Wirkstoff(e) Verapamil
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Winthrop Arzneimittel GmbH
Betäubungsmittel Nein
ATC Code C08DA01
Pharmakologische Gruppe Selektive Calciumkanalblocker mit vorwiegender Herzwirkung

Zulassungsinhaber

Winthrop Arzneimittel GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Verahexal 120 Verapamil Hexal Aktiengesellschaft
VERAPAMIL BASICS 120 mg Verapamil Basics GmbH
VERAPAMIL BASICS 80 mg Verapamil Basics GmbH
Verapamil Hennig 120mg Filmtabletten Verapamil Hennig Arzneimittel GmbH & Co KG
Veramex retard 240 mg Verapamil Sanofi-Aventis Deutschland GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

WAS IST Vera Lich¬ģ 80¬†mg, UND WOF√úR WIRD ES ANGEWENDET?
Vera Lich¬ģ 80¬†mg ist ein Mittel zur Behandlung von Herzerkrankungen, die mit einer unzureichenden Sauerstoffversorgung des Herzmuskels einhergehen, sowie zur Behandlung bestimmter St√∂rungen der Herzschlagfolge und zur Behandlung von Bluthochdruck.
Vera Lich¬ģ 80¬†mg wird angewendet bei
1. Beschwerden (z.¬†B. Schmerzen oder Engegef√ľhl im Brustbereich) bei Zust√§nden mit unzureichender Sauerstoffversorgung des Herzmuskels (Angina Pectoris):
‚Äď bei Belastung: chronisch stabile Angina Pectoris (Belastungsangina)
‚Äď in Ruhe: instabile Angina Pectoris (Crescendoangina, Ruheangina)
‚Äď durch Gef√§√üverengung: vasospastische Angina Pectoris (Prinzmetal-Angina, Variant-Angina)
‚Äď Angina Pectoris bei Zustand nach Herzinfarkt bei Patienten ohne Herzmuskelschw√§che (Herzinsuffizienz), wenn eine Behandlung mit Betarezeptorenblockern nicht angezeigt ist.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Vera Lich¬ģ 80¬†mg darf nicht eingenommen werden,
wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen den Wirkstoff Verapamilhydrochlorid oder einen der sonstigen Bestandteile von VeraLich¬ģ 80¬†mg sind,
wenn Sie einen Herz-Kreislauf-Schock erlitten haben,
wenn Sie einen akuten Herzinfarkt mit Komplikationen (z. B. verlangsamter Herzschlag, ausgeprägter Blutdruckabfall oder Herzmuskelschwäche des linken Herzens [Linksherzinsuffizienz]) erlitten haben,
wenn bei Ihnen höhergradige Erregungsleitungsstörungen im Herzen zwischen Sinusknoten und Herzvorhof (SA-Block II. und III. Grades) auftreten,
wenn bei Ihnen höhergradige Erregungsleitungsstörungen im Herzen zwischen Herzvorhof und Herzkammern (AV-Block II. und III. Grades) auftreten,
wenn Sie unter einem Sinusknotensyndrom (Herzrhythmusstörungen infolge gestörter Funktion des Sinusknotens) leiden, z. B. verlangsamter Herzschlag auf weniger als 60 Schläge pro Minute oder im Wechsel auftretender verlangsamter oder beschleunigter Herzschlag oder Erregungsleitungsstörungen im Herzen zwischen Sinusknoten und Herzvorhof oder Ausfall der Reizbildung im Sinusknoten (Sinusbradykardie, Bradykardie-Tachykardie-Syndrom, SA-Blockierungen oder Sinusarrest),
wenn Sie unter einer Herzmuskelschwäche (manifeste Herzinsuffizienz) leiden,
wenn Sie unter Vorhofflimmern/-flattern (Herzrhythmusst√∂rungen infolge einer krankhaft erh√∂hten Vorhoferregung) und gleichzeitigem Vorliegen eines WPW-Syndroms (anfallsweise auftretender beschleunigter Herzschlag durch beschleunigte Erregungsleitung zwischen Herzvorhof und Herzkammer √ľber ein zus√§tzlich vorhandenes Erregungsleitungssystem) leiden: Es besteht dann ein erh√∂htes Risiko f√ľr die Ausl√∂sung eines beschleunigten Herzschlags in den Herzkammern (Kammertachykardie).
Die gleichzeitige intraven√∂se Gabe von Betarezeptorenblockern darf bei Patienten w√§hrend der Behandlung mit Vera Lich¬ģ 80¬†mg nicht erfolgen (Ausnahme Intensivmedizin) (siehe auch unter ?Bei Einnahme von Vera Lich¬ģ 80¬†mg mit anderen Arzneimitteln?).
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Vera Lich¬ģ 80¬†mg ist erforderlich,
wenn bei Ihnen leichtere Erregungsleitungsstörungen im Herzen zwischen Herzvorhof und Herzkammern (AV-Block I. Grades) auftreten,
wenn Sie niedrigen Blutdruck (systolisch unter 90 mmHg) haben,
wenn Sie einen Ruhepuls unter 50 Schlägen pro Minute (Bradykardie) haben,
wenn bei Ihnen eine stark eingeschränkte Leberfunktion vorliegt (siehe Abschnitt 3),
wenn Sie an einer Erkrankung mit beeinträchtigter Übertragung von Nervenimpulsen auf die Muskulatur (wie Myasthenia gravis, Lambert-Eaton-Syndrom, fortgeschrittene Duchenne-Muskeldystrophie) leiden.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Verapamilhydrochlorid und Simvastatin (Arzneimittel zur Senkung erh√∂hter Blutfette) in h√∂heren Tagesdosen kann es zu einer von Simvastatin ausgehenden Erkrankung der Skelettmuskulatur (Myopathie) oder zu einem Zerfall von Muskelzellen (Rhabdomyolyse) kommen. Die Simvastatindosis sollte nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt entsprechend den Herstellerangaben angepasst werden (siehe auch unter ?Bei Einnahme von Vera Lich¬ģ 80¬†mg mit anderen Arzneimittteln?).
Die Behandlung des Bluthochdrucks mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle.
Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Schwangerschaft
Verapamilhydrochlorid, der Wirkstoff von Vera Lich¬ģ 80¬†mg, ist plazentag√§ngig. Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen mit der Anwendung von Verapamilhydrochlorid w√§hrend der Schwangerschaft vor. Daten √ľber eine begrenzte Anzahl von oral behandelten Schwangeren lassen jedoch nicht auf fruchtsch√§digende Wirkungen von Verapamilhydrochlorid schlie√üen. Tierstudien haben sch√§dliche Auswirkungen von Vera Lich¬ģ 80¬†mg auf die Nachkommen gezeigt.
Daher sollten Sie Vera Lich¬ģ 80¬†mg in den ersten sechs Monaten der Schwangerschaft nicht einnehmen. In den letzten drei Monaten der Schwangerschaft d√ľrfen Sie Vera Lich¬ģ 80¬†mg nur einnehmen, wenn Ihr Arzt dies unter Ber√ľcksichtigung des Risikos f√ľr Mutter und Kind f√ľr zwingend erforderlich h√§lt.
Stillzeit
Sie sollten Vera Lich¬ģ 80¬†mg w√§hrend der Stillzeit nicht einnehmen, da der Wirkstoff in die Muttermilch √ľbergeht. Es gibt Anhaltspunkte daf√ľr, dass Verapamilhydrochlorid in Einzelf√§llen die Prolaktinsekretion steigern und eine spontane Milchabsonderung ausl√∂sen kann.
Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Vera Lich¬ģ 80¬†mg kann auch bei bestimmungsgem√§√üem Gebrauch das Reaktionsverm√∂gen so weit ver√§ndern, dass die F√§higkeit zur aktiven Teilnahme am Stra√üenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeintr√§chtigt wird. Dies gilt in verst√§rktem Ma√üe bei Behandlungsbeginn, Dosiserh√∂hung und Pr√§paratewechsel oder zu Beginn einer Zusatzmedikation sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.
Wichtige Informationen √ľber bestimmte sonstige Bestandteile von Vera Lich¬ģ 80¬†mg
Dieses Arzneimittel enth√§lt Lactose. Bitte nehmen Sie Vera Lich¬ģ 80¬†mg daher erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertr√§glichkeit gegen√ľber bestimmten Zuckern leiden.

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Wie wird es angewendet?

WIE IST Vera Lich¬ģ 80¬†mg EINZUNEHMEN?
Nehmen Sie Vera Lich¬ģ 80¬†mg immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosis:
Verapamilhydrochlorid, der Wirkstoff von Vera Lich¬ģ 80¬†mg, ist individuell, dem Schweregrad der Erkrankung angepasst zu dosieren. Nach langj√§hriger klinischer Erfahrung liegt die durchschnittliche Dosis bei fast allen Anwendungsgebieten zwischen 240¬†mg und 360¬†mg pro Tag.
Eine Tagesdosis von 480¬†mg sollte als Dauertherapie nicht √ľberschritten werden; eine kurzfristige Erh√∂hung ist m√∂glich.
Erwachsene und Jugendliche √ľber 50¬†kg K√∂rpergewicht:
Beschwerden bei Zuständen mit unzureichender Sauerstoffversorgung des Herzmuskels (Angina Pectoris)
Die empfohlene Dosierung liegt bei 240¬†mg‚Äď480¬†mg Verapamilhydrochlorid pro Tag in 3 bis 4 Einzeldosen, entsprechend:
3- bis 4-mal t√§glich 1 Filmtablette Vera Lich¬ģ 80¬†mg (entsprechend 240¬†mg‚Äď320¬†mg Verapamilhydrochlorid pro Tag).
F√ľr h√∂here Dosierungen (z.¬†B. 360¬†mg‚Äď480¬†mg Verapamilhydrochlorid pro Tag) stehen Darreichungsformen mit geeigneten Wirkstoffst√§rken zur Verf√ľgung.
Bluthochdruck
Die empfohlene Dosierung liegt bei 240¬†mg‚Äď360¬†mg Verapamilhydrochlorid pro Tag in 3¬†Einzeldosen, entsprechend:
3-mal t√§glich 1 Filmtablette Vera Lich¬ģ 80¬†mg (entsprechend 240¬†mg Verapamilhydrochlorid pro Tag).
F√ľr h√∂here Dosierungen (z.¬†B. 360¬†mg Verapamilhydrochlorid pro Tag) stehen Darreichungsformen mit geeigneten Wirkstoffst√§rken zur Verf√ľgung.
Störungen der Herzschlagfolge (paroxysmale supraventrikuläre Tachykardie, Vorhofflimmern/Vorhofflattern mit schneller AV-Überleitung außer bei WPW-Syndrom)
Die empfohlene Dosierung liegt bei 240¬†mg‚Äď480¬†mg Verapamilhydrochlorid pro Tag in 3 bis 4 Einzeldosen, entsprechend:
3- bis 4-mal t√§glich 1 Filmtablette Vera Lich¬ģ 80¬†mg (entsprechend 240¬†mg‚Äď320¬†mg Verapamilhydrochlorid pro Tag).
F√ľr h√∂here Dosierungen (z.¬†B. 360¬†mg‚Äď480¬†mg Verapamilhydrochlorid pro Tag) stehen Darreichungsformen mit geeigneten Wirkstoffst√§rken zur Verf√ľgung.
Kinder (nur bei Störungen der Herzschlagfolge):
√Ąltere Vorschulkinder bis 6 Jahre:
Die empfohlene Dosierung liegt bei 80¬†mg‚Äď120¬†mg Verapamilhydrochlorid pro Tag in 2 bis 3 Einzeldosen.
Hierf√ľr stehen Darreichungsformen mit geeigneter Wirkstoffst√§rke (40¬†mg Verapamilhydrochlorid) zur Verf√ľgung.
Schulkinder 6 bis 14 Jahre:
Die empfohlene Dosierung liegt bei 80¬†mg‚Äď360¬†mg Verapamilhydrochlorid pro Tag in 2 bis 4 Einzeldosen, entsprechend:
2- bis 4-mal t√§glich 1 Filmtablette Vera Lich 80¬†mg (entsprechend 160¬†mg‚Äď320¬†mg Verapamilhydrochlorid pro Tag).
Vera Lich¬ģ 80¬†mg wird angewendet, sofern mit niedrigeren Dosen (z.¬†B. 2-mal t√§glich 40¬†mg, entsprechend 80¬†mg Verapamilhydrochlorid pro Tag) keine ausreichende Wirkung erzielt wurde.
F√ľr h√∂here Dosierungen (z.¬†B. 360¬†mg Verapamilhydrochlorid pro Tag) stehen Darreichungsformen mit geeigneten Wirkstoffst√§rken zur Verf√ľgung.
Eingeschränkte Leberfunktion:
Bei Patienten mit eingeschr√§nkter Leberfunktion wird in Abh√§ngigkeit vom Schweregrad wegen eines verlangsamten Arzneimittelabbaus die Wirkung von Verapamilhydrochlorid verst√§rkt und verl√§ngert. Deshalb sollte in derartigen F√§llen die Dosierung vom Arzt mit besonderer Sorgfalt eingestellt und mit niedrigen Dosen begonnen werden (z.¬†B. bei Patienten mit Leberfunktionsst√∂rungen zun√§chst 2- bis 3-mal t√§glich 40¬†mg Verapamilhydrochlorid, entsprechend 80¬†mg‚Äď120¬†mg Verapamilhydrochlorid pro Tag).
Art der Anwendung
Nehmen Sie Vera Lich¬ģ 80¬†mg bitte ungelutscht und unzerkaut mit ausreichend Fl√ľssigkeit (z.¬†B. ein Glas Wasser, kein Grapefruitsaft!) am besten zu oder kurz nach den Mahlzeiten ein.
Vera Lich¬ģ 80¬†mg bitte nicht im Liegen einnehmen.
Die Filmtablette ist nicht zur Teilung vorgesehen!
Falls Ihnen Vera Lich¬ģ 80¬†mg gegen Schmerzen und Engegef√ľhl (Angina Pectoris) nach einem Herzinfarkt verordnet wurde, d√ľrfen Sie mit der Einnahme erst 7 Tage nach dem akuten Infarktereignis beginnen.
Dauer der Anwendung
Die Dauer der Anwendung ist nicht begrenzt, sie wird vom behandelnden Arzt bestimmt.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Vera Lich¬ģ 80¬†mg zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine gr√∂√üere Menge Vera Lich¬ģ 80¬†mg eingenommen haben, als Sie sollten
Folgende Anzeichen und Symptome einer versehentlichen oder beabsichtigten Einnahme zu gro√üer Mengen von Vera Lich¬ģ 80¬†mg k√∂nnen auftreten:
schwerer Blutdruckabfall, Herzmuskelschw√§che, Herzrhythmusst√∂rungen (z.¬†B. verlangsamter oder beschleunigter Herzschlag, St√∂rungen der Erregungsausbreitung im Herzen), die zum Herz-Kreislauf-Schock und Herzstillstand f√ľhren k√∂nnen. Bewusstseinstr√ľbung bis zum Koma, Erh√∂hung des Blutzuckers, Absinken der Kaliumkonzentration im Blut, Abfall des pH-Wertes im Blut (metabolische Azidose), Sauerstoffmangel im K√∂rpergewebe (Hypoxie), Herz-Kreislauf-Schock mit Wasseransammlung in der Lunge (Lungen√∂dem), Beeintr√§chtigung der Nierenfunktion und Kr√§mpfe. Todesf√§lle wurden gelegentlich berichtet.
Bei Verdacht auf eine √úberdosierung mit Vera Lich¬ģ 80¬†mg benachrichtigen Sie Ihren Arzt, er wird entsprechend den Symptomen √ľber gegebenenfalls erforderliche Ma√ünahmen entscheiden.
Bei Vergiftungen ist sofort ärztliche/notärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, damit eine stationäre Aufnahme und intensivtherapeutische Maßnahmen erfolgen können.
Wenn Sie die Einnahme von Vera Lich¬ģ 80¬†mg vergessen haben
Nehmen Sie beim n√§chsten Mal nicht die doppelte Dosis von Vera Lich¬ģ 80¬†mg ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern f√ľhren Sie die Einnahme, wie in der Dosierungsanleitung beschrieben bzw. vom Arzt verordnet, fort.
Wenn Sie die Einnahme von Vera Lich¬ģ 80¬†mg abbrechen
Bitte unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung mit Vera Lich¬ģ 80¬†mg nicht, ohne dies vorher mit Ihrem Arzt abgesprochen zu haben.
Eine Beendigung der Behandlung mit Vera Lich¬ģ 80¬†mg sollte nach l√§ngerer Behandlung grunds√§tzlich nicht pl√∂tzlich, sondern ausschleichend erfolgen.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Vera Lich¬ģ 80¬†mg mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Wechselwirkungen von Vera Lich¬ģ 80¬†mg mit folgenden Arzneimitteln m√ľssen beachtet werden:

Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen,
Betarezeptorenblocker,
Arzneimittel zur Inhalationsnarkose
Gegenseitige Verstärkung der Herz-Kreislauf-Wirkungen (höhergradige AV-Blockierungen, höhergradige Senkung der Herzfrequenz, Auftreten einer Herzmuskelschwäche, verstärkte Blutdrucksenkung).
Die gleichzeitige intraven√∂se Gabe von Betarezeptorenblockern darf bei Patienten w√§hrend der Behandlung mit Vera Lich¬ģ 80¬†mg nicht erfolgen (Ausnahme Intensivmedizin) (siehe auch unter ?Vera Lich¬ģ 80¬†mg darf nicht eingenommen werden?).
Blutdrucksenkende Arzneimittel,
harntreibende Arzneimittel (Diuretika),
gefäßerweiternde Arzneimittel (Vasodilatatoren)
Verstärkung des blutdrucksenkenden Effekts.
Digoxin (Wirkstoff zur Erh√∂hung der Herzkraft)Erh√∂hung der Digoxinkonzentration im Blut aufgrund verminderter Ausscheidung √ľber die Nieren. Deshalb sollte vorsorglich auf Anzeichen einer Digoxin√ľberdosierung geachtet werden und, falls notwendig, die Digoxindosis vom Arzt reduziert werden (evtl. nach Bestimmung der Digoxinkonzentration im Blut).
Chinidin (Wirkstoff gegen Herzrhythmusst√∂rungen)Verst√§rkter Blutdruckabfall ist m√∂glich; bei Patienten mit einer bestimmten Herzerkrankung (hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie) kann das Auftreten eines Lungen√∂dems (abnorme Fl√ľssigkeitsansammlung in der Lunge) m√∂glich sein; Erh√∂hung der Konzentration von Chinidin im Blut.
Carbamazepin (Wirkstoff zur Behandlung epileptischer Krampfanfälle)Carbamazepinwirkung wird verstärkt,
Zunahme der nervenschädigenden Nebenwirkungen.
Lithium (Wirkstoff gegen Depressionen)Wirkungsabschwächung von Lithium, Erhöhung der nervenschädigenden Nebenwirkungen.
Muskelrelaxanzien (Arzneimittel zur Muskelerschlaffung)Mögliche Wirkungsverstärkung durch Vera Lich 80 mg.
Acetylsalicylsäure (Wirkstoff zur Behandlung von Schmerzen und gegen die Bildung von Blutgerinnseln)Verstärkte Blutungsneigung.
Ethanol (Alkohol)Verzögerung des Ethanolabbaus und Erhöhung der Konzentration von Ethanol im Blut, somit Verstärkung der Alkoholwirkung durch Vera Lich 80 mg.
Fungistatika (Wirkstoffe zur Behandlung von Pilzerkrankungen wie z. B. Clotrimazol oder Ketoconazol), Proteasehemmstoffe (Wirkstoffe zur Behandlung von HIV wie z. B. Ritonavir oder Indinavir), Wirkstoffe zur Behandlung von Infektionen (Makrolide z. B. Erythromycin oder Clarithromycin) und Cimetidin (Wirkstoff zur Senkung der Magensäureproduktion)Erhöhung der Verapamilhydrochloridkonzentration im Blut und/oder der Konzentration dieser Arzneimittel im Blut durch gegenseitige Beeinflussung des Abbaus.
Phenytoin, Phenobarbital, Carbamazepin (Wirkstoffe zur Behandlung epileptischer Krampfanfälle), Rifampicin (Wirkstoff zur Tuberkulosebehandlung)Senkung der Verapamilhydrochloridkonzentration im Blut und Abschwächung der Wirkung von Verapamilhydrochlorid.
Antiarrhythmika (Arzneimittel gegen Herzrhythmusst√∂rungen wie z.¬†B. Amiodaron oder Chinidin), cholesterinsenkende Arzneimittel (wie z.¬†B. Lovastatin oder Atorvastatin), Midazolam (Wirkstoff zur Behandlung von Angstzust√§nden), Cyclosporin (Wirkstoff zur Unterdr√ľckung der Immunabwehr), Theophyllin (Wirkstoff zur Asthmabehandlung), Prazosin (Wirkstoff zur Behandlung des Bluthochdrucks)Erh√∂hung der Konzentrationen dieser Arzneimittel im Blut.
Simvastatin (Arzneimittel zur Senkung erh√∂hter Blutfette)Bei gleichzeitiger Anwendung von Verapamilhydrochlorid und Simvastatin in h√∂heren Dosen ist das Risiko einer Erkrankung der Muskulatur oder eines Zerfalls von Muskelzellen (Myopathie/Rhabdomyolyse) erh√∂ht. Die Simvastatindosis sollte nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt entsprechend den Herstellerangaben angepasst werden (siehe auch unter ?Besondere Vorsicht bei Einnahme von Vera Lich¬ģ 80¬†mg ist erforderlich?).

Vera Lich¬ģ 80¬†mg sollte daher nicht zusammen mit einem der o.¬†g. Arzneimittel bzw. Wirkstoffe eingenommen werden, ohne dass Ihr Arzt ausdr√ľcklich die Anweisung gegeben hat.
Bei Einnahme von Vera Lich¬ģ 80 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getr√§nken
W√§hrend der Einnahme von Vera Lich¬ģ 80¬†mg sollten Sie m√∂glichst keinen Alkohol trinken, da die Alkoholwirkung durch Vera Lich¬ģ 80¬†mg verst√§rkt wird.
W√§hrend der Einnahme von Vera Lich¬ģ 80¬†mg sollten Sie keine grapefruithaltigen Speisen und Getr√§nke zu sich nehmen. Grapefruit kann die Konzentration von Verapamilhydrochlorid im Blut erh√∂hen.
WELCHE Nebenwirkungen SIND M√ĖGLICH?
Wie alle Arzneimittel kann Vera Lich¬ģ 80¬†mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem Behandelten auftreten m√ľssen.
Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:
Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar
Mögliche Nebenwirkungen:
Stoffwechsel
Gelegentlich: Verminderung der Glukosetoleranz.
Psyche
H√§ufig: M√ľdigkeit, Nervosit√§t.
Nervensystem
H√§ufig: Schwindel, Benommenheit, Missempfindungen wie Kribbeln, Taubheits- und K√§ltegef√ľhl in den Gliedma√üen (Par√§sthesien) und Zittern (Tremor).
Sehr selten: St√∂rungen im Bereich der unwillk√ľrlichen Bewegungsabl√§ufe (extrapyramidale Symptome: Parkinson-Syndrom, Choreoathetose, dystone Syndrome); sie bilden sich nach bisherigen Erfahrungen nach Absetzen von Vera Lich¬ģ 80¬†mg zur√ľck.
Herz-Kreislauf-System
H√§ufig: Entstehung einer Herzmuskelschw√§che bzw. Verschlimmerung einer vorbestehenden Herzmuskelschw√§che, √ľberm√§√üiger Blutdruckabfall und/oder Beschwerden durch Blutdruckabfall beim Wechsel der K√∂rperlage vom Liegen oder Sitzen zum Stehen (orthostatische Regulationsst√∂rungen), Verlangsamung des Herzschlags mit einem Puls unter 50 Schl√§gen pro Minute (Sinusbradykardie), Erregungsleitungsst√∂rung im Herzen (AV-Block I. Grades), Wasseransammlungen im Bereich der Kn√∂chel (Kn√∂chel√∂deme), Gesichtsr√∂te (Flush), Hautr√∂tung und W√§rmegef√ľhl.
Gelegentlich: Herzklopfen (Palpitationen), erhöhte Herzschlagfolge (Tachykardie), schwere Erregungsleitungsstörungen im Herzen (AV-Block II. oder III. Grades).
Sehr selten: Herzstillstand.
Atemwege
Gelegentlich: Verkrampfung der Bronchialmuskulatur (Bronchospasmus).
Ohr und Gleichgewichtsorgan
Gelegentlich: Ohrgeräusche (Tinnitus).
Magen-Darm-Trakt
Sehr h√§ufig: √úbelkeit, V√∂llegef√ľhl, Verstopfung (Obstipation).
Gelegentlich: Erbrechen.
Sehr selten: Darmverschluss (Ileus), Zahnfleischver√§nderungen (Wucherung, Entz√ľndung, Blutung); sie bilden sich nach Absetzen von Vera Lich¬ģ 80¬†mg zur√ľck.
Leber
Gelegentlich: Wahrscheinlich allergisch bedingte Leberentz√ľndung (Hepatitis) mit Erh√∂hung der leberspezifischen Enzyme; sie bildet sich nach Absetzen von Vera Lich¬ģ 80¬†mg zur√ľck.
Haut, Schleimhaut und Bindegewebe (allergische Reaktionen)
Häufig: Allergische Reaktionen wie Hautrötung (Erythem), Juckreiz (Pruritus), Nesselfieber (Urtikaria), Hautauschlag mit Flecken und Papeln (makulopapulöse Exantheme), schmerzhafte Rötungen und Schwellungen der Gliedmaßen (Erythromelalgie).
Selten: Punkt- oder fleckenförmige Haut- bzw. Schleimhautblutungen (Purpura).
Sehr selten: Gewebeschwellungen, vor allem im Gesichtsbereich (angioneurotisches √Ėdem), schwere allergische Hautreaktion mit schwerer St√∂rung des Allgemeinbefindens (Stevens-Johnson-Syndrom), sonnenbrand√§hnliche Hautreaktionen (Photodermatitis).
Bewegungsapparat
Selten: Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Muskelschwäche.
Sehr selten: Verschlimmerung bestimmter Muskelerkrankungen (Myasthenia gravis, Lambert-Eaton-Syndrom, fortgeschrittene Duchenne-Muskeldystrophie).
Brust und Fortpflanzungsorgane
Gelegentlich: Impotenz.
Selten: Vergr√∂√üerung der m√§nnlichen Brustdr√ľse (Gyn√§komastie) unter Langzeitbehandlung bei √§lteren Patienten; sie bildet sich nach bisherigen Erfahrungen nach Absetzen von Vera Lich¬ģ 80¬†mg zur√ľck.
Sehr selten: Erhöhung des die Milchbildung fördernden Hormons (Prolaktin) im Blut, Milchfluss (Galaktorrhö).
Allgemeine Störungen
Häufig: Kopfschmerzen.
Hinweis:
Bei Patienten mit Herzschrittmacher kann eine Funktionsbeeinflussung unter Verapamilhydrochlorid nicht ausgeschlossen werden.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr√§chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren.
Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und dem Blister nach ?Verwendbar bis? angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Aufbewahrungsbedingungen:
Nicht √ľber 25¬†¬įC aufbewahren.

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Weitere Informationen

Was Vera Lich¬ģ 80¬†mg enth√§lt
Der Wirkstoff ist Verapamilhydrochlorid.
1 Filmtablette enthält 80 mg Verapamilhydrochlorid.
Die sonstigen Bestandteile sind:
Lactose-Monohydrat, Maisstärke, Povidon K25, mikrokristalline Cellulose, Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph. Eur.), hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat (Ph. Eur.), Hypromellose, Hyprolose, Macrogol 6.000, Titandioxid.
Inhalt der Packung:
Vera Lich¬ģ 80¬†mg ist in Originalpackungen zu 30 [N1], 50 [N2] und 100 [N3] Filmtabletten erh√§ltlich.
Pharmazeutischer Unternehmer
Winthrop Arzneimittel GmbH
Urmitzer Straße 5
56218 M√ľlheim-K√§rlich
Telefon: (01 80) 2 02 00 10*
Telefax: (01 80) 2 02 00 11*
Hersteller
- Salutas Pharma GmbH, Otto-von-Guericke-Allee 1, 39179 Barleben
- Winthrop Arzneimittel GmbH, Urmitzer Stra√üe 5, 56218 M√ľlheim-K√§rlich
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt √ľberarbeitet im September 2010.
Verschreibungspflichtig
*0,06 ?/Anruf (dt. Festnetz); max. 0,42 ?/min (Mobilfunk).

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Wirkstoff(e) Verapamil
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Winthrop Arzneimittel GmbH
Betäubungsmittel Nein
ATC Code C08DA01
Pharmakologische Gruppe Selektive Calciumkanalblocker mit vorwiegender Herzwirkung

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden