmbH ‚Äď Theodor-Heuss-Str. 52 ‚Äď 61118 Bad Vilbel
Telefon: 0 610 1 / 30 42-0 ‚Äď Telefax: 0 610 1 / 30 42-11
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt √ľberarbeitet im Dezember 2008.
Die folgenden Informationen sind nur f√ľr √Ąrzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt:
Kompatibilit√§t mit intraven√∂sen Fl√ľssigkeiten:
Zur Herstellung der Infusionsl√∂sung sind geeignet: Wasser f√ľr Injektionszwecke, 5%ige Glucosel√∂sung, 0,9%ige Natriumchloridl√∂sung. Vancomycin-L√∂sung ist, sofern nicht die chemisch-physikalische Vertr√§glichkeit mit anderen Infusionsl√∂sungen erwiesen ist, grunds√§tzlich getrennt von diesen zu verabreichen.
Zubereitung der Infusionslösung
Vor dem Gebrauch wird der Inhalt einer Durchstechflasche in 20 ml Wasser f√ľr Injektionszwecke aufgel√∂st. Die rekonstituierte L√∂sung kann fast farblos bis leicht rosa gef√§rbt sein.
Die rekonstituierte L√∂sung muss mit kompatiblen Infusionsl√∂sungen (s.u.) weiter auf 200-400 ml verd√ľnnt werden. Die Vancomycin-Konzentration soll 2,5 - 5 mg pro ml Infusionsl√∂sung nicht √ľbersteigen.
Haltbarkeit der zubereiteten Lösungen siehe Abschnitt 5.
Wichtigste Inkompatibilitäten
Vancomycin-L√∂sungen haben einen niedrigen pH-Wert. Dies kann zu chemischer oder physikalischer Instabilit√§t f√ľhren, wenn sie mit anderen Substanzen gemischt werden. Jede parenterale L√∂sung sollte daher vor der Anwendung auf Ausf√§llungen und Verf√§rbungen visuell √ľberpr√ľft werden. Tr√ľbungen traten auf, wenn Vancomycin-L√∂sungen mit L√∂sungen folgender Substanzen gemischt wurden:
Aminophyllin; Barbiturate; Benzylpenicilline; Chloramphenicolhydrogensuccinat; Chlorothiazid-Natrium; Dexamethason-21-dihydrogenphosphat-Dinatrium; Heparin-Natrium; Hydrocortison-21-hydrogensuccinat; Methicillin-Natrium; Natriumhydrogencarbonat; Nitrofurantoin-Natrium; Novobiocin-Natrium; Phenytoin-Natrium; Sulfadiazin-Natrium; Sulfafurazoldiethanolamin.
Kombinationstherapie
Im Falle einer Kombinationsbehandlung von Vancomycin mit anderen Antibiotika/Chemotherapeutika sollen die Präparate getrennt gegeben werden.

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Wirkstoff(e) Vancomycin
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Hersteller cell Pharm GmbH
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ATC Code J01XA01
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden