Vera 240 retard Heumann

Abbildung Vera 240 retard Heumann
Wirkstoff(e) Verapamil
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Heumann Pharma GmbH & Co. Generica KG
Betäubungsmittel Nein
ATC Code C08DA01
Pharmakologische Gruppe Selektive Calciumkanalblocker mit vorwiegender Herzwirkung

Zulassungsinhaber

Heumann Pharma GmbH & Co. Generica KG

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Verapamil 120 ret - 1 A - Pharma Verapamil 1 A Pharma GmbH
Vera 40 Heumann Verapamil Heumann Pharma GmbH & Co. Generica KG
Isoptin mite Verapamil Abbott GmbH & Co. KG
Falicard 120 Verapamil AWD.pharma GmbH & Co. KG
Isoptin Injektionslösung Verapamil Abbott GmbH & Co. KG

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

- Beschwerden (z. B. Schmerzen oder Engegef√ľhl im Brustbereich) bei Zust√§nden mit unzureichender Sauerstoffversorgung des Herzmuskels (Angina pectoris):
- bei Belastung: chronisch stabile Angina pectoris (Belastungsangina)
- in Ruhe: instabile Angina pectoris (Crescendoangina, Ruheangina)
- durch Gefäßverengung: vasospastische Angina pectoris (Prinzmetal-Angina, Variant-Angina)
- Angina pectoris bei Zustand nach Herzinfarkt bei Patienten ohne Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz), wenn eine Behandlung mit Betarezeptorenblockern nicht angezeigt ist.
- Störungen der Herzschlagfolge bei:
- anfallsweise auftretender, vom Herzvorhof ausgehender beschleunigter Herzschlagfolge (paroxysmaler supraventrikulärer Tachykardie)
- Vorhofflimmern/Vorhofflattern (Herzrhythmusst√∂rungen infolge einer krankhaft erh√∂hten Vorhoferregung) mit schneller AV-√úberleitung (au√üer bei WPW-Syndrom, siehe unter Abschnitt ‚ÄúBei Einnahme von Vera 240 retard Heumann¬ģ mit anderen Arzneimitteln‚ÄĚ).
- Bluthochdruck.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Vera 240 retard Heumann¬ģ darf nicht eingenommen werden
- wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen√ľber dem Wirkstoff Verapamilhydrochlorid oder einem der sonstigen Bestandteile von Vera 240 retard Heumann¬ģ sind
- wenn Sie einen Herz-Kreislauf-Schock erlitten haben
- wenn Sie einen akuten Herzinfarkt mit Komplikationen, z. B. verlangsamter Herzschlag (Bradykardie), ausgeprägter Blutdruckabfall (Hypotonie), oder eine Herzmuskelschwäche des linken Herzens (Linksherzinsuffizienz) erlitten haben
- wenn bei Ihnen höhergradige Erregungsleitungsstörungen im Herzen zwischen Sinusknoten und Herzvorhof (SA-Block II. und III. Grades) auftreten
- wenn bei Ihnen höhergradige Erregungsleitungsstörungen im Herzen zwischen Herzvorhof und Herzkammern (AV-Block II. und III. Grades) auftreten
- wenn Sie unter einem Sinusknotensyndrom (Herzrhythmusstörungen infolge gestörter Funktion des Sinusknoten) leiden, z. B. verlangsamter Herzschlag auf weniger als 60 Schläge pro Minute oder im Wechsel auftretender verlangsamter oder beschleunigter Herzschlag, oder Erregungsleitungsstörungen im Herzen zwischen Sinusknoten und Herzvorhof oder Ausfall der Reizbildung im Sinusknoten (Sinusbradykardie, Bradykardie-Tachykardie-Syndrom, SA-Blockierungen oder Sinusarrest)
- wenn Sie unter einer Herzmuskelschwäche (manifester Herzinsuffizienz) leiden
- wenn Sie unter Vorhofflimmern/-flattern (Herzrhythmusst√∂rungen infolge einer krankhaft erh√∂hten Vorhoferregung) und gleichzeitigem Vorliegen eines WPW-Syndroms (anfallsweise auftretender beschleunigter Herzschlag durch beschleunigte Erregungsleitung zwischen Herzvorhof und Herzkammer √ľber ein zus√§tzlich vorhandenes Erregungsleitungssystem) leiden: es besteht dann ein erh√∂htes Risiko f√ľr die Ausl√∂sung eines beschleunigten Herzschlags in den Herzkammern (Kammertachykardie).
Die gleichzeitige intraven√∂se Gabe von Betarezeptorenblockern darf bei Patienten w√§hrend der Behandlung mit Vera 240 retard Heumann¬ģ nicht erfolgen (Ausnahme Intensivmedizin) (siehe auch unter ‚ÄúBei Einnahme von Vera 240 retard Heumann¬ģ mit anderen Arzneimitteln‚ÄĚ).
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Vera 240 retard Heumann¬ģ ist erforderlich
- wenn bei Ihnen leichtere Erregungsleitungsstörungen im Herzen zwischen Herzvorhof und Herzkammern (AV-Block I. Grades) auftreten
- wenn Sie niedrigen Blutdruck (systolisch unter 90 mmHg) haben
- wenn Sie einen Ruhepuls unter 50 Schlägen pro Minute (Bradykardie) haben
- wenn bei Ihnen eine stark eingeschr√§nkte Leberfunktion vorliegt (siehe Abschnitt ‚ÄúFalls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosis‚ÄĚ)
- wenn Sie an einer Erkrankung mit beeinträchtigender Übertragung von Nervenimpulsen auf die Muskulatur (wie Myasthenia gravis, Lambert-Eaton-Syndrom, fortgeschrittene Duchenne-Muskeldystrophie) leiden.
Arzneimittelwechselwirkungen:
Bei gleichzeitiger Anwendung von Verapamil und Simvastatin (Arzneimittel zur Senkung erh√∂hter Blutfette) in h√∂heren Tagesdosen kann es zu einer von Simvastatin ausgehenden Erkrankung der Skelettmuskulatur (Myopathie) oder zu einem Zerfall von Muskelzellen (Rhabdomyolyse) kommen. Die Simvastatindosis sollte nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt entsprechend der Herstellerangaben angepasst werden (siehe auch Abschnitt ‚ÄúBei Einnahme von Vera 240 retard Heumann¬ģ mit anderen Arzneimitteln‚ÄĚ).
Die Behandlung des Bluthochdrucks mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle.
Schwangerschaft und Stillzeit
Verapamilhydrochlorid, der Wirkstoff aus Vera 240 retard Heumann¬ģ, ist plazentag√§ngig. Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen mit der Anwendung von Verapamilhydrochlorid w√§hrend der Schwangerschaft vor. Daten √ľber eine begrenzte Anzahl von oral behandelten Schwangeren lassen jedoch nicht auf fruchtsch√§digende Wirkungen von Verapamilhydrochlorid schlie√üen. Tierstudien haben sch√§dliche Auswirkungen von Vera 240 retard Heumann¬ģ auf die Nachkommen gezeigt.
Daher sollten Sie Vera 240 retard Heumann¬ģ in den ersten sechs Monaten der Schwangerschaft nicht einnehmen. In den letzten drei Monaten der Schwangerschaft d√ľrfen Sie Vera 240 retard Heumann¬ģ nur einnehmen, wenn Ihr Arzt dies unter Ber√ľcksichtigung des Risikos f√ľr Mutter und Kind f√ľr zwingend erforderlich h√§lt.
Sie sollen Vera 240 retard Heumann¬ģ w√§hrend der Stillzeit nicht einnehmen, da der Wirkstoff in die Muttermilch √ľbergeht. Es gibt Anhaltspunkte daf√ľr, dass Verapamilhydrochlorid in Einzelf√§llen die Prolaktin-Sekretion steigern und eine spontane Milchabsonderung ausl√∂sen kann.
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Vera 240 retard Heumann¬ģ kann auch bei bestimmungsgem√§√üem Gebrauch das Reaktionsverm√∂gen so weit ver√§ndern, dass die F√§higkeit zur aktiven Teilnahme am Stra√üenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeintr√§chtigt wird. Dies gilt in verst√§rktem Ma√ü bei Behandlungsbeginn, Dosiserh√∂hung und Pr√§paratewechsel oder zu Beginn einer Zusatzmedikation sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.
Wichtige Informationen √ľber bestimmte sonstige Bestandteile von Vera 240 retard Heumann¬ģ
Dieses Arzneimittel enth√§lt Sucrose (Zucker). Bitte nehmen Sie Vera 240 retard Heumann¬ģ daher erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertr√§glichkeit gegen√ľber bestimmten Zuckern leiden.

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Wie wird es angewendet?

Wie ist Vera 240 retard Heumann¬ģ einzunehmen?
Nehmen Sie Vera 240 retard Heumann¬ģ immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosis
Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt Vera 240 retard Heumann¬ģ nicht anders verordnet hat. Bitte halten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, da Vera 240 retard Heumann¬ģ sonst nicht richtig wirken kann.
Verapamilhydrochlorid, der Wirkstoff von Vera 240 retard Heumann¬ģ ist individuell dem Schweregrad der Erkrankung angepasst zu dosieren. Nach langj√§hriger klinischer Erfahrung liegt die durchschnittliche Dosis bei fast allen Anwendungsgebieten zwischen 240 und 360 mg pro Tag.
Eine Tagesdosis von 480 mg sollte als Dauertherapie nicht √ľberschritten werden; eine kurzfristige Erh√∂hung ist m√∂glich.
Erwachsene und Jugendliche √ľber 50 kg K√∂rpergewicht:
Vera 240 retard Heumann¬ģ wird angewendet, sofern mit Einzeldosen von weniger als 240 mg Verapamilhydrochlorid keine ausreichende Wirkung erzielt wurde.
Beschwerden bei Zuständen mit unzureichender Sauerstoffversorgung des Herzmuskels (Angina pectoris)
Die empfohlene Dosierung liegt bei 240 - 480 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag in 2 Einzeldosen.
Sie erhalten 2-mal t√§glich 1 Kapsel Vera 240 retard Heumann¬ģ (entsprechend 480 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag).
Bluthochdruck
Die empfohlene Dosierung liegt bei 240 - 480 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag in 1-2 Einzeldosen.
Sie erhalten 1-mal t√§glich morgens 1 Kapsel Vera 240 retard Heumann¬ģ (entsprechend 240 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag).
Bei unzureichender Wirksamkeit zus√§tzlich 1 Kapsel Vera 240 retard Heumann¬ģ abends (entsprechend 480 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag).
Störungen der Herzschlagfolge [paroxysmale supraventrikuläre Tachykardie, Vorhofflimmern/Vorhofflattern mit schneller AV-Überleitung (außer bei WPW-Syndrom)]
Die empfohlene Dosierung liegt bei 240 - 480 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag in 2 Einzeldosen.
Sie erhalten 2-mal t√§glich 1 Kapsel Vera 240 retard Heumann¬ģ (entsprechend 480 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag).
Eingeschränkte Leberfunktion
Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion wird in Abhängigkeit vom Schweregrad wegen eines verlangsamten Arzneimittelabbaus die Wirkung von Verapamilhydrochlorid verstärkt und verlängert. Deshalb sollte in derartigen Fällen die Dosierung vom Arzt mit besonderer Sorgfalt eingestellt und mit niedrigen Dosen begonnen werden (z. B. bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen zunächst 2-3-mal täglich 40 mg Verapamilhydrochlorid, entsprechend 80 - 120 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag).
Art der Anwendung
Zum Einnehmen.
Nehmen Sie Vera 240 retard Heumann¬ģ bitte ungelutscht und unzerkaut mit ausreichend Fl√ľssigkeit (z. B. 1 Glas Wasser, kein Grapefruitsaft!) am besten zu oder kurz nach den Mahlzeiten ein.
Vera 240 retard Heumann¬ģ bitte nicht im Liegen einnehmen.
Falls Ihnen Vera 240 retard Heumann¬ģ wegen Schmerzen und Engegef√ľhl (Angina pectoris) nach einem Herzinfarkt verordnet wurde, d√ľrfen Sie mit der Einnahme erst 7 Tage nach dem akuten Infarktereignis beginnen.
Dauer der Anwendung
Die Dauer der Einnahme ist nicht begrenzt, sie wird vom behandelnden Arzt bestimmt.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Vera 240 retard Heumann¬ģ zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine gr√∂√üere Menge Vera 240 retard Heumann¬ģ eingenommen haben, als Sie sollten
Folgende Anzeichen und Symptome einer versehentlichen oder beabsichtigten Einnahme zu gro√üer Mengen von Vera 240 retard Heumann¬ģ k√∂nnen auftreten:
Schwerer Blutdruckabfall, Herzmuskelschw√§che, Herzrhythmusst√∂rungen (z. B. verlangsamter oder beschleunigter Herzschlag, St√∂rungen der Erregungsausbreitung im Herzen), die zum Herz-Kreislauf-Schock und Herzstillstand f√ľhren k√∂nnen. Bewusstseinstr√ľbung bis zum Koma, Erh√∂hung des Blutzuckers, Absinken der Kalium-Konzentration im Blut, Abfall des pH-Wertes im Blut (metabolische Azidose), Sauerstoffmangel im K√∂rpergewebe (Hypoxie), Herz-Kreislauf-Schock mit Wasseransammlung in der Lunge (Lungen√∂dem), Beeintr√§chtigung der Nierenfunktion und Kr√§mpfe. Todesf√§lle wurden gelegentlich berichtet.
In diesem Fall ist sofort ein Arzt/Notarzt zu benachrichtigen, der die erforderlichen Maßnahmen einleitet.
Halten Sie die Packung des Arzneimittels bereit, damit sich der Arzt √ľber den aufgenommenen Wirkstoff informieren kann.
Wenn Sie die Einnahme von Vera 240 retard Heumann¬ģ vergessen haben
Nehmen Sie beim n√§chsten Mal nicht die doppelte Dosis von Vera 240 retard Heumann¬ģ ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern f√ľhren Sie die Einnahme, wie in der Dosierungsanleitung beschrieben bzw. vom Arzt verordnet, fort.
Wenn Sie die Einnahme von Vera 240 retard Heumann¬ģ abbrechen
Bitte unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung mit Vera 240 retard Heumann¬ģ nicht, ohne dies vorher mit Ihrem Arzt abgesprochen zu haben.
Eine Beendigung der Behandlung mit Vera 240 retard Heumann¬ģ sollte nach l√§ngerer Behandlung grunds√§tzlich nicht pl√∂tzlich sondern ausschleichend erfolgen.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Vera 240 retard Heumann¬ģ mit anderen Arzneimitteln
Die Wirkung nachfolgend genannter Wirkstoffe bzw. Pr√§parategruppen kann bei gleichzeitiger Behandlung mit Vera 240 retard Heumann¬ģ beeinflusst werden.

Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen, Betarezptorenblocker, Arzneimittel zur Inhalationsnarkosegegenseitige Verstärkung der Herz-Kreislauf-Wirkungen (höhergradige AV-Blockierungen, höhergradige Senkung der Herzfrequenz, Auftreten einer Herzmuskelschwäche, verstärkte Blutdrucksenkung)
blutdrucksenkende Arzneimittel,
harntreibende Arzneimittel (Diuretika),
gefäßerweiternde Arzneimittel (Vasodilatatoren)
Verstärkung des blutdrucksenkenden Effekts
Digoxin (Wirkstoff zur Erh√∂hung der Herzkraft)Erh√∂hung der Digoxinkonzentration im Blut aufgrund verminderter Ausscheidung √ľber die Nieren. Deshalb sollte vorsorglich auf Anzeichen einer Digoxin-√úberdosierung geachtet werden und, falls n√∂tig, die Digoxindosis vom Arzt reduziert werden (evtl. nach Bestimmung der Digoxinkonzentration im Blut)
Chinidin (Wirkstoff gegen Herzrhythmusst√∂rungen)verst√§rkter Blutdruckabfall ist m√∂glich; bei Patienten mit einer bestimmten Herzerkrankung (hypertropher obstruktiver Kardiomyopathie) kann das Auftreten eines Lungen√∂dems (abnorme Fl√ľssigkeitsansammlung in der Lunge) m√∂glich sein; Erh√∂hung der Konzentration von Chinidin im Blut
Carbamazepin (Wirkstoff zur Behandlung epileptischer Krampfanfälle)Carbamazepin-Wirkung wird verstärkt
Zunahme der nervenschädigenden Nebenwirkung
Lithium (Wirkstoff gegen Depressionen)Wirkungsabschwächung von Lithium, Erhöhung der nervenschädigenden Nebenwirkung
Muskelrelaxanzien (Arzneimittel zur Muskelerschlaffung)mögliche Wirkungsverstärkung durch Verapamil
Acetylsalicylsäure (Wirkstoff zur Behandlung von Schmerzen und gegen die Bildung von Blutgerinnseln)verstärkte Blutungsneigung
Ethanol (Alkohol)Verzögerung des Ethanolabbaus und Erhöhung der Konzentration von Ethanol, somit Verstärkung der Alkoholwirkung durch Verapamil
Fungistatika (Wirkstoffe zur Behandlung von Pilzerkrankungen wie z. B. Clotrimazol oder Ketoconazol), Proteasehemmstoffe (Wirkstoffe zur Behandlung von HIV wie z. B. Ritonavir oder Indinavir), Wirkstoffe zur Behandlung von Infektionen (Makrolide z. B. Erythromycin oder Clarithromycin) und Cimetidin (Wirkstoff zur Senkung der Magensäureproduktion)Erhöhung der Verapamilhydrochlorid-Konzentration im Blut und/oder der Konzentrationen dieser Arzneimittel im Blut durch (gegenseitige) Beeinflussung des Abbaus
Phenytoin, Phenobarbital, Carbamazepin (Wirkstoffe zur Behandlung epileptischer Krampfanfälle), Rifampicin (Wirkstoff zur Tuberkulosebehandlung)Senkung der Verapamilhydrochlorid-Konzentration im Blut und Abschwächung der Wirkung von Verapamilhydrochlorid
Antiarrhythmika (Arzneimittel gegen Herzrhythmusst√∂rungen wie z. B. Amiodaron oder Chinidin), cholesterinsenkende Arzneimittel (wie z. B. Lovastatin oder Atorvastatin), Midazolam (Wirkstoff zur Behandlung von Angstzust√§nden), Ciclosporin (Wirkstoff zur Unterdr√ľckung der Immunabwehr), Theophyllin (Wirkstoff zur Asthmabehandlung), Prazosin (Wirkstoff zur Behandlung des Bluthochdrucks)Erh√∂hung der Konzentrationen dieser Arzneimittel im Blut
Simvastatin (Arzneimittel zur Senkung erh√∂hter Blutfette)Bei gleichzeitiger Anwendung von Verapamil und Simvastatin in h√∂heren Dosen ist das Risiko einer Erkrankung der Muskulatur oder eines Zerfalls von Muskelzellen (Myopathie/Rhabdomyolyse) erh√∂ht. Die Simvastatindosis sollte nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt entsprechend der Herstellerangaben angepasst werden (siehe auch Abschnitt ‚ÄúBesondere Vorsicht bei der Einnahme von Vera 240 retard Heumann¬ģ ist erforderlich‚ÄĚ).

Die gleichzeitige intraven√∂se Gabe von Betarezeptorenblockern darf bei Patienten w√§hrend der Behandlung mit Vera 240 retard Heumann¬ģ nicht erfolgen (Ausnahme Intensivmedizin) (siehe auch unter Abschnitt ‚ÄúVera 240 retard Heumann¬ģ darf nicht eingenommen werden‚ÄĚ).
Vera 240 retard Heumann¬ģ sollte daher nicht zusammen mit einem der o. g. Arzneimittel bzw. Wirkstoffe eingenommen werden, ohne dass Ihr Arzt ausdr√ľcklich die Anweisung gegeben hat.
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Bei Einnahme von Vera 240 retard Heumann¬ģ zusammen mit Nahrungsmitteln und Getr√§nken
W√§hrend der Einnahme von Vera 240 retard Heumann¬ģ sollten Sie m√∂glichst keinen Alkohol trinken, da die Alkoholwirkung durch Vera 240 retard Heumann¬ģ verst√§rkt wird.
W√§hrend der Einnahme von Vera 240 retard Heumann¬ģ sollten Sie keine grapefruithaltigen Speisen und Getr√§nke zu sich nehmen. Grapefruit kann die Konzentration von Verapamilhydrochlorid im Blut erh√∂hen.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Vera 240 retard Heumann¬ģ Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem Behandelten auftreten m√ľssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufigmehr als 1 von 10 Behandelten
Häufigweniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
Gelegentlichweniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1.000 Behandelten
Seltenweniger als 1 von 1.000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten
Sehr seltenweniger als 1 von 10.000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle


Nebenwirkungen
Stoffwechsel:
Gelegentlich: Verminderung der Glukosetoleranz.
Psyche:
H√§ufig: M√ľdigkeit, Nervosit√§t.
Nervensystem:
H√§ufig: Schwindel, Benommenheit, Missempfindungen wie Kribbeln, Taubheits- und K√§ltegef√ľhl in den Gliedma√üen (Par√§sthesien) und Zittern (Tremor).
Sehr selten: St√∂rungen im Bereich der unwillk√ľrlichen Bewegungsabl√§ufe (extrapyramidale Symptome: Parkinson-Syndrom, Choreoathetose, dystone Syndrome): bilden sich nach bisherigen Erfahrungen nach Absetzen von Vera 240 retard Heumann¬ģ zur√ľck.
Herz-Kreislauf-System:
H√§ufig: Entstehung einer Herzmuskelschw√§che bzw. Verschlimmerung einer vorbestehenden Herzmuskelschw√§che, √ľberm√§√üiger Blutdruckabfall und/oder Beschwerden durch Blutdruckabfall beim Wechsel der K√∂rperlage vom Liegen oder Sitzen zum Stehen (orthostatische Regulationsst√∂rungen), Verlangsamung des Herzschlags mit einem Puls unter 50 Schl√§gen pro Minute (Sinusbradykardie), Erregungsleitungsst√∂rung im Herzen (AV-Block I. Grades), Wasseransammlungen im Bereich der Kn√∂chel (Kn√∂chel√∂deme), Gesichtsr√∂te (Flush), Hautr√∂tung und W√§rmegef√ľhl.
Gelegentlich: Herzklopfen (Palpitationen), erhöhte Herzschlagfolge (Tachykardie), schwere Erregungsleitungsstörungen im Herzen (AV-Block II. oder III. Grades).
Sehr selten: Herzstillstand.
Atemwege:
Gelegentlich: Verkrampfung der Bronchialmuskulatur (Bronchospasmus).
Ohr und Gleichgewichtsorgan:
Gelegentlich: Ohrgeräusche (Tinnitus).
Magen-Darm-Trakt:
Sehr h√§ufig: √úbelkeit, V√∂llegef√ľhl, Verstopfung (Obstipation).
Gelegentlich: Erbrechen.
Sehr selten: Darmverschluss (Ileus), Zahnfleischver√§nderungen (Wucherung, Entz√ľndung, Blutung): bilden sich nach Absetzen von Vera 240 retard Heumann¬ģ zur√ľck.
Leber:
Gelegentlich: Wahrscheinlich allergisch bedingte Leberentz√ľndung (Hepatitis) mit Erh√∂hung der leberspezifischen Enzyme: bildet sich nach Absetzen von Vera 240 retard Heumann¬ģ zur√ľck.
Haut, Schleimhaut und Bindegewebe (allergische Reaktionen):
Häufig: Allergische Reaktionen wie Hautrötung (Erythem), Juckreiz (Pruritus), Nesselfieber (Urtikaria), Hautauschlag mit Flecken und Papeln (makulopapulöse Exantheme), schmerzhafte Rötungen und Schwellungen der Gliedmaßen (Erythromelalgie).
Selten: Punkt- oder fleckenförmige Haut- bzw. Schleimhautblutungen (Purpura).
Sehr selten: Gewebeschwellungen, vor allem im Gesichtsbereich (angioneurotisches √Ėdem), schwere allergische Hautreaktion mit schwerer St√∂rung des Allgemeinbefindens (Stevens-Johnson-Syndrom), sonnenbrand√§hnliche Hautreaktionen (Photodermatitis).
Bewegungsapparat:
Selten: Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Muskelschwäche.
Sehr selten: Verschlimmerung bestimmter Muskelerkrankungen (Myasthenia gravis, Lambert-Eaton-Syndrom, fortgeschrittene Duchenne-Muskeldystrophie).
Brust und Fortpflanzungsorgane:
Gelegentlich: Impotenz.
Selten: Vergr√∂√üerung der m√§nnlichen Brustdr√ľse (Gyn√§komastie) unter Langzeitbehandlung bei √§lteren Patienten: bildet sich nach bisherigen Erfahrungen nach Absetzen von Vera 240 retard Heumann¬ģ zur√ľck.
Sehr selten: Erhöhung des die Milchbildung fördernden Hormons Prolaktin im Blut, Milchfluss (Galaktorrhoe).
Allgemeine Störungen:
Häufig: Kopfschmerzen.
Hinweis:
Bei Patienten mit Herzschrittmacher kann eine Funktionsbeeinflussung unter Verapamilhydrochlorid nicht ausgeschlossen werden.
Gegenmaßnahmen
Sollten Sie die oben genannten Nebenwirkungen bei sich beobachten, benachrichtigen Sie Ihren Arzt, damit er √ľber den Schweregrad und die gegebenenfalls erforderlichen weiteren Ma√ünahmen entscheiden kann.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr√§chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren.
Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Durchdr√ľckpackung nach ‚ÄúVerwendbar bis‚ÄĚ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Aufbewahrungsbedingungen
F√ľr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

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Weitere Informationen

Was Vera 240 retard Heumann¬ģ enth√§lt
Der Wirkstoff ist Verapamilhydrochlorid.
1 Kapsel enthält 240 mg Verapamilhydrochlorid.
Die sonstigen Bestandteile sind:
Sucrosemonostearat, mikrokristalline Cellulose, Carmellose-Natrium, Povidon, Talkum, Polysorbat 80, Poly(ethylacrylat,methylmethacrylat) (2:1), Hypromelloseacetatsuccinat, Dimeticon/hochdisperses Siliciumdioxid/alpha-Octadecyl-omega-hydroxypoly(oxyethylen)/5-Sorbinsäure/Wasser (18,5:1,5:3,0:0,1:76,9), Gelatine;
Farbstoffe: Titandioxid E 171, Erythrosin E 127, Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O E 172, Eisen(II,III)-oxid E 172, Indigocarmin E 132.
Wie Vera 240 retard Heumann¬ģ aussieht, und in welchen Packungsgr√∂√üen es erh√§ltlich ist
Vera 240 retard Heumann¬ģ sind Hartgelatinekapseln in der Gr√∂√üe 0, die Minigranula mit verschiedenen Durchmessern enthalten.
Vera 240 retard Heumann¬ģ ist in Originalpackungen mit 30 (N1), 50 (N2) und 100 (N3) Kapseln erh√§ltlich.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
Heumann Pharma
GmbH & Co. Generica KG
S√ľdwestpark 50

  • 90449 N√ľrnberg


Telefon/Telefax: 0700 4386 2667
E-Mail: info@heumann.de
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt √ľberarbeitet: 0007
Liebe Patientin,
lieber Patient,
Ihr Arzt hat Ihnen Vera 240 retard Heumann¬ģ, ein Arzneimittel mit dem bew√§hrten Wirkstoff Verapamilhydrochlorid, verordnet.
Dieses Arzneimittel soll Ihnen helfen, schneller beschwerdefrei zu werden. Damit Vera 240 retard Heumann¬ģ seine Wirkung optimal entfalten kann, ist es wichtig, dass Sie sich genau an die Anwendungsvorschriften Ihres Arztes halten und die Angaben in der Gebrauchsinformation beachten.
Zur besseren Erinnerung k√∂nnen Sie die Anweisungen zur Anwendung in das daf√ľr bestimmte Feld auf der Packungsr√ľckseite eintragen.
Bei Unklarheiten wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker, die Ihnen gerne weiterhelfen.
Wir w√ľnschen Ihnen gute Besserung!
Wichtige Information zur Entsorgung dieses Arzneimittels und seiner Verpackung
Die Heumann Pharma GmbH & Co. Generica KG hat sich dem R√ľcknahme- und Verwertungssystem Vfw-REMEDICA angeschlossen. Wir bitten Sie deshalb, dieses Arzneimittel nicht dem Restm√ľll beizuf√ľgen, sondern es zusammen mit seiner Verpackung bei an Vfw-REMEDICA teilnehmenden Apotheken abzugeben.
<‚ÄĚVfw‚ÄĚ Recyclinglogo>
Verschreibungspflichtig

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Wirkstoff(e) Verapamil
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Heumann Pharma GmbH & Co. Generica KG
Betäubungsmittel Nein
ATC Code C08DA01
Pharmakologische Gruppe Selektive Calciumkanalblocker mit vorwiegender Herzwirkung

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden