Wirkstoff(e) Vancomycin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller cell Pharm GmbH
BetÀubungsmittel Nein
ATC Code J01XA01
Pharmakologische Gruppe Andere Antibiotika

Zulassungsinhaber

cell Pharm GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
VANCOMYCIN Lyomark 50 mg/ ml Vancomycin Lyomark Pharma GmbH
Vancomycin HEXAL 1,0 g Vancomycin Hexal Aktiengesellschaft
Vancosan oral 500 mg Vancomycin MIP Pharma GmbH
Vancomycin CP 500mg Vancomycin HIKMA Farmaceutica (Portugal)
Vancomycin-ratiopharm 0,5 g Vancomycin Ratiopharm GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Was ist VANCO-cell 500 mg und wofĂŒr wird es angewendet?
VANCO-cell 500 mg ist ein Glykopeptid-Antibiotikum (Arzneimittel gegen bestimmte bakterielle Infektionen).
VANCO-cell 500 mg wird angewendet bei
Orale Anwendung
VANCO-cell 500 mg kann nach Auflösen eingenommen werden zur Behandlung bestimmter DarmentzĂŒndungen:
- antibiotikabedingter pseudomembranöser Enterokolitis (schwere durch toxinbildende StĂ€mme von Clostridium difficile hervorgerufene entzĂŒndliche Darmerkrankung)
- Staphylokokken-Enterokolitis (durch Staphylokokken hervorgerufene entzĂŒndliche Darmerkrankung)
Parenteral angewandt ist Vancomycin bei diesen Erkrankungen nicht wirksam.
Intravenöse Infusion
Die parenterale Gabe ist auf schwere Infektionen, die durch gegen andere Antibiotika resistente Erreger verursacht sind, oder bei Patienten mit einer Allergie gegen Betalactam-Antibiotika zu begrenzen.
- HerzinnenhautentzĂŒndung (Endokarditis)
- Infektionen der Knochen (Osteitis, Osteomyelitis) und Gelenke
- LungenentzĂŒndung (Pneumonie)
- Blutvergiftung (SeptikÀmie, Sepsis)
- Weichteilinfektionen
Zur perioperativen Prophylaxe bei erhöhter GefĂ€hrdung des Patienten durch Infektionen mit grampositiven Erregern in der Herz- und GefĂ€ĂŸchirurgie sowie bei Knochen- und Gelenkoperationen.

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Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

VANCO-cell 500 mg darf nicht angewendet werden
- wenn Sie ĂŒberempfindlich (allergisch) gegen Vancomycin sind
- wenn bei Ihnen ein akutes Nierenversagen vorliegt oder Sie an einer vorbestehenden Innenohrschwerhörigkeit leiden. In diesem Fall darf VANCO-cell 500 mg nur bei lebensbedrohlichen Infektionen angewendet werden.
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von VANCO-cell 500 mg ist erforderlich
- wenn bei Ihnen die Hörfunktion eingeschrĂ€nkt ist, Sie zusĂ€tzlich gehörschĂ€digende Medikamente (z.B. Aminoglykoside) erhalten oder Sie an einer Nierenfunktionsstörung leiden. In diesem Fall muss die Hörfunktion regelmĂ€ĂŸig ĂŒberprĂŒft werden.
- bei gleichzeitiger Anwendung von Aminoglykosiden. In diesem Fall sollte die Nierenfunktion und die Therapie sorgfĂ€ltig ĂŒberwacht werden.
- falls Sie Vancomycin ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum erhalten oder Sie gleichzeitig mit Medikamenten behandelt werden, die zu einer Verminderung der weißen Blutkörperchen (Neutropenie, Agranulozytose) fĂŒhren können. In diesem Fall wird Ihr Arzt ggf. das Blutbild regelmĂ€ĂŸig ĂŒberprĂŒfen.
- wenn wĂ€hrend oder nach der intravenösen Behandlung schwere, anhaltende DurchfĂ€lle auftreten. Hier ist an eine pseudomembranöse Enterokolitis zu denken, die sofort behandelt werden muss (siehe ?Gegenmaßnahmen?).
- wenn schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen (siehe 4. ?Nebenwirkungen?) auftreten, muss die Behandlung mit VANCO-cell 500 mg sofort abgebrochen werden (siehe ?Gegenmaßnahmen?).
Kinder
FĂŒr Kinder und SĂ€uglinge gelten eigene Dosierungsrichtlinien (siehe 3. ?Wie ist VANCO-cell 500 mg anzuwenden??).
Ältere Menschen
FĂŒr Ă€ltere Menschen gelten keine speziellen Vorsichtsmaßnahmen, sofern keine starke EinschrĂ€nkung der Nierenfunktion bzw. keine starke BeeintrĂ€chtigung des Hörvermögens vorliegt.
Patienten mit eingeschrÀnkter Leberfunktion
FĂŒr Patienten mit eingeschrĂ€nkter Leberfunktion gelten keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen.
Patienten mit eingeschrÀnkter Nierenfunktion
Wenn Sie an einer eingeschrĂ€nkten Nierenfunktion leiden, sollte die Therapie sowie die Nierenfunktion sorgfĂ€ltig ĂŒberwacht werden.
FĂŒr Patienten mit eingeschrĂ€nkter Nierenfunktion gelten eigene Dosierungsrichtlinien (siehe 3. ?Wie ist VANCO-cell 500 mg anzuwenden??).
Bei Anwendung von VANCO-cell 500 mg mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Achtung:
Bei Patienten mit einer entzĂŒndlichen Darminfektion können auch nach oraler Anwendung von Vancomycin klinisch bedeutsame Serumkonzentrationen auftreten, vor allem, wenn gleichzeitig eine NierenfunktionseinschrĂ€nkung besteht. Dann sind Wechselwirkungen wie nach intravenöser Infusion möglich.
Vancomycin/andere potentiell nieren- bzw. gehörschÀdigende Medikamente
Eine gleichzeitige oder aufeinanderfolgende Gabe von Vancomycin und anderen potentiell nieren- bzw. gehörschĂ€digenden Medikamenten kann die gehör- und nierenschĂ€digende Wirkung verstĂ€rken. Besonders bei gleichzeitiger Gabe von Aminoglykosiden ist eine sorgfĂ€ltige Überwachung notwendig. In diesen FĂ€llen ist die Maximaldosis von Vancomycin auf 500 mg alle 8 Stunden zu begrenzen.
Vancomycin/Narkosemittel
Es gibt Berichte, dass die HÀufigkeit der im zeitlichen Zusammenhang mit der intravenösen Vancomycin-Infusion möglichen Nebenwirkungen (wie z.B. Blutdruckabfall, Hautrötung, Erythem, Nesselsucht und Juckreiz; siehe 4. ?Nebenwirkungen?) bei gleichzeitiger Gabe von Vancomycin und Narkosemitteln zunimmt.
Vancomycin/Muskelrelaxantien
Wird Vancomycin unter oder unmittelbar nach Operationen verabreicht, kann bei gleichzeitiger Anwendung von Muskelrelaxantien (wie z.B. Succinylcholin) deren Wirkung (neuromuskulÀre Blockade) verstÀrkt und verlÀngert sein.
Schwangerschaft und Stillzeit
Zu einer Anwendung von Vancomycin in der Schwangerschaft und Stillzeit beim Menschen liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor. Daher sollte VANCO-cell 500 mg Schwangeren nur nach einer eingehenden Nutzen-Risiko-AbwÀgung gegeben werden.
Vancomycin geht in die Muttermilch ĂŒber und sollte daher in der Stillzeit nur bei Versagen anderer Antibiotika angewendet werden. Beim SĂ€ugling kann es zu Störungen der Darmflora mit DurchfĂ€llen, Sprosspilzbesiedelung und möglicherweise auch zu einer Sensibilisierung kommen.

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Wie wird es angewendet?

Wie ist VANCO-cell 500 mg ANZUWENDEN?
Wenden Sie VANCO-cell 500 mg immer genau nach der Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die ĂŒbliche Dosis
bei intravenöser Infusion:
Patienten mit normaler Nierenfunktion
Jugendliche (ab 12 Jahre) und Erwachsene
Die ĂŒbliche intravenöse Dosis betrĂ€gt 500 mg alle 6 Stunden oder 1 g alle 12 Stunden.
Ältere Patienten
Die natĂŒrliche Abnahme der glomerulĂ€ren Filtrationsrate mit zunehmendem Lebensalter kann zu erhöhten Vancomycin-Serumkonzentrationen fĂŒhren, wenn die Dosis nicht angepasst wird. Die Dosis sollte einer evtl. verringerten Nierenfunktion angepasst werden.
Kinder (unter 12 Jahre)
Die ĂŒbliche intravenöse Tagesdosis betrĂ€gt 40 mg/kg Körpergewicht meistens verteilt auf 4 Einzelgaben, d.h. 10 mg/kg Körpergewicht alle 6 Stunden.
SĂ€uglinge und Neugeborene
FĂŒr junge SĂ€uglinge und Neugeborene kann die Dosis geringer sein. Empfohlen wird eine Anfangsdosis von 15 mg/kg und Erhaltungsdosen von 10 mg/kg alle 12 Stunden in der ersten Lebenswoche und alle 8 Stunden bis zu einem Alter von einem Monat. Eine Überwachung der Serumkonzentrationen kann nötig sein.
Perioperative Prophylaxe
Erwachsene erhalten 1 g Vancomycin i.v. vor der Operation (bei Einleitung der Narkose) und je nach LĂ€nge und Art der Operation eine oder mehrere Gaben von 1 g Vancomycin i.v. postoperativ.
Kinder erhalten 20 mg Vancomycin/kg Körpergewicht i.v. zu den gleichen Zeitpunkten.
Patienten mit eingeschrÀnkter Nierenfunktion
Wenn Sie an einer eingeschrĂ€nkten Nierenfunktion leiden, wird Ihr Arzt die Dosis entsprechend Ihrer Nierenfunktion einstellen. Dies ist – besonders bei schwerkranken Patienten mit wechselnder Nierenleistung –sinnvoll. Die Vancomycin-Blutspiegel mĂŒssen regelmĂ€ĂŸig bestimmt werden.
Dosierung bei HĂ€modialyse
Bei Patienten ohne Nierenfunktion, auch mit regelmĂ€ĂŸiger HĂ€modialyse, wird der Arzt in AbhĂ€ngigkeit der Art der HĂ€modialyse bzw. der verwendeten Membranen die SĂ€ttigungs- und die Erhaltungsdosis sowie die Dosierungsintervalle festlegen.
Art der Anwendung
Der Inhalt einer Durchstechflasche mit 500 mg Vancomycin kann in 30 ml Wasser aufgelöst und in Teilmengen getrunken oder ĂŒber eine Magensonde zugefĂŒhrt werden. Dieser Zubereitung kann man ein Geschmackskorrigens hinzufĂŒgen.
Dauer der Anwendung
Die Behandlungsdauer richtet sich nach der Schwere der Infektion sowie nach dem klinischen und bakteriologischen Verlauf.
Bei einer Enterokolitis sollte Vancomycin oral 7-10 Tage lang eingenommen werden.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von VANCO-cell 500 mg zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge von VANCO-cell 500 mg angewendet haben, als Sie sollten Wenden Sie sich in diesem Fall umgehend an einen Arzt. Er wird die erforderlichen Maßnahmen ergreifen.
Wenn Sie die Anwendung von VANCO-cell 500 mg vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
Eine vergessene Gabe sollte vor der nÀchsten regulÀren Gabe nachgeholt werden.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann VANCO-cell 500 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende HĂ€ufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

sehr hÀufigmehr als 1 von 10 Behandelten
hÀufigweniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
gelegentlichweniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten
seltenweniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten
sehr seltenweniger als 1 von 10.000 Behandelten, einschließlich EinzelfĂ€lle

Achtung
Bei Patienten mit einer entzĂŒndlichen Darminfektion können nach oraler Anwendung von Vancomycin klinisch bedeutsame Serumkonzentrationen auftreten, vor allem, wenn gleichzeitig eine EinschrĂ€nkung der Nierenfunktion besteht. Dann sind Nebenwirkungen wie nach intravenöser Infusion möglich.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
GelegentlichVerminderung der Zahl der BlutplĂ€ttchen (Thrombozytopenie), Zunahme der Zahl bestimmter weißer Blutkörperchen (Eosinophilie).
VorĂŒbergehende Verminderung der Zahl bestimmter weißer Blutkörperchen (Neutropenie). Sie tritt gewöhnlich eine Woche nach Behandlungsbeginn oder spĂ€ter auf bzw. nach Infusion einer Gesamtdosis von ĂŒber 25 g. Nach Absetzen von Vancomycin normalisiert sich das Blutbild meistens schnell.
Sehr seltenVorĂŒbergehende Agranulozytose (hochgradige Verminderung von bestimmten weißen Blutzellen). Ein ursĂ€chlicher Zusammenhang mit der Vancomycin-Behandlung wurde jedoch nicht belegt (siehe ?Besondere Vorsicht bei der Anwendung von VANCO-cell 500 mg ist erforderlich?.).
Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
GelegentlichSchwindel und Ohrenklingen.
VorĂŒbergehende oder bleibende Verschlechterung des Hörvermögens. Die davon betroffenen Patienten hatten sehr hohe Dosen von Vancomycin oder zusĂ€tzlich andere gehörschĂ€digende Medikamente erhalten oder bei ihnen lag eine NierenfunktionseinschrĂ€nkung oder ein bereits beeintrĂ€chtigtes Hörvermögen vor. Bei diesen Patienten sind regelmĂ€ĂŸige Kontrollen der Hörfunktion angebracht.
Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes
HĂ€ufigÜbelkeit
Sehr seltenPseudomembranöse Enterokolitis nach intravenöser Infusion (schwere durch toxinbildende StĂ€mme von Clostridium difficile hervorgerufene entzĂŒndliche Darmerkrankung mit schweren, anhaltenden DurchfĂ€llen; siehe ?Gegenmaßnahmen?).
Erkrankungen der Nieren und Harnwege
HÀufigNierenschÀdigung, hauptsÀchlich erkennbar an erhöhten Nierenwerten im Blut (Serumkreatinin, Serumharnstoff), meist bei Patienten, die hohe Vancomycin-Dosen erhielten oder bei gleichzeitiger Gabe von Aminoglykosiden (bestimmte Antibiotika) oder bereits bestehender NierenfunktionseinschrÀnkung.
Sehr seltenEntzĂŒndungen der Nieren (interstitielle Nephritis), akutes Nierenversagen.
Nach Absetzen von Vancomycin normalisierten sich die Befunde meist.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes
HĂ€ufigExantheme (Hautausschlag) und SchleimhautentzĂŒndungen mit und ohne Juckreiz
SeltenSchwere Hauterscheinungen mit lebensbedrohlichen Allgemeinreaktionen (wie z.B. Ig-A lineare Dermatose, exfoliative Dermatitis, Stevens-Johnson-Syndrom, Lyell-Syndrom).
Infektionen und parasitÀre Erkrankungen
Die Einnahme von Vancomycin kann zur Überwucherung des Darmtraktes mit nicht-empfindlichen Bakterien oder Pilzen fĂŒhren.
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
VenenentzĂŒndungen können auftreten. Durch langsame Infusion verdĂŒnnter Lösungen (250500 mg/100 ml) und Wechsel der Infusionsstelle kann man sie vermindern. Versehentliche paravenöse (neben das GefĂ€ĂŸ) oder intramuskulĂ€re Injektionen fĂŒhren zu Schmerzen, Gewebsreizungen und Nekrosen (Absterben von Gewebe).
Erkrankungen des Immunsystems
GelegentlichSchwerwiegendere Überempfindlichkeitsreaktionen mit Symptomen wie z.B. Arzneimittelfieber, Eosinophilie (s.o.), SchĂŒttelfrost, Vaskulitis (EntzĂŒndung der BlutgefĂ€ĂŸe).
Überempfindlichkeitsreaktionen aller Schweregrade - bis zum Schock - sind möglich.
Sehr seltenStarker und bis zu 10 Stunden anhaltender TrÀnenfluss
Im Zusammenhang mit der intravenösen Infusion auftretende ReaktionenAnaphylaktoide (allergische) Reaktionen einschließlich Blutdruckabfall, Atemnot, Nesselfieber oder Juckreiz wĂ€hrend oder kurz nach rascher Infusion von Vancomycin.
Hautrötung am Oberkörper (?red neck? bzw. ?red man?), Schmerzen und KrĂ€mpfe der Brust- oder RĂŒckenmuskulatur.
Die Reaktionen klingen nach Absetzen der Infusion im Allgemeinen innerhalb von 20 Minuten bis zu einigen Stunden ab. Da diese Erscheinungen bei langsamer Infusion selten auftreten, muss unbedingt darauf geachtet werden, Vancomycin genĂŒgend zu verdĂŒnnen und ĂŒber einen ausreichend langen Zeitraum zu infundieren (siehe 3. ?Wie ist VANCO-cell 500 mg anzuwenden?).
Wird Vancomycin zu schnell, z.B. innerhalb einiger Minuten injiziert, kann es zu starkem Blutdruckabfall einschließlich Kreislaufversagen (Schock) und selten zu Herzstillstand kommen.


Gegenmaßnahmen
Folgende extrem seltene Nebenwirkungen (nÀhere ErlÀuterungen zu diesen Nebenwirkungen siehe oben) können unter UmstÀnden akut lebensbedrohlich sein. Darum ist sofort ein Arzt zu informieren, falls ein derartiges Ereignis plötzlich auftritt oder sich unerwartet stark entwickelt.
Pseudomembranöse Kolitis
Hier muss der Arzt eine Beendigung der Behandlung mit VANCO-cell 500 mg in AbhĂ€ngigkeit von der Indikation erwĂ€gen und ggf. sofort eine angemessene Behandlung einleiten. Arzneimittel, die die Darmbewegung (Peristaltik) hemmen, dĂŒrfen nicht eingenommen werden.
Schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen
Wenden Sie sich umgehend an einen Arzt, der die entsprechenden Notfallmaßnahmen einleiten wird. Die Behandlung mit VANCO-cell 500 mg muss sofort abgebrochen werden.
?red neck?- bzw. ?red man?-Syndrom
Wenden Sie sich umgehend an einen Arzt, der die weiteren Maßnahmen einleiten wird.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgefĂŒhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintrĂ€chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Wie ist VANCO-cell 500 mg aufzubewahren?
Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich aufbewahren.
Sie dĂŒrfen das Arzneimittel nach dem, auf dem Umkarton und dem Etikett angegebenen, Verfallsdatum nicht mehr verwenden.
Aufbewahrungsbedingungen
Nicht ĂŒber 25°C lagern. Die Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schĂŒtzen.
Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch oder Zubereitung
Haltbarkeit der rekonstituierten Lösung:
Die chemische und physikalische StabilitĂ€t der in Wasser fĂŒr Injektionszwecke rekonstituierten Lösung wurde bei Raumtemperatur und 2-8°C fĂŒr eine Lagerdauer von 48 Stunden nachgewiesen.
Haltbarkeit der zubereiteten Infusionslösung:
Die chemische und physikalische StabilitĂ€t der gebrauchsfertigen Lösung (mit 0,9%iger Natriumchloridlösung oder 5%iger Glucoselösung) wurde fĂŒr 48 Stunden bei Raumtemperatur und 2-8°C nachgewiesen. Vom mikrobiologischen Standpunkt aus sollte die zubereitete Infusionslösung sofort verbraucht werden. Falls dies nicht geschieht, liegt die Verantwortung fĂŒr Lagerungsbedingungen und Lagerdauer beim Anwender. Normalerweise kann eine Lagerdauer von 24 Stunden bei 2-8°C nur ĂŒberschritten werden, wenn die Zubereitung der Infusionslösung unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen stattgefunden hat.

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Weitere Informationen

Was VANCO-cell 500 mg enthÀlt
Der Wirkstoff ist Vancomycinhydrochlorid.
1 Durchstechflasche 512,5 mg Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung oder einer Lösung zum Einnehmen enthÀlt 512,5 mg Vancomycinhydrochlorid (mit einer Wirksamkeit von mindestens 1050 I.E. je Milligramm Substanz, berechnet auf die wasserfreie Substanz), entsprechend 500 mg Vancomycin.
Die sonstigen Bestandteile sind: Keine.
Wie VANCO-cell 500 mg aussieht und Inhalt der Packung
Fast weißes bis leicht rosa-farbenes Pulver. Es ist in Durchstechflaschen aus Klarglas abgefĂŒllt, die mit Gummistopfen verschlossen sind.
VANCO-cell 500 mg ist in Packungen mit 1, 5 bzw. 10 Durchstechflaschen erhÀltlich.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
cell pharm GmbH – Theodor-Heuss-Str. 52 – 61118 Bad Vilbel
Telefon: 0 610 1 / 30 42-0 – Telefax: 0 610 1 / 30 42-11
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt ĂŒberarbeitet im Dezember 2008.
Die folgenden Informationen sind nur fĂŒr Ärzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt:
KompatibilitĂ€t mit intravenösen FlĂŒssigkeiten:
Zur Herstellung der Infusionslösung sind geeignet: Wasser fĂŒr Injektionszwecke, 5%ige Glucoselösung, 0,9%ige Natriumchloridlösung. Vancomycin-Lösung ist, sofern nicht die chemisch-physikalische VertrĂ€glichkeit mit anderen Infusionslösungen erwiesen ist, grundsĂ€tzlich getrennt von diesen zu verabreichen.
Zubereitung der Infusionslösung
Vor dem Gebrauch wird der Inhalt einer Durchstechflasche in 10 ml Wasser fĂŒr Injektionszwecke aufgelöst. Die rekonstituierte Lösung kann fast farblos bis leicht rosa gefĂ€rbt sein.
Die rekonstituierte Lösung muss mit kompatiblen Infusionslösungen (s.u.) weiter auf 100-200 ml verdĂŒnnt werden. Die Vancomycin-Konzentration soll 2,5 - 5 mg pro ml Infusionslösung nicht ĂŒbersteigen.
Haltbarkeit der zubereiteten Lösungen siehe Abschnitt 5.
Wichtigste InkompatibilitÀten
Vancomycin-Lösungen haben einen niedrigen pH-Wert. Dies kann zu chemischer oder physikalischer InstabilitĂ€t fĂŒhren, wenn sie mit anderen Substanzen gemischt werden. Jede parenterale Lösung sollte daher vor der Anwendung auf AusfĂ€llungen und VerfĂ€rbungen visuell ĂŒberprĂŒft werden. TrĂŒbungen traten auf, wenn Vancomycin-Lösungen mit Lösungen folgender Substanzen gemischt wurden:
Aminophyllin; Barbiturate; Benzylpenicilline; Chloramphenicolhydrogensuccinat; Chlorothiazid-Natrium; Dexamethason-21-dihydrogenphosphat-Dinatrium; Heparin-Natrium; Hydrocortison-21-hydrogensuccinat; Methicillin-Natrium; Natriumhydrogencarbonat; Nitrofurantoin-Natrium; Novobiocin-Natrium; Phenytoin-Natrium; Sulfadiazin-Natrium; Sulfafurazoldiethanolamin.
Kombinationstherapie
Im Falle einer Kombinationsbehandlung von Vancomycin mit anderen Antibiotika/Chemotherapeutika sollen die PrÀparate getrennt gegeben werden.

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Wirkstoff(e) Vancomycin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller cell Pharm GmbH
BetÀubungsmittel Nein
ATC Code J01XA01
Pharmakologische Gruppe Andere Antibiotika

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können fĂŒr die Korrektheit der Daten keine Haftung ĂŒbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. FĂŒr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden