Symtuza¬ģ Filmtabletten

Abbildung Symtuza¬ģ Filmtabletten
Wirkstoff(e) Darunavir Cobicistat Emtricitabin Tenofoviralafenamid
Zulassungsland Schweiz
Hersteller Janssen-Cilag AG
Suchtgift Nein
ATC Code J05AR22
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Direkt wirkende antivirale Mittel

Zulassungsinhaber

Janssen-Cilag AG

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Prezista¬ģ Saquinavir Darunavir Janssen-Cilag AG
Darunavir Sandoz¬ģ Darunavir Sandoz Pharmaceuticals AG
Darunavir Mylan Darunavir Mylan Pharma GmbH
Darunavir-Mepha Filmtabletten Darunavir Mepha Pharma AG

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Symtuza ist ein antiretrovirales Arzneimittel, das wirkt, indem es die Menge des humanen Immunschwächevirus (HIV) in Ihrem Körper reduziert. Symtuza enthält vier Wirkstoffe:

  • Darunavir, ein Arzneimittel gegen HIV, das als Proteasehemmer bezeichnet wird;
  • Cobicistat, ein Verst√§rker (Booster) von Darunavir;
  • Emtricitabin, ein Arzneimittel gegen HIV, das als nukleosidischer Reverse-Transkriptase-Hemmer bezeichnet wird;
  • Tenofoviralafenamid, ein Arzneimittel gegen HIV, das als nukleotidischer Reverse-Transkriptase-Hemmer bezeichnet wird.

Symtuza wird als Einzeltablette eingenommen und ist zur Behandlung einer HIV-Infektion bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren mit einem Gewicht von mindestens 40 kg bestimmt.

Auf Verschreibung des Arztes oder der √Ąrztin.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Was sollte dazu beachtet werden?

Symtuza ist kein Heilmittel gegen eine HIV-Infektion. Symtuza verringert nicht das Risiko der Weitergabe von HIV an andere durch Sexualkontakt oder Blutkontaminationen. Sie m√ľssen daher weiterhin angemessene Vorsichtsmassnahmen treffen.

Menschen, die Symtuza einnehmen, k√∂nnen dennoch Infektionen oder andere Erkrankungen im Zusammenhang mit der HIV-Infektion entwickeln. Sie m√ľssen regelm√§ssig Kontakt mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin halten.

Wann ist bei der Einnahme von Symtuza Vorsicht geboten?

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin, Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden. Bitte beachten Sie die folgenden Punkte und informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin, wenn einer davon auf Sie zutrifft.

  • Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin, wenn Sie schon einmal Probleme mit Ihrer Leber hatten, beispielsweise auch eine Infektion mit dem Hepatitis-B- oder -C-Virus. M√∂glicherweise untersucht Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin, wie schwer Ihre Leberkrankheit ist, bevor er/sie entscheidet, ob Sie Symtuza einnehmen k√∂nnen.
    Wenn Sie eine Hepatitis-B-Infektion haben, k√∂nnen sich die Leberprobleme nach dem Absetzen von Symtuza verschlimmern. Es ist wichtig, dass Sie die Einnahme von Symtuza nicht beenden, ohne zuerst den Rat Ihres Arztes bzw. Ihrer √Ąrztin einzuholen.
  • Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin, wenn Sie fr√ľher schon einmal Probleme mit Ihren Nieren hatten. Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin wird sorgf√§ltig abw√§gen, ob Sie mit Symtuza behandelt werden k√∂nnen.
  • Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin, wenn Sie Diabetes haben. Generell k√∂nnen Arzneimittel gegen HIV, wie beispielsweise auch Symtuza, den Blutzuckerspiegel erh√∂hen.
  • Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin, wenn Sie allergisch gegen Sulfonamide bzw. Sulfa-Medikamente sind.
  • Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin unverz√ľglich, wenn bei Ihnen Symptome einer Infektion auftreten. Bei manchen Patienten mit fortgeschrittener HIV-Infektion k√∂nnen kurz nach Beginn einer Anti‚ÄĎHIV-Behandlung Anzeichen und Symptome einer Entz√ľndung infolge fr√ľherer Infektionen (¬ęopportunistische Infektionen¬Ľ) auftreten. Man nimmt an, dass diese Symptome das Resultat einer Verbesserung der Immunreaktion des K√∂rpers sind, sodass dieser Infektionen, die vielleicht unbemerkt bereits vorhanden waren, nun besser bek√§mpfen kann.
  • Zus√§tzlich zu den opportunistischen Infektionen k√∂nnen nach Beginn der Einnahme von Arzneimitteln zur Behandlung Ihrer HIV-Infektion auch Autoimmunerkrankungen auftreten (ein Zustand, bei dem das Immunsystem gesundes K√∂rpergewebe angreift). Autoimmunerkrankungen k√∂nnen viele Monate nach Beginn der Behandlung auftreten. Wenn Sie irgendwelche Anzeichen einer Infektion oder andere Symptome, wie z.B. Muskelschw√§che (eine Schw√§che, die in den H√§nden und F√ľssen beginnt und sich in Richtung Rumpf fortsetzt) Herzklopfen, Zittern oder Hyperaktivit√§t bemerken, informieren Sie bitte unverz√ľglich Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin, damit Sie die notwendige Behandlung erhalten.
  • Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin, wenn Sie Bluter sind. Symtuza kann das Risiko von Blutungen erh√∂hen.
  • Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin, wenn Sie Probleme mit dem Bewegungsapparat bekommen. Einige Patienten, die eine kombinierte antiretrovirale Therapie erhalten, k√∂nnen die Knochenkrankheit Osteonekrose (Absterben von Knochengewebe durch mangelnde Blutversorgung des Knochens) entwickeln. Dies ist eher der Fall bei einer langandauernden HIV-Behandlung, einer schwerwiegenden Sch√§digung des Immunsystems, √úbergewicht, dem Trinken von Alkohol oder der Anwendung anderer Arzneimittel namens Kortikosteroide. Anzeichen einer Osteonekrose sind Gelenksteife, Schmerzen (insbesondere der H√ľfte, Knie und Schulter) und Schwierigkeiten bei Bewegungen. Bitte informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin, wenn Sie irgendeines dieser Symptome bemerken.

Symtuza und andere Arzneimittel k√∂nnen sich gegenseitig beeinflussen. Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin, Apothekerin, wenn Sie andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte, Vitamine oder pflanzliche Substanzen) einnehmen, k√ľrzlich eingenommen haben oder einnehmen m√∂chten.

Es gibt bestimmte Arzneimittel, die Sie nicht mit Symtuza kombinieren d√ľrfen. Einige dieser Arzneimittel sind vorstehend unter ¬ęWenn Sie eines dieser Arzneimittel einnehmen¬Ľ bereits genannt worden. Wenn Sie eines dieser Arzneimittel zusammen mit Symtuza einnehmen, k√∂nnen gravierende Probleme auftreten. Dar√ľber hinaus sollten Sie Symtuza auch nicht mit Arzneimitteln einnehmen, die Tenofovirdisoproxilfumarat, Lamivudin oder Adefovirdipivoxil enthalten, oder mit Arzneimitteln, die zusammen mit Ritonavir oder Cobicistat einzunehmen sind.

Wenn Sie eines der folgenden Pr√§parate einnehmen, kann sich die Wirkung von Symtuza m√∂glicherweise abschw√§chen. Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ihre √Ąrztin, wenn Sie folgende Pr√§parate einnehmen:

  • Arzneimittel gegen Herzerkrankungen (Bosentan);
  • Kortikosteroid (Dexamethason) als Injektion;
  • Arzneimittel zur Behandlung einer Hepatitis-C-Infektion (z.B. Boceprevir);
  • Arzneimittel zur Verhinderung von Krampfanf√§llen (z.B. Oxcarbazepin);
  • Arzneimittel zur Behandlung √ľberm√§ssiger Schl√§frigkeit (z. B. Armodafinil, Modafinil);
  • Arzneimittel zur Behandlung bakterieller Infektionen (z.B. Rifabutin, Rifapentin).

Es kann auch sein, dass die Wirkung anderer Arzneimittel beeinflusst wird, wenn Sie Symtuza einnehmen und Ihr Arzt, bzw. Ihre √Ąrztin m√∂chte m√∂glicherweise zus√§tzliche Blutttests durchf√ľhren. Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin, wenn Sie folgende Pr√§parate einnehmen:

  • Arzneimittel zur Behandlung von Herzerkrankungen (z.B. Amlodipin, Diltiazem, Disopyramid, Bosentan, Carvedilol, Felodipin, Flecainid, Lidocain, Metoprolol, Mexiletin, Nifedipin, Nicardipin, Propafenon, Tadalafil, Timolol, Verapamil).
  • Arzneimittel zur Reduzierung der Blutgerinnung (z.B. Apixaban, Edoxaban, Rivaroxaban, Warfarin, Clopidogrel).
  • Kontrazeptiva. Symtuza kann die Wirksamkeit hormoneller Verh√ľtungsmittel reduzieren und/oder deren Nebenwirkungen verst√§rken. Es werden zus√§tzliche oder alternative (nicht‚ÄĎhormonelle) Verh√ľtungsmethoden empfohlen. Wenn Sie ein Verh√ľtungsmittel einnehmen, welches Drospirenon enth√§lt, k√∂nnen sich Ihre Kaliumwerte erh√∂hen.
  • Arzneimittel zur Senkung des Cholesterinspiegels (Atorvastatin, Fluvastatin, Pitavastatin, Pravastatin, Rosuvastatin). Das Risiko f√ľr Muskelgewebserkrankungen k√∂nnte zunehmen. Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin wird beurteilen, welche Cholesterin-senkende Therapie in Ihrer besonderen Situation am besten ist.
  • Arzneimittel f√ľr Ihr Immunsystem (z. B. Ciclosporin, Everolimus, Tacrolimus, Sirolimus). Eventuell m√∂chte Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin einige zus√§tzliche Tests durchf√ľhren.
  • Arzneimittel zur Behandlung von Asthma (z. B. Budesonid, Fluticason, Salmeterol).
  • Arzneimittel zur Behandlung einer Opiatabh√§ngigkeit (Buprenorphin/Naloxon, Methadon).
  • Arzneimittel zur Behandlung von Gicht oder famili√§rem Mittelmeerfieber (z.B. Colchicin).
  • Arzneimittel zur Behandlung von Malaria (z.B. Artemether/Lumefantrin).
  • Arzneimittel zur Behandlung von Krebs (z.B. Dasatinib, Everolimus, Irinotecan, Nilotinib, Vinblastin, Vincristin).
  • Arzneimittel zur Behandlung von Schlafst√∂rungen oder Angst (Buspiron, Clorazepat, Diazepam, Estazolam, Flurazepam, Zolpidem).
  • Arzneimittel zur Verhinderung von Krampfanf√§llen (z.B. Clonazepam).
  • psychiatrische Arzneimittel (z.B. Perphenazin, Risperidon, Thioridazin).
  • Kortikosteroide (Betamethason, Budesonid, Fluticason, Mometason, Prednison, Triamcinolon). Deren Anwendung sollte nur nach medizinischer Bewertung und unter engmaschiger Kontrolle von Kortikosteroid-Nebenwirkungen durch den Arzt, bzw. die √Ąrztin erfolgen.
  • bestimmte starke Schmerzmedikamente (z.B. Fentanyl, Oxycodon, Tramadol).
  • Arzneimittel zur Behandlung einer Erkrankung von Herz und Lunge, die pulmonale arterielle Hypertonie genannt wird (Tadalafil).
  • Arzneimittel zur Behandlung einer Hepatitis-C-Infektion (z.B. Glecaprevir/Pibrentasvir).

Andere Arzneimittel m√ľssen unter Umst√§nden anders dosiert werden und Ihr Arzt, bzw. Ihre √Ąrztin m√∂chte m√∂glicherweise zus√§tzliche Blutttests durchf√ľhren. Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin, wenn Sie folgende Pr√§parate einnehmen:

  • Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung (Edoxaban, Warfarin)
  • Injizierbares, starkes und kurz wirkendes Schmerzmittel, das bei Operationen angewendet wird (Alfentanil);
  • Arzneimittel zur Behandlung bestimmter Herzerkrankungen (z.B. Digoxin);
  • Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen (z. B. Clotrimazol, Fluconazol, Itraconazol, Isavuconazol, Posaconazol, Voriconazol);
  • Arzneimittel zur Behandlung bakterieller Infektionen (z.B. Clarithromycin, Rifabutin);
  • Arzneimittel zur Behandlung von erektiler Dysfunktion (z. B. Sildenafil, Tadalafil, Vardenafil);
  • Arzneimittel zur Senkung des Cholesterinspiegels (z. B. Atorvastatin, Pitavastatin, Pravastatin, Rosuvastatin);
  • Arzneimittel zur Behandlung von Depression und Angstzust√§nden (z.B. Amitriptylin, Desipramin, Imipramin, Nortriptylin, Paroxetin, Sertralin, Trazodon);
  • Arzneimittel zur Behandlung einer Abh√§ngigkeit von Narkotika (z.B. Buprenorphin/Naloxon, Methadon);
  • Arzneimittel zur Behandlung von Schlafst√∂rungen und/oder Angstst√∂rungen (z.B. Buspiron, Clorazepat, Diazepam, Estazolam, Flurazepam, nicht oral eingenommenes Midazolam, Zolpidem);
  • Arzneimittel zur Behandlung von Typ-2-Diabetes (Metformin);
  • Arzneimittel zur Behandlung von Schmerzen (Fentanyl, Oxycodon, Tramadol).

Diese Liste von Arzneimitteln ist nicht vollst√§ndig. Bitte informieren Sie daher Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin √ľber alle Medikamente, die Sie einnehmen.

Symtuza sollte nicht an Kinder unter 12 Jahren oder mit einem Gewicht unter 40 kg verabreicht werden.

Symtuza ist nur bei einer begrenzten Anzahl von Patienten im Alter von 65 Jahren oder √§lter angewendet worden. Bitte besprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin, ob Sie Symtuza anwenden k√∂nnen, wenn Sie dieser Altersgruppe angeh√∂ren.

Dieses Arzneimittel enth√§lt weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d.h. es ist nahezu ¬ęnatriumfrei¬Ľ.

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsf√§higkeit, die Fahrt√ľchtigkeit und die F√§higkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeintr√§chtigen! Symtuza kann zu Schwindelgef√ľhl f√ľhren. Bedienen Sie keine Maschinen und setzen Sie sich nicht ans Steuer eines Fahrzeugs, wenn Sie sich w√§hrend der Einnahme von Symtuza schwindlig f√ľhlen.

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin, Apothekerin, wenn Sie

  • an anderen Krankheiten leiden,
  • Allergien haben oder
  • andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen!

Darf Symtuza während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Informieren Sie umgehend Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin, falls Sie schwanger sind oder stillen. W√§hrend der Schwangerschaft und der Stillzeit d√ľrfen Sie Symtuza nicht bzw. nur mit konkretem Einverst√§ndnis Ihres Arztes bzw. Ihrer √Ąrztin einnehmen. Wenn Sie schwanger sind, fragen Sie vor der Anwendung jeglichen Medikaments Ihren Arzt oder Ihren Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin um Rat.

HIV‚ÄĎinfizierte Frauen d√ľrfen ihre S√§uglinge nicht stillen, weil die M√∂glichkeit besteht, dass¬†ihr Kind √ľber die Muttermilch mit HIV infiziert wird, und aufgrund der nicht bekannten Wirkungen des Arzneimittels auf das Kind.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Symtuza immer genau nach Anweisung Ihres Arztes bzw. Ihrer √Ąrztin ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer √Ąrztin oder Apothekerin nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Achten Sie darauf, stets eine ausreichende Menge von Symtuza dabei zu haben, damit Ihnen das Medikament nicht ausgeht (zum Beispiel falls Sie nicht rechtzeitig wieder zu Hause sind, um Ihre regul√§re planm√§ssige Dosis einzunehmen, oder falls Sie verreisen oder √ľber Nacht in einem Krankenhaus bleiben m√ľssen). Das ist sehr wichtig, weil die Zahl der Viren wieder zu steigen beginnt, wenn das Arzneimittel nicht eingenommen wird, selbst wenn es nur f√ľr kurze Zeit ist.

Wenn Sie Schwierigkeiten mit dem Schlucken von Symtuza haben, informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin. Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin wird feststellen, ob Symtuza oder dessen Einzelbestandteile f√ľr Sie geeignet sind.

Wie verwenden Sie Symtuza?

  • Die empfohlene Dosis von Symtuza ist eine Tablette einmal am Tag jeden Tag.
  • Nehmen Sie Symtuza stets zusammen mit einer Mahlzeit ein. Die Art der Mahlzeit ist nicht wichtig. Symtuza wirkt nicht richtig, wenn es nicht zusammen mit oder innerhalb von 30 Minuten nach der Mahlzeit eingenommen wird. Symtuza sollte ganz, d.h. ohne die Tablette auseinander zu brechen oder zu zerdr√ľcken, eingenommen werden, um die Verabreichung der gesamten Dosis sicherzustellen. Falls Sie nicht in der Lage sind, die ganze Tablette zu schlucken, kann Symtuza mit einem Tablettenteiler halbiert werden und die gesamte Dosis sollte sofort nach dem Teilen zusammen mit einer Mahlzeit eingenommen werden.
  • Schlucken Sie die Tablette mit einem Getr√§nk, beispielsweise Wasser, Milch oder einem nahrhaften Getr√§nk.
  • Nehmen Sie Symtuza jeden Tag ungef√§hr zur selben Zeit ein.

Entfernung des kindersicheren Deckels

Wenn Sie eine grössere Menge von Symtuza eingenommen haben, als Sie sollten

Informieren Sie unverz√ľglich Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin.

Wenn Sie die Einnahme von Symtuza vergessen haben

  • Wenn seit der Uhrzeit, zu der Sie Symtuza normalerweise einnehmen, weniger als 12 Stunden vergangen sind, m√ľssen Sie die Tablette unverz√ľglich mit einer Mahlzeit einnehmen. Nehmen Sie die n√§chste Dosis dann zum √ľblichen Zeitpunkt ein.
  • Wenn seit der Uhrzeit, zu der Sie Symtuza normalerweise einnehmen, 12 Stunden oder mehr vergangen sind, nehmen Sie die ausgelassene Dosis nicht ein. Nehmen Sie stattdessen einfach die n√§chste Dosis zusammen mit einer Mahlzeit zum √ľblichen Zeitpunkt ein. (Nehmen Sie keine doppelte Dosis zum Ausgleich einer vergessenen Dosis ein).

√Ąndern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer √Ąrztin oder Apothekerin.

Beenden Sie die Einnahme von Symtuza nicht, ohne zuerst den Rat Ihres Arztes bzw. Ihrer √Ąrztin einzuholen

Beenden Sie die Einnahme von Symtuza nicht, auch nicht, wenn Sie sich besser f√ľhlen.

Wenn Sie sowohl eine HIV-Infektion als auch Hepatitis B haben, ist es sehr wichtig, die Anwendung von Symtuza nicht zu beenden, ohne zuerst mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin zu sprechen. M√∂glicherweise m√ľssen bei Ihnen einige Monate lang Blutuntersuchungen durchgef√ľhrt werden, nachdem die Behandlung mit Symtuza beendet worden ist. Bei manchen Patienten mit fortgeschrittener Lebererkrankung oder Zirrhose kann die Beendigung der Behandlung mit Symtuza zu einer Verschlimmerung der Hepatitis f√ľhren, die lebensbedrohlich sein kann.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin.

Die Anwendung und Sicherheit von Symtuza bei Kindern unter 12 ist bisher nicht gepr√ľft worden.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wann darf Symtuza nicht eingenommen werden?

Symtuza sollte nicht eingenommen werden:

  • wenn Sie eine schwere Niereninsuffizienz haben.
  • wenn Sie schwere Leberprobleme haben. Fragen Sie Ihren Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin, wenn Sie sich nicht sicher sind, wie schwer Ihre Lebererkrankung ist. Einige zus√§tzliche Untersuchungen k√∂nnten notwendig sein.
  • wenn Sie eines dieser Arzneimittel einnehmen:
  • Amiodaron, Bepridil, Dronedaron, Chinidin, Ivabradin, Ranolazin oder Lidocain (als Injektion) (zur Behandlung bestimmter Herzerkrankungen z.B. Herzrhythmusst√∂rungen);
  • Astemizol oder Terfenadin (zur Behandlung von Allergiesymptomen);
  • Midazolam oder Triazolam (zur Behandlung von Schlafst√∂rungen und/oder Angstzust√§nden);
  • Carbamazepin, Phenobarbital, Phenytoin (Arzneimittel zur Verhinderung von Krampfanf√§llen);
  • Cisaprid (zur Behandlung bestimmter Magenbeschwerden);
  • Dabigatran (zur Reduzierung der Blutgerinnung) oder Ticagrelor¬†(hilft bei der Behandlung von Patienten mit Herzinfarkt in der Vorgeschichte, damit das Blut nicht verklumpt);
  • Lurasidon, Pimozid, Quetiapin oder Sertindol (zur Behandlung psychiatrischer Krankheiten);
  • Mutterkornalkaloide (zur Behandlung von Migr√§nekopfschmerzen);
  • Alfuzosin (zur Behandlung einer vergr√∂sserten Prostata);
  • Sildenafil (zur Behandlung von Lungenhochdruck);
  • Colchicin (zur Behandlung von Gicht oder famili√§rem Mittelmeerfieber), wenn Sie Probleme mit der Leber oder den Nieren haben;
  • Lovastatin, Simvastatin, oder Lomitapid (zur Senkung des Cholesterinspiegels);
  • Rifampicin (zur Behandlung von Tuberkulose);
  • Elbasvir/Grazoprevir (zur Behandlung einer Hepatitis-C-Infektion);
  • Johanniskraut (ein pflanzliches Erg√§nzungsmittel, das gegen Depression und Angstzust√§nde angewendet wird);
  • Avanafil (zur Behandlung der erektilen Dysfunktion);
  • Naloxegol (zur Behandlung von opioid-induzierter Verstopfung);
  • Dapoxetin (zur Behandlung von vorzeitigem Samenerguss).
  • wenn Sie allergisch (√ľberempfindlich) auf Darunavir, Cobicistat, Emtricitabin, Tenofoviralafenamid oder einen der sonstigen Bestandteile von Symtuza sind (siehe ¬ęWas ist in Symtuza enthalten?¬Ľ).

Wenn Sie eines dieser Arzneimittel einnehmen, fragen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin nach Alternativen. Dies ist keine vollst√§ndige Auflistung von Arzneimitteln. Bitte informieren Sie daher Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin √ľber alle Arzneimittel, die Sie einnehmen.

Welche Nebenwirkungen kann Symtuza haben?

Wie alle Arzneimittel kann auch Symtuza Nebenwirkungen verursachen, die aber nicht bei jeder Person auftreten m√ľssen.

Bei der Behandlung einer HIV-Infektion kann bei manchen unerw√ľnschten Wirkungen nicht immer festgestellt werden, ob sie von Symtuza, von anderen Medikamenten, die Sie parallel einnehmen, oder von der HIV-Infektion selbst verursacht werden.

Im Folgenden sind einige der Nebenwirkungen gelistet, die im Zusammenhang mit Symtuza berichtet worden sind.

W√§hrend einer HIV-Therapie kann es zu einem Anstieg des K√∂rpergewichts, der Blut-Fettwerte und des Blutzuckerspiegels kommen. Diese Wirkungen sind zum Teil auf eine Verbesserung des Gesundheitszustands und auf Lebensgewohnheiten zur√ľckzuf√ľhren, im Fall der Blut-Fettwerte manchmal auch auf die HIV-Medikamente selbst. Ihr Arzt/Ihre √Ąrztin wird Sie auf derartige Ver√§nderungen √ľberwachen.

Es sind Leberprobleme berichtet worden, die mitunter schwer sein k√∂nnen. Eventuell f√ľhrt Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin vor der Einleitung der Behandlung mit Symtuza Blutuntersuchungen durch. Wenn Sie eine chronische Hepatitis-B- oder -C-Infektion haben, sollte Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin Ihr Blut h√§ufiger untersuchen, weil bei Ihnen eine erh√∂hte Wahrscheinlichkeit der Entwicklung von Leberproblemen besteht. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin √ľber die Anzeichen und Symptome von Leberproblemen. Typisch sind beispielsweise eine Gelbf√§rbung Ihrer Haut oder des Augenweisses, dunkler (teefarbener) Urin, heller Stuhl, √úbelkeit, Erbrechen, Appetitmangel oder Schmerzen oder Druckempfindlichkeit auf Ihrer rechten Seite unterhalb der Rippen.

Bei mehr als 1 von 10 Patienten, die Symtuza erhalten, kann ein Hautausschlag auftreten. Die meisten Hautausschl√§ge sind zwar leicht und verschwinden bei Fortsetzung der Behandlung nach einer Weile, mitunter kann aber auch ein starker oder m√∂glicherweise lebensbedrohlicher Hautausschlag auftreten. Es ist wichtig, dass Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin sprechen, wenn bei Ihnen ein Hautausschlag auftritt.

Andere klinisch relevante schwere Nebenwirkungen sind eine Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse, Diabetes und Symptome einer Infektion.

Sehr selten wurde √ľber Darunavir-Kristalle in der Niere, die eine Nierenerkrankung verursachen, berichtet.

Zu den meist erwarteten Nebenwirkungen von Symtuza zählen Durchfall, Hautausschlag und Kopfschmerzen.

Sehr häufig (betrifft mehr als einen von 10 Anwendern)

Häufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Anwendern)

  • niedrige Anzahl an roten Blutk√∂rperchen (An√§mie);
  • allergische Reaktion wie Nesselsucht (Urtikaria), Juckreiz;
  • verminderter Appetit;
  • anomale Tr√§ume;
  • Erbrechen, Schmerzen oder Anschwellen des Bauches, Verdauungsst√∂rung, Bl√§hungen;
  • anomale Ergebnisse von Bluttests, beispielsweise bei einigen Nierenuntersuchungen. Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin erkl√§rt Ihnen diese;
  • Schwindelgef√ľhl;
  • Gelenkschmerzen;
  • Muskelschmerzen, Muskelkr√§mpfe oder ‚Äďschw√§che;
  • Schw√§chegef√ľhl;
  • M√ľdigkeit;
  • √úbelkeit;
  • (Arzneimittel-) √úberempfindlichkeit.

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1000 Anwendern)

  • starke Schwellung der Haut und anderer Gewebe (am h√§ufigsten der Lippen oder Augen);
  • Anzeichen wie bei einer Infektion oder Autoimmunerkrankung (Immunrekonstitutionssyndrom);
  • Vergr√∂sserung der Br√ľste;
  • Osteonekrose (Absterben von Knochengewebe durch mangelnde Blutversorgung des Knochens);
  • anomale Ergebnisse von Bluttests, beispielsweise bei einigen Bauchspeicheldr√ľsenuntersuchungen. Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin erkl√§rt Ihnen diese.

Selten (betrifft 1 bis 10 von 10'000 Anwendern)

eine Reaktion, die DRESS genannt wird (schwerer Ausschlag, der von Fieber, M√ľdigkeit, Schwellung des Gesichts oder der Lymphknoten, Anstieg der Eosinophilen [bestimmte weisse Blutk√∂rperchen], Auswirkungen auf die Leber, Niere oder Lunge begleitet sein kann).

Wie andere HIV‚ÄĎMedikamente kann auch Symtuza schwerwiegende Nebenwirkungen haben, zum Beispiel:

  • erh√∂hter Blutzucker und Entwicklung bzw. Verschlechterung eines Diabetes.
  • Immun-Reaktivierungs-Syndrom. Bei manchen Patienten mit fortgeschrittener HIV-Infektion (AIDS) k√∂nnen kurz nach Beginn einer Anti‚ÄĎHIV-Behandlung, einschliesslich mit Symtuza, Anzeichen und Symptome einer Entz√ľndung infolge fr√ľherer Infektionen auftreten.
  • Muskelschmerzen, Druckempfindlichkeit oder Schw√§che. In seltenen F√§llen waren diese Muskelbeschwerden schwerwiegend.
  • neue oder sich verst√§rkende Nierenprobleme.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin, Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Beh√§lter mit ¬ęEXP¬Ľ bezeichneten Datum verwendet werden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Aufbrauchfrist nach Anbruch

Aufbrauchfrist nach Anbruch der Flasche: 6 Wochen.

Lagerungshinweis

Bei 15-30¬†¬įC lagern.

Den Beh√§lter im Umkarton zusammen mit dem Trockenmittel im Beh√§lter aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu sch√ľtzen. Den Beh√§lter fest verschlossen halten. Die Tabletten k√∂nnen bis zu 7¬†Tage ausserhalb der Originalverpackung aufbewahrt werden.

Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Weitere Hinweise

Weitere Ausk√ľnfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin, Apothekerin. Diese Personen verf√ľgen √ľber die ausf√ľhrliche Fachinformation.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker bzw. Ihre Apothekerin, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was ist in Symtuza enthalten?

Symtuza Filmtabletten sind gelbe bis gelblich-braune kapself√∂rmige Tabletten mit den Abmessungen 22¬†mm¬†x¬†11¬†mm und der Pr√§gung ¬ę8121¬Ľ auf der einen Seite und der Pr√§gung ¬ęJG¬Ľ auf der anderen Seite.

Wirkstoffe

Eine Filmtablette Symtuza enthält 800 mg Darunavir (als Ethanolat), 150 mg Cobicistat, 200 mg Emtricitabin und 10 mg Tenofoviralafenamid (entspricht 11,2 mg Tenofoviralafenamidfumarat).

Hilfsstoffe

Der Tablettenkern besteht aus den folgenden Hilfsstoffen: kolloidalem Siliciumdioxid, Croscarmellose-Natrium (aus gentechnisch veränderten Baumwollsamenkapseln hergestellt), Magnesiumstearat und mikrokristalliner Cellulose.

Die Filmbeschichtung enthält die folgenden Hilfsstoffe: Polyethylenglycol (Macrogol), Polyvinylalkohol (partiell hydrolysiert), Talcum, Titandioxid und gelbes Eisen(III)oxid.

Zulassungsnummer

66779 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Symtuza? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken gegen ärztliche Verschreibung, die nur zum einmaligen Bezug berechtigt.

Symtuza befindet sich in Flaschen mit jeweils 30 Tabletten (mit einem Silicagel-Trockenmittel in einem separaten Beutel oder Behältnis) und einem kindergesicherten Verschluss aus Polypropylen.

Zulassungsinhaberin

Janssen-Cilag AG, Zug.

Diese Packungsbeilage wurde im Januar 2023 letztmals durch die Arzneimittelbeh√∂rde (Swissmedic) gepr√ľft.

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Wirkstoff(e) Darunavir Cobicistat Emtricitabin Tenofoviralafenamid
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden