Combivir 150 mg/300 mg Filmtabletten

Abbildung Combivir 150 mg/300 mg Filmtabletten
Wirkstoff(e) Lamivudin Zidovudin
Zulassungsland Europäische Union (Deutschland)
Hersteller ViiV Healthcare BV
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 18.03.1998
ATC Code J05AR01
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Direkt wirkende antivirale Mittel

Zulassungsinhaber

ViiV Healthcare BV

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Combivir wird zur Behandlung der HIV (humanes Immundefizienz-Virus)-Infektion bei Kindern und Erwachsenen eingesetzt.

Combivir enthält zwei Wirkstoffe, die zur Behandlung der HIV-Infektion angewendet werden: Lamivudin und Zidovudin. Diese Wirkstoffe gehören zu einer Gruppe von antiretroviralen Arzneimitteln, die nukleosidanaloge Reverse-Transkriptase-Hemmer (NRTIs) genannt werden.

Combivir kann Ihre HIV-Infektion nicht vollständig heilen; es senkt die Viruslast in Ihrem Körper und hält sie auf einem niedrigen Wert. Es steigert auch die CD4-Zellzahl in Ihrem Blut. CD4-Zellen sind eine Art von weißen Blutkörperchen, die Ihrem Körper beim Kampf gegen Infektionen helfen.

Nicht jeder spricht gleich auf die Behandlung mit Combivir an. Ihr Arzt wird die Wirksamkeit Ihrer Behandlung √ľberwachen.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Combivir darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Lamivudin oder Zidovudin oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
  • wenn Sie eine sehr geringe Anzahl roter Blutk√∂rperchen (An√§mie) oder sehr geringe Anzahl wei√üer Blutk√∂rperchen (Neutropenie) haben.
    Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie glauben, dass eine dieser Bedingungen bei Ihnen zutrifft.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Einige Personen, die Combivir oder andere HIV-Kombinationstherapien einnehmen, haben ein erh√∂htes Risiko f√ľr schwere Nebenwirkungen. Sie sollten sich dieser zus√§tzlichen Risiken bewusst sein:

  • wenn Sie jemals eine Lebererkrankung hatten, einschlie√ülich einer Hepatitis B oder C (falls Sie an einer Hepatitis-B-Infektion leiden, setzen Sie Combivir keinesfalls ohne R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ab, da Sie einen Hepatitis-R√ľckfall erleiden k√∂nnten)
  • wenn Sie an einer Nierenerkrankung leiden
  • wenn Sie stark √ľbergewichtig sind (insbesondere wenn Sie weiblichen Geschlechts sind)
    Informieren Sie Ihren Arzt, wenn eine dieser Bedingungen bei Ihnen zutrifft. Ihr Arzt wird entscheiden, ob diese Wirkstoffe f√ľr Sie geeignet sind. In diesen F√§llen k√∂nnen zus√§tzliche Kontrolluntersuchungen einschlie√ülich Blutkontrollen bei Ihnen erforderlich sein, solange Sie Ihr Arzneimittel einnehmen. Siehe Abschnitt 4 f√ľr weitere Informationen.

Achten Sie auf wichtige Symptome

Bei einigen Personen, die Arzneimittel zur Behandlung der HIV-Infektion einnehmen, können andere

‚Äď auch schwerwiegende ‚Äď Erkrankungen auftreten. Sie sollten wissen, auf welche wichtigen Anzeichen und Symptome Sie achten m√ľssen, w√§hrend Sie Combivir einnehmen.

Lesen Sie die Information unter ‚ÄěAndere m√∂gliche Nebenwirkungen einer HIV- Kombinationstherapie‚Äú im Abschnitt 4 dieser Gebrauchsinformation.

Einnahme von Combivir zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen oder k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen haben, auch wenn es sich um pflanzliche Arzneimittel oder andere nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Denken Sie daran, Ihren Arzt oder Apotheker zu informieren, wenn Sie mit der Einnahme eines neuen Arzneimittels beginnen, während Sie Combivir einnehmen.

Diese Arzneimittel sollten nicht zusammen mit Combivir angewendet werden:

  • andere Lamivudin-enthaltende Arzneimittel, zur Behandlung der HIV-Infektion oder der
    Hepatitis-B-Infektion
  • Emtricitabin, zur Behandlung der HIV-Infektion
  • Stavudin, zur Behandlung der HIV-Infektion
  • Ribavirin oder √ľber die Vene verabreichtes Ganciclovir, zur Behandlung viraler Infektionen
  • hohe Dosen von Cotrimoxazol, einem Antibiotikum
  • Cladribin, zur Behandlung der Haarzell-Leuk√§mie.
    Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie mit einem dieser Arzneimittel behandelt werden.

Einige Arzneimittel können die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass bei Ihnen Nebenwirkungen auftreten, oder können Nebenwirkungen verstärken.

Dazu gehören:

  • Natriumvalproat, zur Behandlung von Epilepsien
  • Interferon, zur Behandlung viraler Infektionen
  • Pyrimethamin, zur Behandlung von Malaria und anderen parasit√§ren Infektionen
  • Dapson, zur Vorbeugung einer Lungenentz√ľndung und zur Behandlung von Hautinfektionen
  • Fluconazol oder Flucytosin, zur Behandlung von Pilzinfektionen wie Candida
  • Pentamidin oder Atovaquon, zur Behandlung parasit√§rer Infektionen wie Pneumocystis- jirovecii-Pneumonie (h√§ufig als PCP bezeichnet)
  • Amphotericin oder Cotrimoxazol, zur Behandlung von Pilzinfektionen und bakteriellen
    Infektionen
  • Probenecid, zur Behandlung von Gicht oder √§hnlichen Zust√§nden, auch bei gemeinsamer Gabe mit einigen Antibiotika zur Verbesserung von deren Wirksamkeit
  • Methadon, zur Heroinsubstitution
  • Vincristin, Vinblastin oder Doxorubicin, zur Krebsbehandlung. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines dieser Arzneimittel einnehmen.

Wechselwirkungen einiger Arzneimittel mit Combivir

Zu diesen gehören:

  • Clarithromycin, ein Antibiotikum
    Wenn Sie Clarithromycin einnehmen, nehmen Sie Ihre Dosis mindestens 2 Stunden vor oder nach der Einnahme von Combivir ein.
  • Phenytoin, zur Behandlung von Epilepsien.
    Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Phenytoin einnehmen. Ihr Arzt kann eine engmaschigere √úberwachung f√ľr erforderlich halten, w√§hrend Sie Combivir einnehmen.
  • Arzneimittel (in der Regel Fl√ľssigkeiten), die Sorbitol oder andere Zuckeralkohole (wie z. B. Xylitol, Mannitol, Lactitol oder Maltitol) enthalten, wenn sie regelm√§√üig eingenommen werden.
    Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie eines dieser Arzneimittel einnehmen.

Schwangerschaft

Wenn Sie schwanger sind, schwanger werden oder eine Schwangerschaft planen, m√ľssen Sie sich mit Ihrem Arzt in Verbindung setzen, um mit ihm die m√∂glichen Nebenwirkungen sowie den Nutzen und die Risiken Ihrer antiretroviralen Behandlung f√ľr Sie und Ihr Kind zu besprechen.

Combivir und √§hnliche Arzneimittel k√∂nnen Nebenwirkungen bei ungeborenen Kindern hervorrufen. Wenn Sie Combivir w√§hrend der Schwangerschaft eingenommen haben, kann Ihr Arzt Sie zu regelm√§√üigen Blutuntersuchungen und anderen Diagnoseverfahren einbestellen, um die Entwicklung Ihres Kindes zu √ľberwachen. Bei Kindern, deren M√ľtter w√§hrend der Schwangerschaft NRTIs eingenommen haben, √ľberwog der Nutzen durch den Schutz vor HIV das Risiko des Auftretens von Nebenwirkungen.

Stillzeit

Bei HIV-positiven Frauen wird das Stillen nicht empfohlen, da eine HIV-Infektion √ľber die Muttermilch auf das Kind √ľbertragen werden kann.

Die Inhaltsstoffe von Combivir k√∂nnen in geringen Mengen ebenfalls in Ihre Muttermilch √ľbergehen.

Wenn Sie stillen oder beabsichtigen zu stillen, sollten Sie dies so schnell wie möglich mit Ihrem Arzt besprechen.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Combivir kann dazu f√ľhren, dass Ihnen schwindlig wird, auch k√∂nnen andere Nebenwirkungen auftreten, die Ihre Aufmerksamkeit verringern k√∂nnen.

F√ľhren Sie kein Fahrzeug und bedienen sie keine Maschinen, es sei denn, Sie f√ľhlen sich hierzu in der Lage.

Combivir enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enth√§lt weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d.h. es ist nahezu ‚Äěnatriumfrei‚Äú.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Nehmen Sie die Tabletten mit etwas Wasser ein. Combivir kann mit oder ohne eine Mahlzeit eingenommen werden.

Falls Sie die Tabletten nicht schlucken k√∂nnen, k√∂nnen Sie diese auch zerkleinern, mit einer kleinen Menge an Nahrung oder Fl√ľssigkeit vermischen und die gesamte Dosis unmittelbar danach einnehmen.

Bleiben Sie in regelmäßigem Kontakt mit Ihrem Arzt

Combivir hilft, Ihre Erkrankung unter Kontrolle zu halten. Es ist erforderlich, dass Sie Combivir regelmäßig jeden Tag einnehmen, um eine Verschlechterung Ihrer Erkrankung zu verhindern. Es können nach wie vor andere Infektionen oder Erkrankungen, die mit der HIV-Infektion in Zusammenhang stehen, auftreten.

Bleiben Sie in regelmäßigem Kontakt mit Ihrem Arzt und beenden Sie die Einnahme von Combivir nicht, ohne vorher den Rat Ihres Arztes eingeholt zu haben.

Wie viel an Combivir ist einzunehmen?

Erwachsene und Jugendliche mit einem K√∂rpergewicht von mindestens 30 kg Die √ľbliche Dosis an Combivir betr√§gt 1 Tablette zweimal t√§glich.

Nehmen Sie die Tabletten zu den √ľblichen Zeiten ein, wobei ungef√§hr 12 Stunden zwischen den Einnahmen der beiden Tabletten liegen sollten.

Kinder mit einem Körpergewicht zwischen 21 kg und 30 kg

Die √ľbliche Anfangsdosis von Combivir betr√§gt eine halbe (1/2) Tablette am Morgen und eine ganze Tablette am Abend.

Kinder mit einem Körpergewicht zwischen 14 kg und 21 kg

Die √ľbliche Anfangsdosis von Combivir betr√§gt eine halbe (1/2) Tablette am Morgen und eine halbe (1/2) Tablette am Abend.

Kinder mit einem Körpergewicht unter 14 kg sollten Lamivudin und Zidovudin (die Wirkstoffe in Combivir) als getrennte Darreichungsformen entsprechend einnehmen.

Wenn Sie eine größere Menge von Combivir eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie versehentlich zu viel Combivir eingenommen haben, informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker oder nehmen Sie mit der nächsten Notfallaufnahme Kontakt auf, um weiteren Rat einzuholen.

Wenn Sie die Einnahme von Combivir vergessen haben

Wenn Sie die Einnahme einer Dosis vergessen haben, nehmen Sie diese, sobald Sie daran denken, ein. Setzen Sie dann die Einnahme wie vorher fort. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Während einer HIV-Therapie können eine Gewichtszunahme und ein Anstieg der Blutfett- und Blutzuckerwerte auftreten. Dies hängt teilweise mit dem verbesserten Gesundheitszustand und dem Lebensstil zusammen; bei den Blutfetten manchmal mit den HIV-Arzneimitteln selbst. Ihr Arzt wird Sie auf diese Veränderungen hin untersuchen.

Die Behandlung mit Combivir verursacht oft einen Verlust von Fettgewebe an den Beinen, Armen und im Gesicht (Lipoatrophie). Es hat sich gezeigt, dass dieser Verlust an Körperfett nach dem Absetzen von Zidovudin nicht vollständig reversibel ist. Ihr Arzt sollte Sie auf Anzeichen einer Lipoatrophie untersuchen. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie einen Verlust von Fettgewebe an Ihren Beinen,

Armen und im Gesicht bemerken. Wenn diese Anzeichen auftreten, sollte Combivir abgesetzt und Ihre HIV-Behandlung geändert werden.

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Wenn Sie wegen einer HIV-Infektion behandelt werden, kann man nicht immer mit Sicherheit sagen, ob ein aufgetretenes Symptom eine durch Combivir oder durch andere gleichzeitig eingenommene Arzneimittel bedingte Nebenwirkung ist, oder durch die HIV-Erkrankung selbst verursacht wird. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dass Sie Ihren Arzt √ľber alle Ver√§nderungen Ihres Gesundheitszustandes informieren.

Neben den nachfolgend f√ľr Combivir aufgef√ľhrten Nebenwirkungen k√∂nnen sich auch andere Erkrankungen unter einer HIV-Kombinationstherapie entwickeln.

Es ist wichtig, dass Sie die weiter unten stehenden Informationen in dieser Packungsbeilage unter ‚ÄěAndere m√∂gliche Nebenwirkungen einer HIV-Kombinationstherapie‚Äú lesen.

Sehr häufige Nebenwirkungen

Diese können mehr als 1 von 10 Personen betreffen.

Häufige Nebenwirkungen

Diese können bis zu 1 Person von 10 betreffen.

  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Magenschmerzen
  • Appetitlosigkeit
  • Schwindelgef√ľhl
  • M√ľdigkeit, Kraftlosigkeit
  • Fieber (erh√∂hte K√∂rpertemperatur)
  • allgemeines Unwohlsein
  • Schlafst√∂rungen
  • Muskelschmerzen und -beschwerden
  • Gelenkschmerzen
  • Husten
  • gereizte oder laufende Nase
  • Hautausschlag
  • Haarausfall.

Häufige, in Bluttests erkennbare Nebenwirkungen sind:

  • niedrige Anzahl roter (An√§mie) oder wei√üer Blutk√∂rperchen (Neutropenie oder Leukopenie)
  • Anstieg bestimmter Leberenzyme
  • eine erh√∂hte Konzentration an Bilirubin (ein in der Leber hergestellter Stoff) im Blut, der Ihre Haut gelb erscheinen lassen kann.

Gelegentliche Nebenwirkungen

Diese können bis zu 1 Person von 100 betreffen.

Eine gelegentliche, in Bluttests erkennbare Nebenwirkung ist:

eine Abnahme der Blutzellen, die f√ľr die Blutgerinnung wichtig sind (Thrombozytopenie) oder aller Blutzellen (Panzytopenie).

Seltene Nebenwirkungen

Diese können bis zu 1 Person von 1.000 betreffen.

  • schwerwiegende allergische Reaktion, die Schwellungen des Gesichts, der Zunge und des Rachens verursachen kann, die wiederum zu Schwierigkeiten beim Schlucken oder Atmen f√ľhren k√∂nnen
  • Lebererkrankungen wie Gelbsucht, Lebervergr√∂√üerung oder Fettleber, Leberentz√ľndung
    (Hepatitis)
  • Laktatazidose (erh√∂hte Milchs√§urewerte im Blut; siehe im n√§chsten Abschnitt ‚ÄěAndere m√∂gliche Nebenwirkungen einer HIV-Kombinationstherapie‚Äú)
  • Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse
  • Brustschmerzen; Herzmuskelerkrankung (Kardiomyopathie)
  • Krampfanf√§lle
  • Angstgef√ľhl oder Depression, Konzentrationsschw√§che, Schl√§frigkeit
  • Verdauungsst√∂rungen, Geschmacksst√∂rungen
  • Farbver√§nderungen Ihrer N√§gel und Ihrer Haut, oder Farbflecken in Ihrem Mund
  • Grippe√§hnliche Symptome - Sch√ľttelfrost und Schwitzen
  • Kribbeliges Gef√ľhl an der Haut (‚ÄěAmeisenkribbeln‚Äú)
  • Schw√§chegef√ľhl der Gliedma√üen
  • Zerfall von Muskelgewebe
  • Taubheit
  • H√§ufiges Wasserlassen
  • Vergr√∂√üerung der Brust bei m√§nnlichen Patienten.

Seltene, in Bluttests erkennbare Nebenwirkungen sind:

  • Anstieg eines Enzyms namens Amylase
  • eine St√∂rung der Produktion neuer roter Blutzellen im Knochenmark (Erythroblastopenie).

Sehr seltene Nebenwirkungen

Diese können bis zu 1 Person von 10.000 betreffen.

Eine sehr seltene, in Bluttests erkennbare Nebenwirkung ist:

eine Störung der Produktion neuer roter oder weißer Blutzellen im Knochenmark (aplastische Anämie).

Sollten bei Ihnen Nebenwirkungen auftreten

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr√§chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Andere mögliche Nebenwirkungen einer HIV-Kombinationstherapie

Eine Kombinationstherapie mit Combivir kann andere Erkrankungen während der HIV-Behandlung hervorrufen.

Alte Infektionen können wieder aufflammen

Personen mit fortgeschrittener HIV-Infektion (AIDS) haben ein schwaches Immunsystem und k√∂nnen daher mit h√∂herer Wahrscheinlichkeit schwere Infektionen entwickeln (opportunistische Infektionen). Wenn diese Personen mit der Behandlung beginnen, k√∂nnen alte, versteckte Infektionen wieder aufflammen und Anzeichen und Symptome einer Entz√ľndung verursachen. Diese Symptome werden wahrscheinlich durch die Verbesserung der k√∂rpereigenen Immunantwort verursacht, da der K√∂rper versucht, diese Infektionen zu bek√§mpfen.

Neben opportunistischen Infektionen k√∂nnen auch Autoimmunerkrankungen auftreten (eine Krankheit, die auftritt, wenn das Immunsystem gesundes K√∂rpergewebe angreift), nachdem Sie mit der Einnahme von Arzneimitteln zur Behandlung Ihrer HIV-Infektion begonnen haben. Autoimmunerkrankungen k√∂nnen auch erst viele Monate nach Beginn der Behandlung auftreten. Bitte informieren Sie sofort Ihren Arzt, um die notwendige Behandlung zu erhalten, wenn Sie Symptome einer Infektion bemerken oder andere Symptome wie Muskelschw√§che, eine Schw√§che, die in den H√§nden und F√ľ√üen beginnt und aufw√§rts zum Rumpf fortschreitet, Herzklopfen, Zittern oder Hyperaktivit√§t.

Wenn bei Ihnen irgendwelche Symptome einer Infektion unter der Behandlung mit Combivir auftreten:

Informieren Sie unverz√ľglich Ihren Arzt. Nehmen Sie keine anderen Arzneimittel gegen die Infektion ohne Anweisung Ihres Arztes ein.

Eine Laktatazidose ist eine seltene, aber schwerwiegende Nebenwirkung

Einige Personen können unter der Behandlung mit Combivir eine Erkrankung entwickeln, die als Laktatazidose bezeichnet wird und gleichzeitig mit einer Lebervergrößerung auftritt.

Eine Laktatazidose wird durch eine Erh√∂hung der Milchs√§ure im K√∂rper verursacht. Sie tritt selten auf; falls sie auftritt, entwickelt sie sich in der Regel nach einigen Monaten unter Behandlung. Sie kann lebensbedrohlich sein und zum Versagen innerer Organe f√ľhren. Eine Laktatazidose tritt mit h√∂herer Wahrscheinlichkeit bei Personen mit Lebererkrankungen oder bei Personen mit √úbergewicht (sehr starkes √úbergewicht), insbesondere bei Frauen, auf.

Anzeichen einer Laktatazidose beinhalten:

  • tiefes, beschleunigtes Atmen, Atemschwierigkeiten
  • Schl√§frigkeit
  • Taubheitsgef√ľhl oder Schw√§che in den Gliedma√üen
  • √úbelkeit oder Erbrechen
  • Bauchschmerzen.

Ihr Arzt wird Sie w√§hrend der Behandlung auf Anzeichen f√ľr eine Laktatazidose hin √ľberwachen. Wenn Sie eines der oben aufgef√ľhrten Symptome an sich beobachten, oder ein anderes Sie beunruhigendes Symptom:

Suchen Sie schnellstmöglich Ihren Arzt auf.

Sie können Probleme mit Ihren Knochen haben

Bei einigen Personen, die eine Kombinationsbehandlung gegen HIV erhalten, kann sich eine als Osteonekrose bezeichnete Knochenerkrankung entwickeln. Bei dieser Erkrankung können Teile des Knochengewebes infolge unzureichender Blutversorgung des Knochens absterben. Diese Erkrankung können Personen mit höherer Wahrscheinlichkeit bekommen:

  • wenn sie eine Kombinationsbehandlung bereits √ľber einen langen Zeitraum einnehmen
  • wenn sie zus√§tzlich antientz√ľndliche Arzneimittel, die Kortikosteroide genannt werden, einnehmen
  • wenn sie Alkohol trinken
  • wenn ihr Immunsystem sehr schwach ist
  • wenn sie √ľbergewichtig sind.

Anzeichen einer Osteonekrose können sein:

  • Gelenksteife
  • Gelenkbeschwerden und -schmerzen (insbesondere in H√ľfte, Knie und Schulter)
  • Schwierigkeiten bei Bewegungen.

Wenn Sie eines dieser Anzeichen bei sich bemerken:

Informieren Sie Ihren Arzt.

Andere, in Bluttests erkennbare Nebenwirkungen sind:

Eine HIV-Kombinationstherapie kann außerdem verursachen:

erh√∂hte Milchs√§urewerte im Blut, die in seltenen F√§llen zu einer Laktatazidose f√ľhren k√∂nnen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das in Anhang V aufgef√ľhrte nationale Meldesystem anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Verpackung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.

Nicht √ľber 30 C lagern.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Combivir enthält

Die Wirkstoffe sind Lamivudin und Zidovudin. Die sonstigen Bestandteile sind

  • Tablettenkern: Mikrokristalline Cellulose, Poly(O-carboxymethyl)st√§rke-Natriumsalz (glutenfrei), Magnesiumstearat, kolloidales Siliciumdioxid
  • Film√ľberzug: Hypromellose, Titandioxid, Macrogol 400, Polysorbat 80.

Wie Combivir aussieht und Inhalt der Packung

Combivir Filmtabletten sind in Faltschachteln mit Blisterpackungen oder Flaschen mit einem kindergesicherten Verschluss erhältlich. Jede Packung enthält 60 Filmtabletten. Sie sind weiße bis cremefarbene, kapselförmige Tabletten mit einer Bruchrille und auf beiden Seiten mit der Prägung GXFC3 versehen.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

HerstellerPharmazeutischer Unternehmer
GlaxoSmithKlineViiV Healthcare BV
Pharmaceuticals S.A.Van Asch van Wijckstraat 55H
ul. Grunwaldzka 1893811 LP Amersfoort
60-322 PoznanNiederlande
Polen

Falls Sie weitere Informationen √ľber das Arzneimittel w√ľnschen, setzen Sie sich bitte mit dem √∂rtlichen Vertreter des pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung.

Belgi√ę/Belgique/BelgienLietuva
ViiV Healthcare srl/bvViiV Healthcare BV
Tél/Tel: + 32 (0)10 85 65 00Tel: + 370 80000334
Luxembourg/Luxemburg
ViiV Healthcare BV Teji.: + 359 80018205ViiV Healthcare srl/bv Belgique/Belgien Tél/Tel: + -32 (0)10 85 65 00
Cesk√° republika GlaxoSmithKlines.r.o. Tel:+420222 001 111 cz.info@gsk.comMagyarorsz√°g ViiV Healthcare BV Tel.: + 36 80088309
DanmarkMalta
GlaxoSmithKline Pharma A/S Tlf: + -45 36 35 91 00 dk-info@gsk.comViiV Healthcare BV Tel: + 356 80065004
Deutschland ViiV Healthcare GmbH Tel.: + 49 0(89 203 0038-10 viiv.med.info@viivhealthcare.comNederland ViiV Healthcare BV Tel: + 31 (0)33 2081199
Eesti ViiV Healthcare BV Tel: + 372 8002640Norge GlaxoSmithKline AS Tlf: + 47 22 70 20 00
√Ėsterreich
GlaxoSmithKline A.E.B.E. TnA: + 30 210 68 82 100GlaxoSmithKline Pharma GmbH Tel: + 43 (0)1 97075 0 at.info@gsk.com
Espa√Īa Laboratorios ViiV Healthcare, S.L. Tel: + 34 900 923 501 es-ci@viivhealthcare.comPolska GSK Services Sp. Z o.o. Tel.: + 48 (0)22 576 9000
FrancePortugal
ViiV Healthcare SASVIIVHIV HEALTHCARE, UNIPESSOAL,
Tél.: + 33 (0)1 39 17 6969LDA.
Infomed@viivhealthcare.comTel: + 351 21 094 08 01 viiv.fi.pt@viivhealthcare.com
HrvatskaRom√Ęnia
ViiV Healthcare BV Tel: + 385 800787089ViiV Healthcare BV Tel: + 40 800672524
IrelandSlovenija
GlaxoSmithKline (Ireland) Limited Tel: + 353 (0) 1 4955000ViiV Healthcare BV Tel: + 386 80688869
√ćslandSlovensk√° republika
Vistor hf. Sími: + -354 535 7000ViiV Healthcare BV Tel: + 421 800500589
ItaliaSuomi/Finland
ViiV Healthcare S.r.l. Tel: + 39 (0)45 7741600GlaxoSmithKline Oy Puh/Tel: + 358 (0)10 30 30 30
Kózpos ViiV Healthcare BV TnA: + 357 80070017Sverige GlaxoSmithKline AB Tel: + 46 (0)8 638 93 00 info.produkt@gsk.com
Latvija ViiV Healthcare BV Tel: + 371 80205045United Kingdom (Northern Ireland) ViiV Healthcare BV Tel: + 44 (0)800 221441 customercontactuk@gsk.com

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im {MM/JJJJ}

Ausf√ľhrliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europ√§ischen Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu/ verf√ľgbar.

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Zuletzt aktualisiert: 15.07.2023

Quelle: Combivir 150 mg/300 mg Filmtabletten - Beipackzettel

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden