Adipositas (Fettleibigkeit)

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Internationale Klassifikation (ICD) E66.99
Symptome Gewichtszunahme, krankhafte Fettansammlung, Eingeschränkte körperliche Leistungsfähigkeit, Hyperhidrosis, Sodbrennen, Schlafapnoe, erhöhtes Risiko auf Folgeerkrankungen
Mögliche Ursachen Gene, psychosoziale Faktoren, Körperliche Inaktivität, zu hohe Energiezufuhr, Medikamenteneinnahme
Mögliche Risikofaktoren Körperliche Inaktivität, zu hohe Energiezufuhr, psychische Störungen, psychischer Stress, einschneidende Veränderungen im Leben

Grundlagen

Unter Adipositas oder Fettleibigkeit wird die relative Zunahme der Fettmasse verstanden. Das heißt, dass im Gegensatz zu den anderen Baustoffen des Körpers überproportional viel Fett vorhanden ist. Um eine Abgrenzung vom Übergewicht zu ermöglichen, werden mehrere Quantifizierungen verwendet.

Der Body Mass Index (BMI)

Aktuell spielt vor allem der BMI eine große Rolle bei der Diagnostik von Adipositas. Bei diesem Wert wird die Körpergröße mit dem Gewicht in Bezug gesetzt. Durch Anwendung der Formel „(Gewicht in kg) / (Größe in m)²“ ergibt sich der BMI.

Je nach BMI werden mehrere Gewichtsklassen eingeteilt:

  • Untergewicht: BMI unter 18,5
  • Normalgewicht: BMI zwischen 18,5 und 25
  • Übergewicht: BMI zwischen 25 und 30
  • Adipositas: BMI über 30

Auch wenn der BMI heute wohl das gängigste Maß zur Bewertung des Körpergewichtes ist, gibt es auch bei diesem einen entscheidenden Nachteil. So wird die Zusammensetzung des Körpergewichtes überhaupt nicht berücksichtigt. Vor allem bei Sportlern wird deswegen oft Übergewicht oder gar Adipositas angezeigt, auch wenn deren Fettanteil im Normbereich liegt.

Hip-Waist-Ratio (Taillen-Hüft-Verhältnis)

Ein weiteres wichtiges Beurteilungskriterium für das Körpergewicht ist das Verhältnis zwischen Hüftumfang und Taillenumfang. Dafür wird der Taillenumfang einfach durch den Hüftumfang dividiert.

Bei Frauen sollte die Hip-Waist-Ratio laut den von der WHO festgesetzten Risikogrenzen unter 0,85 liegen, bei Männern unter 1,00. Andere Institute schlagen eine geringere Hip-Waist-Ratio vor. So sollte diese bei Frauen unter 0,80 und bei Männern unter 0,90 liegen.

Messung des Bauchumfanges

Auch die Betrachtung des Bauchumfanges kann für die Bewertung des Körpergewichts herangezogen werden. Vor allem in neueren Untersuchungen konnte festgestellt werden, dass dieser eine große Bedeutung für die Beurteilung eines gesunden Körpergewichtes hat.

Bei Frauen sollte der Bauchumfang unter 80cm liegen, bei Männern unter 94cm. Ab einem Bauchumfang von mehr als 88cm bei Frauen oder mehr als 102cm bei Männern spricht man von einer bedenklichen Fettverteilung, die ein stark erhöhtes Risiko für Folgeerkrankungen mit sich bringt.

Einteilung der Fettverteilung

Die Adipositas kann aufgrund der Fettverteilung in zwei Formen eingeteilt werden.

  • Abdominale Adipositas: Diese wird gerne auch als Bierbauch bezeichnet und kommt vor allem bei Männern vor. Das Risiko für Folgeerkrankungen ist bei dieser Fett-Verteilungsform beträchtlich erhöht. Man spricht deswegen auch gerne vom gefährlichen Bauchfett.
  • Periphere Adipositas: Hier lagert sich das Fett gleichmäßig im Unterhautfettgewebe an. Größere Fettansammlungen findet man vor allem an den Extremitäten, wie zum Beispiel an den Hüften. Diese Verteilungsform wird oft auch als weibliche Form bezeichnet und ist weniger gefährlich als die abdominale Adipositas.

Ursachen

Bei der Adipositas wird zwischen primären und sekundären Ursachen unterschieden. Bei sekundärer Adipositas gibt es eine zugrunde liegende Erkrankung, die als Verursacher infrage kommt. Bei einer primären Adipositas besteht die Erkrankung, ohne dass eine verursachende Grunderkrankung gefunden werden kann.

Primäre Adipositas

Bei dieser ist die genaue Ursache vielen Fällen unbekannt. Da es oftmals zu einer familiären Häufung kommt, geht man davon aus, dass sowohl die Gene als auch psychosoziale Faktoren eine Rolle spielen. Denn neben den Genen bekommen wir von unseren Eltern auch gewisse Verhaltensweisen vererbt. Diese betreffen vor allem den Lebensstil, der meistens von den Eltern übernommen wird, auch wenn dieser alles andere als gesund ist.

Sekundäre Adipositas

Zahlenmäßig spielt diese nur eine untergeordnete Rolle. Trotzdem ist es wichtig, dass diese Form ausgeschlossen wird, bevor eine Therapie begonnen wird. Ansonsten kann die eingesetzte Behandlung nicht nur ineffektiv, sondern vor allem auch gefährlich sein.

Zu den möglichen Grunderkrankungen, die eine Adipositas auslösen können, zählen:

  • hormonelle Veränderungen
  • Unterfunktion der Schilddrüse
  • Morbus Cushing
  • polyzystisches Ovar
  • gutartiger Tumor der Bauchspeicheldrüse mit Insulin-Ausschüttung
  • zentralnervöse Veränderungen
  • Schädigung des Hypothalamus
  • Neubildungen in oder am Hypothalamus

Neben anderen Erkrankungen können auch Medikamente an der Entstehung von Fettleibigkeit beteiligt sein. Darunter fallen vor allem Antidepressiva, Neuroleptika, Hypnotika, Antiepileptika, Steroide, Antihistaminika, orale Antidiabetika und Insulin.

Forschung nach weiteren Ursachen

Auch wenn sehr viele Menschen von Fettleibigkeit betroffen sind und diese auch sehr negative Auswirkungen auf die Gesundheit hat, gibt es noch relativ wenige Daten zu deren Entstehung und Behandlung. Heute findet man immer mehr Forschungen auf diesem Gebiet. Dadurch sollen neue und effektivere Methoden der Behandlung und der Vorbeugung entwickelt werden.

So wird heute zum Beispiel vermutet, dass durch ein Ungleichgewicht gewisser Botenstoffe im Gehirn die Regulation von Appetit und Sättigung bei vielen adipösen Menschen nicht funktioniert. So wird auch bei Energieüberschuss weiter ein Hunger-Signal gesendet. Zudem bleibt das Sättigungsgefühl aus, wodurch sich das Überangebot von Nährstoffen nochmals erhöht.

Unterstützt wird diese Theorie von der Tatsache, dass sich bei jedem Patienten mit Adipositas eine positive Energiebilanz findet. Das heißt, dass mehr Nährstoffe aufgenommen werden, als der Körper verbraucht. Die Ursache, warum dies so ist, warum der Körper dies nicht selbst verhindert, ist jedoch unbekannt.

Schlechter Lebensstil und Adipositas

Bei all den Versuchen, die Ursachen für das starke Übergewicht zu klären, muss jedoch erwähnt werden, dass vor allem auch der Lebensstil eine große Rolle spielt. Körperliche Inaktivität und zu hohe Energiezufuhren müssen einfach dazu führen, dass Fettreserven aufgebaut liegen.

Bei vielen Adipösen ist auch zu beobachten, dass vor allem psychischer Stress und einschneidende Veränderungen im Leben das Gewicht außer Kontrolle geraten lassen. Dazu zählen unter anderem die Heirat, die Trennung oder eine berufliche Veränderung. Bei Frauen spielen auch Schwangerschaften eine große Rolle. Auch psychische Störungen wie zum Beispiel Depressionen führen häufig zu einer Gewichtszunahme.

Im Laufe des Lebens steigt das Körpergewicht nahezu automatisch immer weiter an. Dabei ist es ein langsamer Prozess, der ungefähr bis ins 65. Lebensjahr anhält. Und auch im fortgeschrittenen Alter ist oft eine Gewichtszunahme zu beobachten, da die körperlichen Aktivitäten durch Abnützungen des Bewegungsapparates und andere Erkrankungen eingeschränkt sind. Somit ist es oft schon ein Erfolg, wenn man sein Gewicht über viele Jahre konstant halten kann.

Symptome

Allgemein erhöht sich das Risiko auf Folgeerkrankungen, je länger und stärker ausgeprägt die Adipositas ist. So können sogenannte entzündungsfördernde Adipokine, also hormonbasierte Botenstoffe, welche im menschlichen Fettgewebe produziert werden, beispielsweiße an der Entstehung von Diabetes mellitus Typ 2 oder Arteriosklerose beteiligt sein.

Im Folgenden werden einige Körpersysteme und exemplarische Schäden durch Adipositas dargestellt. Dabei handelt es sich bei Weitem nicht um eine vollständige Liste der möglichen Folgen des Übergewichtes.

Herz-Kreislauf-System

Atmungssystem

  • Anstrengungsdyspnoe
  • obstruktives Schlafapnoesyndrom
  • respiratorische Insuffizienz
  • Atelektasen
  • Hyperventilationssyndrom

Stoffwechselsystem

Sonstige

Mehreren Studien und Statistiken nach steigt die Sterblichkeit mit dem BMI an. Je ausgeprägter die Adipositas ist, desto wahrscheinlicher ist der frühzeitige Tod. Die durch Adipositas hervorgerufenen Schäden sind jedoch nicht unbedingt dauerhaft. Viele Veränderungen und Störungen können durch die Reduktion des eigenen Gewichtes wieder rückgängig gemacht oder zumindest vermindert werden.

Diagnose

Über die Angabe von Gewicht und Körpergröße und Messung von Bauch- und Hüftumfang kann einfach und schnell erörtert werden, ob ein normiertes Körpergewicht vorliegt oder nicht.

Die Anamnese

Um eine Behandlung ermöglichen zu können, muss trotzdem eine ausführliche Anamnese gemacht werden. Diese sollte eine ganze Reihe von Punkten beinhalten, die der genauen Diagnose dienen und die Wahl der richtigen Therapie erleichtern.

Diese sollte mindestens folgende Themenbereiche abdecken:

  • Familienanamnese: Erörterung der Genetik als auch der soziale Vererbung von Verhaltensweisen, da beide bei der Entstehung von Adipositas eine wesentliche Rolle spielen.
  • Sozialanamnese: Sucht nach Informationen zum sozioökonomischen Status des Patienten. Es ist wichtig, dass der Patient mit seinem Umfeld, seiner Lebenssituation, seinen Familienstrukturen und dem Freundeskreis in die Diagnose und Therapie berücksichtigt wird, um einen Erfolg erzielen zu können.
  • Medikamentenanamnese: Sowohl aktuelle als auch frühere Medikamente können einen Hinweis auf Ursachen, bereits entstandene Organschäden und erfolglose Therapieansätze geben. Dabei sollten nicht nur rezeptpflichtige Mittel, sondern auch rezeptfreie Mittel und Nahrungsergänzungsmittel erörtert werden.
  • Gewichtsanamnese: Neben dem aktuellen Gewicht muss auch der Gewichtsverlauf dokumentiert werden. Dieser gibt Hinweise auf die Ursachen und damit auch auf mögliche Therapieansätze.
  • Diätanamnese: Gescheiterte Versuche der Gewichtsreduktion geben Hinweise auf den Leidensdruck durch das Übergewicht und helfen dabei, bei neuerlichen Versuchen bessere Methoden zu verwenden.
  • Ernährungsanamnese: Diese kann aus einem ehrlichen und ausführlichen Esstagebuch bestehen. Dies dient nicht nur der Diagnose, sondern kann auch für therapeutische Zwecke umgesetzt werden.
  • Motive für die Gewichtsreduktion: Um einen Plan entwickeln zu können, ist es wichtig, die Motive zu kennen. Auch die Zielwerte hängen von der Motivation ab.

Physikalische Untersuchungen

Nach der Anamnese ist eine komplette internistische und physikalische Untersuchung indiziert, die überprüft, inwieweit die Adipositas schon zu Schäden in anderen Organsystemen geführt hat. Vor allem das Herz-Kreislauf-System, der Fettstoffwechsel, der Zuckerstoffwechsel und der Blutdruck werden von einer Adipositas negativ beeinflusst.

Therapie

Eine Therapie von Übergewicht ist generell erst ab einem BMI von 30 indiziert. Jedoch können gewisse Faktoren dazu führen, dass eine ärztliche Intervention auch schon ab einem BMI von 25 sinnvoll wird. Die ist vor allem bei einer abdominalen Adipositas oder zwei zusätzlichen Risikofaktoren sinnvoll. Das Gleiche gilt für bestehende Erkrankungen, die durch eine Gewichtsreduktion verbessert werden können.

Für eine erfolgreiche Therapie muss ein individueller und realistischer Zeitplan aufgestellt werden. Dabei sollte erst einmal die Stabilisation des aktuellen Gewichtes und dann eine langsame Reduktion des Gewichtes angestrebt werden. Im Folgenden werden einige Strategien genannt, die bei der Gewichtsreduktion angewandt werden könnten.

Verminderung der Kalorienaufnahme

Schwerpunktmäßig sollte vor allem die Fettzufuhr reduziert werden, idealerweise wird die aufgenommene Gesamtenergie vermindert. Dabei sollte insgesamt ein tägliches Energiedefizit von 500 bis 800 kcal angestrebt werden.

Körperliche Aktivität

Durch körperliche Aktivität kann der Kalorienverbrauch erhöht werden. Zudem kann durch Sport auch der Appetit gesenkt und Stress besser kontrolliert werden. Für viele ist der Sport auch ein stabilisierendes soziales Ereignis. Zudem hat Bewegung immer einen positiven Effekt auf das Herz-Kreislauf-System, welches besonders von der Adipositas negativ beeinflusst wird.

Im Idealfall sollte man mindestens dreimal wöchentlich 30 Minuten Sport betreiben. Natürlich ist es besser, wenn man öfter und länger trainiert. Generell sollte man sich aber erreichbare Ziele setzen. Denn es ist besser, regelmäßig wenig zu trainieren, als unregelmäßige Intensivtrainings. Diese haben keinen zusätzlich positiven Einfluss auf das Gewicht und können zudem noch demotivierend wirken. 

Weitere Unterstützung

Die Gewichtsreduktion kann je nach persönlicher Situation noch durch viele weitere Maßnahmen gefördert werden. Dazu zählen Verhaltenstherapien, psychosoziale Hilfeleistungen und die Teilnahme an Selbsthilfegruppen.

Medikamentöse Therapie

Sowohl Tabletten als auch Pulverformen existieren, um beim Abnehmen behilflich zu sein. Zum Einsatz kommt zum Beispiel das Antiadipositum Orlistat (Xenical), welches die Bauchspeicheldrüse hemmt, wodurch Fette nicht mehr so gut aufgenommen werden können. Ein anderes Mittel ist das Anorektikum Sibutramin (Reductil), welches über Botenstoffe im Gehirn das Sättigungsgefühl fördert. Weitere Mittel sind derzeit in Entwicklung.

Als alleiniges Mittel zur Gewichtsreduktion ist jedoch auch das beste frei verkäufliche Medikament nicht geeignet, weswegen Arzneimittel bei Bedarfsfall in Kombination mit anderen gewichtsreduzierenden Maßnahmen eingenommen werden sollten. Zudem ist es nur in besonderen Fällen und nach dem Scheitern konservativer, nichtmedikamentöser Maßnahmen indiziert.

Operative Therapie

Bei diesen müssen die Patienten immer genauestens über die Risiken und Folgen des Eingriffes aufgeklärt werden. Denn durch die bestehende Adipositas ist auch das Risiko bei der Operation stark erhöht.

Die Indikation zur Operation ist erst ab einem BMI von 40 gegeben. Bei einem BMI über 35 kann eine Operation in Betracht gezogen werden, wenn Begleiterkrankungen eine schnelle Gewichtsreduktion verlangen oder wenn alle anderen Therapieversuche gescheitert sind.

Grundsätzlich wird bei diesen chirurgischen Eingriffen versucht, das Magenvolumen zur reduzieren. Dadurch kommt es nur zu einer limitierten Nahrungszufuhr, die wiederum die Gewichtsreduktion mit sich bringt.

Zu den verschiedenen Verfahren gehören unter anderem:

  • Gastric Banding (Magenband): Ein Silikonband wird um den Magen gelegt und dann je nach Bedarf mit Flüssigkeit gefüllt. Dadurch wird der Eingang zum Magen verkleinert, es können immer nur kleine Nahrungsmengen aufgenommen werden.
  • Vertikale Gastroplastik: Durch Klammernähte wird ein Teil des Magens abgetrennt und durch ein Silikonband gesichert.
  • Magenballon: In den Magen wird ein Ballon eingesetzt, der je nach Bedarf mit mehr oder weniger Flüssigkeit gefüllt wird. Diese Methode wird heute eher selten angewendet, da sie einige Komplikationen mit sich bringt.

Für eine dauerhafte Senkung des Körpergewichtes sollten jedoch auch die Essgewohnheiten verändert und optimiert werden. Zudem braucht es nach der Operation weiterhin eine intensive internistische, ernährungsmedizinische und psychologische Betreuung der Patienten.

Ernährungsempfehlungen bei Adipositas

Um die eigene Ernährung verbessern zu können, muss man sich erst einmal mit dem eigenen Energiebedarf auseinandersetzen. Dieser hängt unter anderem von der Größe, dem Gewicht, dem Geschlecht und der körperlichen Belastung im Alltag ab. Anhand des Energiebedarfes kann dann abgeschätzt werden, wie viele Kalorien man täglich zu sich nehmen sollte.

Dabei sollte man darauf Wert legen, dass alle Nahrungsbestandteile in ausreichender Menge aufgenommen werden. Um dies erreichen zu können, muss man sich intensiv mit der Zusammensetzung der Nahrung und deren quantitativen und qualitativen Energiegehalt auseinandersetzen. Schon beim Einkaufen muss darauf geachtet werden, die richtigen Lebensmittel zu kaufen. Dazu sollte man üben, die Nährstoffinformationen auf Lebensmittelpackungen richtig zu lesen und zu interpretieren.

Nicht nur die Art der aufgenommenen Lebensmittel, sondern auch deren Zubereitung spielt eine große Rolle. So sollte man auf fettarme Zubereitungsarten zurückführen, die auch den Vitamingehalt der Nahrung nicht zerstören.

Keine kurzfristigen Umstellungen

Ganz egal, wie man seine Ernährung verändert, es sollte sich immer um eine langfristige Optimierung handeln und nicht um kurzfristige Diäten. Diese führen zwar oft zu einer schnellen Gewichtsreduktion, jedoch bleibt der befürchtete Jo-Jo-Effekt nur selten aus.

Um dies realisieren zu können, sollte man sich nur auf Veränderungen einlassen, mit denen man auch langfristig leben kann. Es hat wohl wenig Nachhaltigkeit zu sagen, dass man nie wieder nascht, jedoch kann man die Menge an Süßigkeiten drastisch reduzieren.

Konkrete Hinweise für eine bessere Ernährung

Doch was kann man jetzt konkret verändern, um eine bessere Ernährung zu erreichen? Im Folgenden werden einige Hinweise gegeben. Schlussendlich muss man ausprobieren, was für einen selbst durchführbar und wirksam ist.

Mögliche Veränderungen für eine gute Ernährung:

  • Eliminierung oder drastische Reduktion von Alkohol
  • Einsparung von Kohlenhydraten, die die Spaltung von Fetten im Körper verhindern
  • Erhöhung des Protein-Anteils in der Nahrung, die vor allem auch den Appetit zügeln
  • Reduktion der Fettzufuhr, Konzentration auf ungesättigte Fettsäuren
  • Ausreichende Flüssigkeitsaufnahme in Form von ungezuckerten Getränken

Allgemeine Maßnahmen zum verbesserten Essverhalten

  • Die Einnahme der Mahlzeiten sollte, wenn möglich, immer am selben Ort erfolgen.
  • Man sollte sich genügend Zeit für das Essen nehmen, um es genießen zu können.
  • Eine attraktive Zubereitung und Präsentation der Speisen erhöht den Genussfaktor.
  • Ablenkungen während dem Essen sollten vollkommen vermieden werden.
  • Anstatt nachzuschöpfen, sollte man schon zu Beginn eine angemessene Portion anrichten.
  • Verbessertes Sättigungsgefühl durch hohe Eiweißzufuhr und Fettreduktion
  • Kohlenhydraten in Form von komplexen Kohlenhydraten (Ballaststoffe, Vollkorn)
  • Reduktion einfacher Kohlenhydrate (Zucker)
  • Sollte ein Hungergefühl auftreten, kann durch sportliche Aktivität, Hobbys oder einfachen Maßnahmen wie Zähneputzen eine Ablenkung erfolgen.

Prognose

Die eigentliche Gewichtsreduktion ist für viele Betroffene nicht das große Problem. Durch Diäten und Sport schaffen sie es immer wieder, einige Kilogramm Gewicht zu reduzieren. Doch nach der Diät ist es oftmals nahezu unmöglich, das neue Gewicht zu halten. Der Jo-Jo-Effekt sorgt meistens dafür, dass das Gewicht schon wenige Monate nach der Diät noch höher ist als vor der Diät.

Eine dauerhafte Gewichtsreduktion kann nur durch langfristige Behandlungskonzepte erreicht werden. Man sollte nicht in einer bestimmten Zeit ein gewisses Wunschgewicht erreichen wollen, sondern durch eine dauerhafte Änderung des Lebensstils ein gesünderes Leben führen, welches die überflüssigen Kilos langsam, aber dauerhaft eliminiert.

Eine Diät sollte also nicht primär erfolgsorientiert sein, sondern als eine lebenslange und ausgewogene Ernährung fungieren. Man sollte sie also so optimieren, dass sie gesund ist und einem auch schmeckt. Denn nur dann ist sie auch dauerhaft durchführbar. Die gute Ernährung allein ist auch nicht genug, sondern muss immer mit ausreichend körperlicher Betätigung kombiniert werden.

Vorbeugen

Die wichtigste und effektivste Maßnahme, um einer Adipositas vorbeugen zu können, ist das Erreichen und Halten eines stabilen Gewichtes. Im Laufe des Lebens ist die Tendenz des Körpergewichtes immer zunehmend. Es ist schon ein Erfolg, wenn man das aktuelle Gewicht halten und der allgemeinen Tendenz der Gewichtszunahme trotzen kann.

Dazu sollte auf eine fettarme und ballaststoffreiche Nahrungszusammensetzung Wert gelegt werden. Vor allem Lebensmittel mit geringer Energiedichte sind geeignet, um eine Gewichtszunahme zu verhindern. Diese haben wenige Kalorien, da sie reich an Wasser oder Ballaststoffen sind.

Zwischenmahlzeiten, Fastfood und zuckerhaltige oder alkoholische Getränke sollten so gut es geht vermieden werden.

Beim Sport ist vor allem das Ausdauertraining sinnvoll, da hier der Kalorienverbrauch überproportional gesteigert wird. So kann durch die erhöhte Muskeltätigkeit eine Adipositas dauerhaft verhindert werden.

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