Veroptinstada 120 mg Filmtabletten

Abbildung Veroptinstada 120 mg Filmtabletten
Wirkstoff(e) Verapamil
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Stadapharm GmbH
Betäubungsmittel Nein
ATC Code C08DA01
Pharmakologische Gruppe Selektive Calciumkanalblocker mit vorwiegender Herzwirkung

Zulassungsinhaber

Stadapharm GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Verapamil acis 240 mg retard Verapamil acis Arzneimittel GmbH
Verapamil AL 40 Verapamil ALIUD PHARMA GmbH
Verapamil AbZ 240 mg Retardtabletten Verapamil AbZ-Pharma GmbH
Verasal 80mg Verapamil TAD Pharma GmbH
VeraHEXAL RR 240 mg retard Verapamil Hexal Aktiengesellschaft

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

1. Beschwerden (z.B. Schmerzen oder Engegef√ľhl im Brustbereich) bei Zust√§nden mit unzureichender Sauerstoffversorgung des Herzmuskels (Angina pectoris):

Anzeige

Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Veroptinstada darf NICHT eingenommen werden
wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen Verapamilhydrochlorid oder einen der sonstigen Bestandteile von Veroptinstada sind
wenn Sie einen Herz-Kreislauf-Schock erlitten haben
wenn Sie einen akuten Herzinfarkt mit Komplikationen, z.B. verlangsamter Herzschlag (Bradykardie), ausgeprägter Blutdruckabfall (Hypotonie) oder eine Herzmuskelschwäche des linken Herzens (Linksherzinsuffizienz), erlitten haben
wenn bei Ihnen höhergradige Erregungsleitungsstörungen im Herzen zwischen Sinusknoten und Herzvorhof (SA-Block II. und III. Grades) auftreten
wenn bei Ihnen höhergradige Erregungsleitungsstörungen im Herzen zwischen Herzvorhof und Herzkammern (AV-Block II. und III. Grades) auftreten
wenn sie unter einem Sinusknotensyndrom (Herzrhythmusstörungen infolge gestörter Funktion des Sinusknotens) leiden, z.B. verlangsamter Herzschlag auf weniger als 60 Schläge pro Minute oder im Wechsel auftretender verlangsamter oder beschleunigter Herzschlag oder Erregungsleitungsstörungen im Herzen zwischen Sinusknoten und Herzvorhof oder Ausfall der Reizbildung im Sinusknoten (Sinusbradykardie, Bradykardie-Tachykardie-Syndrom, SA-Blockierungen oder Sinusarrest)
wenn Sie unter einer Herzmuskelschwäche (manifeste Herzinsuffizienz) leiden
wenn Sie unter Vorhofflimmern/-flattern (Herzrhythmusst√∂rungen infolge einer krankhaft erh√∂hten Vorhoferregung) und gleichzeitigem Vorliegen eines WPW-Syndroms (anfallsweise auftretender beschleunigter Herzschlag durch beschleunigte Erregungsleitung zwischen Herzvorhof und Herzkammer √ľber ein zus√§tzlich vorhandenes Erregungsleitungssystem) leiden: es besteht dann ein erh√∂htes Risiko f√ľr die Ausl√∂sung eines beschleunigten Herzschlags in den Herzkammern (Kammertachykardie).
Die gleichzeitige intravenöse Gabe von Betarezeptorenblockern darf bei Patienten während der Behandlung mit Veroptinstada nicht erfolgen (Ausnahme Intensivmedizin; siehe auch Punkt 2 unter: Bei Einnahme von Veroptinstada mit anderen Arzneimitteln).
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Veroptinstada ist erforderlich
wenn bei Ihnen leichtere Erregungsleitungsstörungen im Herzen zwischen Herzvorhof und Herzkammern (AV-Block I. Grades) auftreten
wenn Sie niedrigen Blutdruck (systolisch unter 90 mmHg) haben
wenn sie einen Ruhepuls unter 50 Schlägen pro Minute (Bradykardie) haben
wenn bei Ihnen eine stark eingeschränkte Leberfunktion (siehe auch Punkt 3: Wie ist Veroptinstada einzunehmen?) vorliegt
wenn Sie an einer Erkrankung mit beeinträchtigter Übertragung von Nervenimpulsen auf die Muskulatur (wie Myasthenia gravis, Lambert-Eaton-Syndrom, fortgeschrittene Duchenne-Muskeldystrophie) leiden.
Arzneimittelwechselwirkungen:
Bei gleichzeitiger Anwendung von Verapamil und Simvastatin (Arzneimittel zur Senkung erh√∂hter Blutfette) in h√∂heren Tagesdosen kann es zu einer von Simvastatin ausgehenden Erkrankung der Skelettmuskulatur (Myopathie) oder zu einem Zerfall von Muskelzellen (Rhabdomyolyse) kommen. Die Simvastatin-Dosis sollte nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt entsprechend der Herstellerangaben angepasst werden (siehe auch Punkt 2 unter: Bei Einnahme von Veroptinstada mit anderen Arzneimitteln).
Die Behandlung des Bluthochdrucks mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle.
Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Schwangerschaft
Verapamilhydrochlorid, der Wirkstoff aus Veroptinstada, ist plazentag√§ngig. Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen mit der Anwendung von Verapamilhydrochlorid w√§hrend der Schwangerschaft vor. Daten √ľber eine begrenzte Anzahl von oral behandelten Schwangeren lassen jedoch nicht auf fruchtsch√§digende Wirkungen von Verapamilhydrochlorid schlie√üen. Tierstudien haben sch√§dliche Auswirkungen von Veroptinstada auf die Nachkommen gezeigt.
Daher sollten Sie Veroptinstada in den ersten sechs Monaten der Schwangerschaft nicht einnehmen. In den letzten drei Monaten der Schwangerschaft d√ľrfen Sie Veroptinstada nur einnehmen, wenn Ihr Arzt dies unter Ber√ľcksichtigung des Risikos f√ľr Mutter und Kind f√ľr zwingend erforderlich h√§lt.
Stillzeit
Sie sollen Veroptinstada w√§hrend der Stillzeit nicht einnehmen, da der Wirkstoff in die Muttermilch √ľbergeht. Es gibt Anhaltspunkte daf√ľr, dass Verapamilhydrochlorid in Einzelf√§llen die Prolaktin-Sekretion steigern und eine spontane Milchabsonderung ausl√∂sen kann.
Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Veroptinstada kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen soweit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel oder zu Beginn einer Zusatzmedikation sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Anzeige

Wie wird es angewendet?

Wie ist Veroptinstada einzunehmen?
Nehmen Sie Veroptinstada immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosis:
Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt Veroptinstada nicht anders verordnet hat. Bitte halten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, da Veroptinstada sonst nicht richtig wirken kann.
Verapamilhydrochlorid, der Wirkstoff von Veroptinstada ist individuell, dem Schweregrad der Erkrankung angepasst zu dosieren. Nach langjähriger klinischer Erfahrung liegt die durchschnittliche Dosis bei fast allen Anwendungsgebieten zwischen 240 mg und 360 mg pro Tag.
Eine Tagesdosis von 480 mg sollte als Dauertherapie nicht √ľberschritten werden; eine kurzfristige Erh√∂hung ist m√∂glich.
Erwachsene und Jugendliche √ľber 50 kg K√∂rpergewicht
Beschwerden bei Zuständen mit unzureichender Sauerstoffversorgung des Herzmuskels (Angina pectoris)
Die empfohlene Dosierung liegt bei 240-480 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag in 3-4 Einzeldosen, entsprechend:
3- bis 4-mal täglich 1 Tablette (entsprechend 360-480 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag).
Veroptinstada wird angewendet, sofern mit niedrigeren Dosen (z.B. 240 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag) keine ausreichende Wirkung erzielt wurde.
Bluthochdruck
Die empfohlene Dosierung liegt bei 240-360 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag in 3 Einzeldosen, entsprechend:
3-mal täglich 1 Tablette (entsprechend 360 mg Verapamilhydrochlorid/Tag).
Veroptinstada wird angewendet, sofern mit niedrigeren Dosen (z.B. 240 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag) keine ausreichende Wirkung erzielt wurde.
Störung der Herzschlagfolge (paroxysmale, supraventrikuläre Tachykardie, Vorhofflimmern/Vorhofflattern mit schneller AV-Überleitung [außer bei WPW-Syndrom])
Die empfohlene Dosierung liegt bei 240-480 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag in 3-4 Einzeldosen, entsprechend:
3- bis 4-mal täglich 1 Tablette (entsprechend 360-480 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag).
Veroptinstada wird angewendet, sofern mit niedrigeren Dosen (z.B. 240 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag) keine ausreichende Wirkung erzielt wurde.
Kinder (nur bei Störungen der Herzschlagfolge)
√Ąltere Vorschulkinder bis 6 Jahre
Die empfohlene Dosierung liegt bei 80-120 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag in 2-3 Einzeldosen.
Hierf√ľr stehen Darreichungsformen mit geeigneter Wirkstoffst√§rke (40 mg Verapamilhydrochlorid) zur Verf√ľgung.
Schulkinder 6 bis 14 Jahre
Die empfohlene Dosierung liegt bei 80-360 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag in 2-4 Einzeldosen, entsprechend:
2- bis 3-mal täglich 1 Tablette (entsprechend 240-360 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag).
Veroptinstada wird angewendet, sofern mit niedrigen Dosen (z.B. 80-160 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag) keine ausreichende Wirkung erzielt wurde.
F√ľr h√∂here Dosierungen (z.B. 360 mg Verapamilhydrochlorid/Tag) stehen auch Darreichungsformen mit geeigneten Wirkstoffst√§rken zur Verf√ľgung.
Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion wird in Abhängigkeit vom Schweregrad wegen eines verlangsamten Arzneimittelabbaus die Wirkung von Verapamilhydrochlorid verstärkt und verlängert. Deshalb sollte in derartigen Fällen die Dosierung vom Arzt mit besonderer Sorgfalt eingestellt und mit niedrigen Dosen begonnen werden (z.B. bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen zunächst 2- bis 3-mal täglich 40 mg Verapamilhydrochlorid, entsprechend 80-120 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag).
Art der Anwendung
Zum Einnehmen
Nehmen Sie die Filmtabletten bitte ungelutscht und unzerkaut mit ausreichend Fl√ľssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser, kein Grapefruitsaft!) am besten zu oder kurz nach den Mahlzeiten ein.
Veroptinstada bitte NICHT im Liegen einnehmen.
Falls Ihnen Veroptinstada wegen Schmerzen und Engegef√ľhl (Angina pectoris) nach einem Herzinfarkt verordnet wurde, d√ľrfen Sie mit der Einnahme erst 7 Tage nach dem akuten Infarktereignis beginnen.
Dauer der Anwendung
Die Dauer der Einnahme ist nicht begrenzt, sie wird vom behandelnden Arzt bestimmt.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Veroptinstada zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge Veroptinstada eingenommen haben, als Sie sollten
Folgende Anzeichen und Symptome einer versehentlichen oder beabsichtigten Einnahme zu großer Mengen von Veroptinstada können auftreten:
schwerer Blutdruckabfall, Herzmuskelschw√§che, Herzrhythmusst√∂rungen (z.B. verlangsamter oder beschleunigter Herzschlag, St√∂rungen der Erregungsausbreitung im Herzen), die zum Herz-Kreislauf-Schock und Herzstillstand f√ľhren k√∂nnen. Bewusstseinstr√ľbung bis zum Koma, Erh√∂hung des Blutzuckers, Absinken der Kalium-Konzentration im Blut, Abfall des pH-Wertes im Blut (metabolische Azidose), Sauerstoffmangel im K√∂rpergewebe (Hypoxie), Herz-Kreislauf-Schock mit Wasseransammlung in der Lunge (Lungen√∂dem), Beeintr√§chtigung der Nierenfunktion und Kr√§mpfe. Todesf√§lle wurden gelegentlich berichtet.
In diesem Fall ist sofort ein Arzt/Notarzt zu benachrichtigen, der die erforderlichen Maßnahmen einleitet.
Wenn Sie die Einnahme von Veroptinstada vergessen haben
Nehmen Sie beim n√§chsten Mal nicht die doppelte Dosis von Veroptinstada ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern f√ľhren Sie die Einnahme, wie in der Dosierungsanleitung beschrieben bzw. vom Arzt verordnet fort.
Wenn Sie die Einnahme von Veroptinstada abbrechen
Bitte unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung mit Veroptinstada nicht, ohne dies vorher mit Ihrem Arzt abgesprochen zu haben.
Eine Beendigung der Behandlung mit Veroptinstada sollte nach längerer Behandlung grundsätzlich nicht plötzlich sondern ausschleichend erfolgen.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt und Apotheker.

Anzeige

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Veroptinstada mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden bzw. vor kurzem angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Die Wirkung nachfolgend genannter Wirkstoffe bzw. Präparategruppen kann bei gleichzeitiger Behandlung mit Veroptinstada beeinflusst werden:
Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen, Betarezeptorenblocker, Arzneimittel zur Inhalationsnarkose
gegenseitige Verstärkung der Herz-Kreislauf-Wirkungen (höhergradige AV-Blockierungen, höhergradige Senkung der Herzfrequenz, Auftreten einer Herzmuskelschwäche, verstärkte Blutdrucksenkung).
Die gleichzeitige intravenöse Gabe von Betarezeptorenblockern darf bei Patienten während der Behandlung mit Veroptinstada nicht erfolgen (Ausnahme Intensivmedizin; siehe auch Punkt 2 unter: Veroptinstada darf NICHT eingenommen werden).
Blutdrucksenkende Arzneimittel, harntreibende Arzneimittel (Diuretika), gefäßerweiternde Arzneimittel (Vasodilatatoren)
Verstärkung des blutdrucksenkenden Effekts.
Digoxin (Wirkstoff zur Erhöhung der Herzkraft)
Erh√∂hung der Digoxin-Konzentration im Blut aufgrund verminderter Ausscheidung √ľber die Nieren. Deshalb sollte vorsorglich auf Anzeichen einer Digoxin-√úberdosierung geachtet werden und, falls notwendig, die Digoxin-Dosis vom Arzt reduziert werden (evtl. nach Bestimmung der Digoxin-Konzentration im Blut).
Chinidin (Wirkstoff gegen Herzrhythmusstörungen)
verst√§rkter Blutdruckabfall ist m√∂glich, bei Patienten mit einer bestimmten Herzerkrankung (hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie) kann das Auftreten eines Lungen√∂dems (abnorme Fl√ľssigkeitsansammlung in der Lunge) m√∂glich sein, Erh√∂hung der Konzentration von Chinidin im Blut.
Carbamazepin (Wirkstoff zur Behandlung epileptischer Krampfanfälle)
Carbamazepin-Wirkung wird verstärkt, Zunahme der nervenschädigenden Nebenwirkung.
Lithium (Wirkstoff gegen Depressionen)
Wirkungsabschwächung von Lithium, Erhöhung der nervenschädigenden Nebenwirkung.
Muskelrelaxanzien (Arzneimittel zur Muskelerschlaffung)
mögliche Wirkungsverstärkung durch Veroptinstada.
Acetylsalicylsäure (Wirkstoff zur Behandlung von Schmerzen und gegen die Bildung von Blutgerinnseln)
verstärkte Blutungsneigung.
Ethanol (Alkohol)
Verzögerung des Ethanolabbaus und Erhöhung der Konzentration von Ethanol im Blut, somit Verstärkung der Alkoholwirkung durch Veroptinstada.
Fungistatika (Wirkstoffe zur Behandlung von Pilzerkrankungen wie z.B. Clotrimazol oder Ketoconazol), Proteasehemmstoffe (Wirkstoffe zur Behandlung von HIV wie z.B. Ritonavir oder Indinavir), Wirkstoffe zur Behandlung von Infektionen (Makrolide z.B. Erythromycin oder Clarithromycin) und Cimetidin (Wirkstoff zur Senkung der Magensäureproduktion)
Erhöhung der Verapamilhydrochlorid-Konzentration im Blut und/oder der Konzentrationen dieser Arzneimittel im Blut durch (gegenseitige) Beeinflussung des Abbaus.
Phenytoin, Phenobarbital, Carbamazepin (Wirkstoffe zur Behandlung epileptischer Krampfanfälle), Rifampicin (Wirkstoff zur Tuberkulosebehandlung)
Senkung der Verapamilhydrochlorid-Konzentration im Blut und Abschwächung der Wirkung von Verapamilhydrochlorid.
Antiarrhythmika (Arzneimittel gegen Herzrhythmusst√∂rungen wie z.B. Amiodaron oder Chinidin), Cholesterinsenkende Arzneimittel (wie z.B. Lovastatin oder Atorvastatin), Midazolam (Wirkstoff zur Behandlung von Angstzust√§nden), Ciclosporin (Wirkstoff zur Unterdr√ľckung der Immunabwehr), Theophyllin (Wirkstoff zur Asthmabehandlung), Prazosin (Wirkstoff zur Behandlung des Bluthochdrucks)
Erhöhung der Konzentrationen dieser Arzneimittel im Blut.
Simvastatin (Arzneimittel zur Senkung erhöhter Blutfette)
Bei gleichzeitiger Anwendung von Verapamil und Simvastatin in h√∂heren Dosen ist das Risiko einer Erkrankung der Muskulatur oder eines Zerfalls von Muskelzellen (Myopathie/Rhabdomyolyse) erh√∂ht. Die Simvastatin-Dosis sollte nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt entsprechend der Herstellerangaben angepasst werden (siehe auch Punkt 2 unter: Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Veroptinstada ist erforderlich)
sowie weitere Arzneimittel, die den Abbau von Veroptinstada im Körper und damit dessen Wirkung beeinflussen können. Bitte fragen Sie hierzu Ihren Arzt.
Veroptinstada sollte daher nicht zusammen mit einem der o.g. Arzneimittel bzw. Wirkstoffe eingenommen werden, ohne dass Ihr Arzt ausdr√ľcklich die Anweisung gegeben hat.
Bei Einnahme von Veroptinstada zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Während der Einnahme von Veroptinstada sollten Sie möglichst keinen Alkohol trinken, da die Alkoholwirkung durch Veroptinstada verstärkt wird.
Während der Einnahme von Veroptinstada sollten Sie keine grapefruithaltigen Speisen und Getränke zu sich nehmen. Grapefruit kann die Konzentration von Verapamilhydrochlorid im Blut erhöhen.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Veroptinstada Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen. Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende H√§ufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10 Behandelten
Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100 Behandelten
Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1000 Behandelten
Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10 000 Behandelten
Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10 000 Behandelten
H√§ufigkeit nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

Herzerkrankungen
Häufig: Entstehung einer Herzmuskelschwäche bzw. Verschlimmerung einer vorbestehenden Herzmuskelschwäche, Verlangsamung des Herzschlags mit einem Puls unter 50 Schlägen pro Minute (Sinusbradykardie), Erregungsleitungsstörung im Herzen (AV-Block I. Grades).
Gelegentlich: Herzklopfen (Palpitationen) erhöhte Herzschlagfolge (Tachykardie), schwere Erregungsleitungsstörungen im Herzen (AV-Block II. oder III. Grades).
Sehr selten: Herzstillstand.
Erkrankungen des Nervensystems
H√§ufig: Schwindel, Benommenheit, Missempfindungen wie Kribbeln, Taubheits- und K√§ltegef√ľhl in den Gliedma√üen (Par√§sthesien, Neuropathie) und Zittern (Tremor), Kopfschmerzen.
Sehr selten: St√∂rungen im Bereich der unwillk√ľrlichen Bewegungsabl√§ufe (extrapyramidale Symptome: Parkinson-Syndrom, Choreoathetose, dystone Syndrome): bilden sich nach bisherigen Erfahrungen nach Absetzen von Veroptinstada zur√ľck.
Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
Gelegentlich: Ohrgeräusche (Tinnitus).
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
Gelegentlich: Verkrampfung der Bronchialmuskulatur (Bronchospasmus).
Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts
Sehr h√§ufig: √úbelkeit, V√∂llegef√ľhl, Verstopfung (Obstipation).
Gelegentlich: Erbrechen.
Sehr selten: Darmverschluss (Ileus), Zahnfleischver√§nderungen (Wucherung, Entz√ľndung, Blutung): bilden sich nach Absetzen von Veroptinstada zur√ľck.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Häufig: Allergische Reaktionen wie Hautrötung (Erythem), Juckreiz (Pruritus), Nesselfieber (Urtikaria), Hautauschlag mit Flecken und Papeln (makulopapulöse Exantheme), schmerzhafte Rötungen und Schwellungen der Gliedmaßen (Erythromelalgie), Hautrötung.
Selten: Punkt- oder fleckenförmige Haut- bzw. Schleimhautblutungen (Purpura).
Sehr selten: Gewebeschwellungen, vor allem im Gesichtsbereich (angioneurotisches √Ėdem), schwere allergische Hautreaktion mit schwerer St√∂rung des Allgemeinbefindens (Stevens-Johnson-Syndrom), sonnenbrand√§hnliche Hautreaktionen (Photodermatitis).
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Selten: Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Muskelschwäche.
Sehr selten: Verschlimmerung bestimmter Muskelerkrankungen (Myasthenia gravis, Lambert-Eaton-Syndrom, fortgeschrittene Duchenne-Muskeldystrophie).
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Gelegentlich: Verminderung der Glukosetoleranz.
Gefäßerkrankungen
Häufig: Übermäßiger Blutdruckabfall und/oder Beschwerden durch Blutdruckabfall beim Wechsel der Körperlage vom Liegen oder Sitzen zum Stehen (orthostatische Regulationsstörungen), Gesichtsröte (Flush).
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
H√§ufig: Wasseransammlungen im Bereich der Kn√∂chel (Kn√∂chel√∂deme), W√§rmegef√ľhl.
Leber- und Gallenerkrankungen
Gelegentlich: Wahrscheinlich allergisch bedingte Leberentz√ľndung (Hepatitis) mit Erh√∂hung der leberspezifischen Enzyme: bildet sich nach Absetzen von Veroptinstada zur√ľck.
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdr√ľse
Gelegentlich: Impotenz.
Selten: Vergr√∂√üerung der m√§nnlichen Brustdr√ľse (Gyn√§komastie) unter Langzeitbehandlung bei √§lteren Patienten: bildet sich nach bisherigen Erfahrungen nach Absetzen von Veroptinstada zur√ľck.
Sehr selten: Erhöhung des die Milchbildung fördernden Hormons (Prolaktin) im Blut, Milchfluss (Galaktorrhö).
Psychiatrische Erkrankungen
H√§ufig: M√ľdigkeit, Nervosit√§t.
Hinweis
Bei Patienten mit Herzschrittmacher kann eine Funktionsbeeinflussung unter Verapamilhydrochlorid nicht ausgeschlossen werden.
Bedeutsame Nebenwirkungen oder Zeichen, auf die Sie achten sollten, und Maßnahmen, wenn Sie betroffen sind
Sollten Sie die oben genannten Nebenwirkungen bei sich beobachten, benachrichtigen Sie Ihren Arzt, damit er √ľber den Schweregrad und die gegebenenfalls erforderlichen weiteren Ma√ünahmen entscheiden kann.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr√§chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Anzeige

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren.
Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und der Durchdr√ľckpackung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr anwenden.
F√ľr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Arzneimittel sollten nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr ben√∂tigen. Diese Ma√ünahme hilft die Umwelt zu sch√ľtzen.

Anzeige

Weitere Informationen

Was Veroptinstada enthält
Der Wirkstoff ist: Verapamilhydrochlorid
1 Filmtablette enthält 120 mg Verapamilhydrochlorid.
Die sonstigen Bestandteile sind
Mikrokristalline Cellulose, Croscarmellose-Natrium, Glycerol, Hypromellose, Magnesiumstearat (Ph.Eur.) Maisstärke, hochdisperses Siliciumdioxid, Talkum.
Wie Veroptinstada aussieht und Inhalt der Packung
Weiße, runde, bikonvexe Filmtablette mit sternförmiger Bruchkerbe (Vario Tab).
Veroptinstada ist in Packungen mit 50 (N2) und 100 (N3) Filmtabletten erhältlich.
Pharmazeutischer Unternehmer
STADApharm GmbH, Stadastra√üe 2‚Äď18, 61118 Bad Vilbel
Telefon: 06101 603-0, Telefax: 06101 603-259, Internet: www.stada.de
Hersteller
STADA Arzneimittel AG, Stadastra√üe 2‚Äď18, 61118 Bad Vilbel
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt √ľberarbeitet im November 2008.

Anzeige

Wirkstoff(e) Verapamil
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Stadapharm GmbH
Betäubungsmittel Nein
ATC Code C08DA01
Pharmakologische Gruppe Selektive Calciumkanalblocker mit vorwiegender Herzwirkung

Teilen

Anzeige

Ihr persönlicher Arzneimittel-Assistent

afgis-Qualit√§tslogo mit Ablauf Jahr/Monat: Mit einem Klick auf das Logo √∂ffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen √ľber medikamio GmbH & Co KG und sein/ihr Internet-Angebot: medikamio.com/ This website is certified by Health On the Net Foundation. Click to verify.
Medikamente

Durchsuche hier unsere umfangreiche Datenbank zu Medikamenten von A-Z, mit Wirkung und Inhaltsstoffen.

Wirkstoffe

Alle Wirkstoffe mit ihrer Anwendung, chemischen Zusammensetzung und Arzneien, in denen sie enthalten sind.

Krankheiten

Ursachen, Symptome und Behandlungsm√∂glichkeiten f√ľr h√§ufige Krankheiten und Verletzungen.

Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden