Wirkstoff(e) Verapamil
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Betäubungsmittel Nein
ATC Code C08DA01
Pharmakologische Gruppe Selektive Calciumkanalblocker mit vorwiegender Herzwirkung

Zulassungsinhaber

Wörwag Pharma GmbH & Co. KG

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Isoptin RR Verapamil Abbott GmbH & Co. KG
Veroptinstada 80 mg Filmtabletten Verapamil Stadapharm GmbH
Verasal 80mg Verapamil TAD Pharma GmbH
Verapamil-ratiopharm N 40 mg Filmtabletten Verapamil Ratiopharm GmbH
Veroptinstada 40 mg Filmtabletten Verapamil Stadapharm GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Veragamma¬ģ 120 retard ist ein Calciumkanalblocker.
Veragamma¬ģ 120 retard wird angewendet zur Behandlung des Bluthochdrucks.

Anzeige

Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Veragamma¬ģ 120 retard darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen√ľber dem Wirkstoff Verapamilhydrochlorid oder einen der sonstigen Bestandteile von Veragamma¬ģ 120 retard sind
- wenn Sie einen Herz-Kreislauf-Schock erlitten haben
- wenn Sie einen akuten Herzinfarkt mit Komplikationen, z.B. verlangsamter Herzschlag (Bradykardie), ausgeprägter Blutdruckabfall (Hypotonie), oder eine Herzmuskelschwäche des linken Herzens (Linksherzinsuffizienz), erlitten haben
- wenn bei Ihnen höhergradige Erregungsleitungsstörungen im Herzen zwischen Sinusknoten und Herzvorhof (SA-Block II. und III. Grades) auftreten
- wenn bei Ihnen höhergradige Erregungsleitungsstörungen im Herzen zwischen Herzvorhof und Herzkammern (AV-Block II. und III. Grades) auftreten
- wenn Sie unter einem Sinusknotensyndrom (Herzrhythmusstörungen infolge gestörter Funktion des Sinusknoten) leiden, z.B. verlangsamter Herzschlag auf weniger als 60 Schläge pro Minute oder im Wechsel auftretender verlangsamter oder beschleunigter Herzschlag oder Erregungsleitungsstörungen im Herzen zwischen Sinusknoten und Herzvorhof oder Ausfall der Reizbildung im Sinusknoten (Sinusbradykardie, Bradykardie-Tachykardie-Syndrom, SA-Blockierungen oder Sinusarrest)
- wenn Sie unter einer Herzmuskelschwäche (manifester Herzinsuffizienz) leiden
- wenn Sie unter Vorhofflimmern/-flattern (Herzrhythmusst√∂rungen infolge einer krankhaft erh√∂hten Vorhoferregung) und gleichzeitigem Vorliegen eines WPW-Syndroms (anfallsweise auftretender beschleunigter Herzschlag durch beschleunigte Erregungsleitung zwischen Herzvorhof und Herzkammer √ľber ein zus√§tzlich vorhandenes Erregungsleitungssystem) leiden: es besteht dann ein erh√∂htes Risiko f√ľr die Ausl√∂sung eines beschleunigten Herzschlags in den Herzkammern (Kammertachykardie).
Die gleichzeitige intraven√∂se Gabe von Betarezeptorenblockern darf bei Patienten w√§hrend der Behandlung mit Veragamma¬ģ 120 retard nicht erfolgen (Ausnahme Intensivmedizin) (s. auch unter Abschnitt 2 ?Bei Einnahme/Anwendung von Veragamma¬ģ 120 retard mit anderen Arzneimitteln?).
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Veragamma¬ģ 120 retard ist erforderlich,
- wenn bei Ihnen leichtere Erregungsleitungsstörungen im Herzen zwischen Herzvorhof und Herzkammern (AV-Block I. Grades) auftreten
- wenn Sie niedrigen Blutdruck (systolisch unter 90 mmHg) haben
- wenn Sie einen Ruhepuls unter 50 Schlägen pro Minute (Bradykardie) haben
- wenn bei Ihnen eine stark eingeschränkte Leberfunktion vorliegt (siehe Abschnitt 3. ? Wie ist Veragamma 120 retard einzunehmen??)
- wenn Sie an einer Erkrankung mit beeinträchtigender Übertragung von Nervenimpulsen auf die Muskulatur (wie Myasthenia gravis, Lambert-Eaton-Syndrom, fortgeschrittene Duchenne-Muskeldystrophie) leiden.
Arzneimittelwechselwirkungen:
Bei gleichzeitiger Anwendung von Verapamil und Simvastatin (Arzneimittel zur Senkung erh√∂hter Blutfette)in h√∂heren Tagesdosen kann es zu einer von Simvastatin ausgehenden Erkrankung der Skelettmuskulatur (Myopathie) oder zu einem Zerfall von Muskelzellen (Rhabdomyolyse) kommen. Die Simvastatindosis sollte nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt entsprechend der Herstellerangaben angepasst werden (siehe auch Abschnitt 2 ?Bei Einnahme/Anwendung von Veragamma¬ģ 120 retard mit anderen Arzneimitteln?).
Dieses Arzneimittel enth√§lt Sucrose. Bitten nehmen Sie Veragamma¬ģ 120 retard erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertr√§glichkeit gegen√ľber bestimmten Zuckern leiden.
Die Behandlung des Bluthochdrucks mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle.
Schwangerschaft
Verapamilhydrochlorid, der Wirkstoff aus Veragamma¬ģ 120 retard, ist plazentag√§ngig. Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen mit der Anwendung von Verapamilhydrochlorid w√§hrend der Schwangerschaft vor. Daten √ľber eine begrenzte Anzahl von oral behandelten Schwangeren lassen jedoch nicht auf fruchtsch√§digende Wirkungen von Verapamilhydrochlorid schlie√üen. Tierstudien haben sch√§dliche Auswirkungen von Veragamma¬ģ 120 retard auf die Nachkommen gezeigt.
Daher sollten Sie Veragamma¬ģ 120 retard in den ersten sechs Monaten der Schwangerschaft nicht einnehmen. In den letzten drei Monaten der Schwangerschaft d√ľrfen Sie Veragamma¬ģ 120 retard nur einnehmen, wenn Ihr Arzt dies unter Ber√ľcksichtigung des Risikos f√ľr Mutter und Kind f√ľr zwingend erforderlich h√§lt.
Stillzeit
Sie sollen Veragamma¬ģ 120 retard w√§hrend der Stillzeit nicht einnehmen, da der Wirkstoff in die Muttermilch √ľbergeht. Es gibt Anhaltspunkte daf√ľr, dass Verapamilhydrochlorid in Einzelf√§llen die Prolaktin-Sekretion steigern und eine spontane Milchabsonderung ausl√∂sen kann.
Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:
Veragamma¬ģ 120 retard kann auch bei bestimmungsgem√§√üem Gebrauch das Reaktionsverm√∂gen so weit ver√§ndern, dass die F√§higkeit zur aktiven Teilnahme am Stra√üenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeintr√§chtigt wird. Dies gilt in verst√§rktem Ma√üe bei Behandlungsbeginn, Dosiserh√∂hung und Pr√§paratewechsel oder zu Beginn einer Zusatzmedikation sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Anzeige

Wie wird es angewendet?

Wie ist Veragamma¬ģ 120 retard einzunehmen?
Nehmen Sie Veragamma¬ģ 120 retard immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt Veragamma¬ģ 120 retard nicht anders verordnet hat. Bitte halten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, da Veragamma¬ģ 120 retard sonst nicht richtig wirken kann.
Verapamilhydrochlorid, der Wirkstoff von Veragamma¬ģ 120 retard ist individuell, dem Schweregrad der Erkrankung angepasst zu dosieren. Nach langj√§hriger klinischer Erfahrung liegt die durchschnittliche Dosis bei fast allen Anwendungsgebieten zwischen 240 mg und 360 mg pro Tag.
Eine Tagesdosis von 480 mg sollte als Dauertherapie nicht √ľberschritten werden; eine kurzfristige Erh√∂hung ist m√∂glich.
Erwachsene und Jugendliche √ľber 50 kg K√∂rpergewicht:
Die empfohlene Dosierung liegt bei 240 mg - 480 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag in 2 Einzeldosen, entsprechend:
2-mal t√§glich 1-2 Retardkapseln Veragamma¬ģ 120 retard (entsprechend 240 mg - 480 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag).
Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion wird in Abhängigkeit vom Schweregrad wegen eines verlangsamten Arzneimittelabbaus die Wirkung von Verapamilhydrochlorid verstärkt und verlängert. Deshalb sollte in derartigen Fällen die Dosierung vom Arzt mit besonderer Sorgfalt eingestellt und mit niedrigen Dosen begonnen werden (z.B. bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen zunächst 2-3 mal täglich 40 mg Verapamilhydrochlorid, entsprechend 80 mg - 120 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag).
Art der Anwendung
Zum Einnehmen
Nehmen Sie Veragamma¬ģ 120 retard bitte ungelutscht und unzerkaut mit ausreichend Fl√ľssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser, kein Grapefruitsaft!) am besten zu oder kurz nach den Mahlzeiten ein.
Veragamma¬ģ 120 retard bitte nicht im Liegen einnehmen.
Falls Ihnen Veragamma¬ģ 120 retard wegen Schmerzen und Engegef√ľhl (Angina pectoris) nach einem Herzinfarkt verordnet wurde, d√ľrfen Sie mit der Einnahme erst 7 Tage nach dem akuten Infarktereignis beginnen.
Dauer der Anwendung
Die Dauer der Einnahme ist nicht begrenzt, sie wird vom behandelnden Arzt bestimmt.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Veragamma¬ģ 120 retard zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine gr√∂√üere Menge Veragamma¬ģ 120 retard eingenommen haben als Sie sollten
Folgende Anzeichen und Symptome einer versehentlichen oder beabsichtigten Einnahme zu gro√üer Mengen von Veragamma¬ģ 120 retard k√∂nnen auftreten:
schwerer Blutdruckabfall, Herzmuskelschw√§che, Herzrhythmusst√∂rungen (z.B. verlangsamter oder beschleunigter Herzschlag, St√∂rungen der Erregungsausbreitung im Herzen), die zum Herz-Kreislauf-Schock und Herzstillstand f√ľhren k√∂nnen. Bewusstseinstr√ľbung bis zum Koma, Erh√∂hung des Blutzuckers, Absinken der Kalium-Konzentration im Blut, Abfall des pH-Wertes im Blut (metabolische Azidose), Sauerstoffmangel im K√∂rpergewebe (Hypoxie), Herz-Kreislauf-Schock mit Wasseransammlung in der Lunge (Lungen√∂dem), Beeintr√§chtigung der Nierenfunktion und Kr√§mpfe. Todesf√§lle wurden gelegentlich berichtet.
In diesem Fall ist sofort ein Arzt/Notarzt zu benachrichtigen, der die erforderlichen Maßnahmen einleitet.
Wenn Sie die Einnahme von Veragamma¬ģ 120 retard vergessen haben
Nehmen Sie beim n√§chsten Mal nicht die doppelte Dosis von Veragamma¬ģ 120 retard ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern f√ľhren Sie die Einnahme, wie in der Dosierungsanleitung beschrieben bzw. vom Arzt verordnet fort.
Wenn Sie die Einnahme von Veragamma¬ģ 120 retard abbrechen
Bitte unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung mit Veragamma¬ģ 120 retard nicht, ohne dies vorher mit Ihrem Arzt abgesprochen zu haben.
Eine Beendigung der Behandlung mit Veragamma¬ģ 120 retard sollte nach l√§ngerer Behandlung grunds√§tzlich nicht pl√∂tzlich sondern ausschleichend erfolgen.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Anzeige

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme/Anwendung von Veragamma¬ģ 120 retard mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen oder angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Die Wirkung nachfolgend genannter Wirkstoffe bzw. Pr√§parategruppen kann bei gleichzeitiger Behandlung mit Veragamma¬ģ 120 retard beeinflusst werden.
Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen, Betarezeptorenblocker, Arzneimittel zur Inhalationsnarkose:
gegenseitige Verstärkung der Herz-Kreislauf-Wirkungen (höhergradige AV-Blockierungen, höhergradige Senkung der Herzfrequenz, Auftreten einer Herzmuskelschwäche, verstärkte Blutdrucksenkung).
- die gleichzeitige intraven√∂se Gabe von Betarezeptorenblockern darf bei Patienten w√§hrend der Behandlung mit Veragamma¬ģ 120 retard nicht erfolgen (Ausnahme Intensivmedizin) (s. auch unter Abschnitt 2. ?Veragamma¬ģ 120 retard darf nicht eingenommen/angewendet werden,..?).
Blutdrucksenkende Arzneimittel, harntreibende Arzneimittel (Diuretika), gefäßerweiternde Arzneimittel (Vasodilatatoren):
Verstärkung des blutdrucksenkenden Effekts.
Digoxin (Wirkstoff zur Erhöhung der Herzkraft):
Erh√∂hung der Digoxinkonzentration im Blut aufgrund verminderter Ausscheidung √ľber die Nieren. Deshalb sollte vorsorglich auf Anzeichen einer Digoxin-√úberdosierung geachtet werden und, falls notwendig, die Digoxindosis vom Arzt reduziert werden (evtl. nach Bestimmung der Digoxinkonzentration im Blut).
Chinidin (Wirkstoff gegen Herzrhythmusstörungen):
verst√§rkter Blutdruckabfall ist m√∂glich, bei Patienten mit einer bestimmten Herzerkrankung (hypertropher obstruktiver Kardiomyopathie) kann das Auftreten eines Lungen√∂dems (abnorme Fl√ľssigkeitsansammlung in der Lunge) m√∂glich sein, Erh√∂hung der Konzentration von Chinidin im Blut.
Colchicin (Arzneistoff zur Behandlung der Gicht):
Erhöhung der Plasmaspiegel und Wirkungsverstärkung von Colchicin; Erhöhung
der Neurotoxizität (nervenschädigende Nebenwirkung)
Carbamazepin (Wirkstoff zur Behandlung epileptischer Krampfanfälle):
Carbamazepin-Wirkung wird verstärkt, Zunahme der nervenschädigenden Nebenwirkung.
Lithium (Wirkstoff gegen Depressionen):
Wirkungsabschwächung von Lithium, Erhöhung der nervenschädigenden Nebenwirkung.
Muskelrelaxanzien (Arzneimittel zur Muskelerschlaffung):
M√∂gliche Wirkungsverst√§rkung durch Veragamma¬ģ 120 retard.
Acetylsalicylsäure (Wirkstoff zur Behandlung von Schmerzen und gegen die Bildung von Blutgerinnseln):
Verstärkte Blutungsneigung.
Ethanol (Alkohol):
Verz√∂gerung des Ethanolabbaus und Erh√∂hung der Konzentration von Ethanol im Blut, somit Verst√§rkung der Alkoholwirkung durch Veragamma¬ģ 120 retard.
Fungistatika (Wirkstoffe zur Behandlung von Pilzerkrankungen wie z.B. Clotrimazol oder Ketoconazol), Proteasehemmstoffe (Wirkstoffe zur Behandlung von HIV wie z.B. Ritonavir oder Indinavir), Wirkstoffe zur Behandlung von Infektionen (Makrolide z.B. Erythromycin oder Clarithromycin) und Cimetidin (Wirkstoff zur Senkung der Magensäureproduktion):
Erhöhung der Verapamilhydrochlorid-Konzentration im Blut und/oder der Konzentrationen dieser Arzneimittel im Blut durch (gegenseitige) Beeinflussung des Abbaus.
Phenytoin, Phenobarbital, Carbamazepin (Wirkstoffe zur Behandlung epileptischer Krampfanfälle), Rifampicin (Wirkstoff zur Tuberkulosebehandlung):
Senkung der Verapamilhydrochlorid-Konzentration im Blut und Abschwächung der Wirkung von Verapamilhydrochlorid.
Antiarrhythmika (Arzneimittel gegen Herzrhythmusst√∂rungen wie z.B. Amiodaron oder Chinidin), Cholesterinsenkende Arzneimittel (wie z.B. Lovastatin oder Atorvastatin), Midazolam (Wirkstoff zur Behandlung von Angstzust√§nden), Cyclosporin (Wirkstoff zur Unterdr√ľckung der Immunabwehr), Theophyllin (Wirkstoff zur Asthmabehandlung), Prazosin (Wirkstoff zur Behandlung des Bluthochdrucks):
Erhöhung der Konzentrationen dieser Arzneimittel im Blut.
Simvastatin (Arzneimittel zur Senkung erhöhter Blutfette):
Bei gleichzeitiger Anwendung von Verapamil und Simvastatin in h√∂heren Dosen ist das Risiko einer Erkrankung der Muskulatur oder eines Zerfalls von Muskelzellen (Myopathie/Rhabdomyolyse) erh√∂ht. Die Simvastatindosis sollte nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt entsprechend der Herstellerangaben angepasst werden (siehe auch Abschnitt 2. ?Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Veragamma¬ģ 120 retard ist erforderlich, ...?).
Veragamma¬ģ 120 retard sollte daher nicht zusammen mit einem der o.g. Arzneimittel bzw. Wirkstoffe eingenommen / angewendet werden, ohne dass Ihr Arzt ausdr√ľcklich die Anweisung gegeben hat.
Bei Einnahme von Veragamma¬ģ 120 retard zusammen mit Nahrungsmitteln und Getr√§nken
W√§hrend der Einnahme von Veragamma¬ģ 120 retard sollten Sie m√∂glichst keinen Alkohol trinken, da die Alkoholwirkung durch Veragamma¬ģ 120 retard verst√§rkt wird.
W√§hrend der Einnahme von Veragamma¬ģ 120 retard sollten Sie keine grapefruithaltigen Speisen und Getr√§nke zu sich nehmen. Grapefruit kann die Konzentration von Verapamilhydrochlorid im Blut erh√∂hen.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Veragamma¬ģ 120 retard Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
Häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
Gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten
Selten: weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
Sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle

Bedeutsame Nebenwirkungen oder Zeichen, auf die Sie achten sollten, und Maßnahmen, wenn Sie betroffen sind:
Wenn Sie von einer der nachfolgend genannten Nebenwirkungen betroffen sind, nehmen sie Veragamma¬ģ 120 retard nicht weiter ein und suchen Sie Ihren Arzt m√∂glichst umgehend auf.
Stoffwechsel:
Gelegentlich: Verminderung der Glukosetoleranz.
Psyche:
H√§ufig: M√ľdigkeit, Nervosit√§t.
Nervensystem:
H√§ufig: Schwindel, Benommenheit, Missempfindungen wie Kribbeln, Taubheits- und K√§ltegef√ľhl in den Gliedma√üen (Par√§sthesien) und Zittern (Tremor).
Sehr selten: St√∂rungen im Bereich der unwillk√ľrlichen Bewegungsabl√§ufe extrapyramidale Symptome: Parkinson-Syndrom, Choreoathetose, dystone Syndrome): bilden sich nach bisherigen Erfahrungen nach Absetzen von Veragamma¬ģ 120 retard zur√ľck.
Herz-Kreislauf-System:
H√§ufig: Entstehung einer Herzmuskelschw√§che bzw. Verschlimmerung einer vorbestehenden Herzmuskelschw√§che, √ľberm√§√üiger Blutdruckabfall und/oder Beschwerden durch Blutdruckabfall beim Wechsel der K√∂rperlage vom Liegen oder Sitzen zum Stehen (orthostatische Regulationsst√∂rungen), Verlangsamung des Herzschlags mit einem Puls unter 50 Schl√§gen pro Minute (Sinusbradykardie), Erregungsleitungsst√∂rung im Herzen (AV-Block I. Grades), Wasseransammlungen im Bereich der Kn√∂chel (Kn√∂chel√∂deme), Gesichtsr√∂te (Flush), Hautr√∂tung und W√§rmegef√ľhl.
Gelegentlich: Herzklopfen (Palpitationen) erhöhte Herzschlagfolge (Tachykardie), schwere Erregungsleitungsstörungen im Herzen (AV-Block II. oder III. Grades).
Sehr selten: Herzstillstand.
Atemwege:
Gelegentlich: Verkrampfung der Bronchialmuskulatur (Bronchospasmus).
Ohr und Gleichgewichtsorgan:
Gelegentlich: Ohrgeräusche (Tinnitus).
Magen-Darm-Trakt:
Sehr h√§ufig: √úbelkeit, V√∂llegef√ľhl, Verstopfung (Obstipation)
Gelegentlich: Erbrechen
Sehr selten: Darmverschluss (Ileus), Zahnfleischver√§nderungen (Wucherung, Entz√ľndung, Blutung): bilden sich nach Absetzen von Veragamma¬ģ 120 retard zur√ľck.
Leber:
Gelegentlich: Wahrscheinlich allergisch bedingte Leberentz√ľndung (Hepatitis) mit Erh√∂hung der leberspezifischen Enzyme: bildet sich nach Absetzen von Veragamma¬ģ 120 retard zur√ľck.
Haut, Schleimhaut und Bindegewebe (allergische Reaktionen):
Häufig: Allergische Reaktionen wie Hautrötung (Erythem), Juckreiz (Pruritus), Nesselfieber (Urtikaria), Hautauschlag mit Flecken und Papeln (makulopapulöse Exantheme), schmerzhafte Rötungen und Schwellungen der Gliedmaßen (Erythromelalgie).
Selten: Punkt- oder fleckenförmige Haut- bzw. Schleimhautblutungen (Purpura).
Sehr selten: Gewebeschwellungen, vor allem im Gesichtsbereich(angioneurotisches √Ėdem), schwere allergische Hautreaktion mit schwerer St√∂rung des Allgemeinbefindens (Stevens-Johnson-Syndrom), sonnenbrand√§hnliche Hautreaktionen (Photodermatitis).
Bewegungsapparat:
Selten: Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Muskelschwäche.
Sehr selten: Verschlimmerung bestimmter Muskelerkrankungen (Myasthenia gravis, Lambert-Eaton-Syndrom, fortgeschrittene Duchenne-Muskeldystrophie).
Brust und Fortpflanzungsorgane:
Gelegentlich: Impotenz.
Selten: Vergr√∂√üerung der m√§nnlichen Brustdr√ľse (Gyn√§komastie) unter Langzeitbehandlung bei √§lteren Patienten: bildet sich nach bisherigen Erfahrungen nach Absetzen von Veragamma¬ģ 120 retard zur√ľck.
Sehr selten: Erhöhung des die Milchbildung fördernden Hormons (Prolaktin) im Blut, Milchfluss (Galaktorrhoe).
Allgemeine Störungen:
Häufig: Kopfschmerzen.
Hinweis:
Bei Patienten mit Herzschrittmacher kann eine Funktionsbeeinflussung unter Verapamilhydrochlorid nicht ausgeschlossen werden.
Gegenmaßnahmen
Sollten Sie die oben genannten Nebenwirkungen bei sich beobachten, benachrichtigen Sie Ihren Arzt, damit er √ľber den Schweregrad und die gegebenenfalls erforderlichen weiteren Ma√ünahmen entscheiden kann.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn einer der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr√§chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Anzeige

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren.
Das Verfallsdatum dieser Packung ist auf der Faltschachtel und der Durchdr√ľckpackung aufgedruckt. Verwenden Sie diese Packung nicht mehr nach diesem Datum!

Anzeige

Weitere Informationen

Was Veragamma¬ģ 120 retard enth√§lt
Der Wirkstoff ist: Verapamilhydrochlorid.
1 Retardkapsel enthält 120 mg Verapamilhydrochlorid.
Die sonstigen Bestandteile sind:
Gelatine, Fumarsäure, Talkum, Sucrose, Povidon K 30, Maisstärke, Wasser, Schellack, Titandioxid (E 171), Eisenoxidhydrat (E 172), Indigocarmin (E 132), Erythrosin (E 127)
Inhalt der Packung:
Veragamma¬ģ 120 retard ist in Packungen mit 20 (N1), 50 (N2) bzw. 100 (N3) Retardkapseln erh√§ltlich.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Calwer Str. 7
71034 Böblingen
Tel.: 0703204-0
Fax.: 0703204-31
e-mail: info@woerwagpharma.de
Hersteller
C.P.M Contractpharma
Fr√ľhlingsstra√üe 7
83620 Feldkirchen-Westerham
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt √ľberarbeitet im April 2010

Anzeige

Wirkstoff(e) Verapamil
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Betäubungsmittel Nein
ATC Code C08DA01
Pharmakologische Gruppe Selektive Calciumkanalblocker mit vorwiegender Herzwirkung

Teilen

Anzeige

Ihr persönlicher Arzneimittel-Assistent

afgis-Qualit√§tslogo mit Ablauf Jahr/Monat: Mit einem Klick auf das Logo √∂ffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen √ľber medikamio GmbH & Co KG und sein/ihr Internet-Angebot: medikamio.com/ This website is certified by Health On the Net Foundation. Click to verify.
Medikamente

Durchsuche hier unsere umfangreiche Datenbank zu Medikamenten von A-Z, mit Wirkung und Inhaltsstoffen.

Wirkstoffe

Alle Wirkstoffe mit ihrer Anwendung, chemischen Zusammensetzung und Arzneien, in denen sie enthalten sind.

Krankheiten

Ursachen, Symptome und Behandlungsm√∂glichkeiten f√ľr h√§ufige Krankheiten und Verletzungen.

Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden