Norfloxacin Sandoz 400 mg - Filmtabletten

Abbildung Norfloxacin Sandoz 400 mg - Filmtabletten
Wirkstoff(e) Norfloxacin
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Sandoz GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 10.11.1993
ATC Code J01MA06
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Chinolone

Zulassungsinhaber

Sandoz GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Norfloxacin-ratiopharm 400 mg Filmtabletten Norfloxacin ratiopharm
Floxacin 400 mg Filmtabletten Norfloxacin STADA Arzneimittel GmbH
Zoroxin - Augentropfen Norfloxacin Laboratoires Thea

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Norfloxacin Sandoz ist ein Bakterien-abtötendes (bakterizides) Antibiotikum/Chemotherapeutikum mit breitem Wirkungsspektrum aus der Gruppe der Fluorchinolone.

Norfloxacin Sandoz wird angewendet bei Infektionen, sofern diese durch bestimmte Bakterien (Norfloxacin-empfindliche Gram-positive oder Gram-negative aerobe Bakterien) hervorgerufen werden:

  • komplizierte wie auch unkomplizierte Infektionen der oberen und unteren Harnwege:
  • unkomplizierte akute Entz√ľndung des Nierenbeckens und der Nieren (Pyelonephritis)
  • bakterielle Entz√ľndungen der Prostata (Prostatitis)
  • unkomplizierte Gonorrh√∂e (Tripper)
  • Infektionen des Gastrointestinaltrakts (z. B. Reisediarrhoe)

Bei Patienten, die eine geschw√§chte k√∂rpereigene Abwehr haben und bei denen die Anzahl an wei√üen Blutzellen (Leukozyten) stark abgesunken ist (schwere Neutropenie), kann Norfloxacin Sandoz zur Vorbeugung von Infektionen mit bestimmten Bakterien (Gram- negativen Bakterien) eingesetzt werden. Norfloxacin unterdr√ľckt spezifische k√∂rpereigene Darmbakterien (die endogene aerobe Darmflora), die bei Patienten mit Neutropenie eine Sepsis (schwere Allgemeininfektion) verursachen k√∂nnen.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Norfloxacin Sandoz darf nicht eingenommen werden

  • wenn Sie allergisch gegen Norfloxacin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind oder bei √úberempfindlichkeit gegen andere Arzneimittel aus der gleichen Stoffklasse (Chinolon-Typ, Gyrasehemmer)
  • wenn Sie schwanger sind oder stillen
  • wenn Sie in Ihrer Vergangenheit Entz√ľndungen oder Abrisse von Sehnen hatten
  • Kinder und Jugendliche im Wachstumsalter
  • wenn Sie Arzneimittel mit dem Wirkstoff Tizanidin einnehmen (siehe unter Abschnitt 2., ‚ÄěEinnahme von Norfloxacin Sandoz zusammen mit anderen Arzneimitteln‚Äú)

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bevor Sie dieses Arzneimittel anwenden

Sie sollten Fluorchinolon-/Chinolon-Antibiotika, einschließlich Norfloxacin Sandoz, nicht anwenden, wenn bei Ihnen in der Vergangenheit bei Anwendung von Chinolonen oder Fluorchinolonen eine schwerwiegende Nebenwirkung aufgetreten ist. In diesem Fall sollten Sie sich so schnell wie möglich an Ihren Arzt wenden.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Norfloxacin Sandoz einnehmen:

  • wenn Sie ein Anfallsleiden (Epilepsie), oder eine andere Vorsch√§digung des Zentralnervensystems (z. B. erniedrigte Krampfschwelle, Krampfanf√§lle in der Vergangenheit, verringerte Hirndurchblutung, Ver√§nderungen in der Gehirnstruktur oder Schlaganfall) haben: Bereits aufgetretene Kr√§mpfe oder andere Risikofaktoren k√∂nnen Sie besonders f√ľr Kr√§mpfe gef√§hrden. Kr√§mpfe wurden gelegentlich bei Patienten unter Norfloxacin Sandoz berichtet, daher sollten Sie Norfloxacin Sandoz nur nach sorgf√§ltiger Nutzen-/Risiko-Abw√§gung des Arztes einnehmen. Bei Patienten mit bekannten oder vermuteten psychiatrischen Erkrankungen, Halluzinationen und/oder Verwirrtheit kann es zur Verschlimmerung der Beschwerden kommen. In seltenen F√§llen traten Nebenwirkungen auf, die das zentrale Nervensystem gef√§hrden (Depressionen oder psychotische Reaktionen bis hin zur Selbstgef√§hrdung).
  • wenn bei Ihnen innerhalb von Minuten oder Stunden nach Einnahme von Norfloxacin Sandoz √úbelkeit, Erbrechen, Durchfall, Juckreiz, Gesichtsr√∂tung oder Atemnot auftreten. Diese Anzeichen k√∂nnen auf eine √úberempfindlichkeitsreaktion hinweisen, die einen lebensbedrohlichen Schock ausl√∂sen kann. √úberempfindlichkeitsreaktionen k√∂nnen gelegentlich auch schon nach Erstanwendung auftreten. Die Einnahme von Norfloxacin ist in diesem Fall sofort abzubrechen und informieren Sie unverz√ľglich einen Arzt, der √ľber die weitere Behandlung entscheiden wird.
  • Selten k√∂nnen bei Ihnen Symptome einer Nervensch√§digung (Neuropathie) auftreten, wie Schmerzen, Brennen, Kribbeln, Taubheitsgef√ľhl und/oder Schw√§che, insbesondere in den F√ľ√üen und Beinen oder H√§nden und Armen. Beenden Sie in diesem Fall die Anwendung von Norfloxacin Sandoz und informieren Sie umgehend einen Arzt, um die Entstehung einer m√∂glicherweise bleibenden Sch√§digung zu vermeiden.
  • wenn das Sehverm√∂gen beeintr√§chtigt wird oder Auswirkungen auf die Augen wahrgenommen werden. Es ist unverz√ľglich ein Augenarzt hinzuzuziehen.
  • wenn bei Ihnen Luftnot unter der Behandlung mit Norfloxacin Sandoz auftritt: Norfloxacin kann eine (unter Umst√§nden bisher unbekannte) Muskelschw√§che (Myasthenia gravis) demaskieren, wodurch eine lebensbedrohliche Schw√§che der Atemmuskulatur ausgel√∂st werden kann. Beim Auftreten von Luftnot ist sofort ein Arzt zu rufen und es sollten sofort entsprechende Vorsichts- und Gegenma√ünahmen eingeleitet werden.
  • da die Einnahme von Norfloxacin zu einer erh√∂hten Lichtempfindlichkeit (Photosensibilit√§t) f√ľhrt: W√§hrend der Behandlung sollten Sie direkte, starke Sonnenbestrahlung, sowie die Benutzung von Solarien vermeiden. Die Behandlung sollte beendet werden, wenn Anzeichen einer Lichtempfindlichkeit (z. B. mit Hautr√∂tung, - schwellung, Blasenbildung) auftreten.
  • bei schweren und anhaltenden Durchf√§llen: In diesen F√§llen ist an eine antibiotikabedingte Entz√ľndung des Dickdarms (pseudomembran√∂se Colitis) zu denken, die lebensbedrohlich sein kann. Nehmen Sie das Arzneimittel nicht wieder ein und informieren Sie sofort Ihren Arzt, sodass ein Erregernachweis durchgef√ľhrt und eine geeignete Therapie eingeleitet werden kann.
  • Schmerzen und Schwellungen in den Gelenken und Entz√ľndungen oder Risse der Sehnen k√∂nnen selten auftreten. Das Risiko hierf√ľr ist bei Ihnen erh√∂ht, wenn Sie √§lter sind (√ľber 60 Jahre), ein Organtransplantat erhalten haben, unter Nierenproblemen leiden oder wenn Sie gleichzeitig mit Kortikosteroiden behandelt werden. Entz√ľndungen und

Risse der Sehnen k√∂nnen innerhalb der ersten 48 Stunden nach Behandlungsbeginn und sogar noch bis zu mehrere Monate nach Absetzen der Norfloxacin Sandoz-Behandlung auftreten. Beim ersten Anzeichen von Schmerz oder Entz√ľndung einer Sehne (zum Beispiel in Fu√ükn√∂chel, Handgelenk, Ellenbogen, Schulter oder Knie) beenden Sie die Anwendung von Norfloxacin Sandoz, wenden Sie sich an Ihren Arzt und stellen Sie den schmerzenden Bereich ruhig. Vermeiden Sie jede unn√∂tige Bewegung, da dies das Risiko eines Sehnenrisses erh√∂hen kann.

‚ÄĘ bei √§lteren Patienten (√ľber 65 Jahre) und Patienten mit eingeschr√§nkter Nierenfunktion: Ihr Arzt wird die Vor- und Nachteile des Einsatzes von Norfloxacin Sandoz im Einzelfall sorgf√§ltig abw√§gen (siehe auch Abschnitt 3. ‚ÄěWie ist Norfloxacin Sandoz einzunehmen?‚Äú). Da die Nierenfunktion meist mit dem Alter abnimmt, geh√∂ren meist √§ltere Patienten zu dieser Patientengruppe. Bei Patienten mit stark eingeschr√§nkter Nierenfunktion kann die Harnkonzentration von Norfloxacin verringert sein, da Norfloxacin in erster Linie √ľber die Nieren ausgeschieden wird.

  • bei Patienten mit Herzrhythmusst√∂rungen (QT-Verl√§ngerung) in der eigenen oder famili√§ren Krankheitsgeschichte: Es wurden seltene F√§lle von Herzrhythmusst√∂rungen unter Chinolonen berichtet. Nach Markteinf√ľhrung wurden extrem seltene F√§lle von bestimmten Herzrhythmusst√∂rungen (Torsade de Pointes) bei Patienten unter Norfloxacin Sandoz berichtet. Obwohl f√ľr Norfloxacin Sandoz kein urs√§chlicher Zusammenhang erwiesen ist, ist besondere Vorsicht geboten. Daher ist eine gleichzeitige Anwendung bestimmter Antiarrhythmika (z. B. Chinidin, Procainamid, Sotalol, Amiodaron) zu vermeiden.
  • bei der Einnahme von Cisaprid (Arzneimittel zur Behandlung von Magenbeschwerden), Erythromycin (Antibiotikum), Neuroleptika (Arzneimittel zur Behandlung psychischer Erkrankungen) oder trizyklischen Antidepressiva ist ebenfalls Vorsicht geboten.
  • Wenn Sie oder ein Familienmitglied an einer bestimmten angeborenen Stoffwechselerkrankung leiden, bei der die Patienten nach der Einnahme bestimmter Arzneimittel eine Blutarmut (An√§mie) entwickeln (Glucose-6-Phosphat- Dehydrogenase-Mangel), ist besondere Vorsicht geboten.
  • bei Patienten mit vorgesch√§digter Leber: Bei diesen Patienten kann es zu einem vor√ľbergehenden Anstieg bestimmter Leberenzyme (Transaminasen und der alkalischen Phosphatase) sowie zur cholestatischen Gelbsucht kommen.
  • da es, wie bei allen Antibiotika, bei l√§ngerdauernder Antibiotikatherapie mit Norfloxacin zu

einer Selektion unempfindlicher Erreger kommen kann. Auf das Auftreten von resistenten Bakterien bzw. Pilze ist daher zu achten.

  • bei Herzproblemen: Bei der Einnahme dieser Art von Arzneimittel ist Vorsicht geboten, wenn Sie an einer angeborenen Verl√§ngerung des QT-Intervalls leiden (sichtbar in einem EKG, einer elektrischen Aufnahme des Herzens) oder wenn es in Ihrer Familie derartige F√§lle gibt, wenn Sie an einer St√∂rung des Salzhaushaltes im Blut leiden (vor allem niedrige Spiegel von Kalium oder Magnesium im Blut), wenn Sie einen sehr langsamen Herzrhythmus (genannt ‚ÄěBradykardie‚Äú), ein schwaches Herz (‚ÄěHerzinsuffizienz‚Äú) oder einen Herzinfarkt (‚ÄěMyokardinfarkt‚Äú) erlitten haben.
    Auch wenn Sie weiblich oder √§lter sind, oder wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, die eine Ver√§nderung des EKG bewirken (siehe Abschnitt ‚ÄěEinnahme von Norfloxacin Sandoz zusammen mit anderen Arzneimitteln‚Äú), sollten Sie besonders vorsichtig sein.
  • wenn bei Ihnen eine Vergr√∂√üerung oder ‚ÄěAusbuchtung‚Äú eines gro√üen Blutgef√§√ües (Aortenaneurysma oder peripheres Aneurysma eines gro√üen Gef√§√ües) diagnostiziert wurde
  • wenn Sie in der Vergangenheit eine Aortendissektion (einen Riss in der Wand der Hauptschlagader) erlitten haben
  • wenn bei Ihnen undichte Herzklappen (Herzklappeninsuffizienz) diagnostiziert wurden
  • wenn in Ihrer Familiegeschichte Aortenaneurysmen oder Aortendissektionen oder angeborene Herzklappenfehler, oder sonstige Risikofaktoren oder vorbelastende

Umst√§nde bekannt sind (z. B. Bindegewebserkrankungen wie das Marfan-Syndrom oder die Ehlers-Danlos-Krankheit, Turner-Syndrom, Sj√∂gren-Syndrom [eine entz√ľndliche Autoimmunkrankheit], oder Gef√§√üerkrankungen wie Takayasu-Arteriitis,

Riesenzellarteriitis, Beh√ßet-Krankheit, Bluthochdruck oder bekannte Atherosklerose, rheumatoide Arthritis [Erkrankung der Gelenke] oder Endokarditis [Herzinnenhautentz√ľndung])

  • Infektionen:
    Bei Verdacht auf eine systemische Infektion ist Norfloxacin Sandoz aufgrund der relativ niedrigen systemischen Verf√ľgbarkeit zur Behandlung von Harnwegsinfektionen nicht geeignet.
  • Chinolon-Antibiotika k√∂nnen sowohl einen Anstieg Ihres Blutzuckerspiegels √ľber den Normalwert (Hyperglyk√§mie) als auch eine Senkung Ihres Blutzuckerspiegels unter den Normalwert (Hypoglyk√§mie) verursachen, was in schwerwiegenden F√§llen m√∂glicherweise zu Bewusstlosigkeit (hypoglyk√§misches Koma) f√ľhren kann (siehe Abschnitt 4). Das ist wichtig f√ľr Patienten mit Diabetes. Wenn Sie Diabetiker sind, sollte Ihr Blutzuckerspiegel sorgf√§ltig √ľberwacht werden.

Während der Einnahme von Norfloxacin Sandoz:

  • Wenn Sie pl√∂tzliche schwere Bauch-, Brust- oder R√ľckenschmerzen versp√ľren, die die Symptome eines Aortenaneurysmas (Ausbeulung der Aortenwand) und einer Dissektion (Aufspaltung der Schichten der Aortenwand) sein k√∂nnen, suchen Sie sofort eine Notaufnahme auf. Ihr Risiko kann bei gleichzeitiger Behandlung mit systemischen Kortikosteroiden erh√∂ht sein.
  • Sollten Sie pl√∂tzlich unter Atemnot leiden, besonders, wenn Sie flach in Ihrem Bett liegen, oder eine Schwellung Ihrer Fu√ügelenke, F√ľ√üe oder des Bauchs bemerken, oder neu auftretendes Herzklopfen versp√ľren (Gef√ľhl von schnellem oder unregelm√§√üigem Herzschlag), sollten Sie unverz√ľglich einen Arzt benachrichtigen.

Vorausgesetzt, dass bei Ihnen keine Herz- oder Nierenprobleme vorliegen, sollten Sie w√§hrend der Einnahme dieses Arzneimittels viel trinken. Dieses Arzneimittel kann bei Ihnen eine Nierenst√∂rung verursachen, die als ‚ÄěKristallurie‚ÄĚ bezeichnet wird und zur Bildung kleiner Kristalle im Urin f√ľhrt. Diese Kristalle sind mit blo√üem Auge nicht sichtbar. Die Einnahme von reichlich Fl√ľssigkeit kann dazu beitragen, diesem Ereignis vorzubeugen.

Anhaltende, die Lebensqualität beeinträchtigende und möglicherweise bleibende schwerwiegende Nebenwirkungen

Fluorchinolon-/Chinolon-Antibiotika, einschlie√ülich Norfloxacin Sandoz, wurden mit sehr seltenen, aber schwerwiegenden Nebenwirkungen in Verbindung gebracht, von denen einige langanhaltend (√ľber Monate oder Jahre andauernd), die Lebensqualit√§t beeintr√§chtigend oder m√∂glicherweise bleibend sind. Dazu geh√∂ren Sehnen-, Muskel- und Gelenkschmerzen der oberen und unteren Gliedma√üen, Schwierigkeiten beim Gehen, ungew√∂hnliche Empfindungen wie Kribbeln, Prickeln, Kitzeln, Taubheitsgef√ľhl oder Brennen (Par√§sthesie), sensorische St√∂rungen einschlie√ülich Beeintr√§chtigung des Seh-, Geschmacks-, Riech- und H√∂rverm√∂gens, Depression, eingeschr√§nktes Erinnerungsverm√∂gen, starke Erm√ľdung und starke Schlafst√∂rungen.

Wenn Sie bei Anwendung von Norfloxacin Sandoz eine dieser Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt, bevor Sie mit der Behandlung fortfahren. Sie und Ihr Arzt werden entscheiden, ob die Behandlung fortgesetzt werden soll, möglicherweise auch mit einem Antibiotikum aus einer anderen Wirkstoffgruppe.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft:

Schwangere d√ľrfen Norfloxacin Sandoz nicht einnehmen, da keine ausreichenden Erfahrungen √ľber die Sicherheit der Anwendung in der Schwangerschaft vorliegen. Aufgrund von Ergebnissen aus Tierversuchen k√∂nnen Gelenksknorpelsch√§digungen beim noch nicht erwachsenen Organismus nicht v√∂llig ausgeschlossen werden.

Tierversuche haben keine Hinweise auf Missbildungen (teratogene Wirkungen) ergeben. Norfloxacin, der Wirkstoff von Norfloxacin Sandoz, tritt in Nabelschnurblut und Fruchtwasser √ľber.

Stillzeit:

W√§hrend der Stillzeit darf Norfloxacin Sandoz nicht angewendet werden, da nicht bekannt ist, ob Norfloxacin in die Muttermilch ausgeschieden wird und evtl. wie andere Chinolonantibiotika in die Muttermilch √ľbergehen kann.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsf√§higkeit und Verkehrst√ľchtigkeit beeintr√§chtigen.

Norfloxacin Sandoz kann auch bei bestimmungsgem√§√üem Gebrauch das Reaktionsverm√∂gen so weit ver√§ndern, dass die F√§higkeit zur aktiven Teilnahme am Stra√üenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeintr√§chtigt wird. Dies gilt besonders zu Beginn der Behandlung, bei Dosissteigerung oder Pr√§parat Wechsel, sowie in verst√§rktem Ma√üe im Zusammenwirken mit Alkohol. Norfloxacin Sandoz kann Schwindel und Benommenheit verursachen. Daher sollten Sie wissen, wie Sie auf Norfloxacin Sandoz reagieren, bevor Sie ein Fahrzeug lenken, Maschinen bedienen oder andere T√§tigkeiten aus√ľben, die Aufmerksamkeit und Koordination erfordern.

Norfloxacin Sandoz enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enth√§lt weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis (enthalten im sonstigen Bestandteil Carboxymethylst√§rke Natrium), d.h. es ist nahezu ‚Äěnatriumfrei‚Äú.

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Wie wird es angewendet?

Wie ist Norfloxacin Sandoz einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind. Ferner ist zu beachten,

DiagnoseDosierungDauer der Einnahme
unkomplizierte Infektionen der unteren Harnwege (z. B. Harnblasenentz√ľndung)2-mal 1 Filmtablette Norfloxacin Sandoz (entsprechend 2-mal 400 mg Norfloxacin) pro Tag3 Tage
Harnwegsinfektionen2-mal 1 Filmtablette Norfloxacin Sandoz (entsprechend 2-mal 400 mg Norfloxacin) pro Tag7 - 10 Tage¬Ļ
komplizierte Harnwegsinfektionen2-mal 1 Filmtablette Norfloxacin Sandoz (entsprechend 2-mal 400 mg Norfloxacin) pro Tagnormalerweise 2-3 Wochen
bakterielle Entz√ľndungen der Vorsteherdr√ľse (Prostatitis)2-mal 1 Filmtablette Norfloxacin Sandoz (entsprechend 2-mal 400 mg Norfloxacin) pro Tag4 Wochen
akute Gonorrhöe (Tripper)2 Filmtabletten Norfloxacin Sandoz zusammen als Einmalgabe (entsprechend einmal 800 mg Norfloxacin)1 Tag (Einmalgabe)
bakterielle Darmentz√ľndungen (Enteritiden)2-mal 1 Filmtablette Norfloxacin Sandoz (entsprechend 2-mal 400 mg Norfloxacin) pro Tag5 Tage¬≥
Prophylaxe von Infektionen bei immunsupprimierten Patienten mit verminderter Anzahl an wei√üen Blutzellen (Neutropenie)3-mal 1 Filmtablette Norfloxacin Sandoz (entsprechend 3-mal 400 mg Norfloxacin) pro Tagf√ľr die Dauer der Neutropenie4
  1. Bestimmte Symptome einer Harnwegsinfektion, wie Brennen beim Wasserlassen oder Fieber und Schmerzen, bessern sich bereits nach 1 - 2 Tagen. Trotzdem ist die volle empfohlene Therapiedauer einzuhalten.
  2. Eine Behandlungsdauer √ľber 3 Wochen erfordert eine Bewertung des Ansprechens des Patienten auf die Behandlung unter Ber√ľcksichtigung jeweils geltender Richtlinien hinsichtlich der sachgerechten Anwendung und Verordnung von Antibiotika sowie der Gefahr einer Resistenzbildung.
  3. In der Therapie von Infektionen mit Salmonella typhi sind 3-mal 400 mg/pro Tag √ľber 14 Tage zu verabreichen.
  4. Es liegen zurzeit keine Erkenntnisse √ľber eine Therapiedauer von mehr als 8 Wochen vor.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Norfloxacin Sandoz darf bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren in der Wachstumsphase nicht angewendet werden.

Dosierung bei älteren Patienten:

Bei älteren Patienten mit normaler Nierenfunktion ist eine Dosisanpassung nicht notwendig.

Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion:

Ihr Arzt entscheidet √ľber die Dosierung abh√§ngig davon wie gut Ihre Nieren funktionieren.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Die Filmtabletten sollen unzerkaut mit reichlich Fl√ľssigkeit eingenommen werden.

Die Filmtabletten sind 1 Stunde vor oder 2 Stunden nach einer Mahlzeit einzunehmen.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Norfloxacin Sandoz zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge von Norfloxacin Sandoz eingenommen haben, als Sie sollten

Erfahrungen mit √úberdosierungen von dem Wirkstoff Norfloxacin liegen bisher nicht vor. Wenn Sie mehr Filmtabletten auf einmal eingenommen haben, als Ihr Arzt Ihnen verschrieben hat, benachrichtigen Sie bitte sofort einen Arzt. Im Falle einer √úberdosierung, die erst kurze Zeit zur√ľckliegt, nehmen Sie eine Kalzium haltige L√∂sung (z. B. Milchprodukte oder Joghurt) ein, da dadurch Norfloxacin vermindert aufgenommen wird. Ihr Arzt wird Sie sorgf√§ltig beobachten und gegebenenfalls eine unterst√ľtzende Behandlung einleiten. F√ľr eine ausreichende Fl√ľssigkeitszufuhr sollte gesorgt werden.

Wenn Sie die Einnahme von Norfloxacin Sandoz vergessen haben

Nehmen Sie die √ľbliche Dosis schnellstm√∂glich ein und setzen Sie anschlie√üend die Behandlung, wie verordnet, fort. Ist jedoch fast der Zeitpunkt f√ľr die Einnahme der n√§chsten Dosis gekommen, nehmen Sie die vergessene Dosis nicht ein, sondern fahren Sie, wie gewohnt, mit der Einnahme fort. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Achten Sie darauf, dass Sie den Behandlungsverlauf vollst√§ndig durchf√ľhren.

Wenn Sie die Einnahme von Norfloxacin Sandoz abbrechen

Eine bakterielle Infektion kann mit Norfloxacin Sandoz nur geheilt werden, wenn Sie das Arzneimittel √ľber den vorgeschriebenen Zeitraum regelm√§√üig einnehmen, da nur dann ausreichende Wirkstoff-Konzentrationen aufrechterhalten werden.

Auch wenn eine Besserung der Krankheitssymptome oder Beschwerdefreiheit eintritt, darf die Behandlung mit Norfloxacin Sandoz keinesfalls ohne ärztliche Anweisung geändert oder abgebrochen werden, um eine erneute Verschlechterung bzw. das Wiederauftreten der Krankheit zu vermeiden.

Wenn Sie die Behandlung mit Norfloxacin Sandoz wegen Nebenwirkungen unterbrechen oder vorzeitig abbrechen, informieren Sie bitte umgehend Ihren Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Einnahme von Norfloxacin Sandoz zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Anderes ArzneimittelWechselwirkungEmpfehlung
Antazida (Arzneimittel zur Neutralisierung der Magensäure)stark verringerte Aufnahme von NorfloxacinNorfloxacin 2 Stunden vor oder mindestens 4 Stunden nach der Einnahme von Antazida einnehmen
Ciclosporin (Mittel zur Unterdr√ľckung der Immunabwehr)erh√∂hter Ciclosporin- Spiegel√úberwachung der Ciclosporin-Therapie, vor allem der Nierenfunktion
Koffeinverminderte Ausscheidung von KoffeinEinnahme koffeinhältiger Arzneimittel oder Substanzen vermeiden
Diazepam (Beruhigungsmittel)erhöhter Diazepam-Spiegesorgfältige Überwachung der Diazepam-Thera
Didanosin (Arzneimittel f√ľr HIV-infizierte Patienten)verringerte Aufnahme von NorfloxacinNorfloxacin 2 Stunden vor oder mindestens 4 Stunden nach der Einnahme von Didanosin einnehmen
Eisen-Präparatestark verringerte Aufnahme von NorfloxacinNorfloxacin 2 Stunden vor oder mindestens 4 Stunden nach der Einnahme von Eisen-Präparaten einnehmen
Fenbufen (entz√ľndungshemmendes Rheumamittel)erh√∂htes Risiko von Krampfanf√§llengleichzeitige Therapie nur mit Vorsicht
Glibenclamid (Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes (Zuckerkrankheit)); Glyburidverstärkte Wirkung von Glibenclamid bzw. GlyburidÜberwachung des Blutzuckerspiegels
hormonelle Verh√ľtungsmittel ("Anti-Baby-Pille")verringerte Wirksamkeit der "Anti-Baby-Pille"zus√§tzliche nicht-hormonale empf√§ngnisverh√ľtende Methoden anwenden
Kalzium-Präparatestark verringerte Aufnahme von NorfloxacinNorfloxacin 2 Stunden vor oder mindestens 4 Stunden nach der Einnahme von Kalzium-Präparaten einnehmen
Methotrexat (Arzneimittel zur Behandlung von Krebserkrankungen)erhöhter Methotrexat- Spiegelsorgfältige Überwachung der Patienten auf Methotrexat- bedingte toxische Nebenwirkungen
Mexiletin (Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen)erhöhter Mexiletin-SpiegelÜberwachung der Mexiletin- Therapie, vor allem der Nebenwirkungen
Anderes ArzneimittelWechselwirkungEmpfehlung
Antazida (Arzneimittel zur Neutralisierung der Magensäure)stark verringerte Aufnahme von NorfloxacinNorfloxacin 2 Stunden vor oder mindestens 4 Stunden nach der Einnahme von Antazida einnehmen
Ciclosporin (Mittel zur Unterdr√ľckung der Immunabwehr)erh√∂hter Ciclosporin- Spiegel√úberwachung der Ciclosporin-Therapie, vor allem der Nierenfunktion
Koffeinverminderte Ausscheidung von KoffeinEinnahme koffeinhältiger Arzneimittel oder Substanzen vermeiden
Diazepam (Beruhigungsmittel)erhöhter Diazepam-Spiegesorgfältige Überwachung der Diazepam-Thera
Didanosin (Arzneimittel f√ľr HIV-infizierte Patienten)verringerte Aufnahme von NorfloxacinNorfloxacin 2 Stunden vor oder mindestens 4 Stunden nach der Einnahme von Didanosin einnehmen
Eisen-Präparatestark verringerte Aufnahme von NorfloxacinNorfloxacin 2 Stunden vor oder mindestens 4 Stunden nach der Einnahme von Eisen-Präparaten einnehmen
Fenbufen (entz√ľndungshemmendes Rheumamittel)erh√∂htes Risiko von Krampfanf√§llengleichzeitige Therapie nur mit Vorsicht
Glibenclamid (Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes (Zuckerkrankheit)); Glyburidverstärkte Wirkung von Glibenclamid bzw. GlyburidÜberwachung des Blutzuckerspiegels
hormonelle Verh√ľtungsmittel ("Anti-Baby-Pille")verringerte Wirksamkeit der "Anti-Baby-Pille"zus√§tzliche nicht-hormonale empf√§ngnisverh√ľtende Methoden anwenden
Kalzium-Präparatestark verringerte Aufnahme von NorfloxacinNorfloxacin 2 Stunden vor oder mindestens 4 Stunden nach der Einnahme von Kalzium-Präparaten einnehmen
Methotrexat (Arzneimittel zur Behandlung von Krebserkrankungen)erhöhter Methotrexat- Spiegelsorgfältige Überwachung der Patienten auf Methotrexat- bedingte toxische Nebenwirkungen
Mexiletin (Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen)erhöhter Mexiletin-SpiegelÜberwachung der Mexiletin- Therapie, vor allem der Nebenwirkungen

Berichten Sie unbedingt Ihrem Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, die den Herzrhythmus verändern können: Arzneimittel, die zur Gruppe der Anti-Arrhythmika gehören (z. B. Chinidin, Hydrochinidin, Disopyramid, Amiodaron, Sotalol, Dofetilid, Ibutilid), trizyklische

Antidepressiva, manche antimikrobiellen Arzneimittel (die zur Gruppe der Makrolide gehören), manche Antipsychotika.

Einnahme von Norfloxacin Sandoz zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Unter Norfloxacin-Behandlung kommt es zu einer Hemmung des Abbaus von Koffein. Dies kann dazu f√ľhren, dass Koffein langsamer ausgeschieden wird und l√§ngere Zeit im Blut vorhanden ist. Dies sollten Sie beim Genuss von Kaffee und bei der Einnahme von koffeinhaltigen Arzneimitteln (z. B. einige Schmerzmittel) beachten.

Norfloxacin Sandoz sollte nicht zusammen mit Milch oder fl√ľssigen Milchprodukten wie Joghurt eingenommen werden, da sie die Aufnahme von Norfloxacin in das Blut verringern und daher m√∂glicherweise keine ausreichenden Wirkstoffkonzentrationen am Ort der Infektion erreicht werden. Norfloxacin Sandoz sollte deshalb entweder 2 Stunden vorher oder mindestens 4 Stunden nach der Aufnahme solcher Produkte eingenommen werden.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Der folgende Abschnitt enthält die häufigsten schwerwiegenden Nebenwirkungen, welche Sie selbst erkennen können:

Wenn Sie folgende schwerwiegende Nebenwirkungen bemerken beenden Sie die Einnahme

des Arzneimittels und kontaktieren Sie unverz√ľglich einen Arzt, um eine andere Antibiotikabehandlung zu erw√§gen:

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

  • Krampfanf√§lle (siehe Abschnitt 2: Warnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen)
  • Ein schwerer lebensbedrohlicher Hautausschlag, √ľblicherweise in Form von Blasen oder Geschw√ľren in Mund, Hals, Nase, Augen oder anderen Schleimh√§uten wie den Genitalien, welche sich zu ausgedehnten Blasenbildungen oder Absch√§len der Haut entwickeln k√∂nnen (Stevens-Johnson Syndrom, toxisch epidermale Nekrolyse).

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

  • Schwere, pl√∂tzliche allergische Reaktionen mit Symptomen wie Engegef√ľhl im Brustkorb, Gef√ľhl von Schwindel, √úbelkeit oder drohende Ohnmacht oder Schwindelgef√ľhl beim Aufstehen (anaphylaktische Reaktion/anaphylaktischer Schock) (siehe Abschnitt 2: Warnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen)
  • Muskelschw√§che, Sehnenentz√ľndungen, welche zu Sehnenrissen f√ľhren k√∂nnen ‚Äď insbesondere der gro√üen Sehne an der R√ľckseite des Kn√∂chels (Achillessehne) (siehe Abschnitt 2: Warnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen)

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar):

  • Ungew√∂hnliches Schmerzempfinden, brennendes Kribbeln, Taubheitsgef√ľhl oder Muskelschw√§che der Gliedma√üen (Neuropathie) (siehe Abschnitt 2: Warnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen)
  • √úberempfindlichkeitsreaktion, welche Hautausschlag, Fieber, Entz√ľndungen der inneren Organe, h√§matologische Auff√§lligkeiten und systemische Krankheiten (DRESS - Drug Reaction with Eosinophilia and Systemic Symptoms) verursacht.

Fälle der Erweiterung und Schwächung der Aortenwand oder Einrisse der Aortenwand (Aneurysmen und Dissektionen), die reißen können und tödlich sein können, sowie Fälle undichter Herzklappen wurden bei Patienten, die Fluorchinolone einnahmen, berichtet. Siehe auch Abschnitt 2.

Andere Nebenwirkungen, welche während der Behandlung mit Norfloxacin beobachtet wurden, sind untenstehend nach Ihrer Häufigkeit gelistet:

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • √úbelkeit, Durchfall
  • Hautausschlag
  • Anstieg von Serumkreatinin
  • Anstieg der alkalischen Phosphatase und LDH (bestimmte Leberwerte)
  • Anstieg der Leberwerte (GOT (AST), GPT (ALT) und der alkalischen Phosphatase)

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

  • Hefepilzbefall im Mund (Moniliasis), Hefepilzbefall in der Scheide (vaginale Candidiasis)
  • Blutbildver√§nderungen (Leukopenie, Neutropenie, Eosinophilie, verminderter H√§matokrit, Thrombozytopenie)
  • Nesselsucht (Urtikaria), Juckreiz, Schwellung (Angio√∂dem), punktf√∂rmige Hautblutungen (Petechien), makulopapul√§rer Hautausschlag, Blasenbildungen mit Einblutungen (h√§morrhagische Bullae), Hautausschlag (Rash)
  • Appetitlosigkeit, Anstieg von Kreatinin, Harnstoff
  • Depressionen, Schlafst√∂rungen, Nervosit√§t, Angstzust√§nde
  • Kopfschmerz, Schwindel, Schl√§frigkeit/Benommenheit, Erregtheitszust√§nde, Geschmacksst√∂rung, bitterer Geschmack, Schlaflosigkeit, Schlafst√∂rungen, Ameisenlaufen (Kribbeln in Gliedma√üen), sensorische Empfindungsst√∂rungen, Zuckungen, Muskelkr√§mpfe
  • Venenentz√ľndung
  • Bauchschmerzen und -kr√§mpfe, Erbrechen, Verdauungsst√∂rungen, Appetitlosigkeit, Bl√§hungen, Sodbrennen, Mundtrockenheit, Schluckst√∂rung, Verstopfung
  • Gelenksschmerzen (Arthralgie)
  • allgemeines Gef√ľhl von Schw√§che und M√ľdigkeit (Asthenie)
  • Anstieg mancher Leberenzyme (Serumbilirubin, -harnstoff, SBOT und SGPT)

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

  • Hefepilzbefall (Moniliasis) im Magen-/Darmtrakt und der Vagina
  • Blutarmut (An√§mie), Blutbildver√§nderungen (Leukozytopenie (Granulozytopenie), Leukozytose, Thrombozytose, verl√§ngerte Prothrombinzeit, h√§molytische An√§mie, manchmal in Verbindung mit einem Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel)
  • allergische (anaphylaktoide/anaphylaktische) Reaktionen, Arzneimittelfieber, Gef√§√üentz√ľndung, Atemnot
  • Schwellungen (√Ėdem) (peripher, vaskul√§r, Gesicht), zu hoher Blutzuckerspiegel (Hyperglyk√§mie)
  • M√ľdigkeit, Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, √ľberschw√§ngliche Hochstimmung (Euphorie), Desorientierung, Halluzinationen, Verwirrtheit, psychische St√∂rungen und psychotische Reaktionen
  • Alptr√§ume, Schwitzen, Empfindungsst√∂rungen in den Gliedma√üen, Zittern, verminderte Reizempfindlichkeit, Erkrankung der peripheren Nerven (Polyneuropathie einschlie√ülich Guillain-Barr√©-Syndrom), Muskelzuckungen (Myoklonie), m√∂glicherweise Verschlimmerung einer spezifischen Muskelschw√§che (Myasthenia gravis)
  • Sehst√∂rungen, Doppeltsehen, Farbsehen, vermehrter Tr√§nenfluss
  • Ohrensausen (Tinnitus), vor√ľbergehende H√∂rst√∂rungen (Hochtonschwerh√∂rigkeit)
  • Herzrasen (Tachykardie), Migr√§ne, Ohnmacht, Hitzewallungen (Vasodilatation), zu niedriger Blutdruck, Herzklopfen
  • Atemnot, Kehlkopfschwellung
  • Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse (Pankreatitis), antibiotikabedingte Entz√ľndung des Dickdarms (pseudomembran√∂se Colitis)
  • abnormer Leberfunktionstest, Leberentz√ľndung, Gelbsucht, cholestatische Gelbsucht
  • Lichtempfindlichkeitsreaktion, schwere Hautreaktionen, die sich als entz√ľndliche Erkrankungen der Haut und Schleimhaut - mit und ohne Blasenbildung - manifestieren (wie Erythema multiforme [minor), Erythema nodosum, Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse (Lyell-Syndrom), fixes Exanthem)
  • Gelenksentz√ľndung (Arthritis), Muskelschmerzen, Gelenksschwellung, Schmerzen (in Armen und Beinen), R√ľcken- und Brustschmerzen)
  • akutes Nierenversagen, abnorme Nierenfunktion, Ausscheidung nicht zerfallener roter Blutk√∂rperchen im Harn (H√§maturie), Kristallablagerungen im Urin (Kristallurie), Nierenentz√ľndung (interstitielle Nephritis)

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

  • punktf√∂rmige Hautblutungen, Verminderung in allen drei Blutzellreihen (Panzytopenie) (lebensbedrohlich), starke Verminderung der wei√üen Blutk√∂rperchen (Agranulozytose), Knochenmarksdepression (lebensbedrohlich)
  • Schock (anaphylaktisch; lebensbedrohend), serumkrankheitsartige Reaktion
  • Anstieg von Enzymen der Bauchspeicheldr√ľse (Amylase und Lipase)
  • Grand mal-Krampfanfall, abnormer (unregelm√§√üiger) Gang, Psychose, Anstieg des Sch√§deldruckes
  • H√∂rverlust
  • Herzrhytmusst√∂rungen (ventrikul√§re Arrhythmie und Torsade de Pointes (haupts√§chlich berichtet bei Patienten mit Risikofaktoren f√ľr QT-Verl√§ngerung), QT-Verl√§ngerungen
  • Blasenbildungen mit Einblutungen (h√§morrhagische Bullae) und kleine Kn√∂tchen (Papeln) mit Krustenbildung als Ausdruck einer Gef√§√übeteiligung (Vaskulitis)
  • lebensbedrohliche antibiotikabedingte Entz√ľndung des Dickdarms (pseudomembran√∂se Colitis ) mit m√∂glicherweise t√∂dlichem Ausgang
  • Absterben von Lebergewebe (Lebernekrose (sehr selten zu lebensbedrohlichem Leberversagen f√ľhrend)
  • Muskelschw√§che (Myastenie), Sehnenentz√ľnung (Tendinitis (vorwiegend der Achillessehne), teilweise oder vollst√§ndige Sehnenruptur)
  • Geruchsst√∂rung (Parosmie), Verlust des Geruchssinns (Anosmie) (√ľblicherweise nach Absetzen der Therapie reversibel)
  • Erh√∂hung der Kreatininkinase

Sehr seltene F√§lle von lang anhaltenden (√ľber Monate oder Jahre andauernden) oder dauerhaften Nebenwirkungen wie Sehnenentz√ľndungen, Sehnenrisse, Gelenkschmerzen, Gliederschmerzen, Schwierigkeiten beim Gehen, ungew√∂hnliche Empfindungen wie Kribbeln, Prickeln, Kitzeln, Brennen, Taubheitsgef√ľhl oder Schmerzen (Neuropathie), Depression, Erm√ľdung, Schlafst√∂rungen, eingeschr√§nktes Erinnerungsverm√∂gen sowie Beeintr√§chtigung des H√∂r-, Seh-, Geschmacks- und Riechverm√∂gens wurden mit der Anwendung von Chinolon- und Fluorchinolon-Antibiotika in Verbindung gebracht, in einigen F√§llen unabh√§ngig von bereits bestehenden Risikofaktoren.

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar)

  • Syndrom, das mit einer beeintr√§chtigten Wasserausscheidung und einem niedrigen Natriumspiegel assoziiert ist (SIADH)
  • St√∂rung der Bewegungskoordination (Ataxie), motorische Sprechst√∂rungen (Dysarthrie), Bluterguss ins Auge (H√§mophthalmus), unkontrollierbare, rhythmische Augenbewegungen (Nystagmus)
  • Augenbindehautentz√ľndung (Konjunktivitis), Augenschmerzen/-irritation
  • Gef√§√üentz√ľndung durch wei√üe Blutk√∂rperchen bedingt (leukozytoklastische Vaskulitis), Arzneimittelausschlag (mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS Syndrom))
  • Eiwei√üausscheidung im Harn ((Proteinurie), erh√∂hter BUN)
  • Bewusstseinsverlust durch starken Abfall des Blutzuckerspiegels (hypoglyk√§misches Koma). Siehe Abschnitt 2.

Welche Gegenmaßnahmen sind bei Nebenwirkungen zu ergreifen?

Folgende Nebenwirkungen (nähere Erläuterungen zu diesen Nebenwirkungen siehe oben) können unter Umständen akut lebensbedrohlich sein. Darum ist sofort ein Arzt zu informieren, falls ein derartiges Ereignis plötzlich auftritt oder sich unerwartet stark entwickelt.

Antibiotikabedingte Entz√ľndung des Dickdarms (selten):

Hier muss der Arzt eine Beendigung der Behandlung mit Norfloxacin Sandoz in Abh√§ngigkeit von der Indikation erw√§gen und gegebenenfalls sofort eine angemessene Behandlung einleiten (z. B. Einnahme von speziellen Antibiotika/Chemotherapeutika, deren Wirksamkeit klinisch erwiesen ist). Arzneimittel, die die Darmbewegung (Peristaltik) hemmen, d√ľrfen nicht eingenommen werden.

Schwere akute √úberempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Anaphylaxie) (selten):

Hier muss die Behandlung mit Norfloxacin Sandoz sofort abgebrochen werden und die √ľblichen entsprechenden Notfallma√ünahmen (z. B. Antihistaminika, Kortikosteroide, Sympathomimetika und gegebenenfalls Beatmung) m√ľssen durch einen Arzt eingeleitet werden.

Auftreten von (epilepsieähnlichen) Krampfanfällen (sehr selten):

Verständigen Sie einen Arzt und leisten Sie entsprechende Erste Hilfe (Ruhe bewahren, Atemwege freihalten, Gefahren und Verletzungen verbeugen, den Erkrankten sicher lagern).

Auftreten von Schmerzen/Entz√ľndungszeichen der Achillessehne (sehr selten):

In diesem Fall sollten Sie Belastungen des betreffenden Fu√ügelenks vermeiden, das Gelenk ruhigstellen und Ihren Arzt befragen, da hier die Gefahr eines Risses der Achillessehne besteht. Ihr Arzt muss dann √ľber die weitere Behandlung entscheiden.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das nationale Meldesystem anzeigen.

Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN √ĖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht √ľber 25¬įC lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht und Feuchtigkeit zu sch√ľtzen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach ‚ÄěVerwendbar bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Inhalt der Packung und weitere Informationen Was Norfloxacin Sandoz enthält

  • Der Wirkstoff ist Norfloxacin. Eine Filmtablette enth√§lt 400 mg Norfloxacin.
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Magnesiumstearat, Siliciumdioxid hochdispers, mikrokristalline Cellulose, Polyvidon, gereinigtes Wasser, Carboxymethylst√§rke-Natrium, Talk, Titandioxid (E-171), Hypromellose

Wie Norfloxacin Sandoz aussieht und Inhalt der Packung

Filmtabletten (weiß bis fast-weiß, länglich, beidseitig gewölbt, Bruchrille auf beiden Seiten). Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette, um das Schlucken zu erleichtern, und nicht zum Teilen in gleiche Dosen.

Blisterpackungen zu 6, 10, 14, 20 und 10 x 10 St√ľck (B√ľndelpackung)

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Sandoz GmbH, 6250 Kundl, √Ėsterreich

Z.Nr.: 1-20252

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Oktober 2020.

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Zuletzt aktualisiert: 24.08.2023

Quelle: Norfloxacin Sandoz 400 mg - Filmtabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Norfloxacin
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Sandoz GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 10.11.1993
ATC Code J01MA06
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Chinolone

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