Wirkstoff(e) Hydrochlorothiazid (HCT) Bisoprolol
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Merck Serono GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 24.06.1993
ATC Code C07BB07
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Beta-Adrenozeptorantagonisten und Thiazide

Zulassungsinhaber

Merck Serono GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Selektiver Beta-Rezeptorenblocker und Thiazid-Diuretikum (Arzneimittel zur Entwässerung des Körpers)

Anwendungsgebiete

Bluthochdruck (essentielle Hypertonie).

Die fixe Dosiskombination Concor 10 plus ist bei Patienten indiziert, deren Blutdruck mit Bisoprolol oder Hydrochlorothiazid alleine nicht ausreichend kontrolliert ist.

Was ist bei Kindern zu ber√ľcksichtigen?

Concor 10 plus sollte nicht von Kindern eingenommen werden, da die Sicherheit und die Wirksamkeit nicht untersucht worden ist.

Art der Anwendung

Sie sollten die Filmtabletten morgens vor, w√§hrend oder nach dem Fr√ľhst√ľck unzerkaut mit etwas Fl√ľssigkeit einnehmen.

W√§hrend der Behandlung mit Concor 10 plus sollten Sie auf eine ausreichende Fl√ľssigkeitsaufnahme achten und wegen erh√∂hter Kaliumverluste kaliumreiche Nahrungsmittel zu sich nehmen (z. B. Bananen, Gem√ľse, N√ľsse).

Dauer der Anwendung

Die Dauer der Anwendung ist zeitlich nicht begrenzt. Sie richtet sich nach Art und Schwere der Erkrankung. √úber die Dauer der Behandlung entscheidet der behandelnde Arzt.

Die Dosierung von Concor 10 plus darf ohne Anweisung des Arztes nicht geändert werden.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Concor 10 plus zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge Concor 10 plus eingenommen haben, als Sie sollten

Bei Verdacht auf eine √úberdosierung mit Concor 10 plus benachrichtigen Sie bitte sofort Ihren Arzt. Dieser kann entsprechend der Schwere der √úberdosierung √ľber die gegebenenfalls erforderlichen Ma√ünahmen entscheiden.

Die häufigsten Zeichen einer Überdosierung mit Concor 10 plus sind verlangsamte Herzschlagfolge (Bradykardie), Bronchialverkrampfung (Bronchospasmus), starker Blutdruckabfall, akute Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) und Unterzuckerung (Hypoglykämie). Hinzu könnten Benommenheit, Übelkeit, Schläfrigkeit, Verminderung des Blutvolumens (Hypovolämie), kommen, die klinische Zeichen einer akuten oder chronischen Überdosierung von Hydrochlorothiazid sind.

Nach √úberdosierung sollte die Behandlung mit Concor 10 plus nach R√ľcksprache mit dem behandelnden Arzt abgebrochen werden.

Wenn Sie die Einnahme von Concor 10 plus vergessen haben

Nehmen Sie beim n√§chsten Mal nicht etwa die doppelte Menge ein, sondern f√ľhren Sie die Einnahme, wie in der Dosierungsanleitung beschrieben bzw. wie vom Arzt verordnet, fort.

Wenn Sie die Einnahme von Concor 10 plus abbrechen

Bitte unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung mit Concor 10 plus nicht, ohne dies vorher mit Ihrem Arzt abgesprochen zu haben.

Die Behandlung mit Concor 10 plus darf nicht abrupt abgesetzt werden, da dies zu einer Verschlechterung der Herzinsuffizienz f√ľhren kann. Die Behandlung sollte langsam ausschleichend beendet werden (mit Dosishalbierung √ľber 7 ‚Äď 10 Tage), da ein abruptes Absetzen zu einer akuten Verschlechterung des Zustandes des Patienten f√ľhren kann.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Concor 10 plus immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Concor 10 plus kann bei Patienten angewendet werden, deren Blutdruck mit Bisoprolol oder Hydrochlorothiazid allein nicht ausreichend eingestellt ist.

Eine individuelle Dosiseinstellung (Dosistitration) mit den Einzelsubstanzen (d. h. Bisoprolol und Hydrochlorothiazid) ist zu empfehlen.

Wenn klinisch vertretbar, kann eine direkte Umstellung von der Monotherapie auf die fixe Kombination in Erwägung gezogen werden.

Dosierung bei Nierenfunktionsstörungen

Bei eingeschränkter Nierenfunktion ist die Ausscheidung des Hydrochlorothiazidanteils von Concor 10 plus vermindert.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Concor 10 plus Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100 Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000 Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000

Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

Mögliche Nebenwirkungen

Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen):

Nicht bekannt: Haut- und Lippenkrebs (weißer Hautkrebs).

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems:

Selten: Verminderung der weißen Blutkörperchen (Leukopenie), Blutplättchenmangel (Thrombozytopenie).

Sehr selten: Verminderung der granulierten Leukozyten (Agranulozytose).

Psychiatrische Erkrankungen:

Gelegentlich: Schlafstörungen, Depressionen.

Selten: Alpträume, Halluzinationen.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen:

H√§ufig: erh√∂hte Blutzuckerspiegel (Hyperglyk√§mie) und, erh√∂hte Harns√§urespiegel im Blut (Hyperurik√§mie), St√∂rungen im Fl√ľssigkeits- und Elektrolythaushalt, insbesondere verminderte Kalium- und Natriumspiegel im Blut (Hypokali√§mie und Hyponatri√§mie), verminderte Magnesium- und Chloridspiegel sowie Kalziumspiegel im Blut (Hypomagnesi√§mie, Hypochlorid√§mie, Hyperkalz√§mie).

Gelegentlich: Appetitlosigkeit.

Sehr selten: stoffwechselbedingte Zunahme von Basen im Blut (metabolische Alkalose).

Erkrankungen des Nervensystems:

Häufig: Schwindel*, Kopfschmerz*.

Augenerkrankungen:

Selten: verminderter Tränenfluss (beim Tragen von Kontaktlinsen zu beachten), Sehstörungen.

Sehr selten: Bindehautentz√ľndung (Konjunktivitis).

Nicht bekannt: Verminderung des Sehverm√∂gens oder Schmerzen in Ihren Augen aufgrund von hohem Druck (m√∂gliche Anzeichen einer Fl√ľssigkeitsansammlung in der Gef√§√üschicht des Auges (Aderhauterguss) oder akutes Engwinkelglaukom)

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths:

Selten: Hörstörungen.

Herzerkrankungen:

Gelegentlich: starke Verminderung der Herzfrequenz (Bradykardie), Erregungsleitungsstörungen von den Herzvorhöfen auf die Herzkammern (AV-Erregungsleitungsstörungen), Verschlechterung einer Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz).

Gefäßerkrankungen:

H√§ufig: K√§ltegef√ľhl oder Taubheit in den Extremit√§ten.

Gelegentlich: verstärkter Blutdruckabfall auch beim Übergang vom Liegen zum Stehen (orthostatische Dysregulation).

Selten: Kreislaufkollaps (Synkope)

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums:

Gelegentlich: Bronchialkrampf (Bronchospasmus) bei Patienten mit Bronchialasthma oder verengenden (obstruktiven) Atemwegserkrankungen in der Krankengeschichte (Anamnese).

Selten: allergischer Schnupfen (allerg. Rhinitis). Nicht bekannt: Interstitielle Lungenerkrankung.

Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts:

H√§ufig: √úbelkeit, Erbrechen, Durchfall (Diarrhoe), Verstopfung (Obstipation). Gelegentlich: Bauchbeschwerden, Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse (Pankreatitis).

Leber- und Gallenerkrankungen:

Selten: Leberentz√ľndung (Hepatitis), Gelbsucht (Ikterus).

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

Selten: √úberempfindlichkeitsreaktionen: Jucken, R√∂tung (Flush), entz√ľndliche Hautver√§nderung (Exanthem), Hautausschlag bei Lichteinwirkung (Photodermatitis), Hautblutung (Purpura), stark juckende Quaddeln (Urtikaria). Suchen Sie sofort Ihren Arzt auf, wenn bei Ihnen schwerere allergische Reaktionen wie Gesichts-, Hals-, Zungen-, Mund- oder Rachenschwellungen oder Atem-beschwerden auftreten.

Sehr selten: ß-Blocker können eine Psoriasis auslösen bzw. verschlechtern oder psoriasisähnliche Exantheme verursachen, Haarausfall, Hautflechte (kutaner Lupus erythematodes).

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen:

Gelegentlich: Muskelschwäche und -krämpfe.

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdr√ľse:

Selten: Potenzstörungen.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort:

H√§ufig: M√ľdigkeit*.

Gelegentlich: Erschöpfungszustand* (Asthenie).

Sehr selten: Brustschmerzen.

Untersuchungen:

Häufig: Erhöhung der Blutfette (Triglyzeride, Cholesterin), erhöhte Ausscheidung von Zucker mit dem Harn (Glukosurie).

Gelegentlich: Anstieg der Amylase, reversibler Anstieg des Serumkreatinins und Harnstoffs. Selten: Anstieg der Leberenzymwerte (ASAT, ALAT).

Diese Erscheinungen treten insbesondere zu Beginn der Behandlung auf. Sie sind im Allgemeinen leichterer Art und verschwinden meist innerhalb von 1 bis 2 Wochen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das nationale Meldesystem anzeigen.

Deutschland

Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

Luxemburg

Centre Régional de Pharmacovigilance de Nancy crpv@chru-nancy.fr

Tel: (+33) 3 83 65 60 85 / 87 oder

Division de la Pharmacie et des Médicaments de la Direction de la Santé à Luxembourg pharmacovigilance@ms.etat.lu

Tel: (+352) 2478 5592

Link zum Formular: https://guichet.public.lu/fr/entreprises/sectoriel/sante/medecins/notification- effets-indesirables-medicaments.html

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren!

Nicht √ľber 30 ¬įC lagern!

Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und dem Blisterstreifen nach ‚ÄěVerwendbar bis:‚Äú angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals √ľber das Abwasser (z.B. nicht √ľber die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

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Weitere Informationen

Was Concor 10 plus enthält

Die Wirkstoffe sind Bisoprololfumarat und Hydrochlorothiazid.

1 Filmtablette Concor 10 plus enthält 10,0 mg Bisoprololfumarat und 25 mg Hydrochlorothiazid.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), mikrokristalline Cellulose, Maisstärke, Calciumhydrogenphosphat, Eisen(III)-oxid, Eisen(II,III)-oxid, Dimeticon 100, Macrogol 400, Titandioxid, Hypromellose.

Wie Concor 10 plus aussieht und Inhalt der Packung

Concor 10 plus ist eine rötlich-graue, herzförmige, bikonvexe Filmtablette mit einer spindelförmigen Teilungsrille auf jeder Seite. Die Tablette kann in zwei gleiche Hälften geteilt werden.

Concor 10 plus Filmtabletten sind verpackt in einer Blisterpackung, bestehend aus einer Polyvinylchloridschicht und einer Aluminiumdeckfolie.

Concor 10 plus ist in Packungen mit 30 Filmtabletten, 50 Filmtabletten und 100 Filmtabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

Merck Serono GmbH

Alsfelder Straße 17

64289 Darmstadt

E-Mail: Medwiss.Service@merckgroup.com

Kostenfreie Service-Nummer:

Tel.: 0800 42 88 373

Telefax: (06151) 6285 816

Hersteller

Merck Healthcare KGaA

Frankfurter Straße 250

64293 Darmstadt

und

F&G Health Austria GmbH & Co. OG Hösslgasse 20

9800 Spittal/Drau √Ėsterreich

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im November 2020.

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Zuletzt aktualisiert: 03.07.2022

Quelle: Concor 10 plus - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Hydrochlorothiazid (HCT) Bisoprolol
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Merck Serono GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 24.06.1993
ATC Code C07BB07
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden