Wirkstoff(e) Imipramin
Zulassungsland Schweiz
Hersteller NOVARTIS PHARMA
Suchtgift Nein
ATC Code N06AA02
Pharmakologische Gruppe Antidepressiva

Zulassungsinhaber

NOVARTIS PHARMA

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Tofranil enthält den Wirkstoff Imipramin und gehört zu einer Gruppe von Arzneimittel, die man als trizyklische Antidepressiva bezeichnet.

Tofranil wird in erster Linie zur Behandlung von Depressionen verschiedener Art bei Erwachsenen verwendet, d.h. zur Behebung von Zust√§nden wie Niedergeschlagenheit, Traurigkeit, Freudlosigkeit und Antriebslosigkeit. Ausserdem l√∂st es Panik- und Angstzust√§nde, wirkt beruhigend und hat einen g√ľnstigen Einfluss auf chronische Schmerzzust√§nde und Schlafst√∂rungen.

Bei Kindern und Jugendlichen wird Tofranil gegen Bettn√§ssen eingesetzt, wenn der Arzt bzw. die √Ąrztin eine andere Behandlung als nicht geeignet ansieht.

Tofranil darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der √Ąrztin verwendet werden.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Wichtig ist, dass Sie und Ihre Familienangeh√∂rigen oder Betreuungspersonen w√§hrend der Tofranil-Behandlung jede Ver√§nderung Ihrer Gem√ľtslage mit Ihrem Arzt oder Ihrer √Ąrztin besprechen.

Tofranil darf nicht angewendet werden, wenn Sie:

schon einmal ungewöhnlich oder allergisch reagiert haben auf den Wirkstoff von Tofranil (Imipramin), einen Hilfsstoff von Tofranil oder auf ein anderes trizyklisches Antidepressivum;

bereits ein Antidepressivum nehmen, das zu den sogenannten Monoaminoxidase-Hemmern (MAO-Hemmer) gehört;

k√ľrzlich einen Herzinfarkt hatten oder an einer schweren Herzkrankheit leiden.

Informieren Sie in diesen F√§llen Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin, bevor Sie Tofranil anwenden.

Unter bestimmten Umst√§nden sollten Sie Tofranil nicht oder erst nach eingehender √§rztlicher Pr√ľfung einnehmen. Deshalb informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre √Ąrztin, wenn Sie an einer der folgenden St√∂rungen oder Krankheiten leiden oder gelitten haben bzw. entsprechende Arzneimittel einnehmen m√ľssen:

epileptische Anfälle,

Herzrhythmusstörungen,

andere psychische Erkrankungen,

erh√∂hter Augeninnendruck, gr√ľner Star (Glaukom),

Leber- oder Nierenerkrankung,

Veränderungen des Blutbildes,

Vergiftungen z.B. durch Drogen,

Magenentleerungsstörungen,

Schwierigkeiten beim Wasserlassen oder vergrösserte Prostata,

Erkrankungen der Schilddr√ľse,

Alkoholabhängigkeit,

Stuhlverhalten oder Darmverschluss,

Stimmungswechsel zwischen Depression und extremer Hochstimmung.


Unter der Behandlung mit Tofranil k√∂nnen sich die Symptome der Depression, insbesondere suizidalen Verhaltens, verschlechtern. In diesem Fall sollten Sie umgehend Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin kontaktieren.

Wird Tofranil bei Kindern und Jugendlichen zur Behandlung von Bettn√§ssen verabreicht, so ist auf das Auftreten von Verhaltensst√∂rungen zu achten, da bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter 25 Jahren mit Depressionen oder anderen psychiatrischen Diagnosen unter der Behandlung mit Antidepressiva √ľber ein vermehrtes Auftreten von Verhaltensst√∂rungen inkl. erh√∂htem Risiko von Suizidgedanken, Selbstverletzungen und vollen¬≠detem Suizid berichtet wurde. Das haben Daten aus klinischen Studien gezeigt.

Ein Abbruch der Behandlung darf nicht pl√∂tzlich und nur in Absprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin erfolgen, da es sonst zu Entzugssymptomen kommen kann.

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsf√§higkeit, die Fahrt√ľchtigkeit und die F√§higkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeintr√§chtigen.

Da Tofranil zu einer Verminderung der Alkoholvertr√§glichkeit f√ľhren kann, ist es empfehlenswert, w√§hrend der Behandlung auf Alkohol zu verzichten.

Tofranil kann Sie schl√§frig machen, Ihre Aufmerksamkeit verringern oder zu verschwommenem Sehen f√ľhren. Falls es dazu kommt, verzichten Sie darauf, ein Fahrzeug zu lenken, eine Maschine zu bedienen oder andere T√§tigkeiten zu verrichten, die Ihre volle Aufmerksamkeit erfordern. Alkohol kann die M√ľdigkeit noch verst√§rken.

Besonders zu Beginn der Einnahme sollten Sie darauf achten, ob das Arzneimittel Ihre Reaktionsfähigkeit verändert.

Tofranil kann zu Mundtrockenheit f√ľhren, was das Kariesrisiko erh√∂ht. W√§hrend einer Langzeitbehandlung sollten Sie also regelm√§ssig Ihre Z√§hne kontrollieren lassen.

Wenn Sie Kontaktlinsen tragen und Augenreizungen bekommen, informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre √Ąrztin.

Teilen Sie vor jedem chirurgischen Eingriff oder dem Beginn einer Zahnbehandlung dem verantwortlichen Arzt bzw. Zahnarzt oder √Ąrztin bzw. Zahn√§rztin mit, dass Sie Tofranil nehmen.

Tofranil kann dazu f√ľhren, dass Ihre Haut empfindlicher auf Sonnenlicht reagiert. Setzen Sie sich keiner direkten Sonnenbestrahlung aus, tragen Sie eine Sonnenbrille und sch√ľtzen Sie sich durch entsprechende Kleidung.

Wichtig ist, dass Ihr Arzt oder Ihre √Ąrztin regelm√§ssig die Behandlungsfortschritte kontrolliert, damit er bzw. sie die Dosis entsprechend einstellen und dadurch Nebenwirkungen reduzieren kann. Vielleicht wird er bzw. sie auch Blutuntersuchungen durchf√ľhren, Ihren Blutdruck messen und Ihre Herzfunktion √ľberpr√ľfen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder √§usserlich anwenden.

Sie sollten insbesondere Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin informieren, wenn Sie gewisse Arzneimittel zur Behandlung von Depression oder anderen psychischen Erkrankungen anwenden (einschliesslich solche, die Sie ohne √§rztliches Rezept erhalten haben). Beispiele solcher Arzneimittel sind: Fluoxetin, Paroxetin, Sertralin, Citalopram, Fluvoxamin, Lithium und andere trizyklische Antidepressiva.

Sie sollten ebenfalls Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin informieren, wenn Sie Blutdruck- oder Herzmittel, Beruhigungsmittel, Mittel gegen Epilepsie (wie z.B. Barbiturate), Schlafmittel, starke Schmerzmittel, Terbinafin-Tabletten zur Behandlung von Haut-, Haar- oder Nagelpilzinfektionen, Arzneimittel zur Verhinderung der Blutgerinnung (Antikoagulantien), Arzneimittel gegen Asthma oder Allergien, Arzneimittel gegen Parkinson-Krankheit, Schilddr√ľsenpr√§parate, Arzneimittel gegen √ľbersch√ľssige Magens√§ure-Sekretion oder Magengeschw√ľre mit dem Wirkstoff Cimetidin, hormonale Empf√§ngnisverh√ľtungsmittel (orale Kontrazeptiva), Estrogene oder Methylphenidat einnehmen.

Tofranil Drag√©es enthalten Sucrose (Sucrose wird im K√∂rper teilweise in Fructose umgewandelt) und Lactose. Daher sollten Sie, falls Sie unter einer Unvertr√§glichkeit gegen√ľber bestimmten Zuckern leiden, Tofranil Drag√©es nur nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin einnehmen.


Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre √Ąrztin, wenn Sie schwanger sind oder stillen. Tofranil sollte w√§hrend der Schwangerschaft nur dann eingenommen werden, wenn es Ihnen der Arzt oder die √Ąrztin trotzdem ausdr√ľcklich verschrieben hat.

Der Wirkstoff von Tofranil geht in die Muttermilch √ľber. Deshalb sollten M√ľtter, die Tofranil nehmen, nicht stillen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer √Ąrztin.

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Wie wird es angewendet?

Ihr Arzt oder Ihre √Ąrztin legt die f√ľr Sie am besten geeignete Dosis fest. Die folgenden Dosierungsangaben gelten nur als Anweisung. Bei Depressionen und Verstimmungszust√§nden betr√§gt die Erhaltungs-Tagesdosis normalerweise zwischen 50 und 100 mg. Bei Panik-Attacken beginnt man gew√∂hnlich mit 10 mg t√§glich und erh√∂ht nach einigen Tagen langsam auf eine Dosis zwischen 75 mg und 150 mg. Bei chronischen Schmerzzust√§nden betr√§gt die Tagesdosis gew√∂hnlich zwischen 25 und 75 mg. Gegen Bettn√§ssen bei Kindern (√ľber 6 Jahre) und Jugendlichen liegt, je nach Alter, die Tagesdosis gew√∂hnlich zwischen 20 und 75 mg.

Nehmen Sie Tofranil nach den Anweisungen Ihres Arztes oder Ihrer √Ąrztin. Nehmen Sie nicht mehr davon und nehmen Sie es nicht l√§nger und nicht √∂fter als Ihr Arzt oder Ihre √Ąrztin es Ihnen verschrieben hat.

Depressionen und chronische Angstzust√§nde erfordern eine langdauernde Behandlung. Ver√§ndern oder beenden Sie die Behandlung nicht, ohne vorher mit Ihrem Arzt oder Ihrer √Ąrztin zu sprechen. M√∂glicherweise wird er bzw. sie Ihnen empfehlen, Tofranil nicht abrupt, sondern allm√§hlich abzusetzen. Damit werden eine Verschlechterung Ihres Zustandes und das Risiko von Abbruchsymptomen wie √úbelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Angstgef√ľhl, Nervosit√§t und allgemeines Unwohlsein vermieden.

Falls Sie einmal die Einnahme einer Dosis Tofranil vergessen haben, nehmen Sie die ausgelassene Dosis sobald Sie sich daran erinnern, und nehmen Sie danach das Arzneimittel wieder zu den gewohnten Zeiten ein. Ist jedoch bald Zeit f√ľr die Einnahme der n√§chsten Dosis, nehmen Sie die ausgelassene Dosis nicht, sondern fahren Sie fort, das Arzneimittel zur gewohnten Zeit einzunehmen.

Wenn Sie dazu Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Ihre √Ąrztin.

Wenn Sie einmal wesentlich mehr Drag√©es genommen haben als Ihnen Ihr Arzt oder Ihre √Ąrztin verschrieben hat, suchen Sie sofort die Notfallstation des n√§chstgelegenen Krankenhauses oder Ihren Arzt oder Ihre √Ąrztin auf oder rufen Sie dort an. Die folgenden Symptome einer √úberdosierung treten gew√∂hnlich innerhalb von wenigen Stunden auf: starke Schl√§frigkeit; Konzentrationsschw√§che; schneller, langsamer oder unregelm√§ssiger Herzschlag; Ruhelosigkeit und Erregtheit; Verlust der Muskelkoordination und Muskelsteifheit; Atemnot; Krampfanf√§lle; Erbrechen; Fieber.

√Ąndern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer √Ąrztin oder Apothekerin.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Die meisten Nebenwirkungen von Tofranil erfordern in der Regel kein √§rztliches Eingreifen und gehen w√§hrend der Behandlung, nachdem sich Ihr K√∂rper an das Arzneimittel gew√∂hnt hat, wieder zur√ľck. Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Ihre √Ąrztin, wenn die Nebenwirkungen l√§nger andauern oder f√ľr Sie sehr unangenehm sind.

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Tofranil auftreten:

Die h√§ufigsten Nebenwirkungen sind: Benommenheit, M√ľdigkeit, Mundtrockenheit, verschwommenes Sehen, Kopfschmerzen, Zittern, unregelm√§ssiger Herzschlag, Herzrasen, Appetitlosigkeit, Verstopfung, Erbrechen, Leberfunktionsst√∂rung, √úbelkeit, Schwindel, Ruhelosigkeit, Gef√ľhlsst√∂rungen, Durchfall, Hitzewallungen, Schweissausbr√ľche.

Zu Beginn der Behandlung mit Tofranil k√∂nnen sich Angstgef√ľhle verst√§rken; sie lassen aber in der Regel innerhalb von zwei Wochen nach.

Danach können noch weitere Nebenwirkungen auftreten, z.B. Verwirrtheit, Schlafstörungen, Gewichtszunahme, Sexual- oder Blasenstörungen und Hautausschlag.

Wenden Sie sich unverz√ľglich an Ihren Arzt oder Ihre √Ąrztin, wenn eine der folgenden Nebenwirkungen auftritt, denn sie erfordert eventuell eine √§rztliche Behandlung: Gelbsucht, Hautreaktionen (Jucken oder R√∂tung), starkes Fieber und Halsschmerzen, Gleichgewichtsst√∂rungen, schmerzende Augen, starke Magenschmerzen, Muskelschw√§che oder Muskelsteifheit, Muskelkr√§mpfe, Schwierigkeiten beim Wasserlassen, Schwellen der Br√ľste und Austreten von Milch, schnelle oder unregelm√§ssige Herzschl√§ge (starkes Herzklopfen, Herzjagen), Sprachst√∂rungen, Verwirrtheit oder Delirium, Halluzinationen, Krampfanf√§lle.

Bei Kindern und Jugendlichen mit Depressionen oder anderen psychiatrischen Diagnosen wurde unter Behandlung mit Antidepressiva √ľber ein vermehrtes Auftreten von Verhaltensst√∂rungen inkl. erh√∂htem Risiko von Suizidgedanken, Selbstverletzungen und vollendetem Suizid berichtet.

Beim Absetzen von Tofranil k√∂nnen Abbruchsymptome auftreten (s. ¬ęWie verwenden Sie Tofranil?¬Ľ).

Es wurde ein erh√∂htes Risiko von Knochenbr√ľchen bei Patienten und Patientinnen im Alter √ľber 50 Jahren, welche diese Art von Arzneimittel nehmen, beobachtet.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin informieren.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel sollen f√ľr Kinder unerreichbar aufbewahrt werden.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit ¬ęEXP¬Ľ bezeichneten Datum verwendet werden.

Tofranil soll vor Feuchtigkeit gesch√ľtzt und nicht √ľber 30

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Weitere Informationen

1 Dragée enthält 10 mg oder 25 mg Imipraminhydrochlorid sowie Lactose und weitere Hilfsstoffe.

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden