Wirkstoff(e) Piroxicam
Zulassungsland Österreich
Hersteller Pfizer Corporation Austria GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 03.12.1981
ATC Code M01AC01
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Nichtsteroidale Antiphlogistika und Antirheumatika

Zulassungsinhaber

Pfizer Corporation Austria GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Felden 20 mg - lösbare Tabletten Piroxicam Pfizer Corporation Austria GmbH
Felden 10 mg - Kapseln Piroxicam Pfizer Corporation Austria GmbH
Felden 0,5% - Gel Piroxicam Pfizer Corporation Austria GmbH
Piroxistad 20 mg Tabs lösbare Tabletten Piroxicam STADA Arzneimittel GmbH
Felden 20 mg - Ampullen Piroxicam Pfizer Corporation Austria GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Eine Felden 20 mg - Kapsel enthÀlt 20 mg Piroxicam als Wirkstoff.

Piroxicam ist ein entzĂŒndungshemmendes, schmerzstillendes und fiebersenkendes Arzneimittel. Es gehört zur Kategorie der sogenannten nicht-steroidalen (kortisonfreien) Anti-Rheumatika (NSAR).

Vor einer Verschreibung von Felden wird Ihr Arzt die Nutzen dieses Arzneimittels gegen das Risiko fĂŒr das Auftreten möglicher Nebenwirkungen abwĂ€gen. Ihr Arzt wird unter UmstĂ€nden einige Untersuchungen bei Ihnen durchfĂŒhren und wird Ihnen auch mitteilen, wie oft Sie untersucht werden mĂŒssen, wĂ€hrend Sie mit Felden behandelt werden.

Felden wird zur Linderung der Beschwerden bei Osteoarthritis (Arthrose, degenerative Gelenkerkrankung), rheumatoider Arthritis und Morbus Bechterew/Spondylitis ankylosans (rheumatische Erkrankung der WirbelsÀule) wie etwa Schwellungen, Steifigkeit und Gelenkschmerzen angewendet. Felden bewirkt keine Heilung der Arthritis und wird Ihnen nur solange helfen, solange Sie es verwenden.

Ihr Arzt wird Ihnen Felden nur dann verschreiben, wenn andere nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) keine zufriedenstellende Linderung der Beschwerden mit sich gebracht haben.

Wegen des verzögerten Erreichens eines konstanten Wirkspiegels ist Felden nicht zur Einleitung der Behandlung von Erkrankungen geeignet, bei denen ein rascher Wirkungseintritt benötigt wird.

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Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Felden darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen den im Felden enthaltenen Wirkstoff Piroxicam, gegen andere Oxicame oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
  • bei Überempfindlichkeit gegen acetylsalicylsĂ€urehaltige Schmerzmittel oder andere Arzneimittel zur Behandlung von rheumatischen Erkrankungen, vor allem dann, wenn bei deren Einnahme Asthma, Nesselausschlag, allergischer Schnupfen oder Schwellungen aufgetreten sind
  • wenn in der Vergangenheit bereits Hautreaktionen (ungeachtet des Schweregrads) auf Piroxicam, andere NSAR oder andere Arzneimittel aufgetreten sind
  • wenn Sie derzeit ein Magen- oder DarmgeschwĂŒr, eine Blutung oder einen Durchbruch (Perforation) im Magen-Darm-Bereich haben
  • wenn Sie bereits einmal ein Magen- oder DarmgeschwĂŒr, eine Blutung oder einen Durchbruch (Perforation) im Magen-Darm-Bereich hatten
  • wenn Sie derzeit oder in Ihrer Vorgeschichte eine Magen-Darm-Erkrankung (Magen- oder DarmentzĂŒndung) haben, welche das Risiko einer Blutung erhöhen kann, wie Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Magen- oder Darmkrebs oder Divertikulitis (entzĂŒndete oder infizierte AusstĂŒlpungen oder „Taschen“ im Dickdarm)
  • wenn Sie andere NSAR einschließlich cyclooxygenase-2 (COX-2)-selektiver NSAR und AcetylsalicylsĂ€ure (eine Substanz, die in vielen Arzneimitteln enthalten ist, die zur Linderung von Schmerzen und zur Fiebersenkung eingesetzt werden) verwenden
  • wenn Sie gerinnungshemmende Arzneimittel, wie etwa Warfarin, zur Vorbeugung gegen Blutgerinnsel verwenden
  • wenn Sie bereits einmal eine schwere allergische Reaktion auf Piroxicam, andere NSAR oder andere Arzneimittel hatten, vor allem ernste Hautreaktionen (ungeachtet ihres Schweregrads) wie etwa exfoliative Dermatitis (starke Hautrötung mit Hautabschuppung oder -abschĂ€lung), Hautreaktionen mit BlĂ€schenbildung (Stevens-Johnson-Syndrom, eine Hautkrankheit mit roten Blasen, wunder, blutiger oder verkrusteter Haut) oder toxische epidermale Nekrolyse (eine Hautkrankheit mit Blasenbildung und AbschĂ€lung der obersten Hautschicht)
  • bei Störungen der Blutbildung
  • bei Störungen der Blutgerinnung
  • bei Hirnblutungen oder anderen bestehenden Blutungen
  • bei schwerer HerzschwĂ€che
  • unmittelbar nach einer Bypass-Operation am Herz
  • bei schweren Störungen der Nieren- oder Leberfunktion
  • wĂ€hrend Schwangerschaft und Stillzeit
  • von Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren (da der Wirkstoffgehalt zu hoch ist)

Falls einer dieser Punkte fĂŒr Sie zutrifft, dĂŒrfen Sie Felden nicht verwenden. Sprechen Sie bitte sofort mit Ihrem Arzt.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Felden einnehmen, da bei der Anwendung von Felden besondere Vorsicht geboten ist.

Die vom Arzt verordneten Einnahmemengen mĂŒssen genau eingehalten werden, da sich die Möglichkeit des Auftretens von Nebenwirkungen, vor allem von seiten des Magen-Darm-Traktes, mit zunehmender Einnahmemenge pro Tag steigert.

Nebenwirkungen können reduziert werden, indem die niedrigste wirksame Dosis ĂŒber den kĂŒrzesten, zur Symptomkontrolle erforderlichen Zeitraum angewendet wird.

Informieren Sie Ihren Arzt ĂŒber Magen- und Darmerkrankungen in Ihrer Vorgeschichte. Ihr Arzt wird auf Grundlage dieser Informationen entscheiden, ob Felden die geeignete Therapie fĂŒr Sie ist.

Wie alle nichtsteroidalen Antirheumatika kann Felden schwerwiegende Reaktionen im Magen-Darm- Bereich wie etwa Schmerzen, Blutung, GeschwĂŒre und Durchbruch (Perforation) verursachen.

Sie mĂŒssen die Anwendung von Felden sofort beenden und einen Arzt verstĂ€ndigen, wenn Sie Magenschmerzen haben oder Anzeichen fĂŒr eine Blutung im Magen oder Darm wie etwa schwarzen oder blutigen Stuhl oder Erbrechen von Blut, oder kaffeesatzartiges Erbrechen, bei sich feststellen.

Sie mĂŒssen die Anwendung von Felden sofort beenden und einen Arzt verstĂ€ndigen, wenn Sie eine allergische Reaktion wie etwa einen Hautausschlag, eine Schwellung im Gesicht, pfeifendes Atmen oder Schwierigkeiten beim Atmen haben.

Falls Sie bereits einmal Probleme mit Arzneimitteln oder Allergien (z.B. Pollenallergie) hatten oder derzeit haben oder wenn Sie sich nicht ganz sicher sind, ob Sie Felden verwenden können, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, bevor Sie dieses Arzneimittel anwenden.

Achten Sie bitte darauf, dass Sie Ihren Arzt ĂŒber alle anderen Arzneimittel informiert haben, die Sie verwenden, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Wirkungen bei Àlteren Personen

Bei Ă€lteren Patienten treten hĂ€ufiger Nebenwirkungen nach Anwendung von NSAR auf, insbesondere Blutungen und DurchbrĂŒche im Magen- und Darmbereich, die unter UmstĂ€nden lebensbedrohlich sein können. Daher ist bei Ă€lteren Patienten eine besonders sorgfĂ€ltige Ă€rztliche Überwachung erforderlich.

Wenn Sie Àlter als 70 Jahre sind, wird Ihr Arzt unter UmstÀnden die Behandlungsdauer reduzieren und Sie wÀhrend der Behandlung mit Felden hÀufiger untersuchen wollen.

Die Anwendung sollte vermieden werden, wenn Sie Àlter als 80 Jahre sind.

Wirkungen am Magen-Darm-Trakt

Bei allen Arzneimitteln mit diesen antirheumatischen Wirkstoffen kann es wĂ€hrend der Therapie zu einer Verschlechterung von Erkrankungen des Magen-Darmtraktes bzw. der Leberfunktion kommen. Deshalb wird der Arzt die Therapie bei diesen Erkrankungen sorgfĂ€ltig ĂŒberwachen bzw. gegebenenfalls die Behandlung mit dem Arzneimittel unterbrechen, weil in sehr seltenen FĂ€llen sowohl eine schwer verlaufende LeberentzĂŒndung als auch MagengeschwĂŒre (durch Blutungen und DurchbrĂŒche) einen lebensgefĂ€hrlichen Verlauf nehmen können.

Wenn Sie Ă€lter als 70 Jahre sind oder andere Arzneimittel wie Kortikosteroide, bestimmte Arzneimittel gegen Depression (auch als selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) bezeichnet) oder Thrombozytenaggregationshemmer wie Aspirin (zur Vermeidung von Blutgerinnsel) verwenden oder Alkohol konsumieren, besteht ein erhöhtes Risiko, dass bei Ihnen wĂ€hrend der Behandlung mit Piroxicam Nebenwirkungen am Magen-Darm-Trakt auftreten. Daher wird Ihnen Ihr Arzt unter UmstĂ€nden eine Kombinationstherapie mit Felden und einem magenschleimhautschĂŒtzenden Arzneimittel verschreiben.

Wirkungen am Herz-Kreislauf-System

Die Anwendung von Arzneimitteln wie Felden könnte mit einem geringfĂŒgig erhöhten Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, verbunden sein. Jedes Risiko steigt mit der Höhe der Dosierung und Dauer der Anwendung. Steigern Sie daher nicht die Ihnen empfohlene Dosierung und/oder Therapiedauer.

Wenn Sie Probleme mit dem Herzen haben, schon einen Schlaganfall hatten oder denken, dass bei Ihnen ein erhöhtes Risiko fĂŒr diese UmstĂ€nde vorliegt (wie z.B.: Bluthochdruck, Diabetes, erhöhte Cholesterinwerte oder wenn Sie Raucher sind), sprechen Sie mit Ihrem Arzt ĂŒber diese Behandlung.

Wirkungen an den Atemwegen

Bei Personen, die an Asthma oder verschiedenen anderen Lungenkrankheiten leiden, wird der Arzt sehr genau prĂŒfen, ob Felden angewendet werden kann.

Wirkungen an den Nieren

In seltenen FĂ€llen können NSAR schwerwiegende Nierenfunktionsstörungen verursachen. Das höchste Risiko fĂŒr eine derartige Reaktion haben Patienten mit chronischer HerzmuskelschwĂ€che,

FlĂŒssigkeitsmangel (z.B. zu geringe Trinkmenge ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum), schweren LeberschĂ€den und bestehenden Nierenkrankheiten. In diesen FĂ€llen wird Ihr Arzt zusĂ€tzliche Untersuchungen anordnen.

Wirkungen an der Leber

Eine LeberschĂ€digung durch NSAR ist möglich. Die ersten Anzeichen einer LeberschĂ€digung können z.B. sein: Übelkeit, Mattigkeit, Juckreiz, Hautausschlag, Oberbauchbeschwerden und/oder grippeĂ€hnliche Beschwerden. Falls diese Beschwerden bei Ihnen auftreten, unterbrechen Sie bitte sofort die Einnahme von Felden und suchen Sie unverzĂŒglich Ă€rztlichen Rat.

Hautreaktionen

Es wurde von potenziell lebensbedrohlichen HautausschlÀgen (Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS-Syndrom), Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse) bei der Verwendung von Felden berichtet. Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse erscheinen zunÀchst als rötliche Flecken mit dunklerem Zentrum oder als kreisförmige Flecken mit zentraler Blasenbildung am Rumpf.

ZusĂ€tzliche Anzeichen, auf die zu achten sind, sind GeschwĂŒre im Bereich Mund, Rachen und Nase, sowie im Genitalbereich; sowie Konjunktivitis (rote und geschwollene Augen).

Diese potenziell lebensbedrohlichen HautausschlĂ€ge gehen oft mit grippeĂ€hnlichen Beschwerden einher. Der Ausschlag kann in eine großflĂ€chige Blasenbildung oder in ein AbschĂ€len der Haut ĂŒbergehen.

Das höchste Risiko fĂŒr das Auftreten von schweren Hautreaktionen besteht wĂ€hrend der ersten Wochen der Behandlung.

Wenn sich bei Ihnen das DRESS-Syndrom, das Stevens-Johnson-Syndrom oder eine toxische epidermale Nekrolyse wÀhrend der Einnahme von Felden entwickelt hat, darf die Behandlung mit Felden zu keinem Zeitpunkt wieder aufgenommen werden.

Wenn Sie einen Hautausschlag oder die genannten Hautsymptome entwickeln, mĂŒssen Sie die Einnahme von Felden sofort beenden, unverzĂŒglich einen Arzt aufsuchen und Ihrem Arzt mitteilen, dass Sie dieses Arzneimittel einnehmen.

Augen

Unter NSAR wie Felden wurden unerwĂŒnschte Reaktionen am Auge beobachtet. Beim Auftreten von Sehstörungen unterbrechen Sie bitte die Behandlung und suchen Sie unverzĂŒglich Ă€rztlichen Rat.

Schlechte Metabolisierer von CYP2C9 Substraten

Bei Patienten, fĂŒr die anhand ihrer Anamnese oder vorhergehender Erfahrungen bekannt ist oder vermutet wird, dass sie schlechte CYP2C9 Metabolisierer sind, sollte Piroxicam mit Vorsicht angewendet werden, da sich aufgrund der verminderten metabolischen Clearance abnormal hohe Plasmaspiegel ergeben könnten.

Anwendung zusammen mit gerinnungshemmenden Arzneimitteln

Die gleichzeitige Anwendung von Felden und gerinnungshemmenden Arzneimitteln zum Einnehmen, wie etwa Warfarin/Cumarin, Apixaban, Dabigatran oder Rivaroxaban, muss vermieden werden, da sich das Risiko fĂŒr Magen-/Darmblutungen und andere Blutungen erhöht.

Sonstige Hinweise

Felden sollte bei bestimmten angeborenen Blutbildungsstörungen (z.B. akute intermittierende Porphyrie) nur unter strenger AbwÀgung des Nutzen-Risiko-VerhÀltnisses angewendet werden.

Operationen

Bei Einnahme von bestimmten Schmerzmitteln (NSAR) wie auch Felden vor operativen Eingriffen ist wegen einer möglichen BeeintrĂ€chtigung der Blutgerinnung der Arzt oder Zahnarzt zu befragen bzw. zu informieren. Unmittelbar nach grĂ¶ĂŸeren chirurgischen Eingriffen sollte Felden nicht angewendet werden.

GewohnheitsmĂ€ĂŸige Einnahme von Schmerzmitteln

kann zur dauerhaften NierenschĂ€digung mit dem Risiko eines Nierenversagens fĂŒhren. Falls Sie hĂ€ufiger Schmerzmittel benötigen, lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten.

Nicht bestimmungsgemĂ€ĂŸer Gebrauch von Schmerzmitteln

Bei lĂ€ngerem Gebrauch von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhöhte Dosen des Arzneimittels behandelt werden dĂŒrfen. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat, wenn Sie trotz der Einnahme von Felden hĂ€ufig unter Kopfschmerzen leiden!

Infektion als Begleiterkrankung

Die Milderung von Schmerzen und die fiebersenkende Wirkung von Felden können die Zeichen einer eventuell vorhandenen Infektion (EntzĂŒndung, z.B. durch Bakterien) verschleiern. Bei Verschlimmerung von Beschwerden oder neu auftretenden Anzeichen einer Infektion (z.B. starke Abgeschlagenheit, unklare Schwellungen und/oder Rötungen, z.B. an einem Gelenk) wĂ€hrend der Behandlung mit Felden suchen Sie bitte unverzĂŒglich einen Arzt auf, um eine eventuell notwendige antiinfektiöse/antibiotische Therapie nicht zu verzögern.

Wenn einer dieser genannten Punkte auf Sie zutrifft bzw. in der Vergangenheit auf Sie zugetroffen hat, besprechen Sie dies bitte mit Ihrem Arzt.

Was ist bei Kindern und Jugendlichen zu berĂŒcksichtigen?

Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren dĂŒrfen Felden nicht einnehmen, da der Wirkstoffgehalt zu hoch ist (siehe Abschnitt 2 Felden darf nicht eingenommen werden).

Laborkontrollen

Bei lĂ€ngerdauernder Anwendung von Felden wird der Arzt Kontrollen von Blut, Leber und Niere veranlassen. Wenn Ihr Arzt Labor- oder andere Untersuchungen anordnet, mĂŒssen diese unbedingt durchgefĂŒhrt werden.

Einnahme von Felden zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kĂŒrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden. Arzneimittel können sich in manchen FĂ€llen gegenseitig beeinflussen. Ihr Arzt wird unter UmstĂ€nden die Anwendung von Felden oder von anderen Arzneimitteln reduzieren oder Sie werden unter UmstĂ€nden andere Arzneimittel verwenden mĂŒssen.

FĂŒr Ihren Arzt ist es besonders wichtig zu wissen, ob Sie folgende Arzneimittel verwenden:

  • AcetylsalicylsĂ€ure oder andere nicht-steroidale Antirheumatika zur Schmerzlinderung (einschließlich sogenannter COX-2-Hemmer)
  • Kortikosteroide, d.h. Arzneimittel zur Behandlung verschiedener Krankheiten wie etwa Allergien oder Störungen im Hormonhaushalt
  • gerinnungshemmende Arzneimittel wie etwa Warfarin/Cumarin, Apixaban, Dabigatran oder Rivaroxaban zur Vermeidung von Blutgerinnseln
  • bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen, die man als selektive Serotonin- Wiederaufnahmehemmer (SSRI) bezeichnet
  • Thrombozytenaggregationshemmer, d.h. Arzneimittel wie Aspirin zur Vermeidung einer Verklumpung der BlutplĂ€ttchen

Falls Sie eines der genannten Arzneimittel anwenden, sprechen Sie bitte sofort mit Ihrem Arzt darĂŒber:

Arzneimittel:Mögliche Reaktionen bei gemeinsamer Anwendung mit Felden:
Andere Schmerz- bzw. Rheumamittel ("NSAR")VerstÀrkung der Nebenwirkungen (Kombination nicht empfohlen)
AcetylsalicylsĂ€ure (schmerz- und entzĂŒndungshemmendes Arzneimittel)Erhöhtes Risiko einer Magen-/DarmschĂ€digung (Kombination nicht empfohlen)
Arzneimittel:Mögliche Reaktionen bei gemeinsamer Anwendung mit Felden:
Andere Schmerz- bzw. Rheumamittel ("NSAR")VerstÀrkung der Nebenwirkungen (Kombination nicht empfohlen)
AcetylsalicylsĂ€ure (schmerz- und entzĂŒndungshemmendes Arzneimittel)Erhöhtes Risiko einer Magen-/DarmschĂ€digung (Kombination nicht empfohlen)

Einnahme von Felden zusammen mit Nahrungsmitteln und GetrÀnken

Vermeiden Sie wÀhrend der Einnahme von Felden möglichst den Genuss von Alkohol, da sich dadurch die MagenvertrÀglichkeit von Felden verschlechtert.

Schwangerschaft, Stillzeit und FortpflanzungsfÀhigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

In der Schwangerschaft und wÀhrend der Stillzeit darf Felden nicht angewendet werden. Im Falle einer Schwangerschaft informieren Sie bitte sofort Ihren Arzt.

Wie andere Arzneimittel, die die Prostaglandinsynthese hemmen, kann Felden es Ihnen erschweren, schwanger zu werden. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie planen schwanger zu werden oder wenn Sie Probleme haben, schwanger zu werden.

VerkehrstĂŒchtigkeit und FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die ReaktionsfĂ€higkeit und VerkehrstĂŒchtigkeit beeintrĂ€chtigen.

Der Wirkstoff Piroxicam in Felden wurde nicht auf seine Auswirkungen auf die VerkehrstĂŒchtigkeit hin untersucht.

Sie dĂŒrfen allerdings keine Fahrzeuge lenken oder gefĂ€hrliche Werkzeuge bzw. Maschinen bedienen, falls Sie Nebenwirkungen bemerken, die die Aufmerksamkeit beeintrĂ€chtigen, wie z.B. MĂŒdigkeit, Sehstörungen oder Schwindel.

Felden enthÀlt Milchzucker (Laktose) und Natrium

Eine Felden 20 mg-Kapsel enthĂ€lt 233,23 mg Milchzucker (Laktose). Bitte nehmen Sie Felden daher erst nach RĂŒcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer ZuckerunvertrĂ€glichkeit leiden.

Dieses Arzneimittel enthĂ€lt weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Kapsel, d. h. es ist nahezu „natriumfrei“.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Zum Einnehmen.

Bitte nehmen Sie die Kapseln zu oder nach den Mahlzeiten unzerkaut mit ausreichend FlĂŒssigkeit ein.

Ihr Arzt wird bei Ihnen regelmĂ€ĂŸige Kontrollen durchfĂŒhren, um sicherzustellen, dass Sie die optimale Dosis von Felden erhalten. Ihr Arzt wird Ihre Behandlung auf die niedrigste Dosis einstellen, mit der Ihre Beschwerden am besten unter Kontrolle sind. Sie dĂŒrfen unter keinen UmstĂ€nden die Dosis Ă€ndern, ohne zuvor mit Ihrem Arzt gesprochen zu haben.

FĂŒr die entsprechende Dosierung stehen StĂ€rken zu 10 und 20 mg Piroxicam zur VerfĂŒgung.

Erwachsene, Jugendliche ab dem vollendeten 15. Lebensjahr und Àltere Patienten:

Die Tageshöchstdosis ist 20 mg Felden (1 Kapsel) in Form einer einzelnen Dosis pro Tag. Falls Sie Àlter als 70 Jahre sind, wird Ihnen Ihr Arzt unter UmstÀnden eine niedrigere Dosis verschreiben oder die Dauer der Behandlung reduzieren.

Die Anwendung ist zu vermeiden, wenn Sie Àlter als 80 Jahre sind.

Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren:

Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren dĂŒrfen Felden nicht einnehmen, da der Wirkstoffgehalt zu hoch ist.

Patienten mit engeschrÀnkter Nieren- oder Leberfunktion:

Ihr Arzt wird sich bei der Dosierung nach dem Schweregrad der BeeintrÀchtigung richten; bei schwerer Organfunktionsstörung ist Felden nicht anzuwenden.

Ihr Arzt kann Ihnen Felden gemeinsam mit einem anderen Arzneimittel verschreiben, um so Ihren Magen und Darm gegen mögliche Nebenwirkungen zu schĂŒtzen.

Die Dosis darf nicht erhöht werden.

Falls Sie das GefĂŒhl haben, dass das Arzneimittel nicht ausreichend wirkt, sprechen Sie bitte immer mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge von Felden eingenommen haben als Sie sollten

Informieren Sie auf alle FĂ€lle einen Arzt, dieser kann entsprechend der Schwere der Überdosierung ĂŒber die gegebenenfalls erforderlichen Maßnahmen entscheiden.

Folgende Beschwerden einer Überdosierung können auftreten: Übelkeit, Erbrechen, Magenschmerzen, Schwindel, Kopfschmerz, Verwirrtheit, Ohrensausen, gesteigerte Atmung. Im spĂ€teren Verlauf kann es zu Bewusstseinsstörungen, Temperaturerhöhung, Kreislauf- und Nierenversagen, Hirn- und Lungenödem sowie gesteigerter Krampfbereitschaft und Koma kommen. Bei Kindern ist eine Unterzuckerung möglich.

Halten Sie eine Packung des Arzneimittels bereit, damit sich der Arzt ĂŒber den aufgenommenen Wirkstoff informieren kann.

Hinweis fĂŒr den Arzt:

Informationen zur Intoxikation durch Piroxicam finden Sie am Ende dieser Gebrauchsinformation

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Wenn Sie die Anwendung von Felden vergessen haben

Holen Sie die Anwendung nach, sobald Sie sich daran erinnern. Falls jedoch fast die Zeit fĂŒr die nĂ€chste Dosis erreicht ist, nehmen Sie bitte die versĂ€umte Dosis nicht ein, sondern setzen Sie die Behandlung einfach mit der nĂ€chsten Dosis zur vorgesehenen Zeit fort. Die Dosis darf nicht verdoppelt werden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen. Sollten Sie die folgenden Nebenwirkungen bei sich beobachten, besprechen Sie das bitte mit Ihrem Arzt, der dann festlegt, wie weiter zu verfahren ist.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden ĂŒblicherweise folgende HĂ€ufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr hÀufig:

kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

HĂ€ufig:

kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Gelegentlich:

kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Selten:

kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

Sehr selten:

kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

Nicht bekannt:

HĂ€ufigkeit auf Grundlage der verfĂŒgbaren Daten nicht abschĂ€tzbar

Mögliche Nebenwirkungen

Bei den folgenden unerwĂŒnschten Arzneimittelwirkungen muss berĂŒcksichtigt werden, dass sie ĂŒberwiegend dosisabhĂ€ngig und interindividuell unterschiedlich sind.

Die am hĂ€ufigsten beobachteten Nebenwirkungen betreffen den Verdauungstrakt. Magen/Zwölffingerdarm-GeschwĂŒre (peptische Ulzera), DurchbrĂŒche (Perforationen) oder Blutungen, manchmal tödlich, können auftreten, insbesondere bei Ă€lteren Patienten (siehe Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“). Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, BlĂ€hungen, Verstopfung, Verdauungsbeschwerden, Bauchschmerzen, Teerstuhl, Bluterbrechen, EntzĂŒndung der Mundschleimhaut mit GeschwĂŒrbildung, Verschlimmerung von Colitis und Morbus Crohn (siehe Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“) sind nach Anwendung berichtet worden. Weniger hĂ€ufig wurde MagenschleimhautentzĂŒndung beobachtet. Insbesondere das Risiko fĂŒr das Auftreten von Magen-Darm-Blutungen ist abhĂ€ngig vom Dosisbereich und der Anwendungsdauer.

Wassereinlagerung (Ödeme), Bluthochdruck, verminderte Fruchtbarkeit bei Frauen und Herzinsuffizienz wurden im Zusammenhang mit NSAR-Behandlung berichtet.

Arzneimittel wie Felden sind möglicherweise mit einem geringfĂŒgig erhöhten Risiko fĂŒr HerzanfĂ€lle (Herzinfarkt) oder SchlaganfĂ€lle verbunden.

Folgende Nebenwirkungen wurden beobachtet:

Sehr hĂ€ufig: Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, BlĂ€hungen, Durchfall, Verstopfung und geringfĂŒgige Magen-Darm- Blutverluste, die in AusnahmefĂ€llen eine Blutarmut (AnĂ€mie) verursachen können.

HĂ€ufig: AnĂ€mie (Blutarmut), Verminderung der roten und/oder weißen Blutkörperchen bzw. BlutplĂ€ttchen (Eosinophilie, Leukopenie, Thrombozytopenie), Appetitlosigkeit oder gesteigerter Appetit, erhöhter Blutzucker, zentralnervöse Störungen wie Kopfschmerzen, Schwindel, MĂŒdigkeit, SchlĂ€frigkeit, Benommenheit, Fieber, Drehschwindel, OhrgerĂ€usche („Ohrensausen“), Bauchbeschwerden, Aufstoßen, VöllegefĂŒhl, Verdauungsstörungen, Magen/Zwölffingerdarm-GeschwĂŒre (peptische Ulzera), unter UmstĂ€nden mit Blutung und Durchbruch, EntzĂŒndung der Mundschleimhaut mit GeschwĂŒrbildung, MagenentzĂŒndung, VerstĂ€rkung einer Dickdarm- oder DĂŒnndarmentzĂŒndung (Morbus Crohn), Gallestauung, LeberentzĂŒndung, Hautausschlag, Juckreiz, Schwitzen, Schwellungen (vor allem am Knöchel), vorĂŒbergehende Erhöhung von Blutharnstoffstickstoff, erhöhte Leberfunktionswerte im Serum, Erhöhung der alkalischen Phosphatase.

Gelegentlich: Störungen der Blutbildung (Agranulozytose, Panzytopenie, Panmyelopathie), allergische Reaktionen (anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktionen), verminderte Blutzuckerwerte, Blutzuckerschwankungen, Schlaflosigkeit, TraumverĂ€nderungen, Depression, Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, NervositĂ€t, Halluzinationen, Erregungs- und VerwirrungszustĂ€nde, Hautkribbeln („Ameisenlaufen“), Sehstörungen (verschwommenes Sehen), Schwellung und Reizung der Augen, Hörstörungen, Schwerhörigkeit , Herzklopfen, Herzjagen, Bluthochdruck, Blut im Stuhl, Erbrechen von Blut (kann kaffeesatzartig aussehen), Gelbsucht, LichtĂŒberempfindlichkeit der Haut mit Juckreiz, Rötung und fleckigen bis blasigen AusschlĂ€gen, allergische Schwellungen, Schwellungen (Ödeme), insbesondere bei Patienten mit Bluthochdruck oder eingeschrĂ€nkter Nierenfunktion; Anstieg von

Nierenwerten, Nierenversagen, NierenentzĂŒndung, Schmerzen beim Urinieren, hĂ€ufiger Harndrang, Blut im Harn, Gewichtsschwankungen, Unwohlsein, grippeartige Symptome (KĂ€ltegefĂŒhl, Muskelschmerzen), vorĂŒbergehende Erhöhung von Nierenfunktionswerten (Kreatinin).

Selten: Verschlimmerung einer bestehenden Kollagenose (eine bestimmte Bindegewebskrankheit), entzĂŒndliche GewebeschĂ€digung (mit Fieber, Lymphknotenschwellung, Rötung, etc.), KrampfanfĂ€lle, Schock und seine Vorstadien, akute HerzschwĂ€che, EntzĂŒndungen der BlutgefĂ€ĂŸe, Haarausfall, Nagelablösung, Nagelwachstumsstörung, akutes Nierenversagen.

Sehr selten: VerstĂ€rkung einer infektionsbedingten EntzĂŒndung (z.B. EntzĂŒndung von Weichteilgewebe mit Absterben von Gewebe) in zeitlichem Zusammenhang mit der allgemeinen Anwendung von nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR). Dies könnte mit dem Wirkmechanismus von NSAR verbunden sein. Die Dauer und StĂ€rke von Blutungen kann durch Felden verlĂ€ngert bzw. verstĂ€rkt sein. Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen, Herzinfarkt, Mund- und Schleimhautblutungen, EntzĂŒndung der BauchspeicheldrĂŒse, EntzĂŒndung der Speiseröhre, Beschwerden im Unterbauch, z. B. blutende DarmentzĂŒndungen zum Teil mit Ausbildung von GeschwĂŒren, Ausbildung von membranartigen Verengungen in DĂŒnn- und Dickdarm, plötzliche LeberentzĂŒndung mit Leberversagen (auch ohne Vorzeichen). Es wurde von lebensbedrohlichen HautausschlĂ€gen (Stevens- Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse) berichtet (siehe Abschnitt 2).

Nicht bekannt: spezielle Form der Blutarmut (aplastische AnĂ€mie, hĂ€molytische AnĂ€mie), Störungen des Wasserhaushaltes (FlĂŒssigkeitsspeicherung), aseptische Meningitis (HirnhautentzĂŒndung), Verkrampfung der Atemwege (Bronchien), Atemnot, Nasenbluten, tödlich verlaufende LeberentzĂŒndung, Angioödem (allergische, schmerzhafte Schwellung von Haut und Schleimhaut v.a. im Gesichtsbereich), Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS- Syndrom), Fixes Arzneimittelexanthem (kann wie runde oder ovale Flecken mit Rötung und Schwellung der Haut aussehen), Blasenbildung (Quaddeln), Juckreiz, HautentzĂŒndung mit Hautablösung, punktförmige Hautblutungen (Henoch- Schönlein-Purpura), Nesselsucht, EntzĂŒndung der Nierenkörperchen, verminderte Fruchtbarkeit bei Frauen, Auftreten von abnormen Antikörpern im Blut, Verminderung des Blutfarbstoffs und der zellulĂ€ren Blutbestandteile ohne offensichtliche Magen-Darm- Blutung.

Unter UmstĂ€nden können Nebenwirkungen auftreten, die ein sofortiges Beenden der Einnahme von Felden und rasche Ă€rztliche Hilfe erfordern, siehe auch: „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“.

Hier folgt eine Zusammenfassung der Anzeichen solcher ernster Nebenwirkungen:

  • Magenbeschwerden, Sodbrennen oder Schmerzen im Bauch
  • Erbrechen von Blut oder kaffeesatzartiges Erbrechen
  • SchwarzfĂ€rbung des Stuhls oder Blut im Urin
  • Hautreaktionen wie Ausschlag oder Juckreiz
  • erschwerte Atmung, Atemnot oder Kurzatmigkeit, Schwellungen im Kopfbereich
  • GelbfĂ€rbung der Haut oder Augen
  • starke Abgeschlagenheit mit Appetitlosigkeit
  • anhaltende Halsschmerzen, Wunden im Mund, Abgeschlagenheit oder Fieber
  • Nasenbluten, Hautblutungen
  • Schwellungen im Gesicht, an den FĂŒĂŸen oder den Beinen
  • verminderte Harnausscheidung mit Schwellungen und Abgeschlagenheit
  • starke Kopfschmerzen oder Nackensteifigkeit
  • Schmerzen in der Brust
  • EintrĂŒbung des Bewusstseins

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fĂŒr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt ĂŒber das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt fĂŒr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen ĂŒber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur VerfĂŒgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

FĂŒr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich auf.

Sie dĂŒrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Felden enthÀlt:

  • Der Wirkstoff ist Piroxicam. Eine Kapsel enthĂ€lt 20 mg Piroxicam.
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Kapselinhalt: Magnesiumstearat, MaisstĂ€rke, Lactose- Monohydrat, Natriumlaurylsulfat (siehe Abschnitt 2, Felden enthĂ€lt Milchzucker (Laktose) und Natrium), KapselhĂŒlle: Gelatine, Titandioxid (E171), Drucktinte Opacode schwarz

Wie Felden aussieht und Inhalt der Packung

Felden Kapseln sind weiße, ca. 1,5 cm lange Hartkapseln mit dem Aufdruck „Pfizer“ auf dem Oberteil und „FEL10“ auf dem Unterteil

Flaschen (HDPE) mit Schraubverschluss (F) zu 10, 30 und 50 Kapseln

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller:

Pharmazeutischer Unternehmer:

Pfizer Corporation Austria Ges.m.b.H., Wien

Hersteller:

Fareva Amboise, 37530 Pocé-sur-Cisse, Frankreich

Z.Nr.: 17.084

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt ĂŒberarbeitet im MĂ€rz 2021.

Die folgenden Informationen sind fĂŒr medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Symptome der Überdosierung:

Im Vordergrund stehen gastrointestinale Reizerscheinungen, wie Nausea, Erbrechen, Magenschmerzen sowie Schwindel, Kopfschmerz, Verwirrtheit, Tinnitus, Hyperventilation mit respiratorischer Alkalose. Im spÀteren Verlauf kommt es zu zentraler DÀmpfung, Hyperpyrexie, respiratorischer und metabolischer Azidose, toxischem Kreislaufversagen, Störungen der Nierenfunktion (HÀmaturie, Proteinurie, akutes Nierenversagen) sowie der Leber (HypoprothrombinÀmie),

Hirn- und Lungenödem, gesteigerter Krampfbereitschaft und Koma. Bei Kindern ist eine HypoglykÀmie möglich.

Therapie bei Überdosierung:

Ein spezifisches Antidot existiert nicht. Die lange Halbwertzeit von Piroxicam ist zu berĂŒcksichtigen. Aufgrund von Tierversuchen ist anzunehmen, dass durch die Gabe von Antazida und Aktivkohle die Ausscheidung von Piroxicam beschleunigt werden kann.

  • PrimĂ€re Giftelimination (vorsichtige MagenspĂŒlung);
  • Überwachung des SĂ€ure-Basen-Haushalts;
  • Elektrolytausgleich, Glukosekorrektur;
  • intensivmedizinische Betreuung (Beatmung, FlĂŒssigkeitszufuhr);
  • Beschleunigung der Ausscheidung (alkalisierte, forcierte Diurese);
  • Gaben von Diazepam bei KrĂ€mpfen;.
  • Verabreichung von Tierkohle (ausschließlich bei Patienten, die bei Bewusstsein sind!) kann die Resorption und Reabsorption von Piroxicam und somit die Gesamtmenge des Wirkstoffes reduzieren.

Obwohl keine diesbezĂŒglichen Untersuchungen vorliegen, dĂŒrfte eine HĂ€modialyse zur Beschleunigung der Elimination aufgrund der starken Proteinbindung von Piroxicam nicht zielfĂŒhrend sein.

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Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: Felden 20 mg - Kapseln - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Piroxicam
Zulassungsland Österreich
Hersteller Pfizer Corporation Austria GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 03.12.1981
ATC Code M01AC01
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Nichtsteroidale Antiphlogistika und Antirheumatika

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