Wirkstoff(e) Phenoxymethylpenicillin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller InfectoPharm Arzneimittel und Consilium GmbH
BetÀubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 05.05.1997
ATC Code J01CE02
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Betalactam-Antibiotika, Penicilline

Zulassungsinhaber

InfectoPharm Arzneimittel und Consilium GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Penicillin V 1,5 Mega Heumann Phenoxymethylpenicillin Heumann Pharma GmbH & Co. Generica KG
Penicillin Sandoz 1,5 Mega I.E. Filmtabletten Phenoxymethylpenicillin Hexal Aktiengesellschaft
Infectobicillin Saft 750 Phenoxymethylpenicillin-Benzathin InfectoPharm Arzneimittel und Consilium GmbH
PenHEXAL 1,0 Mega Phenoxymethylpenicillin Hexal Aktiengesellschaft
Infectocillin 300 Saft Phenoxymethylpenicillin InfectoPharm Arzneimittel und Consilium GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

INFECTOCILLIN ist ein Mittel gegen bakterielle Infektionen (Antibiotikum).

INFECTOCILLIN wird angewendet zur Behandlung folgender leichter bis mittelschwerer Infektionen, die durch Phenoxymethylpenicillin-empfindliche Erreger bedingt sind und auf eine orale Penicillin-Behandlung ansprechen:

  • MandelentzĂŒndung
  • RachenentzĂŒndung
  • Scharlach
  • Wundrose
  • Infektionen im Zahn-, Mund- und Kieferbereich, einschließlich einer von den ZĂ€hnen ausgehenden EntzĂŒndung der Nasennebenhöhlen
  • zur Vorbeugung einer bakteriell bedingten EntzĂŒndung der Herzinnenhaut (Endokarditisprophylaxe) bei Eingriffen im Zahn-, Mund- und Kieferbereich oder am oberen Respirationstrakt
  • zur Vorbeugung eines RĂŒckfalles bei rheumatischem Fieber.

Bei folgenden Infektionen sollte INFECTOCILLIN nur bei nachgewiesener Empfindlichkeit des verursachenden Erregers eingesetzt werden:

  • Akute bakterielle EntzĂŒndung des Mittelohrs
  • Akute bakterielle EntzĂŒndung der Nasennebenhöhlen
  • Akute Verschlechterung (Exacerbation) einer chronischen EntzĂŒndung der Bronchien
  • Ambulant erworbene LungenentzĂŒndung
  • Eitrige Hautinfektionen

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Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

wenn Sie allergisch gegen den Wirkstoff Phenoxymethylpenicillin-Kalium, Natriummethyl-4- hydroxybenzoat, Natriumpropyl-4-hydroxybenzoat oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind. In diesem Fall besteht die Gefahr eines allergischen Schocks (schwere Überempfindlichkeitsreaktion u. a. mit Blutdruckabfall und Atemnot). Eine Kreuzallergie mit anderen Stoffen aus der Familie der Penicilline und Cephalosporine kann bestehen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie INFECTOCILLIN einnehmen,

  • wenn Sie zu Allergien (z. B. Heuschnupfen, Asthma bronchiale) neigen. In diesem Fall sollten Sie INFECTOCILLIN nur mit EinverstĂ€ndnis des Arztes einnehmen, weil dann mit grĂ¶ĂŸerer Wahrscheinlichkeit allergische Reaktionen auch gegen INFECTOCILLIN auftreten können.
  • wenn Sie unter schweren Magen-Darmstörungen mit Erbrechen und DurchfĂ€llen leiden. In diesem Fall sollten Sie einen Arzt befragen, der evtl. die Behandlung mit INFECTOCILLIN absetzen wird, da eine ausreichende Aufnahme in den Körper unter diesen Bedingungen nicht gewĂ€hrleistet ist.
  • bei Anwendung nichtenzymatischer Methoden zur Harnzuckerbestimmung. Diese können ein positives Resultat ergeben. Ebenso kann der Urobilinogennachweis gestört sein.
  • bei langfristiger Anwendung. Sie kann zur Superinfektion mit resistenten Bakterien und Sprosspilzen fĂŒhren.
  • ZahnverfĂ€rbungen, die durch die Einnahme von INFECTOCILLIN entstehen können, sind normalerweise durch intensive Mundhygiene wĂ€hrend der Behandlung zu vermeiden.

Einnahme von INFECTOCILLIN zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kĂŒrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden. AbschwĂ€chung der Wirkung von INFECTOCILLIN:

  • Auf das Bakterienwachstum hemmend wirkende Substanzen (Chemotherapeutika oder Antibiotika, wie z. B. Tetrazyklin, Erythromycin, Sulfonamide oder Chloramphenicol). Nehmen Sie diese Substanzen nicht gleichzeitig mit INFECTOCILLIN ein.
  • Unmittelbar vorausgegangene oder andauernde Darmsterilisation mit Aminoglykosiden (z. B. Neomycin)

VerstÀrkung der Wirkung und möglicherweise VerstÀrkung von Nebenwirkungen von INFECTOCILLIN:

  • Probenecid (Mittel gegen Gicht)
  • Indometacin, Phenylbutazon, Salicylate und Sulfinpyrazon (Mittel zur Behandlung von SchmerzzustĂ€nden und von entzĂŒndlich-rheumatischen Erkrankungen bzw. von Gicht und Thrombosen).

VerstÀrkung der Wirkung und möglicherweise VerstÀrkung von Nebenwirkungen anderer Arzneimittel:

‱ Methotrexat (Mittel gegen Krebs oder Rheuma).

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Einnahme von INFECTOCILLIN zusammen mit Nahrungsmitteln und GetrÀnken

Siehe Abschnitt 3 unter „Art der Anwendung“.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft
Bislang durchgefĂŒhrte umfangreiche Untersuchungen an Penicillinen haben keine Hinweise auf eine schĂ€digende Wirkung beim ungeborenen Kind ergeben. Daher können Sie INFECTOCILLIN bei entsprechender ausdrĂŒcklicher Verordnung des Arztes in der Schwangerschaft einnehmen.

Stillzeit
INFECTOCILLIN tritt in die Muttermilch ĂŒber. Beachten Sie, dass beim gestillten SĂ€ugling – durch die Möglichkeit einer Beeinflussung der normalen bakteriellen Darmbesiedlung – der Darm mit Durchfall auf eine Besiedlung mit bestimmten Pilzen (Sprosspilzen) reagieren kann.

VerkehrstĂŒchtigkeit und FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen

Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich. Allerdings können die möglichen Nebenwirkungen zu einer entsprechenden BeeintrĂ€chtigung fĂŒhren (siehe Abschnitt 4. „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“).

INFECTOCILLIN 250 Saft enthÀlt Kalium, Natrium, Sucrose und Glucose

Kalium

Bei Patienten mit Herzerkrankungen oder schweren Elektrolytstörungen (Störungen des Salzhaushaltes) sollte auf die Kaliumzufuhr durch das PrÀparat geachtet werden.

1 Messlöffel enthÀlt 0,458 mmol (oder 17,9 mg) Kalium.

Wenn Sie an eingeschrĂ€nkter Nierenfunktion leiden oder eine kontrollierte Kalium-DiĂ€t (DiĂ€t mit niedrigem Kaliumgehalt) einhalten mĂŒssen, sollten Sie dies berĂŒcksichtigen.

Natrium
Dieses Arzneimittel enthĂ€lt 14,46 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro Messlöffel. Dies entspricht 0,72 % der fĂŒr einen Erwachsenen empfohlenen maximalen tĂ€glichen Natriumaufnahme mit der Nahrung.

Sucrose und Glucose
1 Messlöffel enthĂ€lt 2,7 g Sucrose (Zucker). Wenn Sie eine Diabetes-DiĂ€t einhalten mĂŒssen, sollten Sie dies berĂŒcksichtigen.

Bitte nehmen Sie INFECTOCILLIN 250 Saft erst nach RĂŒcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer UnvertrĂ€glichkeit gegenĂŒber bestimmten Zuckern leiden.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Dosierung

Kinder unter 12 Jahren

Reife Neugeborene, Àltere SÀuglinge, Kleinkinder und Àltere Kinder bis zum Alter von 12 Jahren erhalten eine auf das jeweilige Körpergewicht und Lebensalter abgestimmte Tagesdosis.

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Kinder ĂŒber 12 Jahre und Erwachsene
Je nach Schwere und Lokalisation der Infektion erhalten Erwachsene und Kinder ĂŒber 12 Jahre ĂŒblicherweise 3- bis 4-mal tĂ€glich jeweils 295 bis 885 mg Phenoxymethylpenicillin (0,5–1,5 Millionen Einheiten).

FĂŒr Jugendliche und Erwachsene stehen höher dosierte Arzneimittel (z. B. Tabletten) zur VerfĂŒgung.

Der Packung liegt ein markierter Messlöffel bei. Der Messlöffel besitzt Markierungen zum Abmessen von 5 ml, 2,5 ml und 1,25 ml. Bitte beachten Sie die Hinweise zum Gebrauch des Messlöffels am Ende dieser Packungsbeilage.

Ein bis zum Rand gefĂŒllter Messlöffel enthĂ€lt 5 ml (250.000 Einheiten Phenoxymethylpenicillin- Kalium).

Die folgende Tabelle gibt einen Anhaltspunkt fĂŒr die Dosierung. Maßgeblich fĂŒr die Dosierung ist das Gewicht des Kindes.

Soweit nicht anders verordnet, gelten folgende Dosierempfehlungen
Dosierung entsprechend einer Tagesdosis von*

Neugeborene bis 4. Monatbis 4 kg3 X tgl. 1,25 ml (1/4 Messlöffel)187.500 Einheiten
SÀuglinge ab dem 4. Monat4-10 kg3 X tgl. 2,5 ml (1/2 Messlöffel)375.000 Einheiten
Kleinkinder10-20 kg3 x tgl. 5 ml (1 Messlöffel)750.000 Einheiten
Kinder20-30 kg3 X tgl. 10 ml (2 Messlöffel)1.500.000 Einheiten

* 1.000.000 Einheiten entsprechen 590 mg Phenoxymethylpenicillin

Hinweis: Bei mittelschweren FĂ€llen bzw. bei minderempfindlichen Erregern oder ungĂŒnstig gelegenem Infektionsort kann die Tagesdosis auf das Doppelte gesteigert werden. Eine weitere Erhöhung der Dosis kann im Einzelfall sinnvoll sein, jedoch ist in solchen FĂ€llen in der Regel der Einsatz eines anderen Antibiotikums oder die Verwendung einer intravenösen Darreichungsform einer weiteren Erhöhung der Dosis von INFECTOCILLIN vorzuziehen.

Dosierung bei eingeschrĂ€nkter Nierenfunktion: Bis zu einer Kreatinin-Clearance von 30−15 ml/min ist es bei einem Dosierungsintervall von 8 Stunden im Allgemeinen nicht erforderlich, die Dosis von INFECTOCILLIN zu verringern.

Art der Anwendung
INFECTOCILLIN ist zum Einnehmen vorgesehen. Um eine möglichst hohe Aufnahme in den Körper zu erreichen, sollten Sie INFECTOCILLIN jeweils eine Stunde vor den Mahlzeiten einnehmen. Um Kindern die regelmĂ€ĂŸige Einnahme zu erleichtern, können sie INFECTOCILLIN auch wĂ€hrend der Mahlzeiten einnehmen.

Üblicherweise sollten Sie INFECTOCILLIN in 3−4 Einzeldosen gleichmĂ€ĂŸig ĂŒber den Tag verteilt – möglichst im Abstand von 8 Stunden – einnehmen. Bei Mandel- und RachenentzĂŒndung können Sie INFECTOCILLIN aufgeteilt in 2 Einzeldosen – möglichst im Abstand von 12 Stunden – einnehmen.

Anleitung zur Herstellung einer Lösung:

1. SchĂŒtteln Sie das Pulver vor Öffnen der Flasche kurz auf.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen.

Bei den HĂ€ufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr hÀufig: mehr als 1 Behandelter von 10 HÀufig: 1 bis 10 Behandelte von 100 Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000 Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000

Nicht bekannt: HĂ€ufigkeit auf Grundlage der verfĂŒgbaren Daten nicht abschĂ€tzbar

Bedeutsame Nebenwirkungen oder Zeichen, auf die Sie achten sollten, und Maßnahmen, wenn Sie betroffen sind

Wenn Sie von einer der nachfolgend genannten Nebenwirkungen betroffen sind, nehmen Sie INFECTOCILLIN nicht weiter ein und suchen Sie Ihren Arzt möglichst umgehend auf.

Allergische Reaktionen
Wenn Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wie Juckreiz, Hautrötung, Nesselausschlag bemerken, beenden Sie die Einnahme von INFECTOCILLIN und wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt.

EntzĂŒndliche Darmerkrankung
Bei schweren und anhaltenden oder blutigen DurchfĂ€llen ist an eine antibiotikabedingte DarmentzĂŒndung (pseudomembranöse Enterokolitis) zu denken, die lebensbedrohlich sein kann. Rufen Sie umgehend einen Arzt, der ggf. die Behandlung mit INFECTOCILLIN abbrechen und sofort eine angemessene Behandlung einleiten wird. Arzneimittel, die die Darmbewegung (Peristaltik) hemmen, dĂŒrfen nicht eingenommen werden.

Andere mögliche Nebenwirkungen

Infektionen und parasitÀre Erkrankungen

HĂ€ufigkeit nicht bekannt: Superinfektion mit resistenten Bakterien oder Sprosspilzen (siehe auch Abschnitt 2 unter „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“)

Herzerkrankungen

‱ Sehr selten: Herzjagen Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

  • Sehr selten: BlutbildverĂ€nderungen (Granulozytopenie, Agranulozytose, Thrombozytopenie, Panzytopenie, hĂ€molytische AnĂ€mie, Eosinophilie)

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr selten: Geschmacksstörungen, bestimmte Form einer HirnhautentzĂŒndung (aseptische Meningitis)

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

‱ Sehr selten: Zungen- oder Kehlkopfschwellung, Luftnot Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts

  • HĂ€ufig: Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, MagendrĂŒcken, Bauchschmerzen, BlĂ€hungen, weiche StĂŒhle, Durchfall
  • Selten: Schwarze Haarzunge, oberflĂ€chliche ZahnverfĂ€rbungen, die meist durch intensives ZĂ€hneputzen wieder entfernt werden können. Achten Sie wĂ€hrend einer Behandlung mit INFECTOCILLIN deshalb insbesondere bei Kindern auf eine sorgfĂ€ltige Zahnpflege.

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Sehr selten: Schwere EntzĂŒndung des Dickdarms (pseudomembranöse Enterokolitis), trockener Mund

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

‱ Sehr selten: Akute EntzĂŒndung der Niere (interstitielle Nephritis)

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

  • HĂ€ufig: Hautausschlag (Exanthem), Hautrötungen mit HitzegefĂŒhl, Juckreiz, Nesselausschlag mit BlĂ€schen- und Quaddelbildung, SchleimhautentzĂŒndungen, besonders im Bereich des Mundes
  • Sehr selten: Allergische Haut- und Schleimhaut-Schwellung (angioneurotisches Ödem)

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

‱ Sehr selten: Gelenkschmerzen

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
‱ Sehr selten: Arzneimittelfieber

Erkrankungen des Immunsystems

Sehr selten: AtemnotanfĂ€lle durch Verengung der Bronchien (Bronchospasmus), entzĂŒndliche GewebsschĂ€den (Serumkrankheit), EntzĂŒndung kleinerer GefĂ€ĂŸe (Vaskulitis), Blutdruckabfall, bedrohliche allergische Sofortreaktion (anaphylaktischer Schock), schwere, z. T. Blasen bildende Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom, Lyell-Syndrom)

Sonstige Nebenwirkungen

Natriummethyl- bzw. Natriumpropyl-4-hydroxybenzoat kann Überempfindlichkeitsreaktionen, auch mit zeitlicher Verzögerung, hervorrufen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fĂŒr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut fĂŒr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: http://www.bfarm.de, anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen ĂŒber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur VerfĂŒgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich auf.

Sie dĂŒrfen das Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals ĂŒber das Abwasser (z. B. nicht ĂŒber die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

Hinweise auf Haltbarkeit nach Anbruch der Zubereitung

Die zubereitete Lösung im KĂŒhlschrank (2−8 °C) aufbewahren (Haltbarkeit: 10 Tage). Nicht verbrauchte Reste sind zu verwerfen.

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Weitere Informationen

Der Wirkstoff ist: Phenoxymethylpenicillin-Kalium

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5 ml (entsprechend 1 Messlöffel) der fertigen Lösung enthalten 163,4 mg Phenoxymethylpenicillin-Kalium bzw. 147,5 mg Phenoxymethylpenicillin (250.000 Einheiten).

  • Die sonstigen Bestandteile sind: Natriummethyl-4-hydroxybenzoat (Ph. Eur.), Natriumpropyl-4- hydroxybenzoat (Ph. Eur.), Kaliumsorbat (Ph. Eur.), Sucrose, Natriumcyclamat, Natriumcitrat 2 H2O, Saccharin-Natrium, CitronensĂ€ure, Himbeeraroma (mit Glucose, Propylenglycol), Farbstoff CarminsĂ€ure (E 120).

Wie INFECTOCILLIN 250 Saft aussieht und Inhalt der Packung

Weißes bis leicht rosafarbenes Pulver mit einzelnen roten Partikeln.

Nach Zubereitung des Saftes:

Klare, rötlich gefĂ€rbte Lösung mit sĂŒĂŸem, fruchtigen Geruch und Geschmack. Packung mit 45 g Pulver zur Herstellung von 75 ml Lösung zum Einnehmen.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

INFECTOPHARM Arzneimittel und Consilium GmbH, Von-Humboldt-Str. 1, 64646 Heppenheim, www.infectopharm.com

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt ĂŒberarbeitet im September 2020.

palde-cillin250-9-0 Weitere Angaben gemĂ€ĂŸ §11 Abs. 1 Satz 7 AMG:

Hinweise zum Gebrauch des Messlöffels

Um 5 ml abzumessen, wird der Messlöffel so befĂŒllt, dass der FlĂŒssigkeitsspiegel an der Oberkante steht.

Die Markierung von 2,5 ml befindet sich an der Löffelinnenseite.

Zum Abmessen von 1,25 ml muss der Messlöffel leicht schrÀg gehalten werden.

Ein Wort direkt an die besorgten Eltern von erkrankten Kindern

Ihr Kind fĂŒhlt sich krank, vielleicht hat es Fieber. Deshalb war Ihr Arztbesuch die richtige Entscheidung.

Der Arzt hat bei Ihrem Kind eine behandlungsbedĂŒrftige Infektion festgestellt und INFECTOCILLIN 250 Saft verschrieben. Sie sind verstĂ€ndlicherweise besorgt und fragen sich, ob Ihr Kind wirklich ein Antibiotikum benötigt.

Möglicherweise machen Sie sich Sorgen und denken:

  • „Mein Kind hat doch erst kĂŒrzlich ein Antibiotikum bekommen, das schlĂ€gt doch jetzt gar nicht mehr an.“
  • „Antibiotika schwĂ€chen doch die AbwehrkrĂ€fte und machen mein Kind noch anfĂ€lliger fĂŒr neue Infektionen.“
  • „Antibiotika sollte man möglichst meiden, denn je mehr mein Kind davon einnimmt, um so resistenter wird es dagegen.“

Ihr Arzt kennt Ihre Bedenken; trotzdem hat er Ihrem Kind INFECTOCILLIN 250 Saft verordnet und Sie sicherlich aufgefordert, dieses Medikament regelmĂ€ĂŸig und zuverlĂ€ssig wĂ€hrend der gesamten Behandlungsdauer anzuwenden. Der Verordnung Ihres Arztes sollten Sie voll vertrauen und seine Anweisungen strikt befolgen, denn Ihre Sorgen sind weitgehend unbegrĂŒndet. Moderne Antibiotika sind in der Regel sehr gut vertrĂ€glich und können die Voraussetzung schaffen, dass Ihr Kind schnell wieder gesund wird.

Antibiotika sind ein Geschenk der Natur

Antibiotika sind Naturstoffe, die z. B. von Schimmelpilzen gebildet werden. Seit Urzeiten gibt es sie in der Umwelt des Menschen, aber erst vor wenigen Jahrzehnten hat man ihre Bedeutung fĂŒr seine Gesundheit erkannt. Die Entdeckung des Penicillins war ein gewaltiger Fortschritt fĂŒr die Medizin. Viele Menschen verdanken ihm ihr Leben. Alexander Fleming erhielt als Anerkennung fĂŒr diese Entdeckung 1945 den Nobelpreis fĂŒr Medizin!

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So war noch Mitte des 20. Jahrhunderts eine MandelentzĂŒndung (Angina) eine risikoreiche Krankheit. Sie fĂŒhrte oft zu Komplikationen und manchmal sogar zum Tod. Heutzutage hat sie ihren Schrecken verloren – dank Antibiotika.

INFECTOCILLIN 250 Saft enthÀlt das seit Jahrzehnten bewÀhrte Phenoxymethylpenicillin-Kalium, einen Wirkstoff, der aus der Natur abgeleitet wurde.

Der Erfolg der Behandlung liegt in Ihrer Hand

Ihr Kind ist krank, weil es von Krankheitserregern (krankmachenden Bakterien) befallen ist. Um es zu heilen, mĂŒssen diese Erreger schnellstmöglich abgetötet werden. Dabei soll INFECTOCILLIN

250 Saft helfen.

Sie fragen sich, wie es zum Ausbruch der Krankheit bzw. zur Infektion Ihres Kindes mit Bakterien kommen konnte?

Der körpereigenen Infektabwehr, ĂŒber die jeder Mensch verfĂŒgt (Immunsystem), ist es zu verdanken, dass unser Körper normalerweise vor krankmachenden Bakterien und somit vor Infektionskrankheiten geschĂŒtzt ist. Wenn die Krankheitserreger jedoch plötzlich sehr zahlreich auftreten, z. B. indem Ihr Kind „angesteckt“ wird, können sie das Immunsystem ĂŒberwinden und den Körper â€žĂŒberschwemmen“. Er wird infiziert. Eine Infektion kann aber auch leicht eintreten, wenn Ihr Kind allgemein geschwĂ€cht ist, z. B. bei einer ErkĂ€ltung. Dann ist das Immunsystem so schwach, dass schon wenige Bakterien eine Erkrankung auslösen können.

Aus diesen GrĂŒnden braucht Ihr Kind Hilfe gegen die Krankheitserreger. Die körpereigene Abwehr Ihres Kindes schafft es nicht mehr allein. Diese zusĂ€tzliche Hilfe kommt von dem Antibiotikum, das der Arzt verordnet hat.

Wir hören immer wieder, dass viele Eltern gegenĂŒber Antibiotika zurĂŒckhaltend sind – aus Sorge dadurch die AbwehrkrĂ€fte ihres Kindes zu schwĂ€chen. Das Gegenteil trifft zu. Immunsystem und Antibiotika unterstĂŒtzen sich gegenseitig: Das Antibiotikum hilft Ihrem Kind in einer Situation, in der es sich aus eigenen KrĂ€ften nicht selbst helfen kann.

Ihr Kind wird durch Antibiotika auch nicht anfĂ€lliger. Vielmehr kann sich, wenn Ihr Kind schnell wieder gesund wird, auch sein Immunsystem frĂŒher erholen und neue Krankheitskeime erfolgreich abwehren.

Nicht zu frĂŒh aufhören!

Beenden Sie die Behandlung nicht zu frĂŒh. Die Bakterien geben sich auch nicht so schnell geschlagen. Bedenken Sie, dass auch noch Bakterien vorhanden sind, wenn sich Ihr Kind schon viel besser fĂŒhlt. Deshalb hat Ihnen Ihr Arzt sicher Anweisungen gegeben, wie lange Ihr Kind INFECTOCILLIN

250 Saft einnehmen soll. Aus jahrelanger Erfahrung wissen wir, dass das Medikament auch nach Abklingen des Fiebers weiter genommen werden sollte, um die Infektion komplikationslos auszuheilen.

Gute Besserung wĂŒnscht

INFECTOPHARM Arzneimittel und Consilium GmbH

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Zuletzt aktualisiert: 16.08.2022

Quelle: Infectocillin 250 Saft - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Phenoxymethylpenicillin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller InfectoPharm Arzneimittel und Consilium GmbH
BetÀubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 05.05.1997
ATC Code J01CE02
Abgabestatus Apothekenpflichtig
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Pharmakologische Gruppe Betalactam-Antibiotika, Penicilline

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können fĂŒr die Korrektheit der Daten keine Haftung ĂŒbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. FĂŒr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden