Atenolol comp. Sandoz 50/12,5 mg Filmtabletten

Abbildung Atenolol comp. Sandoz 50/12,5 mg Filmtabletten
Wirkstoff(e) Atenolol Chlortalidon
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Sandoz Pharmaceuticals GmbH
Betäubungsmittel Nein
ATC Code C07CB03
Pharmakologische Gruppe Beta-Adrenozeptorantagonisten und andere Diuretika

Zulassungsinhaber

Sandoz Pharmaceuticals GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Ateno-ISIS 25 Atenolol Actavis Deutschland GmbH & Co. KG
Atehexal comp. Atenolol Chlortalidon HEXAL AG
Atehexal 50 Atenolol HEXAL AG
Ate Lich 25mg Atenolol Winthrop Arzneimittel GmbH
Ateno comp-ISIS Atenolol Chlortalidon Actavis Deutschland GmbH & Co. KG

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Atenolol comp. Sandoz 52,5 mg ist ein blutdrucksenkendes Arzneimittel.
Atenolol comp. Sandoz 52,5 mg ist eine Kombination aus einem Beta-Rezeptorenblocker und einem harntreibenden Arzneimittel (Diuretikum).
Atenolol comp. Sandoz 52,5 mg wird angewendet bei:
- Bluthochdruck (Hypertonie).
Atenolol comp. Sandoz 52,5 mg ist angezeigt bei Patienten, deren Blutdruck mit Atenolol oder Chlortalidon allein nicht ausreichend gesenkt werden konnte.

Anzeige

Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Was m√ľssen Sie vor der Einnahme von Atenolol comp. Sandoz 52,5 mg beachten?
Atenolol comp. Sandoz 52,5 mg darf nicht eingenommen werden
- wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen Atenolol oder andere Beta-Rezeptorenblocker, Chlortalidon sowie andere Thiazide oder Sulfonamide oder einen der sonstigen Bestandteile von Atenolol comp. Sandoz 52,5 mg sind
- bei Herzmuskelschwäche (manifester Herzinsuffizienz)
- bei akutem Herzinfarkt
- bei Schock
- bei Erregungsleitungsstörungen von den Vorhöfen auf die Kammern (AV-Block 2. und 3. Grades)
- bei Erkrankungen des Sinusknotens (Sick-Sinus-Syndrom)
- bei Erregungsleitungsstörungen zwischen Sinusknoten und Vorhof (sinuatrialer Block)
- bei einem Ruhepuls von unter 50 Schlägen pro Minute vor Behandlungsbeginn (Bradykardie)
- bei stark erniedrigtem Blutdruck (Hypotonie)
- bei Übersäuerung des Blutes (Azidose)
- bei Neigung zu Bronchialverkrampfung (bronchialer Hyperreagibilität, z. B. bei Asthma bronchiale)
- bei Spätstadien peripherer Durchblutungsstörungen
- bei gleichzeitiger Gabe von MAO-Hemmstoffen (Ausnahme MAO-B-Hemmstoffe)
- bei schweren Nierenfunktionsst√∂rungen (Niereninsuffizienz mit stark eingeschr√§nkter oder fehlender Harnproduktion (Oligurie oder Anurie); Kreatinin-Clearance kleiner als 30 ml/min und/oder Serum-Kreatinin √ľber 1,8 mg/100 ml)
- bei schweren Leberfunktionsstörungen mit Bewusstseinsstörungen
- bei klinisch bedeutsamen Störungen im Mineralhaushalt wie erhöhtem Calciumgehalt im Blut sowie Natrium- oder Kaliummangel
- bei Gicht
- in der Schwangerschaft
- in der Stillzeit.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Atenolol comp. Sandoz 52,5 mg ist erforderlich
Im Folgenden wird beschrieben, wann Sie Atenolol comp. Sandoz 52,5 mg nur unter bestimmten Bedingungen und nur mit besonderer Vorsicht anwenden d√ľrfen. Befragen Sie hierzu bitte Ihren Arzt. Dies gilt auch, wenn diese Angaben bei Ihnen fr√ľher einmal zutrafen.
Eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung ist erforderlich bei:
- geringgradigen Erregungsleitungsstörungen von den Vorhöfen auf die Kammern (AV-Block 1. Grades)
- Vorliegen einer Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) mit stark schwankenden Blutzuckerwerten (Zustände mit stark erniedrigtem Blutzucker möglich)
- längerem strengen Fasten oder schwerer körperlicher Belastung (Zustände mit stark erniedrigtem Blutzucker möglich)
- Vorliegen eines hormonproduzierenden Tumors des Nebennierenmarks (Phäochromozytom, vorherige Therapie mit Alpha-Rezeptorenblockern erforderlich)
- gleichzeitiger Einnahme von Digitalispr√§paraten, kortisonhaltigen Arzneimitteln (Glukokortikoiden) oder Abf√ľhrmitteln (Laxantien)
- eingeschränkter Leberfunktion
- eingeschränkter Nierenfunktion leichteren Grades.
Bei Patienten mit einer Schuppenflechte (Psoriasis) in der persönlichen oder familiären Vorgeschichte sollte die Anwendung von Arzneimitteln, die Beta-Rezeptorenblocker enthalten (z. B. Atenolol comp. Sandoz 52,5 mg) nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen.
Beta-Rezeptorenblocker k√∂nnen die Empfindlichkeit gegen√ľber Allergenen und die Schwere anaphylaktischer Reaktionen, d.h. akuter allergischer Allgemeinreaktionen, erh√∂hen. Bei Patienten mit schweren √úberempfindlichkeitsreaktionen in der Vorgeschichte und bei Patienten unter Therapie zur Schw√§chung bzw. Aufhebung der allergischen Reaktionsbereitschaft (Desensibilisierungstherapie) kann es daher zu √ľberschie√üenden anaphylaktischen Reaktionen kommen.
Da bei einer Zuckerkrankheit die Warnzeichen des erniedrigten Blutzuckers, insbesondere erhöhte Herzfrequenz und Zittern der Finger, verschleiert werden können, sind regelmäßige Blutzuckerkontrollen erforderlich.
Beim Tragen von Kontaktlinsen ist die Möglichkeit eines verminderten Tränenflusses zu beachten.
Während der Behandlung mit Atenolol comp. Sandoz 52,5 mg wird Ihr behandelnder Arzt regelmäßig die Serumelektrolyte (insbesondere Kalium-, Natrium-, Calcium-Ionen), Kreatinin und Harnstoff, die Serumlipide (Cholesterin und Triglyzeride), Leberwerte, Harnsäure sowie den Blutzucker regelmäßig kontrollieren.
W√§hrend der Behandlung mit Atenolol comp. Sandoz 52,5 mg sollten Sie auf eine ausreichende Fl√ľssigkeitsaufnahme achten und wegen erh√∂hter Kaliumverluste kaliumreiche Nahrungsmittel zu sich nehmen (z. B. Bananen, Gem√ľse, N√ľsse).
Kinder
Kinder d√ľrfen mangels ausreichender Therapieerfahrung nicht mit Atenolol comp. Sandoz 52,5 mg behandelt werden.
Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken
Die Anwendung von Atenolol comp. Sandoz 52,5 mg kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen f√ľhren. Die Anwendung von Atenolol comp. Sandoz 52,5 mg als Dopingmittel kann zu einer Gef√§hrdung der Gesundheit f√ľhren.
Bei Einnahme von Atenolol comp. Sandoz 52,5 mg mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor Kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Folgende Wechselwirkungen zwischen Atenolol comp. Sandoz 52,5 mg bzw. Atenolol oder Chlortalidon sind beschrieben worden bei gleichzeitiger Anwendung von:
- blutdrucksenkenden Arzneimitteln, harntreibenden Arzneimitteln (Diuretika), gefäßerweiternden Substanzen (Vasodilatatoren), Schlafmitteln (Barbituraten), Arzneimitteln zur Behandlung von psychischen Erkrankungen (Phenothiazinen, bestimmten Antidepressiva), Alkohol:
verstärkter Blutdruckabfall
- ACE-Hemmern (z. B. Captopril, Enalapril):
zu Behandlungsbeginn Risiko eines massiven Blutdruckabfalls
- Calciumantagonisten vom Verapamil- oder Diltiazem-Typ, anderen Antiarrhythmika (z. B. Disopyramid):
verstärkter Blutdruckabfall, stark verminderte Herzfrequenz oder andere Herzrhythmusstörungen möglich
Hinweis
Die intravenöse Applikation von Calciumantagonisten vom Verapamil- und Diltiazem-Typ oder anderen Antiarrhythmika (wie Disopyramid) bei Patienten, die mit Atenolol comp. Sandoz 52,5 mg behandelt werden, sollte unterbleiben (Ausnahme Intensivmedizin).
- Calciumantagonisten vom Nifedipin-Typ:
verstärkte Blutdrucksenkung, in Einzelfällen Ausbildung einer Herzmuskelschwäche
- Digitalis, Reserpin, alpha-Methyldopa, Guanfacin oder Clonidin (Arzneimittel zur Blutdrucksenkung):
stark verminderte Herzfrequenz, Verzögerung der Erregungsleitung am Herzen
- Überschießender Blutdruckanstieg (Hypertensive Krise) beim Absetzen von Clonidin, wenn nicht zuvor Atenolol comp. Sandoz 52,5 mg abgesetzt wurde. Behandlung mit Atenolol comp. Sandoz 52,5 mg erst mehrere Tage nach dem Absetzen von Clonidin beginnen.
- blutzuckersenkenden Arzneimitteln zum Einnehmen, Insulin:
Verstärkung des blutzuckersenkenden Effektes, Warnzeichen eines erniedrigten Blutzuckers (Hypoglykämie) - insbesondere erhöhte Herzfrequenz und Zittern der Finger - sind verschleiert oder abgemildert
- Arzneimitteln zur Behandlung der Herzschwäche (Digitalis):
Wirkungen und Nebenwirkungen von Digitalisglykosiden können bei vorhandenem Kalium- und Magnesiummangel verstärkt werden
- Norepinephrin, Epinephrin:
beträchtlicher Blutdruckanstieg möglich
- harnsäuresenkenden Arzneimitteln:
Abschwächung der Wirkung
- Arzneimitteln zur Behandlung von Depressionen (MAO-Hemmern):
√ľberschie√üender Bluthochdruck
- Arzneimitteln gegen Schmerzen und Entz√ľndungen (z.¬†B. Salicyls√§ure, Indometacin):
Abschwächung der blutdrucksenkenden Wirkung, in Einzelfällen Verschlechterung der Nierenfunktion
- hochdosierter Salicylateinnahme:
Verstärkung der toxischen Wirkung auf das zentrale Nervensystem
- Narkotika:
verst√§rkter Blutdruckabfall, Verst√§rkung der herzkraftschw√§chenden (negativ inotropen) Wirkung, (Information des Narkosearztes √ľber die Therapie mit Atenolol comp. Sandoz 52,5 mg)
- Muskelrelaxantien vom Curaretyp:
Verst√§rkung und Verl√§ngerung der muskelrelaxierenden Wirkung (Information des Narkosearztes √ľber die Therapie mit Atenolol comp. Sandoz 52,5 mg)
- kaliumausscheidenden Arzneimitteln (z. B. Furosemid), kortisonhaltigen Arzneimitteln (Glukokortikoide), Arzneimitteln zur Funktionsdiagnostik der Nebennieren (ACTH), Arzneimitteln zur Behandlung von Magengeschw√ľren (Carbenoxolon), pilzhemmenden Arzneimitteln (Amphothericin B) oder Missbrauch von Abf√ľhrmitteln:
Störungen im Mineralhaushalt (verstärkte Kalium- und/oder Magnesiumverluste)
- die Zellteilung hemmenden Arzneimitteln (Zytostatika wie Cyclophosphamid, Fluorouracil, Methotrexat):
verstärkte knochenmarkschädigende Wirkung (insbesondere Granulozytopenie)
- Lithium:
Erhöhung der Lithium-Konzentration im Blut (regelmäßige Kontrolle!), somit Verstärkung der toxischen Wirkung von Lithium auf Herz und Nerven
- Arzneimitteln zur Senkung erhöhter Fettspiegel (Cholestyramin, Colestipol):
verminderte Aufnahme
- Vitamin D, Calciumsalzen:
Anstieg des Serumcalciums.
Schwangerschaft
Atenolol comp. Sandoz 52,5 mg darf in der Schwangerschaft nicht angewendet werden.
Stillzeit
In der Stillzeit ist Atenolol comp. Sandoz 52,5 mg kontraindiziert, da beide Wirkstoffe in erheblichen Mengen in die Muttermilch √ľbergehen und mit pharmakologischen Wirkungen beim S√§ugling zu rechnen ist.
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Die Behandlung des Bluthochdrucks mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle.
Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen kann das Reaktionsvermögen so weit verändert sein, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.
Wichtige Informationen √ľber bestimmte sonstige Bestandteile von Atenolol comp. Sandoz 52,5 mg
Dieses Arzneimittel enth√§lt Lactose. Bitte nehmen Sie Atenolol comp. Sandoz 52,5 mg daher erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertr√§glichkeit gegen√ľber bestimmten Zuckern leiden.

Anzeige

Wie wird es angewendet?

Wie ist Atenolol comp. Sandoz 52,5 mg einzunehmen?
Nehmen Sie Atenolol comp. Sandoz 52,5 mg immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosis:
Grundsätzlich sollte die Behandlung des Bluthochdrucks mit einem Einzelwirkstoff in niedriger Dosierung (einschleichend) begonnen werden.
Die Gabe der fixen Kombination Atenolol comp. Sandoz 52,5 mg wird erst nach vorangegangener individueller Dosiseinstellung (Dosistitration) mit den Einzelsubstanzen (d. h. Atenolol und Chlortalidon) empfohlen. Wenn klinisch vertretbar, kann eine direkte Umstellung von der Monotherapie auf die fixe Kombination in Erwägung gezogen werden.
Die √ľbliche Dosierung betr√§gt bei Patienten, f√ľr die eine Kombinationsbehandlung angezeigt ist, 1-mal t√§glich 1 Filmtablette Atenolol comp. Sandoz 52,5 mg (entsprechend 50 mg Atenolol/12,5 mg Chlortalidon).
Bitte halten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, da Atenolol comp. Sandoz 52,5 mg sonst nicht richtig wirken kann.
Art der Anwendung
Das Arzneimittel wird mit ausreichend Fl√ľssigkeit (z. B. 1 Glas Wasser) unzerkaut vor der Mahlzeit eingenommen.
Die Tablette kann in gleiche Hälften geteilt werden.
Dauer der Anwendung√úber die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Atenolol comp. Sandoz 52,5 mg zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge Atenolol comp. Sandoz 52,5 mg eingenommen haben als Sie sollten
In Abh√§ngigkeit vom Ausma√ü der √úberdosierung sind folgende Symptome m√∂glich: starker Blutdruckabfall, verlangsamte Herzfrequenz bis hin zum Herzstillstand, Herzmuskelschw√§che, Herzrhythmusst√∂rungen, Atembeschwerden, Bronchospasmen, Erbrechen, Schw√§che, Schwindelgef√ľhl, Bewusstseinsverlust (bis zum Koma), Krampfanf√§lle, Nierenversagen, Darmverschluss.
Bei dringendem Verdacht einer Überdosierung benötigen Sie ärztliche Hilfe!
Sollte Atenolol comp. Sandoz 52,5 mg in zu gro√üen Mengen eingenommen worden sein, verst√§ndigen Sie sofort einen Arzt/Notarzt. Dieser kann entsprechend der Schwere einer Vergiftung √ľber die erforderlichen Ma√ünahmen entscheiden.
Halten Sie eine Packung des Arzneimittels bereit, damit sich der Arzt √ľber den aufgenommenen Wirkstoff informieren kann.
Wenn Sie die Einnahme von Atenolol comp. Sandoz 52,5 mg vergessen haben
Nehmen Sie beim n√§chsten Mal nicht etwa die doppelte Menge ein, sondern f√ľhren Sie die Einnahme wie verordnet fort.
Wenn Sie die Einnahme von Atenolol comp. Sandoz 52,5 mg abbrechen
Unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung mit Atenolol comp. Sandoz 52,5 mg nicht ohne R√ľcksprache mit Ihrem behandelnden Arzt. Ein Absetzen der Therapie mit Atenolol comp. Sandoz 52,5 mg sollte besonders bei Erkrankungen der Herzkranzgef√§√üe nicht abrupt, sondern ausschleichend erfolgen.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Anzeige

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Atenolol comp. Sandoz 52,5 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.
Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1000
Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10 000
Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10 000
Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar


Nebenwirkungen

Insbesondere zu Beginn der Behandlung kann es gelegentlich zu zentralnerv√∂sen St√∂rungen wie M√ľdigkeit, Schwindelgef√ľhl, Kopfschmerzen, Schwitzen, Benommenheit, Verwirrtheit, Halluzinationen, Psychosen, Albtr√§umen oder verst√§rkter Traumaktivit√§t, Schlafst√∂rungen und depressiven Verstimmungen kommen.

Vor√ľbergehend kann es gelegentlich zu Magen-Darm-Beschwerden (√úbelkeit, Erbrechen, Schmerzen und Kr√§mpfe im Bauchraum, Durchfall, Verstopfung) kommen.

Unter der Behandlung mit Atenolol comp. Sandoz 52,5 mg können gelegentlich allergische Hautreaktionen wie Rötung (Erythem), Hautausschlag durch Lichteinwirkung (photoallergisches Exanthem), kleinfleckige Einblutungen in Haut und Schleimhaut (Purpura), Juckreiz (Pruritus), stark juckende Quaddeln (Urtikaria) und Arzneimittelfieber auftreten.

Gelegentlich können verstärkte Blutdrucksenkung (Hypotonie), Verminderung der Herzfrequenz (Bradykardie), kurzdauernde Bewusstlosigkeit (Synkopen), Überleitungsstörungen vom Vorhof auf die Kammer oder Verstärkung einer Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) auftreten.

In vereinzelten Fällen ist bei Patienten mit anfallsweise auftretenden Schmerzen in der Herzgegend (Angina pectoris) eine Verstärkung der Anfälle nicht auszuschließen.

Gelegentlich kann es zu Kribbeln und Taubheitsgef√ľhl (Par√§sthesien) und K√§ltegef√ľhl an den Gliedma√üen kommen, gelegentlich auch zu Muskelschw√§che oder Muskelkr√§mpfen.

Eine Verstärkung der Beschwerden bei Patienten mit peripheren Durchblutungsstörungen - einschließlich Patienten mit Verkrampfungen der Fingerschlagadern (Raynaud-Syndrom) - wurde beobachtet.

Infolge einer möglichen Erhöhung des Atemwegswiderstandes kann es bei Patienten mit Neigung zu Bronchialverkrampfungen (insbesondere bei obstruktiven Atemwegserkrankungen) zu Atemnot kommen.

Selten wurden geringgradige Sehst√∂rungen (z. B. verschwommenes Sehen), Augenbindehautentz√ľndung (Konjunktivitis) oder verminderter Tr√§nenfluss (dies ist beim Tragen von Kontaktlinsen zu beachten) beobachtet. Eine bestehende Kurzsichtigkeit kann sich verschlimmern.

Häufig treten unter Atenolol comp. Sandoz 52,5 mg erhöhte Blutzuckerspiegel und eine vermehrte Ausscheidung von Zucker im Urin bei Stoffwechselgesunden, bei Patienten im Vorstadium einer Zuckerkrankheit (latentem Diabetes mellitus) oder bei zuckerkranken Patienten auf. Bei Patienten mit bereits bestehender Zuckerkrankheit (manifestem Diabetes mellitus) kann es zu einer Verschlechterung der Stoffwechsellage kommen. Eine bisher nicht in Erscheinung getretene Zuckerkrankheit (latenter Diabetes mellitus) kann in Erscheinung treten.

Nach längerem strengen Fasten oder schwerer körperlicher Belastung kann es bei gleichzeitiger Therapie mit Atenolol comp. Sandoz 52,5 mg zu Zuständen mit erniedrigtem Blutzucker kommen. Warnzeichen eines erniedrigten Blutzuckers - insbesondere erhöhte Herzfrequenz (Tachykardie) und Zittern der Finger (Tremor) - können verschleiert werden.

Es kann unter der Therapie mit Atenolol comp. Sandoz 52,5 mg zu Störungen im Fettstoffwechsel kommen. Ein Anstieg der Blutfette (Cholesterin, Triglyzeride) kann auftreten.

Vereinzelt wurden Libido- und Potenzstörungen beobachtet.

Bei Patienten mit Schilddr√ľsen√ľberfunktion (Hyperthyreose) k√∂nnen unter der Therapie mit Atenolol comp. Sandoz 52,5 mg die klinischen Zeichen einer Thyreotoxikose (z. B. Tachykardie, Tremor) verschleiert werden.

H√§ufig kommt es bei langfristiger, kontinuierlicher Einnahme von Atenolol comp. Sandoz 52,5 mg zu St√∂rungen im Fl√ľssigkeits- und Mineralhaushalt, insbesondere zu verminderten Kalium- und Natriumspiegeln (Hypokali√§mie und Hyponatri√§mie), ferner zu verminderten Magnesium- und Chloridspiegeln sowie zu erh√∂hten Calciumspiegeln im Blut (Hypomagnesi√§mie, Hypochlor√§mie, Hyperkalz√§mie).

Gelegentlich werden auf die verst√§rkte Harnausscheidung zur√ľckzuf√ľhrende Begleiterscheinungen wie Mundtrockenheit und Durst, Schw√§che und Schwindelgef√ľhl, Herzklopfen, verminderter Blutdruck und Kreislaufst√∂rungen mit vermindertem Blutdruck beim Wechsel vom Liegen zum Stehen (orthostatische Regulationsst√∂rungen) beobachtet.

Infolge von verminderten Kaliumspiegeln im Blut k√∂nnen M√ľdigkeit, Schl√§frigkeit, Muskelschw√§che, Missempfindungen an den Gliedma√üen (Par√§sthesien), L√§hmungen, Teilnahmslosigkeit (Apathie) oder Herzrhythmusst√∂rungen auftreten. Schwere Kaliumverluste k√∂nnen zu einer teilweisen Darml√§hmung (Subileus) bis hin zu einem Darmverschluss (paralytischen Ileus) oder zu Bewusstseinsst√∂rungen bis zum Koma f√ľhren. EKG-Ver√§nderungen und gesteigerte Glykosidempfindlichkeit k√∂nnen auftreten.

Verstärkte Magnesiumausscheidungen im Harn (Hypermagnesiurien) treten gelegentlich auf.

Als Folge der Mineral- und Fl√ľssigkeitsverluste kann sich eine St√∂rung im S√§ure-Basen-Haushalt des Blutes (metabolische Alkalose) entwickeln bzw. eine bereits bestehende metabolische Alkalose verschlechtern.

H√§ufig kommt es zu erh√∂hten Harns√§urewerten im Blut (Hyperurik√§mie). Dies kann bei entsprechend veranlagten Patienten zu Gichtanf√§llen f√ľhren.

Gelegentlich tritt ein vor√ľbergehender Anstieg der harnpflichtigen Substanzen (Kreatinin, Harnstoff) im Blut auf.

Unter der Behandlung mit Atenolol comp. Sandoz 52,5 mg k√∂nnen erh√∂hte Leberwerte, in seltenen F√§llen eine Gelbsucht (cholestatischer Ikterus), erh√∂hte Amylasewerte im Blut und Entz√ľndungen der Bauchspeicheldr√ľse auftreten.

Selten wurden eine akute Nierenentz√ľndung (interstitielle Nephritis), eine Gef√§√üentz√ľndung (Vaskulitis), eine Verminderung der roten und wei√üen Blutk√∂rperchen (An√§mie, Leukopenie), Verminderung der Blutpl√§ttchen (Thrombozytopenie) und in Einzelf√§llen eine hochgradige Verminderung bestimmter wei√üer Blutk√∂rperchen mit Infektneigung und schweren Allgemeinsyptomen (Agranulozytose) beobachtet.

In Einzelf√§llen wurde eine pl√∂tzlich auftretende Wasseransammlung in der Lunge (Lungen√∂dem) beschrieben, die durch √úberempfindlichkeit gegen√ľber dem Arzneimittel (Idiosynkrasie) hervorgerufen wurde.

Besondere Hinweise

Arzneimittel, die Beta-Rezeptorenblocker enthalten, k√∂nnen in Einzelf√§llen eine Psoriasis ausl√∂sen, die Symptome dieser Erkrankung verschlechtern oder zu psoriasiformen Exanthemen f√ľhren.

Beta-Rezeptorenblocker k√∂nnen die Empfindlichkeit gegen√ľber Allergenen und die Schwere anaphylaktischer Reaktionen, d. h. akuter allergischer Allgemeinreaktionen, erh√∂hen. Bei Patienten mit schweren √úberempfindlichkeitsreaktionen in der Vorgeschichte und bei Patienten unter Therapie zur Schw√§chung bzw. Aufhebung der allergischen Reaktionsbereitschaft (Desensibilisierungstherapie) kann es daher zu √ľberschie√üenden anaphylaktischen Reaktionen kommen.

Gegenmaßnahmen

Benachrichtigen Sie Ihren Arzt, damit er √ľber den Schweregrad und gegebenenfalls erforderliche Ma√ünahmen entscheiden kann.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr√§chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.


Anzeige

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren.
Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung und der Faltschachtel nach ?verwendbar bis? angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.

Anzeige

Weitere Informationen

Weitere Informationen
Was Atenolol comp. Sandoz 52,5 mg enthält
Die Wirkstoffe sind Atenolol und Chlortalidon.
1 Filmtablette enthält 50 mg Atenolol, 12,5 mg Chlortalidon.
Die sonstigen Bestandteile sind:
Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph.Eur.), Hyprolose (E 463), Hypromellose (E 464), Lactose-Monohydrat, Macrogol 4000, schweres basisches Magnesiumcarbonat, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Maisstärke, Natriumdodecylsulfat, Farbstoff Titandioxid (E 171).
Wie Atenolol comp. Sandoz 52,5 mg aussieht und Inhalt der Packung
Atenolol comp. Sandoz 52,5 mg Filmtabletten sind weiße, runde, beidseitig gewölbte Filmtabletten mit einer Bruchkerbe auf einer Seite.
Atenolol comp. Sandoz 52,5 mg ist in Originalpackungen mit 50 (N2) und 100 (N3) Filmtabletten erhältlich.
Pharmazeutischer Unternehmer
Sandoz Pharmaceuticals GmbH
Raiffeisenstraße 11
83607 Holzkirchen
E-Mail: info@sandoz.de
Hersteller
Salutas Pharma GmbH
Otto-von-Guericke-Allee 1
39179 Barleben
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt √ľberarbeitet: Juli 2008

Anzeige

Wirkstoff(e) Atenolol Chlortalidon
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Sandoz Pharmaceuticals GmbH
Betäubungsmittel Nein
ATC Code C07CB03
Pharmakologische Gruppe Beta-Adrenozeptorantagonisten und andere Diuretika

Teilen

Anzeige

Ihr persönlicher Arzneimittel-Assistent

afgis-Qualit√§tslogo mit Ablauf Jahr/Monat: Mit einem Klick auf das Logo √∂ffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen √ľber medikamio GmbH & Co KG und sein/ihr Internet-Angebot: medikamio.com/ This website is certified by Health On the Net Foundation. Click to verify.
Medikamente

Durchsuche hier unsere umfangreiche Datenbank zu Medikamenten von A-Z, mit Wirkung und Inhaltsstoffen.

Wirkstoffe

Alle Wirkstoffe mit ihrer Anwendung, chemischen Zusammensetzung und Arzneien, in denen sie enthalten sind.

Krankheiten

Ursachen, Symptome und Behandlungsm√∂glichkeiten f√ľr h√§ufige Krankheiten und Verletzungen.

Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden