Wirkstoff(e) Hydrocortison
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Teva B.V.
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 16.12.1953
ATC Code H02AB09
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Corticosteroide zur systemischen Anwendung, rein

Zulassungsinhaber

Teva B.V.

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Hydrocortone ist ein sogenanntes ‚ÄěKortisonpr√§parat‚Äú und geh√∂rt zur Gruppe der sogenannten ‚ÄěGlukokortikoide‚Äú. Glukokortikoide sind Hormone der Nebennierenrinde. Sie werden bei Mangelerkrankungen der Nebennierenrinde eingesetzt. Aufgrund ihrer starken entz√ľndungshemmenden Wirkung werden sie auch bei Erkrankungen vieler Organsysteme verwendet.

Hydrocortone Tabletten werden angewendet bei Erkrankungen, die eine Einnahme von Glucocorticoiden notweding machen. Hierzu gehören je nach Erscheinungsform und Schweregrad:

Allergien

  • jahreszeitlich bedingte oder chronisch allergisch bedingte Entz√ľndung der Nasenschleimhaut (Rhinitis)
  • Bronchialasthma
  • allergische Hauterkrankungen (Kontaktdermatitis, atopische Dermatitis, Serumkrankheit)
  • √úberempfindlichkeitsreaktionen auf Arzneimittel

Rheumatische Erkrankungen

  • Rheumatische Gelenkentz√ľndungen (chronische Polyarthritis)
  • Gelenkentz√ľndungen bei Jugendlichen (juvenile Polyarthritis)
  • Schuppenflechte mit entz√ľndlicher Gelenkerkrankung (psoriatrische Arthritis)
  • entz√ľndlich rheumatische Gelenkerkrankungen, z.B. im Bereich der Wirbels√§ule (Spondylitis ankylosans),
  • starke oder m√§√üig starke Schleimbeutelentz√ľndung (akute und subakute Bursitis)
  • schwere, unspezifische Sehnenscheidenentz√ľndung (Tendovaginitis)
  • schwere Entz√ľndung aufgrund von Harns√§urekristallen in den Gelenken (akute Gichtarthritis)
  • verletzungsbedingter Abbau des Gelenksknorpels (posttraumatische Osteoarthrose)
  • Entz√ľndung der Gelenkkapsel (Synovitis bei Arthrose)
  • Tennisarm (Epicondylitis).

Hautkrankheiten

  • blasenbildende Hauterkrankung (Pemphigus)
  • unter der Oberhaut Blasen bildende Hauterkrankung (herpetiforme Dermatitis),
  • schwere Hauterkrankung mit St√∂rung des Allgemeinbefindens, Fieber und schmerzhafter Blasenbildung besonders im Mund-, Augen und Genitalbereich (Stevens-Johnson-Syndrom)
  • Hautentz√ľndung mit gro√üfl√§chiger Schuppung (exfoliative Dermatitis)
  • seltene Krebserkrankung der Haut (Mykosis fungoides)
  • Schuppenflechte (schwere Psoriasis)
  • Hautausschlag meist mit Schuppung auf der Kopfhaut und im Gesicht (schwere seborrhoische Dermatitis)

Augenkrankheiten

  • allergische Bindehautentz√ľndung (Konjunktivitis)
  • Hornhautentz√ľndung (Keratitis)
  • allergisches Hornhautrand-Geschw√ľr (Hornhautrand-Ulzera)
  • Viruserkrankung mit Hautausschlag im Bereich des Gesichts und der Augen (Herpes zoster ophtalmicus)
  • Entz√ľndung der Regenbogenhaut und des Ziliark√∂rpers (Iritis und Iridozyklitis),
  • Entz√ľndung der Netzhaut (Chorioretinitis)
  • Entz√ľndungen der vorderen Augenkammer,
  • Entz√ľndung des hinteren Augenabschnittes im Bereich der Aderhaut und Aderhautentz√ľndung (diffuse Uveitis posterior und Chorioiditis)
  • Sehnerventz√ľndung (Optikusneuritis)
  • Autoimmunerkrankung des Auges (sympathische Ophthalmie)

Hormonelle Störungen durch Nebennierenrindenschwäche

  • angeborene Vergr√∂√üerung der Nebennierenrinde (kongenitale Nebennierenrindenhyperplasie)
  • nicht-eitrige Schilddr√ľsenentz√ľndung (Thyreoiditis)
  • erh√∂hter Kalziumspiegel bei Tumorerkrankungen (Hyperkalz√§mie bei Karzinom)

Erkrankungen der Atmungsorgane

  • Erkrankung des Bindegewebes der Lunge mit Kn√∂tchenbildung (symptomatische Sarkoidose)
  • allergische Entz√ľndungen der Lunge die auf herk√∂mmliche Therapie nicht ansprechen (L√∂ffler-Syndrom)
  • Erkrankung der Lunge aufgrund einer Vergiftung mit dem Metall Beryllium (Berylliose)
  • gewisse Formen von Lungentuberkulose

Blutkrankheiten

  • Autoimmunerkrankung, die zu einer Zerst√∂rung der Blutpl√§ttchen f√ľhrt (idiopathische thrombozytopenische Purpura bei Erwachsenen)
  • Zerst√∂rung der Blutpl√§ttchen aufgrund einer vorangegangenen Erkrankung (sekund√§re Thrombozytopenie bei Erwachsenen)
  • Verschiedene Formen der Blutarmut (erworbene (autoimmune) h√§molytische An√§mie, Erythroblastopenie (Erythrozytenan√§mie), kongenitale (erythroide) hypoplastische An√§mie)

Tumorerkrankungen

Zur Linderung von Beschwerden bei Krebserkrankungen (Leukämie und Lymphom bei Erwachsenen und akute Leukämie bei Kindern).

√Ėdeme/Wassersucht

  • Erkrankung der Nierenk√∂rperchen ohne erkennbare Ursache (nephrotischen Syndrom ohne Ur√§mie vom idiopathischen Typ)

Autoimmunerkrankung mit chronischen Entz√ľndungen der Haut, der Gelenke, dem Nervensystem und den inneren Organen (Lupus erythematodes)

Bestimmte Erkrankungen des Magen-Darmtraktes

chronisch entz√ľndlichen Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa und Enteritis regionalis)

Verschiedene Erkrankungen

  • Hirnhautentz√ľndung aufgrund einer Infektion mit Bakterien (tuberkul√∂se Meningitis)
  • Erkrankung aufgrund einer Infektion mit W√ľrmern, den sog. Trichinen (Trichnose)
  • Bei Verschlechterung einer bestimmten Autoimmunerkrankung (systematischer Lupus)
  • Entz√ľndliche Erkrankung der Skelettmuskeln (Polymyositis)

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Hydrocortone darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Hydrokortison oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • bei Pilzinfektionen die den gesamten K√∂per betreffen.
  • bei Verabreichung von Lebendvirusimpfstoffen (siehe ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚Äú).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Hydrocortone einnehmen, wenn Sie an einer der folgenden Erkrankungen leiden:

  • Tuberkulose
  • Infektionen
  • Viruserkrankungen (besonders Windpocken, G√ľrtelrose (Herpes zoster), Herpes simplex- Infektion des Auges)
  • Herz- und Nierenerkrankungen
  • Knochenschwund (Osteoporose)
  • Muskelschw√§che (Myasthenia gravis)
  • Chronisch-entz√ľndliche Darmerkrankung (Colitis ulcerosa)
  • Zuckerkrankheit (Diabetes)
  • Bluthochdruck
  • Blutgerinnsel (thromboembolische Prozesse)
  • Lymphknotenschwellung nach einer Tuberkulose-Impfung
  • Erh√∂hter Augeninnendruck (Eng- und Weitwinkelglaukom)
  • Pilzinfektionen die den gesamten K√∂rper betreffen

Der Arzt soll √ľber alle anderen eingenommenen Arzneimittel (auch selbst gekaufte) informiert werden. Die Behandlung mit Hydrocortone bedarf der regelm√§√üigen √§rztlichen Kontrolle. Informieren Sie Ihren Arzt √ľber eine bestehende Schwangerschaft.

Besondere Vorsicht ist bei Windpocken geboten, da diese an sich meist harmlose Krankheit bei abwehrgeschwächten Patienten tödlich verlaufen kann. Patienten haben engen Kontakt mit Windpocken, Masern oder Herpes zoster zu vermeiden und bei Kontakt dringend ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Kortikosteroide können Pilzinfektionen, die den gesamten Körper betreffen verschlimmern und sind daher bei Vorliegen solcher Infektionen nur genau nach Anweisung des Arztes einzunehmen.

Mittlere und hohe Dosen Kortison k√∂nnen ein Ansteigen des Blutdrucks, Vermehrte Wasseransammlung im Gewebe (durch Zur√ľckhalten von Natrium und Wasser) und eine erh√∂hte Kaliumausscheidung verursachen, daher sind unter Umst√§nden eine salzarme Di√§t und Kaliumzufuhr erforderlich. Alle Kortikosteroide erh√∂hen die Kalziumausscheidung.

Eine medikament√∂s bedingte Nierenfunktionsst√∂rung kann nach einem zu raschen Absetzen der Kortikosteroide auftreten; diese kann durch eine allm√§hliche Dosisreduzierung abgeschw√§cht werden. Diese Nierenfunktionsst√∂rung kann noch Monate nach dem Absetzen der Therapie andauern. Deshalb sollte in dieser Zeit bei allen Stresssituationen die Kortikosteroidtherapie wiederaufgenommen oder die bestehende Dosis unter Umst√§nden erh√∂ht werden. Patienten sollten diesbez√ľglich √§rztlichen Rat einholen.

Das Absetzen der Kortikosteroide nach l√§ngerer Therapiedauer kann zu Entzugserscheinungen f√ľhren, einschlie√ülich Fieber, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen und Unwohlsein. Diese Beschwerden k√∂nnen auch bei Patienten ohne erkennbare Nierenfunktionsst√∂rung auftreten.

An Patienten, die abwehrschw√§chende Dosen von Kortikosteroiden erhalten, d√ľrfen keine Lebendimpfstoffe verabreicht werden. Wenn solche Patienten mit Impfstoffen, die abget√∂tete Krankheitserreger enthalten, geimpft werden, kann das zu erwartende Ausma√ü der Antik√∂rperbildung nicht erreicht werden. Bei Patienten, die Kortikosteroide als Ersatztherapie ‚Äď z. B. bei einer Unterfunktion der Nebennierenrinde (Morbus Addison) ‚Äď erhalten, k√∂nnen Impfungen jedoch vorgenommen werden.

Die Anwendung von Hydrocortone soll nur bei schwerer Tuberkulose und nur gemeinsam mit einer entsprechenden Therapie erfolgen.

Steroide sind vorsichtig anzuwenden bei: unspezifischen entz√ľndlichen Darmerkrankungen (ulzerative Kolitis) mit M√∂glichkeit eines Durchbruches, bei Abszessen oder anderen eitrigen Infektionen; Entz√ľndung der Darmschleimhaut (Divertikulitis), nach bestimmten Darmoperationen (Darmanastomosen); bei aktivem oder ‚Äěschlafendem‚Äú Magengeschw√ľr, Nierenfunktionsst√∂rung; Bluthochdruck; Knochenschwund (Osteoporose) und Muskelschw√§che (Myasthenia gravis). Bei Patienten, die hohe Dosen von Kortikosteroiden erhalten, k√∂nnen die Beschwerden einer Reizung des Bauchfells nach einem Magen-Darm-Durchbruch gering sein oder ganz fehlen. Ein Gef√§√üverschluss durch in der Blutbahn auftretende Fetttr√∂pfchen (Fettembolie) wurde als eine m√∂gliche Komplikation einer √úberfunktion der Nebennierenrinde berichtet.

Bei Patienten mit krankhafter √úberfunktion der Schilddr√ľse oder Bindegewebsvermehrung infolge einer chronischen Entz√ľndung (Zirrhosen) haben Kortikosteroide eine verst√§rkte Wirkung. Hydrocortone kann bei manchen Patienten die Beweglichkeit und Anzahl der Spermien vermindern.

Kortikosteroide können die Anzeichen einer Infektion verschleiern und es können während der Behandlung mit Hydrocortone neue Infektionen auftreten.

Bei einer bestimmten Form der Malaria (Malaria cerebralis) ist die Anwendung von Kortikosteroiden mit einer Verl√§ngerung des Komas und einer h√∂heren H√§ufigkeit von Lungenentz√ľndung und Blutungen im Magen-Darmtrakt verbunden.

Kortikosteroide k√∂nnen eine ‚Äěschlafende‚Äú Infektion des Darmes (latente Am√∂biasis) aktivieren. Deshalb wird empfohlen, dass bei Patienten, die sich l√§ngere Zeit in den Tropen aufgehalten haben oder an einer ungekl√§rten Durchfallerkrankung leiden, eine latente oder aktive Am√∂biasis vor Beginn eine Kortikosteroidtherapie ausgeschlossen wird.

Eine l√§ngere Anwendung von Hydrocortone kann zu Linsentr√ľbung des Auges (Schalenkatarakten) oder gr√ľnem Star (Glaukom) mit Gefahr einer Sch√§digung des Sehnervs f√ľhren und die Bildung von Augeninfektionen durch Pilze oder Viren beg√ľnstigen. Kortikosteroide sind bei Patienten mit einer Entz√ľndung der Hornhaut des Auges durch eine Herpes simplex Infektion aufgrund der M√∂glichkeit eines Durchbruchs der Hornhaut mit Vorsicht zu verwenden.

Wenn bei Ihnen verschwommenes Sehen oder andere Sehstörungen auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Bei der Behandlung mit Kortikosteroiden zum Einnehmen sind schwere seelische (psychische) Nebenwirkungen m√∂glich, die meist beim Absetzen oder bei Dosisreduktion verschwinden. Bei Verdacht auf derartige Beschwerden soll √§rztlicher Rat eingeholt werden. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn der Gebrauch von Hydrocortone bei Patienten mit bestehenden schweren psychischen St√∂rungen, schweren psychischen St√∂rungen in der Vorgeschichte oder bei Verwandten ersten Grades in Betracht gezogen wird. Dazu geh√∂ren depressive oder manisch-depressive Krankheit und fr√ľhere psychische Nebenwirkungen aufgrund der Therapie mit Kortisonpr√§paraten (Steroidpsychose).

Kinder und Jugendliche

Kortikosteroide f√ľhren zu einer Wachstumsverz√∂gerung im S√§uglingsalter, in der Kindheit und der Jugend. Die Behandlung ist auf die Minimaldosis zu begrenzen. Bei Kleinkindern und Kindern, die unter l√§ngerer Kortikosteroidbehandlung stehen, sind Wachstum und Entwicklung sorgf√§ltig zu √ľberwachen.

Bei der Anwendung von Hydrokortison bei Fr√ľhgeborenen kann eine √úberwachung der Herzfunktion und ‚Äďstruktur erorderlich sein.

Einnahme von Hydrocortone zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen / angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen / anzuwenden, auch wenn es sich um Arzneimittel handelt, die ohne √§rztliche Verschreibung erh√§ltlich sind.

Einige Arzneimittel k√∂nnen die Wirkungen von Hydrocortone verst√§rken und Ihr Arzt wird Sie m√∂glicherweise sorgf√§ltig √ľberwachen, wenn Sie diese Arzneimittel einnehmen (einschlie√ülich einiger Arzneimittel gegen HIV: Ritonavir, Cobicistat).

Informieren Sie Ihren Arzt vor allem dann, wenn Sie folgende Arzneimittel einnehmen:

Phenytoin, Primidon, Carbamazepin (Arzneimittel zur Behandlung von Krampfanf√§llen), Ephedrin (Arzneimittel zur Behandlung von Erk√§ltungen), Rifabutin (Arzneimittel zur Behandlung der Tuberkulose), Adrenalin (Arzneimittel zur Behandlung von schweren allergischen Reaktionen), Barbiturate (Schlafmittel), Rifampicin (Arzneimittel zur Behandlung von Infektionen), Sympathomimetika (Arzneimittel gegen erh√∂hten Blutdruck), Theophyllin (Arzneimittel gegen Bronchialasthma), Herzglykoside (Arzneimittel bei Herzschw√§che), Aminoglutethimid (Stoffe mit Hemmwirkung gegen√ľber den weiblichen Hormonen ‚Äď √Ėstrogenen), Acetylsalicyls√§ure (Arzneimittel gegen Schmerzen), Amphotericin, Ketoconazol (Arzneimittel zur Behandlung von Pilzerkrankungen), Mifepreston (Arzneimittel zum Abbruch einer Schwangerschaft), Methotrexat (Arzneimittel zur Behandlung von Krebs), hormonelle Kontrazeptiva (√∂strogenhaltige Arzneimittel zur Empf√§ngnisverh√ľtung), Mittel gegen Diabetes, zur Blutdrucksenkung, zur Entw√§sserung oder Hemmung der Blutgerinnung (Cumarine).

Aspirin (Acetylsalicylsäure) soll bei Blutgerinnungsstörungen aufgrund eines Kaliummangels (Hypothrombinämie) in Verbindung mit Kortikosteroiden nur mit Vorsicht verabreicht werden.

Entz√ľndungshemmende und schmerzlindernde Arzneimittel wie Aspirin (Acetylsalicyls√§ure) und NSAR (Nicht-steroidale anti-inflammatorische Arzneimittel) sollen nur mit Vorsicht verabreicht werden. Es besteht ein erh√∂htes Risiko f√ľr Magen-Darm-Blutungen und Geschw√ľre, wenn Hydrocortone zusammen mit Aspirin und NSAR gegeben wird.

Phenytoin, Primidon Carbamazepin (Arzneimittel zur Behandlung von Krampfanf√§llen), Ephedrin (Arzneimittel zur Behandlung von Erk√§ltungen), Rifabutin (Arzneimittel zur Behandlung der Tuberkulose), Barbiturate (Schlafmittel), Rifampicin (Arzneimittel zur Behandlung von Infektionen), Sympathomimetika (Arzneimittel gegen erh√∂hten Blutdruck) und Aminoglutethimid (Stoffe mit Hemmwirkung gegen√ľber den weiblichen Hormonen ‚Äď √Ėstrogenen) k√∂nnen den Abbau von Kortikosteroiden verst√§rken und so zu niedrigeren Blutspiegel und verminderter Wirkung f√ľhren, sodass eine Anpassung der Dosis erforderlich sein kann.

Ketoconazol kann alleine die Produktion von Kortikosteroiden in den Nebennieren hemmen und eine Nebennierenrindenschw√§che w√§hrend der Kortikosteroid Absetzung herbeif√ľhren (siehe Abschnitt 2 ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚Äú).

Kortikosteroide wirken Entwässerungstabletten, sogenannten Diuretika entgegen.

Wird Hydrocortone gemeinsam mit kaliumausscheidenden Diuretika (z.B.: Acetazolamid, Schleifendiuretika, Thiazide) verabreicht, so sollte sorgfältig auf die Entwicklung eines Kaliummangels (Hypokaliämie) geachtet werden.

Labortests:
Kortikosteroide können bestimmte Tests zum Nachweis bakterieller Infektionen beeinflussen und falsch-negative Ergebnisse verursachen.

Kortikosteroide können die Wirkung folgender blutdrucksenkender Arzneimittel vermindern: Beta-Blocker, Alpha-Blocker, Kalziumkanalblocker, Clonidin, Diazoxid, Methyldopa, Moxonidin, Nitraten, gefäßerweiternden Antihypertensiva, Nitroprussid, Hydralazin, Minoxidil, adrenergen Neuronenblockern, ACE-Hemmern und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten.

Kortikosteroide erhöhen das Risiko eines Kaliummangels, wenn sie gemeinsam mit bestimmten Arzneimitteln bei Herzschwäche (Herzgykosiden), Theophyllin (Arzneimittel gegen Bronchialasthma) und Beta-2-Sympathomimetika (Arzneimittel gegen erhöhten Blutdruck) verabreicht werden.

Es besteht ein erhöhtes Risiko eines Kaliummangels, wenn Kortikosteroide mit Amphotericin (Arzneimittel zur Behandlung von Infektionen) gegeben werden. Die gleichzeitige Anwendung von Amphotericin zusammen mit Kortikosteroiden ist möglichst zu vermeiden

Die Wirkung von Kortikosteroiden kann durch eine Wechselwirkung mit Mifepriston (Arzneimittel zum Abbruch einer Schwangerschaft) f√ľr 3-4 Tage vermindert werden.

Bestimmte weibliche Geschlechtshormone, z. B. zur Schwangerschaftsverh√ľtung (√∂strogenhaltige Kontrazeptiva) k√∂nnen die Wirkung von Hydrocortone verst√§rken.

Kortikosteroide reduzieren die Aufnahme von Calcium-Salzen.

Möglicherweise hemmt Erythromycin (Arzneimittel zur Behandlung von bakteriellen Infektionen) den Stoffwechsel von Kortikosteroiden, aber nicht, wenn kleine Mengen von Erythromycin lokal eingesetzt werden.

Kortikosteroide wirken dem blutzuckersenkendem Effekt von Antidiabetika (Arzneimittel gegen Zuckerkrankheit) entgegen.

Kortikosteroide können die wachstumsfördernde Wirkung von Somatropin (Wachstumshormon) hemmen.

Hohe Dosen von Kortikosteroiden beeinträchtigen die Immunantwort auf Impfstoffe, daher ist die gleichzeitige Anwendung von Lebendimpfstoffen zu vermeiden.

Kortikosteroide können die Wirkungen von Natriumbenzoat (Konservierungsmittel) und Natriumphenylbutyrat (Arzneimittel zur Behandlung von zu hohem Ammoniumgehalt im Blut) verringern.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft
Ihr Arzt wird entscheiden, ob Sie dieses Arzneimittel während der Schwangerschaft einnehmen können.

Stillzeit
Ihr Arzt wird entscheiden, ob Sie dieses Arzneimittel während der Stillzeit einnehmen können.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Hydrocortone kann Schwindel, Gesichtsfeldausf√§lle, Muskelschwund und Schw√§che verursachen. Patienten, die davon betroffen sind, d√ľrfen kein Fahrzeug lenken oder Maschinen bedienen (siehe Abschnitt 4 ‚ÄěWelche Nebenwirkungen sind m√∂glich?‚Äú).

Hydrocortone enthält Lactose

Bitte nehmen Sie Hydrocortone Tabletten erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunvertr√§glichkeit leiden.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die Tabletten sollen mit Fl√ľssigkeit eingenommen werden.

Ihr Arzt wird die f√ľr Sie geeignete Dosis festlegen.

Hinweis f√ľr den Arzt: Die grunds√§tzlichen Richtlinien zur Therapie mit Hydrocortone befinden sich am Ende dieser Gebrauchsinformation.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

F√ľr Kleinkinder und Kinder wird die empfohlene Dosis im Allgemeinen niedriger sein; die Dosierung soll sich jedoch eher nach der Schwere der Krankheit als nach dem Alter oder K√∂rpergewicht des Patienten richten.

Bei Kleinkindern und Kindern, die unter längerer sogenannter "Kortikosteroidbehandlung" stehen, sind Wachstum und Entwicklung sorgfältig zu beobachten.

Wenn Sie eine größere Menge von Hydrocortone eingenommen haben, als Sie sollten wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.

Wenn Sie die Einnahme von Hydrocortone vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Hydrocortone abbrechen

Beenden Sie die Einnahme Ihrer Hydrocortone Tabletten nicht ohne vorher R√ľcksprache mit Ihrem Arzt zu halten.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Nicht bekannte Nebenwirkungen: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems: erh√∂hte Anzahl an wei√üen Blutk√∂rperchen
  • Erkrankungen des Immunsystems: √úberempfindlichkeit
  • St√∂rungen des Elektrolyt- und Fl√ľssigkeitshaushaltes: Zur√ľckhalten von Natrium und Wasser im K√∂rper, Funktionsst√∂rung des Herzens bei anf√§lligen Patienten, Kaliumverlust, St√∂rung im S√§ure-Basen-Haushalt, hoher Blutdruck.
  • St√∂rungen der Skelettmuskulatur: Muskelschw√§che, Muskelschw√§che aufgrund der Einnahme von Steroiden, Muskelschwund, Verminderung des Knochengewebes, Br√ľche durch Stauchung der Wirbels√§ule, Absterben von Knochengewebe am oberen Enden des Oberschenkels bzw. Oberarmknochens, Br√ľche von R√∂hrenknochen, Sehnenrisse.
  • Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts: Magengeschw√ľre mit Gefahr von Durchbruch und Blutung, Bauchspeicheldr√ľsenentz√ľndung, Bl√§hungen, Speiser√∂hrenentz√ľndung mit Geschw√ľren, Durchbruch des D√ľnn- und Dickdarms, besonders bei Patienten mit entz√ľndlichen Darmerkrankungen, Verdauungsst√∂rung, Pilzinfektion der Speiser√∂hre, √úbelkeit.
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums: Schluckauf
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes: Verz√∂gerte Wundheilung, d√ľnne, leicht verletzliche Haut, punktf√∂rmige Hautblutungen, R√∂tung, erh√∂hte Schwei√üabsonderung, Dehnungsstreifen, sichtbar erweitertes Blutgef√§√ü kurz unter der Hautoberfl√§che, Akne, Verschleierung der Reaktion auf Hauttests, andere Hautreaktionen wie allergisch bedingte entz√ľndliche Reaktion der Haut, Nesselsucht, angioneurotisches √Ėdem (Gewebsschwellung).
  • Psychiatrische Erkrankungen: psychische St√∂rungen, psychische Abh√§ngigkeit, Schlaflosigkeit.
  • Erkrankungen des Nervensystems: Kr√§mpfe, Hirndrucksteigerung mit Schwellung des Sehnervenaustrittes gew√∂hnlich nach der Behandlung (), Schwindel, Kopfschmerzen.
  • Erkrankungen des Hormonsystems: Erh√∂hte oder verringerte Beweglichkeit und Anzahl der Spermien, Menstruationsunregelm√§√üigkeiten, Entwicklung von Cushing-Syndrom (√úberproduktion von Hydrocortison; typische Zeichen sind Vollmondgesicht, Stammfettsucht und Gesichtsr√∂te), beeintr√§chtigtes Wachstum bei Kindern, sekund√§re Nebennierenrinden- und Hirnanhangdr√ľsenschw√§che ‚Äď besonders bei Stresssituationen wie bei Traumen, Operationen oder Krankheiten; verminderte Kohlenhydrattoleranz, Sichtbarwerden von ‚Äěschlafendem‚Äú Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), erh√∂hter Bedarf an Insulin oder Glukostatika zum Einnehmen bei Diabetikern, Haarausfall.
  • Augenerkrankungen: Linsentr√ľbungen, erh√∂hter Augeninnendruck, Schwellung des Sehnervenaustrittes, d√ľnner werden von Hornhaut oder Sklera (Lederhaut), Gr√ľner Star, Glotzauge, Verschlechterung von viralen Augenerkrankungen, verschwommenes Sehen.
  • Herzerkrankungen: Riss im Herzmuskel kurz nach einem Herzinfarkt, Herzschw√§che bei empfindlichen Patienten; Verdickung des Herzmuskels (hypertrophe Kardiomyopathie) bei Fr√ľhgeborenen.
  • Stoffwechsel- und Ern√§hrungsst√∂rungen: Zur√ľckhalten von Natrium und Wasser im K√∂rper, Herzschw√§che bei empfindlichen Patienten, Kaliumverlust, St√∂rung im S√§ure-Basen- Haushalt, Bluthochdruck, erh√∂hte Kalziumausscheidung, negative Stickstoffbilanz infolge Proteinabbaus, Gewichtszunahme, gesteigerter Appetit.
  • Gef√§√üerkrankungen: Gef√§√üverschluss (Thromboembolie), Bluthochdruck
  • Andere Nebenwirkungen: Unwohlsein, Gewichtszunahme

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN √ĖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und auf der Blisterpackung nach ‚ÄěVerwendbar bis:‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Hydrocortone enthält

  • Der Wirkstoff ist Hydrokortison.
    1 Tablette enthält 20 mg Hydrokortison.
  • Die sonstigen Bestandteile sind Lactose-Monohydrat, Maisst√§rke und Magnesiumstearat.

Wie Hydrocortone aussieht und Inhalt der Packung

Weiße, ovale Tabletten mit dem Aufdruck HYD 20 auf einer Seite und einer Bruchkerbe auf der anderen Seite.

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette, um das Schlucken zu erleichtern, und nicht zum Teilen in gleiche Dosen.

PVC/Aluminium Blisterpackung mit 30 Tabletten.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer TEVA B.V.

Swensweg 5 2031 GA Haarlem Niederlande

Tel.Nr.: +43/1/97007-0

Fax-Nr.: +43/1/97007-66 e-mail: info@ratiopharm.at

Hersteller
Tiofarma BV

Benjamin Franklinstraat 9

3261LW Oud-Beijerland

Niederlande

Z.Nr.: 7483

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Oktober 2021.

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Die folgenden Informationen sind f√ľr medizinisches Fachpersonal bestimmt:

F√ľr die Therapie gelten folgende grunds√§tzliche Richtlinien:

Die Dosierung sollte individuell der Schwere der Krankheit und dem therapeutischen Ansprechen des Patienten angepasst werden.

Prim√§re Faktoren zur Bestimmung der Dosis sollten die Schwere der Krankheit, die Prognose, die zu erwartende Krankheitsdauer sowie das Ansprechen des Patienten auf das Arzneimittel sein (f√ľr Kleinkinder und Kinder wird die empfohlene Dosis im Allgemeinen niedriger sein; die Dosierung sollte sich jedoch eher nach der Schwere der Krankheit als nach dem Alter oder K√∂rpergewicht des Patienten richten).

Eine Therapie mit Kortikosteroiden ist eine zus√§tzliche Therapie und kein Ersatz f√ľr die √ľblichen Therapiemethoden, die entsprechend den Indikationen sofort eingeleitet werden sollten.

Wird die Verabreichung f√ľr l√§nger als einige Tage fortgesetzt, so muss entweder die Dosis entsprechend reduziert oder die Therapie schrittweise abgesetzt werden.

Es ist unbedingt notwendig, den Patienten nach Absetzen eines Kortikosteroids weiter zu beobachten, da erneut schwere Manifestationen der behandelten Krankheit auftreten können.

Bei akuten Zuständen, welche eine rasche Besserung erfordern, können kurzfristig hohe Dosen verabreicht werden.

Bei chronischen Erkrankungen, die eine Langzeitbehandlung verlangen, sollte die niedrigste Dosierung, die eine entsprechende, wenn auch nicht immer v√∂llige Besserung bewirkt, verabreicht werden. Wenn eine hohe Dosierung w√§hrend l√§ngerer Zeit als notwendig erachtet wird, m√ľssen die Patienten sorgf√§ltig √ľberwacht werden um festzustellen, ob Zeichen auftreten, die eine Reduzierung der Dosis oder ein Absetzen des Kortikosteroids notwendig machen.

Bei chronischen Erkrankungen kommt es bisweilen zu Phasen einer spontanen Remission. Während solcher Phasen sollte die Therapie mit Kortikosteroiden schrittweise abgesetzt werden.

Bei l√§ngerer Behandlungsdauer sollen die routinem√§√üigen Laboruntersuchungen wie Harnanalyse, Blutzucker zwei Stunden nach Nahrungsaufnahme, Blutdruck- und Gewichtmessung sowie ein Thoraxr√∂ntgen in regelm√§√üigen Abst√§nden durchgef√ľhrt werden. Bei Verabreichung hoher Dosen sind auch periodische Bestimmungen des Serumkaliums empfehlenswert. Bei Patienten mit anamnestisch bekannten Ulzera oder bei Auftreten von Magenschmerzen sollte eine R√∂ntgenaufnahme des oberen Gastrointestinaltraktes gemacht werden.

Die tägliche Dosis sollte in 3 bis 4 Einzelgaben aufgeteilt werden.

Besondere Dosierungshinweise:

Bei chronischen, im Allgemeinen nicht lebensbedrohlichen Krankheiten soll die Therapie mit einer niedrigen Dosis (20 bis 40 mg/Tag) begonnen werden und dann allm√§hlich auf jene kleinste Dosis erh√∂ht werden, die die erw√ľnschte Kontrolle der Symptome bewirkt.

Ist eine entsprechende Kontrolle der Symptome erreicht, so sollte die Therapie mit der niedrigsten Dosis, die eine entsprechende Besserung der Symptomatik bewirkt, fortgesetzt werden, ohne √ľberm√§√üige hormonelle Wirkungen zu verursachen.

Bei chronischer Nebennierenrindeninsuffizienz sollten 10 ‚Äď 20 mg pro Tag ‚Äď oder gelegentlich auch mehr ‚Äď gemeinsam mit 4 ‚Äď 6 g Natriumchlorid oder 1 ‚Äď 3 mg Desoxykortikosteronazetat verabreicht werden. Ist eine sofortige Wirkung notwendig, kann ein l√∂sliches Nebennierenrindenkortikosteroid- Pr√§parat, welches bereits Minuten nach parenteraler Verabreichung wirkt, lebensrettend sein.

Bei angeborener Nebennierenhyperplasie betr√§gt die √ľbliche Tagesdosis 10 ‚Äď 30 mg.

Bei akuten, nicht lebensbedrohlichen Krankheiten liegt der Dosierungsbereich zwischen 60 und 120 mg pro Tag; bei einigen Patienten können jedoch höhere Dosen erforderlich sein. Eine länger dauernde Behandlung ist im Allgemeinen bei solchen Erkrankungen nicht nötig.

Bei chronischen, potentiell letalen Krankheiten, wie systemischer Lupus erythematodes, Pemphigus, symptomatische Sarkoidose, liegt die empfohlene Initialdosis zwischen 60 und 120 mg pro Tag; bei manchen Patienten können jedoch höhere Dosen erforderlich sein.

Bei akuten, lebensbedrohlichen Erkrankungen (z.B. akute rheumatische Karditis, Krise bei systemischem Lupus erythematodes, schwere allergische Reaktionen, Pemphigus, Tumorerkrankungen) sollte die Initialdosis zwischen 100 und 240 mg pro Tag - aufgeteilt auf mindestens 4 Einzelgaben ‚Äď liegen. Um eine entsprechende Kontrolle der Krankheit zu erreichen, kann bei manchen Patienten eine noch h√∂here Dosis erforderlich sein. Ist eine entsprechende Kontrolle der Symptome erreicht, so sollte die Therapie allm√§hlich auf die niedrigste Dosis reduziert werden, welche die therapeutisch erw√ľnschte Wirkung erzielt.

Bei schweren allergischen Reaktionen ist Adrenalin das Mittel der ersten Wahl. Hydrocortone -Tabletten können gleichzeitig oder als Zusatztherapie verabreicht werden.

F√ľr eine massive Therapie gewisser Krankheiten, wie akute Leuk√§mie, nephrotisches Syndrom und Pemphigus liegt die empfohlene Tagesdosis bei 90 mg oder mehr. Patienten, die so hohe Dosen verabreicht erhalten, m√ľssen sorgf√§ltig hinsichtlich des Auftretens von schweren Reaktionen beobachtet werden.

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen f√ľr die Anwendung

Hinweis f√ľr den Arzt:

Kortikosteroide k√∂nnen systemische Pilzinfektionen verschlimmern und sind deshalb nur in Notf√§llen zur Beherrschung von lebensbedrohenden unerw√ľnschten Reaktionen nach Therapie mit Amphotericin B zu geben. Weiters gibt es einzelne Fallberichte, in denen die gemeinsame

Verabreichung von Amphotericin B und Hydrokortison zu Herzvergr√∂√üerung und Herzinsuffizienz f√ľhrte.

In der Literatur gibt es Hinweise auf einen m√∂glichen Zusammenhang zwischen der Anwendung von Kortikosteroiden und einer Ruptur der linken Ventrikelwand und einem kurz zur√ľckliegenden Herzinfarkt; eine Therapie mit Kortikosteroiden ist daher bei diesen Patienten nur unter gro√üer Vorsicht durchzuf√ľhren.

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Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: Hydrocortone - Tabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Hydrocortison
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Teva B.V.
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 16.12.1953
ATC Code H02AB09
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Corticosteroide zur systemischen Anwendung, rein

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