Verapamil Sandoz 40mg Filmtabletten

Abbildung Verapamil Sandoz 40mg Filmtabletten
Wirkstoff(e) Verapamil
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Sandoz Pharmaceuticals GmbH
Betäubungsmittel Nein
ATC Code C08DA01
Pharmakologische Gruppe Selektive Calciumkanalblocker mit vorwiegender Herzwirkung

Zulassungsinhaber

Sandoz Pharmaceuticals GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Verapamil Hennig 120mg Filmtabletten Verapamil Hennig Arzneimittel GmbH & Co KG
Verahexal 80 Verapamil Hexal Aktiengesellschaft
Verapamil dura 120 mg Filmtabletten Verapamil Mylan dura GmbH
Verapamil AL 40 Verapamil ALIUD PHARMA GmbH
VERAPAMIL BASICS 120 mg Verapamil Basics GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Was ist Verapamil Sandoz 40 mg und wof√ľr wird es angewendet?
Verapamil Sandoz 40 mg ist ein Calciumkanalblocker.
Verapamil Sandoz 40 mg wird angewendet
- zur Behandlung der koronaren Herzkrankheit (Zustände mit unzureichender Sauerstoffversorgung des Herzmuskels) bei:
- Chronisch stabiler Angina pectoris (Belastungsangina)
- Instabiler Angina pectoris (Crescendoangina, Ruheangina)
- Vasospastischer Angina pectoris (Prinzmetal-Angina, Variant-Angina).
- zur Behandlung der Störungen der Herzschlagfolge bei:
- paroxysmaler supraventrikulärer Tachykardie (anfallsweise auftretender, vom Herzvorhof ausgehender, beschleunigter Herzschlagfolge), Vorhofflimmern/Vorhofflattern mit schneller AV-Überleitung (außer beim WPW-Syndrom, siehe unter ?Verapamil Sandoz 40 mg darf nicht eingenommen werden?).
- zur Behandlung des Bluthochdrucks.

Anzeige

Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Verapamil Sandoz 40 mg darf nicht eingenommen werden
- wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen Verapamil oder einen der sonstigen Bestandteile von Verapamil Sandoz 40 mg sind
- bei Herz-Kreislauf-Schock
- bei akutem Herzinfarkt mit Komplikationen (verlangsamte Herzschlagfolge, erniedrigter Blutdruck, Linksherzinsuffizienz)
- bei ausgeprägten Reizleitungsstörungen (wie z. B. SA-bzw. AV-Block II. und III. Grades)
- bei erkranktem Sinusknoten im Herzen (Sinusknotensyndrom)
- bei manifester (erkennbarer) Herzmuskelschwäche
- bei Vorhofflimmern/-flattern und gleichzeitigem Vorliegen eines WPW-Syndroms (erhöhtes Risiko, eine beschleunigte Herzschlagfolge in den Herzkammern auszulösen).
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Verapamil Sandoz 40 mg ist erforderlich
Im Folgenden wird beschrieben, wann Verapamil Sandoz 40 mg nur unter bestimmten Bedingungen und nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden darf. Befragen Sie hierzu bitte Ihren Arzt. Dies gilt auch, wenn diese Angaben bei Ihnen fr√ľher einmal zutrafen.
Seien Sie besonders vorsichtig bei der Anwendung von Verapamil Sandoz 40 mg bei
- AV-Block I. Grades (verlängerter Erregungsleitungszeit vom Herzvorhof auf die Herzkammern)
- niedrigem Blutdruck (weniger als 90 mmHg systolisch)
- Bradykardie (Puls unter 50 Schläge pro Minute)
- stark eingeschränkter Leberfunktion (siehe ?Wie ist Verapamil Sandoz 40 mg einzunehmen??)
- Erkrankungen mit beeinträchtigter Übertragung von Nervenimpulsen auf die Muskulatur (wie Myasthenia gravis, Lambert-Eaton-Syndrom und fortgeschrittene Duchenne-Muskeldystrophie).
Schwangerschaft
Verapamil Sandoz 40 mg sollte in den ersten sechs Monaten der Schwangerschaft nicht eingenommen werden, da mit einer Anwendung am Menschen keine Erfahrungen vorliegen. Eine Einnahme im letzten Drittel der Schwangerschaft darf nur unter strenger Nutzen-Risiko-Abschätzung durch den Arzt erfolgen.
Stillzeit
Verapamil Sandoz 40 mg sollte w√§hrend der Stillzeit nicht eingenommen werden, da der Wirkstoff in die Muttermilch √ľbergeht.
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Die Behandlung mit Verapamil Sandoz 40 mg bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle.
Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen kann das Reaktionsvermögen soweit verändert sein, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Anzeige

Wie wird es angewendet?

Wie ist Verapamil Sandoz 40 mg einzunehmen?
Nehmen Sie Verapamil Sandoz 40 mg immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosis:
Verapamil, der Wirkstoff der Darreichungsform von Verapamil Sandoz 40 mg ist individuell, dem Schweregrad der Erkrankung angepasst zu dosieren. Nach langjähriger klinischer Erfahrung liegt die durchschnittliche Tagesdosis bei allen Indikationen zwischen 240 mg und 360 mg.
Eine Tagesdosis von 480 mg sollte als Dauertherapie nicht √ľberschritten werden; eine kurzfristige Erh√∂hung ist m√∂glich.
Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion wird in Abhängigkeit vom Schweregrad wegen eines verlangsamten Arzneimittelabbaus die Wirkung von Verapamil verstärkt und verlängert. Deshalb sollte in derartigen Fällen die Dosierung mit besonderer Sorgfalt eingestellt und mit niedrigen Dosen begonnen werden (z. B. bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen zunächst 2- bis 3-mal täglich eine Darreichungsform wählen, die 40 mg Verapamilhydrochlorid enthält).
Erwachsene und Jugendliche √ľber 50 kg K√∂rpergewicht (KG)
Bei koronarer Herzkrankheit (Zustände mit unzureichender Sauerstoffversorgung des Herzmuskels)
Die empfohlene Dosierung liegt bei (120mg-)240 mg-480 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag in 3-4 Einzeldosen.
1 Filmtablette Verapamil Sandoz 40 mg 3- bis 4-mal täglich (entsprechend 120 mg-160 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag).
Die Anwendung von Verapamil Sandoz 40 mg ist angezeigt bei Patienten, bei denen eine ausreichende Wirksamkeit bereits nach niedrigen Dosen erwartet werden kann (z. B. bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen oder älteren Patienten).
F√ľr h√∂here Dosierungen (z.¬†B. 240 mg-480 mg Verapamilhydrochlorid/Tag) sind Darreichungsformen mit geeigneterem Wirkstoffgehalt einzusetzen.
Bei Bluthochdruck
Die empfohlene Dosierung liegt bei (120mg-)240 mg-360 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag in 3 Einzeldosen.
1 Filmtablette Verapamil Sandoz 40 mg 3-mal täglich (entsprechend 120 mg Verapamilhydrochlorid/Tag). Die Anwendung von Verapamil Sandoz 40 mg ist angezeigt bei Patienten, bei denen eine ausreichende Wirksamkeit bereits nach niedrigen Dosen erwartet werden kann (z. B. bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen oder älteren Patienten).
F√ľr h√∂here Dosierungen (z.¬†B. 240 mg¬†-¬†360¬†mg Verapamilhydrochlorid/Tag) sind Darreichungsformen mit geeigneterem Wirkstoffgehalt einzusetzen.
Bei paroxysmaler, supraventrikulärer Tachykardie (anfallsweise auftretender, vom Herzvorhof ausgehender, beschleunigter Herzschlagfolge), Vorhofflimmern/Vorhofflattern
Die empfohlene Dosierung liegt bei (120mg-)240 mg - 480 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag in 3-4 Einzeldosen.
1 Filmtablette Verapamil Sandoz 40 mg 3 bis 4-mal täglich (entsprechend 120 mg-160 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag).
Die Anwendung von Verapamil Sandoz 40 mg ist angezeigt bei Patienten, bei denen eine ausreichende Wirksamkeit bereits nach niedrigen Dosen erwartet werden kann (z. B. Patienten mit Leberfunktionsstörungen oder älteren Patienten).
F√ľr h√∂here Dosierungen (z.¬†B. 240 mg-480 mg Verapamilhydrochlorid/Tag) sind Darreichungsformen mit geeigneterem Wirkstoffgehalt einzusetzen.
Kinder (nur bei Störungen der Herzschlagfolge)
√Ąltere Vorschulkinder bis 6 Jahre
Die empfohlene Dosierung liegt bei 80 mg-120 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag
in 2 - 3 Einzeldosen.
1 Filmtablette Verapamil Sandoz 40 mg 2- bis 3-mal täglich (entsprechend 80 mg - 120 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag).
Schulkinder 6 - 14 Jahre
Die empfohlene Dosierung liegt bei 80 mg-360 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag
in 2-4 Einzeldosen.
1 - 2 Filmtablette(n) Verapamil Sandoz 40 mg 2- bis 4-mal täglich (entsprechend 80 mg-320 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag) bis 3 Filmtabletten Verapamil Sandoz 40 mg 3-mal täglich (entsprechend 360 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag).
F√ľr h√∂here Dosierungen (z.¬†B. 360¬†mg Verapamilhydrochlorid/Tag) sind Darreichungsformen mit geeigneterem Wirkstoffgehalt einzusetzen.
Art der Anwendung
Die Einnahme erfolgt ungelutscht und unzerkaut mit ausreichend Fl√ľssigkeit (z. B. ein Glas Wasser, kein Grapefruitsaft!) am besten zu oder kurz nach den Mahlzeiten.
Verapamil Sandoz 40 mg darf bei Angina pectoris nach Herzinfarkt erst 7 Tage nach dem akuten Infarktereignis eingesetzt werden.
Dauer der Anwendung
Die Dauer der Anwendung ist nicht begrenzt, sie wird vom behandelnden Arzt bestimmt.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Verapamil Sandoz 40 mg zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge Verapamil Sandoz 40 mg eingenommen haben als Sie sollten
Der Schweregrad einer Vergiftung mit Verapamil Sandoz 40 mg ist abh√§ngig von der zugef√ľhrten Menge des Wirkstoffs Verapamil, dem Zeitpunkt der Entgiftungsma√ünahmen und der Funktionsf√§higkeit des Herzens.
Folgende Symptome werden bei einer schweren Vergiftung mit Verapamil Sandoz 40 mg beobachtet:
Bewusstseinstr√ľbung bis zum Koma, Blutdruckabfall, langsamer Puls, Herzrhythmusst√∂rungen mit beschleunigter Herzschlagfolge, Anstiege des Blutzuckers und Ver√§nderungen anderer Parameter im Blut (Hypokali√§mie, metabolische Azidose, Hypoxie), kardiogener Schock mit Lungen√∂dem (Schock bei akuter Herzmuskelschw√§che mit Fl√ľssigkeitsansammlung in der Lunge).
Bei Verdacht auf eine √úberdosierung mit Verapamil Sandoz 40 mg benachrichtigen Sie Ihren Arzt, er wird entsprechend den Symptomen √ľber gegebenenfalls erforderliche Ma√ünahmen entscheiden.
Bei Vergiftungen ist sofort ärztliche/notärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, damit eine stationäre Aufnahme und intensivtherapeutische Maßnahmen erfolgen können.
Eine m√∂glichst fr√ľhzeitige Entfernung des eingenommenen Arzneimittels durch Magensp√ľlung und die Wiederherstellung von stabilen Herz-Kreislauf-Verh√§ltnissen durch intensivmedizinische Ma√ünahmen ist wesentlich f√ľr die erfolgreiche Behandlung einer Vergiftung mit Verapamil Sandoz 40 mg.
Die Behandlungsmaßnahmen durch den Arzt/Notarzt richten sich nach Zeitpunkt und Art der Verabreichung sowie nach Art und Schwere der Vergiftungssymptome.
Bei Vergiftungen mit größeren Mengen von Retardpräparaten ist zu beachten, dass eine Wirkstofffreisetzung und Aufnahme im Darm noch länger als 48 Stunden nach der Einnahme erfolgen kann.
Eine Magensp√ľlung ist anzuraten, auch noch sp√§ter als 12¬†Stunden nach der Einnahme, falls keine Magen-Darm-Motilit√§t (Darmger√§usche) nachweisbar ist. Bei Verdacht auf Vergiftung mit Retardpr√§paraten sind umfangreiche Eliminationsma√ünahmen indiziert, wie induziertes Erbrechen, Absaugen von Magen- und D√ľnndarminhalt unter endoskopischer Kontrolle, Darmsp√ľlung, Abf√ľhren, hohe Einl√§ufe.
Eine Hämodialyse ist wegen fehlender Dialysierbarkeit von Verapamil nicht sinnvoll, eine Hämofiltration und evtl. eine Plasmapherese (hohe Plasmaeiweißbindung der Calcium-Antagonisten) wird jedoch empfohlen.
Durch den Arzt/Notarzt erfolgen gegebenenfalls die √ľblichen intensivmedizinischen Wiederbelebungsma√ünahmen (wie extrathorakale Herzmassage, Beatmung, Defibrillation bzw. Schrittmachertherapie).
Wenn Sie die Einnahme von Verapamil Sandoz 40 mg vergessen haben
Nehmen Sie beim n√§chsten Mal nicht etwa die doppelte Menge ein, sondern f√ľhren Sie die Einnahme, wie in der Dosierungsanleitung beschrieben, fort.
Wenn Sie die Einnahme von Verapamil Sandoz 40 mg abbrechen
Nach einer längeren Behandlung sollte Verapamil Sandoz 40 mg grundsätzlich nicht plötzlich, sondern ausschleichend abgesetzt werden.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Anzeige

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Verapamil Sandoz 40 mg mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor Kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch f√ľr vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten k√∂nnen.
Wechselwirkungen von Verapamil Sandoz 40 mg mit folgenden Arzneimitteln m√ľssen beachtet werden:
Erhöhung der Prazosin-Plasmaspiegel
Erhöhung der Midazolam-
mögliche Wirkungsverstärkung durch

Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen
Beta-Rezeptorenblocker Arzneimittel zur Inhalationsnarkose
gegenseitige Verstärkung der Herz-Kreislauf-Wirkungen (höhergradige AV-Blockierung, höhergradige Senkung der Herzfrequenz, Auftreten einer Herzmuskelschwäche, verstärkte Blutdrucksenkung)
blutdrucksenkende Arzneimittel
harntreibende Arzneimittel (Diuretika)
gefäßerweiternde Arzneimittel (Vasodilatatoren)
Verstärkung des blutdrucksenkenden Effekts
Digoxin (Arzneistoff zur Erh√∂hung der Herzkraft)Erh√∂hung der Digoxin-Plasmaspiegel aufgrund verminderter Ausscheidung √ľber die Nieren (vorsorglich auf Symptome einer Digoxin-√úberdosierung achten und, falls notwendig, wird der Arzt die Glykosiddosis reduzieren, evtl. nach Bestimmung der Digoxin-Plasmaspiegel)
Chinidin (Arzneistoff gegen Herzrhythmusst√∂rungen)verst√§rkter Blutdruckabfall ist m√∂glich, bei Patienten mit einer bestimmten Herzerkrankung (hypertropher obstruktiver Kardiomyopathie) kann das Auftreten eines Lungen√∂dems (abnorme Fl√ľssigkeitsansammlung in der Lunge) m√∂glich sein; Erh√∂hung des Chinidin-Plasmaspiegels
Carbamazepin (Arzneistoff gegen epileptische Krampfanfälle)Carbamazepin-Wirkung wird verstärkt
Zunahme der neurotoxischen (nervenschädigenden) Nebenwirkung
Cimetidin (Arzneistoff zur Senkung der Magensäureproduktion)Erhöhung der Verapamil-Plasmaspiegel möglich
Lithium (Arzneistoff gegen Depressionen)Wirkungsabschwächung von Lithium, Erhöhung der Neurotoxizität (nervenschädigende Nebenwirkung)
Rifampicin (Arzneistoff zur Behandlung der Tuberkulose),
Phenytoin, Phenobarbital (Arzneistoffe zur Behandlung epileptischer Krampfleiden)
Senkung des Plasmaspiegels und Abschwächung der Wirkung von Verapamil Sandoz 40 mg
Erythromycin (Arzneistoff zur Behandlung von Infektionen)Erhöhung der Verapamil- und Erythromycin-Plasmaspiegel durch gegenseitige Abbauhemmung möglich
Theophyllin (Arzneistoff zur Asthmabehandlung)
Prazosin (Arzneistoff zur Behandlung des Bluthochdrucks)
Cyclosporin (Arzneistoff zur Unterdr√ľckung der Immunabwehr)
Midazolam (Arzneistoff zur Behandlung von Angstzuständen)
Erhöhung der Theophyllin-Plasmaspiegel
Erhöhung der Cyclosporin-Plasmaspiegel
Plasmaspiegel
Muskelrelaxanzien (Arzneimittel zur Muskelerschlaffung)Verapamil Sandoz 40 mg
Acetylsalicylsäure (Arzneistoff zur Behandlung von Schmerzen und gegen die Bildung von Blutgerinnseln)verstärkte Blutungsneigung
Ethanol (Alkohol)Verzögerung des Ethanolabbaus und Erhöhung der Ethanolplasmaspiegel, somit Verstärkung der Alkoholwirkung durch Verapamil Sandoz 40 mg

Die intravenöse Gabe von Beta-Rezeptorenblockern sollte während der Behandlung mit Verapamil Sandoz 40 mg unterbleiben (Ausnahme: Intensivmedizin).
Bei Einnahme von Verapamil Sandoz 40 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Während der Anwendung von Verapamil Sandoz 40 mg sollten Sie keine grapefruithaltigen Speisen oder Getränke zu sich nehmen. Grapefruit kann den Plasmaspiegel von Verapamilhydrochlorid erhöhen.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Verapamil Sandoz 40 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.
Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1000
Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10 000
Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10 000
Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar


Nebenwirkungen
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr√§chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Bei der Anwendung von Verapamil Sandoz 40 mg können Nebenwirkungen in Bezug auf die Erregungsleitung im Herzen (AV-Blockierungen) und die Herzfrequenz (Verlangsamung der Herzschlagfolge mit einem Puls unter 50 Schlägen pro Minute, Herzstillstand) auftreten.
Kn√∂chel√∂deme (Fl√ľssigkeitsansammlungen im Bereich der Kn√∂chel) aufgrund lokaler Gef√§√üerweiterung k√∂nnen auftreten.
Gelegentlich
Herzmuskelschw√§che kann sich entwickeln oder eine vorbestehende Herzmuskelschw√§che kann sich verschlechtern; √ľberm√§√üiger Blutdruckabfall und/oder Beschwerden, die durch Blutdruckabfall beim Wechsel der K√∂rperlage vom Liegen oder Sitzen zum Stehen bedingt sind (orthostatische Regulationsst√∂rungen).
Selten
Symptome wie Herzklopfen und erhöhte Herzschlagfolge.
Hinweis:
Bei Patienten mit Herzschrittmacher kann eine Funktionsbeeinflussung (Erhöhung der Pacing- und Sensingschwelle) unter Verapamilhydrochlorid nicht ausgeschlossen werden.
Allgemeine Störungen
Gelegentlich
Kopfschmerzen, Schwindel, M√ľdigkeit.
Erkrankungen des Ohrs und des Innenohrs
Selten
Ohrensausen.
Erkrankungen des Nervensystems
Gelegentlich
Missempfindungen wie Kribbeln, Taubheitsgef√ľhl in den Extremit√§ten und Zittern.
Sehr selten
St√∂rungen im Bereich der unwillk√ľrlichen Bewegungsabl√§ufe (extrapyramidale Symptome wie Parkinson-Syndrom, Choreoathetose und Dystone-Syndrome), die sich nach bisherigen Erfahrungen nach Absetzen des Medikamentes zur√ľckbilden.
Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts
Häufig
Aufgrund verz√∂gerter Darmpassage treten √úbelkeit, V√∂llegef√ľhl oder Verstopfung, in Einzelf√§llen bis zum Ileus (Darmverschluss), auf.
Selten
Relevante Verminderungen der Glukosetoleranz.
Erkrankungen des Bewegungsapparates
Sehr selten
Muskelschwäche bzw. Muskel- oder Gelenkschmerzen.
Einige Einzelbeobachtungen √ľber eine Verschlimmerung bestimmter Muskelerkrankungen (einer Myasthenia gravis, eines Lambert-Eaton-Syndroms und einer fortgeschrittenen Duchenne-Muskeldystrophie) liegen vor.
Erkrankungen der Haut, Schleimhaut und des Bindegewebes
Gelegentlich
Allergische Reaktionen wie Hautr√∂tung, Juckreiz, Nesselfieber, Hautausschlag mit Flecken und Papeln, schmerzhafte Schwellungen und R√∂tungen der Gliedma√üen, Gesichtsr√∂te und W√§rmegef√ľhl.
Sehr selten
Angioneurotisches √Ėdem (Hautschwellungen vor allem im Gesichtsbereich) und Stevens-Johnson-Syndrom (schwere Hautreaktion); Zahnfleischver√§nderungen (Wucherung, Entz√ľndung, Blutung), die sich nach Absetzen des Arzneimittels zur√ľckbilden; punkt- oder fleckenf√∂rmige Haut- bzw. Schleimhautblutungen; sonnenbrand√§hnliche Hautreaktionen (Photodermatitis).
Erkrankungen der Atemwege
Selten
Verkrampfung der Bronchialmuskulatur.
Erkrankungen der Leber
Selten
Reversible Erh√∂hung der leberspezifischen Enzyme, wahrscheinlich als Ausdruck einer allergischen Hepatitis (Leberentz√ľndung).
Erkrankungen der Brust und der Fortpflanzungsorgane
Selten
Impotenz
Sehr selten
Unter Langzeitbehandlung Vergr√∂√üerung der m√§nnlichen Brustdr√ľse bei √§lteren Patienten, die sich nach bisherigen Erfahrungen nach Absetzen des Arzneimittels zur√ľckbildet. Erh√∂hungen der Prolaktinspiegel (Konzentration des die Milchbildung f√∂rdernden Hormons im Blut) werden beschrieben, ebenso Einzelf√§lle von Milchfluss.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr√§chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Anzeige

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren.
Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf dem Durchdr√ľckstreifen und der Faltschachtel angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.

Anzeige

Weitere Informationen

Was Verapamil Sandoz 40 mg enthält
Der Wirkstoff ist Verapamilhydrochlorid.
1 Filmtablette enthält 40 mg Verapamilhydrochlorid.
Die sonstigen Bestandteile sind:
Mikrokristalline Cellulose, Hyprolose, Hypromellose, Lactose-Monohydrat, Macrogol 6000, Magnesiumstearat (Ph. Eur.), Maisstärke, Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph. Eur.), Povidon (MW 25000), hochdisperses Siliciumdioxid, Titandioxid (E 171)
Wie Verapamil Sandoz 40 mg aussieht und Inhalt der Packung
Verapamil Sandoz 40 mg sind weiße, runde, beidseitig gewölbte Filmtabletten.
Verapamil Sandoz 40 mg ist in Originalpackungen mit 30 (N1), 50 (N2) und 100 (N3) erhältlich.
Verapamil Sandoz 40 mg ist in Anstaltspackungen im PE-Behältnis mit Schraubdeckel mit 100 Tabletten erhältlich.
Pharmazeutischer Unternehmer
Sandoz Pharmaceuticals GmbH
Raiffeisenstraße 11
83607 Holzkirchen
E-Mail:
Hersteller
Salutas Pharma GmbH
Otto-von-Guericke-Allee 1
39179 Barleben
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt √ľberarbeitet: Juli 2008

Anzeige

Wirkstoff(e) Verapamil
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Sandoz Pharmaceuticals GmbH
Betäubungsmittel Nein
ATC Code C08DA01
Pharmakologische Gruppe Selektive Calciumkanalblocker mit vorwiegender Herzwirkung

Teilen

Anzeige

Ihr persönlicher Arzneimittel-Assistent

afgis-Qualit√§tslogo mit Ablauf Jahr/Monat: Mit einem Klick auf das Logo √∂ffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen √ľber medikamio GmbH & Co KG und sein/ihr Internet-Angebot: medikamio.com/ This website is certified by Health On the Net Foundation. Click to verify.
Medikamente

Durchsuche hier unsere umfangreiche Datenbank zu Medikamenten von A-Z, mit Wirkung und Inhaltsstoffen.

Wirkstoffe

Alle Wirkstoffe mit ihrer Anwendung, chemischen Zusammensetzung und Arzneien, in denen sie enthalten sind.

Krankheiten

Ursachen, Symptome und Behandlungsm√∂glichkeiten f√ľr h√§ufige Krankheiten und Verletzungen.

Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden